Siemens & Halske AG

Allgemeines

FirmennameSiemens & Halske AG
OrtssitzBerlin
OrtsteilSiemensstadt
StraßeMarkgrafenstr. 94
Postleitzahl13629
Art des Unternehmenselektrotechnische Fabrik
AnmerkungenUm 1892 Zweiggeschäfte in Wien u. St. Petersburg. Besitzer (um 1892): Arn. v. Siemens u. Wilh. v. Siemens in Berlin u. C. H. Siemens. Stammwerk; siehe auch die Zweigwerke. Anfangs als "Telegraphen-Bauanstalt von Siemens & Halske" in der Schöneberger Str. 19. 1892/1900: Berlin-SW., Markgrafenstr. 93/94 u. Charlottenburg, Franklinstr. 29. Seit 1858: Zweigwerk in London ("Siemens Brothers"); seit 1879 in Wien; 1892 Chicago (kurzzeitig). Siehe auch Werke in Bocholt, Braunschweig, Charlottenburg, Chemnitz, Erlangen, Karlsruhe, Köln, München (ex "Isaria"), Speyer, das Blockwerk, das Kabelwerk. Firmensitz seit April 1949 in München. Seit 30.09.1966: "Siemens AG"
Quellenangaben[Reichs-Adressbuch (1900) 1318] [Das Haus Siemens (ca 1955)] [150 Jahre Siemens (1997)] [Leistungen des Hauses Siemens ...] [Adressbuch Elektr.-Branche (1892) 196] [Wikipedia (2005)]




