Skodawerke AG

Allgemeines

FirmennameSkodawerke AG
OrtssitzPilsen (Tschechien)
Stra├čeTylova 57
PostleitzahlCZ-31600
Art des UnternehmensMaschinenfabrik
AnmerkungenUrspr. Waldstein'sche Fabrik in Sedletz (s.d.; von E. v. Skoda, s.d., ├╝bernommen). Um 1883/97 unter der Firma " E. Skoda". Vorher: "Akciov├í Spolecnost dr├şve Skodovy Zavody w Plzni". Um 1935/43: "Aktiengesellschaft vormals Skodawerke" (s.d.); Generaldirektion: Prag, Jungmannova 37; Kohlewerke in Nyrany, Petipsy und Cepirohy; Werke in Pilsen, Doudlevce, Hr├ídek, Prag-Smichov, K├Âniggr├Ątz, Kom├írno, Br├╝nn; im Pilsener Werk: 5 Turbogeneratoren 61.000 kVA. 1951-59: "Lenin-Werke"
Quellenangaben[VDI 49 (1905) 1254] [Beitr. Gesch Technik (1913); Fuchs/G├╝nther: Ersten betr.-f├Ąhigen Dampfmaschinen B├Âhmens, S. 239] [Industriekompa├č (1935/36) 663] [Slezak: Lokomotivfabriken Europas (1962) 31]
HinweiseStra├če, PLZ und Tel.-Nr. = Skoda Sluzby A.S., Archiv Skoda (Info D├╝ntzsch 01.10.2002) [├ľsterreichisches Biographisches Lexikon 12 (2004) 325]




