Dingler'sche Maschinenfabrik

Allgemeines

FirmennameDingler'sche Maschinenfabrik
OrtssitzZweibr├╝cken
Postleitzahl66482
Art des UnternehmensMaschinenfabrik
AnmerkungenSeit 1897 in eine Aktiengesellschaft unter der Firma "Dinglersche Maschinenfabrik Akt.-Ges., Maschinenfabrik, Eisengie├čerei, Kesselschmiede ..." umgewandelt. Seit 1935 unter der Firma "Dinglerwerke Aktiengesellschaft" (s.d.). Lt. Auskunft der Fa. Mannesmann-Demag und von Herrn Ludwig (ehem. Betriebsleiter) sind keine nennenswerten Archivalien von Dingler erhalten geblieben.
Quellenangaben[100 Jahre Dingler 1827-1927 (1927)] [Ludwig: Dinglerwerke (1991)] [Matscho├č: Entw. Dampfmasch (1908) II, 194]
HinweiseWeitere Quellen: [Rothenberger: Dampfmaschine in der Pfalz; Mit Hist Verein Pfalz 95 (1997) 301] [Wiener Weltausstellung, Amtlicher Katalog (1873) 459] [Gl├╝ckauf (1903) Anzeige] [Ludwig: Dinglerwerke (1991)]: Portrait von Christian Wilhelm Nikolaus Dingler




