Bochumer Verein für Bergbau und Gußstahl-Fabrikation

Allgemeines

FirmennameBochumer Verein für Bergbau und Gußstahl-Fabrikation
OrtssitzBochum
Postleitzahl447xx
Art des UnternehmensStahlgußwerk
Anmerkungen1892 auch Herstellung von Gußstahlglocken, Kirchen-, Stations- u. Fabrikglocken, Schalenglocken für Uhren und Signal-Apparate. Beschäftigte im Jahre 1884: 4400 Arbeiter. Eigentümerin: der Bochumer Verein für Bergbau und Gussstahlfabrikation zu Bochum. Dirigent: Herr Ingenieur Engeling. Assistent: Herr Ingenieur Frenz. Seit 1926: "Vereinigte Stahlwerke A.-G. (s.d.), Bochumer Verein" und seit 1933: "Bochumer Verein für Gußstahlfabrikation Aktiengesellschaft" (s.d.) 1925 (Zusammenfassung): Zechen: Carolinenglück (1900), Engelsburg (1889) und Teutoburgia (1908). Kohlenarten: Fettkohle (670.186 t), Gas- und Gasflammkohle (199.175 t), Eßkohle (652.630 t). Beteiligung s. Vereinigte Stahlwerke.
Quellenangaben[Adreßbuch der Zuckerindustrie (1911/12) Anh.] [Dt Eisenbahnw d Geg (1927) 334] [Adressbuch Elektr.-Branche (1892) 23] [Bergwerke und Salinen (1925) 26]




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
06.12.1842 Der Grundstein zum wird von Jacob Mayer, einem schwäbischen Bauernsohn, durch Errichtung einer Tiegelstahlschmelze unter der Firma "Mayer & Kühne" gelegt. Mit der Aufnahme der Tiegelstahlerzeugung verfolgt Mayer das Ziel, die deutsche Industrie von der erheblichen englischen Stahleinfuhr unabhängig zu machen.
1844 Von Jacob Mayer wird die Verwendung des Tiegelstahls außer für Lokomotiv- und Wagenachsen auch für den Geschützbau geplant, und bereits nach wenigen Jahren stellt er das erste Kanonenrohr aus Tiegelstahl her. In verhältnismäßig kurzer Zeit kann Mayer von kleinen Güssen zu größeren übergehen, womit erst der Siegeszug des Gußstahls einsetzt.
1847 Das Freiformschmieden wird seit 1847 betrieben
1850 Um das Jahr 1850 gelingt es Mayer nach jahrelangen Versuchen und nach Überwindung großer technischer Schwierigkeiten die Erfindung des Stahlformgusses, die es ermöglicht, dem Stahl sofort eine dem endgültigen Verwendungszweck entsprechende Form zu geben.
1854 F. Grillo erhält eine Sitz im Aufsichtsrat des Bochumer Vereins
1854 Umwandlung in eine Aktiengesellschaft "Bochumer Verein für Bergbau und Gußstahlfabrikation".
1854 Aus der Tiegelschmelze von J. Mayer geht der "Bochumer Verein für Bergbau und Gußstahlfabrikation" hervor.
1855 Erster Dampfhammer-Einsatz
1865-1866 Bau des Hammerwerks II (1865/66)
1871 Das alte städtische Gaswerk wird an den Bochumer Verein verkauft.
01.01.1890 Erwerbung der Zeche "Hasenwinkel" in Bochum-Dahlhausen
1892 Lieferung einer Dampfmaschine durch Görlitzer Maschinenbauanstalt
1893 Lieferung von zwei Dampfmaschinen durch Görlitzer Maschinenbauanstalt
1895 Lieferung von zwei Dampfmaschinen durch Görlitzer Maschinenbauanstalt
1897 Lieferung einer Dampfmaschine durch Görlitzer Maschinenbauanstalt
1898 Lieferung von 3 Dampfmaschinen durch Görlitzer Maschinenbauanstalt
1899 Lieferung einer Dampfmaschine durch Görlitzer Maschinenbauanstalt
1900 Erwerb der Zeche Carolinenglück
1903 Lieferung einer Dampfmaschine durch A. Borsig
1903 Da unterhalb von 500 m Teufe keine Fettkohlenlager vorhanden sind, entschließt sich das Unternehmen, die Zeche "Hasenwinkel" in Bochum-Dahlhausen wieder zu verkaufen.
1916 Lieferung einer Dampfpumpe durch Maschinenfabrik Sangerhausen
1919 Die Erzgrube Schnellenberg in Beienbach mit einem geschätzen Gesamtwert von 296.000 Mark geht an den "Bochumer Verein" über. - Sie wird bereits 1922/23 stillgelegt.
1926 Einbringung der Grundstücke und Werksanlagen usw. in die Vereinigte Stahlwerke A. G. - Firmierung seither: "Vereinigte Stahlwerke A.-G., Bochumer Verein"
14.01.1926 Nach mehreren Leitungspositionen initiiert Ernst Poensgen zusammen mit Emil Kirdorf und Fritz Thyssen die Gründung der "Vereinigten Stahlwerke AG" (Vestag, auch: Stahlverein). Die "Vestag" ist ein Zusammenschluß von anfänglich sieben Firmengruppen (Thyssen, Phönix, Bochumer Verein u.a.).
08.12.1933 Änderung der Firma in "Bochumer Verein für Gußstahlfabrikation A.-G.". Mit der Wahl dieses Namens wird an die frühere Firmenbezeichnung angeknüpft, die in vielen Jahrzehnten einer stolzen Werksgeschichte Weltruf erlangt hatte.
1941 Aufstellung des Dampfhammers 3 im Hammerwerk I




