Maschinenfabrik Andritz AG

Allgemeines

FirmennameMaschinenfabrik Andritz AG
OrtssitzAndritz (Steiermark)
StraßeReichsstr. 66
Art des UnternehmensMaschinenfabrik
AnmerkungenGehörte auch zu Österreichische Alpine Montangesellschaft. Später "Andritz AG". Dazu seit 2004: Netzsch (Selb)
Quellenangaben[Maschinenindustrie (1939/40) 105] [Handbuch Akt.-Ges. (1943) 5565]




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
1852 Gegründet als "J. Körösi - k.k.priv. Maschinen-Fabrik u. Eisengiesserei, Andritz in Graz"
1853 gegründet als kleines Hammerwerk am Andritzbach durch J. Körösi
1879 Um 1879 Aufnahme des Baus von Dampfmaschinen mit Collmann-Steuerung durch G. Hauber
1883 Verkauf an die Österreichische Alpine Montangesellschaft
24.03.1900 Abstoßung durch die Alpine und Gründung der Aktiengesellschaft mit einem Kapital von 1.600.000 Kronen
1914-1922 Von 1914 bis 1922 wird das Kapital auf K 60.000.000,00 erhöht.
1926 Umstellung des Kapitals auf S 1.500.000,00.
26.01.1939 Laut Hauptversammlung vom 26. Januar 1939 wird die Satzung dem deutschen Aktiengesetz angepaßt und neu gefaßt.
29.09.1939 Laut Hauptversammlungs-Beschluß vom 29. September 1939 (gemäß Umstellungsverordnung) Festsetzung des Kapitals auf RM 1.000.000,00
25.11.1940 Laut Hauptversammlung vom 25. November 1940 Kapitalherabsetzung von RM 1.000.000,00 auf RM 500.000,00 durch Zusammenlegung (2:1), anschließend Kapitalerhöhung um RM 500.000,00 auf Reichsmark 1.000.000,00
23.05.1941 Laut Hauptversammlung vom 23. Mai 1941 Kapitalherabsetzung um RM 800.000,00 auf Reichsmark 200.000,00. Die Herabsetzung erfolgt zum Zwecke der Deckung entstandener Verluste durch Zusammenlegung (51: 1). Gleichzeitig findet eine Kapitalerhöhung um Reichsmark 300.000,00 auf RM 300.000,00 durch Ausgabe neuer Aktien statt.
23.07.1943 Lt. Hauptversammlung vom 23. Juli 1943 wird das Kapital auf Reichsmark 2.000.000,00 erhöht.
23.07.1943 Letzte ordentliche Hauptversammlung bis 1943/44
1998 Die Frankfurter Industrieholding Agiv stockt ihre Beteiligung von 93 auf 100 % auf
02.06.2004 Die Andritz AG kauft die die Sparte Filtrieren der bayerischen Netzsch-Gruppe (in Deutschland, Slowakei, Brasilien, Singapur und Indien zusammen 270 Mitarbeiter; Bau von Entwässerungsaggregaten, Kammerfilterpressen) [Meldung vom 02.06.]
2006 Nach Übernahme des "VA Technologie AG"-Konzerns durch Siemens wird die "VA TECH HYDRO" (Energieerzeugungs-Sparte der ehemaligen ELIN) an die "Andritz AG" verkauft.




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Dampfkessel          
Dampfmaschinen         mit Corliss-Steuerung, Collman-Ventilsteuerung
Eisenguß 1939 Erste Erwähnung 1940 Letzte Erwähnung  
Hüttenwerkseinrichtungen 1883 Erste Erwähnung 1940 Letzte Erwähnung 1883: Beginn nach Übernahme durch Alpine
Kolbengebläse          
Kompressoren 1939 Erste Erwähnung 1940 Letzte Erwähnung  
Krane aller Art 1939 Erste Erwähnung 1940 Letzte Erwähnung  
Kreiselpumpen 1939 Erste Erwähnung 1940 Letzte Erwähnung  
Maschinen für das Berg- und Hüttenwesen          
Maschinen für das Berg- und Hüttenwesen          
Schützen- und Wehranlagen 1939 Erste Erwähnung 1940 Letzte Erwähnung  
Stahlkonstruktionen 1939 Erste Erwähnung 1940 Letzte Erwähnung  
Walzenzug-Dampfmaschinen 1910 Erste Erwähnung 1910 Letzte Erwähnung  
Walzwerke 1883 Erste Erwähnung 1940 Letzte Erwähnung 1883: Beginn nach Übernahme durch Alpine
Walzwerke 1883 Erste Erwähnung 1940 Letzte Erwähnung 1883: Beginn nach Übernahme durch Alpine
Wasserturbinen 1939 Erste Erwähnung 1940 Letzte Erwähnung  




Allgemeines

ZEIT1943
THEMAOrgane und Kapital der Gesellschaft
TEXTVorstand: Dir. Heinrich Herweg, Düsseldorf; Dir. Dipl.-Ing. Ernst Krüger, Graz. Aufsichtsrat: Direktor Eduard Gerlt, Berlin, Vorsitzer; Direktor Dr. Wilhelm Thun, Duisburg, stellv. Vorsitzer; Direktor Dipl.-Ing. Eugen Hinderer, Duisburg; Dipl.-Ing. Walter C. Hofbauer, Graz; Rechtsanwalt Dr. Ferdinand Knaffl, Graz; Direktor Hermann Tigler, Duisburg. Geschäftsjahr: Kalenderjahr. Stimmrecht: Je nom. RM 20,00 Aktie 1 Stimme. Grundkapital: nom. RM 2.000.000,00 Stammaktien in 1997 Stücken zu je RM 1.000,00 und 150 Stücken zu je RM 20,00. Großaktionär: Wittenauer Maschinenfabrik G. m. b. H., Berlin-Borsigwalde (Mehrheit). Dividenden 1932-1942: 0 %.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 5565]


THEMAZweck und Gegenstand des Unternehmens (Organe und Kapital der Gesellschaft)
TEXTZweck: Erzeugung und Betrieb von Maschinen und Maschinenbestandteilen jeder Art, von Eisen-, Metall- und Stahlgußwaren, von Kessel, VOH Brücken und Eisenkonstruktionen, Betrieb aller mit diesen Gegenständen in Zusammenhang stehenden Geschäfte, Beteiligung an anderen Unternehmungen, die mit dem Gegenstande im Zusammenhang stehen, in jeder zulässigen Form. (Vorstand: Dir. Heinrich Herweg, Düsseldorf; Dir. Dipl.-Ing. Ernst Krüger, Graz. Aufsichtsrat: Direktor Eduard Gerlt, Berlin, Vorsitzer; Direktor Dr. Wilhelm Thun, Duisburg, stellv. Vorsitzer; Direktor Dipl.-Ing. Eugen Hinderer, Duisburg; Dipl.-Ing. Walter C. Hofbauer, Graz; Rechtsanwalt Dr. Ferdinand Knaffl, Graz; Direktor Hermann Tigler, Duisburg. Geschäftsjahr: Kalenderjahr. Stimmrecht: Je nom. RM 20,00 Aktie 1 Stimme. Grundkapital: nom. RM 2.000.000,00 Stammaktien in 1997 Stücken zu je RM 1.000,00 und 150 Stücken zu je RM 20,00. Großaktionär: Wittenauer Maschinenfabrik G. m. b. H., Berlin-Borsigwalde (Mehrheit). Dividenden 1932-1942: 0 %.)