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
15.02.1802 Geburt des Firmengr├╝nders, Christian Nikolaus Dingler, in Zweibr├╝cken als Sohn des Mechanikers Johan Christian Dingler, des J├╝ngeren. - Er lernt in der v├Ąterlichen Werkstatt die Grundkenntnisse des Schlosserberufs. Sp├Ąter arbeitet er in der Fremde, u.a. in der Maschinenfabrik Graffenstaden im Elsa├č.
1826 Gr├╝ndung der "Dingler'schen Maschinenfabrik" als mechanische Werkstatt durch den Mechanikus Christian Nikolaus Dingler, der mit zehn Arbeitern Buchdruckpresse, ├ľl- und Schneidem├╝hlen herstellt. - Seine Buchdruckpressen werden ├╝berall hin verkauft, bis die moderne Schnellpresse sie ersetzt und der selbst sich anderen Fabrikationszweigen zuwendet.
16.02.1834 Geburt von Georg Julius Dingler als zweites Kind von Christian Dingler. - Er besucht die TH Karlsruhe und erwirbt sich praktische Kenntnisse in Graffenstaden und in England.
03.05.1834 Chr. Dingler erwirbt den Gutshof "Sch├Ânhof" von Baron Wilhelm Lasalle vom Louisenthal f├╝r 7.000 Gulden rheinischer W├Ąhrung, richtet die vorhandenen Geb├Ąude f├╝r Zwecke der Fabrikation her und beginnt nun dem Bau von Pumpen, Feuerspritzen und hydraulischen Pressen.
1838-1840 Er├Âffnung der Gie├čerei (1838 oder 1839 oder 1840), wozu ihn die schlechten Stra├čen bewegen
1838/39 Ingangsetzung der ersten Betriebsdampfmaschine. Der zugeh├Ârige Kessel wird von Piedboeuf in Aachen geliefert.
18.09.1838 Entschlie├čung der K├Âniglichen Regierung, da├č den Klagen der Nachbarn wegen der Rauch- und Ru├čbel├Ąstigung nicht stattgegeben wird.
1839 Aufstellung der ersten Dampfmaschine f├╝r die Gie├čerei, eine Balanciermaschine Watt'schen Typs mit 12 PS Leistung. Es ist unsicher, ob diese selbst gefertigt ist.
1840-1849 Baubeginn von Dampfkesseln in den 1840er Jahren
1840 In Betrieb gehen Gie├čerei und Kraftzentrale.
1843 Baubeginn von Dampfmaschinen wenn nicht 1839, dann sicher 1843 - die erste pf├Ąlzische Dampfmaschine mit Balancier mit 20 PS Leistung. Sie wird zum gr├Â├čten Teil von Hand gefertigt.
1844 Der erste Dampfkessel verl├Ą├čt das Werk.
1848 Die Werksanlagen werden vergr├Â├čert.
1848 Professor Louis Selinger von der Polytechnischen Schule Augsburg wird technischer Direktor des Unternehmens.
24.11.1850 Geburt von Johannes Franziskus Meyjes
1853 Ein gro├čer Brand zerst├Ârt die Fabrik 17 fertige G├╝terwagen und die vorgerichteten Teile f├╝r ca. 100 Waggons fallen ihm zum Opfer.
1853 Es gelingt, die zerst├Ârte Fabrik in sechs Wochen wieder aufzubauen
1853 Das Werk umfa├čt einen Fl├Ąchenraum von 13.000 m┬▓, davon 5.000 m┬▓ ├╝berbaute Fl├Ąche
1854 Haindl erh├Ąlt eine neue Papiermaschine von Dingler
31.12.1855 Vertagsverl├Ąngerung mit Prof. Louis Seelinger. Christian Dingler ├╝bertr├Ągt darin Seelinger die Direktion seiner Maschinenfabrik.
1857 Der 29j├Ąhrige Ingenieur Johann Babtist Wolff (*02.05.1828) tritt in das Unternehmen einp
14.02.1857 Ehevertrag zwischen J. B. Wolff und seiner Frau, Johanna Louise Dingler (Tochter des Zweibr├╝cker Maschinenfabrikanten Christian Dingler) Dabei erh├Ąlt J. L. Dingler von ihren Eltern ein Drittel der auf dem Sch├Ânhof befindlichen Immobilien und Einrichtungen.
07.05.1857 Zweibr├╝cken wird an das Pf├Ąlzisch-Saarbr├╝ckener Eisenbahn-Verkehrsnetz angeschlossen.
