Aktiengesellschaft Kühnle, Kopp & Kausch

Allgemeines

FirmennameAktiengesellschaft Kühnle, Kopp & Kausch
OrtssitzFrankenthal (Pfalz)
StraßeHeßheimer Str. 2
Postleitzahl67227
Internet-Seitehttp://www.agkkk.de
Art des UnternehmensMaschinenfabrik
Anmerkungen1901/05: Frankenthaler Kesselschmiede u. Maschinenfabrik Kühnle, Kopp & Kausch. Das Unternehmensarchiv ist nur jede 2. Woche mittwochs besetzt. Adresse (1943): Luitpoldstr. 16. Seit 2006 nach Übernahme durch die "Siemens AG": "Siemens Turbomachinery Equipment GmbH".
Quellenangaben[Maschinenindustrie (1939/49) 362] [Handbuch Akt.-Ges. (1943) 5693] Internet (2008)




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
1842 Gründung der Kühnle'schen Maschinenfabrik
1860 Gründung der Velthuysen'schen Fabrik
1879 Erwerbung der Kesselschmiede Glossier durch Hans Kopp.
04.04.1899 Gründung unter der Firma "Frankenthaler Kesselschmiede und Maschinenfabrik Kühnle, Kopp & Kausch A.-G." mit einem Grundkapital von M 1.500.000,00 durch Vereinigung der drei Firmen: "Kühnlesche Maschinenfabrik", "Dampfkesselschmiede Hans Kopp", "Velthuysen & Co., G. m. b. H." (letzter Inhaber Kausch)
04.04.1899 Bildung der Aktiengesellschaft unter der Firma "Frankenthaler Kesselschmiede und Maschinenfabrik Kühnle, Kopp & Kausch A.-G." mit einem Grundkapital von M 1.500.000,00 durch Vereinigung der drei Firmen: "Kühnlesche Maschinenfabrik", "Dampfkesselschmiede Hans Kopp", "Velthuysen & Co., G. m. b. H." (letzter Inhaber Kausch)
04.04.1899 Bildung der Aktiengesellschaft unter der Firma "Frankenthaler Kesselschmiede und Maschinenfabrik Kühnle, Kopp & Kausch A.-G." mit einem Grundkapital von M 1.500.000,00 durch Vereinigung der drei Firmen: "Kühnlesche Maschinenfabrik", "Dampfkesselschmiede Hans Kopp", "Velthuysen & Co., G. m. b. H." (letzter Inhaber Kausch)
1905 Beginn des Strömungsmaschinenbaus bei der KKK mit der Fertigung von Radialverdichtern
1909 Änderung der Firma aus "Frankenthaler Kesselschmiede und Maschinenfabrik Kühnle, Kopp & Kausch A.-G." in "Aktiengesellschaft Kühnle, Kopp & Kausch"
12.07.1910 Schweizerisches Patent Nr. 51694 an Kühnle, Kopp & Kausch, Frankenthal, auf eine doppelt wirkende Dampfmaschine mit Auslaßschlitzsteuerung und zwei gleichlaufenden, an einer gemeinsamen Kolbenstange sitzenden Kolben. Der Doppeldampfzylinder ist durch eine Zwischenwand in zwei gleichlange Teile zerlegt, während die Einlaßorgane mitten am Doppelzylinder, nächst der Zwischenwand, und die durch die Arbeitskolben gesteuerten Auslaßschlitze an den Enden des Doppeldampfzylinders angeordnet sind, wodurch eine Verringerung der Abkühlflächen erreicht wird.
1916 Ankauf der Elektra-Dampfturbinen-Gesellschaft, Karlsruhe
1919 Verlegung des Betriebs der Dampfturbinenabteilung (ehemals "Elektra") der KKK von Karlsruhe in eigene Räumlichkeiten nach Ladenburg a.N.
30.03.1932 Die Hauptversammlung vom 30. März 1932 genehmigt eine Herabsetzung des Stammkapitals in erleichterter Form durch Einziehung von nom. RM 160.000,00 eigenen Aktien
01.10.1933 bis 30.09.1934 Veräußerung eines Teiles des nicht der Fabrikation dienenden Grundbesitzes. Bildung einer Rücklage für Betriebsumstellung.
01.10.1934 bis 30.09.1935 Fortsetzung der in Gang befindlichen Umstellungsarbeiten.
04.1935 Der Betrieb des Werkes Ladenburg wird nach Frankenthal verlegt.
20.07.1935 Zum Zwecke der Tilgung des Verlustes und Bildung von Rücklagen beschließt die Hauptversammlung vom 20. Juli 1935 eine Herabsetzung des Grundkapitals von RM 1.440.000,00 auf RM 720.000,00 in erleichterter Form durch Zusammenlegung der Aktien im Verhältnis 2:1.
01.10.1936 bis 30.09.1937 Die "Metallgesellschaft A.-G.", Frankfurt (Main), stößt ihre bisherige Beteiligung an eine Gruppe, die einer Vorbesitzerfamilie nahesteht, ab. Damit ist die Gesellschaft nicht mehr konzerngebunden, wie sie es seit 1920 war.
01.10.1936 bis 30.09.1937 Das seit April 1935 stillgelegte Werk Ladenburg wird veräußert.
14.04.1937 Die in der Hauptversammlung vom 14. April 1937 beschlossene Erhöhung des Grundkapitals von nom. Reichsmark 720.000,00 um bis zu nom. RM 360.000,00 auf nom. RM 1.080.000,00 ist inzwischen um den Betrag von nom. RM 280.000,00 erfolgt. Das Grundkapital beträgt nunmehr nom. RM 1.000.000,00. Die neuen Aktien werden zu pari von der Gesellschaft nahestehenden Kreisen übernommen.
01.10.1937 bis 30.09.1938 Neubau eines Konstruktionsbüros.
01.10.1938 bis 30.09.1939 Erweiterung des Werksgeländes.
01.10.1939 bis 30.09.1940 An- und Verkauf unbebauter Grundstücke
01.10.1939 bis 30.09.1940 Beteiligung an einer gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft.
01.10.1939 bis 30.09.1940 Gründung der Gefolgschaftshilfe e. V.
01.10.1939 bis 30.09.1940 Erhöhung des bei der Industriebank aufgenommenen Darlehns auf RM 500.000,00.
01.10.1940 bis 30.09.1941 Vereinheitlichung des Erzeugungsprogramms.
16.04.1943 Laut Beschluß des Aufsichtsrates vom 16. April 1943 Kapitalberichtigung gemäß DAV vom 12. Juni 1941 um RM 200.000,00 auf RM 1.200.000,00 mit Wirkung zum 30. September 1942. Der zur Durchführung der Berichtigung erforderliche Betrag wird durch Zuschreibung zum Anlagevermögen gewonnen.
01.06.1943 Letzte ordentliche Hauptversammlung bis 1943/44
1948 Das Landturbinengeschäft und die Konstruktion von Marineturbinen stehen im Vordergrund. Die AG KK&K verfügt in diesem Jahr erstmals über eine Entwicklungsabteilung für den Turbinen- und Gebläsebau.
1951 KKK eröffnet mit der Entwicklung und Fertigung von Abgasturboladern ein zukunftsweisendes Produktionsprogramm
