Maschinenfabrik und Eisengie├čerei Georg Egestorff


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Maschinenfabrik und Eisengie├čerei Georg Egestorff: Georg Egestorff: Werksansicht 1854 Maschinenfabrik und Eisengie├čerei Georg Egestorff: G. Egestorff: Werksansicht 1874 Maschinenfabrik und Eisengie├čerei Georg Egestorff: Georg Egestorff: Verwaltungsgeb├Ąude Maschinenfabrik und Eisengie├čerei Georg Egestorff: Georg Egestorff: Lokomotivbauhalle


Allgemeines

FirmennameMaschinenfabrik und Eisengie├čerei Georg Egestorff
OrtssitzHannover
OrtsteilLinden
Stra├čeHamelner Str. 1
Postleitzahl30457
Art des UnternehmensMaschinen- und Lokomotivfabrik
AnmerkungenOrtsangabe: "Linden vor Hannover". Im PLZ-Verz. nur: "Hamelner Chaussee". Ab 1868 "Dr. B. Strousberg, Hannoversche Maschinenbauanstalt und Eisengie├čerei vorm. G. Egestorff" (s.d.). Die Saline ist gesondert erfa├čt, s.d.
Quellenangaben[Slezak: Lokomotivfabriken Europas (1962) 7] [G├Ârg: Pulsschlag eines Werkes] [Wikipedia (2005)]




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
07.02.1802 Geburt von Georg Egestorff in Linden. Er erlernt in Hildesheim das B├Âttcherhandwerk, wird dann aber nach Linden zur├╝ckgerufen, um f├╝r die ausgedehnten Gesch├Ąfte seines Vaters eine bis dahin v├Âllig fehlende Buchf├╝hrung einzurichten. Unter der Mitwirkung von Georg Egestorff bl├╝hen alsbald die Gesch├Ąfte auf.
1831 Georg Egestorff gr├╝ndet am Lindener Berg eine Saline
1834 Als Georg Egestorffs Vater stirbt, ├╝bernimmt er die Leitung der gesamten Gesch├Ąfte.
1835 Er├Âffnung einer Eisengie├čerei und mechanischen Werkstatt, er baut Dampfmaschinen, Kessel und Maschinen f├╝r industrielle Zwecke
06.06.1835 Gr├╝ndung der Maschinenfabrik und Er├Âffnung einer Eisengie├čerei und mechanischen Werkstatt durch Georg Egestorff; er baut Dampfmaschinen, Kessel und Maschinen f├╝r industrielle Zwecke
1836 Erste Dampf- und Werkzeugmaschinen werden in Einzelfertigung hergestellt
1838 Bis 1838 werden alle Dampfmaschinen im Hannoverschen allein von Egestorff gebaut
1838 Egestorff sendet seinen Oberverwalter Bang auf eine Studienreise, vor allem, um Handwerker anzuwerben. Dabei wird er in Hagen verhaftet, weil er in Preu├čen Fabrikarbeiter f├╝r das Ausland (!) anwerben will
1838 Bau der ersten Schiffsdampfmaschine.
1839 Errichtung einer chemischen Fabrik, speziell f├╝r die Herstellung von Soda und dessen Nebenerzeugnissen
14.12.1841 Egestorff bewirbt sich un die Lieferung von bei den Badischen Staatsbahnen ausgeschriebenen acht Lokomotiven, bietet allerdings vorsichthalber nur eine Lokomotive an, und zwar eine 1A1 nach dem Vorbild der von Forrester f├╝r die Braunschweigische Bahn oder eine 2A1 nach dem Vorbild der von Borsig f├╝r die Berlin-Anhaltische Eisenbahn gelieferten Lokomotiven.
20.12.1844 Der Maschinenmeister der Hannoverschen Staatsbahn Kirchweger teilt Egestorff mit, das Ministerium habe entschieden: "Direction wolle sich nicht in Kontrakte ├╝ber zu liefernde Lokomotiven mit Ihnen einlassen, jedoch st├Ąnde der Abnahme einer guten aus Ihrer Fabrik hervorgegangenen Lokomotive nichts entgegen." Das Ministerium vertritt sogar die Ansicht, da├č dem Lande durch Bestellungen im "Auslande" (d.h. au├čerhalb vom K├Ânigreich Hannover) dem Staate keinerlei Nachteile ents├Ąnden, weil ja f├╝r das herausgegebene Geld Sachwerte ins Land k├Ąmen.
1845 Egestorff findet mit dem Belgier Richard Demeuse einen Mann der seine Maschinenfabrik beinahe 1 1/2 Jahrzehnte leitet.
16.01.1846 Albert Knoevenagel unterschreibt bei Georg Egestorff in (Hannover)-Linden einen Arbeitsvertrag um in der Eisengie├čerei und Maschinenfabrik zu arbeiten.
15.06.1846 Die erste Lokomotive von Egestorff "Ernst August" wird gebaut
02.11.1846 Egestorff schlie├čt mit der Eisenbahndirektion einen Vertrag mit der Eisenbahndirektion auf Lieferung von sieben Lokomotiven ab und geht dabei gegen Verzugsstrafe Lieferzeiten von einem Monat f├╝r die erste Lokomotive usw. ein
1855 Egestorff erh├Ąlt f├╝r seine Lokomotive Nr. 83 auf der Weltausstellung in Paris die Silberne Medaille 1. Klasse.
1856 Die erste Schiffsmaschine wird hergestellt
1856 Errichtung einer Ultramarinfabrik und eine Z├╝ndh├╝tchenfabrik.
1861 F├╝r die Wasserkunst Herrenhausen werden nach den Pl├Ąnen von Heinrich Hagen zwei 8,47 Meter gro├če Wasserr├Ąder mit 186 PS Leistung und vier Pumpmaschinen als Ersatz f├╝r die alte, 1718 in England gebaute Anlage aufgestellt.
1862 Lokomotiven und Dampffeuerspritzen werden in Kleinserie produziert.
1865 Neubau der Flu├čwasserkunst in Hannover-Herrenhausen unter Verwendung von vier Pumpen von Egestorff.
1868 ├ťbergang in den Besitz des Dr. Strousberg
1868 Tod von Egestorff
27.05.1868 Tod von G. Egestorff in Linden