1858 Die erste gro├če Kolbendampfmaschine mit 1000 mm Hub verl├Ą├čt das Werk.
1858 Vergr├Â├čerung des Werks auf 13.000 qm, von denen 5.000 qm ├╝berbaut sind. Die Erwiterung erfolgt im Norden, wo Dingler mit dem Sch├Ânhof gro├če G├Ąrten gekauft hatte.
18.12.1858 Tod des Firmengr├╝nders. Sein Sohn Julius Dingler wird sein Nachfolger.
1859 Namens├Ąnderung von Dingler in "Dingler'sche Maschinenfabrik O.H.G."
Fr├╝hjahr 1860 Im Fr├╝hjahr [VDI (1905)] oder 1861 [Rothenburger]: Einstellung von Ludwig Erhardt bei Dingler
1862 Die Fabrik tritt mit vorz├╝glichen Dampfmaschinen auf der Ausstellung in London auf.
1862 Die Firma Dingler erh├Ąlt auf einer Ausstellung in London hohe Auszeichnungen.
23.09.1863 Julius Dingler heiratet in Sulzbach (Saar) Carolina Sophie Emma Appolt. Ihr Vater besitzt eine chemische Fabrik
03.07.1864 Geburt von Georg Christian Julius Dingler. - Er studiert von 1883 bis 1884 an der TH M├╝nchen und danach in Karlsruhe
1865 Johannes Klein beginnt als Schlosser in der Dingler'schen Maschinenfabrik f├╝r 12 Kreuzer Lohn je Tag.
1866 Die Herren Dingler und Wolf m├╝ssen Johannes Klein er├Âffnen, da├č sie nach Ablauf des praktischen Jahres keine Arbeit f├╝r ihn haben, denn die Gesch├Ąfte gehen nach dem Krieg von 1866 schlecht. Er erh├Ąlt die vorz├╝glichsten Zeugnisse
1867 Ausstellung einer Dingler-Dampfmaschine mit Expansionssteuerung von Ehrhardt auf der Weltausstellung in Paris, die mit einer silbernen Medaille ausgezeichnet wird. Hierbei ist zwischen Schieberschubstange und Schieberstange des Expansionsschiebers ein einarmiger Schwinghebel geschaltet, dessen Hebell├Ąnge durch ein Gleitst├╝ck mit Schwalbenschwanzf├╝hrung durch den Regler ver├Ąndert werden kann. Ein zweiter Exzenter bewegt den Grundschieber. Ehrhard profitiert von seinem dreimonatigen Aufenthalt in Paris, w├Ąhrend dessen er die Dingler-Maschine auf- und abbaut, und macht Studien in den Pariser Sammlungen und auf der Ausstellung selbst.
1869 Die Firma erh├Ąlt auf der Weltausstellung in Paris hohe Auszeichnungen.
1869 Die erste Dingler-F├Ârdermaschine mit 1.600 mm Hub beginnt auf einer Saargrube ihren Betrieb.
de 1869 Im Zeitabschnitt 1857 bis Ende 1869 wurden 110 Dampfmaschinen mit zusammen 2.000 PS Normalleistung hergestellt, worunter sich solche mit Einzelleistungen von 150 PS bei 1250 mm Kolbenhub befinden.
1870 Der erste Hochofen geht in Betrieb.
1871 Lieferung einer Verbund-F├Ârdermaschine f├╝r die Oberbayerische Aktiengesellschaft f├╝r Kohlenbergbau in Miesbach
1872 Sehr bedeutende Erweiterung der Werke. Hierzu werden die G├Ąrten des fr├╝heren Sch├Âhnofs im n├Ârdlichen Teil, am Fahrenberg, abgegraben und bebaut. Die ├╝berdachten Fabrikfl├Ąchen werden etwa verdoppelt.
1872 Bau eines Gasbeh├Ąlters mit Leitwerk
1873 Der Niederl├Ąnder J. F. Meyjes beginnt nach seinem Studium an den technischen Hochschulen in Hannover und Aachen bei Dingler. - Er ist zun├Ąchst bis 1875 dort t├Ątig und geht dann nach Rotterdam und Hahmburg zum Schiffbau.
1873 Ausstellung einer Dingler'schen Verbunddampfmaschine mit Kondensation und 120 U/min von Ehrhardt mit rotierender Kegelhahnsteuerung auf der Weltausstellung in Wien. Sie wird mit einem Ehrendiplom ausgezeichnet, und ihr Konstrukteur erh├Ąlt eine Erinnerungsmedaille als Mitarbeiter.