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
30.07.1814 Geburt von Johann Georg Halske in Hamburg als Sohn des Zuckermaklers und ehrenamtlichen Stadtrats Johann Heinrich Halske
13.12.1816 Geburt von Ernst Werner von Siemens als vierter unter vierzehn Geschwistern und als Sohn von Ferdinand Siemens und seiner Frau Eleonore Henriette, geb. Deichmann in Lenthe bei Hannover. Ein technisches Studium ist ihm aus finanziellen Gründen versagt, da er nach dem frühen Tod seiner Eltern für die jüngeren Geschwister zu sorgen hat.
1845 Um 1845 stößt Werner Siemens in Berlin auf den von dem Engländer Wheatstone konstruierten elektrischen Zeigertelegraphen und konstruiert einen neuen Zeigertelegraphen
1846 Siemens stellt sich mit 'seinem' Zeigertelegraphen bei Halske & Boetticher vor.
1847 Halske löst sich von seinem Compagnon Boetticher und widmet sich ganz dem Bau der Siemens'schen Telegraphen.
1847 Konstruktion des Schlitteninduktors
01.10.1847 Werner Siemens verbindet sich zum Zwecke des Zeigertelegraphen-Baues mit dem aus Hamburg stammenden, ungewöhnlich geschickten Universitätsmechanikus Johann Georg Halske (*1814) und gründet mit ihm im Oktober die "Telegraphenbauanstalt Siemens & Halske". Halske betrieb vorher in Berlin die kleine Werkstatt Boetticher & Halske. Zunächst eher skeptisch gegenüber den Ideen von Werner von Siemens, läßt sich Halske jedoch schnell von dem einfachen, aber zuverlässigen Telegraphensystem Siemens' begeistern. Die neue Firma hat den Namen "Telegraphen-Bauanstalt von Siemens & Halske" und wird in einem Hinterhaus in der Schöneberger Str. 19 eingerichtet. Ihr Startkapital von 6842 Talern steuert ein wohlhabender Vetter Werners, der Justizrat Johann Georg Siemens bei.
12.10.1847 Siemens nimmt in gemieteten Räumen der Schöneberger Straße 19 (später Nr. 33) den Werkstattbetrieb mit 3 Mechanikern und 3 Drehbänken auf.
01.11.1847 Werner Siemens und J. G. Halske lassen sich eine Woche nach der Firmengründung die Konstruktion des Zeigertelegraphen in Preußen patentieren.
12.1847 Die erste Werkstatt in einem Hinterhaus der Schöneberger Straße 19 zählt Ende 1847 10 Mitarbeiter
1848 Die Guttaperchaadern für das erste preußische Telegraphenkabelnetz von 1848 werden noch nicht im eigenen Betriebe, sondern durch Fonrobert & Pruckner hergestellt. Kabel bezieht die Firma Siemens & Halske zuerst von R. S. Newall & Co. aus England (bis 1853)
1848 Der Erfolg des jungen Unternehmens ist so groß, daß Werner seinen Abschied vom Militär nimmt und sich voll und ganz dem Geschäft widmet.
1848 Bau der ersten Ferntelegraphenlinie Europas Berlin-Frankfurt/M. (fertiggestellt 1849) als längste Telegraphenlinie Europas
1849 Werner Siemens nimmt seinen ehrenvollen Abschied vom Militär und widmet sich fortan voll dem Unternehmen Siemens & Halske
1850 Werner Siemens entwickelt ein Verfahren, die Lage von Kabelfehlern durch Widerstandsmessungen zu bestimmen.
16.03.1850 Wilhelm Siemens richtet eine Agentur der Berliner Firma Siemens & Halske in London ein.
1851 Werner Siemens zieht Guttaperchaadern in Bleirohre ein und verwendet derartige Bleikabel mit Erfolg, u.a. für Polizei- und Feuerwehrleitungen in Berlin. Diese Kabel werden in den folgenden Jahren mehrfach verwendet. Sie halten sich besser, vermögen aber das Vorurteil gegen die unterirdische Linienführung nicht zu beseitigen.
1851 Das Verfahren von Marshall, die Kabelseele in ein Bleirohr einzuziehen, wird für Guttaperchakabel bereits 1851 von Werner Siemens angegeben, der erstmalig ein Bleikabel herstellt.
1851 Die erste Feuermelder-Anlage der Welt wird gebaut
1851 Für die russische Telegraphenlinie St. Petersburg-Moskau werden 75 Schreibtelegraphen geliefert
1852-1855 Zwischen 1852 und 1855 bauen Siemens und Halske das russische Telegrafennetz.
1852 Die Räume sind zu klein, und es wird ein eigenes Haus in der Markgrafenstraße 94 erworben, in das die Werkstatt verlegt wird. Diese Räumlichkeiten sind ausbaufähig
1853 Carl von Siemens geht nach St. Petersburg und leitet dort die Zweigniederlassung der Siemens & Halske AG
1853 Werner Siemens sorgt für einen Versicherungsschutz in Krankheitsfällen
1853 Siemens bezieht seine Kabel seit 1853 von Felten & Guilleaume.
1853 Baubeginn für ein russisches Ferntelegraphennetz. Es erstreckt sich über eine Länge von 10.000 km von Finnland bis zur Krim und wird zwei Jahre später vollendet. Mit der russischen Regierung vereinbar das Unternehmen spezielle Wartungsverträge, die sogenannte "Remonte", und erhält dafür den offiziellen Titel "Kontrahenten für den Bau und die Remonte der Kaiserlich Russischen Telegraphenlinie"
13.11.1853 Geburt von Arnold von Siemens in Berlin als ältester Sohn von Werner von Siemens
1854 Werner Siemens beabsichtigt, die von Felten & Guilleaume bezogenen Flußkabel für die oberirdische Kabellinie Warschau-Petersburg durch seinen "Maulwurfspflug" in das Flußbett einzubaggern. In seinem Briefe vom 21. Januar 1854 schreibt er: "Durch einen Pflug wollen wir den Draht 3 Zoll unter Grund des Flusses einfügen, was nicht schwierig sein wird, da keine Steine in der Weichsel sein sollen. Ich möchte dasselbe bei den übrigen Flüssen anwenden. Der Pflug nach unserem englischen Patent konstruiert."
1854 Felten & Guilleaume liefern 33 km Flußkabel für Rußland an Siemens & Halske
1855 Gründung der russischen Zweiggesellschaft in St. Petersburg, die seit 1855 mit eigenem Vermögen und eigenen Gewinnkonten arbeitet. Die Leitung liegt in den Händen von Carl Siemens.
1856 Erfindung des Doppel-T-Ankers. Er wird bei Kurbelinduktoren in Eisenbahn-Zeigertelegraphen verwendet und mit Stahlmagneten und besitzt einen Doppel-T-Anker aus Vollkerneisen, Luftspaltinduktion 2000 Gauß, konstruiert von Werner Siemens.
1857 Werner Siemens entwickelt eine Kabellegungstheorie für Unterseekabel
1858 Es wird mit der Verteilung von Inventurprämien begonnen (Vorläufer der Erfolgsbeteiligung) [wird auch für 1866 angegeben]
1858 Die Siemens-Niederlassung in London wird als "Siemens, Halske & Co." selbständig. Die Leitung hat Wilhelm Siemens
1859 Kabellegung im Roten Meer
1859 Werner und Wilhelm Siemens werden zu persönlichen Beratern der englischen Regierung auf dem Gebiet der Tiefseekabel ernannt
1861 Werner Siemens tritt wegen der Indo-Europäischen Telegraphenlinie mit dem späteren Baron Reuter wegen eines russischen Ostseekabels in Verbindung.
1861 Werner Siemens ist Mitbegründer der Deutschen Fortschrittspartei
1863 Ein Werk für die Kabelherstellung wird in Woolwich bei London gegründet. Der Umsatz der Firma an Kabeln in Deutschland ist bis in die 70er Jahre hinein zu gering, als daß er eine eigene Kabelfabrik gerechtfertigt hätte; er beträgt 1870 nur 71888 Mark, 1876 32 348 Mark.
1863 Denkschrift zum Patentgesetz
1864 Regenerativ-Ofen
1864 Das Kupferbergwerk Kedabeg im Kaukasus wird erworben
01.12.1864 Das erste (in Woolwich) selbsterzeugte Seekabel wird im westlichen Mittelmeer verlegt
1865 Auch Wilhelm Siemens verhandelt wegen der Indo-Europäische Telegraphenlinie mit Reuter, der im Anschluß an sein Norderneykabel, eine Linie über Dänemark durch die Ostsee nach Rußland bis Teheran herstellen will; der deutsch-österreichische Krieg unterbricht diese Verhandlungen. Dann nehmen die Brüder Siemens den Plan einer Linie von England nach Persien selbst auf. Zuerst beabsichtigen sie, ein Seekabel von Tönningen (Westerhever) an der Küste von Schleswig nach England zu legen. Schließlich sieht man von einem eigenen Kabel nach England ab und mietet eine Ader in dem Seekabel Norderney-Lowestoft. Siemens & Halske bauen die oberirdische Linie durch Rußland und in Persien, die Fluß- und Seekabel liefern Siemens Brothers. Flußkabel sind u. a. durch den Bug bei Nikolajew und durch den Dnjepr bei Berislaw erforderlich, ein Seekabel zur Durchsehreitung der Straße von Jenikale (Kertsch). Diese drei Kabel sind dreiadrig, haben Hooperadern und sind mit starken Eisendrähten bewehrt.
1866 Selbsterregte Dynamomaschine mit Weicheisen-Magneten, Doppel-T-Anker aus Vollkerneisen, Luftspaltinduktion 4000 - 5000 Gauß, erfunden und konstruiert von Werner Siemens.
1866 Johann Siegmund Schuckert führt es auf seiner Wanderschaft auch zu Siemens & Halske nach Berlin
16.09.1866 bis 20.09.1866 Werner Siemens entdeckt das dynamoelektrische Prinzip: In der Zeit von 16. bis 20. September in der späten Nachmittagsstunde tritt Werner Siemens an den Werkmeister Carl Müller heran, um technische Einzelheiten zu besprechen. Bei dieser Gelegenheit macht er Müller darauf aufmerksam, daß die Wirkung eines Induktors eine bedeutend höhere werden müßte, wenn man die permanenten Stahlmagnete desselben durch einen Elektromagnet ersetzen würde, dessen Windungen durch Batteriestrom gespeist werden. Mit Feuereifer begibt sich Müller an seine Aufgabe. Kaum ist der Apparat fertiggestellt und die erste Versuchsreihe angestellt, kommt Siemens mitten im Experimentieren der Gedanke, den Batteriestrom auszuschalten, die Umkehrung des Stroms zu erproben und den Elektromagnet des Apparates durch selbsterzeugten Stom zu speisen. Er nimmt sofort eine dahingehende Schaltung vor. Die Wirkung ist eine verblüffend überwältigende.
1867 Plan einer elektrischen Hochbahn Berlin
867 Halske zieht sich auf Grund von Meinungsverschiedenheiten mit den Siemens-Brüdern aus der Firma zurück und widmet sich als Stadtrat von Berlin der Verwaltung der Stadt und dem Aufbau des Kunstgewerbemuseums. Mit Werner von Siemens bleibt Halske bis zu seinem Tod freundschaftlich verbunden.
1868 Werner Siemens legt den Grundstein für die Errichtung einer Altersfürsorge
1868 Erster praktischer Einsatz einer größeren Wechselstrommaschine ohne Kommutator mit einer kleineren Erregermaschine mit Kommutator durch Werner Siemens. Wechselstromanker aus Vollkerneisen mit Wasserkühlung.
28.01.1868 Im Schwarzen Meer soll im Zuge der Indo-Europäischen Telegraphenlinie zur Umgehung der schwierigen Gebirgsstrecken am tscherkessischen Ufer ein Seekabel von Djuba (Dshubsk) nach Fort Ad1er an der Mündung der Mesunta längs der Küste gelegt werden. Werner Siemens ist für ein Kabel mit Eisendrahtbewehrung, Wilhelm will sein Kabel mit Kupferbändern nach dem Muster des Kabels Cartagena-Oran verwenden, wie aus dem nachstehenden Briefwechsel der beiden Brüder hervorgeht: Werner an Wilhelm vom 28. Januar 1868: ..Starkes Eisenkabel; bei jedem anderen würden wir in Rußland auf großen Widerstand stoßen."
30.05.1868 Brief von Wilhelm an Werner Siemens vom 30. Mai 1868 bezüglich der Indo-Europäischen Telegraphenlinie: "... Barlow ist entschieden für Kupferkabel und ich hoffe, Lüders (Oberst v. Lüders, Leiter der russischen Staatstelegraphen) wird auch seine Zustimmung geben. Ich wäre dafür, ca. 200 Faden tief zu legen und starke eiserne shore ends zu verwenden."
13.06.1868 Brief von Werner an Wilhelm Siemens vom 13. Juni 1868 (wegen Seekabeln der Indo-Europäischen Telegraphenlinie): "Das verstärkte Kupferkabel und die dickeren shore ends machen wesentliche Mehrkosten." Schließlich gibt Werner Siemens nach. Für die Auslotung der Kabelstrecke verlangt die russische Regierung eine Vergütung von 18000 Rubel. Als sich aber Preußen erbietet, den Brüdern Siemens ein Schiff zur Verfügung zu stellen, werden die Lotungen auf Anweisung des Kaisers von Rußland durch ein russisches Kriegsschiff ausgeführt.
Jan.-10.07.1869 Wilhelm Siemens legt das Seekabel der Indo-Europäischen Telegraphenlinie Anfang Juli mit dem Dampfer "Hull", im Anschluß daran das Kabel durch die Straße von Kertsch und darauf die Flußkabel.
1869 Fertigstellung der indoeuropäischen Telegraphenlinie London - Karatschi
1869 Magneto-elektrische Maschine Modell M mit Trommelanker und 50 Stahlmagneten in V-Form (1869 - 1884).
12.04.1870 Nach dreijähriger Bauzeit geht die Indo-Europäische Telegraphenlinie zwischen London und Kalkutta mit einer Länge von über 11.000 Kilometern in Betrieb (seit 1868 in Bau).
1871 Einführung des elektromechanischen Eisenbahn-Streckenblocks, der von C. Frischen entwickelt wurde
1872 Johann Georg Halske engagiert sich auch nach seinem Ausscheiden für das von ihm mitbegründete Unternehmen, so zum Beispiel durch seine finanzielle Beteiligung an der 1872 gegründeten Siemens-Pensionskasse.
1872 Erfindung des Trommelankers durch Friedrich v. Hefner-Alteneck.
1872 Einführung des Zylinder-Systems mit feststehendem Ankereisen, um Wirbelstromverluste zu verhindern. 1873 auf Wiener Ausstellung in Betrieb vorgestellt.
12.10.1872 Werner Siemens stiftet die Pensionskasse. Johann Georg Halske engagiert sich auch nach seinem Ausscheiden für das von ihm mitbegründete Unternehmen, so auch durch seine finanzielle Beteiligung an der Siemens-Pensionskasse.
1873 Erste Dynamomaschine mit Trommelanker und Schmiedeeisen-Gestell, Ausführung 1 - 14 PS, liegendes Modell D (1873 - 1885). Konstruiert von Friedrich v. Hefner-Alteneck.
1873 Einführung des Neun-Stunden-Arbeitstags
1874 Siemens beginnt mit Hilfe seiner Brüder die Verlegung des ersten direkten Transatlantikkabels von Irland nach den USA. Für die Verlegung der Kabel konstruiert er eigens ein Spezialschiff, die firmeneigene "Faraday".
1875 Siemens gibt das Prinzip einer lichtelektrischen Selenzelle an
1875 Flachringankermaschinen Modell Nr. NI, Kraftbedarf 1 PS, 600 U/min, 535 kg.
1875 Der massive Anker der elektrischen Maschinen wird durch eine Drahttrommel ersetzt, um die Wirbelstromverluste zu verringern.
15.09.1875 Der Verkehr auf dem "Direct United States Cable" (Transatlantikkabel in die USA) wird eröffnet.
1876 Dr. Werner Siemens schlägt eine Stanniolhülle um die Guttaperchahülle als Induktionssehutz für die neuen Telegraphenkabel vor.
1876 Erst als die Pläne des deutschen Guttaperchakabelnetzes 1876 größere Aufträge erhoffen lassen, entschließt sich Dr. Werner Siemens, die Kabelherstellung in Berlin aufzunehmen, weil der Generalpostmeister Dr. Stephan Wert darauf legt, daß die deutschen Kabel auch in Deutschland angefertigt werden. Die ersten Kabel für die Siemens & Halske übertragene Linie Berlin-Hamburg bezieht die Firma noch aus Woolwich. Die Preise sind aber so festgesetzt, als ob die Lieferung von Berlin aus stattgefände; die Frachtkosten Woolwich-Berlin gehen zu Lasten der Lieferfirma. Für die Firma Siemens & Halske ist es also auch ein geldlicher Vorteil, die Kabel möglichst bald in Berlin herzustellen.
1876 Strom vom Niagara
1876 Flachringankermaschine mit zwei Flachringen für elektrolytische Zwecke.
01.10.1876 bis 31.12.1876 Als der Plan eines deutschen unterirdischen Telegraphennetzes größere Lieferungen in Aussicht stellt, errichtet Dr. Werner Siemens im Herbst auf seinem Werkgelände in der Markgrafenstraße 94 in Berlin eine Kabelfabrik. Es ist die erste und zu dieser Zeit die einzige in Deutschland, die außer der Verseilung und Bewehrung der Adern auch die Guttaperehaadern selbst herstellt.
13.10.1876 Bei dem Umfang der geplanten Telegraphenkabelanlagen beabsichtigt Stephan, sowohl Felten & Guilleaume als auch die Firma Siemens & Halske, und zwar beide zu gleichen Teilen, an der Lieferung zu beteiligen, und unterrichtet Dr. Werner Siemens am 13. Oktober genauer über seine Pläne (Brief Werners an Karl Siemens vom gleichen Tage). Werner Siemens widmet sich dieser Aufgabe mit gewohnter Tatkraft. Ursprünglich beabsichtigt er, die Kabel von der anfangs der 60er Jahre in Woolwich bei London gegründeten Kabelfabrik von Siemens Brothers fertig zu beziehen. Da Dr. Stephan aber darauf Wert legt, daß die Kabel möglichst in Deutschland hergestellt werden, entschließt er sich, in Berlin eine eigene Kabelfabrik einzurichten.
1877 Der 150 Millionen Jahre alte, bei Eichstätt gefundene Urvogel "Archaeopteryx Siemensii" wird durch die finanzielle Unterstützung von Werner von Siemens durch das Berliner Naturkunde-Museum erworben.
1877 Große Dynamomaschine D3 für Kupfergewinnung im Kgl. Kommunionhüttenamt Oker mit 1000 A bei 3,9 V, 610 U/min.
1877 Flachringankermaschinen Modell Gl, G2, Ni, N2, Modell TL 1 - 5 (Teilungs-Licht), Modell .EL 1/2 - 4 (Einzel-Licht) und Modell G 0 - 3.
1877 Flachringankermaschine, zunächst ohne Eisen (ab 1889 mit Eisenkern) nach v. Hefner-A1teneck. Erregermaschine mit Trommelanker.
12.1877 Der Bundesrat und die Schweizerische Telegraphendirektion lassen mit zwei bei Siemens & Halske in Berlin bestellten Handtelefonen Versuche durchführen
1878 Die Differentialbogenlampe nach Friedrich von Hefner-Alteneck (Chefkonstrukteur bei Siemens & Halske) wird einsatzreif: Durch das Prinzip der Differentialregelung werden die abgebrannten Kohlestäbe nicht mit von Hand nachgeregelt, sondern durch eine automatische Regelung. Es können mehrere Lampen an einen Generator angeschlossen werden.
1878 Die Versuche in der Schweiz mit einem verbesserten Handtelephon der Firma Siemens & Halske werden fortgesetzt
1878 Verbesserung des Fernsprechers
1878 Bau von elektrischen Allstrom-Maschinen.
1878 Flachringankermaschinen 2- bis 16-polig, mit geschlossenem Gestell, Modell IL 1/2 - 5 (Incandeszenz-Licht), als Nebenschlußmaschine für 110 V, zur Speisung von Edison-Lampen.
1878 Stehendes elektrisches Maschinenmodell D (1878 - 1888) mit Leistungen bis 14 PS als Generator.
1879 Sein Vater Werner von Siemens überträgt ihm zusammen mit seinem Bruder Wilhelm von Siemens die Leitung des Wiener Zweiggeschäftes
1879 Gründung der österreichischen Siemens-Niederlassung in Wien durch den ältesten Sohn Arnold Siemens
1879 Gründung des Wiener Werks von Siemens & Halske, (Apostelgasse?)
1879 Bahnmotor 2,2 kW für erste elektrische Bahn mit Fremdstromversorgung von Werner Siemens (D-Maschine). Auf Berliner Gewerbeausstellung vorgeführt.
1879 Modell N 1/2 einer elektrischen Maschine für Vernickelung mit 2 Stromabgebern, Modell G 1/2 für Kupfer-Galvanoplastik mit einem Stromabgeber.
31.05.1879 Das Unternehmen Siemens & Halske führt auf der Berliner Gewerbeausstellung am Lehrter Bahnhof auf einer ca. 300 m langen Strecke erfolgreich die erste elektrisch betriebene Lokomotive der Welt vor.
31.05.1879 Inbetriebnahme der ersten brauchbaren und leistungsfähigen elektrischen Lokomotive auf der Ausstellungsbahn der Berliner Gewerbeausstellung. Sie zieht auf einem 300 langen Rundkurs einen Zug aus drei mit je sechs Personen besetzten Wagen. Die Lokomotive hat einen zweipoligen Gleichstrom-Reihenschlußmotor mit 2,2 kW und 150 V; Geschwindigkeit: 6 - 7 km/h. Stromzuführung durch Mittelschiene
1880 Unipolarmaschine zum Erzeugen von oberwellenfreiem Gleichstrom. Die Zylinder rotieren um einen Pol. Konstruiert und gebaut von Werner Siemens und G. R. Kirchhoff.
1880 Nebenschluß- und Compoundmaschinen (1882) setzen sich bei S&H gegenüber der Hauptstrommaschine durch, da für die Glühfadenlampen eine gleichmäßige Spannung notwendig ist.
16.09.1880 Werner Siemens präsentiert den weltweit elektrisch betriebenen Aufzug auf der Pfalzgau-Ausstellung in Mannheim. Er hat einen getriebelosen [???] Gleichstromantrieb, Leistung: 3 PS (D-Maschine; vertikale Achse). Er klettert mit 0,5 m/s an einem 20 m hohen Aussichtsturm (Turm des Hauptzollamts) empor. Es ist eine offene, an drei Seiten mit Gittern umgebene Plattform. Der Antrieb erfolgt ohne Seil [lt. Abbildung] über Schneckenantrieb und zwei Zahnräder auf eine Leiterzahnstange. 8.000 Ausstellungsbesucher nutzen den Fahrstuhl.
1881 Die erste elektrische Beleuchtung kommt durch Siemens nach Stuttgart.
1881 Siemens stellt auf der Elektrotechnischen Ausstellung in Paris die erste elektrische Bahn mit Oberleitung vor
1881 Erste Innenpol-Gleichstrommaschine von S&H in Paris ausgestellt.
15.04.1881 Die erste elektrische Bahn beginnt in Groß-Lichterfelde bei Berlin den Probebetrieb. Die Bahn war von der Firma Siemens & Halske gebaut worden.
12.05.1881 Für die erste elektrische Straßenbahn der Welt finden in Lichterfelde Probefahrten statt. Werner von Siemens schreibt, daß die Zuschauer besonders überrascht wsind, als der Wagen sich sofort mit ca. 30 km Geschwindigkeit in Bewegung setzt.
15.05.1881 Die erste elektrische Straßenbahn der Welt von Siemens & Halske wird offiziell eröffnet. Die Stromzuführung erfolgt anfangs durch die Schiene. Die erste Strecke führt von Groß-Lichterfelde (Anhalter Bahnhof) zur Haupt-Kadettenanstalt.
16.05.1881 Siemens eröffnet als erste elektrische Bahn für Dauerbetrieb die Straßenbahn in Lichterfelde bei Berlin. Die Energiezuführung erfolgt über die Schienen. Die Strecke ist 2,5 km lang und verbindet den Bahnhof Lichterfelde der Anhaltischen eisenbahn mit der Kaupt-Kadetten-Anstalt in Berlin. Mit einer Geschwindigkeit von 30 km/h befördert sie in den ersten drei Monaten über 12.000 Personen
1882 Gründung des Glühlampenwerks als erstes in Deutschland
1882 Errichtung der Straßenbahn Charlottenburg - Spandauer Bock
1882 Einführung der ersten, ständigen, elektrischen Straßenbeleuchtung