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Ammoniakwasser 1924 [Bergwerke u. Salinen (1925) 26] 1925 [Bergwerke u. Salinen (1925) 26]  
Aromate 1913 [Bergwerke u. Salinen (1925) 26] 1925 [Bergwerke u. Salinen (1925) 26]  
Cumaronharze 1922 [Bergwerke u. Salinen (1925) 26] 1924 [Bergwerke u. Salinen (1925) 26]  
Eisenlack 1922 [Bergwerke u. Salinen (1925) 26] 1925 [Bergwerke u. Salinen (1925) 26]  
Feld-, Forst-, Industriebahnen 1911 Erste Erwähnung 1911 Letzte Erwähnung  
Feld-, Forst-, Industriebahnen 1911 Erste Erwähnung 1911 Letzte Erwähnung  
Feld-, Forst-, Industriebahnen 1911 Erste Erwähnung 1911 Letzte Erwähnung  
Gußstahlfaconguß 1911 Erste Erwähnung 1911 Letzte Erwähnung  
Gußstahlglocken 1842 Beginn (nach eigenem Patent) 1911 Letzte Erwähnung (vmtl. aber darüber hinaus) 1892: Gußstahlglocken, Kirchen-, Stations- u. Fabrikglocken. Schalenglocken für Uhren und Signal-Apparate. [Handb Elektr.-Branche]
Gußstahlscheibenräder 1911 Erste Erwähnung 1911 Letzte Erwähnung  
Heizöl 1922 [Bergwerke u. Salinen (1925) 26] 1925 [Bergwerke u. Salinen (1925) 26]  
Herzstücke aus Gußstahl 1911 [Verz Zuckerfabr 17 (1900/01) Anh. 1926 [Dt Eisenbahnw d Geg (1927) 332]  
Imprägnieröl 1922 [Bergwerke u. Salinen (1925) 26] 1925 [Bergwerke u. Salinen (1925) 26]  
Koks 1913 [Bergwerke u. Salinen (1925) 26] 1925 [Bergwerke u. Salinen (1925) 26]  
Kraftgas 1922 [Bergwerke u. Salinen (1925) 26] 1925 [Bergwerke u. Salinen (1925) 26]  
Leichtöl 1922 [Bergwerke u. Salinen (1925) 26] 1925 [Bergwerke u. Salinen (1925) 26]  
Leuchtgas 1925 [Bergwerke u. Salinen (1925) 26] 1925 [Bergwerke u. Salinen (1925) 26]  
Metall 1909 [Referenzliste Görlitzer Masch-Bau-Anst] 1909 [Referenzliste Görlitzer Masch-Bau-Anst] um 1909
Preßkohle 1913 [Bergwerke u. Salinen (1925) 26] 1925 [Bergwerke u. Salinen (1925) 26]  
Rückstände 1922 [Bergwerke u. Salinen (1925) 26] 1925 [Bergwerke u. Salinen (1925) 26]  
schwefelsaures Ammoniak 1913 [Bergwerke u. Salinen (1925) 26] 1925 [Bergwerke u. Salinen (1925) 26]  
Schalenglocken für Signalapparate 1892 [Adressb Elektr.-Branche (1892)] 1892 [Adressb Elektr.-Branche (1892)]  
Schalenglocken für Uhren 1892 [Adressb Elektr.-Branche (1892)] 1892 [Adressb Elektr.-Branche (1892)]  
Stahlwerksteer 1922 [Bergwerke u. Salinen (1925) 26] 1925 [Bergwerke u. Salinen (1925) 26]  
Starrschmiere 1922 [Bergwerke u. Salinen (1925) 26] 1925 [Bergwerke u. Salinen (1925) 26]  
Steinkohle 1913 [Bergwerke u. Salinen (1925) 26] 1925 [Bergwerke u. Salinen (1925) 26]  
Teerfettöl 1922 [Bergwerke u. Salinen (1925) 26] 1925 [Bergwerke u. Salinen (1925) 26]  
Teerpech 1922 [Bergwerke u. Salinen (1925) 26] 1925 [Bergwerke u. Salinen (1925) 26]  
Treiböl 1922 [Bergwerke u. Salinen (1925) 26] 1925 [Bergwerke u. Salinen (1925) 26]  
Waschöl 1922 [Bergwerke u. Salinen (1925) 26] 1925 [Bergwerke u. Salinen (1925) 26]  