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
1859 Gegr├╝ndet in Pilsen als Maschinenfabrik des Grafen Waldheim
Anf. Dez. 1866 Emil von Skoda (* 19.11.1839, + 09.08.1900) der zuvor bei Richard Hartmann und Hermann Gruson gearbeitet hatte wird Leiter des Werkes des Grafen Waldheim
12.07.1869 Emil Skoda (1839-1900) ├╝bernimmt das Unternehmen vom Grafen Waldheim mit 33 Mitarbeitern und verwandelt es in ein erfolgreiches Unternehmen.
1871 Bau einer neuen Gie├čerei
1876 In Kiew wird die erste Auslandsvertretung von Skoda er├Âffnet. Nach Ru├čland werden insbesondere Ausstattungen f├╝r Zuckerfabriken geliefert.
1882 Bau einer Schmiede
1884-1886 Errichtung eines eigenen Stahlwerks und Beginn der Gu├čstahlherstellung, der ├╝ber gleiche Festigkeit, jedoch gr├Â├čere Dehnung als vergleichbare Produkte verf├╝gt. Das bringt wichtige Auftr├Ąge ausl├Ąndischer Marineverwaltungen ein.
1886 Nach dem Bau des eigenen Stahlwerks f├╝r Gu├čstahlherstellung wird die Herstellung von Panzerkuppeln mit eingebauten Bronzegesch├╝tzen aufgenommen.
1889 Die Produktion von Gesch├╝tzen leichten und schwersten Kalibers erfordert eine Erweiterung des Unternehmens.
1893 Gr├╝ndung eines eigenen Pensionsvereins f├╝r Beamte und Werkmeister. - Skoda stiftet ebenso Fonds f├╝r kranke Arbeiter und deren Familien.
1897 Erneute Erweiterung des Unternehmens f├╝r die Gesch├╝tzproduktion
1899 Aufgrund einer schweren Absatzkrise werden die Werke mit Hilfe der "├ľsterreichischen Credit-Anstalt f├╝r Handel
und Gewerbe" und der "B├Âhmischen Escompte-Bank" in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Emil von Skoda beh├Ąlt die Aktienmehrheit und wird zum Vorsitzenden und Generalsekret├Ąr der neuen Aktiengesellschaft gew├Ąhlt.
08.08.1900 Tod von Emil Ritter von Skoda bei Selzthal w├Ąhrend einer Zugreise nach Bad Gastein. - Sein Sohn Karl Freiherr von Skoda wird sein Nachfolger.
1918 Gr├╝ndung einer Abteilung f├╝r die Reparatur von Eisenbahnfahrzeugen
1920 Aufnahme des Lokomotivbaus / Tschechoslwakische Staatsbahn Nr. 434.1100 (1'D h2)
1925 Karl Loevenstein, der schon Besitzer der Waffenfabrik Skodovy-Zavody ist, kauft auch die Firma Laurin-Klement in Mlada Boleslav und gr├╝ndet damit den Skoda-Konzern
1925 Fusion mit dem Automobilhersteller "Laurin & Klement, Mladov Boreslav (Jungbunzlau)"
1925 Aufnahme des Baus von Dampflastwagen nach einer Lizenz der englischen Firma "Sentinel Waggon Works Ltd., Shrewsbury", bis 1930 wurden ├╝ber 420 Fahrzeuge gebaut
1929 Die Skoda-Werke ├╝bernehmen die zahlungsunf├Ąhig gewordene m├Ąhrische Lokfabrik in Adamsthal (Adamov) bei Br├╝nn. Sie reihen mit den Fabriknummern 861 bis 893 etliche der 65 dort danach gebauten Loks formell in ihr eigenes Lieferverzeichnis ein und lassen die Maschinen bis 1931 dort unter Skoda-Fabriknummern weiterbauen.
1930 Aufnahme des Dampfwalzenbaus im Werk Hradec Kr├ílov├ę um 1930
1938 Bau der 1000. Dampflokomotive, geliefert an die Litauische Staatsbahn Nr. Gp-26
20.03.1939 Der Konzern wird nach Aufl├Âsung der Rest-Tschechoslowakei formell von der deutschen Verwaltung ├╝bernommen. Ein die deutsche Schwerindustrie vertrentendes Mitglied eines Exekutivausschusses ist damit beauftragt, den Maschienpark und die Anlagen der Skoda-Werke abzubauen und zu den im Bau befindlichen "Hermann-G├Âring-Werken" in Linz (sp├Ąter VOEST) und nach Tirol zu bringen. Albert G├Âring, der Bruder Hermann G├Âring (f├╝r die Balkanstaaten zust├Ąndiger Handelsdirektor der Skoda-Werke setzt sich jedoch gegen den Widerstand des Exekutivausschusses durch, und die Skoda-Werke werden auf die Hermann-G├Âring-Werke ├╝bertragen.
1941/42 Bau der Dampflokomotiven 50 1095 - 1194 lt. Kaufvertrag 37.002/63.035; Preis: 183.500,00 RM je Lok
1942 Bau der Dampflokomotiven 50 1892 - 1906 lt. Kaufvertrag 37.002/63.494; Preis: 183.500,00 RM je Lok
1942/43 Bau der Dampflokomotiven 50 1907 - 1941 lt. Kaufvertrag 37.022/63.495
1942/43 Bau der Dampflokomotiven 50 2925 - 2949 lt. Kaufvertrag 37.002/63.132; Preis: 178.000,00 RM je Lok
28.04.1945 bis 30.04.1945 Die Werke werden in den letzten Apriltagen zu 70% zerst├Ârt
06.1945 Die erste kriegsbsch├Ądigte Lokomotive, die 534.0109, kann das Werk wiederhergestellt verlassen.
22.12.1945 Die erste Nachkriegs-Neubaulok (534.0301, Fabr.-Nr. 1626) kann das Werk verlassen.
1947 Der Bau der Lokomotivreihe 475 beginnt. In diversen Baulosen werden sie bis 1951 gebaut.
1952 Der Betrieb wird in "Lenin-Werke" umgetauft
1952 Baubeginn f├╝r die G├╝terzuglokomotive 556.0, von denen bis 1958 510 Exemplare gefertigt werden
1954 Bis 1955 werden 15 Schnellzugloks der Reihe 498.1 gebaut
31.05.1958 Als letzte von 3247 gebauten Dampflokomotiven verl├Ą├čt die 556.0510 mit der Fabriknummer 3535 die Werkhallen in Pilsen




