Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk AG

Allgemeines

FirmennameRheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk AG
OrtssitzEssen (Ruhr)
StraßeKruppstr. 5
Postleitzahl45128
Art des UnternehmensElektrizitätswerk
AnmerkungenAuch: "RWE Energie AG", Kruppstraße. Verwaltung bis zur Zerstörung 1944: Hachestraße 28, dann in der HOCHTIEF-Verwaltung. 2003: siebtgrößtes, 2004: neuntgrößtes deutsches Unternehmen. Siehe auch Zentrale Viehofer Straße, die RWE-Stammzentrale.
Quellenangaben[Brockhaus Enzyklopädie (1972) XV 744] [Ascherslebener Maschinenfabrik: Heißdampfmaschinen (um 1918)] [Handbuch Akt.-Ges. (1943) 2341]




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
1897-1898 Nach über 10-jährigen Überlegungen schließt die Stadt Essen mit der Elektrizitäts-Aktien-Gesellschaft vorm. W. Lahmeyer & Co. (EAG) einen Vertrag über die Errichtung eines Elektrizitätswerks in Essen.
25.04.1898 Gründung des Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerks Aktiengesellschaft (RWE), Essen, mit 2,5 Mio. Mark Grundkapital durch die EAG und befreundete Unternehmen. Obwohl sie keine Anteile besitzen, gehören der Essener Oberbürgermeister Erich Zweigert und der Industrielle Hugo Stinnes dem ersten Aufsichtsrat an.
04.1900 Die RWE-Stammzentrale an der Viehofer Straße in Essen auf dem Gelände der Zeche Victoria Mathias wird mit einer Leistung von 1,2 MW in Betrieb genommen. Unter Umgehung der Bestimmungen des Kohlensyndikats versorgt die Stinnes-Zeche das benachbarte Maschinenhaus des Elektrizitätswerks mit Dampf. Das RWE liefert erstmals Strom auf eigene Rechnung.
1902 Infolge der "Elektrokrise" verkauft die EAG ihre RWE-Aktien an ein Konsortium der Ruhrindustriellen Hugo Stinnes und August Thyssen. Der Stinnes-Vertraute Bernhard Goldenberg wird 1903 technischer Vorstand. Auch wirtschaftlich erfolgt eine enge Kooperation mit der Ruhrindustrie, u.a. durch erste Verträge zur gegenseitigen Stromabnahme bzw. Stromlieferung mit benachbarten Zechen und Hüttenwerken. Mit den umliegenden Gemeinden werden erste Konzessionsverträge geschlossen.
1904 Seit 1904 ein gemischtwirtschaftliches Unternehmen
1905 Um die geplante Ausweitung des Versorgungsgebiets zu erleichtern, erhalten erstmals Kommunen (Essen, Mülheim/Ruhr, Gelsenkirchen) die Möglichkeit zur Beteiligung am Aktienkapital. Das RWE wird damit ein gemischtwirtschaftliches Unternehmen. 1910 stellen die Kommunen erstmals die Mehrheit im Aufsichtsrat. In einigen Gemeinden übernimmt das RWE auch die Gasversorgung. Das RWE erwirbt erste Beteiligungen an Straßenbahnunternehmen (u.a. 1906 an der Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahn AG und der Rheinischen Bahngesellschaft AG), die insbesondere wegen ihrer Stromlieferungsrechte in einzelnen Gemeinden interessant sind. 1909 beteiligt sich das RWE an der Süddeutschen Eisenbahngesellschaft AG, die u.a. die Essener Straßenbahnen betreibt.
1906 Übernahme von Beteiligungen an den Straßenbahnunternehmen: Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahn AG und Rheinische Bahngesellschaft AG
1906 Mit dem Erwerb der Elektrizitätswerk Berggeist AG, Brühl, und der Bergischen Elektrizitätswerke GmbH, Solingen, dehnt das RWE sein Versorgungsgebiet erstmals in die Kölner Bucht und das Bergische Land aus
1906 Übernahme von 60% des Aktienkapitals der "Westfälischen Kleinbahnen AG"
1907 Die RWE werden Aktionäre der "Bochum Gelsenkirchener Straßenbahn"
1908 Nach über dreijährigen Auseinandersetzungen mit Kommunen des westfälischen Ruhrgebiets und der AEG gelingt eine Abgrenzung der Versorgungsgebiete (Demarkation) mit den Vorgängerunternehmen der späteren "Vereinigte Elektrizitätswerke Westfalen AG" (VEW). Gemeinsam gründet man das "Westfälische Verbandselektrizitätswerk".