1882 Errichtung des Kabelwerks von Siemens & Halske in St. Petersburg
1882 Flachringankermaschinen für kontinuierlichen Strom, Modelle G 0 - 5 und Modelle N 1/2 - 4.
1882 4 Generatoren DO mit je 7 kW, 650 V, 550 U/min, Antrieb durch Gasmotore, für Zentrale Ecke Prinz-Albrecht/Wilhelmstraße zur Beleuchtung der Leipziger Straße, Berlin.
1882 Der große Durchbruch von Edisons Glühlampe gelingt während der Elektrizitätsausstellung in München, die der Ingenieur Oskar von Miller organisiert. Sie findet zwar bei den Behörden breite Zustimmung, stößt aber bei der etablierten Industrie auf Skepsis. Vor allem die Telegraphenbauanstalt "Siemens & Halske", unbestrittener Branchenführer, lehnt eine Teilnahme ab und eröffnet damit jungen Firmen wie der Studiengesellschaft Rathenaus die Chance zur Profilierung. - Die Gründung eines zweiten Elektrounternehmens in direkter Konkurrenz zu "Siemens & Halske" wagte das Beleuchtungskonsortium allerdings nicht, da Siemens viel zu stark ist.
08.1882 Die erste Grubenlokomotive kommt im Steinkohlenschacht in Zauckerode in Betrieb. Sie hat eine Leistung von 3,7 kW und befördert einen 15-t-Zug, bestehend aus 20 Kohlewagen, mit 12 km/h. Betriebsspannung: 90 V Gleichstrom; Stromzuführung über Kontaktschlitten.
1883 Das Charlottenburger Werk wird als erste ausbaufähige Werksanlage für die Starkstromfertigung gegründet
1883 Siemens & Halske für die Kontaktrolle zur Stromabnahme von der Fahrleitung auf einer Industriebahn in Brannenburg ein
1883 Eine weitere elektrische Grubenlokomotive von Siemens kommt ein Jahr nach Zauckerode in Neustaßfurt zum Einsatz; ferner eine in einer Steinkohlengrube in Oberschlesien
1883 Die Siemens-Niederlassung in Wien nimmt die eigene Fertigung auf.
1883 Die gesamte Starkstromabteilung und die Kabelfertigung werden nach Charlottenburg an das Salzufer verlegt.
1883 Flachringankermaschinen für kontinuierlichen Strom, Modelle N 1/2 - 1, Modelle NN 1/2 - 2 und Modelle GN 1/2 - 4.
03.1883 Zwischen Thomas Alva Edison, den amerikanischen und französischen Edison-Gesellschaften, dem deutschen Bankenkonsortium und der Firma "Siemens & Halske" wird ein Lieferungsvertrag geschlossen. Danach erhält die DEG das Recht zur Fabrikation von Glühlampen, muß aber Bogenlampen, Dynamomaschinen, Motoren, Kabel und Drähte bei "Siemens & Halske" kaufen. Siemens verzichtet auf den Bau kompletter Beleuchtungsanlagen. Werner Siemens' Verzicht war mit Bedacht getroffen worden, denn neben wirtschaftlichen Erwägungen besitzt für ihn die Festigung seiner eigenen Machtstellung im Unternehmen höchste Priorität, die Umwandlung seiner Firma in eine Aktiengesellschaft kommt für ihn nicht in Frage.
22.10.1883 Der erste Teil der Lokalbahn Mödling-Hinterbühl wird bis Klausen eröffnet; Erbauer: Siemens & Halske
1884 Errichtung der Straßenbahn Sachsenhausen - Offenbach
1884 Erteilung eines Patents auf Koaxialkabel für Telefoniezwecke
1884 Das Modell F entsteht aus der D-Maschine durch Einführung von mit der Grundplatte in einem Stück gegossenen Magneten großen Querschnitts.
04.02.1884 Baubeginn (?) einer Dampfmaschine durch G. Kuhn, Stuttgart-Berg.
25.02.1884 Baubeginn (?) einer Dampfmaschine durch G. Kuhn, Stuttgart-Berg.
07.06.1884 Erweiterung der Modellreihe NN und GN durch NN 1/3 und GN 1/3. Die tausendste Dynamomaschine ist am 7.6.1884 fertig.
1885 Hufeisentype H (1885 - 1896) 1 - 90 PS, Ende des Folgepolsystems (statt 4 nur mehr 2 Pole). Mit Gußeisen-Gestell, glattem Trommelanker und Kommutator mit Luftisolation nach C. Hoffman. (S&H)
1885 G. Frölich (Physiker bei S&H) entwickelt die Theorie des Dynamos, aber noch ist, keine Vorausberechnung für gegebene Leistung möglich.
1885 Aufstellung eines Dampfkessels. Hersteller: G. Kuhn, Stuttgart-Berg
1885 Sechs Dynamomaschinen je 28 kW, 120 V, 900 U/min und 12 Dynamomaschinen je 47 kw, 120 V, 900 U/min für erste Gleichstrom-Dampfzentrale Deutschlands in der Markgrafenstraße, Berlin.
1885 Erweiterung der Modellreihen EL, TL und IL um die Modelle EL 1/2, TL 1/2 und IL 1/2 (ohne Kompoundwicklung), sowie um TL 6 und IL 6 - 9.
1886 Gebrüder Hopkinson stellen für den praktischen Gebrauch die Gesetze des elektromagnetischen Kreises auf, eine Berechnung ist nunmehr möglich. (Wilhelm v. Siemens entwickelte diese unabhängig davon, aber später).
1886 Weiterentwicklung der Innenpol-Maschine zum Modell J durch v. Hefner-Alteneck und C. Hoffmann. Große Leistungen möglich, für unmittelbaren Dampfbetrieb. Modell J (1886 - 1900) mit Leistungen 20 - 900 kW. (S&H)
1886 Bau des Spreeboots "Elektra" mit elektrischem Propellerantrieb. (1891 auf der Internationalen Elektrizitätsausstellung Frankfurt/M.)
1886 Einrichtung von Speiseanstalten
1886 Eine Dynamomaschine 28-kW, 105 V, 900 U/min und sechs mit je 47 kW, 650 V, 900 U/min für Zentrale Mauerstraße, Berlin. Erstmals arbeiten die Generatoren auf gemeinsamer Stromsammelschiene. Später noch u. a. 8 Typen J 136 OBK je 420 kW (größte Type bis 1890) aufgestellt.
1886 Versuche, die Gleichstrom-Hauptschlußmotore für Bahnzwecke mit Wechselstrom zu speisen.
1887 Erste Gleichstrommotore Modell K von S&H: Tyl Kl - K4 (1887 - 1903), 1/10 - 1 PS. Zweipolige Außenpoltypen mit Ringanker nach PL. C. Hoffmann, nur in einem Lager abgestützt.
1887 Aufstellung von 3 Dampfkesseln. Hersteller: G. Kuhn, Stuttgart-Berg
1887 Erster Siemens-Motor für elektrischen Kran von Fa. Stuckenholz, Wetter a. d. Ruhr für Blohm & Voß, Hamburg eingebaut.
1887 Die Städtische Elektricitäts-Werke AG gerät in finanzielle Schwierigkeiten und droht die DEG in den Konkurs zu reißen. Siemens hätte nun die Chance gehabt, sich seines ehrgeizigen Konkurrenten zu entledigen, und tatsächlich beabsichtigt er, das Unternehmen selbst zu übernehmen. Dies mißlingt jedoch, denn Rathenau sichert den Städtischen Elektricitäts-Werken das Überleben, indem er mit Unterstützung der Banken sämtliche Aktien kauft.
1887 Nach langwierigen Verhandlungen kommt es zur Neufassung der vertraglichen Grundlagen zwischen der DEG und "Siemens & Halske".
1887 Das Bankenkonsortium der DEG unter Führung der Deutschen Bank erhöht das Kapital der AEG auf zwölf Millionen Mark. Die Deutsche Bank und das Bankhaus Delbrück übernehmen davon Aktien von je zwei Millionen Mark, andere Aktionäre - darunter Siemens - für je eine Million Mark.
1888 Innenpolmaschine ohne besonderen Kommutator (OBK-Maschine) nach C. Hoffmann.
1888 Werner Siemens erhält den erblichen Adel
1888 Lieferung einer Dampfmaschine durch G. Kuhn, Stuttgart-Berg.
1888 Erstmalige Bestellung eines Werksarztes bei Siemens: Werner von Siemens muß seinen Hausarzt Dr. Friedrich Körte zur medizinischen Versorgung seines Obermeisters einbestellen.
1888 Innenpolmaschine J36 65 V, 150 A, 150 U/min für Villa Siemens, Berlin.
1888 Zweipolige Manchestertype 120 V, 800 VA, 540 U/min für Dreileitersystem.
1889 Walter Reichel konstruiert den Bügelstromabnehmer für elektrische Bahnen
1889 Carl von Siemens wird in Berlin Chef des Gesamtkonzerns (bis 1904).
1889 Innenpolmaschine J 136 je 420 kW für Zentrale Markgrafenstraße der Berliner Elektrizitätswerke.
1889 Dynamo-elektrische Maschine für Handbetrieb IL 1/3 mit 50 V, 3 A oder 25 V, 6 A. Erweiterung der Modellreihe IL und IL 10 und 11.
1889 Umwandlung in eine Kommanditgesellschaft
1890 Werner Siemens übergibt die Leitung der wachsenden Unternehmen seinem Bruder Carl und seinen ältesten Söhnen Arnold und Wilhelm
1890 Inbetriebnahme der elektrischen Straßenbahn in Lichterfelde mit einem Bügelstromabnehmer von Reichel
1890 Die Straßenbahn in Lichterfelde wird anläßlich ihrer Verlängerung von von Stromschienen- auf Oberleitungsbetrieb umgestellt
1890 Das erste firmeneigene technische Büro von Siemens & Halske wird in München eröffnet (vorher: Zusammenarbeit mit Vertreterfirmen)
1890 Modell 0 (1890 - 1894) zur direkten Kupplung an Dampfmaschinen, hauptsächlich für Bordzwecke.
1890 Modell LH (1890 - 1902) als Umgestaltung der H-Maschine mit vergößerten Polflächen. Für große Drehzahlen, mit geblechtem Anker. Leistungen: 5,5 - 30 kW.
1890 Dynamomaschinen Modell IL, nun auch von Modell IL 7 an als Nebenschlußmaschinen, neues kleines Modell IL 1/5, alle Modell IL 1/5 bis IL 11 auch als Elektromotor. 1/5 bis 170 PS, 110 V, 15 bis 9000 kg.
1890 Das E-Modell (elektrische Maschine) kommt heraus
1890 Modell IL 14 mit 230 kW, 150 U/min, Antriebsleistung 300 PS. Erstmals geschlossener, gußeisener Mantel mit 2 x 14 angegossenen Magnetkernen, Ringdurchmesser 2,4 m, Kommutatordurchmesser ca. 1,9 m.
1890 Verbreiterter Innenpol-Generator J 136 mit 767 kW, 260 V, 2950 A, 85 U/min für direkte Ankupplung als größter S&H-Generator für Zentrale Kopenhagen-Gotersgade, Dänemark.
1890 Sechs Innenpolmaschinen J58/34 in Fünfleiterausführung je 81 kW, 540 V, 265 U/min für Kraftwerk Trient, Italien.
1890 Versuchsmaschinen Modell P und Q, letztere für Internationale Elektrotechnische Ausstellung in Frankfurt/M. Unter anderem Modell mit 500 PS bei 100 U/min, 2 kV, 60 Pole und Polrad mit 3,7 m Durchmesser als Innenpolmaschine.
1890 Einrichtung eines technischen Büros von Siemens in Köln
1890 Einrichtung eines technischen Büros von Siemens in Düsseldorf
18.03.1890 Tod von Johann Georg Halske in Berlin
1891 Lieferung einer Dampfmaschine durch G. Kuhn, Stuttgart-Berg.
1891 Der Achteinhalb-Stunden-Normalarbeitstag (50-Stunden-Woche) wird eingeführt
1891 Das mit elektrischem Propellerantrieb versehene Boot "Elektra" wird auf der Internationalen Elektrizitätsausstellung Frankfurt/M. ausgestellt
1891 Motore SK 0,15 - 10 PS (mit Kammlager) und BK (mit Variante AK) 0,2 - 13 PS gegenüber K-Modell zusätzlich noch im Magnetjoch gelagert. (S&H)
1891 Erster Drehstromgenerator Type R, gleichzeitig erster Versuchsdrehstrommotor (mit Kurzschlußanker) von S&H. Äußerer Ring aus Eisenblech, innerer aus Gußeisen oder auch Eisenblech. Polansätze je nach Größe und Umdrehungszahlen. Normalfrequenz 50 Hz. Die Drehstromgenerator-Maschine leistet 40 Prozent mehr als bei Wechselstromschaltung.
1891 Entwicklung des ersten Drehstrom-Kommutatormotors durch H. Görges. Die Rotorwicklung erhält Strom über drehbaren Kommutator von Ständerwicklung zugeführt (Reihenschluß- Schaltung). Übereinstimmung von Läufer- und Ständerfrequenz bei allen Geschwindigkeiten.
1891 Einrichtung eines technischen Büros von Siemens in Mannheim
1891 Einrichtung eines technischen Büros von Siemens in Dresden
1891 Einrichtung eines technischen Büros von Siemens in Hannover
1891 Eine stehende 500-PS-Dampfmaschine der Maschinenfabrik Buckau ist zusammen mit einem Siemens-Generator auf der Internationalen Elektrotechnischen Ausstellung in Frankfurt ausgestellt.
31.08.1891 Vergabe der Siemens & Halske-Bezirksvertretung an die Mannheimer Firma L. Frankl
1892 Mehrpoliger Drehstromgenerator 44.kV mit Innenpolradstern, Träufelwicklung in Nuten eines geblechten Ständereisens von C. Hoffmann und H. Görges.
1892 Es beginnen Versuche im Fabrikhof von Siemens & Halske mit einem Drehstrom-Versuchsfahrzeug mit einem 17,5-kW-Motor. Dieser treibt über ein Schneckengeriebe eine Achse eines zweiachsigen Fahrzeugs mit kastenförmigem Aufbau an. Fahrdrahtspannung 500 - 600 V
1892 Bau der Drehstromzentrale Erding durch Siemens & Halske
1892 Der Versuch von Werner von Siemens, den amerikanischen Markt zu erobern, bleibt erfolglos. Die 1892 in Chicago gegründete Niederlassung "Siemens & Halske Electric Company of America" wird nach wenigen Jahren wieder gelöscht.
1892 9 PS-Motor für elektrischen Antrieb einer Seilförderung.
1892 Bis 1892 Bau von fünf verschiedenen Modellen W, WO, Wl, W2, W3, W6 mit 6 - 27 PS, 500 U/min. Hauptsächlich zur Speisung von Jablochkoff'schen Kerzen.
1892 Zwei Drehstrom-Generatoren R 26/54 je 40 kVA, 3 x 1,5 kV, 750 U/min, 50 Hz mit Spulenwicklungen für erste Drehstrom-Zentrale Erding.
1892 Zwei Wechselstrom-Generatoren Q 43, je 30 kVA, cos phi= 0,8, 500 U/min, 50 Hz für Grosseto a. Ombrone, Italien.
1892 Drehstromgenerator 220 kW, 100 U/min zur Stromversorgung der Dresdener Bahnhöfe.
1892 Asynchronmotore in offener Bauweise mit Schleifringläufer 0, 37 - 15 kW, Modell R. Spulenwicklung im Ständer mit 9 - 12 Nuten je Pol in halbgeschlossenen Nuten, im Läufer eine Spulenwicklung mit Schleifringen. Meist Flüssigkeitsanlasser verwendet. Erster Großeinsatz in Dresdner Bahnhöfen.
1892 Zwei Drehstrom-Generatoren R 26/100 je 99 KVA, 250 V, 750 U/min und zwei Typen R 32/20 je 33 kVA, 250 V, 500 U/min für erste Drehstrom-Dampf-Zentrale in Soden/Taunus von S&H.
1892 AEG und "Siemens & Halske" erwerben gemeinsam die "Akkumulatorenfabrik AG, Hagen"
1892 Einrichtung eines technischen Büros von Siemens in Essen
1892 Einrichtung eines technischen Büros von Siemens in Frankfurt (Main)
06.12.1892 Werner von Siemens stirbt in Charlottenburg
1893 Auf der Weltausstellung in Chicago erregt der Drehstrommotor der Siemens-Versuchslokomotive Aufsehen.
1893 Modell AS, Welle mit Flanschhälfte zum Ankuppeln, Grundplatte und nur 1 Kugellager, hauptsächlich für Schiffe gebaut.
1893 Innenpolmaschine J93 110 V, 1820 A (OBK-Maschine) für Mechanische Weberei C. G. Hoffmann, Neugersdorf. (1936 noch in Betrieb).
1893 Einführung des glatten Zylinderankers nach 0. von Goeben statt des Flachringankers.
1893 Erste Großanlagen mit 280 und 600 Gleichstrom-Webstuhlmotoren von S&H in Sachsen in Betrieb gesetzt.
1893 Siemens & Halske baut mehrere Kraftwerke u.a. in Guatemala (zwei Generatoren R 97/10 je 425 kVA, cos phi= 0,8, 3x350 V, 200 U/min, 50 Hz) und in Mexiko Stadt für 10 kV, sowie in Johannisburg, Südafrika mit 4 Maschinen von je 975 kvA, Transformatoren und 270 km Freileitungen
1893 Generator R 65/32 mit 80 kVA, cos phi = 0,87, 3x120 V, 300 U/min, 50 Hz für Elgoibar-Eibar [Wasserkraftanlage am Deva?]
1893 Drehstrom-Generator DR ?35/40 mit 900 kW, 2000 - 2200 V, 110 U/min für Zentrale Chemnitz.
1893 Mehrpolige Wechselstrom-Außenpolmotoren Modell DM 3 - 300 kW, 1 - 3 kV, auch als Generatoren einsetzbar.
1893 Modelle Dm, z. B. Motor Dm10/15/1500 mit 3,7 kW. Seit 1895 DM. (Asynchronmaschinen)
1893 Kleinmotore für Haus- und Kleinbetrieb (Ventilatoren, Nähmaschinen, Werkbänke u.ä.) Modell H-1/15, ca. 1/30 PS, 110 V, 0,6 A, 1200 U/min.
1894 In Stuttgart wird eine Niederlassung von Siemens & Halske eröffnet.
1894 Das erste elektromechanische Siemens-Stellwerk wird in Prerau (Mähren) auf der Prinz-Ferdinand-Nordbahn in Betrieb genommen
1894 Modell AF 500 mit 500 kW, 600 V, 110 U/min, Antriebsleistung 750 PS bzw. 350 kW, 1500 V, 110 U/min, Antriebsleistung 580 PS. Neue Modellreihe ZH für höhere Spannungen: ZH 6 - 7 von 750 - 3000 V, 6 - 70 kW, 1100 - 400 U/min als Generatoren oder Motoren lieferbar. 36 Stück AF 370 für 2400 A, 100 V, 90 U/min für Elektrolyse, dgl. 7 Stück AF 370 für 540 A, 360 V, 90 V für Elektrolyse nach Spanien geliefert.
1894 Bau eines Gleichstromtransformators IL 6, Maschinen-Nr. 5346 als rotierender Umformer.
1894 Gekapselter Bahnmotor mit Tatzenlager und aufklappbarem Gehäuse, B-Type mit schräg geteiltem Gehäuse, 11 kW Leistung. Später D-Type mit vier schräg liegenden Polen und waagrecht geteiltem Gehäuse.
1894 Fünf Generatoren R 130/90 je 640 kVA cos phi = 0,86, 3 x 450-500 V, 150 U/min, 50 Hz für Wynau, Schweiz.
1894 Drehstrom-Asynchronmotor mit Gegenschaltung.
1894 Webstuhlmotor AF 1/3 mit 1/3 PS, 110 V.
1894 Schachtpumpenmotor AF 19 mit 25 PS, 110 V.
1894 Nach langwierigen Verhandlungen einigen sich die AEG und "Siemens und Halske" darauf, den Vertrag von 1887 aufzuheben. Beiden Unternehmen ist es es nunmehr gestattet, Zentralstationen zu bauen und zu betreiben.
1895 Werners Bruder Carl Siemens wird vom russischen Zaren in den finnischen Adelsstand erhoben.
1895 Modelle EA und LA ersetzen Modell 0 (langsam laufende A-Typen zum direkten Anbau an Dampfmaschinen). Spezialmotore KA für Krupp.
1895 Modellreihe AF 1/20 - 110 für niedrige Spannungen bis 220 V. Modellreihe AFm 1/20 - 110 für mittlere Spannungen von 220 - 1000 V. Motore für gewerbliche Zwecke AF 1/20 - 1 und Modelle H 1/20 - 1/10 für Hausindustrie. Generatoren für Galvanotechnik und Elektrochemie Modelle AG 1/10 - 6 (zweipolig). Für Schiffszwecke: AS 19 - 53. Dynamos und Motoren für Beleuchtung und Antriebe: Modelle H, AF, AFm, AS und ZH von 1/20 - 150 PS, bzw. 1/2 - 110 kW.
1895 Zwei Dynamos AF 1000, 1000 kW, 2 x 110 V für Elektrizitätswerk Hamburg.
1895 26.7. 10.000. Dynamomaschine für 100 kW, 750 PS Antriebsleistung, 120 U/min, 12-poliges AF 500 Modell.
1895 Doppeldynamo A 20.
1895 Drei Generatoren 1 R 195/80 je 960 kVA, 2000 2200 V, 100 U/min für größte Zentrale vor der Jahrhundertwende in Moskau, UdSSR.
1895 Motore mit 1 PS und weniger, für gewerbliche Zwecke und Hausindustrie: Modelle AF 1/20 - 1, normal- und schnellaufend, auch mit Schraubenventilator; Modell H 1/20 - 1/10 auch in Verbindung mit Mauer- und Tischventilator. Poliermotor für Goldschmuck-Industrie gesetzlich geschützt.
Ab 1895 Es entstehen die ersten konkreten Pläne, die Chiemseebahn von Dampf- auf Elektrobetrieb umzustellen. Siemens & Halske in Berlin fertigt Skizzen zum Umbau der Personenwagen in elektrische Triebwagen.
1895 Einrichtung eines technischen Büros von Siemens in Stuttgart
1896 Zwei Dynamomaschinen UA 22/43 je 65 kW, 680 U/min, 220 - 280 V für größte Leuchtgas-Motoren-Zentrale in Deutschland, Greiz i. Vogtland.
1896 Doppelschlußmotor 90 PS für Förderhaspelantrieb.
1896 Doppelankermotor mit zwei getrennten Wicklungen, 26 PS, 110 1 V, 680 U/min und 13 PS, 110 V, 340 U/min. Feldregelung zur Drehzaherhöhung um 15 % und Hauptstromregelung zur Drehzahlverminderung bis auf 50 %, als Antrieb eines Kalanders in einer Papierfabrik.
1896 Beleuchtungswagen mit Scheinwerfer und Dynamo Modell TL (Transportabel): TL 3/4 -_J2, 100 - 1500 V, 0,8 - 12 kW, 1400 - 700 U/min. Erweiterung der AF-Modellreihe AF 130 - 580.
1896 Ein- und mehrphasige Vorlegemotore mit Reibungs- und hydraulischer Kupplung 0,18 - 0,36 kW mit Käfigläufer und 0,7 - 15 kW mit Schleifringläufer.
1896 Die letzten vertraglichen Bindungen zwischen AEG und "Siemens & Halske" werden gelöst. Die Unternehmen stehen nunmehr auf allen Gebieten der Elektrotechnik im Wettbewerb.
24.03.1896 Die Firma Siemens & Halske erhält ein halbes Jahr nach der Entdeckung der X-Strahlen (Röntgenstrahlen) durch Wilhelm Conrad Röntgen ein erstes Patent (DRP 91028) auf eine für medizinische Zwecke bestimmte Röntgenröhre mit regulierbarem Vakuum.
05.1896 Von Siemens wird die Untergrund-Bahn Budapest (als erste auf dem europäischen Kontinent) nach nur zweijähriger Bauzeit eröffnet. Sie befördert im ersten Jahr mehr als 4 Millionen Fahrgäste.
1897 Arnold von Siemens wird Vorsitzender der in eine Aktiengesellschaft umgewandelten Gesamtfirma Siemens AG.
1897 Lieferung einer Dampfmaschine durch G. Kuhn, Stuttgart-Berg.
1897-1900 Siemens führt Versuche mit Drehstrom auf einer 1,8 km langen elektrischen Versuchsbahn zwischen Groß Lichterfelde und Zehlendorf mit Betriebsspannungen von 750 V, 2000 V und 10.000 V bie 45 Hz durch
1897 Kauf eines Grundstücks von 210.000 qm zwischen Spandau und Charlottenburg, ein unerschlossenes Gelände auf den Nonnenwiesen
1897 Modell FA (2-polig, 0,25 - 3,5 PS) und Modell UA
1897 Motoren für veränderliche Geschwindigkeit durch Nebenschlußregulierung: Modell AF 1 - 110 bei Dauerbetrieb für dreifache Drehzahl steigerung, Modell AF 1 - 110 bei vorübergehenden Betrieb für vierfache Drehzahlsteigerung, dgl. für Modell Aft 1 - 110. Leistungssteigerung bei vorübergehendem Betrieb (ohne Zeitangabe) i a. 4 %. Dynamomaschine AF 500 für 120 U/min
1897 Motor 3,2 kW, 110 Vf 1070 U/min, für Fräsantriebe.
1897 10 Generatoren je 1650 kVA, cos phi = 0,98, 11 kV, 187 U/min, 50 Hz für Vizzola, Italien.
1897 Regelbarer Motor 4,3 PS für Senkrecht-Fräsmaschine in Sonderbauart.
1897 Einrichtung eines technischen Büros von Siemens in Dortmund
1897 Einrichtung eines technischen Büros von Siemens in Leipzig
18.06.1897 Umwandlung der seit 1847 bestehenden Firma "Siemens & Halske" (seit 1889 Kommanditgesellschaft) in eine Aktiengesellschaft mit Unterstützung des Direktors der Deutschen Bank, Georg von Siemens, eines Neffen von Werner von Siemens. Der Seniorchef Carl von Siemens wird deren erster Vorsitzender. Das Kapital beträgt 35 Millionen Mark, wobei die Aktien fast ausschließlich im Besitz der Familie sind.
12.10.1897 Die Familie Siemens stiftet einen namhaften Betrag für das Stammkapital der Pensions-, Witwen- und Waisenkasse
1898 Auf Anregung von Wilhelm v. Siemens Bau von Versuchsmaschinen mit Wendepolen (seit 1884 bekannt) zur Löschung der Selbstinduktion der Spulen: Verhinderung von Bürstenfeuer. Einführung 1903 zunächst bei hochbeanspruchten Großmaschinen.
1898 Der Bau von Akkumulator-Fahrzeugen wird ins Fertigungsprogramm aufgenommen
1898 Modell GA mit 4 - 11 kW ersetzt A-Modell.
