Krauss-Maffei Aktiengesellschaft

Allgemeines

FirmennameKrauss-Maffei Aktiengesellschaft
OrtssitzM├╝nchen
OrtsteilAllach
Stra├čeKrauss-Maffei-Str. 2
Postleitzahl80997
Art des UnternehmensLokomotiv- und Maschinenfabrik
Anmerkungen1931 Fusion von "Krauss & Comp." und "J. A. Maffei" zu "Lokomotivfabrik Krauss & Comp., J. A. Maffei AG" in M├╝nchen-Allach (ab 1940 "Krauss-Maffei AG"). 1998 Fusion mit der "Mannesmann-Demag AG", D├╝sseldorf, zur "Mannesmann Demag Krauss-Maffei AG". Krauss-Maffei-Archiv: roland.hecht@siemens.com Tel.: -3344
Quellenangaben[Slezak: Lokomotivfabriken Europas (1962)] [Krauss-Maffei: 150 Jahre Fortschritt (1988)] [Handbuch Akt.-Ges. (1943) 5689]
Hinweise07.11.2000: Herr Zirkel verweist auf Herrn Schmidt, der sich mit Dampfmaschinen besch├Ąftigt; ihn vor M├╝nchen-Besuch anrufen!




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
17.07.1866 Gr├╝ndung der Firma "Lokomotivfabrik Krauss & Comp." als Kommanditgesellschaft mit einem Grundkapital von M 1.740.000,00
06.06.1887 bis 19.09.1887 Seit dem 6. Juni bzw. 19. September 1887 Umwandlung der Kommandit- und eine Aktiengesellschaft unter der Firma "Lokomotivfabrik Krauss & Comp. A.-G."
1920 ├ťbernahme der Gie├čerei "Sugg & Comp. A.-G.", M├╝nchen, durch Fusion
1921 ├ťbernahme der "Bayerischen Stahlgie├čerei G. m. b. H.", Allach, durch Fusion
1922 Fertigstellung neuer Lokomotivwerkst├Ątten in Allach
1925 Bau der Krauss-Gro├čgarage nebst Reparaturwerkst├Ątte
1928 Erwerb einer Arbeiterkolonie in Allach bei M├╝nchen
1928 Aufstellung eines neuen Siemens-Elektrostahlofens von 6 Tonnen Fassungsverm├Âgen.
1929 Die Tempergie├čerei im Werk Allach wird stillgelegt.
1931 Die Dampfturbinenabteilung von J.A. Maffei wird 1931 in bescheidenem Rahmen in die neue AG ├╝bernommen, zun├Ąchst aber nur das Ersatzteilgesch├Ąft betrieben.
1931 Die sich 1930 abzeichnende Wirtschaftskrise und die katastrophale Gesch├Ąftslage in der Folgezeit wirken sich auch auf das Schnellzugwagen-Gesch├Ąft nachteilig aus.
20.01.1931 Änderung der Firma "Lokomotivfabrik Krauss & Comp. A.-G." in "Lokomotivfabrik Krauss & Comp. - J. A. Maffei Aktiengesellschaft"
20.01.1931 Die au├čerordentliche Hauptversammlung vom 20. Januar genehmigt den Vertrag mit der "J. A. Maffei A.-G.", M├╝nchen, auf Grund dessen mit Wirkung ab 1. Januar 1931 das Fabrikationsgesch├Ąft, der Firmenname, die Lokomotivquote, Patente, Schutzrechte, Organisation, Kundschaft und sonstige Beziehungen auf die Gesellschaft gegen Leistung einer festen Anzahlung in H├Âhe von RM 2.000.000,00 in bar ├╝bergehen. Die "Maffei A.-G." verpflichtet sich, in Zukunft ohne Einwilligung von Krauss jede Bet├Ątigung in der Metallbearbeitung, insbesondere im Lokomotivbau, zu unterlassen.
20.01.1931 Zur Bereitstellung der zun├Ąchst f├╝r die Barzahlung ben├Âtigten Mittel zur ├ťbernahme der "J. A. Maffei AG" beschlie├čt die Generalversammlung am 20. Januar eine Erh├Âhung des Grundkapitals um RM 2.000.000,00 durch Ausgabe neuer Aktien mit Dividendenberechtigung ab 1. Januar 1931, die zu pari an die Deutsche Bank und Disconto-Gesellschaft gehen. Au├čerdem wird ein weiterer ├ťbernahmepreis, dessen H├Âhe nach bestimmten Richtlinien errechnet werden soll, vereinbart, als Gegenwert f├╝r Maschinen und Vorr├Ąte.