1909 Das RWE beteiligt sich an der Süddeutschen Eisenbahngesellschaft AG, die u.a. die Essener Straßenbahnen betreibt.
1909 Zur Versorgung des Bergischen Landes nimmt das RWE das Kraftwerk Reisholz (15 MW) bei Düsseldorf in Betrieb.
1909 Nachdem ein von Hugo Stinnes vorgeschlagenes einheitliches Kokereigasversorgungsnetz im Ruhrgebiet nicht zustande kommt, baut das RWE in Konkurrenz u.a. zu Thyssen ein eigenes Ferngasnetz auf. Ab 1912 werden so weite Teile des Bergischen Landes durch das RWE mit Kokereigas versorgt.
ab1909 In Verhandlungen zwischen SEG, der "Neuen Rheinau AG" und der Stadt Mannheim wird die Gründung einer Aktiengesellschaft mit Sitz in Mannheim projektiert, die "Oberrheinische Eisenbahngesellschaft" heißen soll. In ihr sollen die Stadtgemeinde und die Privatwirtschaft vertreten sein und ihre Interessen koordinieren. Anschub dafür sind die positiven, gewinnträchtigen Erfahrungen einer privaten und kommunalpolitischen Zusammenarbeit, welche die kommunalen und privaten Partner des RWE miteinander gemacht hatten. Beide Seiten in Mannheim sind daran interessiert, zur den Vorortbahnstrecken auch die für den Betrieb notwendigen Versorgungsunternehmen unter die eigene Regie zu bringen.
1910 Die Kommunen stellen erstmals die Mehrheit im Aufsichtsrat. In einigen Gemeinden übernimmt das RWE auch die Gasversorgung.
1910 Das RWE beginnt mit der Elektrifizierung der niederrheinischen Kreise und baut zu deren Versorgung das Kraftwerk Niederrhein (10 MW) bei Wesel. In den folgenden Jahren wird das RWE-Versorgungsgebiet durch den Erwerb weiterer kleiner Elektrizitätswerke und den Anschluß ländlicher Kreise im Rheinland an das Stromnetz ausgedehnt.
1912 Seither werden weite Teile des Bergischen Landes durch das RWE mit Kokereigas versorgt.
1912 Ab 1912 übernehmen dann weitgehend selbstständige Betriebsverwaltungen (BV) die Versorgung vor Ort.
1912 Für die Hauptverwaltung wird in Essen ein neues Gebäude errichtet.
1914 Inbetriebnahme des RWE-Braunkohlenkraftwerks Vorgebirgszentrale (45 MW) in Brühl bei Köln macht das RWE den entscheidenden Schritt zur Braunkohleverstromung. Der Bau großer, kostengünstiger Kraftwerkseinheiten in unmittelbarer Nähe der preiswerten Braunkohle ermöglicht eine weitere Verbilligung der RWE-Stromerzeugung, ein Faktor, der in der Folgezeit das weitere Wachstum des Unternehmens entscheidend begünstigen wird. Das Kraftwerk, dessen Versorgung über einen Kohlenbezugsvertrag mit der benachbarten Roddergrube langfristig abgesichert ist, wird in den nächsten Jahren zügig ausgebaut.
01.09.1916 Vertrag mit dem Deutschen Reich und der Firma "Gebr. Giulini" in Ludwigshafen, in Grevenbroich die Aluminium-Produktionsstätte "Erftwerk AG" errichten
1917 Koepchen wird technischer Vorstand des "Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerks" (später: RWE AG) mit Sitz in Essen (Ruhrgebiet) und prägt in den folgenden drei Jahrzehnten die wirtschaftliche und technische Unternehmensentwicklung.
1917 Das RWE-Braunkohlenkraftwerk Vorgebirgszentrale wird in "Goldenberg-Werk" umbenannt.
1917 Nachfolger des plötzlich verstorbenen Bernhard Goldenberg als technischer Vorstand wird der Ingenieur Arthur Koepchen, der in den folgenden drei Jahrzehnten die technische und wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens nachhaltig prägen wird.
1917 Mit der Inbetriebnahme der ersten Hochspannungsleitung mit 110 kV zwischen den Kraftwerken Reisholz und Goldenberg-Werk beginnt der Verbundbetrieb und damit die kostengünstige Arbeitsteilung zwischen der rheinischen Braunkohle und der Steinkohle aus dem Ruhrgebiet.
1920 Das "Goldenberg-Werk" bei Brühl ist mit 190 MW das größte Kraftwerk in Europa.
1920 Im Zuge der Erhöhung des Aktienkapitals auf 108 Mio. Mark erhalten die Kommunen erstmals die Kapitalmehrheit beim RWE. Gleichzeitig werden neben den Inhaberaktien auch Namensaktien (in erster Linie an die Kommunen) ausgegeben. Beteiligt sind nun auch z.B. die Städte Bonn, Köln, Krefeld, Duisburg und Düsseldorf. Der kommunale Einfluss wird ab 1924 (Goldmarkbilanz) durch die Mehrfachstimmrechte der Namensaktien gesichert. Der Erwerb der Niedersächsischen Kraftwerke AG (Nike), Osnabrück, ermöglicht erstmals die Elektrizitätsversorgung niedersächsischer Gemeinden durch das RWE.
04.11.1920 I.-G.-Vertrag mit der Braunkohlen- und Briketwerke Roddergrube A.-G., Brühl. Abgeschlossen: 4. November 1920 mit Wirkung vom 1. Januar 1921 ab. Dauer: 90 Jahre. Wesentlicher Inhalt: Förderung der beiderseitigen Interessen (s. a. unter Roddergrube).
1922 Das RWE sichert mit dem Erwerb von drei Essener Steinkohlenzechen (u.a. Zeche Victoria Mathias) und der Mehrheit an der Braunkohlen- und Brikettwerke Roddergrube AG, Brühl, langfristig die Versorgung seiner Kohlekraftwerke.
