Klöckner-Humboldt-Deutz AG

Allgemeines

FirmennameKlöckner-Humboldt-Deutz AG
OrtssitzKöln
OrtsteilDeutz, Kalk
Stra√üeDeutz-M√ľlheimer Str. 149/55
Postleitzahl51063
Art des UnternehmensMaschinenfabrik
AnmerkungenBis 1938: "Humboldt-Deutz Motoren AG" (s.d.). 1997: Hausnr. 147-49. 1952 von der neu geschaffenen Kl√∂ckner Holdung "Nordwestdeutsche H√ľtten- und Bergwerksverein AG" entflochten. 1997: Umfirmierung in "Deutz AG" (s.d.)
Quellenangaben[Maschinenindustrie im Dt. Reich (1939/40) 521] [Handbuch Akt.-Ges. (1943) 347]




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
10.07.1864 Gr√ľndung der Ursprungsfirma als "N. A. Otto & Cie."
1934 Der Bau von Steilrohrkesseln wird um 1934 aufgegeben und die damit verbundenen Schutzrechte usw. zu angemessenen Bedingungen veräußert.
05.11.1938 In der Hauptversammlung wird die Firma in "Kl√∂ckner-Humboldt-Deutz" abge√§ndert. Die Inititative daf√ľr geht von dem Industriellen Peter Kl√∂ckner aus. So bildet die KHD (Stahlverarbeitung) zusammen mit den Duisburger Schwesterfirmen "Kl√∂ckner-Werke AG" (Stahlerzeugung) und "Kl√∂ckner & Co." (Stahlhandel) eine integrierte Unternehmensgruppe.
05.11.1938 Die Hauptversammlung vom 5. November hat eine engere Zusammenfassung der Gesellschaft mit der Kl√∂ckner-Werke A.-G. in eine Interessengemeinschaft beschlossen. Diese sieht vor, da√ü in Zukunft nach Abschreibungen und R√ľckstellungen der Gewinn und Verlust der Gesellschaft an die Kl√∂ckner-Werke A.-G. √ľbergef√ľhrt wird; diese dagegen die Garantie √ľbernimmt, den noch au√üenstehenden Aktion√§ren der Kl√∂ckner-Humboldt-Deutz A.-G. dieselbe Dividende wie bei Kl√∂ckner zuzuf√ľhren. Die freien Aktion√§re der Kl√∂ckner-Humboldt-Deutz A.-G. k√∂nnen ihre Aktien bis zum 30. Juni 1939 in Aktien der Kl√∂ckner-Werke St√ľck gegen St√ľck umtauschen. Die Aktion√§re, welche hiervon bis Ende Dezember 1938 Gebrauch machen, erhalten eine Barverg√ľtung von RM 100,00 auf nom. RM 1.000,00 Aktien und entsprechend weniger auf die kleineren Aktien.
1939-1940 Zwecks Typenbereinigung und gemeinschaftlichen Vertriebes im Auslande Eingehung einer Gemeinschaft mit der Firma Karl Metz Feuerwehrgerätefabrik in Karlsruhe unter der Firma "Magirus-Metz Feuerwehrgeräte Export G. m. b. H.", Köln.
1939-1940 Zusammenfassung der der Belieferung mit Ersatzteilen und dem Reparaturdienst an Kraftmaschinen und Fahrzeugen dienenden Lager und Werkstatteinrichtungen in einem neuen Werk.
1940-1941 Erwerb von Grundst√ľcken f√ľr die Au√üenstellen sowie einigen Wohngeb√§uden.
1940-1941 Die Beteiligungen an der Carlsh√ľtte Maschinen- und Stahlbau-G. m. b. H., Waldenburg-Altwasser, und Reichswerke A.-G. f√ľr Erzbergbau und Eisenh√ľtten "Hermann G√∂ring", Berlin, werden ver√§u√üert.
29.10.1942 Laut Aufsichtsratsbeschluß vom 29. Oktober 1942 Kapitalberichtigung gemäß DAV vom 12. Juni 1941 um 30% = RM 9.750.000,00 auf RM 42.250.000,00 durch Zuschreibung von RM 7.750.000,00 zum Anlagevermögen und RM 2.000.000,00 zum Umlaufvermögen. Ermächtigung des Vorstandes zur Erhöhung des Grundkapitals um bis zu RM 10.000.000,00, befristet bis 30. Juni 1947 (Hauptversammlungsbeschluß vom 4. Dezember 1942).
04.12.1942 Letzte ordentliche Hauptversammlung bis 1943/44
1944 Beginn der serienm√§√üigen Fertigung von luftgek√ľhlten Dieselmotoren im Werk Ulm
Winter 1944/45 Schwere Kriegszerst√∂rungen f√ľhren zum Erliegen der Produktion. Die K√∂lner Werke sind bei Kriegsende zu 74% zerst√∂rt.
1945 Mit gro√üem Einsatz beginnt der Wiederaufbau. Erlaubnis der Alliierten zur R√ľckf√ľhrung verlagerter Werkzeugmaschinen und zum Bau von Bergbaumaschinen und Br√ľcken.
1946 Erlaubnis zum Bau von 500 Traktoren
Juli 1946 Die Bezeichnung "Ottomotor" wird in der Erstausgabe des DIN-Blattes Nr. 1940 definiert als: "Verbrennungsmotor, bei dem die Verbrennung durch zeitlich gesteuerte Fremdz√ľndung eingeleitet wird." - Diese Definition gilt bis 1958.