1932 Die Versuche, Stra├čenzugmaschinen durch Hilfskettenlaufwerke gel├Ąndeg├Ąngig zu machen, werden bald aufgegeben. Das Heereswaffenamt entschlie├čt sich zum Bau einer Zugmaschine mit lenkbarer Vorderachse und festmontiertem Kettenlaufwerk. Der Prototyp KMZ 85 ist das erste in Deutschland gebaute Halbkettenfahrzeug.Es hat bereits das den Folgetypen eigene Schachtellaufwerk mit vorne legenden Triebr├Ądern und hinten liegenden Umlenk- bzw. Leitr├Ądern. Jeder Laufrolle ist eine Schraubenfeder zur Abst├╝tzung zugeordnet.
1933 Die Gesellschaft beginnt mit dem Erweiterungsbau der Werksanlagen als Hallen in moderner Stahlskelettbauweise in Allach bei M├╝nchen mit dem Ziele, die bis dahin teilweise getrennt liegenden Werkst├Ątten dort in einem gro├čen Neuwerk zusammenzufassen. Damit soll gleichzeitig die Produktionskapazit├Ąt erh├Âht werden. Es werden gro├če Arbeitshallen f├╝r Montage und mechanische Bearbeitung erbaut und gro├če Lagerr├Ąume erstellt. S├Ąmtliche Arbeitshallen sind mit den modernsten Einrichtungen ausgestattet. Die vorhandene Stahlgie├čerei wird einem v├Âlligen Umbau unter gleichzeitiger Erweiterung der Produktionsm├Âglichkeit unterzogen. Durch die Zusammenfassung der Betriebe in Allach wird der umfangreiche Grundbesitz in M├╝nchen zu anderweitiger Verwendung bzw. Verwertung frei.
1933 Als weiterer Zentrifugentyp kommt die Pendelzentrifuge auf den Markt.
04.1933 Es wird ein weiteres Vorserienfahrzeug f├╝r den 8-t-Zugkraftwagen, Typ KMZ 100, vorgestellt.
01.12.1933 bis 01.12.1934 Die Mitarbeiterzahl hat sich von 838 Ende 1933 auf 1727 Ende 1934 mehr als verdoppelt.
17.12.1933 An der Entwicklung und am Bau der Dieselkleinlokomotive zum Rangierdiensteinsatz bei der
Deutschen Reichsbahn hat sich auch Krauss-Maffei beteiligt. Am 17. Dezember steht die K├ 4259 zur Lieferung bereit.
1934 Bei dem leichten Zugkraftwagen, Typ KM L 4, werden die Laufrollen erstmals paarweise in Schwingarmen gelagert und die Schwingarme ├╝ber Halbelliptikfedern am Rahmen abgest├╝tzt. Die Prototypen werden noch bei Krauss-Maffei gebaut, ab 1935 geht die Serienfertigung an die Firma B├╝ssing-NAG.
28.05.1934 Am 28. Mai wird Krauss-Maffei zum Generalunternehmer f├╝r die Entwicklung, Weiterentwicklung und Fertigung der 8-t-Zugmaschinen ernannt. Der KM 7 ist ein Prototyp f├╝r den Serienbau.
Ende 1934 Krauss-Maffei f├╝hrt die Produktion von Zugwagen, zun├Ąchst bis Ende 1934 in der Hirschau, weiter. Eine Dieselversion des MSZ 10 mit dem Daimler-Benz- Dieselmotor OM 65 (65 PS) wird jetzt angeboten. Der MSZ 10 kann ebenfalls mit Fl├╝ssiggas angetrieben werden.
1935 Als erste dieselhydraulische Gro├člokomotive der Welt entsteht bei Krauss-Maffei in Zusammenarbeit mit MAN und Voith die V16. Der MAN-Dieselmotor hat eine Leistung von 1400 PS. Die Lok steht seit 1972 im Deutschen Museum in M├╝nchen.
12.1935 Ende 1935 ist die Vereinigung der an vier Stellen in M├╝nchen betriebenen Werkst├Ątten in Allach weitgehend beendet.
12.1935 Ende 1935 ist der zweite Bauabschnitt in Allach weitgehend vollendet.
1936 Die Gesellschaft verlegt die letzte in M├╝nchen befindliche Abteilung, die Eisen- und Metallgie├čerei, nach Allach
19.12.1936 Am 19. Dezember 1936 das Richtfest f├╝r das neue Verwaltungsgeb├Ąude gefeiert.
