Wegelin & Hübner, Maschinenfabrik und Eisengießerei AG

Allgemeines

FirmennameWegelin & Hübner, Maschinenfabrik und Eisengießerei AG
OrtssitzHalle (Saale)
StraßeMerseburger Str. 153
Postleitzahl06112
Art des UnternehmensMaschinenfabrik und Eisengießerei
AnmerkungenUm 1906/10: "Maschinenfabrik und Eisengießerei vorm. Wegelin & Hübner". Die fünf Fabrikhallen entstanden zwischen 1884 und 1895. Nach Verstaatlichung (1946) und Zusammenlegung mit der "Halleschen Maschinenfabrik" als "VEB Maschinenfabrik Halle" ("Maschinenfabrik Mafa Halle"); diese seit 1962 zur "VVB Chemie- und Klimaanlagen" (Berlin) und seit 1962 zur "VVB Luft- und Kältetechnik" (Dresden, diese ab 1970 als VEB); ab 01.07.1990 als "ILKA Maschinenfabrik Halle GmbH"; diese ab 1993 aussschließlich in Döllnitz.
Quellenangaben[Verzeichnis der Zuckerfabriken 17 (1900/01) Anh.] [Maschinenindustrie (1939/40) 434] [Handbuch Akt.-Ges. (1943) 3071] http://www.vhkk.org




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
1869 Gründung der Ursprungsfirma
1875 Bau eines "Direktoratshauses"
25.06.1899 Umwandlung in eine Aktiengesellschaft unter Übernahme der seit 1869 bestehenden Firma Wegelin & Hübner mit einem Kapital von urspr. G.-K. RM 3.850.000,00
1901 Übernahme der "Halleschen Union AG vorm. ..."
1908 Neubau einer Eisengießerei
1917 Kauf des angrenzenden Geländes von der "A. Wernicke Maschinenbau AG"
1922 Das Kapital wird erhöht bis 1922 auf M 40 Mill.
18.06.1924 Kapitalumstellung lt. Hauptversammlung vom 18. Juni 1924 von M 40 Mill. auf RM 3.985.000,00
1929 Errichtung einer Verladehalle im Werk 4
21.06.1932 Die Hauptversammlung vom 21. Juni 1932 beschließt Herabsetzung des G.-K. um RM 987.500,00 durch Zusammenlegung der St.-Aktien 4 : 3 zwecks Tilgung von Verlusten.
27.11.1936 Lt. ao. Hauptversammlung vom 27. November 1936 zur Sanierung der Gesellschaft Kapitalherabsetzung von RM 2.962.500,00 St.-Aktien auf RM 739.200,00 durch Einziehung von nom. RM 5700 St.-Aktien und Zusammenlegung der verbleibenden RM 2.956.800,00 im Verhältnis 4:1. Anschließend Wiedererhöhung um Reichsmark 660.800,00 St.-Aktien auf RM 1.435.000,00 durch Ausgabe neuer, ab 1. Januar 1936 dividendenberechtigter St.-Aktien, den Aktionären im Verhältnis RM 400,00 zu RM 100,00 zu 101 % angeboten.
27.04.1938 Lt. Hauptversammlung vom 27. April 1938 Erhöhung des Kapitals um RM 600.000,00 durch Ausgabe von 400 Aktien zu RM 1.000,00 und 2000 Aktien zu RM 100,00 zum Kurse von 103 %.
21.12.1940 Lt. ao. Hauptversammlung vom 21. Dezember 1940 wird das Kapital erhöht um RM 500.000,00 auf RM 2.535.000,00 durch Ausgabe von 350 St.-Aktien zu RM 1.000,00 und 1500 St.-Aktien zu RM 100,00. Von den jungen Aktien, dividendenberechtigt ab 1. Januar 1941 und ausgegeben zu 113 %. werden RM 400.000,00 den alten Aktionären im Verhältnis 5 : 1 zu 118 % zum Bezuge angeboten.
17.06.1943 Letzte ordentliche Hauptversammlung bis 1943/44
1946 Überführung der in das Eigentum der Provinz Sachsen. Die Enteignung erfolgt aufgrund des Befehles Nr. 124 des Obersten Chefs der Sowjetischen Militärverwaltung vom 30. Oktober 1945 und den Durchführungsbestimmungen vom 30. Juli 1946. - Zusammen mit der "Halleschen Maschinenfabrik und Eisengießerei" wird der "VEB Maschinenfabrik Halle" gebildet.




