Benno Schilde, Maschinenfabrik und Apparate-Bauanstalt

Allgemeines

FirmennameBenno Schilde, Maschinenfabrik und Apparate-Bauanstalt
OrtssitzBad Hersfeld (Hessen)
Postleitzahl36251
Art des UnternehmensMaschinenfabrik
AnmerkungenUm 1943: "Benno Schilde Maschinenbau-Aktiengesellschaft"
Quellenangaben[Mengebier: Dampfkesselfabr. (1905)] [Übersee-Post (1953) H. 3, S. 46] [Handbuch Akt.-Ges. (1943) 4669]




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
1874 Gründung des Ursprungsunternehmens, der von Benno Schilde Maschinen- und Apparatebauanstalt. Beginn in gemieteter Werkstatt mit einigen Arbeitern.
1884 Bau einer eigenen Werkstatt mit Wohnhaus; ca. 20 Arbeiter.
01.01.1898 bis 31.12.1819 Fabrikneubauten für Herstellung von Ventilatoren usw.; ca. 100 Arbeiter.
1907 Erhebliche Vergrößerung für die Herstellung von Trockenapparaten; ca. 200 Arbeiter, 50 Angestellte.
1911 Bis um Ableben des Begründers im Jahre 1911 ist die Firma in dessen Privatbesitz und wird dann als Familien-G. m. b. H. weitergeführt.
1912-1914 Weitere Neubauten; ca. 120 Angestellte, 480 Arbeiter.
1922 Erwerb des Schwerin-Görrieser Flugplatzgeländes mit Gebäuden.
1922 Erweiterungsbauten in Hersfeld
12.04.1922 Umwandlung in eine Aktiengesellschaft mit einem Kapital von M 10.000.000,00
1924-1925 Im Betrieb Hersfeld werden einige Umbauten durchgeführt, und auch der Maschinenpark wird durchgreifend modernisiert.
1925-1926 Es wird eine Hypothek von RM 600.000,00 für die Dauer von 10 Jahren aufgenommen, um einen erheblichen Teil der schwebenden Schulden zu konsolidieren. Zur Beseitigung des Verlustes von RM 443.322,85, der nur zum geringsten Teil aus dem Fabrikationsgeschäft stammt, wird vorgeschlagen, das Aktienkapital im Verhältnis 2 : 1 auf RM 600.000,00 zusammenzulegen und dann wieder auf RM 1.200.000,00 zu erhöhen.
1926-1927 Herabsetzung und Wiedererhöhung des Aktienkapitals. Ein Konsortium unter Führung des Kommerzienrats Fritz Rechberg in Hersfeld übernimmt die neuen Aktien zu pari.
1928 Die Rationalisierung der Betriebe wird weitergeführt.
1929 Erwerbung der Fabrikanlagen der "Rekord-Stahl-G.m.b.H.", Hersfeld, mit einem Flächeninhalt von 4400 qm, die mit Gleisanschluß ausgestattet sind und sich zur Lagerung von Fertigfabrikaten eignen
1929 Die Beteiligung an der "Brennstoff-Gewinnungs- und Veredelungs-G. m. b. H.", Frankfurt a. M., wird zu einem angemessenen Preis verkauft.
1929 Dem Ausbau der Versuchsanstalten wird besondere Pflege gewidmet.
1929 Die in Schwerin-Görries gelegenen Fabrikgebäude mit dazugehörigen Grundstücken werden 1929 mit Bewilligung des Vorkaufsrechts an eine Reichsbehörde verpachtet.