1937 Fertigstellung und der Bezug des im Jahre 1936 begonnenen Verwaltungsgeb├Ąude-Neubaues in Allach. Das in den Jahren 1922/23 erbaute Verwaltungsgeb├Ąude, M├╝nchen, Maillingerstra├če 33, der bisherige Sitz der Verwaltung, wird an die Deutsche Reichsbahn verkauft. Damit ist der Aufbau des Neuwerkes in Allach zun├Ąchst weitgehend abgeschlossen.
1937 In der Gemeinde Untermenzing kann f├╝r Werkswohnzwecke ein gr├Â├čeres Gel├Ąnde erworben werden. Die Aufstellung eines Baulinienplanes ist eingeleitet.
14.08.1937 Am 14. Aug. 1937, einem Samstag, ist f├╝r die Belegschaft zur 100-Jahr-Feier ein Betriebsappell
angesetzt.
10.1937 Im Oktober 1937 erteilt das Heereswaffenamt einen Entwicklungsauftrag f├╝r ein leichtes gepanzertes Vollkettenfahrzeug. Von diesem Typ VK 601 werden sechs Versuchsfahrzeuge geliefert und ab 1939 beginnt die Produktion von 40 Serien- Fahrgestellen. Die Dreht├╝rme kommen komplett von der Firma Wegmann in Kassel.
1938 Im Jahr 1938 zeichnet sich ein Neuanfang im Dampfturbinengesch├Ąft ab. Die Baurechte f├╝r die
"R├Âderturbine" werden erworben, sie ist eine bei relativ kleinen Abmessungen und Gewichten hochtourige, leistungsf├Ąhige und betriebssichere Dampfturbine.
1939 Fertigstellung des geplanten Gemeinschaftshauses im Rohbau. Werkst├Ątten-Neubauten und -Erweiterungen.
1939 Bau der Dampflokomotiven 50 234 - 270 lt. Kaufvertrag 20.007/63.812
1939/40 Bau der Dampflokomotiven 50 406 - 411 lt. Kaufvertrag 20.007/63.812
1940 Fortsetzung des Baues von Werkswohnungen
1940 Bau der Dampflokomotiven 50 476 - 485 lt. Kaufvertrag 20.007/63.812
1940/41 Bau der Dampflokomotiven 50 811 - 890 lt. Kaufvertrag 20.007/63.447; Preis: 179.000,00 RM je Lok
18.06.1940 ├änderung der Firma aus "Lokomotivfabrik Krauss & Comp. - J. A. Maffei Aktiengesellschaft" in "Krauss-Maffei Aktiengesellschaft", w├Ąhrend die "J. A. Maffei A.-G." ihren Namen in "Industriewerk Hirschau A.-G." ├Ąndert.
11.07.1940 Am 11. Juli verl├Ą├čt die Lok 03 1073, mit Stromlinienverkleidung, als erste von 20 Lokomotiven dieser Baureihe das Werk.
12.1940 Ende 1940 ist die Mitarbeiterzahl auf rund 6000 angestiegen.
08.01.1941 Laut Beschlu├č der ao. Hauptversammlung vom 8. Januar 1941 Kapitalerh├Âhung um RM 3.000.000,00 durch Ausgabe von 3000 Inhaberaktien ├╝ber je RM 1.000,00 mit Dividendenberechtigung ab 1. Januar 1941, ├╝bernommen von der Deutschen Bank, und hiervon den Inhabern der alten Aktien nom. RM 2.333.000,00 3 : 1 zu 160 % angeboten, Die ausgegebenen neuen RM 3.000.000,00 Aktien sind auch am Anleihestock beteiligt.
03.04.1941 Am 3. April 1941 verl├Ą├čt die E 94 007 als erste das Werk in Allach Richtung Salzburg. Die von der AEG entwickelte schwere sechsachsige G├╝terzuglok wird ab 1941 im Mechanteil auch von Krauss- Maffei gebaut.
1942 Bau der Dampflokomotiven 50 1620 - 1689 lt. Kaufvertrag 20.007/63.488; Preis: 164.980,00 RM je Lok
1942 Bau der Dampflokomotiven 50 2374 - 2425 lt. Kaufvertrag 20.007/63.815; Preis: 174.000,00 RM je Lok
1942/43 Bau der Dampflokomotiven 50 2801 - 2862 lt. Kaufvertrag 20.007/63.172
12.03.1942 Der Reichsverkehrsminister bestellt 15.000 Kriegsdampflokomotiven der Baureihe 52 bei der Lokindustrie Deutschlands und der besetzten Gebiete sowie bei fachfremden Zulieferfirmen. Auf Krauss-Maffei entfallen nur 270 St├╝ck.