1898 Papiermaschinenantrieb mit Einankermotor unter Anschluß an ein Gleichstrom-Dreileiternetz, 1:4 regelbar.
1898 Größte J-Maschine (800 kW, 750 V) mit besonderem Kommutator für Kraftwerk der Berliner Hochbahn. (S&H)
1898 Modelle 1 AF 1130 - 800 für 130 - 800 kW, 370 90 U/min, 6,1 - 47 t als Generatoren. Desgl. als Motor für 196 - 1110 PS. Für verschiedene Bauformen lieferbar.
1898 6 Generatoren je 1l00 kVA, cos phi = 1, 5 kV, 150 U/min, 45 Hz für Hafslund, Norwegen.
1898 Einrichtung eines technischen Büros von Siemens in Hamburg
1899 Carl Friedrich von Siemens tritt bei Siemens & Halske ein
1899 Zur ökonomischen Verwertung und weiteren Erforschung des Cyanamids gründet Caro zusammen mit Adolph Frank, Dr. F. Rothe, der Deutschen Bank, Siemens & Halske sowie der Deutschen Gold- und Silber-Scheideanstalt vormals Roessler Frankfurt, die "Cyanidgesellschaft mbH".
1899 Modellreihe A 165 - 900: als Generatoren 370 - 100 U/min, 243 - 1315 PS Aufnahmeleistung; als Motoren 230 - 1200 PS, geringste Drehzahl bei 700 V Erregerspannung: 320 - 25 U/min.
1899 Motore für 3-Motoren-Krane: AK (AF) 1 - 10 bzw. AKm (AFm) 1 - 10 (zweipolig), K (A) 15 - 70 bzw. Km (Am) 15 - 70. Als Serien- und Nebenschlußmotore.
1899 GM-Motore 0,01 - 1,5 PS, Kleinmotore mit hohem Wirkungsgrad ersetzen A-Motore. Zweipoliges, gegossenes Magnetgestell, Anker aus genuteten Blechen mit Schablonenwicklung.
1899 Gleichstrommaschine Modell GA (groß).
01.07.1899 Ab Mitte 1899 finden bei Siemens unter der Leitung von W. Reichel Drehstrom-Bahnversuche an einem zweichachsigen Versuchsfahrzeug durchgeführt, das 1900 einen Lokomotivkasten mit Mittelführerstand bekommt. G= 16 t, P= 44,1 kW bei 650 V, 295 kW bei 850 V, v= 40 - 60 km/h, je nach Getriebe
08.1899 Das Kabelwerk Westend wird als erstes Fabrikgebäude am Nonnendamm gebaut, und die Produktion wird im August aufgenommen
1900 Auf der Weltausstellung in Paris erhalten Siemens-Exponate zahlreiche Grand Prix und Goldmedaillen.
1900 Bisher 6067 Bahnmotore bei S&H gebaut.
1900 Generatoren Modelle A 1/5 - 140, Modelle S 2 1/2 - 140 und Modelle ZH 6 - 75.
1900 Neue Modellreihe N zum Antrieb von Druckpressen (Niedrigumdrehung). Modelle N 5 - 100, 0,9 41 PS, 220 V, 150 U/min. Desgl. Modell Vs 5
1900 Dynamomaschine A 900 750 kW, 500 V> 1500 A, 14-polig, 45 t für Pariser Weltausstellung.
1900 Erste Herstellung von Kupfer-Kohlebürsten.
1900 Selbsttätige Bürstenumstellung in die funkenfreie Lage bei Umkehrmotoren (DRP 107 446 v. 13.4.1899).
1900 Generatoren Modell BA. Ersetzen große GA-Modelle
1900 Beleuchtungswagen mit Dynamo AF 12 als Kompoundmaschine 90 A, 80 V, 500 U/min, zweipolig, dgl. mit AF 10 70 A, 80 V, 500 U/min.
1900 Generatoren Modell DG, z. B. DG66/40 850 kVA, 50 Hz. Ab 1901 auch MDG.
1900 Mehrpoliger Drehstromgenerator 900 kVA, 5 kV. Innenpolmaschine mit Einzelerregerspulen, Ständer-Träufelwicklung in Rundnuten, zweiteiliges Gehäuse und Polrad.
1900 Größter Synchrongenerator der Welt 2 MW, 2,2 kV auf Pariser Weltausstellung.
1900 Zwei Generatoren je 2,5 MVA, cos phi= 0,88, 5,5 kV, 50 Hz für Kykkelsrud, Norwegen.
1900 Mehrpolige Asnchronmotore 10 - 370 kW, auch für Hochspannung bis 5 kV.
1900 Motor für Kran des Hamburger Freihafens.
1900 Neues Modell U 1/10 mit 0,0f5 PS, 110 V, 0,12 PS-Aufnahme, 1800 U/min, normallaufend, 5 A, 25 kg; 0,07 PS, 110 V, 0,14 PS-Aufnahme, 2000 U/min, schnellaufend, 6 A.
1900 Beginn der Entwicklung von sog. Kleinmotoren (1,5 kW bis wenige Watt) in zweipoliger Ausführung in besonderer Abteilung. Modelle BA ersetzen große GA-Maschinen.
1900 Aufgrund einer Ausschreibung für den Bau der elektrischen Einrichtungen und der Stromversorgung für die Mannheimer Straßenbahn (um 1900) machen die Firmen Siemens & Halske in Berlin und Brown, Boveri & Cie. in Mannheim das Rennen. Sie schließen sich zu einem Konsortium zusammen und liefern die Wagen samt elektrischer Einrichtung, bauen die Oberleitung und errichten das Umformerwerk in der Keplerstraße. Die Männer des städtischen Tiefbauamtes verlegen die neuen Schienen, die von der Firma Georgsmarienhütte und Bergwerks-Verein in Osnabrück geliefert werden, überwiegend als zweigleisige Strecken.
1901 Carl Friedrich von Siemens wird die Starkstromabteilung der "Siemens Brothers & Co." in London bis 1908 übertragen.
1901 A. R. Frank und H. Freudenberg schlagen das neu entdeckte Calciumcyanamid unter dem Namen "Kalkstickstoff" als Düngemittel vor. Ein diesem Vorschlag entsprechender, "streng vertraulicher" Brief des Vaters Adolph Frank an die Gesellschafter-Firma "Siemens & Halske", Berlin stellt also die "Geburtsurkunde" des Kalkstickstoffs dar.
1901 Entwicklung der Pupinspule
1901 Vorlegemotore A 1/3 - 20, regelbare Nebenschlußmotore A 1 1/2 - 85 für Regelbereich 1 : 2. Größte Gleichstrommaschine A 1750. Modell V (vielpolig) als Serien- oder Nebenschlußmaschine: V 4 - 14, als Generator 2,4 - 87,5 kW, als Motor 3,1 - 127 PS.
1901 Dynamomaschinen AF 500 mit vertikaler Welle 500 kW, 300 V, 120 U/min, desgl. AF 580 580 kW, 300 V, 111 U/min für Wasserturbinen-Antrieb.
1901 Gleichstrommaschinen Modelle GM, PGM, UPGM und ZGM (kleine, 2-polig) ersetzen alle BA- und GA-Maschinen.
1901 Verstärkter Walzwerksmotor 420 PS, 350 - 450 U/min für Antrieb einer Trioschnellstraße des Peiner Walzwerks.
1901 Modell AF 7 mit senkrechtem Spannschlitten.
1901 Motor für Gesteinsbohrmaschine: Modell AKm 2 mit 2 PS, 110 V, 1450 U/min.
1901 Erster Drehstrom-Turbogenerator: 2-polige Außenpolmaschine, 170 kW, 3000 U/min, 575 V, 50 Hz.
1901 Motore mit Kurzschließ- und Bürstenabhebevorrichtung, erster polumschaltbarer Motor für 750/375 U/min
1901 Torpedomotore ZH 6 und ZH 75 für schwedische Kriegsmarine.
1901 Bohrmotor J 1 mit ca. 3 PS für Drehbohrmaschine, Type T und Diamantbohrmaschine Type
1901 Säulen-Drehbohrmaschine mit 2 PS-Motor.
1901 Fahrbarer Luftkompressor von 210 U/min mit Motor A 1 1/2, 2 PS, 1200 U/min.
1901 Windenwerksmotor für Speise- und Aktenaufzüge.
1901 Munitions- und Kohlenwinden-Motor für Kriegsschiffe.
1901 Lafettenmotor AF 10, vierpolig, geschlossen.
1901 Kranmotor K 9 mit Ventilation und zwei Rohrleitungen, 6,9 PS dauernd, 110 V, 1050 U/min. Desgl. Kranmotore K 4 1 1 5 PS, 1160 U/min und K 11 4,5 PS, 960 U/min.
1901 Kleinmotor L für 0,04 PS.
1902 System Ilgner-S&H (Gleichstrommaschine mit (Schwungrad seit 1891) wird durch Köttgen in den Betrieb von Hauptschachtfördermaschinen eingeführt. System Ilgner mit Leonard-Umformer wird für Nutzlasten bis 5600 kg und Teufen bis 500 m eingesetzt. Erste große Doppel Wendepolmaschine für Bergwerksbetrieb Zeche Zollern II mit 2 x 990 kW Spitzenleistung, 300/345 U/min; 1903 in Betrieb genommen.
1902 Gleichstrom-Automobilmotor mit gekapseltem Zahnrad-Vorgelege, Bandbremse und Differentialgetriebe nebst Fahrschalter und kombiniertem Strom-Spannungsmesser.
1902 Fördermaschine mit Zu- und Gegenschaltung für Ausstellung Düsseldorf.
1902 Modell SGM ersetzt EA- und LA-Maschinen (GM- Maschine für Schiffszwecke).
1902 Nebenschlußmotor A 1/10 1,4 A, 110 V, 2430 U/min zum Antrieb von Butterzentrifugen.
1902 Modell B_i als Dynamo 8,5 kW, 110 V, 1250 U/min, als Motor 10,2 PS, 110 V, 1050 U/min. Modelle Ac 165 - 900 als Dynamos 200 - 1090 kW, als Motore 280 - 1530 PS.
1902 Papiermaschinenantrieb mit Zu- und Gegenschaltung, 1 : 8 bis 1 : 10 regelbar, für Papierfabrik Nokia, Finnland.
1902 Fördermotor AF 200, 500 V, 115 U/min, 6-polig.
1902 Verwendung von Gleichstrommaschinen als "Ausgleichsmaschinen" (D.R.P.) in Parallelschaltung mit Batteriengruppen zu deren gleichmäßigen Ausnützung (Düsseldorfer Ausstellung 1902).
1902 Elektrische Handbohrmaschinen Modelle HBU, HBS, HBL für 65 - 110 V, 200 - 1500 U/min.
1902 Motore Modelle G, U, A, ZH, GK, GKm und Km. Leistungen von 0,065 PS - 220 PS. Gekapselte und offene Ausführungen. Alle G-Modelle mit Bügellager, alle K-Modelle mit Schildlager, Generatoren Modelle U, G, At GS, S und ZH. Leistungen von 0,08 - 154 kW.
1902 Modelle U 1/10 als Generatoren: 0,08 - 0,11 kW, 2 - 20 V, 0,2 - 0,25 PS, 2000 U/min, 25 kg.
1902 Elektrischer Handbohrapparat.
1902 Fahrbarer, elektrisch angetriebener Kompressor für Luft- und Stoßbohrmaschine.
1902 Die Kölner Firma Helios wird zum Sanierungsfall. AEG und "Siemens & Halske" kaufen sie gemeinsam auf und legen sie still.
17.02.1902 Seit dem 17. Juni wird auf der Militärbahn Marienfelde-Zossen durch die "Studiengesellschaft für elektrische Schnellbahnen" die Siemens-Lokomotive, Achsfolge (1A)(A1) mit 676 kW erprobt.
13.11.1902 Siemens & Halske gründen ein Installationsbüro in Braunschweig am Wilhelmsplatz (heute Domplatz). Das Büro ist ein Unterbüro und zur Unterstützung der Hauptgeschäftsstelle in Magdeburg eingerichtet worden. Das Hauptaufgabengebiet ist die Installation von Lichtanlagen. Damit ist erstmals ein eigenständiges Siemens-Büro in Braunschweig ansässig.
1903 Die "Elektrizitäts-AG vorm. Schuckert & Co." und "Siemens & Halske" gründen die "Siemens-Schuckertwerke"
1903 Einführung der Tantallampe
1903 Bau des Drehstrom-Schnelltriebwagens für die Fahrten auf der Militärbahn Marienfelde-Zossen
1903 Das Installationsbüro von Siemens & Halske zieht gemeinsam mit einem neugegründeten Büro der Siemens-Schuckertwerke an den Bruchtorwall in Braunschweig.
1903 Zusammen mit der AEG gemeinsame Gründung der "Gesellschaft für drahtlose Telegraphie mbH". Das Unternehmen arbeitet zunächst als Entwicklungs- und Vertriebsgesellschaft, produziert wird in den Fabriken der Eigentümer.
23.03.1903 Die Starkstromproduktion der "Siemens & Halske" und der "Elektrizitäts-Aktiengesellschaft vorm. Schuckert & Co." wird in der "Siemens-Schuckert Werke GmbH" zusammengefaßt.
25.11.1903 Der Siemens-Versuchstriebwagen erreicht auf der Militärbahn Marienfelde-Zossen bei Geschwindigkeitsversuchen der "Studiengesellschaft für elektrische Schnellbahnen" eine Geschwindigkeit von 210,2 km/h
1904 Die Rheinischen Schuckertwerke entstehen
1904 Es beginnen Versuche, auf den Guttaperchakabeln auch den Betrieb mit Schnelltelegraphen (Murray, Baudot und Siemens) zu ermöglichen. Besondere Maßnahmen (Anwendung des Doppelstroms, Relais mit geringeren Wicklungswiderständen, Unterteilung der Kabel durch Übertragungen in Abschnitte von rd. 250 km Länge) ermöglichen im Zusammenhange mit der beschriebenen Verbesserung des Zustandes der Kabel schließlich die dauernde Einführung von Schnelltelegraphen, sogar im Gegensprechbetrieb.
1904 Carl von Siemens tritt als Vorsitzender des Aufsichtsrats von Siemens & Halske zurück. Arnold von Siemens wird sein Nachfolger
1905 Die Tantallampe (erste erfolgreiche Metallfadenlampe) geht in Serienfertigung
01.01.1905 Eröffnung der von Siemens & Halske elektrisch ausgerüsteten Vollbahn Murnau-Oberammergau der Lokalbahn Aktiengesellschaft mit Einphasenwechselstrom
1905 Bau des Wernerwerks für die Schwachstromtechnik
1905 Inbetriebnahme des Bahnhofs "Fürstenbrunn" an der Berlin-Lehrter Eisenbahn für die Erschließung der neuen Fabriken am Nonnendamm
1905 Siemens sucht den Kontakt zum Konkurrenten "Westinghouse" und schließt einen Vertrag zur weltweiten Marktaufteilung.
1906 Heinrich von Buol geht zu Siemens & Halske nach Berlin
1906 Errichtung der Fabriken am Nonnendamm für den Großmaschinenbau
1906 Schaffung einer Werksbücherei
1906 Der erste Siemens-Staubsauger "Entstaubungspumpe" genannt, kommt auf den Markt. Es ist ein fahrbares, drei Zentner schweres Pumpenaggregat auf einem Schlitten mit vorgeschaltetem Wasserfilter
1906 Mit dem Physikalisch-Chemischen Laboratorium wird auf dem Gelände der späteren Siemensstadt das erste zentrale Forschungslabor eingerichtet.
21.03.1906 Tod von Carl von Siemens in Menton
1907 Entwicklung des Doppelanker-Walzenzugsmotors
1907 Das Siemens-Archiv wird in Berlin gegündet.
1908 Gründung der Betriebskrankenkasse
1908 Gründung der "Zentralverwaltung Übersee", die aus dem "Exportbüro" hervorgeht. Sie wird durch Carl Friedrich von Siemens geleitet
1909 Geburtsstunde des Technischen Büros Mannheim
1909 Das erste automatische Großstadt-Fernsprechamt (mit Strowger-Wählern) wird in München-Schwabing in Betrieb genommen
1910 Das neuerbaute Erholungsheim Ettershaus in Bad Harzburg für Siemens-Mitarbeiter wird eröffnet
1911 Bau eines unstarren Luftschiffs und einer drehbaren Luftschiffhalle
1911 Ozonwasserwerke St. Petersburg und Paris
27.05.1911 Gründung der "Hamburger Hochbahn AG" zusammen mit der AEG
1912 Siemens-Schnelltelegraph
1912 Siemens nimmt das pupinisierte "Rheinland Fernsprechkabel" zwischen Berlin und Köln in Angriff (1921 eröffnet). Es gilt mit seiner Länge von 600 km als Vorläufer des europäischen Fernssprechnetzes.
1912 Siemens & Halske, die AEG, Felten & Guilleaume und Telefunken übernehmen die Rechte an der von Lieben erfundenen Verstärkerröhre und bilden das Lieben-Konsortium
1913 Mannheim wird selbständiges Hauptbüro
1913 Die Verwaltung folgt in die eigene "Werk-Stadt" am Nordwestrande Berlins (Siemensstadt),
1913 Die Kolonie am Nonnendamm erhält den offiziellen Namen "Siemensstadt" [oder 1914]
1915 Heinrich von Buol wird Leiter der Abteilung drahtlose Telegraphie und Messgeräte bei Siemens & Halske.
1915 Einsatz von elektrischen Lokomotiven von Siemens auf der Riksgränsenbahn Kiruna-Narvik für den Erztransport
1916 C. D. Harries wird Aufsichtsratsmitglied und Leiter des wissenschaftlichen Zentrallaboratoriums bei Siemens & Halske
1916 Siemens-Ring-Stiftung
1916 W. Schottky entwickelt die Lieben-Röhre zur Schutznetz-Verstärkerröhre weiter
13.12.1916 Zum 100. Geburtstag von Werner von Siemens wird in Goslar das historische Siemens-Haus zurückgekauft. Fortan kommt die Familie des Firmengründers dort alle drei Jahre zu einem Treffen zusammen.
1917 Heinrich von Buol erhält Prokura bei Siemens & Halske.
1917 Der Uhrturm in Siemensstadt (70 m Höhe) wird erbaut. Entwurf von H. Hertlein
1918 Wilhelm von Siemens übernimmt den Vorsitz des Aufsichtsrats
1918 Die Großfunkstation Nauen sendet um die Erde
29.04.1918 Tod von Arnold von Siemens in Berlin
1919 Carl Friedrich von Siemens wird Vorsitzender der Aufsichtsräte der "Siemens & Halske AG"
1919 Siemens gründet zuammen mit anderen Elektrofirmen die Osram GmbH
1919 Gründung der Osram GmbH KG durch Siemens & Halske, die AEG und die Deutsche Gasglühlicht AG (Auer-Gesellschaft)
1919 Carl Friedrich von Siemens wird Vorsitzender der Aufsichtsräte von S & H und SSW
1919 Einrichtung der sozialpolitischen Abteilung
04.1919 Eröffnung eines reinen Siemens-Schuckertwerke-Büros in Braunschweig am Einhornhaus in der Münzstraße 9. Die Abwicklung des Siemens & Halske-Geschäfts und der Einsatz von Monteuren erfolgt ausschließlich vom Hauptbüro Magdeburg.
1920-1922 Siemens baut für die Reichsbahndirektion das gesamte Fernsprechnetz aus.
1920 Siemens & Halske entwickeln ein Sechsfachgerät für Wechselstromtelegraphie (WT) und erproben die WT zwischen Berlin und Braunschweig.
1920 Das Haus Siemens geht mit der Stinnes-Gruppe für einige Jahre eine Interessensgemeinschaft ein: Siemens-Rheinelbe-Schuckert-Union
1920 Gründung der Siemens-Tochtergesllschaft "Gesellschaft für elektrische Apparate GmbH" (Gelap); seit 1933 unter der Firma "Siemens Apparate und Maschinen GmbH"
1920 Die AEG, "Siemens & Halske" und die "Deutsche Gasglühlicht-A.-G. (Auer-Gesellschaft)" sehen sich zum Kampf gegen ausländische Konkurrenz veranlaßt, ihre Glühlampenfertigung zusammenzulegen und gemeinsam die "Osram GmbH KG" (Abkürzung Osram, zusammengesetzt aus den Worten Osmium und Wolfram) zu gründen. Dabei sichert sich die AEG auf Fabrikation und Geschäftsführung einen hinreichenden Einfluß. - Der Zusammenschluß führt schon bald zu positiven Ergebnissen: Osram steigt nicht nur zum führenden europäischen Glühlampenhersteller auf.
1921 Heinrich von Buol wird Leiter des Meßwerks bei Siemens & Halske mit den Abteilungen elektrische und wärmetechnische Meßgeräte, wobei ihn die Röntgentechnik am meisten fasziniert.
1921 Sportvereinigung Siemens
1921 Gründung der Siemens-Tochtergesellschaft "Siemens Bauunion GmbH"
1921 Fertigstellung des Rheinland-Fernsprechkabels Berlin-Köln (im Bau seit 1912), eines Vorläufers des euroäischen Fernkabelnetzes
1921 Beginn des Baues der Werkssiedlung am Rohrdamm in Siemensstadt, wo bis 1929 insgesamt 1.500 Ein- und Mehrfamilienhäuser teils von der Firma selbst, teils mit Firmenbeteiligung durch unabhängige Bauvereine errichtet werden.
1921 Fertigstellung des Rheinland-Fernsprechkabels Berlin-Köln (im Bau seit 1912)
1922 Für erholungsbedürftige Kinder von Siemens-Mitarbeitern wird in Neuhof bei Heringsdorf das Eleonorenheim eröffnet
1922 Kauf der schwerizerischen "Protos AG" und Umfirmierung in "Telefonwerke Albisrieden"
1923 Gründung der japanischen Siemens-Tochtergesellschaft Fusi Denki Seizo K. K. in Tokio
1923 Aufnahme der Produktion von Rundfunk-Röhrenempfängern
1923 Erprobung des ersten automatischen Fernamts mit automatischer Gebührenerfassung in der Netzgruppe Weilheim durch Siemens & Halske
24.06.1923 Siemens bezieht das Domizil, das Siemenshaus in Mannheim, N7
29.07.1923 Das erste automatische Telefonnetz der Schweiz in Lausanne geht in Betrieb. Es ist von Siemens & Halske gebaut und mit Strowger-Wählern ausgestattet
1924 Gründung der Tochtergesellschaft "Berliner Einheitszeit GmbH"
1924 Fertigung des ersten tragbaren Ventilator-Staubsaugers und Einrichtung der Fließmontage für den Staubsauger "Protos"; sie gilt als "Fließarbeit in höchster Vollendung". Es ist bald möglich, 125 Staubsauger pro Tag zu montieren.
1924 Der "Siemens-D-Zug", ein dreistufiges Röhrenradio mit Trichterlautsprecher, wird auf der ersten Großen Deutschen Funksausstellung in Berlin vorgestellt
1924 Siemens & Halske eröffnet im Gebäude des Technischen Büros der Siemens-Schuckertwerke in der Münzstraße 9 ein eigenes Installationsbüro mit zwei Obermonteuren und zwei Monteuren.
09.02.1924 Die Sechsfach-Wechselstromtelegraphie von Siemens & Halske wird zwischen Berlin und Frankfurt (Main) in Betrieb genommen.
1925 Die Siemens-Reiniger-Werke entstehen aus der Verschmelzung der elektromedizinischen Abteilung von Siemens & Halske und der alten Erlanger Spezialfirma Reiniger, Gebbert & Schall
1925 Gründung der Tochtergesellschaft von Siemens und der Erlanger Firma Reiniger, Gebbert & Schall "Siemens-Reiniger-Veifa Gesellschaft für medizinische Technik mbH", zunächst als Vertriebsgemeinschaft (Vorläufer der Siemens-Reiniger-Werke AG, diese ab 1932)
1925 Im Auftrage der Stadt Braunschweig errichtet Siemens & Halske eine öffentliche Uhrenanlage und kann deswegen weitere Monteure einstellen.
1926 Bau der ersten Lichtsignalanlage Deutschlands auf dem Potsdamer Platz in Berlin (als "Verkehrsturm")
1926 Einführung der induktiven Zugbeeinflussung "Indusi" nach dem Dreifrequenz-Resonanzsystem
1926 Aufnahme von RM 4.904.550,00 (ursprünglich $ 12.000.000,00) Gold-Debentures, ausgestattet mit 6,5 % festen Zinsen und einer bis 1936 (für das Geschäftsjahr 1934/35) befristeten Zusatzverzinsung von einem Drittel des Prozentsatzes, um den die Durchschnittsverzinsung des dividendenberechtigten Gesamtkapitals der S & H und der Siemens-Schuckertwerke Aktiengesellschaft den Satz von 7 % übersteigt. Zinstermine: 1. März, 1. September. Planmäßige Tilgung bis 1. September 1951 durch Bildung eines Sinking Fund mit jährlich 3 % des ausgegebenen Höchstbetrages ist der Marktpreis der Obligationen nach den Feststellungen des Fiscal Agent in New York 101 % oder darüber, so sind dem Sinking Fund nur 20 % des planmäßig vorgesehenen Betrages zu überweisen.
1926 Übernahme der Aktienmehrheit an "Reiniger, Gebbert & Schall" in Erlangen [vergl. 1925]
28.08.1926 Versuche mit Unterlagerungstelegraphie (UT) von Siemens & Halske zwischen Berlin und Magdeburg beginnen.
1927 Bildtelegraphensystem Siemens-Karolus-Telefunken
1927 Die Produktion in den vormaligen Isaria-Zählerwerken in der Münchener Hofmannstraße wird die Produktion auf nachrichtentechnische Erzeugnisse umgestellt.
12.1927 Es kommen die ersten endgültigen Anlagen zur Telegraphie-Übertragung auf Doppeladern von Siemens & Halske im Dezember 1927 zwischen Berlin und Hamburg in Betrieb. Allmählich werden fast sämtliche Fernkabellinien mit Einrichtungen für Unterlagerungstelegraphie ausgerüstet.
1928 Die Fabrik für Kohlefabrikate der "Gebr. Siemens & Co." in Berlin wird mit dem oberschlesischen Betrieb der Rütgerswerke zusammengetan und in die Siemens-Planiawerke als Tochtergesesellschaft verwandelt
1928 Das Schaltwerk-Hochhaus in Siemensstadt wird gebaut
1928 Gründung der Tochtergesellschaft "Vereinigte Eisenbahn-Signalwerke GmbH" (VES) durch Zusammenlegung der 1917 gegründeten Deutschen Eisenbahnsignalwerke AG 1926 mit der Signalbauanstalt Max Jüdel AG (Braunschweig) und 1928 mit dem Blockwerk von Siemens & Halske sowie der Signalbauanstalt der AEG (seit 1941 im Alleinbesitz von Siemens)