1873 Eine Doppel-Dampfmaschine kommt auf den Markt. Sie arbeitet mit 10 bar Druck bei 120 U/min.
1873 Die Firma erh├Ąlt auf der Wiener Weltausstellung f├╝r die erste Doppel-Dampfmaschine die h├Âchste Auszeichnung, das Ehrendiplom.
1876 Die erste Gabelmaschine (Fabr.-Nr. 544) verl├Ą├čt die Werkstatt. Sie geh├Ârt zu eine Reihe von blo├č 2 Modellen von 3 und 4 PS, hat eine eckige Form und eienn einzigen Verteilschieber mit Drosselregulator. Von diesen zwei Modellen werden 37 St├╝ck erstellt.
01.04.1876 Erhardt verl├Ą├čt die Firma Dingler, um die Maschinenfabrik Schleifm├╝hle zu gr├╝nden.
1877 Dingler wickelt im Auftrag der kgl. Bergwerksdirketion Ensdorf f├╝r die Grube Kronprinz den Auftrag ├╝ber einen Grubenventilator ab. Das Gebl├Ąse hat einen Durchmesser von 9 m und ist 3 m breit. Die dazu geh├Ârige Antriebs-Dapfmaschine hat einen Hub von 1100 mm.
1877 Lieferung der Stahlkonstruktion f├╝r den Bau der Synagoge
27.10.1877 Patent D.R.P. 1304 an die Dingler'sche Maschinenfabrik f├╝r eine Methode der Kupplung einer Kurbeldampfmaschine mit einer durch dieselbe zu betreibenden Luftdruckpumpe. Wenn eine Luftcompressionspumpe mit Dampfkraft betrieben werden soll, unter Anwendung starker Expansion des Dampfes, so wird bei der gebr├Ąuchlichen direkten Verbindung von Dampf- und Luftkolben ein, im Verh├Ąltnis zur Nutzleistung au├čerordentlich gro├čes Schwungrad n├Âtig. F├╝r die vorliegende Anordnung reduziert sich die Schwungradarbeit sehr betr├Ąchtlich. Je nachdem Dampfspannung und Luftdruck gegeben sind, mu├č hier der Dampfzylinder und dessen F├╝llung dem Luftpumpenzylinder entsprechend, mit R├╝cksicht auf m├Âglichst gleichf├Ârmigen Gang, bestimmt werden. Die Wirkungsweise der Maschine wird so angeordnet, da├č die Differenzen zwischen Dampfkolbendruck und Luftkolbendruck auf der Kurbel in tangentialer Richtung m├Âglichst klein sind. Zu diesem Zwecke werden Dampfkolben und Luftpumpenkolben von zwei verschiedenen Kurbeln bewegt, die auf einer gemeinschaftlichen
Schwungradwelle festsitzen. Diese Kurbeln m├╝ssen f├╝r jeden besonderen Fall um einen ganz bestimmten Winkel gegeneinander verstellt sein, damit der Gang der g├╝nstigste ist. Die Bestimmung dieses g├╝nstigsten Verkupplungswinkels kann man graphisch ausf├╝hren, indem man die Indikatordiagramme von Dampf- und Luftkolbendruck in die ensprechenden Tangentendruckdiagramme mit Ber├╝cksichtigung der Reibungswiderst├Ąnde verwandelt.
20.08.1878 Patent D.R.P. 5962 f├╝r eine Einrichtung an den Ausla├čventilen von Dampfmaschinen, um den Abschlu├č beliebig zu verz├Âgern
1879 Die technische Leitung der Firma Dingler wird vom Ingenieur Johannes Franziskus Meyjes ├╝bernommen. - Ihm wird sp├Ąter ein Lehrstuhl in Aachen und eine Direktorstelle bei Deutz angeboten, aber er lehnt beides zugunsten der Dingler'schen Fabrik ab.
de 1879 Bis Ende 1879 steigt die Zahl der gelieferten Dampfmaschinen auf 637 mit zusammen 12.000 PS Normalleistung.
1880 Die erste 200 PS Dampfmaschine verl├Ą├čt das Werk.
1881 Die erste Maschine mit Ventilsteuerung verl├Ą├čt das Werk.
1882 In den Werkst├Ątten wird die elektrische Beleuchtung eingef├╝hrt.
1882 Die zweite Reihe von Gabelmaschinen wird gebaut. Sie umfa├čt 15 Modelle vom 3 - 25 PS, hat abgerundete Hohlgu├čformen, Ridersteuerung udn Porterregulator. Von diesen Modellen werden 444 St├╝ck erstellt.