1948 Bau eines Deutz-Reparaturwerks in √úbersee (Bayern)
1949 Wiederaufnahme der Dieselmotoren-Fertigung und Beginn der serienm√§√üigen Fertigung von luftgek√ľhlten Dieselmotoren im Werk Deutz.
1950 Produktionsbeginn von Traktoren mit luftgek√ľhlten Motoren im Werk Deutz
1950 Die Produktion verläuft den Umständen entsprechend wieder normal. Es werden 40.000 Motoren mit 1,5 Mio PS, 10.000 Traktoren und 6.000 Nutzfahrzeuge gebaut. Umsatz: 300 Millionen DM. Die ersten Lehrlinge beenden ihre Ausbildung, 60% der Gebäude sind wieder nutzbar.
1950 Der Stahlbau-Bereich "Humboldt" baut mit an der K√∂ln-M√ľlheimer Br√ľcke
Sept. 1950 Die erste Nummer der Betriebszeitschrift "Werks-Rundschau" erscheint
1951 Produktion des 50.000. DEUTZ-Schleppers seit Produktionsbeginn 1926
1951 Nach einer Produktion von 19.000 Schleppern F1M 414 mit wassergek√ľhltem Motor wird die Fertigung eingestellt. Ab jetzt werden in Schlepper nur noch luftgek√ľhlte Motoren eingebaut.
1952 Die Verbindungen von KHD und der neu geschaffenen Kl√∂ckner Holding "Nordwestdeutscher H√ľtten- und Bergwerksverein AG" werden entflochten.
1953 Die Verflechtung mit den anderen Klöckner-Werken wird aufgehoben.
1953 Kooperation mit den "Vereinigten Westdeutschen Waggonfabriken AG"
1953 Beginn der Kettenschlepper-Fertigung
1954 Bau des 100.000. luftgek√ľhlten Dieselmotors
1954 Es wird eine moderne Motorenfertigung in Deutz eingerichtet.
1958 Neue Definition des Begriffs "Ottomotor" lt. DIN-Blatt 1940: Verbrennungsmotor, bei dem die Verbrennung des verdichteten Kraftstoff-Luftgemisches durch zeitlich gesteuerte Fremdz√ľndung eingeleitet wird.
1959 √úbernahme der "Vereinigten Westdeutschen Waggonfabriken AG"
1959 Beginn der Fertigung von Luftfahrt- und Industriegasturbinen im Werk Oberursel
1961 Errichtung einer neuen Traktorenfabrik im Werk Köln-Kalk
1964 Das "Magirus"-Zeichen wird Unternehmenslogo
1964 Der Umsatz beträgt 1,6 Milliarden DM
1967 Bau eines neuen Forschungs- und Entwicklungswerks in K√∂ln-Porz f√ľr 700 Mitarbeitr auf einer Fl√§che von 125.000 qm, es wurden 34 Mio DM investiert.
1967 Bau eines neuen KHD-Motorenwerks in Ulm
1968 Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an der "Maschinenfabrik Fahr AG" in Gottmadingen
1969 Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung an der "Westfalia Dinnendahl Gröppel AG" in Bochum
1970 Nach einer Produktion von rund 20.000 Lokomotiven im Leistungsbereich von 4 - 2.400 PS seit 1892 wird die Fertigung eingestellt.
1970 Umbenennung der "Wohlfahrt" in "KHD-Wohnungsbau"
1970 Erwerbung des Werks "Voerde" bei Dinslaken f√ľr den Gro√ümotorenbau
1972 Seit 1926 wurden bisher 500.000 Traktoren gebaut.
1972 Übernahme und Fusion der "Westfalia Dinnendahl Gröppel AG" in Bochum mit dem Anlagenbau der ehemaligen Maschinenbauanstalt Humboldt unter dem Namen "KHD Industrieanlagen"
1974 KHD liefert 10.000 schwere LKW mit luftgek√ľhlten DEUTZ-Dieselmotoren in die Sowjetunion
1974 Nach einer Produktion von 15.000 Kettenschleppern seit 1953 wird die Produktion eingestellt.
1974 Gr√ľndung der "Magirus Deutz AG" im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung auf dem Nutzfahrzeuggebiet zwischen der KHD und Fiat in Turin
1975 Der KHD-Nutzfahrzeugbereich (Magirus Deutz AG) wird in die gemeinsam mit Fiat gegr√ľndete Gesellschaft "IVECO" eingebracht.
1978 Der 500.000ste in Ulm gebaute luftgek√ľhlte Dieselmotor wird fertiggestellt
1979 √Ąnderung der Firma f√ľr den Anlagenbau der ehemaligen Maschinenbauanstalt Humboldt und der 1972 √ľbernommenen WEDAG (Bochum) in "KHD Humboldt Wedag"
1980 Verkauf der KHD-IVECO-Anteile an Fiat
1982 Einrichtung eines Technikums f√ľr Industrieanlagen im Entwicklungszentrum K√∂ln-Porz
1983 Der 1.500.000ste luftgek√ľhlte Deutz-Dieselmotor der Bauart FL 612 bis FL 913 wird aus K√∂lner Produktion fertiggestellt
