Davey, Paxman & Co.

Allgemeines

FirmennameDavey, Paxman & Co.
OrtssitzColchester (England)
Art des UnternehmensMaschinenfabrik
AnmerkungenAuch mit Zusatz "Standard Iron Works". Übernahm im Zweiten Weltkrieg die unbenutzten "Britannia Works" (s.d.), diese wurden 1982 geschlossen.
Quellenangaben[VDI 45 (1901) 999 ff] [Gündling] http://paxmanhistory.org.uk/paxbrit.htm [Farmer's Magazine 40 (1871) 164]




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
1865 Gründung von "Davey, Paxman & Davey, Engineers" durch James Noah Paxman und die Brüder Henry und Charles Davey
10.1871 Thomas John Balls tritt als Partner ein, und ab Oktober lautet die Firma "Davey, Paxman & Co."
1876 Ausstellung einer Lokomobile auf der "Centennial Exhibition" in Philadelphia. Es ist der einzige Britische Aussteller solcher Maschinen.
1876 Aussteller auf der "Royal Agricultural Show" in Birmingham mit Maschinen
1877 Henry und Charles Davey ziehen sich aus der Partnerschaft zurück und gehen in den Ruhestand.
1880 Nach 1880 werden Kleindampfmaschinen der Bauart Davey in Frankreich von Albaret in Liancourt und in Deutschland von der "Maschinenbau A.-G. Union, Essen" gebaut
1886 Die Partnerschaft mit Thomas Balls endet aus gesundheitlichen Gründen; er geht in den Ruhestand.
1889 Auf der Weltausstellung in Paris werden neun 100-PS-Dampfkessel und vier Maschinen für die elektrische Beleuchtung geliefert.
1890 James Paxmans ältester Sohn, William, tritt in die Firma ein.
1890 William Paxman wird Teilhaber
1895 Aufnahme des Baus von einfachwirkenden Schnelläufern der Bauart J.C. Peache um 1895
1898 Umwandlung der Firma in eine GmbH unter der Firma "Davey, Paxman & Co. Ltd."
1901 Ausstellung von 360- und 600-PS-Dampfmaschine auf der Ausstellung in Glasgow
1905 Aufnahme des Baus von Straßenlokomotiven
1905 Aufstellung einer Maschine für die "English Steel Corporation" für das 48in-Walzwerk
1911 Auf der "Smithfield Club Show" werden eine Zugmaschine, eine Gasmaschine, ein Gaserzeuger und eine liegende Dampfmaschine gezeigt.
nach dem 1. Weltkrieg Bis zu James Paxmans Tod (1922) wird das Management zum größten Teil auf Major William Paxman und P. A. Sanders übertragen.
1919 Übernahme der Kapitalmehrheit durch die "AGE - Agricultural & General Engineers Ltd."
1920 P. A. Sanders (später: Sir Percy Sanders) wird zum stellvertretenden Vorsitzenden der Gesellschaft ernannt.
1920 Die Firma wird Mitglied der "Agricultural & General Engineers Ltd" (AGE). Paxman ist eine der letzten Gesellschaften, die in diese Vereinigung von 14 Maschinenfabriken eintreten. Sie wurde 1919 gegründet, und zentralisiertes Management and vereinheitlichten Verkauf, besonders auf den Übersee-Märkten zu erreichen.
1920 Es werden ein Kessel in Lokomotiv-Bauart und ein Essex-Type-Kessel, ein Dampfwagen und eine Maschine mit einem Hochdruckantrieb, Bauart Paxman-Lentz auf der "Darlington Agricultural Show" gezeigt.
1922 Tod von James Paxman
1923-1926 Bau von 8 Miniatur Dampflokomotiven der Pacific-Bauart mit einer Spurweite von 381 mm in den Jahren 1923-26 für die Ravenglas & Eskdale sowie die Romney, Hythe & Dymchurch Railway
02.08.1932 Nach dem Zusammenbruch der "Agricultural & General Engineers Ltd." wird "Davey Paxman & Co. Ltd." neu finanziert und neu gebildet als "Davey, Paxman and Company (Colchester) Limited", eingetragen am 2. August, mit einem Anteilskapital von £50,000. Die ersten Direktoren der neuen Gesellschaft sind: The Right Hon Viscount Goschen. GCSI, GCIE, CBE (Vorsitzender), Percy Alan Sanders, Edward Philip Paxman (James Paxmans jüngster Sohn), Frank Jarrett und John Douglas Dean. Die aktive Leitung der Gesellschaft fällt Percy Sanders und Edward Paxman zu, welche zu Vereinigten Betriebsdirektoren ernannt werden. Edward Paxman fungiert auch als Technischer Direktor.
1937 Die schnelle Expansion der Gesellschaft erfordert eine Erhöhung des Kapitals, welches durch Sir Bernard Greenwell, der 1938 in das Unternehmen eintritt, zur Verfügung gestellt wird.
1940 Übernahme durch "Ruston, Proctor & Co. Ltd., Lincoln"