05.06.1942 Laut Aufsichtsratsbeschlu├č vom 5. Juni 1942 Kapitalberichtigung gem├Ą├č DAV vom 12. Juni 1941 um 30 % = RM 3.000.000,00 auf RM 13.000.000,00 mit Wirkung zum 31. Dezember 1941 durch Entnahme von RM 1.324.935,35 aus gesetzlicher R├╝cklage, RM 600.000,00 aus freien R├╝cklagen und Zuschreibung von RM 1.075.064,65 zum Anlageverm├Âgen.
01.12.1942 Am Jahresende 1942 wird die bei Krauss-Maffei h├Âchste Mitarbeiterzahl registriert. Von insgesmt 8849 Besch├Ąftigten sind 3943 Deutsche, 3543 sind dienstverpflichtete Ausl├Ąnder und 1363 sind Kriegsgefangene.
1943 Im Jahr 1943 entsteht die Versuchslok 52 3620 mit Wellrohrfeuerb├╝chse. Diese Konstruktion ohne Stehbolzen hat sich nicht bew├Ąhrt.
10.03.1943 Am 10. M├Ąrz wird die Modellhalle der Gie├čerei ein Opfer von Brandbomben.
25.04.1943 bis 25.10.1943 Die 270 Lokomotiven aus dem Auftrag der Lokindustrie werden ab dem 25. April in den n├Ąchsten 6 Monaten geliefert.
23.06.1943 Letzte ordentliche Hauptversammlung bis 1943/44
01.12.1943 Ende 1943 geht die Belegschaft auf 5628 Mitarbeiter zur├╝ck, darunter noch 198 Kriegsgefangene.
01.12.1943 bis 31.01.1943 Zum Jahresende 1943 wird Krauss-Maffei der Neubau von Dampflokomotiven untersagt. Es folgt die Umstellung auf die Reparatur von besch├Ądigten Loks, da die Kapazit├Ąt der Ausbesserungswerke der Reichsbahn nicht mehr ausreicht.
01.05.1945 Mit dem Einmarsch der Besatzungstruppenam 1. Mai kommt die Produktion im Werk v├Âllig zum Erliegen. Es gelingt jedoch recht schnell, die Arbeit in bescheidenem Umfang wieder aufzunehmen und fortlaufend Mitarbeiter einzustellen.
19.06.1945 Ein am 19. Juni ausgestellter einfacher "Schutzbrief" verhindert die Pl├╝nderung des Werkes.
Wichtigste Aufgabe ist zun├Ąchst die Reparatur schadhafter Lokomotiven f├╝r die Reichsbahn.
10.08.1945 Am 10. August fliegt auf dem Allacher Bahnhof ein unsachgem├Ą├č abgestellter Waggon mit Tellerminen in die Luft. Im angrenzenden Werk gibt es erheblichen Sachschaden. Im ganzen Werk bleibt kaum eine Glasscheibe heil und jahrelang mu├č bei k├╝nstlichem Licht gearbeitet werden, da die Fenster aufgrund des Glasmangels mit Hartfaserplatten vernagelt werden.
1946 Bereits 1946 wird mit der Produktion von Torfgewinnungs- und Fleischereimaschinen sowie Verdampferanlagen f├╝r Salinen begonnen. Der Bau von Seilschwebebahnen bleibt nur eine Episode.
10.01.1946 Am 10. Januar 1946 ist das Fahrgestell f├╝r den ersten Omnibus (Heckmotorbauweise) fertig.Im gleichen Jahr erhalten die Verkehrsbetriebe mehrerer St├Ądte die ersten neuen Busse deutscher Nachkriegsproduktion und richtungsweisender Konzeption.
Mitte 1946 Es werden bereits wieder 2200 Mitarbeiter besch├Ąftigt.
1948 Abschlu├č eines Technical Help Agreements, demzufolge Krauss-Maffei f├╝r den indischen Teta-Konzern ein Dampflokomotiv-Werk errichtet
1948 Im Jahr 1948 wird ein Vertrag mit der Firma Maschinenfabrik Imperial GmbH.(gegr. 1907 in Mei├čen) abgeschlossen. Der Vertrag beinhaltet im Auftrag der "Imperial" Filter und Trockner herzustellen.
Dieses Unternehmen hat nach dem Krieg in M├╝nchen neu begonnen.
01.01.1949 Bis zum 1. Januar 1949 bleibt der Bau von Normalspurlokomotiven verboten.