1984 Seit 1867 wurden 4.000.000 DEUTZ Motoren gebaut.
1985 KHD kauft die "Motorenwerke Mannheim"
1985 √úbernahme des Landtechnik-Bereichs der "Allis-Chalmers Co." mit anschlie√üender Gr√ľndung der "Deutz-Allis-Corporation" mit Sitz in Milwaukee (Wisconsin)
1986 Werner Kirchg√§sser √ľbernimmt die Leitung der MWM.
1986 Schließung des Großmotorenwerks in Voerde und Verlagerung der Fertigung nach Mannheim
1986 Gr√ľndung der "MWM Diesel- und Gastechnik GmbH", Mannheim
1986 Gr√ľndung der "KHD Antriebs- und Luftfahrttechnik GmbH" und der "KHD Agrartechnik GmbH" als Betriebsf√ľhrungsgesellschaften
1987 Die Traktorenfertigung im Werk Köln-Kalk wird modernisiert.
1987 Das Unternehmen macht erstmals Verluste. Beginn von Restrukturierungsmaßnahmen: Sanierung und Konzentration auf die Kerngeschäfte Dieselmotoren, Landtechnik und Industrieanlagen
1987 Schließung des KHD-Werks in Bochum
1988 Produktionsbeginn der neuen √∂l-/luftgek√ľhlten Motorenbaureiche B/FL 1011
1988 Übernahme der Landmaschinenaktivitäten (Werk Gottmadingen) durch die "Greenland N.V."
1989 Seit 1944 wurden 4.000.000 luftgek√ľhlte Dieselmotoren gebaut.
1989 Verkauf der "Deutz Argentina S.A." in Buenos Aires
1989 Gr√ľndung neuer Gesellschaften im Industrieanlagenbau: "Humboldt Proze√üautonation GmbH" in K√∂ln; "GSE Gesellschaft f√ľr Schlamm- und Abwasserentsorgung mbH" in K√∂ln; "Humboldt Decanter Inc." in Atlanta (USA); Gautschi-Penta Inc." in Charlotte (USA); "Humboldt Wedag Espana SA" in Madrid
31.12.1989 Verkauf der "Deutz-Allis Corporation" in Milwaukee
1990 Umfangreiches Erneuerungsprogramm: Entwicklung neuer Motoren, Traktoren und Industrieanlagen
1990 Verkauf der "KHD-Luftfahrttechnik GmbH", Oberursel
1990 Übernahme der Alkenbrecher-Gruppe in Wesseling, die im Bereich der Montage und Wartung von Industrieanlagen tätig ist.
1992 1.000.000 DEUTZ-Traktoren wurden seit Produktionsbeginn 1926 gebaut.
1992 Neue Unternehmensstruktur und Organisation als Konzern-Holding. Sie besteht aus neu rechtlich selbst√§ndigen Gesellschaften, die als operative Unternehmen t√§tigen strategischen Gesch√§ftseinheiten und die im Dienstleistungsbereich t√§tigen Service-Tr√§ger sind unter dem Dach der Holding "KHD AG" f√ľr das operative Gesch√§ft verantwortlich.
1992 Start der Vorserienproduktion der neuen, fl√ľssigkeitsgek√ľhlten Dieselmotoren-Baureihen
02.06.1993 Das neue Motorenwerk in Köln-Porz, eines der modernsten seiner Art, wird offiziell in Betrieb genommen. Es ist mit einem Investitionsvolumen von rd. 600 Millionen DM die größte Einzelinvestition in der Geschichte der KHD.
1994 Kirchgässer berichtet von tiefroten Zahlen in Höhe von 308 Mio DM
01.1995 Die Deutsche Bank als gr√∂√üter Einzelaktion√§r ist bereit, 500 Mio DM f√ľr die Sanierung des Maschinenbaukonzerns beizusteuern
01.01.1995 Die Sparte "KHD Agrartechnik GmbH", Köln (Traktoren) und der "Deutz-Fahr Erntesysteme GmbH", Lauingen (Mähdrescher, Ballenpressen), werden zum 1. Januar 1995 an die italienische SAME-Gruppe verkauft.
Jan. - Apr. 1995 Der Motoren-Absatz steigt von Januar bis April um 29 % auf 45000
14.06.1995 Firmen-Chef Werner Kirchgässer scheidet nach 26jähriger Firmenzugehörigkeit aus dem Unternehmen aus. Nachfolger wird Anton Schneider.
24.-25.12.1995 Bei einem Großbrand bei DEUTZ SERVICE werden in der Nacht im Werk Deutz Gebäude und Hallen mit einer Fläche von ca. 15.000 Quadratmeter vernichtet.
10.09.1996 Die Aktionäre der KHD-Hauptversammlung beschließen die Umbenennung des Unternehmens in "Deutz AG" zum 1. Januar 1997.
01.01.1997 Umfirmierung in "Deutz AG". Das Unternehmen will sich auf die Entwicklung, die Produktion und den Service von Motoren der Leistungsklasse von 4 kW bis 4.000 kW konzentrieren.
2001 Verkauf der "KHD Humboldt Wedag AG" (Anlagenbauer im Bereich der Zementherstellung, Erz- und Kohleveredelung) und Umwandlung in eine GmbH