1923 Das Elektrizitätswerk Siegen schließt einen Vertrag zum Bezug von Elektrizität vom RWE
1923 Übernahme der Elektrizitäts-Aktien-Gesellschaft vorm. W. Lahmeyer & Co. (EAG), Frankfurt, die noch 25 Jahre zuvor Gründerin des RWE war. Ihre Tochtergesellschaften sind u.a. die Main-Kraftwerke AG (MKW), Frankfurt-Hoechst, die Kraftwerk Altwürttemberg AG (KAWAG), Ludwigsburg, und die Lech-Elektrizitätswerke AG (LEW), Augsburg. Nach der Übernahme durch das RWE nimmt die EAG ihre Bautätigkeit wieder auf: Sie plant und errichtet große Talsperren und Wasserkraftanlagen.
1924 Der kommunale Einfluss wird ab 1924 (Goldmarkbilanz) durch die Mehrfachstimmrechte der Namensaktien gesichert.
1924 Nachdem die unternehmerischen Voraussetzungen geschaffen sind, folgt ab 1924 der Bau der Nord-Süd-Verbundleitung zwischen dem rheinischen Braunkohlenrevier bei Köln und den Wasserkraftanlagen in den Alpen und am Oberrhein.
10.04.1924 Mit dem plötzlichen Tod von Hugo Stinnes verliert das RWE nicht nur seinen langjährigen Aufsichtsratsvorsitzenden, sondern auch die unternehmerisch prägende Persönlichkeit der ersten drei Jahrzehnte. Die Einbindung der Kommunen und der Aufbau der großräumigen Strom-Verbundwirtschaft auf der Basis großer Kraftwerkseinheiten gehen auf seine Initiative zurück. Sein Nachfolger wird der aus dem Stinnes-Konzern stammende spätere Vorstandsvorsitzende der Vereinigte Stahlwerke AG, Albert Vögler.
12.1924 Die OEW und die GROWAG (im Auftrag der RWE) beteiligen sich mit jeweils 42,5% an den Illwerken, die restlichen 15 % übernimmt das Land Vorarlberg
1925 Baubeginn der ersen 220.000-kV-Freileitung von Essen an den Main, Richtung Bayern
1925 Baubeginn für die 220/380-kV-Leitung durch die BBC Mannheim. Für die Leiterseile werden Kupfer-Hohlseile verwendet, für welche die Vereinigten Deutschen Metallwerke (VDM) in Mainz-Gustavsburg eine Neukonstruktion herausbringen, bei welcher Kupferflachdrähte durch Nut und Feder miteinander verbunden werden und jede Stützkonstruktion im Seilinnern fortfällt.
1925 Nach zahlreichen erfolglosen Bemühungen des RWE, auch die westfälischen Kommunen für eine einheitliche Elektrizitätsversorgung zu gewinnen, scheidet das Essener Unternehmen aus dem westfälischen Verbandselektrizitätswerk aus. Dies ermöglicht den westfälischen Kommunen die Zusammenfassung ihrer Elektizitätswerke zur Vereinigte Elektrizitätswerke Westfalen GmbH
1926 Aus dem Nachlass von Hugo Stinnes erwirbt das RWE 31% der Anteile der HOCHTIEF Aktiengesellschaft für Hoch- und Tiefbauten vorm. Gebrüder Helfmann, Essen. Bereits seit der Jahrhundertwende haben beide Unternehmen enge geschäftliche Kontakte. Daneben gelingt dem RWE der Erwerb weiterer Beteiligungen an Elektrizitätsunternehmen (u.a. der Rheinischen Elektrizitäts-Aktiengesellschaft, später Rheinelektra abgekürzt). Damit kann das RWE-Versorgungsgebiet in der Rheinpfalz, in Rheinhessen und in Niedersachsen weiter ausgebaut werden. Um der Zusammenfassung der Kokereigasversorgung des Ruhrbergbaus in der Aktiengesellschaft für Kohleverwertung (später Ruhrgas AG) nicht im Wege zu stehen, bringt das RWE sein Ferngasversorgungsnetz in das neue Unternehmen ein.
1926 Das RWE erwirbt Anteile an der Rheinischen Elektrizitäts-Aktiengesellschaft (Rheinelektra), Mannheim
1927-1930 In den Jahren 1927-1930 errichtet die RWE am Hengsteysee bei Herdecke eines der beiden ersten großen Pumpspeicherkraftwerke, das später nach seinem Planer Koepchenwerk benannt wird. Mit diesem Pumpspeicherwerk kann das Hauptproblem der Elektrizitätswirtschaft, nämlich die Bereitstellung elektrischer Energie zu Spitzenlastzeiten, gelöst und die Wirtschaftlichkeit und Auslastung der RWE-Kohlekraftwerke verbessert werden.
1927 Der seit längerem schwelende Interessenkonflikt zwischen dem RWE und dem Staat Preußen, der seit 1912 in Norddeutschland eine staatliche Stromversorgung aufbaut, wird im so genannten "Elektrofrieden" beigelegt. Im Streit um die Belieferung von einzelnen Regionen (u.a. Stadt Frankfurt) hatte sich Preußen der Ausdehnung des Versorgungsgebiets und Hochspannungsnetzes des RWE widersetzt. Neben der Abgrenzung der jeweiligen Interessengebiete (Demarkation) tauschen das RWE und Preußen ihre Braunkohlebeteiligungen im Braunschweiger und Kölner Revier. Das RWE kommt so in den Besitz der Braunkohlen-Industrie AG "Zukunft", Weisweiler, die auch den Raum Aachen und weite Teile der Eifel mit Strom versorgt.