1930 Fortsetzung des Ausbaues der Versuchsanstalten.
1931 Abschluß einer Interessengemeinschaft mit der Maschinenfabrik "Friedr. Haas G.m.b.H.", Lennep (Rheinland).
1932 Die Gemeinschaftsarbeit mit der Maschinenfabrik "Friedr. Haas G. m. b. H.", Lennep (Rheinland), hat sich ebenso gut entwickelt wie die mit einer Reihe erstklassiger Spezialfirmen getroffenen Abkommen über das Studium von Absatzfragen, Arbeits- und Konstruktionsmethoden.
1933 Verkauf eines erheblichen Teiles der in Schwerin-Görries gelegenen Grundstücke einschließlich sämtlicher Fabrikgebäude an eine Reichsbehörde zum Kaufpreis von RM 100.000,00, der in Jahresraten gezahlt wird und zur teilweisen Amortisation der am 31. März 1936 fälligen Hypothek in Höhe von RM 600.000,00 dient.
1933 Die Versuchsanstalt wird auf erweitertem Räume zusammengefaßt und ermöglicht bei der Vielheit der aufgestellten Trockenmaschinen und Industrieöfen die Erprobung jeder Art von Trocknung und Wärmebehandlung.
1934 Weiterer Verkauf der verbliebenen Anlagen des Werkes Schwerin zum Preis von RM 65.000,00.
1934 Zur Abrundung des Grundbesitzes wird ein benachbartes Grundstück mit Gebäude erworben.
1935 Verkauf des restlichen Besitzes in Schwerin
1935 Lösung des Vertrages mit der Maschinenfabrik "Friedrich Haas Ges. m. b. H." in Lennep.
1936 Verkauf des Grundbesitzes an der Friedloser Straße in Hersfeld
1936 Die Gesellschaft tritt der "Gemeinnützigen Baugenossenschaft Hersfeld 1936 e. G. m. b. H." zur Förderung des Baues von Eigenheimen bei.
1937 Die Herstellung der Stoffmeßapparate wird zur besseren Abrundung des Fabrikationsprogramms im Laufe des Berichtsjahres an eine andere Firma abgegeben. Im Zusammenhang hiermit wird die "Schilde-Walcometer G. m. b. H.", Hersfeld, nach Veräußerung ihrer Erfindungen und der sonstigen Werte liquidiert.
1938 Erschließung neuer Absatzgebiete. Neu- und Erweiterungsbauten.
1939 Im Interesse der Kameradschaftspflege wird das Miteigentum an dem Hersfelder Zunfthaus erworben.
05.12.1941 Laut Beschluß des Aufsichtsrates vom 5. Dezember 1941 Kapitalberichtigung gemäß DAV um RM 1.600.000,00 auf RM 2.800.000,00 durch Ausgabe von Zusatzaktien mit Wirkung zum 31. Dezember 1940. Der erforderliche Betrag wird gewonnen durch Entnahme aus dem Gewinnvortrag mit RM 90.000,00, durch Zuschreibungen zum Anlagevermögen mit RM 910.000,00 (Geschäfts- und Wohngebäude 100.000,00, Fabrikgebäude 450.000,00, Maschinen und maschinelle Anlagen 280.000,00, Betriebs- und Geschäftsausstattung 80.000,00), aus sonstigen Bilanzposten mit RM 600.000,00.
16.08.1943 Letzte ordentliche Hauptversammlung bis 1943/44