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Br√ľckenbau 1939 Erste Erw√§hnung 1939 Letzte Erw√§hnung  
Diesel-Lokomotiven 1938 Umfirmierung aus Humboldt-Deutz 1970 Ende nach rd. 20.000 St√ľck  
Gaserzeuger 1939 Erste Erw√§hnung 1939 Letzte Erw√§hnung  
H√ľttenwerkseinrichtungen f√ľr Nichteisenmetalle 1939 Erste Erw√§hnung 1939 Letzte Erw√§hnung  
Industrie√∂fen 1939 Erste Erw√§hnung 1939 Letzte Erw√§hnung  
Omnibusse 1939 Erste Erw√§hnung 1939 Letzte Erw√§hnung  
Stahlhochbau 1939 Erste Erw√§hnung 1939 Letzte Erw√§hnung  
Traktoren 1938 Beginn mit luftgek√ľhlten Motoren 1972 500.000 St√ľck seit 1926 1950 Beginn von solchen mit luftgek√ľhlten Motoren




Personal

Zeit gesamt Arbeiter Angest. Lehrl. Kommentar
1935 0 6887 1781 1078 Löhne: 4.293.000 RM; Gehälter: 6.862.000 RM; Umsatz: 64.168.000 RM
1936 0 8688 2778 1565 Löhne: 19.769.000 RM; Gehälter: 9.227.000 RM; Umsatz: 97.714.000 RM
1937 0 10196 3232 1683 Löhne: 26.966.000 RM; Gehälter: 12.586.000 RM; Umsatz: 137.378.000 RM
1938 0 11674 3462 1725 Löhne: 31.176.000 RM; Gehälter: 14.335.000 RM; Umsatz: 180.533.000 RM
1950 13000        
1964 32000        