1949 Ab 1949 kommt der Zentrifugenbau wieder in Fahrt. Auf der Achema-Messe 1950 kann die erste Krauss-Maffei-Schubzentrifuge vorgestellt weden, sp├Ąter folgt die Dekantierzentrifuge. Ein erstes verfahrenstechnisches Labor wird eingerichtet.
1949 1949 wird von der Deutschen Bundesbahn ein Typenprogramm mit neuen Einheits - Dampflokomotiven in Angriff genommen und nur noch teilweise realisiert. Krauss-Maffei entwickelt in diesem Programm die Tenderlok-Baureihe 65.
1950 Anfang der 50er Jahre werden verschiedene, wenig Erfolg versprechende Aktivit├Ąten aufgegeben.
Ein beachtlicher Teil der Produktionskapazit├Ąt f├╝r Fertigungsauftr├Ąge namhafter deutscher Unternehmen verwendet. z.B. Walzwerkanlagen f├╝r die Firma Siemag, Karosseriepressen f├╝r die Maschinenfabrik Weingarten.
1950 Ab 1950 kommt es in Gemeinschaftskonstruktion mit dem Bundesbahn-Zentralamt M├╝nchen zur Entwicklung der ersten dieselhydraulischen Drehgestell-Lokomotive V 80.
1950 Ab 1950 beginnt auch die Entwicklung neuer elektrischer Drehgestell-Lokomotiven f├╝r die Deutsche Bundesbahn.
Sommer 1950 Im Sommer 1950 kann ein technisches Hilfsabkommen zum Aufbau einer eigenen Lokomotivherstellung mit der indischen Tata Lokomotive and Engineering Co. Ltd. in Jamshedpur abgeschlossen werden.
22.03.1951 Umbau der 38 2919 in die 78 1001 bei Krauss-Maffei (Fabr.-Nr. 17677)
1952 Bis 1952 werden f├╝r die Deutsche Bundesbahn 312 Elektrolokomotiv-Reparaturen durchgef├╝hrt. Sie haben in der Nachkriegszeit gro├če Bedeutung.
1953 1953 wird die ber├╝hmte V 200 vorgestellt.
17.11.1954 Die Zusammenarbeit mit der "Imperial GmbH." f├╝hrt am 17. November zur Gr├╝ndung der Firma Krauss - Maffei - Imperial GmbH & Co. In diesem Betriebsunternehmen werden der Krauss-Maffei-Zentrifugenbau und der Filter- und Trocknerbau von Imperial vereinigt. Das Unternehmen geht sp├Ąter voll auf Krauss-Maffei ├╝ber.
1955 Dem Industriemagnaten Friedrich Flick gelingt schrittweise eine 96-Prozent-Beteiligung am Unternehmen.
Fr├╝hjahr 1955 Im Fr├╝hjahr verkauft die Deutsche Bank rund 35% des Aktienkapitals von Krauss-Maffei an die Buderus'schen Eisenwerke in Wetzlar, die ihrerseits zu rund 40% und sp├Ąter nahezu 100% in die H├Ąnde des Industriemagnaten Dr. Friedrich Flick gelangen. In den Folgenden 10 Jahren kann die Flick-Gruppe ihren Anteil an Krauss-Maffei auf ├╝ber 75% erh├Âhen.
1956 Einstellung des Dampflokomotivbaues mit Fabrik-Nr. 17 897
1956 Nach dem Bau einiger Prototypen wird Mitte der 50er Jahre ein neues Typenprogramm aufgestellt. Krauss-Maffei ├╝bernimmt die Entwicklung der Baureihen E 10 und E40. Von 1956 bis 1973 hat Krauss-Maffei insgesamt 598 Lokomotiven dieser Baureihen und der bei Krupp entwickelten E 50 gebaut.
03.04.1956 Aus der Tenderlok-Baureihe 65 verl├Ą├čt am 3. April 1956 mit der 65 018 die letzte bei Krauss-Maffei gebaute Dampflok das Werk in Allach.
1957 Der Umsatz von Krauss-Maffei ├╝bersteigt 1957 erstmals 100 Mio. DM, die Mitarbeiterzahl liegt bei rund 5000.
1957 Nach dem Ende des Lok-Neubauverbots wird die Entwicklung von schweren elektrischen Lokomotiven f├╝r Tagebaubetreibe aufgenommen und bis 1957 eine gro├če Anzahl geliefert
22.08.1958 Am 22. August 1958 erh├Ąlt die Bundespost ihren 1000. Krauss-Maffei-Omnibus. Durch einen Lizenzvertrag mit Daimler-Benz k├Ânnen die Busse mit OM 67/4-Dieselmotoren eigener Fertigung ausgestattet werden.
