Akt.-Ges. für Feld- und Kleinbahnen-Bedarf vormals Orenstein & Koppel

Allgemeines

FirmennameAkt.-Ges. für Feld- und Kleinbahnen-Bedarf vormals Orenstein & Koppel
OrtssitzBabelsberg (b. Potsdam)
OrtsteilNowawes
Art des UnternehmensMaschinenfabrik
AnmerkungenBis 1898/1900 Lokomotivbau unter der Firma "Märkische Lokomotiv-Fabrik, Max Orenstein" (s.d.; Max Orenstein war der Bruder von Benno Orenstein) in Berlin-Schlachtensee. Bis 1897: die OHG "Orenstein & Koppel" (s.d.), auch noch nach dem Ausscheiden von A. Koppel. Das "Werk Drewitz" (Lokomotivfabrik) liegt zwar beim Bahnhof Drewitz, ist aber auf Neuendorfer (1907 in "Nowawes" umbenannt) Gemarkung; Waggonfabrik in Spandau. Seit 1909 (Angliederung der "Arthur Koppel AG", s.d.): "Orenstein & Koppel - Arthur Koppel Aktiengesellschaft" (s.d.).
Quellenangaben[Mengebier: Dampfkesselfabr. (1905)] [Slezak: Lokfabr. Europas (1962) 8] [Masch-Ind Dt Reich (1939/40) 177]
HinweiseOrenstein-und-Koppel-Aktiengesellschaft, Dortmund:
O&K-Dampflokomotiven : Lieferverzeichnis 1892 - 1945 / [Orenstein & Koppel. Vorw.: Roland Bude Junior]
[Dortmund] : O&K, 1978. - Getr. Zählung [ca. 660 S.] : zahlr. Ill.
ISBN 3-921894-00-X




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
01.04.1876 Gründung des Ursprungsunternehmens "Orenstein & Koppel"
1897 Verwandlung der Orensteinschen Unternehmensanteile in "Akt.-Ges. für Feld- und Kleinbahnen-Bedarf vormals Orenstein & Koppel"
18.12.1897 Gründung mit einem Grundkapital von M 4.000.000,00 als "Aktiengesellschaft für Feld- und Kleinbahnenbedarf (vormals Orenstein & Koppel)" unter Umänderung der offenen Handelsgesellschaft "Orenstein & Koppel"
1898 Errichtung einer neuen Lokomotivfabrik in Neuendorf (später: Nowawes ) bei Potsdam auf einer Fläche von 78.000 qm, davon 9.500 qm bebaut. Die Leistungsfähigkeit beträgt ca. 200 Lokomotiven, die Belegschaft 200 Mann.
1899 Inbetriebnahme der Waggonfabrik in Spandau
1903 Bau einer neuen Hammerschmiede in Drewitz
1904 Bau einer neuen Kesselschmiede in Drewitz
1905 Es entsteht eine Interessengemeinschaft der "Aktiengesellschaft für Feld- und Kleinbahnenbedarf (vormals Orenstein & Koppel)" mit der "Arthur Koppel AG"
1906 Anschluß der "Stahlbahnwerke Freudenstein"
1907 "Orenstein & Koppel" erwirbt die Ausführungsrechte für den Lokomotiv-Wasserrohrkessel, Bauart Stroomann. Der Hinterkessel ist ein runder Wellrohrkessel. Zunächst baut die Firma einen kleinen Probekessel mit 0,7 m² Rostfläche und 21 m² Verdampfungsheizfläche. Die Erprobungen beim Eisenbahn-Zentralamt ergeben günstige Verdampfungseigenschaften. Infolge dessen wird die Lokomotive "Magdeburg 4851" (pr G 8.1) mit einem Stroomann-Kessel bestellt.
1907/08 Mit dem Bau der Stadtbahnlokomotiven der preußischen Gattung T8 erfolgt die Trennung zwischen Kleinlokomotiv- und dem Großlokomotivbau und Einrichtung einer zweiten Montagehalle mit 6.000 m² Grundfläche
16.02.1909 Im Zusammenhang mit der Wiederaufnahme der "Arthur Koppel AG" in die "Aktiengesellschaft für Feld- und Kleinbahnenbedarf (vormals Orenstein & Koppel)" wird die Firma in "Orenstein & Koppel- Arthur Koppel Akt.-Ges." geändert.




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Dampfkessel 1905 [Mengebier (1905)] 1905 [Mengebier (1905)]  
Dampflokomotiven 1898 Beginn 1908 Umfirmierung in "Orenstein & Koppel"  




Firmen-Änderungen, Zusammenschüsse, Teilungen, Beteiligungen


Zeit = 1: Zeitpunkt unbekannt

Zeit Bezug Abfolge andere Firma Kommentar
1905 Anschluß (Namensverlust) zuvor Stahlbahnwerke Freudenstein & Co. Akt.-Ges.  
1909 Zusammenschluß, neuer Name danach Orenstein & Koppel - Arthur Koppel Aktiengesellschaft  
1898 Lösung (Tochter neuer Name) zuvor Orenstein & Koppel  




Allgemeines

ZEIT1898
THEMABeschreibung der Lokomotivfabrik Drewitz
TEXTAuf einer Fläche von 78.000 qm, davon 9.500 qm bebaut. Die Leistungsfähigkeit beträgt ca. 200 Lokomotiven, die Belegschaft 200 Mann. Kernstück ist ein Kuppelbau (genannt "Circus") für die Lokomotivmontage mit einem drehbaren Brückenkran. Die Kuppel wird von sechs im Sechseck angeordneten Shedhallen umgeben, von denen in den einzelnen Sechsecken Werkzeugbau und mechanische Werkstatt; Anreißplatz und Schlosserei; Zylinderbau, Lager und Magazin; Kupferschmiede, Führerhausbau und Rahmenbau; Schmiede und Rahmenbau; Kesselschmiede untergebracht sind. Es besteht ein Gleisanschluß mit Drehscheibe; ein Gleis führt in die Rotunde. Kessel- und Maschienenhaus sind separat.
QUELLE[Pierson: Lokomotiven aus Berlin (1977) 97] [Eisenbahnwesen der Gegenw II (1911) 267]