1928 Die "Klangfilm GmbH" wird als Tochtergesellschaft von Siemens gegründet
1928 Bau des "Protos-Turbo-Waschers", eine nicht beheizbare Trommelwaschmaschine mit Schleuder. Preis: 650 RM
10.1928 Übernahme der Isaria Zählerwerke AG (seit Mai bei SSW)
01.1929 Auch die Allgemeine Elektrizitätsgesellschaft und die C. Lorenz A.G. bauen Wechselstromgeräte. Siemens & Halske erweiterten ihr Gerät 9125 zum Zwölffachgerät; auf der Sendeseite werden die Röhrensender dabei durch Wechselstrommaschinen (Tonräder) mit Siebketten ersetzt. Die ersten Versuche mit diesem Gerät wurden im Juni und Juli 1928 zwischen Berlin und Frankfurt (Main) ausgeführt, im Januar 1929 wird es dauernd eingeführt und bald werden weitere Geräte beschafft.
1929 Automatischer Fernschreib-Betrieb im internen Siemens-Netz (grundlegend für das spätere deutsche Telex-Netz)
1930 Aufnahme von $ 600.400,00 = RM 2.521.680,00 (ursprünglich 14.000.000,00) Gold-Debentures. Verzinslich mit einem Zinssatz, der sich zum jeweiligen Dividendensatz der Stammaktien der Siemens & Halske A. G. wie Abschnitt) 2000 zu 700 verhält, jedoch mit mindestens 6%. Zinstermin: 1. April jährlich). Kündigungsrecht der Gläubiger zum Nennwert vom Jahre 2005 an auf jeden Zinstermin bis zur endgültigen Fälligkeit der Anleihe im Jahre 2930. Für den Fall der Kündigung durch die Gesellschaft, die bis zum Jahre 1942 ausgeschlossen bleibt, nach diesem Zeitpunkt jedoch zu jedem Zinstermin im ganzen oder in Teilbeträgen von mindestens 2.000.000,00 zulässig ist, haben die Gläubiger Anspruch auf einen Rückzahlungspreis, der dem Durchschnittskurs der Debentures an der New-Yorker Börse in den der Kündigung vorangehenden sechs. Kalendermonaten entspricht, mindestens jedoch auf Rückzahlung zum Ausgabepreis zuzüglich einer Prämie von 15 %, die sich mit der Laufzeit verringert und nach dem 1. April 1960 fortfällt. Die Schuldverschreibungen sind zum Handel an den Börsen zu Boston und Amsterdam zugelassen.
1930 Aufnahme von RM 10.000.000,00 Teilschuldverschreibungen auf Feingoldbasis. Verzinslich mit einem Zinssatz, der sich zum jeweiligen Dividendensatz der Stammaktien der Siemens & Halske A. G. wie 2000 zu 700 verhält, Abschnitt) jedoch mit mindestens 6%. Zins und Zusatzzins zahlbar am 1. April jeden Jahres (erstmalig am 1. April 1931). Kündigungsrecht der Gläubiger erstmalig zum I.April 2005, Kündigungsrecht für die Schuldnerin vom 2. April 1942 an für den Gesamtbetrag oder für Teilbeträge von mindestens RM 2000000; Einlösung bei Kündigung durch die Gläubiger zum Nennwert, bei Kündigung durch die Schuldnerin zu einem sechsmonatigen Durchschnittskurs, jedoch mindestens zum Ausgabekurs von 175 9/o zuzüglich einer Prämie von 15 %, die sich mit der Laufzeit verringert und nach dem 1. April 1960 fortfällt. Diese Teilschuldverschreibungen sind - ebenso wie der amerikanische Abschnitt von $ 14.000.000,00 - auf Grund des Beschlusses des Aufsichtsrates vom 21. März 1930 ausgegeben worden. Die Generalversammlung vom 21. März 1930 hat von der Emission nachträglich zustimmend Kenntnis genommen. Die Teilschuldverschreibungen werden durch Vermittlung der Deutschen Bank in Berlin und den Inhabern der Stammaktien derart zum Bezuge angeboten, daß auf je RM 7.000,00 «Stammaktie» RM 700,00 Teilschuldverschreibungen zum Kurse von 175 % unter Abzug von RM 1,05 für je RM 100,00 als Abfindung für anteilige Zinsen und Zusatzzinsen bis 31. März 1930 bezogen werden können.
1930 Gründung der Zentralstelle der Technischen Büros in Berlin
1931 Verhandlungen von der AEG und der Siemens & Halske wegen der Übernahme der Maffei-Schwartzkopff-Werke
1931 Der erste "flüsternde" Protos-Super-Topfstaubsauger für höhere Ansprüche kommt auf den Markt. Er hat eine wesentlich höhere Saugleistung und wird vor allem in Hotels, Gaststätten und anderen gewerblichen Betrieben eingesetzt.
1931 Schwingankermotor für Protos-Kaffeemühle.
1931 Lichtanlaßmaschine für Kraftfahrzeuge.
01.04.1931 Erwerb von 50 % des Aktienkapitals der Norddeutschen Seekabelwerke in Nordenham. Die Seekabel-Belange von Siemens und Felten & Guilleaume werden in Nordenham vereinigt.
1932 Der Siemens-Konzern bringt die sogenannte "Sirama", die Siemens-Rasiermaschine, mit Erfolg auf den Markt.
1932 Siemens & Halske verlegt die größten Teil ihrer Medizintechnik-Produktion nach Erlangen. Die Neugründung heißt "Siemens-Reiniger-Werke AG" mit Sitz in Berlin und Fabrikationszentrum in Erlangen.
1932 Der "Protos-Kraftwascher" (Kosten: 400 RM) kommt auf den Markt
1932 Zwergmotore mit 16 mm Ankerdurchmesser 1 für 110 und 220 V, 1 W, 3000 - 10.000 U/min
1932 Geschlossene Motore OR6,6 - 26 mit 0,08 - 0,33 kW, 1500 U/min
1933 Gründung der Tochtergesellschaft "Siemens Apparate und Maschinen GmbH (SAM) Feldfernsprecher" zur Herstellung spezieller Wehrmachtsprodukte. Sie besitzt auch die Funktion einer zentralen Vertriebsstelle für das Wehrmachtsgeschäft von Siemens.
1933 Entwicklung des Siemens-Hell-Fernschreibers (erfunden durch R. Hell)
1933 Kleinstmotor 4 V für Rasierapparate, Riechstoffzerstäuber "Rotognom", Massiergerät "Vibrognom" etc.
1934 Autopilot-Flugzeugsteuerung
1934 Moskauer "Metro"
1934 Koaxialkabel sind einsatzreif. 200 Ferngespräche und ein Fernsehkanal können gleichzeitig übertragen werden [oder 1936?].
1934 Kleinstmotore neu durchgebildet: nun mit geschlossenen Stahlblechgehäusen.
1934 Ausgabe von 4,5-Prozent-Reichsmark-Schuldverschreibungen (umgetauschte 1926-Dollar-Anleihe). Fällig 1951. Zinstermine: 1. März, 1. September. Für nom. 1.000,00 6,5-Prozent--Bonds von 1926 werden im Umtausch nom. RM 3.000,00 obige RM-Schuldverschreibungen an Inländer gewährt. Die Tilgungsbestimmungen und Rückzahlungstermine decken sich mit denjenigen der 6,5 % -Bonds von 1926. Die Sicherheiten sind die gleichen wie die für die bei der Deutschen Golddiskontbank hinterlegten 6,5 % -Bonds von 1926 (gekündigt zum 1. März 1944).
1935 Zusammenfassung der Siemens-Werbung in einer Hauptwerbeabteilung
1935 Der erste Handstaubsauger "Siemens-Protos-Rapid" entsteht
1935 Gleitlager für Kleinmotore bieten geringere Abmessungen und leisen Lauf.
1935 Der "Telefunken"-Vertrag läuft aus. Es folgen jahrelange Verhandlungen, ehe ein neuer Vertrag mit einer Laufzeit bis 1945 geschlossen werden kann, mit dem jedoch keine der Seiten zufrieden ist, bis für Telefunken 1941 eine Lösung (Übergang an die AEG) gefunden wird.
1936 Fernseh-Sprechdienst Berlin-Leipzig
1936 Das Kabel- und Leitungswerk in Neustadt bei Coburg wird gegründet
1938 W. Schottky entwickelt seine Randschichttheorie, die große Bedeutung für die Halbleitertechnik hat.
1938 Aufnahme 4,5-Prozent-Reichsmark-Teilschuldverschreibungen (Hälfte der umgetauschten Reichsmark-Anleihe von 1934 im Gesamtbetrage von RM 9.000.000,00 abzüglich noch nicht begebener RM 294.000,00); Umtausch zum Nennwert zuzüglich 3% Barvergütung per 2. Juni 1938). Fällig 1. September 1951 zum Nennwert. Vorzeitige Rückzahlung, frühestens jedoch zum 1. März 1944, zum Nennwert möglich. Zinstermin: 1. März, 1. September. Stücke zu RM 1.000,00 (gekündigt zum 1. März 1944).
1939 Das Elektronenmikroskop mit 30.000facher Vergrößerung (entwickelt von E. Ruska und B. v. Borries) ist serienreif
1939 Erste "Elektroassistentinnen"
1939 Asynchronmotor für neuen Siemens-Kompressor-Kühlschrank.
1940 Übergang zur Kriegswirtschaft
1940 Das Luftfahrtgerätewerk Hakenfelde wird gegründet. Insbesondere zur "Autopilot"-Weiterentwicklung und -Fertigung
1940 Meß- oder Integrationsmotore mit Außenmagnet. Gleichstrom-Kommutatormotoren mit Dauermagneterregung und eisenlosen Glockenanker. Anzugsmoment: 30 ... 40 cmp, Zeitkonstante 10 ms, Type DMal (lAB1).
17.10.1940 Außerordentliche Generalversammlung der AEG-Aktionäre aus Anlaß der Sanktionierung einer umfassenden Interessenabgrenzung zu Siemens.
1941 Hermann von Siemens, Vorsitzender der Aufsichtsräte von S & H und SSW
1941 Hermann von Siemens übernimmt den Vorsitz der Aufsichtsräte von Siemens & Halske und den Siemens-Schuckertwerken
1941 Siemens & Halske tritt den 50%-Anteil der Telefunken-Gesellschaft an die AEG ab und erwirbt dafür deren Anteile an anderen Unternehmen (z.B. Vereinigte Eisenbahn-Signalwerke)
1941 Die Vereinigten Eisenbahn-Signalwerke (entstanden 1928) gehen in den Alleinbesitz von Siemens & Halske über (dafür Abgabe von Telefunken an die AEG)
1941 Siemens & Halske übernimmt die Anteile der AEG an der Vereinigte Eisenbahn-Signalwerke GmbH. Durch einen späteren Verschmelzungsvertrag hält Siemens nun 100 Prozent der früheren Max Jüdel AG in Braunschweig in der Ackerstraße. Damit ist neben dem Installationsbüro von Siemens & Halske und dem Büro der Siemens Schuckertwerke ein dritter eigenständiger Bereich in Braunschweig ansässig.
1941 Aufgrund der Interessenabgrenzung zu Siemens werden einige bis dahin gemeinsam betriebene Gesellschaften aufgeteilt. Als Ausgleich für die Übernahme von Telefunken durch die AEG übernimmt Siemens von der AEG deren Anteile an der "Bergmann Elektrizitätswerke AG", die "Klangfilm GmbH" und die "Vereinigte Eisenbahn-Signalwerke AG".
10.07.1941 Carl Friedrich von Siemens stirbt in Heinersdorf (Potsdam)
01.01.1942 bis 01.05.1945 Seit 1942 trifft der Bombenkrieg die Stätten der Siemens-Arbeit hart, insbesondere in Berlin und Nürnberg
1942 K. Clusius, H. Welker und E. Holz nehmen ein Patent auf eine Anordnung zur Gleichrichtung sehr kurzer elektromagnetischer Wellen, mit Germanium als Halbleiter. Auf dieser Grundlage wird bei Siemens die Germanium-Richtleiter-Fertigung aufgenommen
1942 Die AEG gibt den Bereich Signaltechnik Zuge eines Aktientausches an Siemens ab.
27.03.1942 Die Bilanz per 30. September 1941 wird unter Anwendung der Dividendenabgabeverordnung vom 12. Juni 1941 durch Beschluß des Aufsichtsrats vom 27. März 1942 berichtigt. Der Beschluß des Aufsichtsrats wird gefaßt auf Grund eines Vorschlages des Vorstandes, das Grundkapital um RM 260.000.000,00 auf RM 400.000.000,00 zu erhöhen, und zwar mit der Maßgabe, daß zuvor die im Geschäftsjahr 1940/41 zum Nennwert erworbenen nom. RM 6.500.000,00 Vorzugsaktien mit Stimmrecht, ferner aus eigenen Beständen nom. RM 6.090.000,00 Stammaktien und nom. RM 4.501.000,00 Vorzugsaktien ohne Stimmrecht zu Lasten der Sonderrücklage eingezogen werden.
23.04.1942 Die Herabsetzung des Grundkapitals von RM 157.091.000,00 um RM 17.091.000,00 auf RM 140.000.000,00 wird in der Hauptversammlung vom 23. April 1942 beschlossen. Nachdem von den danach RM 94.500.000,00 betragenden Stammaktien nom. Reichsmark 6.650.000,00, nämlich die Aktien Nr. 1-9500, gemäß § 4 der Satzungen in Vorzugsaktien mit sechsfachem Stimmrecht umgewandelt worden sind, werden die verbliebenen unberichtigten Stammaktien in Höhe von nom. Reichsmark 87.850.000,00 um RM 163.150.000,00 auf Reichsmark 251.000.000,00, die neuen Mehrstimmrechtsaktien in Höhe von nom. RM 6.650.000,00 um RM 12.350.000,00 auf nom. RM 19.000.000,00 und die verbliebenen nom. Reichsmark 45.500.000,00 Vorzugsaktien ohne Stimmrecht um nom. RM 84.500.000,00 auf nom. RM 130.000.000,00 berichtigt. Die Berichtigung erfolgt in der Weise, daß gegen Einreichung einer Aktie von nom. RM 700,00 zwei neue Aktien zu je nom. RM 1.000,00 ausgegeben werden. Der zur Durchführung der Kapitalberichtigung erforderliche Gesamtbetrag einschließlich der dadurch entstehenden Pauschsteuer in Höhe von RM 272.278.324,60 wird mit RM 28.091.000,00 der gesetzlichen Rücklage, mit Reichsmark 9.500.000,00 der Aktienagiorücklage, mit Reichsmark 22.297.000,00 der Anleiheagiorücklage, mit Reichsmark 141.916.289,20 der Zuschreibung zu Beteiligungen und mit RM 70.474.035,40 aus sonstigen Bilanzposten entnommen.
01.05.1942 Die Kapitalberichtigung lt. Hauptversammlung vom 24. April 1942 (s.d.) wird am 1. Mai 1942 in das Handelsregister eingetragen.
1943 Verlagerung von Fertigungsstätten aus Berlin infolge der schweren Luftangriffe
23.03.1943 Letzte ordentliche Hauptversammlung bis 1943/44
1944 Der Elektronenbeschleuniger Betatron für 6 MeV wird fertiggestellt und in Betrieb genommen
1944 Entwicklung eines Motors besonders hoher spezifischer Leistung mit einer starren Drehzahlcharakteristik und Kompensationswicklung (erstmalig bei einem Kleinmotor). Gleichstromkleinstmotor 24 V, 3 W, 15.000 U/min ±10 % für erhöhte Raumtemperatur und 5 s Lebensdauer.
1945 Einrichtung von Gruppenleitungen außerhalb Berlins
1945 Kriegsverluste und Demontage, Verlust der ost- und mitteldeutschen Betriebe (der Substanzverlust beträgt etwa 80%)
1945 Notfertigung und Reparaturprogramm
1945 Nach Wiederinbetriebnahme der ersten Werke bekommen die Braunschweiger Büros wieder größere und interessante Aufträge. Siemens & Halske rüstet Behörden und Großindustrie mit Fernsprech-, Mess- und Regelanlagen aus.
1945 Das Braunschweiger Büro kommt mit den bisher aus Magdeburg betreuten Braunschweiger Kohlenbergwerken ins Geschäft. Siemens & Halske liefert Meß- und Regelanlagen für mehrere Großkessel des Kraftwerkes Offleben.
Ende April 1945 Als die Russen Ende April Berlin besetzen, verläßt Heinrich von Buol "sein Unternehmen" Siemens & Halske nicht und wird nach Moskau verschleppt.
1946 Friedrich Carl Siemens, ein Sohn von Werners Bruder Friedrich Siemens, übernimmt bis 1948 stellvertretend für Hermann von Siemens den Vorsitz der Aufsichtsräte von Siemens & Halske und den Siemens-Schuckertwerken
1947-1950 Die Niederlassung in der Alleenstraße wird 1947/50 wieder aufgebaut.
1947 Das durch die Kriegsfolgen zunächst lahmgelegte Siemens-Exportgeschäft beginnt sich wieder zu entwickeln
1948 Das erste von Siemens & Halske entwickelte Gleisbildstellwerk geht im Bahnhof Düsseldorf-Derendorf in Betrieb
04.1949 Verlagerung des Firmensitzes von Siemens & Halske von Berlin nach München. Berlin bleibt zweiter Firmensitz
1950 Umwandlung des Installationsbüros Siemens & Halske in das Technische Büro Braunschweig. Gleichzeitig wird das Technische Büro Hannover in eine Zweigniederlassung umgewandelt.
1950 Aufnahme der Fertigung im neu errichteten Siemens-Installationsgerätewerk in Regensburg
1951 Halbleiterverbindungen A III - B V
1951 Die Erfolgsbeteiligung für Siemens-Mitarbeiter wird wieder eingeführt
1951 Die Landesfernwahl, von Siemens seit 1923 technisch vorbereitet, wird in der Bundesrepublik Deutschland postamtlich eingeschaltet.
1951? Verlegung der Fertigung von Eisenbahnsignalanlagen von Bruchsal nach Braunschweig
1952 Die Gehäuse der Bodenstaubsauger werden bisher us 2 Platinen gestanzt, beide Teile tiefgezogen und zum Gehäuse verschweißt. Jetzt wird eine zu passender Größe geschnittene Blechtafel gerollt, die Naht geschweißt und das Gehäuse auf einer eigens entwickelten Bombiervorrichtung geformt. Einsparung an Material 50%
1953 Einführung des Edelmetall-Motor-Drehwählers
1953 Das Zonenziehverfahren für die Herstellung von Reinstsilizium wird entwickelt
1953 Gründung von Auslandsvertretungen (bis 1956)
1953 Kleinantriebe zum Anschluß an Einphasen-Wechselstrom: Universalmotore der Typen A 2620 ... 6265, 6,3 - 400 W bei 4500 U/min. Einphasenmotore mit kurzgeschlossener Hilfswicklung der Typen ME-9,1 ... 21b,- 12 - 120 W. Kondensatormotore mit zweiphasiger Wicklungsanordnung der Typen MEC 9,1 ... 21b, 25 - 400 W; REC 29n ... 39c, 0,65 - 1,8 kW; OREC 6,9 ... 29d, 0,1 - 1,2 kW. Kondensator motore mit dreiphasiger Wicklungsanordnung der Typen MD lls ... 21b, 0,05 - 0,32 kW; R 29n ... 39n, 0,64 - 1,2 kW; OR 6,9 ... 29c, 0,1 - 0,8 kW. Einphasenmotore mit Widerstandshilfsphase der Typen REX 29n ... 39c, 0,45 - 1,3 kW. Einphasenmotore mit Anlaufkondensator-Hilfsphase der Typen REXC 29n ... 39c, 0,45 - 1,3 kW. Einphasenmotore mit mit Anlaufs- und Betriebskondensator der Typen REXCC 29n ... 39c j5 - 1,8 kW. Alle Leistungen auf 1500 U/min bezogen.
1954 Verträge mit Westinghouse
1954 Beginn der Entwicklung der Datenverarbeitung
1954 Integrationsmotor DMal (Gleichstrommotor mit glockenförmiger Wicklung, die über einem feststehenden Eisenkern rotiert) und Feinpotentiometer als Bausteine für Regelkreismodelle.
1955 Für den Stuttgarter Fernsehturm wird die elektrische Ausrüstung geliefert
1955 Aufhebung des Forschungsverbotes
1955 Kleinmotore Asyk 50 und Syk 52, 53, 10, 13 mit 2,6 - 3 W, 6 - 52 cmg.
1955 Hysteresis-Synchron-Kleinmotore: Langsamläufer SHI mit 4 mW (abgeg. Leistung), SH2 (lAF1, lAF2) mit 10 mW, SH21 (lAF3) mit 10 mW, 375 U/min. Auch als Schiebeankermotor ausführbar. Schnelläufer SH3 (lAH1) mit 150 mW (abgeg. Leistung), SH4 (lAH2) mit 430 mW, 3000 U/min. Schnelläufer mit Kondensator-Hilfsphase als Umkehrmotore: SH5 (lAJ1) mit 300 mW (abgeg. Leistung), SH6 (lAJ2 offen, 1AJ6 gekapselt) mit 500 mW. Auch Anbaugetriebe für Schnelläufer entwickelt.
1955 Asynchron-Kleinstmotore, Aufbau wie schnelllaufende Synchron-Kleinstmotore, jedoch Käfigläufer: Typen AJ3 (IAR1) mit 0,3 W (abgeg. Leistung), AJ4 (lAR1) mit 0,5 W, AJ31 (lAR3) Lüftermotor mit 0,4 W, AJ41 (lAR4) mit 1,3 W. Vergrößerte Ausführung: Typen AJ7 mit 2,8 W, AJS mit 5,2 W, AJ91 (lAS10) mit 1,75 W,AJ92 (lAS20) mit 2,7 W, AJ93 (IAS30) mit 3,9 W. Asynchron-Umkehrmotore mit Kondensator-Hilfsphase: Typen AJ5 (lAV1) mit 0,1 W, AJ6 (iAV2 offen, lAV6 gekapselt) mit 0,25 - 0,5 Wi Verwendung auch als Nachlaufmotor (Nullmotor). Anbaugetriebe in 4 Ausführungsformen.
1955/1958 Organisatorische Zusammenführung der Zweigniederlassungen und Technischen Büros von S&H und SSW
1956 Ernst von Siemens wird als Nachfolger von Hermann von Siemens Vorsitzender der Aufsichtsräte der S & H AG und der SSW AG
1956 Gleichstrom-Kleinstmotore mit Kommutator und starken Al-Ni-Co-Feldmagnet. Typen: DMa2 (lAC2) mit 0,4 W (abgeg. Leistung), lAC4 mit 0,4 - 0,5 W.
1958 Die Carl-Friedrich-von-Siemens-Stiftung wird gegründet
1958 In Schweden wird erstmals ein Herzschrittmacher implantiert
1959 Das elektronische Bausteinsystem für Steuerung, "Simatic", wird eingeführt. Es entwickelt sich zu einem wichtigen Element der Siemens-Automatisierungstechnik
1959 Siemens-Argonaut-Reaktor Garching
1959 Der "Siemens 2002", der erste serienmäßig gefertigte, volltransistorisierter Universalrechner, wird an Hochschulen geliefert
1960 Neue Reihe selbstanlaufender Kleinstmotore, synchron und asynchron. 24 - 500 V. Zweiphasenmotore mit Hilfsphase oder als Spaltpolmotor.
1962 Das elektronisch gesteuerte Fernsprechamt wird in München in Betrieb genommen
1962 Entwicklung eines Gleichstrom-Kleinstmotors mit elektronischer Kommutierung über Hall-Generatoren mit max. 60.000 U/min für Dentalzwecke.
1962 Entwicklung der kleinen OR2-Normmotore 0,06 - 0,75 kW abgeschlossen.
1963 Für Lehrzwecke werden an Hochschulen Unterrichtsreaktoren geliefert
1963 Polarisierte Synchron-Kleinstmotore mit selbstanlaufenden Synchronmotor mit Innenläufer. Langsamläufer n = 375 U/min. Typen: SPO (lAK10) mit 28 mW (abgeg. Leistung), SP23 (lAK23) mit 96 mW. Ahbaugetriebe mit 4 Ausführungsformen.
1963 Drehzahlregelung für Elektronikmotore. Kommutatorlose Gleichstrommotore mit Permanentmagnetläufer und elektronischer Kommutierung der Ständerwicklung.
1964-1965 Siemens Stuttgart macht 1964/65 rund 220 Millionen DM Umsatz.
1964-1965 Siemens zählt in Stuttgart 1964/65 2500 Beschäftigte.
1964 Sinumerik
1964 In Raisting bei München wird mit der Errichtung einer Erdfunkstation begonnen, die sich zur größten Satelliten-Erdfunkstelle der Welt entwickelt (mit 5 Antennenanlagen)
1964 SIMATIC N als niederfrequentes Schaltkreissystem mit Siliziumhalbleitern für drehzahlgeregelte Gleichstromantriebe.
1964 Neuer druckfest gekapselter Bremsmotor 4-polig mit 0,1 kW, 6-polig mit 0,05 kW bei 50 Hz und den üblichen Spannungen.
1965-1966 Die Niederlassung in der Stuttgarter Innenstadt platzt 1965/66 aus allen Nähten.
1965 Die Marssonde Mariner IV mit Siemens-Scheibentriode sendet Aufnahmen von der Marsoberfläche (über rund 220 Millionen Kilometer)
1965 Eröffnung des Forschungszentrums Erlangen
1965 Monolithische ICs
1965 Meß- oder Integrationsmotore mit Innendauermagnet und Glockenanker. Anzugsmoment: 80 cmp, Zeitkonstante: 30 ms. Type DMa5 (lAB5).
1965 Elektronikmotore als Kleinstmotore mit elektronischer Kommutierung durch Lagemeldung des Läufers mittels Hallgeneratoren. Für Kleinantriebe, Tonband- und Diktiergeräte, Plattenspieler, Bürogeräte u.a. Typ DMc3: 6,3 - 10 V, 3000 U/min, 10 M 170 mA.
1966 Zusammenfassung von Siemens & Halske AG, Siemens-Schuckertwerke AG und Siemens-Reiniger-Werke AG zur Siemens AG. Ernst von Siemens wird Vorsitzender des Aufsichtsrats (bis 1971)
1966 Kollektorloser Gleichstrom-Kleinstmotor mit ca. 1,5 W Wellenleistung. Das umlaufende Feld eines Dauermagnetläufers steuert zwei Hallgeneratoren, die über Transistoren zyklisch die Feldwicklungen des Ständers schalten. (EW)
1966 Kollektorloser Kleinstmotor mit Leistungen bis 1,5 kW.
1966 Getriebemotor Reihe 2Lgll mit 0,25 - 45 kW.