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Anlagen für die chemische Großindustrie 1939 [Maschinenindustrie (1939/40) 434] 1940 [Maschinenindustrie (1939/40) 434]  
Anlagen für die Kunstseide-Industrie 1939 [Maschinenindustrie (1939/40) 434] 1940 [Maschinenindustrie (1939/40) 434]  
Anwärmestationen 1911 [Adreßbuch der Zuckerindustrie (1911/12) Anh.] 1911 [Adreßbuch der Zuckerindustrie (1911/12) Anh.]  
Aufschließ-, Auflöse-, Extraktions-Apparate   um 1920      
Dampfkessel 1905 [Mengebier (1905] 1913 erwähnt: Jahrbuch dt. Braunkohlen...Ind (1913)  
Dampfmaschinen 1869 Erste Erwähnung 1913 erwähnt: Jahrbuch dt. Braunkohlen...Ind (1913) Einzylinder-, Verbund-, Tandem, mit einfacher Rider- und Ventilsteuerung
Dampfpumpen   um 1920      
Destillierapparate   um 1920      
Eis- und Kühlanlagen 1895 seither NH3-Anlagen (vorher CO2) 1946 Verstaatlichung Vor 1895 bereits CO2-Kälteanlagen. Unbekannt, ab wann 1945 Wiederaufnahme der Produktion
Filterpressen 1869 Erste Erwähnung 1940 Letzte Erwähnung 1900: von 1000, 800, 630 mm2, für Schlamm, Dünn- und Dicksaft. Auch Kelly-Filterpressen
Gasverflüssigungsanlagen   um 1920      
Gegenstrom-Cataract-Condensatoren 1869 Erste Erwähnung 1900 Letzte Erwähnung  
Hubräder   um 1920      
Kesselspeisepumpen 1869 Erste Erwähnung 1940 Letzte Erwähnung liegend oder stehend
Kesselspeisepumpen 1869 Erste Erwähnung 1940 Letzte Erwähnung liegend oder stehend
Kochstationen 1911 [Adreßbuch der Zuckerindustrie (1911/12) Anh.] 1911 [Adreßbuch der Zuckerindustrie (1911/12) Anh.]  
Kohlensäurepumpen 1869 Erste Erwähnung 1911 Letzte Erwähnung für Dampf- und Transmissionsbetrieb
Kondensatoren   um 1920      
Maschinen für die Zuckerindustrie   um 1920      
Nitrierapparate   um 1920      
Ölraffinationsanlagen   um 1920      
Pressen   um 1920     Seifenpressen, Kühlpressen
Pumpen aller Art 1913 erwähnt: Jahrbuch dt. Braunkohlen ... Ind. (1913) 1940 Letzte Erwähnung  
Rektifizierapparate   um 1920      
Rohr- und Rübenzuckerfabriken 1911 [Adreßbuch der Zuckerindustrie (1911/12) Anh.] 1911 [Adreßbuch der Zuckerindustrie (1911/12) Anh.] komplette Einrichtung
Rührwerke   um 1920      
Schachtgefrieranlagen   um 1920      
Schieber-Luftpumpen   um 1920      
Schlammpumpen 1869 Erste Erwähnung 1900 Letzte Erwähnung automatisch wirkend, liegend und stehend, für die I., II. und III. Satuartion
Schlammpumpen 1869 Erste Erwähnung 1900 Letzte Erwähnung automatisch wirkend, liegend und stehend
trockene Schieberluftpumpen 1869 Erste Erwähnung 1913 erwähnt: Jahrbuch dt. Braunkohlen...Ind (1913) bis zu den größten Dimensionen
Transmissionspumpen   um 1920      
Überhitzer 1911 [Adreßbuch der Zuckerindustrie (1911/12) Anh.] 1911 [Adreßbuch der Zuckerindustrie (1911/12) Anh.]  
Verdampfstationen 1911 [Adreßbuch der Zuckerindustrie (1911/12) Anh.] 1911 [Adreßbuch der Zuckerindustrie (1911/12) Anh.]  
Vorwärmer 1911 [Adreßbuch der Zuckerindustrie (1911/12) Anh.] 1911 [Adreßbuch der Zuckerindustrie (1911/12) Anh.]  
Wasser-Versorgungspumpen 1869 Erste Erwähnung 1940 Letzte Erwähnung  
Wasserförderanlagen   um 1920      
Zentrifugalpumpen   um 1920      
Zuckerhaus-Einrichtungen 1911 [Adreßbuch der Zuckerindustrie (1911/12) Anh.] 1911 [Adreßbuch der Zuckerindustrie (1911/12) Anh.]  