1882 Bau des ersten Dampfmotors mit 3 PS Leistung und 550 U/min
1888 Der Bau von Kompressoren wird aufgenommen.
1888 Bau eines stehenden Dampfmotors mit 600 U/min
16.06.1888 Baubeginn (?) einer Dampfluftpumpe durch G. Kuhn, Stuttgart-Berg.
1891 Das Werkareal wird durch den erwobenen alten Bahnhof vergr├Â├čert.
1891 Auf dem neu hinzugekauften Gel├Ąnde wird eine neue Gro├č-Gie├čerei mit Modellschreinerei und Modellhaus in Betrieb genommen.
1892 ├ťbergang zur elektrischen Kraftversorgung. Das Kesselhaus und die Dampfmaschinen werden zum Nordwerk in das neuerworbene Grundst├╝ck verlegt.
1892 Julius Dingler jr. kehrt nach mehrj├Ąhrigen T├Ątigkeiten (u.a. bei der Gutehoffnungsh├╝tte) nach Zweibr├╝cken zur├╝ck und ├╝bernimmt als Prokurist die kaufm├Ąnnische Leitung.
1894 Dingler erwirbt die Hei├čdampf-Patente von Wilhelm Schmidt und nimmt daraufhin eine Neukonstruktion aller Dampfmaschinentypen vor. Man unterscheidet zwei Haupttypen: Gabeldampfmaschinen mit Achsenregler (System Doerfel-Proell) in neun Gr├Â├čen mit Leistungen von 10 bis 200 PS (die kleineren mit Einkammer- und die gr├Â├čeren mit Zweikammer-Kolbenschieber, System Doerfel; bis 1927 rd. 2.000 St├╝ck gebaut; die Maschinen werden fertig montiert angeliefert); Bajonettdampfmaschinen, zun├Ąchst mit zwangl├Ąufiger Rolldaumen-Ventilsteuerung, sp├Ąter (f├╝r Dampfdr├╝cke bis zu 35 und 60 bar) mit Proell'scher Kolbenventilsteuerung und Proell-Achsenregler.
1895 Sehr bedeutende Erweiterung der Werke
1896 Die neue Reihe von Gabelmaschinen kommt heraus. Sie hat geschlossene Rahmenformen, Kolbensteuerung und Achsenregulator und wird in 7 Modellen von 7 - 75 PS gebaut. Bis Ende 1902 sind 234 Exemplare abgesetzt.
1896 Die ersten Hei├čdampfmaschinen werden ins Produktionsprogramm aufgenommen
05.11.1897 Umwandlung in eine Aktiengesellschaft unter der Firma "Dinglersche Maschinenfabrik A.-G." mit Wirkung ab 1. April 1897 und einem Kapital von 2.800.000 Mark. Julius Dingler und J. B. Wolf treten in den Aufsichtsrat ein. Vorsitzender des Aufsichtsrats wird Geheimrat Dr. h.c. Dr. R. Brosien in Mannheim. Die technische Leitung liegt bei den Ingenieuren Joh. Fr. Meyjes, Viktor Laeis und Julius Dingler jr. Die Gesellschaft geht hervor aus der im Jahre 1827 von Christian Nikolaus Dingler gegr├╝ndeten Firma.
1899 Bisher sind ├╝ber 3000 Dampfmaschinen aus der Fabrik hervorgegangen
1899 Bisher sind ├╝ber 4400 Dampfmaschinen aus der Fabrik hervorgegangen
24.01.1899 Tod von Georg Julius Dingler
24.01.1899 Tod von Julius Dingler
1902 Leistung der Kesselschmiede im Jahre 1902: 3.415.000 kg
1907 Vergr├Â├čerung des Werks. Die Werkst├Ątten f├╝r den Gro├čmaschinenbau werden umgebaut und mit den modernsten Werkzeugmaschinen und Transporteinrichtungen versehen, das Neuwerk erstellt, die Kesselschmiede und Blechbearbeitungswerkst├Ątten vergr├Â├čert und die Kraftzentrale modernisiert.
1907 Als neues Fabrikationsgebiet werden Reinigunganlagen von Hochofengasen auf nassem Wege durch den Bau von sogenannten "Theisen-Waschern" aufgenommen.
05.03.1907 Tod von J. B. Wolff
12.07.1907 Nach dem Tod von J. B. Wolff wird Julius Dingler jun. in den Vorstand berufen.
31.03.1908 J. F. Meyjes scheidet als erster technischer Direktor und Vorstandsmitglied der Aktiengesellschaft aus.