Betriebene Dampfmaschinen

Bezeichnung Bauzeit Hersteller
Dampfmaschine 1903 August Borsig
Dampfmaschine 1892 Görlitzer Maschinenbauanstalt und Eisengießerei AG
Dampfmaschine 1893 Görlitzer Maschinenbauanstalt und Eisengießerei AG
Dampfpumpmaschine 1893 Görlitzer Maschinenbauanstalt und Eisengießerei AG
Dampfmaschine 1895 Görlitzer Maschinenbauanstalt und Eisengießerei AG
Dampfmaschine 1895 Görlitzer Maschinenbauanstalt und Eisengießerei AG
Dampfmaschine 1897 Görlitzer Maschinenbauanstalt und Eisengießerei AG
Dampfmaschine 1898 Görlitzer Maschinenbauanstalt und Eisengießerei AG
Dampfmaschine 1898 Görlitzer Maschinenbauanstalt und Eisengießerei AG
Dampfmaschine 1898 Görlitzer Maschinenbauanstalt und Eisengießerei AG
Dampfmaschine 1899 Görlitzer Maschinenbauanstalt und Eisengießerei AG
Gebläsedampfmaschine   Hannoversche Maschinenbau-Actiengesellschaft, vorm. Georg Egestorff
Dampfhammer 1890 J. Banning Aktiengesellschaft
Dampfpumpe   Klein, Schanzlin & Becker A.-G.
Dampfluftpumpe 10.07.1916 Maschinenfabrik Sangerhausen Aktiengesellschaft
Dampfmaschine 1888 Sächsische Maschinenfabrik vorm. Richard Hartmann AG




Maschinelle Ausstattung

Zeit Objekt Anz. Betriebsteil Hersteller Kennwert Wert [...] Beschreibung Verwendung
1913 Brikettpresse 8 alle zusammen            
1913 Koksofen 208 alle zusammen            
1922 Brikettpresse 12 alle zusammen            
1922 Koksofen 214 alle zusammen            
1923 Brikettpresse 5 alle zusammen            
1923 Koksofen 78 alle zusammen            
1924 Brikettpresse 11 alle zusammen            
1924 Koksofen 200 alle zusammen            
1925 Brikettpresse 12 alle zusammen            
1925 Koksofen 230 alle zusammen            




