W. Schmidt & Co., Maschinenfabrik, Eisengießerei und Dampfkesselfabrik

Allgemeines

FirmennameW. Schmidt & Co., Maschinenfabrik, Eisengießerei und Dampfkesselfabrik
OrtssitzAschersleben (Harz)
Postleitzahl06449
Art des UnternehmensMaschinenfabrik
AnmerkungenBis 1895 "Maschinenfabrik L. W. Schröder". Ab 1898 "Ascherslebener Maschinenbau" (s.d.)
Quellenangaben[125 Jahre Mf Buckau Wolf (1963) 27] [Eggert: Wilhelm Schmidt, Lebensbild (ca. 2001) 18+23+26]




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
1888 In Aschersleben entsteht der Dampfmotor "Excelsior", ein einfacher Kleinmotor, der auf der Münchener Gewerbeausstellung große Beachtung findet. Die Aufstellung des Motors soll im häuslichen Werkstattbereich möglich sein, wird jedoch trotz großer Sicherheit im Arbeitsbetrieb von der Überwachungsbehörde nicht genehmigt.
01.1895 Schmidt beteiligt sich an der kleinen Maschinenfabrik Schröder in Aschersleben, die schon seit 1886/87 Schmidt'sche Heißddampfmaschinen baut. Sie wird unter dem Namen "W. Schmidt & Co." weitergeführt.
14.05.1898 Umwandlung in "Ascherslebener Maschinenbau Aktiengesellschaft" unter Beteiligung von Berliner Großbanken.




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Heißdampfmaschinen 1887 Beginn 1886/87 als "Schröder" 1898 Umwandlung in Ascherslebener Maschinenbau  




Firmen-Änderungen, Zusammenschüsse, Teilungen, Beteiligungen


Zeit = 1: Zeitpunkt unbekannt

Zeit Bezug Abfolge andere Firma Kommentar
1 Umbenennung danach Ascherslebener Maschinenbau Act.-Ges., vorm W. Schmidt & Co. W. Schmidt --> "Maschinenfabrik Aschersleben"""




Allgemeines

ZEIT1898
THEMASchmidt'sche Heißdampfmaschine in Thale
TEXTDie Lieferungen der Schmidt'schen Heißdampfmaschinen an das Eisenwerk Thale sind nicht genau einzugrenzen: Lt. der Liste "Applications du système W. Schmidt" [J. J. Gilain, Tirlemont] wurden im 1896 eine 300-bis-750-PS- und 1898 eine 500-bis-750-PS-Maschine geliefert. Ein Referenzschreiben vom 18.01.1898 (unterzeichnet von Claus Tellmann) bezieht sich auf die erstere, im Oktober 1896 gelieferte Maschine, im Schreiben angegeben mit maximal 750 PSi und einer Normalleistung von 550 PS, geliefert mit zwei Kesseln, Überhitzern und Speisewasservorwärmern. Sie lief bis zum 10.11.1896 Tag und Nacht zum Antrieb eines Walzwerks. Trotz der großen Belastungsänderungen war der Betrieb einfach und der Brennstoffverbrauch normal. Von der Aufstellung einer solchen Maschine einer solch großen Leistung und mit starken Belastungswechseln wurde von verschiedenen Seiten abgeraten, aber die Zusagen des Herstellers wurden vollständig erfüllt. Ein Beweis für die Zufriedenheit des Betreibers ist, daß er in der Zwischenzeit eine weitere Schmidt'sche Maschine bestellt hat. Nach einem Betriebsjahr wurde bei Versuchen von Prof. J. L. Lewicki (TH Dresden) bei einer mittleren Leistung von 257,6 PSi ein Dampfverbrauch von 4,076 kg/PSh festgestellt; dieser ging in den letzten Versuchsstunden sogar auf 3,835 kg/PSh herunter (bezogen auf PSi). Die Maschine hatte Zylinderdurchmesser von 460 und 950 mm, Hub: 1000 mm.
QUELLE[S.A. des Ateliers de Construction de J. J. Gilain, Tirlemont: Applications du système W. Schmidt (um 1898)] [Matschloß: Geschichte Dampfmaschine II (1908) 173]