Produktionszahlen

von bis Produkt im Jahr am Tag Einheit
1896 1961 Diesellokomotiven 24000   St√ľck




Firmen-√Ąnderungen, Zusammensch√ľsse, Teilungen, Beteiligungen


Zeit = 1: Zeitpunkt unbekannt

Zeit Bezug Abfolge andere Firma Kommentar
1938 Zusammenschluß, neuer Name zuvor Klöckner-Werke AG Abänderung der Firma
1938 Zusammenschluß, neuer Name zuvor Humboldt-Deutz-Motoren AG Abänderung der Firma
1985 Holding, Dachgesellschaft danach Motorenwerke Mannheim AG, vorm. Benz, Abt. stat. Motorenbau MWM --> KHD
1975 Lösung (Tochter neuer Name) danach Iveco Magirus Aktiengesellschaft KHD + Fiat = IVECO
1997 Umbenennung danach Deutz AG KHD --> Deutz




Allgemeines

ZEIT1943
THEMAOrgane und Kapital der Gesellschaft
TEXTVorstand: Dr.-Ing., Dr. techn. h. c. Emil Flatz, Bergisch- Gladbach, Dipl.-Ing. Heinrich Jakopp, K√∂ln-Marienburg, Direktor Otto Merker, Ulm; Dipl. Berg-Ing. Carl Sch√ľnhoff, K√∂ln-Bayenthal; Dipl.-Ing. Helmut Stein, K√∂ln-M√ľlheim. Aufsichsrat: Dr. h. c. Florian Kl√∂ckner, Haus Waldh√ľgel bei L√∂ttringhausen (Westf.), Ehrenvorsitzer; Ministerialdirektor a. D. Wilhelm Marotzke, Vorstandsvorsitzer der Kl√∂ckner-Werke A.-G., Duisburg, Vorsitzer; Dr. jur. G√ľnter Henle, Vorstandsmitglied der Kl√∂ckner-Werke A.-G., Duisburg, stellv. Vorsitzer; Julius Grauenhorst, Jagdhaus bei Fleckenberg (Sauerland); H√ľttendirektor Dr.-Ing. Erich Killing, Duisburg; Generaldirektor a. D., Dr. phil,, Dr.-Ing. e. h., Dr. jur. e. h. Arnold Langen, K√∂ln; Direktor Paul Ludwig, Duisburg; Major Richard Manger, Hamburg. Abschlu√üpr√ľfer f√ľr das Gesch√§ftsjahr 1942/43: Wirtschaftspr√ľfer Reinold Specht, Dortmund. Gesch√§ftsjahr: 1. Juli bis 30. Juni. Hauptversammlung (Stimmrecht): je nom. RM 130,00 einer Aktie 1 Stimme. Reingewinn-Verwendung: Der Reingewinn, das ist der Ueberschu√ü der Aktivposten √ľber die Passivposten nach Vornahme der Abschreibungen, Wertberichtigungen, R√ľcklagen und R√ľckstellungen, ist wie folgt zu verteilen: 1. zun√§chst erhalten die Aktion√§re einen Anteil von 4 % des eingezahlten Grundkapitals; 2. hierauf k√∂nnen weitere besondere R√ľcklagen gebildet werden; 3. von dem verbleibenden Betrag erh√§lt der Aufsichtsrat einen Anteil von 7,5 % nach n√§herer Bestimmung des Aktiengesetzes ¬ß 98 Abs. 3 und 4; 4. den Ueberschu√ü erhalten die Aktion√§re, soweit die Hauptversammlung nichts anderes beschlie√üt. Grundkapital: nom. RM 42.250.000,00 Stammaktien in 29 509 St√ľcken zu je RM 1.300,00 (Nr. zwischen 1 - 10 000, 21 001 - 22 325, 24 576 - 37 925), 157 St√ľcken zu je RM 390,00 (Nr. zwischen 22 326 - 23 325), [56 926 - 63 425), 29 439 St√ľcken zu je RM 130,00 (Nr. zw. 10 001 - 21 000, 37 926 - 56 925, 63 426 - 63 580). Genehmigtes Kapital: RM 10.000.000,00, lt. Hauptversammlungsbeschlu√ü vom 4. Dezember 1942, befristet bis 30. Juni 1947. Gro√üaktion√§r: Kl√∂ckner-Werke A.-G. (99.1 %). Dividende ab 1925/26: 0, 0, 0, 3, 5, 0, 0, 0, 2%, 3, 6, 6, 6%; ab 1938/39 laut Organvertrag 6 % durch Kl√∂ckner-Werke.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 347]


