Bohn & Kähler Motoren und Maschinenfabrik AG

Allgemeines

FirmennameBohn & Kähler Motoren und Maschinenfabrik AG
OrtssitzKiel
StraßeKirchhofallee 46
Postleitzahl24114
Art des UnternehmensMaschinenfabrik
AnmerkungenAuch Kattenstraße genannt. Friedr. 1914: Adresse: Sackgasse 7/9, Fischerstr. 11/21, Deliusstr. 27/29; Fr. Bohn wohnte in der Düppelstr. 27. Um 1939: Kirchhofallee 46.
Quellenangaben[Maschinendind. Dt. Reich (1939/40) 512] [Handbuch Akt.-Ges. (1943) 5041] [Adreßbuch Stadt Kiel (1914)]




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
1860 Geburt von Friedrich Bohn. - Er lernt in der Gelbgießerei Petersen das Handwerk des Gießers und Formers.
1871 Gründung der einen Ursprungs-Firma der Gelbgießerei Friedrich Petersen, Kiel. Das Werk stellt zu Anfang hauptsächlich Armaturen und Teile für Pumpen her.
1880 Gründung der zweiten Ursprungsfirma, der "Maschinenfabrik Daevel" in Kiel
1897 Friedrich Bohn übernimmt zusammen mit dem Kieler Kaufmann August Kähler die Gießerei "Friedrich Petersen", die sich seither "Gießerei, Maschinen- und Metallwarenfabrik Bohn & Kähler" nennt
1902 Der Ingenieur und Torpedo-Spezialist Franz Bündgens tritt an die Stelle von August Kähler. Das Werk beginnt, die Kaiserliche Marine mit Torpedos zu beliefern.
02.10.1921 Gegründet aus den Firmen "Gelbgießerei Petersen" und "Maschinenfabrik Daevel" unter der Firma "Bohn & Kähler Maschinen- und Metallwarenfabrik Aktiengesellschaft" mit einem Kapital von 8.000.000 Mark
30.11.1921 Eingetragen
1922 Erhöhung des Kapitals um M 12.000.000,00
1924-1925 Lt. Goldmark-Bilanz wird das Kapital von M 20.000.000,00 auf RM 2.000.000,00 umgestellt.
1924 Die Marke "B.u.B.-Motoren" (= "Bohn und Bündgens") wird als Warenzeichen geschützt.
1925 Baubeginn von kompressorlosen Viertakt-Dieselmotoren eigener Konstruktion, unter der Bezeichnung "B.u.B."-Motoren
02.12.1925 Änderung der Firma aus "Bohn & Kähler Maschinen- und Metallwarenfabrik Aktiengesellschaft" in "Bohn & Kähler, Motoren- u. Maschinenfabrik Aktiengesellschaft"
1926 Das Kapital wird auf RM 1.000.000,00 herabgesetzt.
1928 Es werden Motoren mit einer Leistung bis zu 100 PS gebaut
21.09.1932 Laut Hauptversammlung vom 21. September 1932 Kapitalherabsetzung in erleichterter Form um Reichsmark 800.000,00 auf RM 200.000,00.
1936 Verkauf eines seit einer Reihe von Jahren stilliegenden Fabrikgrundstücks in Kiel an der Fischerstraße.
1939 Tod von Friedrich Bohn
1939 Erneute Herstellung von Teilen für Torpedos, Minen und Munition
10.07.1943 Letzte ordentliche Hauptversammlung bis 1943/44
1956-1957 Übernahme durch Buckau R. Wolf, Grevenbroich, zusammen mit einem Teilgelände der Germania-Werft; dort entsteht ein moderenes Zweigwerk
1956-1957 Nach der Übernahme durch Buckau R. Wolf wird ein neues, sechseckiges Logo mit den Buchstaben B und K, eingeführt, das dem "B W" von Buckau Wolf entspricht. Die Motoren werden weiter unter dem Namen Bohn &Kähler verkauft.
Anfang 1959 Es wird ein neues Werk am Ostufer des Kieler Hafens bezogen und der Lizenzbau von Sulzer-Schiffsdieseln der Baureihen TAD und RD begonnen. Diese Motoren werden unter dem Namen "Buckau-Sulzer" vertrieben.
1960 Der Name "Bohn & Kähler" beginnt zu verschwinden, und die Motoren werden unter dem Namen "Buckau-Wolf" vertrieben
1968 Ende des Motorenbaues, bereits seit ca. 1960 unter dem Namen "Buckau-Wolf" vertrieben.
1976 Verkauf des Unternehmens an die Hamburger Harms-Gruppe
1981 Der Sitz der "Bohn & Kähler, Motoren- und Maschinenfabrik GmbH" wird von Kiel nach Büdelsdorf verlegt.
1981 Übernahme durch die "Ahlmann GmbH & Co KG", Rendsburg
1995 Seither unter der Firma "Carlshütte Gießerei GmbH, Vertriebsgesellschaft für Form- und Strangguß" in Büdelsdorf




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Benzin-Bootsmotoren 1939 [Masch-Ind (1939/40)] 1957 [Masch-Ind (1939/40)] 2 - 14 PS
Dampfmaschinen 1880 Beginn   später: schnelllaufende http://home.arcor.de/motorenbau/herstell/buk/buk.htm
stehende Kapseldampfmaschinen 1939 [Becker: Rationelle Eigenstrom-Erzeugung (1954)] 1954 [Becker: Rationelle Eigenstrom-Erzeugung (1954)]  
Schnellaufende Dampfmaschinen 1939 Erste Erwähnung 1954 Letzte Erwähnung  
Viertakt-Dieselmotoren 1939 [Masch-Ind (1939/40)] 1957 [Masch-Ind (1939/40)] 6 - 300 PS