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Anlagen für öff. Fernsprechämter 1940 [Dt. Elektro-Adreßbuch (1940) 209] 1940 [Dt. Elektro-Adreßbuch (1940) 209]  
Dampfturbinen 1927 Beginn (in Mülheim) 1960 bekannt  
elektr. Hupen 1930 [Seibt: Bezugsquellennachweis ca. 1930) 392] 1930 [Seibt: Bezugsquellennachweis ca. 1930) 392]  
elektr. Wecker u. Läutewerke 1930 [Seibt: Bezugsquellennachweis ca. 1930) 392] 1937 [Bezugsquellennachw dt Elektr-Ind (1937) 184]  
elektrische Glühlampen 1911 Bahn-Tantal-Lampe 1911 Bahn-Tantal-Lampe  
elektrische Maschinen   Erste Erwähnung   Letzte Erwähnung  
Fallklappen 1937 [Bezugsquellennachw dt Elektr-Ind (1937) 194] 1937 [Bezugsquellennachw dt Elektr-Ind (1937) 194]  
Fernmeldedrähte 1940 [Dt. Elektro-Adreßbuch (1940) 206] 1940 [Dt. Elektro-Adreßbuch (1940) 206]  
Fernmeldekabel 1940 [Dt. Elektro-Adreßbuch (1940) 205] 1955 [ABC d dt. Wirtschaft (1955) II/676]  
Fernmelderelais 1937 [Bezugsquellennachw dt Elektr-Ind (1937) 195] 1940 [Dt. Elektro-Adreßbuch (1940) 206]  
Fernmeldeschnüre 1937 [Bezugsquellennachw dt Elektr-Ind (1937) 174] 1940 [Dt. Elektro-Adreßbuch (1940) 207]  
Fernschreibmaschinen 1937 [Bezugsquellennachw dt Elektr-Ind (1937) 182] 1940 [Dt. Elektro-Adreßbuch (1940) 208]  
Fernsprechanlagen und -apparate 1940 [Dt. Elektro-Adreßbuch (1940) 209] 1940 [Dt. Elektro-Adreßbuch (1940) 209]  
Fernsprechnebenstellenanlagen 1940 [Dt. Elektro-Adreßbuch (1940) 210] 1940 [Dt. Elektro-Adreßbuch (1940) 210]  
Flügelrad-Wassermesser 1905 [Mengebier: Dampfkesself. (1905)] 1905 [Mengebier: Dampfkesself. (1905)]  
Heimfernsprecher 1937 [Bezugsquellennachw dt Elektr-Ind (1937) 183] 1937 [Bezugsquellennachw dt Elektr-Ind (1937) 183]  
Hell-Fernschreiber 1937 [Bezugsquellennachw dt Elektr-Ind (1937) 182] 1837 [Bezugsquellennachw dt Elektr-Ind (1937) 182]  
Hupen 1937 [Bezugsquellennachw dt Elektr-Ind (1937) 185] 1937 [Bezugsquellennachw dt Elektr-Ind (1937) 185]  
Kesselspeise-Wassermesser 1905 [Mengebier: Dampfkesself. (1905)] 1905 [Mengebier: Dampfkesself. (1905)]  
mechanische Stellwerke         Mit Ketten statt Seilen über den Hebelrollen; Hebelgrundstellung unten; kleine Fahrstraßenhebelchen vor dem Verschlußregister
Meßgeräte für Fernsprechanlagen 1937 [Bezugsquellennachw dt Elektr-Ind (1937) 180] 1937 [Bezugsquellennachw dt Elektr-Ind (1937) 180]  
Morseapparate 1930 [Seibt: Bezugsquellennachweis ca. 1930) 394] 1930 [Seibt: Bezugsquellennachweis ca. 1930) 394]  
Rundfunk-Empfänger 1950 bekannt 1950 bekannt unsicher, ob im Werk Berlin
Rundfunkschnüre 1937 [Bezugsquellennachw dt Elektr-Ind (1937) 173] 1937 [Bezugsquellennachw dt Elektr-Ind (1937) 173]  
Rundfunkübertragungsanlagen für Fernsprechleitungen 1937 [Bezugsquellennachw dt Elektr-Ind (1937) 180] 1937 [Bezugsquellennachw dt Elektr-Ind (1937) 180]  
Schmalfilmkameras 1933 bekannt 1936 bekannt  
Schmalfilmprojektoren 1933 bekannt 1970 bekannt  
Telefon-Vermittlungseinrichtungen 1937 [Bezugsquellennachw dt Elektr-Ind (1937) 182] 1937 [Bezugsquellennachw dt Elektr-Ind (1937) 182]  
Telefonapparate für Fernverkehr 1930 [Seibt: Bezugsquellennachweis ca. 1930) 393] 1930 [Seibt: Bezugsquellennachweis ca. 1930) 393]  
Telegraphenapparate 1930 [Seibt: Bezugsquellennachweis ca. 1930) 394] 1930 [Seibt: Bezugsquellennachweis ca. 1930) 394]  
Trägerfrequenzanlagen für Fernsprechleitungen 1937 [Bezugsquellennachw dt Elektr-Ind (1937) 180] 1937 [Bezugsquellennachw dt Elektr-Ind (1937) 180]  
Türlautsprecher 1937 [Bezugsquellennachw dt Elektr-Ind (1937) 184] 1937 [Bezugsquellennachw dt Elektr-Ind (1937) 184]  
Verstärker für Fernsprechleitungen 1937 [Bezugsquellennachw dt Elektr-Ind (1937) 180] 1937 [Bezugsquellennachw dt Elektr-Ind (1937) 180]  