1959 Das Unternehmen FESCO Inc., Pittsburgh wird erster Krauss-Maffei-Kunde in den USA.
1962 Zusammenschlu├č mit dem Lokbau der Fried. Krupp Maschinenfabriken zu einer Lokomotiv-Export-Union
22.03.1963 Vertreter von Krauss-Maffei besichtigen die 18 508 und die 18 528 in Lindau. Auf Anraten von Friedrich Witte (BZA Minden) erwirbt der Nachfolger des Herstellerwerks die 18 528 f├╝r 17.100 DM.
1965 Der 75%ige Anteil der Flick-Gruppe f├╝hrt 1965 zu einem Organvertrag zwischen Buderus und Krauss-Maffei mit Ergebnisabf├╝hrung und Garantiedividende f├╝r die verbleibenden freien Aktion├Ąre.
Den freien Aktion├Ąren wird ein ├ťbernahmeangebot unterbreitet, das zu einer Beteiligung der Flick - Gruppe an Krauss-Maffei von ├╝ber 96% f├╝hrt.
1968 Der Anteil des Auslandsgessch├Ąfts klettert auf 37,6 %
1969 Der "Eisenbahn-Club 18 528" (sp├Ąter: "Eisenbahnclub M├╝nchen e.V.") tritt an Krauss-Maffei heran und ├╝bernimmt kostenlos die Pflege der Lok; der Eigent├╝mer stellt die notwendigen Materialien bereit.
1973 Bis 1973 hat Krauss-Maffei insgesamt 598 Lokomotien der Baureihen E 10 und E 40 und der bei Krupp entwickelten E 50 gebaut.
29.10.1973 Ablieferung der 1000. f├╝r das deutsche Staatsbahnnetz gebauten Elektrolokomotive
1985 Es kommt zur Neuordnung.
10.1985 Die Konzernbindung der Flick-Gruppe an Krauss-Maffei hat bis zum Herbst 1985 Bestand.
1989 Durch Auflagen bei der Daimler-MBB-Fusion erh├Âht sich der Anteil von Diehl GmbH & Co. am Unternehmen von 12,5 auf 25,01 Prozent.
01.01.1990 Mannesmann ist seit 1.1.1990 Mehrheitsgesellschafter bei Krauss-Maffei
1990 Der Mannesmann-Konzern ist Mehrheitsgesellschafter und k├╝nftig mit rund 97 Prozent an Krauss-Maffei beteiligt.
1994 Krauss-Maffei erzielt mit rund 5000 Besch├Ąftigten einen Umsatz von rund 1,5 Milliarden DM
1995 Die Mannesmann AG ├╝bernimmt von der Diehl GmbH & Co. deren Anteil an der Krauss-Maffei AG in H├Âhe von 25,01 % am Grundkapital
1998 Ein internationales Konsortium unter Beteiligung der deutschen Firmen Krauss-Maffei, Wegmann und Rheinmetall/MaK erh├Ąlt den Zuschlag f├╝r die Konstruktion und den Bau eines gepanzerten Transportfahrzeug (GTK).
21.11.1998 Meldung vom 21.11.: Der D├╝sseldorfer Mannesmann-Konzern legt sein Tochterunternehmen Krauss-Maffei und Demag zusammen. Das neue Unternehmen mit 4,5 Mrd. DM Umsatz und kanpp 13.000 Mitarbeitern soll als "Mannesmann Demag Krauss Maffei AG" firmieren und seinen Sitz in M├╝nchen haben. Offen ist die Zukunft des Lokomotivbaues in M├╝nchen.
1999 Die wehrtechnischen Sparten der "Krauss-Maffei AG" und die "Wegmann & Co. GmbH" werden unter dem Dach "Krauss-Maffei Wegmann" vereint.
2001 Siemens kauft die industriellen Aktivit├Ąten der Krauss-Maffei. Diese wird aufgeteilt in:
- Kunststofftechnik: "Krauss-Maffei Kunststofftechnik GmbH", M├╝nchen (geh├Ârt zur MPM-Holding (Mannesmann-Plastics Machinery GmbH))
- Verkehrstechnik: Eingegliedert in die "Siemens Transportation Division", Erlangen
- Wehrtechnik: "Krauss-Maffei-Wegmann GmbH", M├╝nchen (49% Anteil Siemens AG)
- Verfahrenstechnik: "Krauss-Maffei Process Engineering GmbH", M├╝nchen (Management Buy Out).
Die Mannesmann Telekomsparte wird von Vodafone ├╝bernommen.




