G. & J. Jaeger GmbH


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G. & J. Jaeger GmbH: G. & J. Jaeger GmbH: Werk Varresbeck (ab 1898) G. & J. Jaeger GmbH: G. & J. Jaeger GmbH: Stahlgießerei Varresbeck (ab 1907) G. & J. Jaeger GmbH: G. & J. Jaeger GmbH: Mechanische Werkstätte im Werk Varresbeck G. & J. Jaeger GmbH: G. & J. Jaeger GmbH: Graugießerei im Werk Varresbeck


Allgemeines

FirmennameG. & J. Jaeger GmbH
OrtssitzWuppertal
OrtsteilElberfeld
StraßeBachstr.
Postleitzahl42275
Art des UnternehmensMetallgießerei und Maschinenfabrik
AnmerkungenPLZ unsicher, da die Bachstraße (1993) eher in Barmen liegt. Werk seit Ende der 1890er Jahre in der Nähe des Bahnhofs Varresbeck. Umfaßt um 1900: Kesselschmiede, Gießerei und Schlosserei. 1911: (Wuppertal-)Varresbeck; dort Graugießerei mit fünf Kupolöfen, große Stahlgießerei mit einer Reihe von Kovertern und Kupolöfen (nach dem Bessemer-Verfahren), zwei mit modernsten Maschinen ausgerüstete Werkstätten und zahlreiche Nebenbetriebe, Gußputzerei mit Standtrahlvorrichtung; Vergrößerungen sind jederzeit möglich.
Quellenangaben[Mengebier: Dampfkesselfabr. (1905)] [100 Jahre Eisenbahndirektion Wuppertal (1950) 52] [VDI (1901) 33] [Eisenbahnwesen der Gegenwart 2 (1911) 374]




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
1859 Errichtung einer Metall- und Graugießerei, aus welcher die Firma "G. & J. Jaeger" hervorgeht.
01.01.1868 Gustav und Jakob Jaeger, die ältesten Söhne von Jakob Jäger (Eisenwarenhandlung am Hofkamp mit angegliederter kleiner Eisengießerei), erwerben das väterliche Unternehmen und betreiben es als Eisen- und Metallgießerei und Maschinenfabrik in Elberfeld in der Bachstraße.
1878 Die Firma erhält das deutsche Reichspatent Nr. 2747 auf eine Vorrichtung zum Formen von Achslagerkästen für Eisenbahnwagen. Mit Hilfe dieser patentierten und fortlaufend verbesserten Formmaschine gelingt es, die von Hand schwierig zu formenden Achslager in einer außerordentlichen Genauigkeit und Gleichmäßigkeit anzufertigen und gleichzeitig zu verbilligen.
1898 Entschluß zur Errichtung eines Zweigwerks in der Nähe des Bahnhofs Varresbeck an der Rheinischen Bahnstrecke mit einer Graugießerei und einer mechanischen Werkstatt. - Wenige Jahre später sind Werk und Verwaltung nach der Varresbeck verlegt.
1902 Umwandlung in eine GmbH
1905 Die Preußische Bahnverwaltung legt der Firma Jaeger nahe, ihr Vorschläge für die Entwicklung von Achsbüchsen aus Stahlguß zu unterbreiten.
1906 Der erste Versuchsbetrieb für die Herstellung von Stahlgußachsbüchsen wird eingerichtet. Ende des Jahres hat die Stahlgießerei ihre Versuchszeit hinter sich und ist voll beschäftigt.
1907 Nachdem die preußische Staatsbahnverwaltung zur Verwendung von Stahlguß-Achslagern sowie von gegossenenen Teilen aus Flußeisen udn Stahl beim Bau von Eisenbahnfahrzeugen in größerem Umfange übergeht, entschließen sich die Inhaber zur Errichtung einer neuen Stahlgießerei.
1909-1911 Die Firma Jaeger führt die ersten brauchbaren Rollenlager-Achsbüchsen bei den deutschen Straßenbahnen ein.
12.10.1913 Erteilung des Patents Nr. 292 131 auf die Erfindung des Jaeger-Bund-Rollenlagers, welches als Präzisions-Zylinderrollenlager imstande ist, ohne Zuhilfenahme von Druckscheiben oder besonderen Axialdrucklagern in der Achsbüchse größte radiale und axiale Kräfte gleichzeitig zu übertragen.




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Dampfkessel 1905 [Mengebier (1905)] 1905 [Mengebier (1905)]  
Eisenbahnachslager 1868 Beginn (ab Gründung) 1950 [100 Jahre Eisenbahndirektion Wuppertal (1950) 52]  
Grauguß 1859 Beginn (evtl. unter anderer Firma 1950 für Achslager  
Stahlguß 1907 Beginn in neuen Werk Varresbeck 1950 für Achslager  




Betriebene Dampfmaschinen

Bezeichnung Bauzeit Hersteller
Dampfmaschine vor 1900 unbekannt




Personal

Zeit gesamt Arbeiter Angest. Lehrl. Kommentar
1911 1300       bei gutem Geschäftsgang bis zu 1300 Arbeiter und Beamte