ZEIT1943
THEMAZweck und Gegenstand des Unternehmens
TEXTGegenstand des Unternehmens: Herstellung von Maschinen aller Art, besonders der Bau von Maschinen und Einrichtungen f√ľr Bergbau- und H√ľttenzwecke, von Kesseln und Eisenkonstruktionen, ferner Herstellung von Verbrennungskraftmaschinen jeder Art und ihrer Anwendungsgebiete, der Veitrieb der Erzeugnisse, die Vornahme einschl√§giger Handelsgesch√§fte, √ľberhaupt jede Bet√§tigung, -die unmittelbar oder mittelbar den Gesellschaftszweck zu erf√ľllen bestimmt ist. Die Gesellschaft darf sich bei anderen Unternehmungen in jeder m√∂glichen Rechtsform beteiligen; sie darf Zweigniederlassungen im Inland und Ausland unterhalten und Interessengemeinschaften mit anderen Gesellschaften abschlie√üen. Erzeugnisse: Motoren f√ľr alle Brennstoffe und Anwendungsgebiete, insbesondere f√ľr Einbau, Motorschlepper, Motorlokomotiven, Gaserzeugungsanlagen, Heizgasanlagen. Lastkraftwagen, Omnibusse, Fahrzeuge aller Art, insbesondere Feuerwehrfahrzeuge und Feuerwehrger√§t. Aufbereitungsanlagen f√ľr Kohle, Erze, Metalle und Erden aller Art. Einrichtung von Zementfabriken, Eisen- und Stahlkonstruktionen, Verlade- und Transportanlagen, Dampfkesselanlagen, gelochte Bleche, Warmpre√üteile, blankgezogenes Material.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 347]


ZEIT1943
THEMABesitzverhältnisse
TEXTBesitz- und Betriebsbeschreibung: Grundbesitz: 3 098 836 qm, wovon etwa 969 493 qm bebaut sind. 1. Fabrikbetriebe: a) Die Gesellschaft besitzt und betreibt in Berlin, West- und S√ľddeutschland 8 Werke; b) Reparaturwerkst√§tten in Berlin, Breslau, Dortmund, Frankfurt (Main), Hamburg, Hannover, K√∂ln, K√∂nigsberg, Lublin, Stuttgart, Ulm, Wien, Paris. 2. Wohnhaus-Grundst√ľcke: a) K√∂ln 55298 qm, b) Sonstige 2616 qm. 3. Unbebaute Grundst√ľcke: a) K√∂ln 598988 qm; b) Oberursel 113100 qm, Reparaturwerke 34787 qm. 4. G√ľter: a) Gut "Gro√üe Plantag'e" bei K√∂ln-Ostheim; Grundbesitz 980003 qm. b) Gut Neuenhof in Ensen; Grundbesitz 402465 qm. 5. H√§user: 3 Verwaltungsgeb√§ude, 157 Angestellten- und Arbeiterwohnh√§user. 6. Verkaufsstellen in Berlin, Breslau, Dortmund, Frankfurt (Main), Hamburg, Hannover, K√∂nigsberg (Pr.), Leipzig, N√ľrnberg, Saarbr√ľcken, Wien, Krakau, Prag. 7. Vertretungen an allen gr√∂√üeren Pl√§tzen des Auslandes. Tochtergesellschaften (s.d.): 1. Deutz-Motoren-Gesellischaft, Otto legitimo, m. b. H., Hamburg, Beteiligung: 100%; 2. Kl√∂ckner-Humboldt-Deutz Isselburger H√ľtte A.-G., Isselburg, Beteiligung: 97.67 %; 3. Kl√∂ckner Flugmotorenbau G. m. b. H., Hamburg, Beteiligung: 100 %; 4. Wohnungsbau-Gesellschaft "Wohlfahrt" G. m. b. H., K√∂ln-Kalk, Beteiligung: 100 %; 5. Magirus-Metz Feuerwehrger√§te Export G. m. b. H., K√∂ln, Beteiligung: 55 %; 6. Ferner verschiedene Vertriebsgesellschaften im Ausland. Buchwert der Beteiligungen: RM 3 984 884.25.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 347]