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Bagger 1935 [Industriekompa├č (1935/36) 663] 1935 [Industriekompa├č (1935/36) 663]  
Bergbaueinrichtungen 1935 [Industriekompa├č (1935/36) 663] 1935 [Industriekompa├č (1935/36) 663]  
Br├╝ckenkonstruktionen 1935 [Industriekompa├č (1935/36) 663] 1935 [Industriekompa├č (1935/36) 663]  
Dampff├Ârdermaschinen 1905 Erste Erw├Ąhnung 1905 Letzte Erw├Ąhnung Zwillingsmaschine h= 1400 mm; d= 650 mm
Dampfh├Ąmmer 1935 [Industriekompa├č (1935/36) 663] 1935 [Industriekompa├č (1935/36) 663]  
Dampfkessel 1883 elektr. Ausst. Wien 1935 [Industriekompa├č (1935/36) 663]  
Dampflokomotiven 1925 Beginn mit 270.300 1958 Ende (letzte: 556.0510)  
Dampfmaschinen 1869 Kauf der Waldstein'schen Fabrik 1935 [Industriekompa├č (1935/36) 663]  
Dampfturbinen, System Rateau 1910 [Stift: Zuckerr├╝ben (1910) 669] 1910 [Stift: Zuckerr├╝ben (1910) 669]  
Diesellokomotiven          
Druckluftbremsen 1935 [Industriekompa├č (1935/36) 663] 1935 [Industriekompa├č (1935/36) 663]  
elektrische Maschinen und Apparate 1935 [Industriekompa├č (1935/36) 663] 1935 [Industriekompa├č (1935/36) 663]  
Einrichtungen f├╝r Brauereien 1935 [Industriekompa├č (1935/36) 663] 1935 [Industriekompa├č (1935/36) 663]  
Einrichtungen f├╝r chemische Fabriken 1935 [Industriekompa├č (1935/36) 663] 1935 [Industriekompa├č (1935/36) 663]  
Einrichtungen f├╝r Spiritusbrennereien 1935 [Industriekompa├č (1935/36) 663] 1935 [Industriekompa├č (1935/36) 663]  
Eisenkonstruktionen 1935 [Industriekompa├č (1935/36) 663] 1935 [Industriekompa├č (1935/36) 663]  
Elektrolokomotiven          
Gasmaschinen 1935 [Industriekompa├č (1935/36) 663] 1935 [Industriekompa├č (1935/36) 663]  
Gaswerke 1935 [Industriekompa├č (1935/36) 663] 1935 [Industriekompa├č (1935/36) 663]  
H├╝tten- und Walzwerkseinrichtungen 1935 [Industriekompa├č (1935/36) 663] 1935 [Industriekompa├č (1935/36) 663]  
Kompressoren 1935 [Industriekompa├č (1935/36) 663] 1935 [Industriekompa├č (1935/36) 663]  
Kondensationen 1910 [Stift: Zuckerr├╝ben (1910) 669] 1910 [Stift: Zuckerr├╝ben (1910) 669]  
Personenkraftwagen 1924 Beginn 1993 bekannt  
Pre├čschnecken-Diffusoren (Hyross-Rak) 1910 [Stift: Zuckerr├╝ben (1910) 669] 1910 [Stift: Zuckerr├╝ben (1910) 669]  
Roh├Âlmotoren 1935 [Industriekompa├č (1935/36) 663] 1935 [Industriekompa├č (1935/36) 663]  
Schmiedest├╝ke 1935 [Industriekompa├č (1935/36) 663] 1935 [Industriekompa├č (1935/36) 663]  
Schnitte-Pre├čschnecken 1910 [Stift: Zuckerr├╝ben (1910) 669] 1910 [Stift: Zuckerr├╝ben (1910) 669]  
Schnittetrocknungs-Anlagen 1910 [Stift: Zuckerr├╝ben (1910) 669] 1910 [Stift: Zuckerr├╝ben (1910) 669]  
Stahlgu├č aller Art 1935 [Industriekompa├č (1935/36) 663] 1935 [Industriekompa├č (1935/36) 663]  
Stra├čenwalzen 1935 [Industriekompa├č (1935/36) 663] 1935 [Industriekompa├č (1935/36) 663]  
Turbopumpen 1910 [Stift: Zuckerr├╝ben (1910) 669] 1935 [Industriekompa├č (1935/36) 663]  
Vakuen 1910 [Stift: Zuckerr├╝ben (1910) 669] 1910 [Stift: Zuckerr├╝ben (1910) 669]  
Verdampfstationen 1910 [Stift: Zuckerr├╝ben (1910) 669] 1910 [Stift: Zuckerr├╝ben (1910) 669] u. a. wurde das Patent Wellner-Jellinek zum Verdampfen des Zuckersudes entwickelt, das erfolgreich (auch in Ru├čland) vermarktet wurde
Zahnr├Ąder 1935 [Industriekompa├č (1935/36) 663] 1935 [Industriekompa├č (1935/36) 663]  
Zementm├╝hlen 1935 [Industriekompa├č (1935/36) 663] 1935 [Industriekompa├č (1935/36) 663]  
Zentrifugalpumpen 1935 [Industriekompa├č (1935/36) 663] 1935 [Industriekompa├č (1935/36) 663]  
Zigarettenmaschinen 1935 [Industriekompa├č (1935/36) 663] 1935 [Industriekompa├č (1935/36) 663]  




Personal

Zeit gesamt Arbeiter Angest. Lehrl. Kommentar
12.07.1869 33       bei ├ťbernahme durch Skoda
08.08.1900 3461 3211 250   beim Tod E. v. Skodas




Firmen-Änderungen, Zusammenschüsse, Teilungen, Beteiligungen


Zeit = 1: Zeitpunkt unbekannt

Zeit Bezug Abfolge andere Firma Kommentar
1939 Anschlu├č (Namensverlust) danach A. F. Smulders Soest zu Schie├č [Maschinenindustrie (1939/40) 319]
1869 Umbenennung zuvor Graf Waldstein'sche Berg- und H├╝ttendirektion durch Skoda von Waldstein abgekauft