1960 Für die Produktion von Abgasturboladern wird ein neues Werk in Kirchheimbolanden errichtet.
1961 KKK beginnt mit der Kooperation auf dem Gebiet kleiner Turbolader mit einem Hersteller aus USA
1972 KKK übernimmt das Turbolader-Bauprogramm der Firma J. Eberspächer, Esslingen
1974 Die Kooperation auf dem Gebiet kleiner Turbolader mit einem Hersteller aus USA endet
1980-1981 Zu beginn der 80er Jahre übernimmt die MTU Motoren- und Turbinen-Union die Mehrheit der KKK-Stammaktien
1983 Die Motoren- und Turbinenunion (MTU), München, übernimmt die Aktienmehrheit bei der AG KK&K.
1985 Nach der Übernahme der Mehrheit an der MTU durch die Daimler-Benz AG wird die AG KK&K eine Konzerngesellschaft von Daimler-Benz.
1994 KKK hat 1994 die Trendwende geschafft
1994 Besitzwechsel von der Daimler-Benz-Tochter MTU zur Penske Corporation (USA)
1994 1994 werden Aufladesysteme produziert
1994 Personalabbau um weitere 336 Mitarbeiter
1994 Das Geschäftsjahr 1994 schließt mit einem Fehlbetrag von 4,6 Millionen DM.
1994 Das Unternehmen erzielt mit 1 400 Beschäftigten einen Umsatz von 265 Millionen DM, wobei auf das Ventilatorengeschäft rund 35 Millionen DM entfallen.
1994 Die Penske Corp. erwirbt die Mehrheit von KKK aus dem Besitz der zum Daimler-Benz-Konzern gehörenden MTU.
1994 Die Zahl der verkauften Turbolader wird von 600 000 auf 720 000 bis 740 000 steigen.
1995 Die Aufladesysteme sollen 1995 von mehr als 700.000 Stück erreichen
1995 Das Geschäftsjahr 1995 schließt mit einem Überschuß von 22 Millionen DM ab.
1996 Der Umsatz steigt 1996 um 14,8 Prozent auf 211 Millionen DM.
1996 Der Bereich Auflademaschinen (Turbolader für die Fahrzeugindustrie) schreibt 1996 rote Zahlen.
1996 Die AG KK&K verkauft das Ventilatorengeschäft an die Turbo-Lufttechnik GmbH.
1997 Die Frankenthaler Kühnle, Kopp & Kausch (KKK) AG überlegt, das Geschäft mit Turboladern 1997 zu verkaufen.
01.01.1997 bis 30.06.1997 Das Unternehmen legt im 1. Halbjahr sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn zu. Der Umsatz steigt mit 152,7 Millionen DM gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,5 Prozent.
01.01.1997 bis 30.06.1997 Der Bereich Auflademaschinen (Turbolader für die Fahrzeugindustrie) schreibt im ersten Halbjahr 1997 schwarze Zahlen.
30.06.1997 Das Unternehmen zählt zur Jahresmitte 1428 Beschäftigte.
1998 AG KK&K erwirbt die "Schiele-PGW Turbomaschinen GmbH" in Leipzig und Frankfurt.
1998 Der Auftragseingang für die AFA- und TWIN-Dampfturbinen ist in diesem Jahr außerordentlich hoch.
01.11.1998 Verkauf der Turbolader-Sparte an die KKK-Muttergesellschaft Borg-Warner. Bei der AG KK&K konzentriert man sich wieder auf das Kerngeschäft Turbomaschinen (Turbinen und Verdichter).
1998 Bilanzpressekonferenz am 14.4.1999: Das Jahr 1998 ist für KKK recht erfolgreich; der Umsatz steigt von 340 auf 361 Mio DM. Der Jahresüberschuß legt aufgrund des Verkaufserlöses der Turbolader von 27,8 auf 51,7 Mio DM zu.
13.04.1999 Bilanzpressekonferenz: Der Verkauf der Sparte Turbolader sorgt nach wie vor für Irritationen; Erhöhung des Kaufpreises von 103 Mio auf 180 Mio DM.
2000 Das dänische Erfolgsunternehmen HV-Turbo wird hundertprozentige Tochtergesellschaft der AG KK&K.
2002 Die KK&K-Gruppe erschließt einen neuen Markt für Verdichtertechnik. Mit der Gründung einer Tochtergesellschaft wird die intensive Vermarktung von Starthilfemaschinen für Turbinen großer Verkehrsflugzeuge, sogenannter Air-Start-Units, in Angriff genommen.
2003 Erwerb der TLT-Turbo GmbH in Zweibrücken und Bad Hersfeld als Erweiterung des Geschäftsfeldes.
03.2005 KKK geht an die Erwerbergesellschaft "Turbo Group" bzw. an die Frankfurter Private-Equity-Gesellschaft ECM. Diese übernimmt den mehr als 95 Prozent betragenden Aktienanteil des bisherigen Mehrheitsgesellschafters "BorgWarner". Die Kartellbehörden stimmen dieser Transaktion zu. Den übrigen Aktionären soll ein Pflichtangebot für die ausstehenden Stamm- und Vorzugsaktien unterbreitet werden. Für das Geschäftsjahr 2004 wird ein Konzernumsatz von 220 Millionen Euro erwartet.
28.04.2005 Der Turbomaschinenbauer erzielt 2004 den höchsten Auftragseingang seiner Unternehmensgeschichte. Im ersten Quartal 2005 können Aufträge für 72,9 Mio. Euro hereingeholt werden, rd. 25 % mehr als im Vorjahreszeitraum
08.06.2005 Die Frankfurter Private-Equity-Gesellschaft ECM plant, die noch verbliebenen freien Aktionäre (rd. 4,5 % des Kapitals) auf der Hauptversammlung am 8. Juni zwangsweise abzufinden (Squeeze-out).
21.11.2006 Die TurboGroup GmbH - und damit der KK&K-Konzern - wird Teil der Siemens-Konzerngesellschaft "Power Generation, Oil & Gas and Industrial Applications".
12.06.2007 Die "Aktiengesellschaft Kühnle, Kopp & Kausch" firmiert um in "Siemens Turbomachinery Equipment GmbH".
4. Quartal 2007 Siemens streicht im Quartal 1,7 Milliarden Euro ein.
01.2008 Siemens beschließt, sich von einer Frankenthaler Einheit zu trennen, da sie nicht zum Kerngeschäft gehöre. Man will die Industrieventialtoren-Sparte verkaufen. Betroffen sind am Stanort Frankenthal rund 100 Beschäftigte, die am 28. Januar von Siemens informiert werden. 70 bis 90 STE-Mitarbeiter des Ventilatoren-Bereichs sollen von der am gleichen Standort sitzenden Tochtergesellschaft "TLT Turbo GmbH" mit derzeit 25 Mitarbeitern übernommen werden. Die Übertragung ist bis Anfang März geplant. Anschließend soll das unter dem alten Namen "Turbo Lufttechnik" bekannte Unternehmen (mit weiteren Standorten in Zweibrücken, Bad Hersfeld und Oberhausen) verkauft werden. Wer den Ventilatoren-Hersteller mit künftig 500 Mitarbeitern übernehmen wird, ist noch nicht bekannt.




