W. Schmidt & Co., Maschinenfabrik, Eisengie├čerei und Dampfkesselfabrik

Allgemeines

FirmennameW. Schmidt & Co., Maschinenfabrik, Eisengie├čerei und Dampfkesselfabrik
OrtssitzAschersleben (Harz)
Stra├čeHeinrichstr.
Postleitzahl06449
Art des UnternehmensMaschinenfabrik
Anmerkungen1862 gegr├╝ndet als "Aschersleber Maschinenfabrik" (vorher Haupt'sche Cichoriendarre) durch Jacques Billeter und durch den Stadtrat L. W. Schr├Âder ├╝bernommen. Bis 1895 "Maschinenfabrik L. W. Schr├Âder". Ab 1898 "Ascherslebener Maschinenbau AG" (s.d.)
Quellenangaben[125 Jahre Mf Buckau Wolf (1963) 27] [Eggert: Wilhelm Schmidt, Lebensbild (ca. 2001) 18+23+26] http://www.sachsen-anhalt-wiki.de




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
Mai 1862 Gr├╝ndung des Vorg├Ąngerbetriebs, der Aschersleber Maschinenfabrik, durch Jacques Billeter auf dem Gel├Ąnde der im Mai erworbenen Haupt'schen Cichoriendarre an der Heinrichstra├če
1888 In Aschersleben entsteht der Dampfmotor "Excelsior", ein einfacher Kleinmotor, der auf der M├╝nchener Gewerbeausstellung gro├če Beachtung findet. Die Aufstellung des Motors soll im h├Ąuslichen Werkstattbereich m├Âglich sein, wird jedoch trotz gro├čer Sicherheit im Arbeitsbetrieb von der ├ťberwachungsbeh├Ârde nicht genehmigt.
01.1895 Schmidt beteiligt sich an der kleinen Maschinenfabrik Schr├Âder in Aschersleben, die schon seit 1886/87 Schmidt'sche Hei├čddampfmaschinen baut. Sie wird zusammen mit dem Ingenieur Carl Jacobi und dem Kaufmann Hermann Opitz unter dem Namen "W. Schmidt & Co." weitergef├╝hrt.
14.05.1898 Umwandlung in "Ascherslebener Maschinenbau Aktiengesellschaft" unter Beteiligung von Berliner Gro├čbanken.




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Hei├čdampfmaschinen 1887 Beginn 1886/87 als "Schr├Âder" 1898 Umwandlung in Ascherslebener Maschinenbau  




Firmen-Änderungen, Zusammenschüsse, Teilungen, Beteiligungen


Zeit = 1: Zeitpunkt unbekannt

Zeit Bezug Abfolge andere Firma Kommentar
1898 Umbenennung danach Ascherslebener Maschinenbau Act.-Ges., vorm W. Schmidt & Co. als AG




Allgemeines

ZEIT1898
THEMASchmidt'sche Hei├čdampfmaschine in Thale
TEXTDie Lieferungen der Schmidt'schen Hei├čdampfmaschinen an das Eisenwerk Thale sind nicht genau einzugrenzen: Lt. der Liste "Applications du syst├Ęme W. Schmidt" [J. J. Gilain, Tirlemont] wurden im 1896 eine 300-bis-750-PS- und 1898 eine 500-bis-750-PS-Maschine geliefert. Ein Referenzschreiben vom 18.01.1898 (unterzeichnet von Claus Tellmann) bezieht sich auf die erstere, im Oktober 1896 gelieferte Maschine, im Schreiben angegeben mit maximal 750 PSi und einer Normalleistung von 550 PS, geliefert mit zwei Kesseln, ├ťberhitzern und Speisewasservorw├Ąrmern. Sie lief bis zum 10.11.1896 Tag und Nacht zum Antrieb eines Walzwerks. Trotz der gro├čen Belastungs├Ąnderungen war der Betrieb einfach und der Brennstoffverbrauch normal. Von der Aufstellung einer solchen Maschine einer solch gro├čen Leistung und mit starken Belastungswechseln wurde von verschiedenen Seiten abgeraten, aber die Zusagen des Herstellers wurden vollst├Ąndig erf├╝llt. Ein Beweis f├╝r die Zufriedenheit des Betreibers ist, da├č er in der Zwischenzeit eine weitere Schmidt'sche Maschine bestellt hat. Nach einem Betriebsjahr wurde bei Versuchen von Prof. J. L. Lewicki (TH Dresden) bei einer mittleren Leistung von 257,6 PSi ein Dampfverbrauch von 4,076 kg/PSh festgestellt; dieser ging in den letzten Versuchsstunden sogar auf 3,835 kg/PSh herunter (bezogen auf PSi). Die Maschine hatte Zylinderdurchmesser von 460 und 950 mm, Hub: 1000 mm.
QUELLE[S.A. des Ateliers de Construction de J. J. Gilain, Tirlemont: Applications du syst├Ęme W. Schmidt (um 1898)] [Matschlo├č: Geschichte Dampfmaschine II (1908) 173]