G. Seebeck Akt.-Ges.

Allgemeines

FirmennameG. Seebeck Akt.-Ges.
OrtssitzBremerhaven
OrtsteilGeestemünde
Postleitzahl27570
Art des UnternehmensSchiffswerft und Maschinenfabrik
Anmerkungen[Gündling]: "AG Weser "Seebeck"". Auch unter der Firma "Seebeckwerft". Um 1910 mit dem Zusatz "Schiffswerft, Maschinenfabrik und Tockendocks". Von 1928 bis 1945 Teil der "Deutsche Schiff- und Maschinenbau Aktiengesellschaft" (s.d.). Seit 1988 nach Fusion: "Schichau Seebeckwerft" (s.d.).
Quellenangaben[Masch-Ind Dt Reich (1900) 687] [Bauer: Schiffsmaschinenbau I (1923) 101] [Handbuch Akt.-Ges. (1943) ]




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
1876 Georg Seebeck gründet eine kleine Werkstatt in Geestemünde mit 5 Gesellen
1879 Meister Seebeck baut das erste richtige eiserne Schiff die Barkasse "Minna" mit 6,7 BRT
1891 Seebeck kauft den Dockbetrieb von "Schau und Oltmanns" am linken Geesteufer auf
1892 Übergabe von Fischdampfern
1894 Im ehemaligen Trockendock von "Schau & Oltmanns" wird der Reichspostdampfer "Stettin" verlängert
1895 Umwandlung in eine Aktiengesellschaft
1906-1910 Bau zweier Baudocks
1906 Bau des Werftplatzes am Petroleumhafen
1907 Die Werft hat 1054 Beschäftigte
1907 Seebeck ist Mitbegründer der Norddeutschen Hochseefischerei.
1910 Inbetriebnahme der Baudocks und einer kleinen Helling
1. Weltkrieg Bau von Minensuchbooten, Torpedobooten, Flußminenräumern und von U-Booten, die nicht mehr vom Stapel laufen
1918 Baubeginn von Frachtern und Fischdampfern
1928 Übernahme des König-Georg-Dock der geschlossenen Tecklenborg-Werft
28.02.1928 Tod von Georg Seebeck
1928 Anbindung an die Deschimag, Bankier Schröder erwirbt die Aktienmehrheit
05.10.1928 Fusion von Deschimag und Seebeck
1931 Die Zahl der Beschäftigten sinkt von 5635 auf 1658 Personen
1931 Bau von vier russischen Fischdampfern, später Bau großer Serien von Fischdampfern und Walfängern z.B. Rau I-VIII (später Umbau zu Vorpostenbooten)
1939 Bau des U-Boot-Typs IXC und später Bau des U-Boot-Typs XXI, hier baut Seebeck die 141 Sektionen des Typ VII
1940 Krupp übernimmt die Deschimag und damit auch die Seebeckwerft
1942 Bau der Hebeschiffe "Energie" und "Ausdauer"
11.1944 Bei Seebeckwerft sind 851 ausländische Zwangsarbeiter beschäftigt.
1945 Umbenennung der Deschimag in "AG 'Weser'"
1949 Bildung eines Betriebsrates
1949 Bau von Fährbooten, Fischdampfern und Küstenfahrern, Umbauten
1956 Einführung der 45-Stunden-Woche
1959 Robert Fiedler wird Betriebsratsvorsitzender
1961 Bau der Heckfänger "München", "Bremerhaven" und "Vikingbank"
1964 Bau des Forschungsschiffes "Meteor"
1965 Seebeck baut die ersten Fähren "Norwave" und "Norwind"
1966-1968 Modernisierung und Erweiterung der Werftanlagen
1967 Der Hochseeschlepper "Bremen" entsteht
1968 Programm für Serienschiffe z.B. "Gerdt Oldendorff"
1972 Taufe des Fischfangfabrikschiffes "Karlsburg"
1973 Verlängerung der Schiffbauhalle
1973 Streiks für Teuerungszulagen
1973-1975 Der zweite große Umbau der Werft für größere Schiffe wie "Norland" und "Norstar"
1974 Tarifstreik
1977 Bau der Fähre "Hollandia"
1982 Bau der Fähre "Olau Britannia"
1983 Verlängerung der Luxusfähre "Royal Viking", Bau der "MS-Railship", der größten privaten Eisenbahnfähre der Welt
1986 Bau der Autofähre "Nils Holgerson"
1988 Fusion der "Seebeck-Werft" mit der "Schichau-Unterweser-Werft" zur "Schichau Seebeckwerft"




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Schiffe 1900 [Reichs-Adreßbuch (1900) 687] 1915 [Bauer: Schiffsmaschinenbau I (1923) 101]  
Schiffsdampfmaschinen 1900 [Reichs-Adreßbuch (1900) 687] 1915 [Bauer: Schiffsmaschinenbau I (1923) 101]  




Firmen-Änderungen, Zusammenschüsse, Teilungen, Beteiligungen


Zeit = 1: Zeitpunkt unbekannt

Zeit Bezug Abfolge andere Firma Kommentar
1945 Trennung, Namensverlust zuvor Deutsche Schiff- und Maschinenbau Aktiengesellschaft wieder entstanden nach Auflösung der Deschimag
1928 Anschluß (Namensverlust) danach Deutsche Schiff- und Maschinenbau Aktiengesellschaft