Firmen-Änderungen, Zusammenschüsse, Teilungen, Beteiligungen


Zeit = 1: Zeitpunkt unbekannt

Zeit Bezug Abfolge andere Firma Kommentar
1901 Anschluß (Namensverlust) zuvor Hallesche Union AG vorm. Vaass & Littmann "Hallesche Union" zu: "Wegelin & Hübner" [Maschinendindustrie (1939/40] 434]




Allgemeines

ZEIT1943
THEMAOrgane und Kapital der Gesellschaft
TEXTVorstand: Direktor Eduard Wurtz, Wehrwirtschaftsführer, Halle (Saale); Direktor Bruno Querfurth, Halle (Saale). Aufsichtsrat: Walther Flakowski, Geschäftsinhaber des Halleschen Bankvereins K.-G. a. A., Halle (Saale), Vorsitzer; Vizeadmiral a. D. Exzellenz Heinrich Löhlein, Berlin, stellv. Vorsitzer; Kammergerichtsrat a. D. Richard Drache, Rittergut Haus Würdenberg, Teutschenthal; Kaufmann Ernst Ehlert, Ehrenpräsident der Gauwirtschaftskammer Halle-Merseburg, Halle (Saale); Dipl.-Ing. Dr.-Ing. e. h. Max Zell, Berlin. Abschlußprüfer für 1943: Rudolf Liss, Wirtschaftsprüfer, Halle (Saale). Geschäftsjahr: 1. Januar bis 31. Dezember. Hauptversammlung (Stimmrecht): Je nom. RM 100,00 Stammaktien und je nom. RM 70,00 Vorzugsaktien je l Stimme; jedoch haben je nom. RM 70,00 Vorzugsaktien in besonderen Fällen zehnfaches Stimmrecht. Reingewinn-Verwendung: Der Reingewinn, der sich nach Vornahme von Abschreibungen, Wertberichtigungen, Rückstellungen und Rücklagen einschl. der Einstellung in die gesetzliche Rücklage und eines etwaigen Gewinnvortrages ergibt, wird wie folgt verteilt: Zunächst erhalten Vorstand und Gefolgschaftsmitglieder die nach den Dienstverträgen vereinbarten Gewinnanteile; von dem verbleibenden Überschuß erhalten die Inhaber der Vorz.-Aktien einen Gewinnanteil von RM 5,60 auf je RM 70,00 der Vorz.-Aktie. Sodann werden an die Inhaber der St.-Aktien bis 4 % des Nennwertes verteilt. Aus dem hiernach noch verbleibenden Reingewinn erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrates einen Gewinnanteil von zusammen 10 %. Der Rest wird an die Aktionäre verteilt, wenn nicht die Hauptversammlung anderes bestimmt. Grundkapital: nom. RM 2.535.000,00, davon nom. Reichsmark 2.500.000,00 Stammaktien in 1450 Stücken zu je RM 1.000,00 (Nr. 1-1450), 10500 Stücken zu je RM 100,00 (Nr. 1-10.500) und nom. RM 35.000,00 Vorzugsaktien in 50 Stücken zu je RM 700,00. Rechte der Vorzugsaktien: Die Vorzugsaktien können nach halbjähriger Kündigung zum Ende eines Geschäftsjahres gegen Zahlung von RM 115,00 für je RM 70,00 der Vorzugsaktien eingezogen werden. Im Falle der Liquidation der Gesellschaft hat die Vorzugsaktie nur Anspruch auf RM 115,00 für je RM 70,00 der Vorzugsaktie, wodurch ihr Anspruch an dem Liquidationserlös abgefunden ist.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 3071]


