Jos. L. Meyer, Maschinenfabrik, Schiffswerft und Kesselschmiede


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Jos. L. Meyer, Maschinenfabrik, Schiffswerft und Kesselschmiede: Werftbesitzer Ehren-Doktor-Ingenieur Jos. L. Meyer


Allgemeines

FirmennameJos. L. Meyer, Maschinenfabrik, Schiffswerft und Kesselschmiede
OrtssitzPapenburg (Emsland)
Postleitzahl26871
Internet-Seitehttp://www.meyerwerft.de
Art des UnternehmensSchiffswerft, Maschinenfabrik u. Kesselschmiede
AnmerkungenUrsprungsbetrieb von Willm Rolf Meyer ab 1795. 1872-1879 unter der Firma "Barth & Meyer".
Quellenangaben[Reichs-Adreßbuch (1900) 1613] [Mengebier: Dampfkesselfabr. (1905)] [Adressbuch Elektr.-Branche (1892) 139] [Sauerland: Geschichte der Meyer-Werft, http://nibis.ni.schule.de]




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
1795 Willm Rolf Meyer gründet eine Schiffszimmerei auf der Turmwerft in Papenburg zum Bau von Segelschiffen.
1872 Joseph L. Meyer gründet zusammen mit Barth eine neue Werft am Turmkanal unter der Firma "Barth & Meyer, Eisenschiffswerft, Eisengießerei und Maschinenfabrik". Sie besitzt 2 Aufschlepphellinge von 90 m und 5 Querhellinge.
1874 Das erste Passagierschiff und gleichzeitig erste Eisenschiff der Werft, der Raddampfer "Triton", wird fertiggestellt.
1877 Auf der ursprünglichen Werft von Willm Rolf Meyer läuft das letzte Segelschiff vom Stapel, und die Werft wird geschlossen.
1879 Der Teilhaber Barth tritt aus der Firma aus, und Joseph L. Meyer wird Alleininhaber.
1909 Joseph L. Meyer errichtet eine größere, geräumigere Kesselschmiede.
1909 Joseph L. Meyer kauft den Werftplatz seines Onkels Heinrich Wilhelm am oberen Turmkanal.
1912 Bau des ersten Motorschleppers
1913 Bau des Doppelschrauben-Passagierdampfers "Graf Goetzen" (Bau-Nr. 300; Länge: 67 m, Breite: 10 m, Tiefgang: 2,30 m) für den Tanganjikasee in Ostafrika im Auftrag der "Ostafrikanischen Eisenbahn-Gesellschaft". Er wird in Papenburg probe-montiert (verschraubt), zerlegt und in 5.000 Kisten durch das Mittelmeer nach Daressalam verschifft, in Tanganjika mit der Mittellandbahn zu ihrem Endpunkt, dann mit Trägern transportiert und durch drei Fachkräfte vom Meyer, 20 Inder und 150 Schwarze zusammengebaut. - Das Schiff wird 1917 versenkt und nach erfolgreicher Hebung seit 1927 als "Liemba" wieder eingesetzt. In den 1960er Jahren auf Diesel umgebaut.
1951 Tod von Franz Joseph Meyer
1951 Nach dem Tod von Franz Joseph Meyer wird die Werft in eine Kommanditgesellschaft umgewandelt, an die der Sohn Joseph Franz Meyer und seine Mutter sind.
1951 Tod von Franz Joseph Meyer
1960 Bau des ersten Gastankers
1960 Auf dem 1960 von der Stadt Papenburg erworbenen Nachbargrundstück am Deverweg wird eine neue Schiffbauhalle errichtet.
1961 Kauf der Deilmann-Werft und Bau des Trockendocks
1962 Die Seeschleuse wird auf 18 m verbreitert.
06.1974 Baubeginn für die neue, größere Werft innerhalb des tidefreien Hafengebietes und unmittelbar bei der Seeschleuse. In den Hallen können witterungsunabhängig große Sektionen zusammengebaut werden.
1975 Fertigstellung des ersten Bauabschnitts für die neue Werft
1975 Die Seeschleuse wird von 18 m auf 25 m verbreitert.
1976 Bernard Meyer wird Mitglied der Geschäftsleitung.
1982 Umwandlung in eine GmbH & Co.KG
1982 In Zusammenarbeit mit der Stadt Papenburg und der Meyer Werft wird eine Dockschleuse neben der Seeschleuse gebaut. Die Dockschleuse ermöglicht Schiffen mit einer Breite von 38 m und einem Tiefgang von 7 m die Durchfahrt.
1985 Bau des ersten Kreuzfahrtschiffs
1985 Seit der zweiten Hälfte der 80er Jahre ist der Schiffbau wetterunabhängig: Meyer betreibt das größte überdachte Trockendock der Welt
1986 Bau eines überdachten Baudocks (Länge: 270 m; Breite: 101,5 m; Höhe: 60 m)
1986 Die alte Werft wird an die Stadt Papenburg verkauft.
1988 Joseph Franz Meyer scheidet aus dem Unternehmen aus.
1989/1990 Erweiterung der Schiffsbauhallen
1990/1991 Verlängerung des überdachten Baudocks um 100 m
1991 Das Verwaltungsgebäude wird vergrößert.
1994 Abschluß des mehrjährigen Planfeststellungsverfahrens zur Vertiefung der Ems für Schiffe mit 7,3 m Tiefgang
1995 Ausleiferung der "Oriana" an die Reederei P & O
1998 In der Fertigungsstätte, die in Betrieb gehen soll, sollen zunächst vor allem Gastanker gebaut werden.
2001 Beschluß zum Bau eines zweiten überdachten Baudocks




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Dampfkessel 1892 [Adressb Elektr.-Branche (1892)] 1905 [Mengebier (1905)]  
Dampfmaschinen 1892 [Adressb. Elektr.-Branche (1892)] 1892 [Adressb. Elektr.-Branche (1892)]  
Schiffe 1795 Beginn 2010 aktiv  
Schiffsdampfmaschinen 1874 "Triton" 1946 Dampfschiffe bis nach dem Kriege  




Personal

Zeit gesamt Arbeiter Angest. Lehrl. Kommentar
1880 62        
1890 216        
1904 305        
1914 436       davon 120 Facharbeiter und 20 kaufmännische Angestellte
1951 277        
1955 500        
1966 900        
1974 1200        
1995 1800        
1997 1975        
1997 1900