Ottensener Eisenwerk AG, vormals Pommée & Ahrens


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Ottensener Eisenwerk AG, vormals Pommée & Ahrens: Anzeige für Schiffskessel (1913)


Allgemeines

FirmennameOttensener Eisenwerk AG, vormals Pommée & Ahrens
OrtssitzHamburg
OrtsteilOttensen
StraßeBrunnenstr. 109
Postleitzahl2276x
Art des UnternehmensMaschinenfabrik
Anmerkungen1900: "Ottensener Maschinenfabrik, J. F. Ahrens", Anschrift: Holstentwiete 16; auch Gr. Brunnenstr. 128; Filiale Hamburg, Billwärder Neuedeich 228. Um 1943 nur "Ottensener Eisenwerk Aktiengesellschaft"
Quellenangaben[Maschinenindustrie (1939/40) 449] [Reichs-Adreßbuch (1900) 2948 + D 93] [Adressbuch Elektr.-Branche (1892) 152] [Handbuch Akt.-Ges. (1943) 3747]




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
1880 Gründung der Ursprungs-Firma "Pommée & Nicolay" als Kesselschmiede
1885 Die Firma wird nach Ausscheiden von Nicolay und Eintritt von Ahrens von "Pommée & Nicolay" in "Pommée & Ahrens" geändert.
12.09.1889 Gründung unter der Firma "Ottensener Eisenwerk vorm. Pommée & Ahrens" mit einem Grundkapital von M 450.000,00 durch Umwandlung der Firma "Pommee & Ahrens" in eine Aktiengesellschaft.
1906 Aufnahme der Herstellung von Heizungs-, Lüftungs- und Trocknungsanlagen.
28.03.1907 Änderung der Firma aus "Ottensener Eisenwerk vorm. Pommée & Ahrens" in "Ottensener Eisenwerk Aktiengesellschaft"
1915 Erwerb sämtlicher Anteile der Ottensener Maschinenfabrik, Altona-Ottensen und der Ottensener Maschinenfabrik, Hamburg
1918 Übernahme der "Norddeutschen Schrauben- und Mutternfabrik G. m. b. H.", Altona-Ottensen, und Erweiterung dieses Betriebes.
1920 Einverleibung der Ottensener Maschinenfabrik, Altona-Ottensen und der Ottensener Maschinenfabrik, Hamburg
1920 Ankauf von Grundstücken in Hamburg. Erwerb in Erbpacht von Grundstücken in Hamburg-Peute, an der Müggenburger Schleuse.
02.06.1927 Die Hauptversammlung vom 2. Juni beschließt die Kapitalzusammenlegung im Verhältnis 3:1, da die Goldbilanzsätze nach dem Verlauf der letzten Jahre nicht genügten, um den Anforderungen der Wirtschaftslage zu entsprechen und stabile Verhältnisse zu schaffen.
1928 Einziehung der nom. RM 5.000,00 Vorzugsaktien.
1929 Stillegung der Schraubenfabrik im Hauptwerk Gr. Brunnenstraße.
1931 Die katastrophale Lage der Seeschiffahrt und die mangelnde Beschäftigung der Seeschiffs-Werften wirken sich für das Geschäft der Gesellschaft ungünstig aus, zumal es nicht möglich ist, die Unkosten-Einschränkung im gleichen Verhältnis vorzunehmen, wie der Beschäftigungsgrad zurückgeht. Der Verlust im Jahre 1931 beträgt RM 133370.69 ohne Abschreibungen. Der Verlust wird aus dem Gewinnvortrag aus dem Jahre 1930 von RM 46 457.53 und aus den aufgelösten Rücklagen und Fonds in Höhe von zusammen RM 285.000,00 gedeckt. Hieraus werden ferner Reichsmark 196 417.52 zu Abschreibungen und Sonderabschreibungen entnommen, um die Werte mit der Wirtschaftslage in Einklang zu bringen.
1932 Die Hamburger Werftbetriebe für Flußschiffbau entwickeln sich im Reparaturgeschäft zufriedenstellend weiter. Die Beschäftigung der Abteilungen für Dampfanlagen, Maschinenbau und Zentralheizungen hat im Berichtsjahr unter der trostlosen Lage der Werftindustrie, Seeschiffahrt und des Baumarktes zu leiden. Aus diesem Grunde werndet sich die Gesellschaft neben der Pflege ihrer alten Arbeitsgebiete neuen Fabrikationszweigen zu, von denen sie für das Geschäft eine günstige Auswirkung in der Zukunft erhofft.
1932 In leerstehende Räumlichkeiten, deren Nutzbarmachung zu Fabrikationszwecken nicht möglich ist, werden drei Wohnungen eingebaut.
1933 Umbau eines Geschäftshauses zu weiteren 23 Wohnungen,
1933 Einrichtung leerstehender Hallen zum Garagen- und Tankstellenbetrieb.
1934 Verkauf des Grundstückes in Altona-Ottensen, Holstentwiete 87.
1935 Verkauf der Anteile an der "Roxyver G. m. b. H.", Altona-Ottensen, zu einem Preise von RM 11.000,00.
1935 Verkauf des Grundstücks in Altona-Ottensen, Holstentwiete 46/48.
1938 Dem Vorstand wird die Ermächtigung für fünf Jahre erteilt, das Grundkapital auf insgesamt RM 1.5 Mill. durch Ausgabe neuer Aktien zu erhöhen.
01.1940 Die Kapitalerhöhung (vergl. 1938) und Einzahlung wird im Januar durchgeführt. Die neuen Aktien werden unter Ausschluß des gesetzlichen Bezugsrechtes von der Gesellschaft gezeichnet und übernommen.
1940 Der Garagen- und Tankstellenbetrieb wird stillgelegt. Die dafür benutzten Hallen haben Verwendung für die Fabrikation gefunden.
27.07.1942 Durch Beschluß der ordentlichen Hauptversammlung vom 27. Juli 1942 Kapitalerhöhung um RM 1 Mill. durch Ausgabe von 1000 neuen Stammaktien zum Nennbetrage von je RM 1.000,00.
16.07.1943 Letzte ordentliche Hauptversammlung bis 1943/44
1960 Die Fabrikanlagen werden stillgelegt und nach Hamburg-Steinwerder verlegt.