1928 Inbetriebnahme der Hauptschaltleitung Brauweiler (bei Köln), die den Kraftwerkseinsatz und die Nutzung des Hochspannungsnetzes zentral koordiniert.
1928 Das RWE erwirbt die Kuxenmehrheit der Gewerkschaft Gustav, Dettingen am Main. Die Stromlieferungsverträge des Unternehmens, das eine kleine Braunkohlengrube und ein angeschlossenes Braunkohlekraftwerk betreibt, ermöglichen die Ausdehnung des RWE-Versorgungsgebiets nach Südhessen und Nordbayern.
1928 Gründung der Schluchseewerk AG in Freiburg gemeinsam durch das Badenwerk und durch das RWE
1929 Im Zuge der Erhöhung des Aktienkapitals des RWE auf 243 Mio. RM gründen die am RWE beteiligten Kommunen und die Rheinprovinz die Kommunale Aufnahmegruppe für Aktien GmbH, Essen. Sie bündelt die Interessen der Kommunen gegenüber dem RWE und sichert deren Einfluss durch den treuhänderischen Erwerb von Aktien für finanzschwache Kommunen.
1929 Mit der Ausstellung "Technik im Heim", mit der das RWE erstmals den Einsatz von Elektrizität in allen Bereichen des Haushalts darstellt, und mit der Einführung der Ratenzahlung für elektrische Koch- und Heißwassergeräte verstärkt das Unternehmen seine Bemühungen um breitere Anwendung von elektrischem Strom im Haushalt.
1930 Inbetriebnahme des Pumpspeicherkraftwerks Koepchenwerk (132 MW) des RWE bei Herdecke.
1930 Inbetriebnahme der Hochspannungsübertragung vom Niederrhein bis zu den Alpen (erstmals in Europa 220 kV). Sie ermöglicht den Stromaustausch mit den südlichen Energieversorgungsunternehmen (z.B. Energieversorgung Schwaben und Badenwerk). Erstmals wird nun der energetisch günstige Verbundbetrieb zwischen Braunkohle (Grundlast) und den alpinen Wasserkräften (Spitzenlast) möglich.
1930 Die Schluchseewerk AG, Freiburg, nimmt die erste Stufe ihres dreiteiligen Speicherkraftwerksystems im Schwarzwald in Betrieb.
1930 Gründung des Rheinkraftwerk Albbruck-Dogern AG (RADAG), Waldshut/Baden, mit Schweizer Beteiligung gegründet und einem Anteil des RWE von 75 %
1930 In den Alpen liefert das Vermuntwerk der Vorarlberger Illwerke AG, Bregenz, den ersten Strom. Das RWE, über die KAWAG beteiligt, nimmt große Teile der Erzeugung ab. Über die gleichzeitig fertiggestellte Nord-Süd-Verbundleitung beginnt der Stromaustausch zwischen den rheinischen Braunkohlekraft- werken und den süddeutschen und alpinen Wasserkraftanlagen. Nachdem bereits zwischen den Unternehmen Einigung erzielt wird, scheitert der geplante Zusammenschluss von RWE und VEW an den amerikanischen Anleihegläubigern des westfälischen Stromversorgers.
04.1930 Fertigstellung der ersten 220.000-kV-Freileitung von Essen an den Main, Richtung Bayern
1931 Während die gesamte deutsche Wirtschaft infolge der Weltwirtschaftskrise einen einschneidenden Rückgang der Produktions- und Absatzzahlen erleidet, sinkt die nutzbare Stromabgabe des RWE nur von 2,7 Mio. kWh (1929/30) auf 2,1 Mio. kWh (1931/32). Ein Grund: Viele Industrieunternehmen legen ihre unrentablen Eigenanlagen zur Stromversorgung still.
1932 Das RWE erwirbt von Fritz Thyssen und Friedrich Flick die Aktienmehrheit bei der größten rheinischen Braunkohlengesellschaft, der Rheinischen AG für Braunkohlenbergbau und Brikettfabrikation (RAG), Köln. Neben zahlreichen Tagebauen und Brikettfabriken verfügt das Unternehmen auch über zwei große Braunkohlenkraftwerke (Fortuna I + II), die u.a. die Stadt Köln mit Strom versorgen. Die RAG wird zum Kern der späteren Rheinischen Braunkohlenwerke AG (Rheinbraun).
1933 Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten bleibt die Geschäftsführung einschließlich Vorstand im Amt. Über die Sitze der Gebietskörperschaften (Kommunen, Provinzen) gelangen nationalsozialistische Mandatsträger in den RWE-Aufsichtsrat. Die beiden Betriebsratsvertreter müssen den Aufsichtsrat verlassen.
1934 Prognosen, daß mittelfristig mit einer Erschöpfung der Vorräte im rheinischen Braunkohlenrevier zu rechnen ist, motivieren das RWE, noch stärker Wasserkräfte für die Stromerzeugung zu nutzen: Am Oberrhein nimmt das Laufwasserkraftwerk der Rheinkraftwerk Albbruck-Dogern AG (RADAG), Waldshut/Baden, den Betrieb auf.