Personal

Zeit gesamt Arbeiter Angest. Lehrl. Kommentar
1913 6159 5991 168   alle Zechen, davon 5605 Vollarbeiter bzw. 142 technische und 26 kaufmännische Beamte
1922 7322 7010 312   alle Zechen; davon 6538 Vollarbeiter bzw. 237 technische und 75 kaufmännische Beamte
1923 6883 6568 315   alle Zechen; davon 5202 Vollarbeiter bzw. 231 technische und 84 kaufmännische Beamte
1924 6242 5943 299   alle Zechen, davon 4838 Vollarbeiter bzw. 225 technische und 74 kaufmännische Beamte
1925 6019 5748 271   alle Zechen, davon 5149 Vollarbeiter bzw. 203 technische und 68 kaufmännische Beamte




Produktionszahlen

Zeitraum Produkt Menge Einheit
1913 1913 Steinkohle 1795046   t
1913 1913 Koks 318119   t
1913 1913 Preßkohle 247666   Stück
1913 1913 schwefelsaures Ammoniak 4218   t
1913 1913 Stickstoffinhalt 1055   t
1913 1913 Rohnaphthalin 82   t
1913 1913 gereinigtes Benzol 1050   t
1913 1913 gereinigtes Toluol 82   t
1913 1913 Gereinigtes Lösungsbenzol I 94   t
1913 1913 Elektrische Arbeit 19845   MWh
1922 1922 Steinkohle 1285806   t
1922 1922 Koks 277066   t
1922 1922 Preßkohle 226190   Stück
1922 1922 schwefelsaures Ammoniak 4523   t
1922 1922 Stickstoffinhalt 931   t
1922 1922 Leichtöl 163   t
1922 1922 Teerpech 15205   t
1922 1922 Rohnaphthalin 1355   t
1922 1922 Rückstände 728   t
1922 1922 Waschöl 2676   t
1922 1922 Heizöl 4238   t
1922 1922 Treiböl 2283   t
1922 1922 Imprägnieröl 1925   t
1922 1922 Anthrazenöl 7646   t
1922 1922 Teerfettöl 159   t
1922 1922 Stahlwerksteer 175   t
1922 1922 Eisenlack 0   t
1922 1922 Starrschmiere 984   t
1922 1922 Schwerbenzol 66   t
1922 1922 gereinigtes Benzol 961   t
1922 1922 gereinigtes Toluol 138   t
1922 1922 Gereinigtes Lösungsbenzol I 201   t
1922 1922 gereinigtes Lösungsbenzol II 63   t
1922 1922 Cumaronharze 83   t
1922 1922 Kraftgas 23173000   cbm
1922 1922 Elektrische Arbeit 15302   MWh
1923 1923 Steinkohle 434650   t
1923 1923 Koks 96697   t
1923 1923 Preßkohle 71871   Stück
1923 1923 schwefelsaures Ammoniak 1643   t
1923 1923 Stickstoffinhalt 338   t
1923 1923 Leichtöl 92   t
1923 1923 Teerpech 5297   t
1923 1923 Rohnaphthalin 792   t
1923 1923 Rückstände 365   t
1923 1923 Waschöl 1472   t
1923 1923 Heizöl 602   t
1923 1923 Treiböl 277   t
1923 1923 Imprägnieröl 762   t
1923 1923 Anthrazenöl 2587   t
1923 1923 Teerfettöl 113   t
1923 1923 Stahlwerksteer 259   t
1923 1923 Eisenlack 4   t
1923 1923 Starrschmiere 358   t
1923 1923 Naphthalin, Warmpreßgut 154   t
1923 1923 Schwerbenzol 18   t
1923 1923 gereinigtes Benzol 364   t
1923 1923 gereinigtes Toluol 38   t
1923 1923 Gereinigtes Lösungsbenzol I 44   t
1923 1923 gereinigtes Lösungsbenzol II 26   t
1923 1923 Kraftgas 8571000   cbm
1923 1923 Elektrische Arbeit 16508   MWh
1924 1924 Steinkohle 1333251   t
1924 1924 Koks 363188   t
1924 1924 Preßkohle 176158   Stück
1924 1924 Ammoniakwasser 1060   t
1924 1924 schwefelsaures Ammoniak 4390   t
1924 1924 Stickstoffinhalt 1108   t
1924 1924 Leichtöl 156   t
1924 1924 Teerpech 16820   t
1924 1924 Rohnaphthalin 2064   t
1924 1924 Rückstände 1129   t
1924 1924 Carbolöl (Phenolöl) 17   t
1924 1924 Carbollauge 15   t
1924 1924 Waschöl 3411   t
1924 1924 Heizöl 4146   t
1924 1924 Treiböl 353   t
1924 1924 Imprägnieröl 3051   t
1924 1924 Anthrazenöl 7292   t
1924 1924 Teerfettöl 304   t
1924 1924 Stahlwerksteer 376   t
1924 1924 Eisenlack 4   t
1924 1924 Starrschmiere 793   t
1924 1924 Naphthalin, Warmpreßgut 1365   t
1924 1924 Naphthalin rein 45   t
1924 1924 Schwerbenzol 41   t
1924 1924 gereinigtes Benzol 1493   t
1924 1924 gereinigtes Toluol 178   t
1924 1924 Gereinigtes Lösungsbenzol I 204   t
1924 1924 gereinigtes Lösungsbenzol II 95   t
1924 1924 Cumaronharze 18   t
1924 1924 Kraftgas 29614000   cbm
1924 1924 Elektrische Arbeit 16834   MWh
1925 1925 Steinkohle 1521991   t
1925 1925 Koks 434044   t
1925 1925 Preßkohle 219834   Stück
1925 1925 Ammoniakwasser 2992   t
1925 1925 schwefelsaures Ammoniak 4135   t
1925 1925 Stickstoffinhalt 1319   t
1925 1925 Leichtöl 286   t
1925 1925 Teerpech 20878   t
1925 1925 Rohnaphthalin 2523   t
1925 1925 Rückstände 1490   t
1925 1925 Carbollauge 66   t
1925 1925 Waschöl 3557   t
1925 1925 Heizöl 7590   t
1925 1925 Treiböl 1298   t
1925 1925 Imprägnieröl 679   t
1925 1925 Anthrazenöl 8837   t
1925 1925 Teerfettöl 265   t
1925 1925 Stahlwerksteer 225   t
1925 1925 Eisenlack 73   t
1925 1925 Starrschmiere 744   t
1925 1925 Naphthalin, Warmpreßgut 1657   t
1925 1925 Naphthalin rein 1040   t
1925 1925 Reinanthrazen 127   t
1925 1925 Schwerbenzol 30   t
1925 1925 gereinigtes Benzol 1998   t
1925 1925 gereinigtes Toluol 369   t
1925 1925 Gereinigtes Lösungsbenzol I 273   t
1925 1925 gereinigtes Lösungsbenzol II 125   t
1925 1925 Leuchtgas 10158000   cbm
1925 1925 Kraftgas 53261000   cbm
1925 1925 Elektrische Arbeit 15982   MWh