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Apparate für die chemische Industrie 1939 Erste Erwähnung 1940 Letzte Erwähnung  
Axialgebläse 1936 Beginn 1993 [KKK: Axialventilatoren (1988)] 1939: Bauart "Schicht"
Dampfkessel 1900 [Reichs-Adreßbuch (1900) 267] 1940 Letzte Erwähnung  
Dampfmaschinen 1900 Maschine bekannt 1909 Maschine bekannt auch Tandemmaschinen mit Ventilsteuerung (Abb. einer Maschine von 1901)
Dampfturbinen 1916 Beginn nach Übernahme der "Elektra", Karlsruhe 1993 [KKK-Prospekt (1993)] als Kondensations-, Gegendruck- und Entnahmeturbinen; 1939: bis 1500 kW
Radialverdichter 1905 Beginn 1993 [KKK-Prospekt (1993)]  
Rühr- und Mischwerke 1939 Erste Erwähnung 1940 Letzte Erwähnung  
Turbogebläse 1939 Erste Erwähnung 1993 [KKK-Prospekt (1993)]  
Turbolader 1960 Beginn, in Kirchhheimbolanden 1993 [KKK-Prospekt (1993)]  
Verdampfer, System "Vogelbusch" für Ein- u Mehrk. 1939 Erste Erwähnung 1940 Letzte Erwähnung für Druck und Vakuum




