Arn. Jung Lokomotivfabrik GmbH


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Arn. Jung Lokomotivfabrik GmbH: Arn. Jung Lokomotivfabrik GmbH: Gesamtansicht der Fabrik


Allgemeines

FirmennameArn. Jung Lokomotivfabrik GmbH
OrtssitzWehbach (b. Kirchen, Sieg)
OrtsteilJungenthal
Postleitzahl57548
Art des UnternehmensLokomotiv- und Maschinenfabrik
AnmerkungenBis 1888 unter der Firma "Jung & Staimer". Jungenthal gehörte um 1900 zu Wehbach.
Quellenangaben[Messerschmidt: Tb dt Lokomotivfabriken (1977)] [Slezak: Lokomotivfabriken Europas (1962) 7] [Adressbuch Elektr.-Branche (1892) 99] [Reichs-Adreßbuch (1900) 2506]




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
13.02.1885 Gegründet von Arnold Jung und Staimer als "Jung & Staimer" in einem 1853 für eine Kunstwollspinnerei erbauten Betriebsgebäude
10.10.1885 Die erste Dampflokomotive, eine 700-mm-Spur-Lok mit 20 PS, verläßt das Werk
1888 Arnold Jung übernimmt das Werk allein
1891 Die Fabriknummer 100 ist erreicht; bisher wurden nur Schmalspurlokomotiven gebaut
1897 Die ersten Normalspurlokomotiven (pr T 3) werden an die Preußische Staatsbahn geliefert
1902 Es werden preußische T 9.2 -Lokomotiven für die K.P.E.V. gebaut
1907 Fertigstellung der 1000. Lokomotive
08.01.1911 Arnold Jung stirbt im Alter von 52 Jahren in Jungenthal
1913 Umwandlung in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung
1913 Die ersten G 8.1 -Lokomotiven werden bei Jung für die K.P.E.V. gebaut
1920 Fertigstellung der 3000. Lokomotive
1925-1928 Es werden B-gekuppelte Dampflokomotiven (meist in 600-mm-Spur), auch Dampfwalzenkessel, Druckluft- und Akkuloks gebaut
1927 Fertigstellung der 4000. Lokomotive
1928 Bau von Feldbahn-Diesellokomotiven
1929 Das Unternehmen teilt mit, daß es keinerlei Verhandlungen in der Reichsbahn-Quotenfrage mit Henschel oder Krupp geführt habe
1936 Als seit längerem größten Lokomotiven werden die 64 368 - 372 gebaut
1942 Fertigstellung der 10000. Lokomotive, die 50 2363. In den folgenden Jahren wird der Lokomotivbau gedrosselt
1946 Beginn der planmäßigen Unterhaltung der Lokomotiven der Reihen 42, 50 und 52 der Südwestdeutschen Eisenbahnen
1949 Ende der planmäßigen Unterhaltung der Lokomotiven der Reihen 42, 50 und 52 der Südwestdeutschen Eisenbahnen
Winter 1957/58 Die Dampflok der Chiemseebahn (Erbauer: Krauss in München) erhält einen neuen Kessel von Jung.
02.12.1959 bis 04.12.1959 Die letzte Dampflokomotive der Deutschen Bundesbahn (Betriebsnummer 23 105; Hersteller: Jung, Fabr.-Nr. 13113) verläßt am 2. Dezember das Herstellerwerk. Abnahme im Ausbesserungswerk Nied am 4. Dezember. Sie ist ab 07. Dezember im Bw Minden im Einsatz. Am 27.12.1971 wird sie nach einem leichten Unfall in Trier abgestellt und am 18.04.1972 ausgemustert.
1965 Man ereicht die Lokomotiv-Fabriknummer 14000. Umstellung auf Drehbänke und Anlagenbau
1976 Die Diesellokomotive 291 050 ist die letzte für die DB gebaute Jung-Lokomotive. Der Lokbau wird eingestellt
1993 Einleitung des Konkursverfahrens. Die Firma besteht jedoch als GmbH weiter




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Dampfkessel 1905 [Mengebier (1905)] 1905 [Mengebier (1905)]  
Dampflokomotiven 1885 Beginn (Auslieferung) 1959 Ende (letzte DB-Dampflok)  
Dampfmaschinen 1892 [Adressb. Elektr.-Branche (1892)] 1892 [Adressb. Elektr.-Branche (1892)]  
Diesellokomotiven 1924 Beginn circa 1977 Ende  
Elektrolokomotiven (mech. Teil) 1899 Beginn 1985 Ende (eigentlich schon 1977)  
feuerlose Lokomotiven 1902 Beginn 1902 bekannt  
Preßluft-Grubenlokomotiven 1922 Beginn (an Zeche Recklinghausen I) 1922 bekannt  




Produktionszahlen

Zeitraum Produkt Menge Einheit
1885 1977 Lokomotiven 14200   Stück