1935 Das Energiewirtschaftsgesetz beendet vorerst die seit einem Jahrzehnt geführte Diskussion um die Struktur und die gesetzlichen Rahmenbedingungen der Elektrizitätswirtschaft in Deutschland. In den letzten Jahren war es wiederholt zu publizistischen Konfrontationen zwischen dem RWE und einzelnen Gruppen der NSDAP gekommen. Diese lehnen u.a. aus militärischen Überlegungen Großkraftwerke und ein nationales Verbundnetz ab und fordern statt dessen eine kleinteilige, stark auf Eigenversorgung und eine Vielzahl von Kleinstkraftwerken basierende Versorgungsstruktur.
1936 Der seit 1926 gehaltene Anteil an der Rheinischen Elektrizitäts-Aktiengesellschaft (Rheinelektra), Mannheim, wird auf eine Mehrheitsbeteiligung aufgestockt. Neben zahlreichen Elektrizitätswerken ist die Rheinelektra auch an der Stierlen-Werke AG, Rastatt, beteiligt. Das 1889 als Herdfabrik gegründete Unternehmen produziert neben Schnellwaagen, Kühl- und Geschirrspülanlagen auch Krankenhauseinrichtungen unter der Marke "Maquet". Der spätere Unternehmens- bereich Maschinen-, Anlagen- und Gerätebau der RWE AG hat hier eine seiner Wurzeln. Mit der Niederrheinische Braunkohlenwerke AG (NBW), Rheydt, die auch das Kraftwerk Frimmersdorf betreibt, erwirbt das RWE einen weiteren bedeutenden rheinischen Braunkohlenproduzenten
1936 Mit der Niederrheinische Braunkohlenwerke AG (NBW), Rheydt, die auch das Kraftwerk Frimmersdorf betreibt, erwirbt das RWE einen weiteren bedeutenden rheinischen Braunkohlenproduzenten
1936 Der "Vierjahresplan", der Deutschland von ausländischen Rohstoffeinfuhren (u.a. Öl und Kautschuk) unabhängig machen soll, erfordert jedoch auch beim RWE den Aus- und Neubau von Kraftwerken. Im Norden von Essen beginnt die Errichtung des Steinkohlenkraftwerks Karnap.
1937 Auch die rheinischen Braunkohlengesellschaften müssen ihren Beitrag zur Autarkiewirtschaft leisten: Sie gründen 1937 die Union Rheinische Kraftstoff AG, Wesseling, die 1941 ein Hydrierwerk zur Erzeugung von Benzin aus Braunkohle in Betrieb nimmt.
1938 Die von der Wiederaufrüstung getragene wirtschaftliche Erholung führt beim RWE zur kräftigen Erhöhung des Stromabsatzes, der anfangs noch durch die volle Auslastung der bestehenden Kraftwerkskapazitäten gedeckt werden kann.
1939 Hermann Abs kommt in den RWE-Aufsichtsrat
1940 Das Steinkohlenkraftwerks Karnap im Norden von Essen geht in Betrieb
1940 Die RWE-Tochter Rheinelektra erwirbt die Mehrheit an einem der traditionsreichsten deutschen Maschinenbauunternehmen, der 1850 gegründeten Schnellpressen AG Heidelberg, Heidelberg. Mit dem von 1914 bis 1985 produzierten Heidelberger Tiegel, der ersten vollautomatischen Bogendruckmaschine, ist das Unternehmen in der gesamten Welt erfolgreich. In der Nachkriegszeit wird Heidelberg größter Druckmaschinenhersteller der Welt.
1942 Angesichts des enormen Strombedarfs der Kriegswirtschaft und der beginnenden Bombenangriffe auf einzelne Kraftwerke versucht das RWE, die Stromwirtschaft des besetzten Westeuropa in das deutsche Verbundnetz mit einzubeziehen. Hochspannungsverbindungen nach Belgien, in die Niederlande und nach Frankreich sollen dortige freie Kraftwerkskapazitäten für den deutschen Bedarf erschließen, sie werden zum Teil erst nach Kriegsende fertiggestellt.
1944 Die zunehmenden Luftangriffe treffen das RWE schwer: Ende des Jahres werden zahlreiche Kraftwerke (u.a. das Goldenberg-Werk) zum Teil schwer beschädigt und die Hauptverwaltung in Essen an der Hachestraße zerstört. Für die RWE-Mitarbeiter werden im HOCHTIEF-Haus an der Rellinghauser Straße Büros eingerichtet. Das Provisorium bleibt schließlich 17 Jahre bestehen.
Ende 2. Weltkrieg Kurz vor Kriegsende bricht das RWE-Verbundnetz zusammen, die vertraglich gesicherten Stromlieferungen aus der Schweiz werden gestoppt. Oftmals in letzter Minute können RWE-Mitarbeiter die Zerstörung von Anlagen durch zurückweichende deutsche Truppen verhindern.
1947 Die "Kommunale Aufnahmegruppe für Aktien GmbH", Essen wird in den "Verband der kommunalen Aktionäre des RWE GmbH" (VkA) umgewandelt.
1947 Die RWE-Tochter Aktiengesellschaft für Energiewirtschaft, Frankfurt/Main, erwirbt sämtliche Anteile der 1921 gegründeten Konkordia Regensburg Elektrizitätsgesellschaft mbH. Als Starkstrom-Gerätebau GmbH (SGB), Burgweinting, nimmt sie die Produktion von Transformatoren auf.