1909 Errichtung der Schmiede im S├╝den des Werks. Sie besitzt eine Reiche von Dampfh├Ąmmern mit einem Fallgewicht von bis zu 2.500 kg
1910 Seit 1907 wurden bereits 90 Gasreinigungsanlagen mit einer st├╝ndlichen Leistung von 3 000 000 cbm f├╝r die Na├čreinigung von Hochofengasen gebaut.
1910 Das Werk schaut auf 50 gebaute Hoch├Âfen, 80 ausgef├╝hrte Gichtverschl├╝sse, auf zahlreiche Bauten von Winderhitzern und Gasbeh├Ąltern zur├╝ck.
1910 Johannes Fr. Meyjes scheidet aus der Firmenleitung von Dingler aus [vergl. 31.03.1908]. An seine Stelle tritt Herr Dipl.-Ing. Otto Oesterlen.
1910 Im deutschen Bergbau sind um 1910 24 dampfbetriebene Dingler-Luftkompressoren (Gesamtleistung: 3796 PS) in Betrieb. Davon sind 5 Zwillings-, 2 Verbund- und 17 einfachwirkende Maschinen
Febr. 1910 Der 5.000 Kessel wird ausgeliefert
1911 Die erste Trocken-Gasreinigungsanlage mit einer st├╝ndlichen Leistung von 18 000 cbm geht auf der Burbacher-H├╝tte, Saarbr├╝cken, in Betrieb.
18.04.1911 Dipl.-Ing. Otto Oesterlen wird in den Vorstand berufen.
1916 Ein gro├čes Stahlwerk wird gebaut.
1916 Dipl.-Ing. Maximilian Schwartz ├╝bernimmt nach dem Ausscheiden von Otto Oesterlen die technische Leitung des Unternehmens.
08.05.1917 K├Ânig Ludwig III. besucht die Maschinenfabrik und macht einen einst├╝ndigen Rundgang durch die Fabrik.
29.11.1919 Das Modellhaus wird im ein Stockwerk vergr├Â├čert
1920-1923 Das Kapital wird erh├Âht von 1920 bis 1923 auf RM 42.000.000,00 in 40 000 St.-Aktien und 2000 Vorz.-Aktien zu RM. 1.000,00.
1922/23 Bau des Zweigwerks in Bierbach im "Allmend" an der Bahnstrecke Zweibr├╝cken - Saarbr├╝cken
15.04.1924 Gr├╝ndung eines Zweigwerks in Bierbach. Es wird am 15. April in das Handelsregister Zweibr├╝cken eingetragen
10.09.1924 Lt. Hauptversammlung vom 10. September 1924 Umstellung des Kapitals von RM 42.000.000,00 auf RM 4.200.000,00 (10 : 1) in 40000 St.-Aktien und 2000 Vorz.-Aktien zu je RM 100,00 (davon RM 1.000.000,00 St.-Aktien Vorrats-Aktien).
Okt. 1925 Das Mutterwerk mu├č infolge der Wirtschaftskrise den Betrieb einstellen und im Oktober die Gesch├Ąftsaufsicht ├╝ber sich beantragen.
1926 Ein Ausf├╝hrungsrecht eines Hochdruck- und Hei├čdampfschiebers wird erworben.
1926 Eine Abteilung f├╝r Stra├čenbau-Maschinen wird eingerichtet.
12.01.1926 Die Hauptversammlung vom 12. Januar 1926 beschlie├čt Herabsetzung des G.-K. unter Streichung der Vorrats- und Vorz.-Aktien durch Zusammenlegung im Verh├Ąltnis 8 : 1 auf RM 375.000,00 und Erh├Âhung um bis zu RM 1.000.000,00. Die Erh├Âhung ist im Betrage von Reichsmark 825.000,00 durchgef├╝hrt durch Ausgabe von 825 Aktien zu RM 1.000,00.
01.06.1926 bis 31.07.1926 Herr Walter Mehl wird als weiteres Vorstandsmitglied berufen.
1927 Bisher wurden ├╝ber 3.300 Dampfmaschinen mit einer Gesamtleistung von ca. 260.000 PS gebaut.
04.1927 Herr Dipl.-Ing. Otto Noelle ├╝bernimmt nach dem Ausscheiden von Dipl.-Ing. Wilhelm Rodenhauser die technische Leitung des Betriebes.
1935 Seit der R├╝ckkehr des f├╝r die damalige Besch├Ąftigung ma├čgebenden Wirtschaftsgebietes der Saar und als Folge der nationalsozialistischen Wirtschaftsf├╝hrung nimmt das Werk eine stetige Aufw├Ąrtsentwicklung.
28.11.1935 Änderung der Firma in "Dinglerwerke Aktiengesellschaft Zweibrücken"
Febr. 1950 Das Modellhaus wird in Betonbauweise wieder dreigeschossig aufgebaut.