THEMAZweck und Gegenstand des Unternehmens (Organe und Kapital der Gesellschaft)
TEXTGegenstand des Unternehmens: Betrieb einer Maschinenfabrik und Eisengießerei sowie aller dazugehörigen oder damit in Zusammenhang stehenden Nebengewerbe. Erzeugnisse: Komplette Einrichtungen für die gesamte chemische Großindustrie: Chloralkali-Elektrolysen, Sole-Reinigungsanlagen, Laugen-Konzentrationsanlagen, Ätznatron- und Ätzkali-Schmelzanlagen, Kalkhydratanlagen, Kalkmilchanlagen, Ablaugen-Regenerationsanlagen, Vakuum-Salzanlagen, komplette Salinen; Verdampfanlagen für alle Zwecke: Mischer, Rührwerke, Kochkessel, Kühler, Kondensatoren jeder Art und Größe; Einrichtungen zur Erzeugung von Kunstseide und Zellwolle: Vorbereitungsapparaturen zur Erzeugung der Alkalizellulose und der spinnfertigen Viskose, Viskosekessel in jeder Form und Größe, Spinnkessel, Viskose-Großmischer, Rührer; Spinnmaschinen aller Systeme: Zentrifugen-Spinnmaschinen, Bobinen-Spinnmaschinen, Versuchs-Spinnmaschinen; Zellwolle-Spinnmaschinen: kompl. Absaugungen, Lösekessel, Sulfidiertrommeln, Tauchpressen jeder Größe und alle sonstigen Zubehörteile, Dialysierpressen zur Laugen-Wiedergewinnung, Spinnbad-Verdampfanlagen; Filterpressen jeder Art und Größe: Extraktionspressen mit hydraulischem Verschluß, Spezial-Filterpressen in Holz, Silumin, Aluminium usw.; Kälteanlagen: Eis- und Kühlmaschinen, Platteneisanlagen, Schachtgefrieranlagen, Chlorverflüssigungsanlagen, Entparaffinierungs-Anlagen, Tiefkälteanlagen bis -45°C, Allgemeiner Maschinenbau: Hydraulische Pressen, Vakuum-Pumpen, Kompressoren, Flüssigkeits-Kolbenpumpen. (Vorstand: Direktor Eduard Wurtz, Wehrwirtschaftsführer, Halle (Saale); Direktor Bruno Querfurth, Halle (Saale). Aufsichtsrat: Walther Flakowski, Geschäftsinhaber des Halleschen Bankvereins K.-G. a. A., Halle (Saale), Vorsitzer; Vizeadmiral a. D. Exzellenz Heinrich Löhlein, Berlin, stellv. Vorsitzer; Kammergerichtsrat a. D. Richard Drache, Rittergut Haus Würdenberg, Teutschenthal; Kaufmann Ernst Ehlert, Ehrenpräsident der Gauwirtschaftskammer Halle-Merseburg, Halle (Saale); Dipl.-Ing. Dr.-Ing. e. h. Max Zell, Berlin. Abschlußprüfer für 1943: Rudolf Liss, Wirtschaftsprüfer, Halle (Saale). Geschäftsjahr: 1. Januar bis 31. Dezember. Hauptversammlung (Stimmrecht): Je nom. RM 100,00 Stammaktien und je nom. RM 70,00 Vorzugsaktien je l Stimme; jedoch haben je nom. RM 70,00 Vorzugsaktien in besonderen Fällen zehnfaches Stimmrecht. Reingewinn-Verwendung: Der Reingewinn, der sich nach Vornahme von Abschreibungen, Wertberichtigungen, Rückstellungen und Rücklagen einschl. der Einstellung in die gesetzliche Rücklage und eines etwaigen Gewinnvortrages ergibt, wird wie folgt verteilt: Zunächst erhalten Vorstand und Gefolgschaftsmitglieder die nach den Dienstverträgen vereinbarten Gewinnanteile; von dem verbleibenden Überschuß erhalten die Inhaber der Vorz.-Aktien einen Gewinnanteil von RM 5,60 auf je RM 70,00 der Vorz.-Aktie. Sodann werden an die Inhaber der St.-Aktien bis 4 % des Nennwertes verteilt. Aus dem hiernach noch verbleibenden Reingewinn erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrates einen Gewinnanteil von zusammen 10 %. Der Rest wird an die Aktionäre verteilt, wenn nicht die Hauptversammlung anderes bestimmt. Grundkapital: nom. RM 2.535.000,00, davon nom. Reichsmark 2.500.000,00 Stammaktien in 1450 Stücken zu je RM 1.000,00 (Nr. 1-1450), 10500 Stücken zu je RM 100,00 (Nr. 1-10.500) und nom. RM 35.000,00 Vorzugsaktien in 50 Stücken zu je RM 700,00. Rechte der Vorzugsaktien: Die Vorzugsaktien können nach halbjähriger Kündigung zum Ende eines Geschäftsjahres gegen Zahlung von RM 115,00 für je RM 70,00 der Vorzugsaktien eingezogen werden. Im Falle der Liquidation der Gesellschaft hat die Vorzugsaktie nur Anspruch auf RM 115,00 für je RM 70,00 der Vorzugsaktie, wodurch ihr Anspruch an dem Liquidationserlös abgefunden ist.)