1940 Der Sohn von Sir Bernard Greenwell, Sir Peter, stößt nach dem Tod des Vaters seine Anteile an die Firma "Ruston & Hornsby" in Lincoln ab. Dadurch erhält "Ruston & Hornsby" einen kontrollierenden Anteil an der Gesellschaft. Die beiden Firmen bilden eine Gesellschaft, später bekannt als "Ruston-Paxman Group". Jede davon ist zuständig für ergänzende Bereiche bei Dieselmotoren und anderen Produkten.
01.1941 Die Firma wird zurück verwandelt in "Davey Paxman & Co. Ltd."
1941 Übernahme der ungenutzten "Britannia Works" zur Dieselmotorenferigung für Churchills "Nellie"-Projekt (Grabe-Maschinen, die sich zwischen den feindlichen Schützengräben durchgraben sollen). Später für Landungsfahrzeuge verwendet.
1944 Herstellung von Dieselmotoren für militärische Zwecke
22./23.02.1944 Zerstörung von Teilen der "Britannia Works" (Dieselmotorenferigung) durch Brandbomben
1947 Die Paxman-Ricardo-Maschine (für Demonstrationszwecke geschnitten) wird im "Anson Engine Museum" ausgestellt.
01.1954 Die Regler- und Überwachung-Sparte von Paxmans Geschäften wird in eine separate Gesellschaft, Ardleigh Engineering Ltd., umgebildet
09.1962 Nach Paxman's Erwerbung der europäischen Regler-Aktivitäten von "Curtiss-Wright" (Sitz in den Niederlanden) beginnen die "Ardleigh Engineering Ltd." und das neu erworbene Geschäft unter dem Namen "Regulateurs Europa" ihre Tätigkeit.
1966 Die Unternehmen von "Ruston & Hornsby" und "Davey Paxman" werden von der "English Electric Co. Ltd." übernommen.
1968 Die Diesel-Anteile der vergrößerten Gruppe "English Electric Diesel Engines Ltd." werden umbenannt in "English Electric Diesels Ltd.". Paxman wird daher an Dorman (Stafford), Napier, Kelvin (Glasgow) und English Electric angeschlossen. Paxman wird zur "English Electric Diesels, Paxman Engine Division".
1968 Die "English Electric Co. Ltd." wird durch die GEC Unternehmensgruppe (General Electric Company of Great Britain, später in "Marconi" umbenannt) erworben.
06.01.1970 Die Paxman- und Ruston-Diesel-Unternehmensbereiche werden zur "Ruston Paxman Diesels Limited", eine Betriebsgesellschaft der "English Electric Diesels Limited", mit ihrem Hauptsitz bei den "Vulcan Works", Newton-le-Willows.
1972 Die "English Electric Diesels Limited" ändert ihren Namen in "GEC Diesels Limited".
1975 Das Geschäft von "Ruston Paxman Diesels Limited" wird geteilt, um innerhalb der "GEC Diesels Limited" zwei getrennte Betriebsgesellschaften zu bilden: "Paxman Diesels Limited" und "Ruston Diesels Limited".
Mitte September 1975 Paxman beginnt unter dem neuen Namen "Paxman Diesels Limited" zu firmieren, der bis zur Bildung des Joint Venture "GEC ALSTHOM" 1989 beibehalten wird.
09.1989 GEC in England und Alcatel Alsthom in Frankreich bilden ein 50/50 Joint Venture, "GEC ALSTHOM". Paxman (zusammen mit "Regulateurs Europa") ist eine von vielen Gesellschaften der GEC und wird die "GEC ALSTHOM Paxman Diesels Ltd.".
22.06.1998 Die Joint-Venture-Gesellschaft "GEC ALSTHOM" wird bei den Börsen in Paris, London und New York freigegeben, und sie wird eine französische öffentliche Gesellschaft, ALSTOM. Die Diesel-Anteile von ALSTOM, welche Ruston in Newton-le-Willows, Mirrlees Blackstone in Stockport und Regulateurs Europa in Colchester umfassen, werden zur "ALSTOM Engines Ltd.". Paxman wird zur "ALSTOM Engines Ltd., Paxman Division".
09.06.2000 "ALSTOM Engines Ltd." wird durch "MAN B&W Diesel AG" in Augsburg erworben und wird zur "MAN B&W Diesel Ltd.". Paxman wird zur "MAN B&W Diesel Ltd, Paxman".




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Beleuchtungs-Lokomobilen   nur 1 gebaut      
Dampfkessel          
Dampflastwagen 1905 Beginn 1908 Ende (nur wenige gebaut)  
Dampflastwagen 1905 Beginn 1908 Ende (nur wenige gebaut)  
Dampfmaschinen 1889 Weltausstellung Paris 1921 Maschine bekannt Spezialität: Kleinmaschinen Bauart Davey und Schnelläufer Bauart J.C. Peache
Gasmaschinen          
Lokomobilen 1873 Ausstellung Cardiff 1925 Fabr.-Nr. 21693 [Farmer's Magazine 40 (1871) 164]: "four steam engines on the ground"