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Apparate f├╝r Gasanstalten 1860 Ausstellung Kaiserslautern 1860 Ausstellung Kaiserslautern  
Bergwerksmaschinen 1860 Ausstellung Kaiserslautern 1860 Ausstellung Kaiserslautern  
Buchdruckerhandpressen 1827 Erste Erw├Ąhnung 1873 Letzte Erw├Ąhnung  
Dampfkessel 1860 Ausstellung Kaiserslautern 1912 Letzte Erw├Ąhnung 1912: insbes. Flammrohrkessel f├╝r hohen Druck
Dampfmaschinen 1860 Ausstellung Kaiserslautern 1897 Umfirmierung  
Drehscheiben 1860 Ausstellung Kaiserslautern 1860 Ausstellung Kaiserslautern  
Eisenkonstruktionen 1903 [Gl├╝ckauf (1903) Anzeige] 1903 [Gl├╝ckauf (1903) Anzeige]  
F├Ârdermaschinen 1903 [Gl├╝ckauf (1903) Anzeige] 1903 [Gl├╝ckauf (1903) Anzeige]  
Gasbeh├Ąlter 1903 [Gl├╝ckauf (1903) Anzeige] 1903 [Gl├╝ckauf (1903) Anzeige]  
Gebl├Ąsemaschinen 1903 [Gl├╝ckauf (1903) Anzeige] 1903 [Gl├╝ckauf (1903) Anzeige] f├╝r Hoch├Âfen und Bessemer-Anlagen
Gro├čgasmotoren 1903 [Gl├╝ckauf (1903) Anzeige] 1903 [Gl├╝ckauf (1903) Anzeige]  
hydraulische Pressen 1860 Ausstellung Kaiserslautern 1860 Ausstellung Kaiserslautern  
Handkniehebelpressen 1827 Erste Erw├Ąhnung 1873 Letzte Erw├Ąhnung  
Holl├Ąnder 1860 Ausstellung Kaiserslautern 1860 Ausstellung Kaiserslautern  
Luftkompressoren 1903 [Gl├╝ckauf (1903) Anzeige] 1903 [Gl├╝ckauf (1903) Anzeige] mit Lenker-Ventilen, Patent H├Ârbiger
M├╝hlwerke 1860 Ausstellung Kaiserslautern 1860 Ausstellung Kaiserslautern  
Papiermaschinen 1860 Ausstellung Kaiserslautern 1860 Ausstellung Kaiserslautern  
Transmissionen 1860 Ausstellung Kaiserslautern 1860 Ausstellung Kaiserslautern  
Turbinen 1860 Ausstellung Kaiserslautern 1860 Ausstellung Kaiserslautern  
Walzenzugmaschinen 1903 [Gl├╝ckauf (1903) Anzeige] 1903 [Gl├╝ckauf (1903) Anzeige]  
Wasserhaltungsmaschinen 1903 [Gl├╝ckauf (1903) Anzeige] 1903 [Gl├╝ckauf (1903) Anzeige]  
Weichen 1860 Ausstellung Kaiserslautern 1860 Ausstellung Kaiserslautern  
Werkzeugmaschinen 1860 Ausstellung Kaiserslautern 1860 Ausstellung Kaiserslautern  