Betriebsanlagen

Zeit Betr.-Teil Fläche bebaut Gleis Whs Betr. in Kommentar
1960 Kirchheimbolanden   600        
1991 Kirchheimbolanden   15000       Fertigungskapazität ist noch vergrößerbar




Personal

Zeit gesamt Arbeiter Angest. Lehrl. Kommentar
1994 1775       [Mannheimer Morgen, 23.8.1995]; 1400 Beschäftigte
  440       durchschnittlich
1995 1439        
  1467        
  1453        
  1428        
  1451       vor Verkauf der Turbolader-Sparte
  449       nach Verkauf der Turbolader-Sparte
  550       vorges. nach Erwerb von Schiele und PGW zum Jahresende
  1400        




Firmen-Änderungen, Zusammenschüsse, Teilungen, Beteiligungen


Zeit = 1: Zeitpunkt unbekannt

Zeit Bezug Abfolge andere Firma Kommentar
1916 Anschluß (Namensverlust) zuvor Elektra-Dampfturbinen-Gesellschaft mbH Elektra + KKK = KKK [Maschinenindustrie (1939/49) 362]
1899 Zusammenschluß, neuer Name zuvor Kühnle'sche Maschinenfabrik Kühnle + Velthuyssen + Kopp = KKK [Maschinenindustrie (1939/49) 362]
1899 Zusammenschluß, neuer Name zuvor Frankenthaler Kesselschmiede Velthuysen & Co. Kühnle + Velthuyssen + Kopp = KKK [Maschinenindustrie (1939/49) 362]
1899 Zusammenschluß, neuer Name zuvor Hans Kopp Kühnle + Velthuyssen + Kopp = KKK [Maschinenindustrie (1939/49) 362]