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Dampfkessel 1905 [Mengebier (1905)] 1905 [Mengebier (1905)]  
Warmwasser-Reservoire 1900 jedenfalls 1912 in Reutlingen 1900 jedenfalls 1912 in Reutlingen  
Wassermesser 1900 jedenfalls 1912 in Reutlingen 1900 jedenfalls 1912 in Reutlingen  




Allgemeines

ZEIT1943
THEMAOrgane und Kapital der Gesellschaft
TEXTVorstand: Paul Sandte, Hersfeld; Dr.-Ing. Theodor Stassinet, Hersfeld. Aufsichtsrat: Burghardt Rechberg, Fabrikbesitzer, Hersfeld, Vorsitzer; Karl Siebert., Rechtsanwalt und Notar, Berlin, stellv. Vorsitzer; Direktor Ernst Bernau, Vorstandsmitglied der Degussa Deutsche Gold- und Silberscheideanstalt vorm. Roeßler, Frankfurt (Main); Ernst Hagemeier, Vorsitzer des Vorstandes der Adlerwerke vorm. Heinrich Kleyer A.-G., Frankfurt (Main); Heinrich Hagemeier, Fabrikbesitzer, Eisenach; Franziska Rechberg, Hersfeld; Richard Schilde, Kassel. Abschlußprüfer für das Geschäftsjahr 1943: Dr. jur. Franz Edwin Gercke, Berlin. Geschäftsjahr: 1. Januar bis 31. Dezember (bis 1927 November/Oktober). Hauptversammlung (Stimmrecht): Das Stimmrecht wird nach Aktienbeträgen ausgeübt. Reingewinn-Verwendung: Der Reingewinn der Gesellschaft, der sich nach Vornahme von Abschreibungen, Wertberichtigungen, Rückstellungen und Rücklagen ergibt, wird wie folgt verteilt: 1. zunächst erhalten die Aktionäre bis zu 4 % des auf ihre Aktien eingezahlten Betrages; 2. der Rest wird an die Aktionäre verteilt, wenn nicht die Hauptversammlung etwas anderes beschließt. Buchwert der a) Beteiligungen: RM 3.300,00; b) Wertpapiere: RM 1.802.600,00 (einschl. Aktien usw.).
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 4669]


THEMAZweck und Gegenstand des Unternehmens (Organe und Kapital der Gesellschaft)
TEXTGegenstand des Unternehmens: Gegenstand des Unternehmens ist der Maschinenbau, der Handel mit dessen Erzeugnissen und die Durchführung aller damit in Zusammenhang stehenden Geschäfte. Die Gesellschaft ist berechtigt, sich an Unternehmen ähnlicher Art zu beteiligen und deren Vertretung oder Betrieb zu übernehmen. Erzeugnisse: Luft- und wärmetechnische Anlagen aller Art, Trocknungsanlagen für alle Zwecke und für alle Materialien, Waschmaschinen und Lackieranlagen, Industrieöfen für Eisen- und Metallbehandlung, insbesondere Gas-Großöfen. (Vorstand: Paul Sandte, Hersfeld; Dr.-Ing. Theodor Stassinet, Hersfeld. Aufsichtsrat: Burghardt Rechberg, Fabrikbesitzer, Hersfeld, Vorsitzer; Karl Siebert., Rechtsanwalt und Notar, Berlin, stellv. Vorsitzer; Direktor Ernst Bernau, Vorstandsmitglied der Degussa Deutsche Gold- und Silberscheideanstalt vorm. Roeßler, Frankfurt (Main); Ernst Hagemeier, Vorsitzer des Vorstandes der Adlerwerke vorm. Heinrich Kleyer A.-G., Frankfurt (Main); Heinrich Hagemeier, Fabrikbesitzer, Eisenach; Franziska Rechberg, Hersfeld; Richard Schilde, Kassel. Abschlußprüfer für das Geschäftsjahr 1943: Dr. jur. Franz Edwin Gercke, Berlin. Geschäftsjahr: 1. Januar bis 31. Dezember (bis 1927 November/Oktober). Hauptversammlung (Stimmrecht): Das Stimmrecht wird nach Aktienbeträgen ausgeübt. Reingewinn-Verwendung: Der Reingewinn der Gesellschaft, der sich nach Vornahme von Abschreibungen, Wertberichtigungen, Rückstellungen und Rücklagen ergibt, wird wie folgt verteilt: 1. zunächst erhalten die Aktionäre bis zu 4 % des auf ihre Aktien eingezahlten Betrages; 2. der Rest wird an die Aktionäre verteilt, wenn nicht die Hauptversammlung etwas anderes beschließt. Buchwert der a) Beteiligungen: RM 3.300,00; b) Wertpapiere: RM 1.802.600,00 (einschl. Aktien usw.).)