Betriebene Dampfmaschinen

Bezeichnung Bauzeit Hersteller
Dampfmaschine   Dingler'sche Maschinenfabrik
Dampfluftpumpe 16.06.1888 Maschinen- und Kessel-Fabrik, Eisen- und Gelbgie├čerei von G. Kuhn
Dampfmaschine 1839 Dingler'sche Maschinenfabrik
Dampfmaschine vor 1917 Ascherslebener Maschinenbau Act.-Ges., vorm W. Schmidt & Co.
Dampfmaschine um 1909 Dingler'sche Maschinenfabrik
Dampfmaschine um 1909 Dingler'sche Maschinenfabrik




Maschinelle Ausstattung

Zeit Objekt Anz. Betriebsteil Hersteller Kennwert Wert [...] Beschreibung Verwendung
1860 Dampfmaschinen 2   unbekannt Gesamtleistung 22 PS    
um 1909 Dampfkessel 5   Dingler'sche Maschinenfabrik Heizfl├Ąche ges. 600 qm kombinierte Zweiflammrohr-Rauchrohrkessel mit automatischer Rostbeschickung und ├ťberhitzer. p= 12 atm  
um 1909 Sauggasanlage 1   unbekannt Leistung 150 PS   Beleuchtungsreserve




Personal

Zeit gesamt Arbeiter Angest. Lehrl. Kommentar
1827 10 10     bei Gr├╝ndung
1845 80 80     in den 1849er Jahren
1853 120 120      
1858   175      
1860 165       150 - 180 Arbeiter
1871 320       Warenwert: 515.000 fl., Wert der Rohmaterialien:
1899   860      
1908 700       1908: "heute"
1933 454       auch genannt: 372
1934 685       auch genannt: 502




Firmen-Änderungen, Zusammenschüsse, Teilungen, Beteiligungen


Zeit = 1: Zeitpunkt unbekannt

Zeit Bezug Abfolge andere Firma Kommentar
1935 Umbenennung danach Dinglerwerke Aktiengesellschaft Zweibr├╝cken  




Allgemeines

ZEIT1927
THEMAWerksanlagen
TEXT302.500 m┬▓ gesamte Grundfl├Ąche, 60.565 m┬▓ bebaute Grundfl├Ąche, 7.450 m┬▓ Lagepl├Ątze mit Kranbahnen, 2.310 m┬▓ B├╝ror├Ąume eischlie├člich Lazarette und Schulen, 2.250 m Normalspurgleis, 38 schwere Lastkrane, 136 andere Hebezeuge, 1.165 m Kranbahn in Geb├Ąuden, 560 m Kranbahn in H├Âfen und Lagern, 344 Werkzeugmaschinen.
QUELLE[100 Jahre Dingler 1827-1927 (1927) 33]


ZEIT1860
THEMAProduktionsprogramm
TEXTDie Dingler'sche Maschinenfabrik in Zweibr├╝cken baut Buchdrucker-Handpressen nach eigenem Systeme (unter dem Namen Dinglerpressen allgemein bekannt), hydraulische Pressen, Papiermaschinen, Holl├Ąnder, Satinierpressen, verschiedene Maschinen zur Koksfabrikation, Dampfmaschinen, Dampfkessel, Turbinen, M├╝hlwerke, Transmissionen, Bergwerksmaschinen, Werkzeugmaschinen, Apparate f├╝r Gasbeleuchtungsanstalten, besonders Gasometer, liefert ferner mancherlei Eisenbahnbedarf als: Achsen und R├Ąder, Drehscheiben, Wasserkrane, Weichen etc., endlich schwere
Schmiedearbeiten, wozu dieselbe besonders eingerichtet, auch mit einem Dampfhammer versehen ist, und Eisengu├čwaren. Sie besitzt sehr vollst├Ąndige und vollkommene Betriebsmittel, 46 Arbeitsmaschinen aller Art. Die Buchdruckerpressen werden nicht allein in allen europ├Ąischen Staaten, sondern auch ├╝ber See in den franz├Âsischen und holl├Ąndischen Kolonien, die ├╝brigen Fabrikate fast ausschlie├člich in den Zollvereinsstaaten, abgesetzt.
QUELLE[Bericht ├╝ber die Pf├Ąlzische Industrie-Ausstellung zu Kaiserslautern (1860) 123]