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Dampflokomotiven 1931 Beginn (Umfirmierung aus Krauss und Maffei) 1956 Ende  
Diesellokomotiven 1935 bekannt (V 140) 1992 bekannt  
Elektrolokomotiven 1931 Umfirmierung aus Krauss und Maffei 1992 bekannt  




Betriebene Dampfmaschinen

Bezeichnung Bauzeit Hersteller
Dampfwalze 1923 Lokomotiv- und Maschinenfabrik J. A. Maffei




Personal

Zeit gesamt Arbeiter Angest. Lehrl. Kommentar
1966 5300        
1968 4870        
1975 5193        
1976 4490        




Produktionszahlen

von bis Produkt im Jahr am Tag Einheit
1931 1961 Lokomotiven 3570   St├╝ck




Firmen-Änderungen, Zusammenschüsse, Teilungen, Beteiligungen


Zeit = 1: Zeitpunkt unbekannt

Zeit Bezug Abfolge andere Firma Kommentar
1931 Zusammenschlu├č, neuer Name zuvor Lokomotivfabrik Krauss & Comp. AG Werke in M├╝nchen und Linz (Donau)
1931 Zusammenschlu├č, neuer Name zuvor Lokomotiv- und Maschinenfabrik J. A. Maffei Krauss + Maffei = Mrauss-Maffei [Messerschmidt: Tb dt Lokomotivfabriken (1977)]
1 Nebenwerk danach Krauss-Maffei Kunststofftechnik GmbH K-M Kunstst ist Teil von K-M




Allgemeines

ZEIT1943
THEMAOrgane und Kapital der Gesellschaft
TEXTVorstand: Landesbaurat Dipl.-Ing. Hans Georg Krau├č, M├╝nchen, Vorsitzer; Dipl.-Kaufmann Dr. Max Aichinger, M├╝nchen; Dipl -Ing. Jakob Berthold, M├╝nchen-Obermenzing. Aufsichtsrat: Hans Rummel, Vorstandsmitglied der Deutschen Bank, Berlin, Vorsitzer; Reinhold Kloepfer, M├╝nchen; Dipl.-Ing. Hans Noris, M├╝nchen; Generaldirektor Karl Raabe, Dr. Viktor von Rintelen, Direktor der Deutschen Bank, M├╝nchen; Eduard Ritter von Weiss, Geheimer Rat, M├╝nchen. Abschlu├čpr├╝fer f├╝r das Gesch├Ąftsjahr 1943: Deutsche Treuhand-Gesellschaft, Berlin. Gesch├Ąftsjahr: 1. Januar bis 31. Dezember. Hauptversammlung (Stimmrecht): Je nom. RM 1.000,00 Stammaktien 1 Stimme (Aktien, die nicht voll eingezahlt sind, genie├čen, wenn die gesetzliche Mindesteinlage bewirkt ist. das Stimmrecht im Verh├Ąltnis der eingezahlten Betr├Ąge zum Nennwert.) Reingewinn-Verwendung: Der Reingewinn, der sich nach Vornahme von Abschreibungen, Wertberichtigungen, R├╝ckstellungen und R├╝cklagen - einschlie├člich der Einstellung in die gesetzliche R├╝cklage - ergibt, wird als Gewinnanteil an die Aktion├Ąre ausgesch├╝ttet, soweit die Hauptversammlung keine andere Verwendung bestimmt. Die Gewinnanteile der Aktion├Ąre werden stets im Verh├Ąltnis der auf den Nennwert der Aktien geleisteten Einlagen und im Verh├Ąltnis der Zeit, die seit dem f├╝r die Leistung bestimmten Zeitpunkt verstrichen ist, verteilt. Bei Ausgabe neuer Aktien kann eine andere Gewinnberechtigung festgesetzt werden. Grundkapital: nom. RM 13.000.000,00 Stammaktien in 13 000 St├╝cken zu je RM 1.000,00 (Nr. 1-13 000). Gro├čaktion├Ąr: Deutsche Bank, Berlin.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 5689]