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Dampffeuerspritzen 1864 [G├Ârg: Pulsschlag eines Werkes, S. 83] 1871 Ende (--> Hanomag)  
Dampfkessel 1835 Erste Erw├Ąhnung 1871 Letzte Erw├Ąhnung weiter als Hannoversche Maschinenbau-AG
Dampfmaschinen 1835 Beginn 1871 Ende (--> Hanomag) weiter als Hannoversche Maschinenbau-AG
Lokomobilen 1860 Beginn Anfang der 1860er Jahre 1871 Ende (--> Hanomag)  
Lokomotiven 1846 Beginn mit "Ernst August" 1871 Ende (--> Hanomag) weiter als Hannoversche Maschinenbau-AG
Schiffsmaschinen 1856 Beginn 1871 Ende (--> Hanomag) weiter als Hannoversche Maschinenbau-AG




Betriebene Dampfmaschinen

Bezeichnung Bauzeit Hersteller
Dampfmaschine vor 1860 Maschinenfabrik und Eisengie├čerei Georg Egestorff
Dampfmaschine vor 1860 Maschinenfabrik und Eisengie├čerei Georg Egestorff
Dampfmaschine vor 1860 Maschinenfabrik und Eisengie├čerei Georg Egestorff
Dampfmaschine vor 1860 Maschinenfabrik und Eisengie├čerei Georg Egestorff




Firmen-Änderungen, Zusammenschüsse, Teilungen, Beteiligungen


Zeit = 1: Zeitpunkt unbekannt

Zeit Bezug Abfolge andere Firma Kommentar
1868 Umbenennung danach Dr. B. Strousberg, Hannoversche Maschinenbau-Anstalt und Eisengie├čerei, vorm. G. Egestorff Egestorff --> Strousberg