Allgemeines

ZEIT1885
THEMAbetriebseigenes Gaswerk
TEXTDie Gasanstalt des Bochumer Vereins war früher Eigentum der Stadt Bochum und wurde von der letzteren, da sie für den Konsum der Stadt und des Bochumer Vereins nicht mehr ausreichte, eine Vergrößerung aber nicht gestattete, im Jahre 1871 an den Bochumer Verein, für den sie sehr günstig lag, verkauft. Nach Vornahme einiger Umbauten wurde sie von dem Bochumer Verein in Betrieb genommen, und sind seitdem keine Veränderungen vorgenommen worden. Jahresproduktion : Vom 1. Oktober 1883 bis 1. Oktober 1884 wurden 2.527.550 m³ Gas produziert. Außerdem sind in derselben Zeit noch 211.000 m³ Gas für die Beleuchtung der Kaserne und der verschiedenen Büros von der Stadt Bochum bezogen worden, da mit den vorhandenen Apparaten sich im Winter die Reinigung nicht genügend ausführen läßt. Maximalproduktion 9.030 m³ pro Tag im Januar. Minimalproduktion 5.049 m³ pro Tag im Juni. Anzahl der Flammen 6100. Hierunter sind 610 Laternen für Beleuchtung der Wege und Plätze. Es wurden 7440 Tonnen Kohlen von Zeche Pluto und Königsgrube verarbeitet. Koksproduktion 6160 Tonnen. Die überflüssige Koks wurde auf der Gussstahlfabrik verbraucht. Teerproduktion 343 Tonnen. Der Teer wurde auf der Gussstahlfabrik und zwar zum größten Teil im Bessemer für das basische Verfahren gebraucht. An Ammoniakwasser wurden 491 Tonnen erzielt, und dieses wurde verkauft. Der Bochumer Verein beleuchtet auch noch einen Teil seiner Plätze mit elektrischen Bogenlampen. Es sind 17 Bogenlampen à 1200 N.K. vorhanden. Die Lampen sowohl, wie auch die 2 Dynamomaschinen sind von Schuckert in Nürnberg geliefert. Ein Teil der Büros wird durch 140 Glühlichter System Gülcher beleuchtet, und sind die Maschine und Lichter durch die Actiengesellschaft Helios in Ehrenfeld bei Köln geliefert.
QUELLE[Stat. Mitt. Gasanstalten (1885) 70]