1947 Die Demontage deutscher Industrieanlagen soll nach dem Willen der Alliierten einen erneuten Angriffskrieg verhindern und den Wiederaufbau im zerstörten Europa beschleunigen. Auch das kleine Kraftwerk Wesel taucht auf der "Demontageliste" auf. Auf der anderen Seite läuft die Reparatur und die provisorische Instandsetzung der bestehenden Kraftwerke auf Hochtouren, denn Strom ist die Grundlage für eine Normalisierung des Lebens und eine Voraussetzung für den Wiederaufbau. Bereits drei Viertel der Kraftwerkskapazität sind wiederhergestellt, so dass 1948 die Stromrationierung aufgehoben werden kann. Die RWE-Tochter Aktiengesellschaft für Energiewirtschaft, Frankfurt/Main, erwirbt sämtliche Anteile der 1921 gegründeten Konkordia Regensburg Elektrizitätsgesellschaft mbH. Als Starkstrom-Gerätebau GmbH (SGB), Burgweinting, nimmt sie die Produktion von Transformatoren auf. Auch Lahmeyer beginnt in einer ehemaligen Reparaturwerkstatt der Preussag in Mechernich mit der Herstellung von Transformatoren.
1948 Das gesamte Hochspannungsnetz des RWE ist wieder betriebsbereit.
1948 Bereits drei Viertel der Kraftwerkskapazität sind wiederhergestellt, so daß 1948 die Stromrationierung aufgehoben werden kann.
1948 Auf Initiative des RWE-Vorstands Heinrich Schöller gründen sieben große Elektrizitätsversorgungsunternehmen die Deutsche Verbundgesellschaft (DVG), Heidelberg. Sie soll Planung und Betrieb der jeweiligen Hochspannungsnetze koordinieren, ein bereits in den 30er Jahren vom RWE vorgeschlagenes 400/380-kV-Netz (bislang 220 kV) errichten und damit für ganz Westdeutschland ein leistungsfähiges Verbundnetz aufbauen.
1948 Im Rahmen der Diskussionen um die zukünftige Ausgestaltung der westdeutschen Elektrizitätswirtschaft wird die "Verbundwirtschaft" des RWE, insbesondere die Rolle der Braunkohle und der Einfluss der Gebietskörperschaften, in Frage gestellt. Die kommunalen Aktionäre formieren daraufhin ihre Interessen neu: Aus der Kommunalen Aufnahmegruppe wird 1947 der Verband der kommunalen Aktionäre des RWE GmbH (VkA), Essen.
1950 Die seit 1947 teilweise erbittert geführten Auseinandersetzungen zwischen dem Steinkohlenbergbau und dem RWE bzw. seinen Braunkohlegesellschaften um die Prioritäten beim Ausbau weiterer Kraftwerkskapazitäten finden im STEAG-Vertrag ein Ende. Der Ruhrbergbau verzichtet auf die direkte Beteiligung an der öffentlichen Elektrizitätsversorgung und auf den Aufbau eines eigenen Leitungsnetzes. Das RWE nimmt dafür große Teile der Stromerzeugung des Bergbaus auf und baut vorerst keine neuen Steinkohlekraftwerke.
1950 Sowohl die installierte Leistung als auch die Stromabgabe übertreffen erstmals den bisherigen Spitzenwert.
1950 Der Wiederaufbau der RWE-Kraftwerke und die teilweise Erweiterung und Modernisierung der bestehenden Anlagen (z.B. mit Vorschaltanlagen, neuen Kesseln und Turbinen) ist beendet. 1950 übertreffen sowohl die installierte Leistung als auch die Stromabgabe erstmals den bisherigen Spitzenwert.
1951 Bereits vor dem Beginn der politischen Einigungsbestrebungen kommt es zur ersten privatwirtschaftlich organisierten Zusammenarbeit in Westeuropa. Das RWE beteiligt sich an der Gründung der "Union für die Koordinierung der Erzeugung und des Transports elektrischer Energie" (UCTPE), Paris, die - ausgehend von einer gegenseitigen Störungsaushilfe - den Zusammenschluss der nationalen Hochspannungsnetze zu einem internationalen Verbundnetz für den regelmäßigen Stromaustausch koordiniert und eine internationale Lastverteilung organisiert. Kurzzeitige Belastungsspitzen und witterungsbedingte Mangelsituationen bei den einzelnen Mitgliedsunternehmen können so grenzübergreifend abgefangen werden
1952 Als letztes deutsches Elektrizitätsversorgungsunternehmen wird das RWE aus der alliierten Kontrolle entlassen. Die großen Ruhrkonzerne und der Ruhrbergbau werden im Zuge der so genannten Entflechtung in mehrere Unternehmen aufgeteilt und so - zumindest gesellschaftsrechtlich - die vertikalen Produktionsverbindungen (z.B. zwischen Steinkohlenbergbau und Hüttenindustrie) zerschnitten. Nachdem die RWE-Zechen einen geplanten Zusammenschluss mit anderen Zechen abgelehnt haben, verbleiben sie beim RWE und werden in der Gewerkschaft des Steinkohlenbergwerks Victoria Mathias, Essen, zusammengefasst.