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Dampfkessel 1887 Erste Erwähnung 1940 Letzte Erwähnung 1889 (?): Umfirmierung
Dampfmaschinen 1892 [Adressb Elektr.-Branche (1892)] 1900 [Reichs-Adreßbuch (1900) D 93] 1900: mit 4 schönen Holzschnitten: stehend, mit Achsenregler; liegend; stehend, mit Kreiselpumpe; stehende 2zyl. Schiffsmaschine
elektrische Widerstandsschweißmaschinen 1939 Erste Erwähnung 1940 Letzte Erwähnung  
Flußschiffe 1939 Erste Erwähnung 1940 Letzte Erwähnung  
Hebezeuge 1900 bekannt 1900 bekannt  
Kesselanlagen für Schiffszwecke 1939 Erste Erwähnung 1940 Letzte Erwähnung  
Pumpen 1900 bekannt 1900 bekannt  
Schiffshilfsmaschinen 1939 Erste Erwähnung 1940 Letzte Erwähnung  
Schiffsmaschinen 1939 Erste Erwähnung 1940 Letzte Erwähnung  
Transmissionen 1892 [Adressb Elektr.-Branche (1892)] 1900 [Reichs-Adreßbuch (1900)]  
Zentralheizungsanlagen 1939 Erste Erwähnung 1940 Letzte Erwähnung  




Personal

Zeit gesamt Arbeiter Angest. Lehrl. Kommentar
1935   210 61 62 Umsatz: 2,08 Mio RM
1936   284 67 80 Umsatz: 2,77 Mio RM
1937   328 82 94 Umsatz: 3,42 Mio RM
1938   415 95 102 Umsatz: 4,14 Mio RM




Firmen-Änderungen, Zusammenschüsse, Teilungen, Beteiligungen


Zeit = 1: Zeitpunkt unbekannt

Zeit Bezug Abfolge andere Firma Kommentar
1889 Umbenennung zuvor Pommeé & Ahrens vmtl. 1889: Pommee&Ahrens --> Ottensener Eisenwerk [Maschinenindustrie (1939/40) 449]