THEMAAnlagen des eigenen Gaswerks (betriebseigenes Gaswerk)
TEXTVorhanden sind 11 Öfen mit Koksfeuerung, à 6 Retorten, also im Ganzen 66 Retorten. Die Retorten, welche eine lichte Länge von 2.600 mm und einen ovalen Querschnitt 520 x 390 mm haben, sind von Vygen & Co. in Duisburg bezogen. Es sind vorhanden 4 Luftkondensatoren, 4 Kondensatoren mit Wasserkühlung, 3 Scrubber und 6 Reiniger von denen 4 mit Lux'scher Masse und 2 mit Kalk beschickt werden. Außer einem Beale'schen Exhaustor ist zur Reserve noch ein Körting'scher Exhaustor vorhanden. Die beiden Gasbehälter haben 1100 resp. 660 m³ Inhalt. (Die Gasanstalt des Bochumer Vereins war früher Eigentum der Stadt Bochum und wurde von der letzteren, da sie für den Konsum der Stadt und des Bochumer Vereins nicht mehr ausreichte, eine Vergrößerung aber nicht gestattete, im Jahre 1871 an den Bochumer Verein, für den sie sehr günstig lag, verkauft. Nach Vornahme einiger Umbauten wurde sie von dem Bochumer Verein in Betrieb genommen, und sind seitdem keine Veränderungen vorgenommen worden. Jahresproduktion : Vom 1. Oktober 1883 bis 1. Oktober 1884 wurden 2.527.550 m³ Gas produziert. Außerdem sind in derselben Zeit noch 211.000 m³ Gas für die Beleuchtung der Kaserne und der verschiedenen Büros von der Stadt Bochum bezogen worden, da mit den vorhandenen Apparaten sich im Winter die Reinigung nicht genügend ausführen läßt. Maximalproduktion 9.030 m³ pro Tag im Januar. Minimalproduktion 5.049 m³ pro Tag im Juni. Anzahl der Flammen 6100. Hierunter sind 610 Laternen für Beleuchtung der Wege und Plätze. Es wurden 7440 Tonnen Kohlen von Zeche Pluto und Königsgrube verarbeitet. Koksproduktion 6160 Tonnen. Die überflüssige Koks wurde auf der Gussstahlfabrik verbraucht. Teerproduktion 343 Tonnen. Der Teer wurde auf der Gussstahlfabrik und zwar zum größten Teil im Bessemer für das basische Verfahren gebraucht. An Ammoniakwasser wurden 491 Tonnen erzielt, und dieses wurde verkauft. Der Bochumer Verein beleuchtet auch noch einen Teil seiner Plätze mit elektrischen Bogenlampen. Es sind 17 Bogenlampen à 1200 N.K. vorhanden. Die Lampen sowohl, wie auch die 2 Dynamomaschinen sind von Schuckert in Nürnberg geliefert. Ein Teil der Büros wird durch 140 Glühlichter System Gülcher beleuchtet, und sind die Maschine und Lichter durch die Actiengesellschaft Helios in Ehrenfeld bei Köln geliefert.)