Allgemeines

ZEIT1943
THEMAOrgane und Kapital der Gesellschaft
TEXTVorstand: Dr. sc. pol. Fritz C. W. Kausch, Freinsheim; Dr.-Ing. Kurt Winkler, Frankenthal; Dipl.-Ing. C. H. Graef, Großkarlbach, stellv. Aufsichtsrat: Generaldirektor Bergassessor Wilhelm Kesten, Essen, Vorsitzer; Kommerzienrat Direktor i. R. Karl Foerster, Frankenthal, stellv. Vorsitzer; Geheimer Kommerzienrat Dr.-Ing. s. h. Jakob Klein, Frankenthal; Dr. jur. Hermann L. Oehlert, Fabrikant, Neustadt (Weinstr.); Dr. jur. Wilhelm Rohn, Direktor der Dresdner Bank, Mannheim; Landgerichtsdirektor i. R. Dr. jur. Richard Schaffner, Frankfurt (Main); Prof. Dr.-Ing. Anton Staus, Pullach b. München. Abschlußprüfer für das Geschäftsjahr 1942/43: Allgemeine Revisions- und Verwaltungs-A.-G., Frankfurt (Main). Geschäftsjahr: 1. Oktober bis 30. September. Hauptversammlung (Stimmrecht): je nom. RM 100,00 Stammaktien 1 Stimme. Reingewinn-Verwendung: Der Reingewinn, der sich nach Vornahme von Abschreibungen, Wertberichtigungen, Rückstellungen und Rücklagen ergibt - einschließlich der Einstellung in die gesetzliche Rücklage, die nach Hundertsätzen des endgültigen Reingewinns zu berechnen ist - wird unbeschadet der über Unkostenkonto zu verbuchenden Gewährung von zugesicherten Gewinnanteilen an den Vorstand wie folgt verteilt: a) zunächst erhalten die Aktionäre bis zu 4% des auf ihre Aktien eingezahlten Betrages; b) sodann erhält der Aufsichtsrat einen Gewinnanteil von 10 %; c) der Rest wird an die Aktionäre verteilt, soweit die Hauptversammlung keine andere Verwendung bestimmt. Grundkapital: nom. RM 1.200.000,00 Stammaktien in 1150 Stücken zu je RM 1.000,00 (Nr. 1-1150). 500 Stücken zu je RM 100,00 (Nr. 1501-2000) Großaktionär: Familienkonsortium (ca. 65%).
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 5693]


THEMAZweck und Gegenstand des Unternehmens (Organe und Kapital der Gesellschaft)
TEXTGegenstand des Unternehmens: Betrieb einer Maschinenfabrik und Eisengießerei, des Dampfkessel- und Apparatebaues sowie die Aufnahme und der Betrieb aller Fabrikationszweige und Handelsgeschäfte, die mit dem vorstehend angegebenen Gegenstand des Unternehmens irgendwie in. Verbindung stehen. Die Gesellschaft ist berechtigt, im In- und -Ausland Zweigniederlassungen zu errichten, sich bei anderen Unternehmungen des In- und Auslandes zu beteiligen, solche Unternehmen zu erwerben und zu errichten sowie alle Geschäfte einschließlich von Interessengemeinschaftsverträgen einzugehen, die geeignet sind, den Geschäftszweck der Gesellschaft zu fördern. Erzeugnisse: Dampfturbinenbau: Dampfturbinen als Kondensations-, Gegendruck- und Entnahmeturbinen; Gebläsebau: Turbogebläse für Luft und Gase,- Axialgebläse "Bauart Schicht" als Saugzug-, Unter wind- und Gruben-Ventilatoren; Apparatebau: Verdampfer "System Vogelbusch", als Ein- und Mehrkörperstation, für Druck und Vakuum auch mit Brüdenkompression; Apparate für die chemische Industrie; homogene Auskleidungen mit Blei. (Vorstand: Dr. sc. pol. Fritz C. W. Kausch, Freinsheim; Dr.-Ing. Kurt Winkler, Frankenthal; Dipl.-Ing. C. H. Graef, Großkarlbach, stellv. Aufsichtsrat: Generaldirektor Bergassessor Wilhelm Kesten, Essen, Vorsitzer; Kommerzienrat Direktor i. R. Karl Foerster, Frankenthal, stellv. Vorsitzer; Geheimer Kommerzienrat Dr.-Ing. s. h. Jakob Klein, Frankenthal; Dr. jur. Hermann L. Oehlert, Fabrikant, Neustadt (Weinstr.); Dr. jur. Wilhelm Rohn, Direktor der Dresdner Bank, Mannheim; Landgerichtsdirektor i. R. Dr. jur. Richard Schaffner, Frankfurt (Main); Prof. Dr.-Ing. Anton Staus, Pullach b. München. Abschlußprüfer für das Geschäftsjahr 1942/43: Allgemeine Revisions- und Verwaltungs-A.-G., Frankfurt (Main). Geschäftsjahr: 1. Oktober bis 30. September. Hauptversammlung (Stimmrecht): je nom. RM 100,00 Stammaktien 1 Stimme. Reingewinn-Verwendung: Der Reingewinn, der sich nach Vornahme von Abschreibungen, Wertberichtigungen, Rückstellungen und Rücklagen ergibt - einschließlich der Einstellung in die gesetzliche Rücklage, die nach Hundertsätzen des endgültigen Reingewinns zu berechnen ist - wird unbeschadet der über Unkostenkonto zu verbuchenden Gewährung von zugesicherten Gewinnanteilen an den Vorstand wie folgt verteilt: a) zunächst erhalten die Aktionäre bis zu 4% des auf ihre Aktien eingezahlten Betrages; b) sodann erhält der Aufsichtsrat einen Gewinnanteil von 10 %; c) der Rest wird an die Aktionäre verteilt, soweit die Hauptversammlung keine andere Verwendung bestimmt. Grundkapital: nom. RM 1.200.000,00 Stammaktien in 1150 Stücken zu je RM 1.000,00 (Nr. 1-1150). 500 Stücken zu je RM 100,00 (Nr. 1501-2000) Großaktionär: Familienkonsortium (ca. 65%).)