THEMABesitzverhältnisse (Organe und Kapital der Gesellschaft)
TEXTBesitz- und Betriebsbeschreibung: Anlagen: Fabrikgebäude einschl. Hof- und Grünanlagen; Vorratsgelände; Beamtenwohnhäuser einschl. Gärten. Maschinelle Einrichtung: Verschiedene Werkzeugmaschinen, Drehbänke, Hobel- und Shapingmaschinen, Bohrmaschinen, Fräs- und Bohrwerke. Kraftanlagen: Dampfmaschinen, Generatoren, Elektromotoren. (Vorstand: Paul Sandte, Hersfeld; Dr.-Ing. Theodor Stassinet, Hersfeld. Aufsichtsrat: Burghardt Rechberg, Fabrikbesitzer, Hersfeld, Vorsitzer; Karl Siebert., Rechtsanwalt und Notar, Berlin, stellv. Vorsitzer; Direktor Ernst Bernau, Vorstandsmitglied der Degussa Deutsche Gold- und Silberscheideanstalt vorm. Roeßler, Frankfurt (Main); Ernst Hagemeier, Vorsitzer des Vorstandes der Adlerwerke vorm. Heinrich Kleyer A.-G., Frankfurt (Main); Heinrich Hagemeier, Fabrikbesitzer, Eisenach; Franziska Rechberg, Hersfeld; Richard Schilde, Kassel. Abschlußprüfer für das Geschäftsjahr 1943: Dr. jur. Franz Edwin Gercke, Berlin. Geschäftsjahr: 1. Januar bis 31. Dezember (bis 1927 November/Oktober). Hauptversammlung (Stimmrecht): Das Stimmrecht wird nach Aktienbeträgen ausgeübt. Reingewinn-Verwendung: Der Reingewinn der Gesellschaft, der sich nach Vornahme von Abschreibungen, Wertberichtigungen, Rückstellungen und Rücklagen ergibt, wird wie folgt verteilt: 1. zunächst erhalten die Aktionäre bis zu 4 % des auf ihre Aktien eingezahlten Betrages; 2. der Rest wird an die Aktionäre verteilt, wenn nicht die Hauptversammlung etwas anderes beschließt. Buchwert der a) Beteiligungen: RM 3.300,00; b) Wertpapiere: RM 1.802.600,00 (einschl. Aktien usw.).)


THEMABeteiligung an folgenden Unternehmen (Organe und Kapital der Gesellschaft)
TEXTBeteiligungen: l. Volksbank e. G. m. b. H. (s.d.), Hersfeld, Beteiligung: RM 1.200,00; 2. Gemeinnützige Baugenossenschaft Hersfeld 1936 e. G. m. b. H. (s.d.), Hersfeld, Beteiligung:- RM 2.100,00. Buchwert der a) Beteiligungen: RM 3.300,00 (Vorstand: Paul Sandte, Hersfeld; Dr.-Ing. Theodor Stassinet, Hersfeld. Aufsichtsrat: Burghardt Rechberg, Fabrikbesitzer, Hersfeld, Vorsitzer; Karl Siebert., Rechtsanwalt und Notar, Berlin, stellv. Vorsitzer; Direktor Ernst Bernau, Vorstandsmitglied der Degussa Deutsche Gold- und Silberscheideanstalt vorm. Roeßler, Frankfurt (Main); Ernst Hagemeier, Vorsitzer des Vorstandes der Adlerwerke vorm. Heinrich Kleyer A.-G., Frankfurt (Main); Heinrich Hagemeier, Fabrikbesitzer, Eisenach; Franziska Rechberg, Hersfeld; Richard Schilde, Kassel. Abschlußprüfer für das Geschäftsjahr 1943: Dr. jur. Franz Edwin Gercke, Berlin. Geschäftsjahr: 1. Januar bis 31. Dezember (bis 1927 November/Oktober). Hauptversammlung (Stimmrecht): Das Stimmrecht wird nach Aktienbeträgen ausgeübt. Reingewinn-Verwendung: Der Reingewinn der Gesellschaft, der sich nach Vornahme von Abschreibungen, Wertberichtigungen, Rückstellungen und Rücklagen ergibt, wird wie folgt verteilt: 1. zunächst erhalten die Aktionäre bis zu 4 % des auf ihre Aktien eingezahlten Betrages; 2. der Rest wird an die Aktionäre verteilt, wenn nicht die Hauptversammlung etwas anderes beschließt. Buchwert der a) Beteiligungen: RM 3.300,00; b) Wertpapiere: RM 1.802.600,00 (einschl. Aktien usw.).)