1952 Im rheinischen Revier beginnen die Bauarbeiten für die neuen Kraftwerke Weisweiler, Fortuna III und Frimmersdorf II, die 1955-1956 ans Netz gehen.
1952 Für die Verbraucher erscheint seit 1952 wieder eine eigene Kundenzeitschrift: "Strom"
1952 Erleichtert wird die Anschaffung für den Verbraucher durch die Wiedereinführung des Ratenzahlungsgeschäfts für Elektrogeräte. Für die Verbraucher erscheint seit 1952 wieder eine eigene Kundenzeitschrift: "Strom". Die Vorteile eines elektrischen Haushalts vermittelt das RWE nicht nur durch Musterküchen und Werbefilme: Im Essener Saalbau demonstriert die Sendung "Hochspannung" des NWDR unter der Leitung von Peter Frankenfeld dem noch kleinen Fernseh- publikum die Errungenschaften der elektrischen Küche.
1953 Die Regelung der deutschen Auslandsschulden im Londoner Abkommen bringt auch für das RWE endlich Planungssicherheit. Als größter privater Auslandsschuldner Deutschlands - die in den 20er Jahren aufgenommenen Dollar-Anleihen sind erst zum Teil getilgt - ist das RWE mit seinem Vorstand Fritz Ridderbusch bei den Verhandlungen vertreten.
27.05.1954 Tod von Arthur Koepchen
1955 Die Vorteile eines elektrischen Haushalts vermittelt das RWE nicht nur durch Musterküchen und Werbefilme: Im Essener Saalbau demonstriert die Sendung "Hochspannung" des NWDR unter der Leitung von Peter Frankenfeld dem noch kleinen Fernsehpublikum die Errungenschaften der elektrischen Küche.
1955-1956 Aufgrund der steil ansteigenden Nachfrage verlagert sich der erforderliche Kapazitätsausbau stärker auf Neubauten. Im rheinischen Revier beginnen die Bauarbeiten für die neuen Kraftwerke Weisweiler, Fortuna III und Frimmersdorf II, die 1955-1956 ans Netz gehen.
1955 Der zunehmende Wohlstand breiter Bevölkerungskreise ("Wirtschaftswunder") lässt neben der Landwirtschaft auch verstärkt die Privathaushalte zur Zielgruppe der RWE-Anwendungswerbung werden. Bei der Entwicklung und Weiterentwicklung von elektrischen Kochherden, Heißwasser-bereitern und Nachtspeichergeräten steht das RWE Pat
1957 Hermann Abs wird Voritzender des RWE-Aufsichtsrats
1957 Die deutsche Delegation wird von Hermann J. Abs geleitet, der seit 1939 dem RWE-Aufsichtsrat angehört und von 1957 bis 1977 Vorsitzender dieses Gremiums ist. Ähnlich wie sein Vorgänger Vögler versteht es der Bankier, aus dieser Position heraus die Unternehmenspolitik des RWE stark zu prägen.
1957 Erstmals in der Bundesrepublik nimmt das RWE mit der Verbindung Rommerskirchen (bei Köln) - Ludwigsburg (Schwaben) eine 380-kV-Hochspannungsleitung in Betrieb. Bereits in den 20er Jahren sind einzelne RWE-Hochspannungsleitungen auf 380-kV ausgelegt worden, die kurz vor dem Zweiten Weltkrieg Ausgangspunkt für erste RWE-Planungen für ein europäisches 400-kV-Verbundnetz werden. Der Sprung von den bislang verwendeten 220-kV auf 380-kV Spannung erhöht nachhaltig die Leistungsfähigkeit der Stromübertragung (bis zum Vierfachen) und sichert angesichts eines rapide steigenden Stromverbrauchs die Funktionsfähigkeit der Großraum-Verbundwirtschaft. Rheinelektra und Lahmeyer bringen ihre Leitungs- und Schaltanlagenbauabteil-ungen in die neugegründete Starkstrom-Anlagenbau-Gemeinschaft oHG ein. Aus ihr entsteht später die Starkstrom-Anlagenbau-Gesellschaft mbH (SAG), Frankfurt/Main.
10.1957 Die erste 400-kV-Hochspannungsleitung zwischen Köln und Stuttgart wird in Betrieb genommen. Sie dient dem Spitzenlastausgleich zwischen den Wärmekraftwerken des Ruhrgebiets und den Wasserkraftwerken in den Alpen. Sie wird auf Grund längjähriger Vorarbeiten von der AEG, BBC und Siemens im Auftrage des Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerkes errichtet.
05.10.1957 Das RWE übergibt nach kurzer Bauzeit und nach sehr umfangreichen, einwandfrei verlaufenen Schaltversuchen die erste deutsche 380-kV-Übertragungsanlage dem Normalbetrieb und beendet damit eine sich über rund sechs Jahre erstreckende Vorbereitungsarbeit mit Erfolg, zu der sich maßgebende Energieversorgungsunternehmungen und Elektrofirmen in der "Deutschen Verbundgesellschaft" und in der "Forschungsgemeinschaft für Höchstpannungsgsanlagen" zusammengeschlossen hatten. Die Energie wird mit 380 kV über ein 340 km lange Drehstrom-Freileitung von Rommerskirchen bei Köln nach Hoheneck bei Stuttgart durch je drei (und 1 Resevesatz) Transformatoren mit 660 kVA Nennleistung übertragen. - Bereits in den 20er Jahren sind einzelne RWE-Hochspannungsleitungen auf 380-kV ausgelegt worden, die kurz vor dem Zweiten Weltkrieg Ausgangspunkt für erste RWE-Planungen für ein europäisches 400-kV-Verbundnetz wurden. Der Sprung von den bislang verwendeten 220-kV auf 380-kV Spannung erhöht nachhaltig die Leistungsfähigkeit der Stromübertragung (bis zum Vierfachen) und sichert angesichts eines rapide steigenden Stromverbrauchs die Funktionsfähigkeit der Großraum-Verbundwirtschaft.