Allgemeines

ZEIT1943
THEMAOrgane und Kapital der Gesellschaft
TEXTVorstand: Paul Schutte, Hamburg-Altona; Hubert Kusch, Hamburg; Erich Buth, Hamburg-Altona, stellv.; Gurt Queiser, Hamburg-Altona, stellv. Aufsichtsrat: Theodor Bayer, Hamburg, Vorsitzer; Dr.-Ing. e. h. Karl Deters, Hamburg, stellv. Vorsitzer; Oberst d. Sch. a. D. Max Axer, Hamburg-Altona; Erwin Dircks, Generaldirektor der Deutsche Maizena-Werke A.-G., Hamburg; J. B. Lassalle, Hamburg; Direktor der Schlesischen Dampfer-Compagnie - Berliner Lloyd A.-G. Abschlußprüfer für das Geschäftsjahr 1943: Alfred Wensien, Hamburg-Altona. Geschäftsjahr: 1. Januar bis 31. Dezember. Hauptversammlung (Stimmrecht): je nom. RM 100,00 Stammaktien l Stimme. Reingewinn-Verwendung: Der Reingewinn der Gesellschaft, der sich nach Vornahme von Abschreibungen, Wertberichtigungen, Rückstellungen und Rücklagen einschließlich der in die gesetzliche Rücklage einzustellenden Beträge und des Gewinnvortrages auf neue Rechnung ergibt, wird in folgender Weise verteilt: 1. auf das eingezahlte Grundkapital entfallen bis zu 4 % Gewinnanteil; 2. aus dem alsdann verbleibenden Reingewinn erhält der Aufsichtsrat unter Berücksichtigung der Bestimmungen des § 98 Abs. 3 AG eine Gewinnbeteiligung in Höhe von 10 %; die Verteilung dieses Gewinnanteiles unter die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrates bleibt dem Aufsichtsrat überlassen; 3. der Rest wird an die Aktionäre verteilt, soweit die Hauptversammlung keine andere Verwendung bestimmt. Grundkapital: nom. EM 2.500.000,00 Stammaktien in 7085 Stücken zu je RM 100,00 (Nr. 1-7085), 583 Stücken zu je RM 500,00 (Nr. 7086-7668), 1500 Stücken zu je RM 1.000,00 (Nr. 7669-9168). Dividenden 1937-1942: 0, 4, 6, 6, 6, 6 %. Beteiligung der "Schlesische Dampfer-Compagnie - Berliner Lloyd Aktien-Gesellschaft": 33,33 %.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 3747]


THEMAZweck und Gegenstand des Unternehmens (Organe und Kapital der Gesellschaft)
TEXTGegenstand des Unternehmens: Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb einer Dampfkessel- und Maschinenfabrik und die Fabrikation anderer Erzeugnisse der Eisenindustrie, der. Bau von Heizungsanlagen und der Betrieb einer Schiffswerft, ferner die Vornahme aller Geschäfte, die mit dem Zweck der Gesellschaft in Beziehung stehen. Die Gesellschaft ist berechtigt, im In- und Auslande Zweigniederlassungen zu errichten, sich bei anderen Unternehmungen des In- und Auslandes zu beteiligen, solche Unternehmungen zu erwerben und zu errichten sowie Interessen-Gesellschaftsverträge abzuschließen. Erzeugnisse: Werk Altona: Kesselanlagen für Land- und Schiffszwecke, Schiffsüberhitzer, Bootsdavits, Bootswinden, Schiffsmaschinen, Schiffshilfsmaschinen und -apparate, Saugzuganlagen für künstlichen Zug, Zentralheizungs- und Lüftungsanlagen, elektrische Widerstands-Schweißmaschinen, Spezialmaschinen für die elektrische Industrie. Werk Hamburg: Schiffswerft und Maschinenfabrik, Reparaturen. (Vorstand: Paul Schutte, Hamburg-Altona; Hubert Kusch, Hamburg; Erich Buth, Hamburg-Altona, stellv.; Gurt Queiser, Hamburg-Altona, stellv. Aufsichtsrat: Theodor Bayer, Hamburg, Vorsitzer; Dr.-Ing. e. h. Karl Deters, Hamburg, stellv. Vorsitzer; Oberst d. Sch. a. D. Max Axer, Hamburg-Altona; Erwin Dircks, Generaldirektor der Deutsche Maizena-Werke A.-G., Hamburg; J. B. Lassalle, Hamburg; Direktor der Schlesischen Dampfer-Compagnie - Berliner Lloyd A.-G. Abschlußprüfer für das Geschäftsjahr 1943: Alfred Wensien, Hamburg-Altona. Geschäftsjahr: 1. Januar bis 31. Dezember. Hauptversammlung (Stimmrecht): je nom. RM 100,00 Stammaktien l Stimme. Reingewinn-Verwendung: Der Reingewinn der Gesellschaft, der sich nach Vornahme von Abschreibungen, Wertberichtigungen, Rückstellungen und Rücklagen einschließlich der in die gesetzliche Rücklage einzustellenden Beträge und des Gewinnvortrages auf neue Rechnung ergibt, wird in folgender Weise verteilt: 1. auf das eingezahlte Grundkapital entfallen bis zu 4 % Gewinnanteil; 2. aus dem alsdann verbleibenden Reingewinn erhält der Aufsichtsrat unter Berücksichtigung der Bestimmungen des § 98 Abs. 3 AG eine Gewinnbeteiligung in Höhe von 10 %; die Verteilung dieses Gewinnanteiles unter die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrates bleibt dem Aufsichtsrat überlassen; 3. der Rest wird an die Aktionäre verteilt, soweit die Hauptversammlung keine andere Verwendung bestimmt. Grundkapital: nom. EM 2.500.000,00 Stammaktien in 7085 Stücken zu je RM 100,00 (Nr. 1-7085), 583 Stücken zu je RM 500,00 (Nr. 7086-7668), 1500 Stücken zu je RM 1.000,00 (Nr. 7669-9168). Dividenden 1937-1942: 0, 4, 6, 6, 6, 6 %. Beteiligung der "Schlesische Dampfer-Compagnie - Berliner Lloyd Aktien-Gesellschaft": 33,33 %.)