Betriebene Dampfmaschinen

Bezeichnung Bauzeit Hersteller
Dampfmaschine 02.1884 Maschinen- und Kessel-Fabrik, Eisen- und Gelbgießerei von G. Kuhn
Dampfmaschine 15.02.1884 Maschinen- und Kessel-Fabrik, Eisen- und Gelbgießerei von G. Kuhn
Dampfmaschine 1888 Maschinen- und Kessel-Fabrik, Eisen- und Gelbgießerei von G. Kuhn
Dampfmaschine 1891 Maschinen- und Kessel-Fabrik, Eisen- und Gelbgießerei von G. Kuhn
Dampfmaschine 1897 Maschinen- und Kessel-Fabrik, Eisen- und Gelbgießerei von G. Kuhn




Personal

Zeit gesamt Arbeiter Angest. Lehrl. Kommentar
  10        
1945         unter 40000
1953         wieder über 100000




Firmen-Änderungen, Zusammenschüsse, Teilungen, Beteiligungen


Zeit = 1: Zeitpunkt unbekannt

Zeit Bezug Abfolge andere Firma Kommentar
1903 Lösung (Tochter neuer Name) danach Siemens-Schuckertwerke Aktiengesellschaft Schuckert + Halske (Starkstrom)= SSW [Das Haus Siemens (ca 1955)]
1966 Zusammenschluß, neuer Name danach Siemens AG Siemens-Einzelwerke --> Siemens AG
1 Nebenwerk danach Siemens & Halske AG, Wernerwerk für Radiotechnik Werk Karlsruhe Teil von S&H, Berlin (Information Dt. Rundfunk-Museum, Berlin)
1 Nebenwerk danach Siemens & Halske AG, Werk Erlangen Werk Erlangen Teil von S&H, Berlin (Information Dt. Rundfunk-Museum, Berlin)
1925 Lösung (Tochter neuer Name) danach Siemens-Reiniger-Werke Reinger + Halske (Medizin)= SRW [Das Haus Siemens (ca 1955)]
1927 Anschluß (Namensverlust) zuvor Isaria-Zählerwerke-Aktiengesellschaft seit 03.1927 bei SSW
1883 Nebenwerk danach Siemens & Halske, Niederlassung Chemnitz Niederlassung Chemnitz
1903 Nebenwerk danach Siemens & Halske, Niederlassung Braunschweig Filiale
1879 Nebenwerk danach Siemens & Halske, Werk Wien Wiener Zweiwerk
1 Nebenwerk danach Siemens & Halske, Werk Bocholt  




Allgemeines

ZEIT1943
THEMAOrgane und Kapital der Gesellschaft
TEXTVorstand: Dr.-Ing. E. h. Dr. rer. nat. h. c. Heinrich von Buol, Berlin-Frohnau, Vorsitzer; Dr. phil. h. c. Dr.-Ing. E. h. Fritz Luschen, Berlin-Steglitz, stellv. Vorsitzer; Richard Diercks, Berlin-Dahlem; Theodor Frenzel, Berlin-Westend; Dr. jur. Fritz Jessen, Berlin-Dahlem; Dr. Hans Kerschbaum; Gustav Leifer, Berlin-Dahlem; Wilhelm Rabanus; Ernst von Siemens; Dr. phil. Erich Thürmel, Berlin-Dahlem; Dr. phil. Ludwig von Winterfeld, Berlin-Charlottenburg; Dr. rer. pol. Wolf-Dietrich von Witzleben, Berlin; stellvertretende Mitglieder: Dr. techn. Ernst Kraus, Baurat, h. c., Wien; Dr.-Ing. Max Moeller, Berlin-Charlottenburg; Bruno Pohlmann, Berlin-Frohnau; Paul Storch, Berlin-Nikolassee. Aufsichtsrat: Dr. phil. Hermann von Siemens, Berlin-Wannsee, Vorsitzer; Friedrich Carl Siemens, Berlin-Dahlem, stellv. Vorsitzer; Oscar Caminneci, Rittergutsbesitzer, Zetthun, Kreis Pollnow i. Pomm.; Oskar R. Henschel, Kassel; Hermann Rudolf Münchmeyer, Hamburg; Ministerialdirektor z. D. Alfred Olscher, Berlin-Zehlendorf; Dr. phil. h. c., Dr.-Ing. E. h., Dr. rer. nat. h. c. Oskar Ritter von Petri, Geheimer Kommerzienrat, Nürnberg; Dr. Oswald Rösler, Berlin-Lankwitz; Dr.-Ing. E. h., Dr. rer. mont. h. c., Dr. phil. h. c. Albert Vogler, M. d. R., Dortmund. Abschlußprüfer für das Geschäftsjahr 1941/42; Deutsche Treuhand-Gesellschaft, Berlin. Geschäftsjahr: 1. Oktober bis 30. September. Hauptversammlung (Stimmrecht): Die Hauptversammlungen finden in Berlin statt. Es gewährt jede Stammaktie und jede Vorzugsaktie mit Stimmrecht über RM 1.000,00 das Recht auf eine Stimme. Es stehen zur Zeit den 251 000 Stimmen der RM 251.000.000,00 Stammaktien 19 000 Stimmen der Reichsmark 19.000.000,00 Vorzugsaktien gegenüber. Die Vorzugsaktien mit Stimmrecht haben in bestimmten, im § 22 der Satzung genannten Fällen ein sechsfaches Stimmrecht. Gewinnverteilung: Der jährliche Reingewinn wird in nachstehender Reihenfolge verwandt: 1. zur Zahlung eines für die Vorzugsaktionäre ohne Stimmrecht bestimmten Vorzugsgewinnanteils von 1,75 % des Nennbetrages der Vorzugsaktien ohne Stimmrecht. Reicht der Reingewinn zur Zahlung des Vorzugsgewinnanteils nicht aus, so sind die Fehlbeträge ohne Zinsen aus dem Reingewinn der folgenden Geschäftsjahre vor Verteilung eines Gewinnanteils an die Aktionäre anderer Aktiengattungen nachzuzahlen. Reicht der zur Verfügung stehende Reingewinn zur Zahlung der Rückstände sowie des 1,75prozentigen Vorzugsgewinnanteils des neuen Geschäftsjahres nicht aus, so gelangen zunächst die Rückstände in der Reihenfolge ihrer Entstehung auf den laufenden Gewinnanteilschein und sodann erst der Vorzugsgewinnanteil des neuen Jahres zur Auszahlung; 2. zur gleichmäßigen Zahlung eines für die Vorzugsaktionäre mit Stimmrecht und Stammaktionäre bestimmten Gewinnanteils von bis 1,33 % des Nennbetrages der Vorzugsaktien mit Stimmrecht und Stammaktien; 3. zur gleichmäßigen Zahlung eines weiteren Gewinnanteils an die Vorzugsaktionäre mit Stimmrecht, die Stammaktionäre und die Vorzugsaktionäre ohne Stimmrecht nach dem Verhältnis der Aktienbeträge, soweit die Hauptversammlung nicht diesen Teil des Reingewinns ganz oder teilweise von der Verteilung ausschließt. Im Falle der Grundkapitalserhöhung kann die Gewinnbeteiligung der neuen Aktien abweichend von § 53 des Aktiengesetzes bestimmt werden. Grundkapital: Das Grundkapital der S. & H. A. G. besteht zur Zeit aus: nom. RM 19.000.000,00 Namens-Vorzugsaktien mit Stimmrecht in 19 000 Stücken zu je RM 1.000,00 (Nr. 1-19 000), nom. RM 251.000.000,00 Inhaber-Stammaktien in 251 000 Stücken zu je RM 1.000,00 (Nr. 19 001-270 000), nom. RM 130.000.000,00 Vorzugsaktien ohne Stimmrecht in 130 000 Stücken zu je RM 1.000,00 (Nr. 1A-130 000A). Summe: RM 400.000.000,00. Jede Stammaktie zum Nennwert von RM 1.000,00 und jede Vorzugsaktie mit Stimmrecht zum Nennwert von Reichsmark 1.000,00 gewährt eine Stimme. Die Vorzugsaktien mit Stimmrecht haben in bestimmten im § 22 der Satzung genannten Fällen ein mehrfaches Stimmrecht. Bestand an eigenen Aktien: nom. RM 1.226.000,00 Stammaktien (Buchwert RM 441.360,00); nom. 12.940.000,00 Vorzugsaktien ohne Stimmrecht (Buchwert RM 5.952.000,00). Besondere Rechte: Die Namens-Vorzugsaktien mit Stimmrecht (Nr. 1-19 000) haben sechsfaches Stimmrecht nach Maßgabe des § 25 der Satzung. Die Vorzugsaktien ohne Stimmrecht (Nr. 1 A- 130000A) haben ein Vorrecht bezüglich der Verteilung des Reingewinns. Bei der Verteilung des Gesellschaftsvermögens erhalten zunächst die Vorzugsaktien ohne Stimmrecht, sodann die Stammaktien und sodann die Vorzugsaktien mit Stimmrecht je bis zu 35% des Aktiennennbetrages; der Rest wird auf alle Aktien nach dem Verhältnis ihrer Nennbeträge verteilt.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 6245]


THEMAZweck und Gegenstand des Unternehmens (Organe und Kapital der Gesellschaft)
TEXTGegenstand des Unternehmens: Betrieb von Fabriken und Unternehmungen jeder Art im Gebiet der angewandten Elektrotechnik und Feinmechanik. Dia Gesellschaft ist ferner befugt, Konzessionen zur gewerblichen Ausnutzung der Elektrizität zu erwerben, sich bei staatlichen, kommunalen oder privaten Unternehmungen mit ähnlichen Zwecken zu beteiligen oder solche zu begründen, zu übernehmen, zu pachten oder zu finanzieren, ihnen Vorschüsse oder Darlehen zu bewilligen, Aktien, Schuldverschreibungen und sonstige Titel derartiger Unternehmungen wie auch Forderungen derselben aus ihrem Geschäftsbetriebe gegen Dritte zu erwerben, zu beleihen, zu veräußern oder sonst zu verwerten. Die Gesellschaft ist endlich berechtigt, bewegliche und unbewegliche Anlagen, Sachen und Rechte, welche zur Durchführung elektrischer Unternehmungen dienlich oder förderlich erscheinen, zu erwerben, zu begründen, auszunutzen, zu verwerten oder sich an solchen Anlagen usw. zu beteiligen sowie überhaupt alle Maßnahmen zu ergreifen und alle Geschäfte zu machen, welche zur Erreichung oder Förderung der Zwecke der Gesellschaft nützlich und angemessen erscheinen. Fabrikationsprogramm: Die S. & H. A.-G. stellt in ihren Fabrikationsstätten sämtliche Einrichtungen für das Fernmelde- und Meßwesen, feinmechanische Apparate, elektrochemische Anlagen u. a. her. Die Herstellung von Erzeugnissen auf den Gebieten des Starkstromes, der Beleuchtungstechnik, des Eisenbahnsicherungswesens und teilweise der elektromedizinischen Technik liegt bei Tochtergesellscnaften und Beteiligungen der Gesellschaft, ebenso wie die Verarbeitung von Kohle zu Elektroden, Kohlenstäben für Bogenlampen, Elementkohlen u. dgl. Nähere Angaben über die Fabrikate der Siemens & Halske A.-G. siehe bei den einzelnen Werken. (Vorstand: Dr.-Ing. E. h. Dr. rer. nat. h. c. Heinrich von Buol, Berlin-Frohnau, Vorsitzer; Dr. phil. h. c. Dr.-Ing. E. h. Fritz Luschen, Berlin-Steglitz, stellv. Vorsitzer; Richard Diercks, Berlin-Dahlem; Theodor Frenzel, Berlin-Westend; Dr. jur. Fritz Jessen, Berlin-Dahlem; Dr. Hans Kerschbaum; Gustav Leifer, Berlin-Dahlem; Wilhelm Rabanus; Ernst von Siemens; Dr. phil. Erich Thürmel, Berlin-Dahlem; Dr. phil. Ludwig von Winterfeld, Berlin-Charlottenburg; Dr. rer. pol. Wolf-Dietrich von Witzleben, Berlin; stellvertretende Mitglieder: Dr. techn. Ernst Kraus, Baurat, h. c., Wien; Dr.-Ing. Max Moeller, Berlin-Charlottenburg; Bruno Pohlmann, Berlin-Frohnau; Paul Storch, Berlin-Nikolassee. Aufsichtsrat: Dr. phil. Hermann von Siemens, Berlin-Wannsee, Vorsitzer; Friedrich Carl Siemens, Berlin-Dahlem, stellv. Vorsitzer; Oscar Caminneci, Rittergutsbesitzer, Zetthun, Kreis Pollnow i. Pomm.; Oskar R. Henschel, Kassel; Hermann Rudolf Münchmeyer, Hamburg; Ministerialdirektor z. D. Alfred Olscher, Berlin-Zehlendorf; Dr. phil. h. c., Dr.-Ing. E. h., Dr. rer. nat. h. c. Oskar Ritter von Petri, Geheimer Kommerzienrat, Nürnberg; Dr. Oswald Rösler, Berlin-Lankwitz; Dr.-Ing. E. h., Dr. rer. mont. h. c., Dr. phil. h. c. Albert Vogler, M. d. R., Dortmund. Abschlußprüfer für das Geschäftsjahr 1941/42; Deutsche Treuhand-Gesellschaft, Berlin. Geschäftsjahr: 1. Oktober bis 30. September. Hauptversammlung (Stimmrecht): Die Hauptversammlungen finden in Berlin statt. Es gewährt jede Stammaktie und jede Vorzugsaktie mit Stimmrecht über RM 1.000,00 das Recht auf eine Stimme. Es stehen zur Zeit den 251 000 Stimmen der RM 251.000.000,00 Stammaktien 19 000 Stimmen der Reichsmark 19.000.000,00 Vorzugsaktien gegenüber. Die Vorzugsaktien mit Stimmrecht haben in bestimmten, im § 22 der Satzung genannten Fällen ein sechsfaches Stimmrecht. Gewinnverteilung: Der jährliche Reingewinn wird in nachstehender Reihenfolge verwandt: 1. zur Zahlung eines für die Vorzugsaktionäre ohne Stimmrecht bestimmten Vorzugsgewinnanteils von 1,75 % des Nennbetrages der Vorzugsaktien ohne Stimmrecht. Reicht der Reingewinn zur Zahlung des Vorzugsgewinnanteils nicht aus, so sind die Fehlbeträge ohne Zinsen aus dem Reingewinn der folgenden Geschäftsjahre vor Verteilung eines Gewinnanteils an die Aktionäre anderer Aktiengattungen nachzuzahlen. Reicht der zur Verfügung stehende Reingewinn zur Zahlung der Rückstände sowie des 1,75prozentigen Vorzugsgewinnanteils des neuen Geschäftsjahres nicht aus, so gelangen zunächst die Rückstände in der Reihenfolge ihrer Entstehung auf den laufenden Gewinnanteilschein und sodann erst der Vorzugsgewinnanteil des neuen Jahres zur Auszahlung; 2. zur gleichmäßigen Zahlung eines für die Vorzugsaktionäre mit Stimmrecht und Stammaktionäre bestimmten Gewinnanteils von bis 1,33 % des Nennbetrages der Vorzugsaktien mit Stimmrecht und Stammaktien; 3. zur gleichmäßigen Zahlung eines weiteren Gewinnanteils an die Vorzugsaktionäre mit Stimmrecht, die Stammaktionäre und die Vorzugsaktionäre ohne Stimmrecht nach dem Verhältnis der Aktienbeträge, soweit die Hauptversammlung nicht diesen Teil des Reingewinns ganz oder teilweise von der Verteilung ausschließt. Im Falle der Grundkapitalserhöhung kann die Gewinnbeteiligung der neuen Aktien abweichend von § 53 des Aktiengesetzes bestimmt werden. Grundkapital: Das Grundkapital der S. & H. A. G. besteht zur Zeit aus: nom. RM 19.000.000,00 Namens-Vorzugsaktien mit Stimmrecht in 19 000 Stücken zu je RM 1.000,00 (Nr. 1-19 000), nom. RM 251.000.000,00 Inhaber-Stammaktien in 251 000 Stücken zu je RM 1.000,00 (Nr. 19 001-270 000), nom. RM 130.000.000,00 Vorzugsaktien ohne Stimmrecht in 130 000 Stücken zu je RM 1.000,00 (Nr. 1A-130 000A). Summe: RM 400.000.000,00. Jede Stammaktie zum Nennwert von RM 1.000,00 und jede Vorzugsaktie mit Stimmrecht zum Nennwert von Reichsmark 1.000,00 gewährt eine Stimme. Die Vorzugsaktien mit Stimmrecht haben in bestimmten im § 22 der Satzung genannten Fällen ein mehrfaches Stimmrecht. Bestand an eigenen Aktien: nom. RM 1.226.000,00 Stammaktien (Buchwert RM 441.360,00); nom. 12.940.000,00 Vorzugsaktien ohne Stimmrecht (Buchwert RM 5.952.000,00). Besondere Rechte: Die Namens-Vorzugsaktien mit Stimmrecht (Nr. 1-19 000) haben sechsfaches Stimmrecht nach Maßgabe des § 25 der Satzung. Die Vorzugsaktien ohne Stimmrecht (Nr. 1 A- 130000A) haben ein Vorrecht bezüglich der Verteilung des Reingewinns. Bei der Verteilung des Gesellschaftsvermögens erhalten zunächst die Vorzugsaktien ohne Stimmrecht, sodann die Stammaktien und sodann die Vorzugsaktien mit Stimmrecht je bis zu 35% des Aktiennennbetrages; der Rest wird auf alle Aktien nach dem Verhältnis ihrer Nennbeträge verteilt.)


