R. W. Dinnendahl Aktiengesellschaft, Maschinenfabrik, Kunstwerkerhütte

Allgemeines

FirmennameR. W. Dinnendahl Aktiengesellschaft, Maschinenfabrik, Kunstwerkerhütte
OrtssitzEssen (Ruhr)
OrtsteilSteele
Postleitzahl45276
Art des UnternehmensMaschinenfabrik
AnmerkungenIn Kunstwerker Hütte b. Steele. Lt. [Jahrbuch der deutschen Braunkohlen...Industrie (1913)]: obige Firma. [Alkaliwerke]: "Huttrop b. Steele". Um 1820 als "Gebr. Dinnendahl" auch in Mülheim (Ruhr). Siehe auch: "Dinnendahl, Daus & Moll, Mülheim" u. "Nering, Bögel & Dinnendahl"
Quellenangaben[Redlich: Unternehmer (1964) 257] [50 Jahre Akt.-Ges. Cons. Alkaliwerke Westeregeln (1931) 93] [Matschoß: Entw Dampfmaschine (1908) I, 161] [Adressbuch Elektr.-Branche (1892) 40]




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
1801 Auftrag an Dinnendahl für eine Feuermaschine für Zeche Wohlgemuth bei Essen
1803 Dinnendahl wird nach Aachen gerufen, um für das Bleibergwerk Diepenlinchen eine Feuermaschine zu erbauen. Er soll für 5000 Reichstaler eine 32zöllige Feuermaschine liefern. Nachdem er auf der Zeche Königsborn eine Watt'sche Maschine gesehen hatte, beschließt er, seine Maschine für beide Systeme zu bauen
1804 Dinnendahl baut für den Grafen von Spee bei Ratingen eine 16zöllige Feuermaschine
1804 Die Feuermaschine von Dinnendahl für das Bleibergwerk Diepenlinchen wird angelassen. Nachdem sie sich bewährt hat, ändert er die atmosphärische in eine Watt'sche um.
1803 Inbetriebsetzung der Dinnendahl'schen Feuermaschine für Zeche Wohlgemuth bei Essen. Das glückliche Gelingen des großen Unternehmens schafft Dinnendahl einen Ruf, der bald über die Grenzen seiner engeren Heimat hinausgeht. (auch 1803 genannt)
1806 Dinnendahl erhält den Auftrag für eine 40zöllige Wasserhaltungsmaschine für die Zeche Sälzer und Neuack. Es wird ihm der Bau der Wasserhaltungsmaschine und der 15zölligen Fördermaschine (aus einem Kessel gespeist) übertragen.
1808 Dinnendahl wird zur napoleonischen Zeit damit beauftragt, mit Feuermaschinen den Baugrund für das Fort Napoleon (später Fort Blücher) trocken zu legen. Wegen der kurzen Lieferzeit zieht Dinnendahl es vor, die Anlage in England zu kaufen. Sie wird technisch und finanziell ein voller Erfolg.
1810 Fertigung von Dampfmaschinen-Einzelteilen für Dinnendahl durch die GHH
1816-1817 Auf Zeche Kunstwerk sollen 1816/17 zwei Wasserhaltungs- und zwei Fördermaschinen durch Dinnendahl in einem Gebäude vereinigt werden, was ihm zur vollsten Zufriedenheit gelingt.
1819 Dinnendahl erweitert seine Maschinenfabrik durch den Bau eigener Gießereien. Bisher hatte er Gußstücke ausschließlich von der Gutehoffnungshütte bezogen.
1821 Die Werkstatt Dinnendahls brennt nieder, Verlegung der Produktion nach Huttrup bei Steele (Vereinigung mit der Gießerei zu Huttrop)
25.08.1826 Tod Franz Dinnendahls. Auf dem Friedhof der Gemeinde Rellinghausen bei Steele bezeichnet ein von seiner Familie errichtetes Denkmal seine letzte Ruhestätte.
1892 1892 werden neue Fabrikgebäude errichtet und die Zahl der Werkzeugmaschinen erheblich vergrößert
1922 Angliederung der R. W. Dinnendahl AG an die Eisenhütte Westfalia, Bochum




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Dampfmaschinen 1803 Erste Erwähnung 1892 [Adressb Elektr.-Branche (1892)]  
Eisenkonstruktionen 1913 [Jahrbuch Dt. Braunkohlen-...-Ind (1913)] 1913 [Jahrbuch Dt. Braunkohlen-...-Ind (1913)]  
Förderhaspeln 1913 [Jahrbuch Dt. Braunkohlen-...-Ind (1913)] 1913 [Jahrbuch Dt. Braunkohlen-...-Ind (1913)]  
Grubenventilatoren 1913 [Jahrbuch Dt. Braunkohlen-...-Ind (1913)] 1913 [Jahrbuch Dt. Braunkohlen-...-Ind (1913)]  
Pumpmaschinen 1913 bekannt 1913 bvekannt  
Seilbahnen 1913 bekannt 1913 bvekannt  
Ventilatoren Patent Capell 1913 bekannt 1913 bvekannt  
Winden 1913 bekannt 1913 bvekannt  




Firmen-Änderungen, Zusammenschüsse, Teilungen, Beteiligungen


Zeit = 1: Zeitpunkt unbekannt

Zeit Bezug Abfolge andere Firma Kommentar
1922 Anschluß (Namensverlust) danach Eisenhütte Westfalia [Maschinenindustrie (1939/40) 221]