THEMABesitzverhältnisse (Organe und Kapital der Gesellschaft)
TEXTBesitz- und Betriebsbeschreibung: 1. Werke Hamburg-Altona. a) Hauptwerk Hamburg-Altona: Dampfkesselfabrik. Herstellung von Kesselanlagen für Land- und Schiffszwecke, Schiffsüberhitzer, Bootsdavits, Bootswinden, Zentralheizungs- und Lüftungsanlagen. Kraftanlagen: Elektrischer Kraftbetrieb. Maschinelle Einrichtungen: Verschiedene Arbeits- und Werkzeugmaschinen für die Fabrikation. b) Hamburg-Altona, Schützenstraße 21. Maschinenfabrik. Herstellung von Schiffsmaschinen, Schiffshilfsmaschinen und Apparaten, Saugzuganlagen für künstlichen Zug, Schweißmaschinen. Kraftanlagen: Elektrischer Kraftantrieb. Maschinelle Einrichtungen: Verschiedene Arbeits- und Werkzeugmaschinen für die Fabrikation. 2. Werk Hamburg. Gebäude: Verwaltungs-, Wohn- und Lagergebäude, Maschinenbauwerkstätten. Fabrikanlagen: Schiffswerft und Maschinenfabrik, Werftplatz. (Vorstand: Paul Schutte, Hamburg-Altona; Hubert Kusch, Hamburg; Erich Buth, Hamburg-Altona, stellv.; Gurt Queiser, Hamburg-Altona, stellv. Aufsichtsrat: Theodor Bayer, Hamburg, Vorsitzer; Dr.-Ing. e. h. Karl Deters, Hamburg, stellv. Vorsitzer; Oberst d. Sch. a. D. Max Axer, Hamburg-Altona; Erwin Dircks, Generaldirektor der Deutsche Maizena-Werke A.-G., Hamburg; J. B. Lassalle, Hamburg; Direktor der Schlesischen Dampfer-Compagnie - Berliner Lloyd A.-G. Abschlußprüfer für das Geschäftsjahr 1943: Alfred Wensien, Hamburg-Altona. Geschäftsjahr: 1. Januar bis 31. Dezember. Hauptversammlung (Stimmrecht): je nom. RM 100,00 Stammaktien l Stimme. Reingewinn-Verwendung: Der Reingewinn der Gesellschaft, der sich nach Vornahme von Abschreibungen, Wertberichtigungen, Rückstellungen und Rücklagen einschließlich der in die gesetzliche Rücklage einzustellenden Beträge und des Gewinnvortrages auf neue Rechnung ergibt, wird in folgender Weise verteilt: 1. auf das eingezahlte Grundkapital entfallen bis zu 4 % Gewinnanteil; 2. aus dem alsdann verbleibenden Reingewinn erhält der Aufsichtsrat unter Berücksichtigung der Bestimmungen des § 98 Abs. 3 AG eine Gewinnbeteiligung in Höhe von 10 %; die Verteilung dieses Gewinnanteiles unter die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrates bleibt dem Aufsichtsrat überlassen; 3. der Rest wird an die Aktionäre verteilt, soweit die Hauptversammlung keine andere Verwendung bestimmt. Grundkapital: nom. EM 2.500.000,00 Stammaktien in 7085 Stücken zu je RM 100,00 (Nr. 1-7085), 583 Stücken zu je RM 500,00 (Nr. 7086-7668), 1500 Stücken zu je RM 1.000,00 (Nr. 7669-9168). Dividenden 1937-1942: 0, 4, 6, 6, 6, 6 %. Beteiligung der "Schlesische Dampfer-Compagnie - Berliner Lloyd Aktien-Gesellschaft": 33,33 %.)