ZEIT1895 (1943)
THEMABau elektrischer Bahnen (Organe und Kapital der Gesellschaft)
TEXTIn Barmen-Heckinghausen und -Toelleturm, Bochum - Herne, Berlin Anhalter Bf - Steglitz, Berlin-Pankow, Berlin-Charlottenburg, Hohenschönhausen. Dresden-Schloßplatz - Blasewitz - Loschwitz; Groß Lichterfelde - Berlin-Südende, Steglitz und Anhalter Bf - Potsdamer Bf; Hannover: 4 Stadtlinien; Beuthen: Grubenbahn der Hohenzollerngrube; Leipzig; Mülhausen (Els.); Sachsenhausen - Offenbach; Zauckerode; Barmen - Wichlinghausen (im Bau); Berlin-Gesundbrunnen - Pankow und Charlottenburg (im Bau); Dresden (im Bau); Gelsenkirchen - Braubauerschacht und Wanne-Eickel; Schalke - Gelsenkirchen - Wattenscheid (im Bau); Berliner Hochbahn (in Vorbereitung); Bochum - Eickel und Bochum - Wattenscheid (in Vorbereitung); Steele - Gelsenkirchen (in Vorbereitung). Ausländische im Betriebe: in Budapest(Volkstheater-Steinbruch - Centralfriedhof - Universitätsplatz - Josefstädter Bahnhof, Akademie Rodmanitzkygasse - Stadtwäldchen, Westbahnhof-Borarosplatz, Andrassystrasse - Stadtwäldchen); Bukarest, Genua, Lemberg, Mödling bei Wien, Sarajevo; im Bau begriffen: in Basel, Budapest (Quai - Stadtwäldchen); in Vorbereitung: Budapest (Quaibahn), Vorarlberg - Bludenz - Schruns.

(Vorstand: Dr.-Ing. E. h. Dr. rer. nat. h. c. Heinrich von Buol, Berlin-Frohnau, Vorsitzer; Dr. phil. h. c. Dr.-Ing. E. h. Fritz Luschen, Berlin-Steglitz, stellv. Vorsitzer; Richard Diercks, Berlin-Dahlem; Theodor Frenzel, Berlin-Westend; Dr. jur. Fritz Jessen, Berlin-Dahlem; Dr. Hans Kerschbaum; Gustav Leifer, Berlin-Dahlem; Wilhelm Rabanus; Ernst von Siemens; Dr. phil. Erich Thürmel, Berlin-Dahlem; Dr. phil. Ludwig von Winterfeld, Berlin-Charlottenburg; Dr. rer. pol. Wolf-Dietrich von Witzleben, Berlin; stellvertretende Mitglieder: Dr. techn. Ernst Kraus, Baurat, h. c., Wien; Dr.-Ing. Max Moeller, Berlin-Charlottenburg; Bruno Pohlmann, Berlin-Frohnau; Paul Storch, Berlin-Nikolassee. Aufsichtsrat: Dr. phil. Hermann von Siemens, Berlin-Wannsee, Vorsitzer; Friedrich Carl Siemens, Berlin-Dahlem, stellv. Vorsitzer; Oscar Caminneci, Rittergutsbesitzer, Zetthun, Kreis Pollnow i. Pomm.; Oskar R. Henschel, Kassel; Hermann Rudolf Münchmeyer, Hamburg; Ministerialdirektor z. D. Alfred Olscher, Berlin-Zehlendorf; Dr. phil. h. c., Dr.-Ing. E. h., Dr. rer. nat. h. c. Oskar Ritter von Petri, Geheimer Kommerzienrat, Nürnberg; Dr. Oswald Rösler, Berlin-Lankwitz; Dr.-Ing. E. h., Dr. rer. mont. h. c., Dr. phil. h. c. Albert Vogler, M. d. R., Dortmund. Abschlußprüfer für das Geschäftsjahr 1941/42; Deutsche Treuhand-Gesellschaft, Berlin. Geschäftsjahr: 1. Oktober bis 30. September. Hauptversammlung (Stimmrecht): Die Hauptversammlungen finden in Berlin statt. Es gewährt jede Stammaktie und jede Vorzugsaktie mit Stimmrecht über RM 1.000,00 das Recht auf eine Stimme. Es stehen zur Zeit den 251 000 Stimmen der RM 251.000.000,00 Stammaktien 19 000 Stimmen der Reichsmark 19.000.000,00 Vorzugsaktien gegenüber. Die Vorzugsaktien mit Stimmrecht haben in bestimmten, im § 22 der Satzung genannten Fällen ein sechsfaches Stimmrecht. Gewinnverteilung: Der jährliche Reingewinn wird in nachstehender Reihenfolge verwandt: 1. zur Zahlung eines für die Vorzugsaktionäre ohne Stimmrecht bestimmten Vorzugsgewinnanteils von 1,75 % des Nennbetrages der Vorzugsaktien ohne Stimmrecht. Reicht der Reingewinn zur Zahlung des Vorzugsgewinnanteils nicht aus, so sind die Fehlbeträge ohne Zinsen aus dem Reingewinn der folgenden Geschäftsjahre vor Verteilung eines Gewinnanteils an die Aktionäre anderer Aktiengattungen nachzuzahlen. Reicht der zur Verfügung stehende Reingewinn zur Zahlung der Rückstände sowie des 1,75prozentigen Vorzugsgewinnanteils des neuen Geschäftsjahres nicht aus, so gelangen zunächst die Rückstände in der Reihenfolge ihrer Entstehung auf den laufenden Gewinnanteilschein und sodann erst der Vorzugsgewinnanteil des neuen Jahres zur Auszahlung; 2. zur gleichmäßigen Zahlung eines für die Vorzugsaktionäre mit Stimmrecht und Stammaktionäre bestimmten Gewinnanteils von bis 1,33 % des Nennbetrages der Vorzugsaktien mit Stimmrecht und Stammaktien; 3. zur gleichmäßigen Zahlung eines weiteren Gewinnanteils an die Vorzugsaktionäre mit Stimmrecht, die Stammaktionäre und die Vorzugsaktionäre ohne Stimmrecht nach dem Verhältnis der Aktienbeträge, soweit die Hauptversammlung nicht diesen Teil des Reingewinns ganz oder teilweise von der Verteilung ausschließt. Im Falle der Grundkapitalserhöhung kann die Gewinnbeteiligung der neuen Aktien abweichend von § 53 des Aktiengesetzes bestimmt werden. Grundkapital: Das Grundkapital der S. & H. A. G. besteht zur Zeit aus: nom. RM 19.000.000,00 Namens-Vorzugsaktien mit Stimmrecht in 19 000 Stücken zu je RM 1.000,00 (Nr. 1-19 000), nom. RM 251.000.000,00 Inhaber-Stammaktien in 251 000 Stücken zu je RM 1.000,00 (Nr. 19 001-270 000), nom. RM 130.000.000,00 Vorzugsaktien ohne Stimmrecht in 130 000 Stücken zu je RM 1.000,00 (Nr. 1A-130 000A). Summe: RM 400.000.000,00. Jede Stammaktie zum Nennwert von RM 1.000,00 und jede Vorzugsaktie mit Stimmrecht zum Nennwert von Reichsmark 1.000,00 gewährt eine Stimme. Die Vorzugsaktien mit Stimmrecht haben in bestimmten im § 22 der Satzung genannten Fällen ein mehrfaches Stimmrecht. Bestand an eigenen Aktien: nom. RM 1.226.000,00 Stammaktien (Buchwert RM 441.360,00); nom. 12.940.000,00 Vorzugsaktien ohne Stimmrecht (Buchwert RM 5.952.000,00). Besondere Rechte: Die Namens-Vorzugsaktien mit Stimmrecht (Nr. 1-19 000) haben sechsfaches Stimmrecht nach Maßgabe des § 25 der Satzung. Die Vorzugsaktien ohne Stimmrecht (Nr. 1 A- 130000A) haben ein Vorrecht bezüglich der Verteilung des Reingewinns. Bei der Verteilung des Gesellschaftsvermögens erhalten zunächst die Vorzugsaktien ohne Stimmrecht, sodann die Stammaktien und sodann die Vorzugsaktien mit Stimmrecht je bis zu 35% des Aktiennennbetrages; der Rest wird auf alle Aktien nach dem Verhältnis ihrer Nennbeträge verteilt.)


ZEIT2009 (1943)
THEMAVerschlüsselung des Herstelldatums von Telefonen (Organe und Kapital der Gesellschaft)
TEXTA: 1920 / 1945 / 1970 / 1990 / 2010;
B: 1921 / 1946 / 1971 / 1991;
C: 1922 / 1947 / 1972 / 1992;
D: 1923 / 1948 / 1973 / 1993;
E: 1924 / 1949 / 1974 / 1994;
F: 1925 / 1950 / 1975 / 1995;
G: 1926 / 1951 / 1976;
H: 1927 / 1952 / 1996;
J: 1928 / 1953 / 1977 / 1997;
K: 1929 / 1954 / 1978 / 1998;
L: 1930 / 1955 / 1979 / 1999;
M: 1931 / 1956 / 1980 / 2000;
N: 1932 / 1957 / 1981 / 2001;
O: 1933 / 1958;
P: 1934 / 1959 / 1982 / 2002;
Q: 1935 / 1960;
R: 1936 / 1961 / 1983 / 2003;
S: 1937 / 1962 / 1984 / 2004;
T: 1938 / 1963 / 1985 / 2005;
U: 1939 / 1964 / 1986 / 2006;
V: 1940 / 1965 / 1987 / 2007;
W: 1941 / 1966 / 1988 / 2008;
X: 1942 / 1967 / 1989 / 2009;
Y: 1943 / 1968;
Z: 1944 / 1969. (Vorstand: Dr.-Ing. E. h. Dr. rer. nat. h. c. Heinrich von Buol, Berlin-Frohnau, Vorsitzer; Dr. phil. h. c. Dr.-Ing. E. h. Fritz Luschen, Berlin-Steglitz, stellv. Vorsitzer; Richard Diercks, Berlin-Dahlem; Theodor Frenzel, Berlin-Westend; Dr. jur. Fritz Jessen, Berlin-Dahlem; Dr. Hans Kerschbaum; Gustav Leifer, Berlin-Dahlem; Wilhelm Rabanus; Ernst von Siemens; Dr. phil. Erich Thürmel, Berlin-Dahlem; Dr. phil. Ludwig von Winterfeld, Berlin-Charlottenburg; Dr. rer. pol. Wolf-Dietrich von Witzleben, Berlin; stellvertretende Mitglieder: Dr. techn. Ernst Kraus, Baurat, h. c., Wien; Dr.-Ing. Max Moeller, Berlin-Charlottenburg; Bruno Pohlmann, Berlin-Frohnau; Paul Storch, Berlin-Nikolassee. Aufsichtsrat: Dr. phil. Hermann von Siemens, Berlin-Wannsee, Vorsitzer; Friedrich Carl Siemens, Berlin-Dahlem, stellv. Vorsitzer; Oscar Caminneci, Rittergutsbesitzer, Zetthun, Kreis Pollnow i. Pomm.; Oskar R. Henschel, Kassel; Hermann Rudolf Münchmeyer, Hamburg; Ministerialdirektor z. D. Alfred Olscher, Berlin-Zehlendorf; Dr. phil. h. c., Dr.-Ing. E. h., Dr. rer. nat. h. c. Oskar Ritter von Petri, Geheimer Kommerzienrat, Nürnberg; Dr. Oswald Rösler, Berlin-Lankwitz; Dr.-Ing. E. h., Dr. rer. mont. h. c., Dr. phil. h. c. Albert Vogler, M. d. R., Dortmund. Abschlußprüfer für das Geschäftsjahr 1941/42; Deutsche Treuhand-Gesellschaft, Berlin. Geschäftsjahr: 1. Oktober bis 30. September. Hauptversammlung (Stimmrecht): Die Hauptversammlungen finden in Berlin statt. Es gewährt jede Stammaktie und jede Vorzugsaktie mit Stimmrecht über RM 1.000,00 das Recht auf eine Stimme. Es stehen zur Zeit den 251 000 Stimmen der RM 251.000.000,00 Stammaktien 19 000 Stimmen der Reichsmark 19.000.000,00 Vorzugsaktien gegenüber. Die Vorzugsaktien mit Stimmrecht haben in bestimmten, im § 22 der Satzung genannten Fällen ein sechsfaches Stimmrecht. Gewinnverteilung: Der jährliche Reingewinn wird in nachstehender Reihenfolge verwandt: 1. zur Zahlung eines für die Vorzugsaktionäre ohne Stimmrecht bestimmten Vorzugsgewinnanteils von 1,75 % des Nennbetrages der Vorzugsaktien ohne Stimmrecht. Reicht der Reingewinn zur Zahlung des Vorzugsgewinnanteils nicht aus, so sind die Fehlbeträge ohne Zinsen aus dem Reingewinn der folgenden Geschäftsjahre vor Verteilung eines Gewinnanteils an die Aktionäre anderer Aktiengattungen nachzuzahlen. Reicht der zur Verfügung stehende Reingewinn zur Zahlung der Rückstände sowie des 1,75prozentigen Vorzugsgewinnanteils des neuen Geschäftsjahres nicht aus, so gelangen zunächst die Rückstände in der Reihenfolge ihrer Entstehung auf den laufenden Gewinnanteilschein und sodann erst der Vorzugsgewinnanteil des neuen Jahres zur Auszahlung; 2. zur gleichmäßigen Zahlung eines für die Vorzugsaktionäre mit Stimmrecht und Stammaktionäre bestimmten Gewinnanteils von bis 1,33 % des Nennbetrages der Vorzugsaktien mit Stimmrecht und Stammaktien; 3. zur gleichmäßigen Zahlung eines weiteren Gewinnanteils an die Vorzugsaktionäre mit Stimmrecht, die Stammaktionäre und die Vorzugsaktionäre ohne Stimmrecht nach dem Verhältnis der Aktienbeträge, soweit die Hauptversammlung nicht diesen Teil des Reingewinns ganz oder teilweise von der Verteilung ausschließt. Im Falle der Grundkapitalserhöhung kann die Gewinnbeteiligung der neuen Aktien abweichend von § 53 des Aktiengesetzes bestimmt werden. Grundkapital: Das Grundkapital der S. & H. A. G. besteht zur Zeit aus: nom. RM 19.000.000,00 Namens-Vorzugsaktien mit Stimmrecht in 19 000 Stücken zu je RM 1.000,00 (Nr. 1-19 000), nom. RM 251.000.000,00 Inhaber-Stammaktien in 251 000 Stücken zu je RM 1.000,00 (Nr. 19 001-270 000), nom. RM 130.000.000,00 Vorzugsaktien ohne Stimmrecht in 130 000 Stücken zu je RM 1.000,00 (Nr. 1A-130 000A). Summe: RM 400.000.000,00. Jede Stammaktie zum Nennwert von RM 1.000,00 und jede Vorzugsaktie mit Stimmrecht zum Nennwert von Reichsmark 1.000,00 gewährt eine Stimme. Die Vorzugsaktien mit Stimmrecht haben in bestimmten im § 22 der Satzung genannten Fällen ein mehrfaches Stimmrecht. Bestand an eigenen Aktien: nom. RM 1.226.000,00 Stammaktien (Buchwert RM 441.360,00); nom. 12.940.000,00 Vorzugsaktien ohne Stimmrecht (Buchwert RM 5.952.000,00). Besondere Rechte: Die Namens-Vorzugsaktien mit Stimmrecht (Nr. 1-19 000) haben sechsfaches Stimmrecht nach Maßgabe des § 25 der Satzung. Die Vorzugsaktien ohne Stimmrecht (Nr. 1 A- 130000A) haben ein Vorrecht bezüglich der Verteilung des Reingewinns. Bei der Verteilung des Gesellschaftsvermögens erhalten zunächst die Vorzugsaktien ohne Stimmrecht, sodann die Stammaktien und sodann die Vorzugsaktien mit Stimmrecht je bis zu 35% des Aktiennennbetrages; der Rest wird auf alle Aktien nach dem Verhältnis ihrer Nennbeträge verteilt.)
QUELLE[Arbenz: Die verflixte "31"; Sammler- und IG für das historische Fernmeldewesen] ([Handbuch Akt.-Ges. (1943) 6245])