ZEIT1943
THEMAZweck und Gegenstand des Unternehmens
TEXTGegenstand des Unternehmens: Herstellung und Vertrieb von Maschinen und Ger├Ąten jeder Art. Innerhalb dieser Grenzen ist die Gesellschaft zu allen Gesch├Ąften und Ma├čnahmen berechtigt, die zur Erreichung des Gesellschaftszwecks notwendig oder n├╝tzlich erscheinen, insbesondere zum Erwerb und zur Ver├Ąu├čerung von Grundst├╝cken, zur Errichtung von Zweigniederlassungen im In- und Auslande, zur Beteiligung an anderen Unternehmungen gleicher oder verwandter Art sowie zum Abschlu├č von Interessengemeinschaftsvertr├Ągen Erzeugnisse: Vollbahn-Dampflokomotiven jeder Art und Gr├Â├če, Fahrgestelle f├╝r elektrische Lokomotiven, Schmalspur-Dampflokomotiven, feuerlose Lokomotiven, Motorlokomotiven f├╝r Schmalspur- und Regelspurbahnen; Dampfstra├čenwalzen und Motorstra├čenwalzen in Tandem- und Dreirad-Ausf├╝hrung, Spezialwalzen f├╝r Asphalt- und Bitumen-Stra├čendecken; vollst├Ąndige Dampfanlagen, Dampfkessel, ├ťberhitzer, Ekonomiser, Vorw├Ąrmer, Rohrleitungen, Apparate, Beh├Ąlter; mechanische Stellwerksanlagen nach deutschen Einheitsbauart und nach eigener Bauart, Kraftstellwerksanlagen, Schranken mit elektrischem und mechanischem Antrieb; Gegendruck-Dampfturbinen; schnellaufende Zugmaschinen mit Benzin- und Dieselmotoren. Die Gesellschaft ist dem Vertrage mit der Reichsbahn betr. Lokomotivlieferungen beigetreten.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 5689]


ZEIT1943
THEMABesitzverh├Ąltnisse
TEXTBesitz- und Betriebsbeschreibung: Grundbesitz und Anlagen: Von dem Fabrikgel├Ąnde wird rund die H├Ąlfte von Werkgeb├Ąuden und sonstigen Anlagen in Anspruch genommen: der Rest besteht aus Hoffl├Ąchen, Lagerpl├Ątzen, Werkstra├čen, Gr├╝nfl├Ąchen und Baugel├Ąnde. Das Werk hat folgende Abteilungen: Lokomotivfabrik mit Rahmenbau, Tenderbau, Hammerschmiede. Gesenkschmiede, Kesselschmiede, K├╝mpelschmiede, Winkelschmiede, Rohrschmiede, Lokomotiv-Montagehallen f├╝r Dampf- und elektrische Lokomotiven, mechanische Bearbeitungswerkst├Ątten, Werks├Ątten f├╝r Blechbearbeitung, Schwei├čerei (elektrisch und autogen), H├Ąrterei, Autogenschneiderei. Werkzeugmacherei, Lackiererei, R├Ântgenraum, Schiebeb├╝hne; allgemeiner Maschinenbau und Dampfkesselbau; Stellwerks- und Signalbau; Dampfturbinenbau; Zugwagenbau mit dazugeh├Ârigen Werkst├Ątten; Dampfkesselanlage zur Erzeugung von Dampf f├╝r elektrische Energieerzeugung zum Antrieb von Werkzeugmaschinen sowie zur Versorgung der Hammerschmiede und Heizung der Fabrikhallen; Kohlenbunker-Anlage; Brunnenanlage f├╝r Gebrauchswasser und Tiefbrunnenanlage f├╝r Trinkwasser; Sauerstoff-Erzeugungsanlage; Zentralmagazin; Lehrlingswerkst├Ątte, eingerichtet f├╝r 500 Lehrlinge aus 17 Lehrberufen; physikalisches und metallurgisches Laboratorium; Verwaltungsgeb├Ąude; 12 Arbeiter-Wohnbaracken; Gemeinschaftshaus (im Bau befindlich); Arbeiter-Wohnkolonie mit 40 Arbeiterwohnungen. Nebenbetrieb: Krauss-Gro├čgarage in M├╝nchen mit 150 Einzelboxen, Einstellhalle f├╝r 50 Wagen, Wagenwaschhalle f├╝r 20 Wagen, Magazin, Tankanlage, Hebeb├╝hne und sonstigem Zubeh├Âr. Hierzu geh├Âren noch ein B├╝rogeb├Ąude mit Wohnung f├╝r den Garagenmeister und ein Aufenthaltsraum f├╝r Kraftfahrer.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 5689]