Firmen-Änderungen, Zusammenschüsse, Teilungen, Beteiligungen


Zeit = 1: Zeitpunkt unbekannt

Zeit Bezug Abfolge andere Firma Kommentar
1956 Anschluß (Namensverlust) danach Maschinenfabrik Buckau R. Wolf AG, Werk Grevenbroich Bohn & Kähler zu "Mf Buckau R. Wolf"
1921 Zusammenschluß, neuer Name zuvor Kieler Maschinenbau-Aktiengesellschaft vorm. C. Daevel Maschinenbauanstalt + "Petersen" --> "Bohn & Kähler"""
1921 Zusammenschluß, neuer Name zuvor Gelbgießerei Petersen Maschinenbauanstalt + "Petersen" --> "Bohn & Kähler"""




Allgemeines

ZEIT1943
THEMAOrgane und Kapital der Gesellschaft
TEXTVorstand: Paul Schultze, Kiel; Obering., Gurt Rieffel, Kiel, stellvertretend. Aufsichtsrat: Fabrikdirektor Max Pape, Kiel, Vorsitzer; Kaufmann Hans Surenbrock, Hamburg, stellv. Vorsitzer; Admiral a. D. Gottfried Hansen, Kiel; Generalleutnant a. D. Kurt Schreiber, Göttingen. Gewinn-Verwendung: 5 % zum Reservefonds (Grenze 10%» des Grundkapitals), hierauf 4% Dividende, vom verbleibenden Überschuß 10 % Tantieme an Aufsichtsrat (mindestens jedoch je Mitglied RM 1.000,00, der Vorsitzer Reichsmark 2.000,00), Rest nach Hauptversammlungsbeschluß, Gewinnanteile des Vorstandes und der Beamten gehen auf Geschäftsunkosten. Grundkapital: nom. RM 200.000,00 Stammaktien in 200 Stücken zu je RM 1.000,00 (Nr. 1-200). Dividenden 1931-1942: 0%.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 5041]


THEMAZweck und Gegenstand des Unternehmens (Organe und Kapital der Gesellschaft)
TEXTZweck: Die Fortführung und Erweiterung der früher unter der Firma Bohn & Kahler, offene Handelsgesellschaft, bestehenden Maschinenfabrik, insbesondere die Herstellung von Motoren, Maschinen, Präzisionsapparaten aller Art sowie Gießereierzeugnissen in Eisen und Metall und die Übernahme von und die Beteiligung an bestehenden und neu zu errichtenden Unternehmungen sowie die Betätigung von Handelsgeschäften jeder Art. Fabrikationsprogramm: Viertakt - Dieselmotoren, Benzin-Bootsmotoren, schnellaufende Dampfmaschinen (Spezialität Schiff shilfsmaschinen), Präzisionsapparate, Eisen- und Metallguß. Die Fabrikation findet jetzt auschließlich in den an der Kirchhofallee und Deliusstraße gelegenen Werksanlagen statt. Hauptfabrikationsgebiet sind: Dieselmotoren für Schiffs- und stationäre Zwecke. Außerdem werden Präzisionsarbeiten aller Art ausgeführt. (Vorstand: Paul Schultze, Kiel; Obering., Gurt Rieffel, Kiel, stellvertretend. Aufsichtsrat: Fabrikdirektor Max Pape, Kiel, Vorsitzer; Kaufmann Hans Surenbrock, Hamburg, stellv. Vorsitzer; Admiral a. D. Gottfried Hansen, Kiel; Generalleutnant a. D. Kurt Schreiber, Göttingen. Gewinn-Verwendung: 5 % zum Reservefonds (Grenze 10%» des Grundkapitals), hierauf 4% Dividende, vom verbleibenden Überschuß 10 % Tantieme an Aufsichtsrat (mindestens jedoch je Mitglied RM 1.000,00, der Vorsitzer Reichsmark 2.000,00), Rest nach Hauptversammlungsbeschluß, Gewinnanteile des Vorstandes und der Beamten gehen auf Geschäftsunkosten. Grundkapital: nom. RM 200.000,00 Stammaktien in 200 Stücken zu je RM 1.000,00 (Nr. 1-200). Dividenden 1931-1942: 0%.)


THEMABeteiligung an folgenden Unternehmens (Organe und Kapital der Gesellschaft)
TEXTBeteiligungen sind nicht vorhanden. (Vorstand: Paul Schultze, Kiel; Obering., Gurt Rieffel, Kiel, stellvertretend. Aufsichtsrat: Fabrikdirektor Max Pape, Kiel, Vorsitzer; Kaufmann Hans Surenbrock, Hamburg, stellv. Vorsitzer; Admiral a. D. Gottfried Hansen, Kiel; Generalleutnant a. D. Kurt Schreiber, Göttingen. Gewinn-Verwendung: 5 % zum Reservefonds (Grenze 10%» des Grundkapitals), hierauf 4% Dividende, vom verbleibenden Überschuß 10 % Tantieme an Aufsichtsrat (mindestens jedoch je Mitglied RM 1.000,00, der Vorsitzer Reichsmark 2.000,00), Rest nach Hauptversammlungsbeschluß, Gewinnanteile des Vorstandes und der Beamten gehen auf Geschäftsunkosten. Grundkapital: nom. RM 200.000,00 Stammaktien in 200 Stücken zu je RM 1.000,00 (Nr. 1-200). Dividenden 1931-1942: 0%.)