THEMABesitzverhältnisse (Organe und Kapital der Gesellschaft)
TEXTBesitz- und Betriebsbeschreibung: Maschinalle Einrichtung: Werkzeugmaschinen, Dampfkessel, Dampfmaschinen, Generatoren, Motoren, Kompressoren und Gebläse, elektrische Laufkräne und Kräne, Kraftzentrale; Gleisanschlüsse an das Reichsbahnnetz. (Vorstand: Dr. sc. pol. Fritz C. W. Kausch, Freinsheim; Dr.-Ing. Kurt Winkler, Frankenthal; Dipl.-Ing. C. H. Graef, Großkarlbach, stellv. Aufsichtsrat: Generaldirektor Bergassessor Wilhelm Kesten, Essen, Vorsitzer; Kommerzienrat Direktor i. R. Karl Foerster, Frankenthal, stellv. Vorsitzer; Geheimer Kommerzienrat Dr.-Ing. s. h. Jakob Klein, Frankenthal; Dr. jur. Hermann L. Oehlert, Fabrikant, Neustadt (Weinstr.); Dr. jur. Wilhelm Rohn, Direktor der Dresdner Bank, Mannheim; Landgerichtsdirektor i. R. Dr. jur. Richard Schaffner, Frankfurt (Main); Prof. Dr.-Ing. Anton Staus, Pullach b. München. Abschlußprüfer für das Geschäftsjahr 1942/43: Allgemeine Revisions- und Verwaltungs-A.-G., Frankfurt (Main). Geschäftsjahr: 1. Oktober bis 30. September. Hauptversammlung (Stimmrecht): je nom. RM 100,00 Stammaktien 1 Stimme. Reingewinn-Verwendung: Der Reingewinn, der sich nach Vornahme von Abschreibungen, Wertberichtigungen, Rückstellungen und Rücklagen ergibt - einschließlich der Einstellung in die gesetzliche Rücklage, die nach Hundertsätzen des endgültigen Reingewinns zu berechnen ist - wird unbeschadet der über Unkostenkonto zu verbuchenden Gewährung von zugesicherten Gewinnanteilen an den Vorstand wie folgt verteilt: a) zunächst erhalten die Aktionäre bis zu 4% des auf ihre Aktien eingezahlten Betrages; b) sodann erhält der Aufsichtsrat einen Gewinnanteil von 10 %; c) der Rest wird an die Aktionäre verteilt, soweit die Hauptversammlung keine andere Verwendung bestimmt. Grundkapital: nom. RM 1.200.000,00 Stammaktien in 1150 Stücken zu je RM 1.000,00 (Nr. 1-1150). 500 Stücken zu je RM 100,00 (Nr. 1501-2000) Großaktionär: Familienkonsortium (ca. 65%).)