1958 Die Rheinisch-Westfälische Elektrizitätswerk AG (RWE) erteilt den Auftrag zum Bau des ersten deutschen Versuchskernkraftwerks, ausgerüstet mit einem 15-Megawatt-Siedewasserreaktor in Kahl am Main.
1959 Der Braunkohlenbedarf der RWE-Kraftwerke steigt weiter an, und die Abbaubedingungen durch zunehmende Abbautiefen verschlechtern sich. Es entstehen ein ungünstigeres Kohle-Abraum-Verhältnis und uneinheitliche Kohlequalitäten. Technisch gelöst werden diese Probleme durch den Übergang zu Großtagebauen, die eine verstärkte Mechanisierung u.a. mit Schaufelradbaggern und Transportbändern erfordern.
1959 Die Großinvestitionen infolge Großmechanisierung führen zur Zusammenfassung der verschiedenen RWE-Braunkohlengesellschaften zur "Rheinischen Braunkohlenwerke AG" (Rheinbraun), Köln.
1959 Im rheinischen Braunkohlenrevier werden grundsätzliche Weichenstellungen vorgenommen. Auf der einen Seite steigt der Braunkohlenbedarf der RWE-Kraftwerke weiter an. Auf der anderen Seite verschlechtern sich die Abbaubedingungen durch zunehmende Abbautiefen, ein ungünstigeres Kohle-Abraum-Verhältnis und uneinheitliche Kohlequalitäten. Technisch gelöst werden diese Probleme durch den Übergang zu Großtagebauen, die eine verstärkte Mechanisierung u.a. mit Schaufelradbaggern und Transportbändern erfordern. Die damit notwendigen Großinvestitionen führen zur Zusammenfassung der verschiedenen RWE-Braunkohlengesellschaften zur Rheinischen Braunkohlenwerke AG (Rheinbraun), Köln.
1960 Das RWE errichtet zusammen mit dem Bayernwerk den ersten industriellen Kernreaktor in Deutschland, das Versuchsatomkraftwerk Kahl am Obermain
1960 Nachdem die Bundesregierung nachhaltig ihr Interesse an einer Beteiligung der deutschen Industrie an der friedlichen Nutzung der Kernkraft unterstrichen hat, errichtet das RWE zusammen mit dem Bayernwerk den ersten industriellen Kernreaktor in Deutschland. Das Versuchsatomkraftwerk Kahl am Obermain (15 MW), direkt neben dem RWE-Kraftwerk Dettingen gelegen, liefert 1962 den ersten Strom. Bis zur Stilllegung 1985 können hier wichtige Erkenntnisse für die Planung und den Betrieb kommerzieller Kernreaktoren gewonnen werden.
1961 Das RWE bezieht den Neubau seines Verwaltungsgebäudes nahe der Freiheit in Essen. Zusammen mit dem Rheinstahl-Haus und dem wenig später errichteten Postgiroamt prägt die RWE-Hauptverwaltung das Essener Stadtbild.
1961 Nach der letzten Kapitalerhöhung verfügt das RWE mit 795 Mio. DM über das größte Grundkapital eines deutschen Unternehmens.
1962 Das Versuchsatomkraftwerk Kahl am Obermain (15 MW), direkt neben dem RWE-Kraftwerk Dettingen gelegen, liefert seither den ersten Strom.
1962 Auf Drängen der Bundesregierung und nach eingehenden internen Diskussionen entschließen sich das RWE und das Bayernwerk zum Bau des ersten kommerziellen deutschen Kernreaktors Gundremmingen A an der Donau.
1964 Das Kraftwerk Frimmersdorf II ist mit 2000 MW das größte thermische Kraftwerk der Welt
1964 Im Tal der Our an der Grenze zwischen Luxemburg und Deutschland wird das Pumpspeicherwerk Vianden mit 900 MW feierlich in Betrieb genommen. Das RWE ist an dem seit 1925 geplanten Projekt mit 40% beteiligt, das, wie das Koepchenwerk an der Ruhr, dem Ausgleich von Belastungsspitzen und Lasttälern im internationalen Stromverbund dient.
1964 Der seit Anfang der 50er Jahre kontinuierliche Ausbau der Kraftwerksleistungen auf der rheinischen Braunkohle erlebt einen weiteren Höhepunkt: Das Kraftwerk Frimmersdorf II ist mit 2000 MW das größte thermische Kraftwerk der Welt.
1965 Auf Wunsch umliegender Kommunen wird im Kraftwerk Karnap in Essen die Verbrennung von Hausmüll (noch "Müllveraschung" genannt) aufgenommen
1965 Die seit 1958 anhaltende Kohlenkrise zwingt das Unternehmen zur Einstellung der Kohleförderung auf der letzten RWE-Zeche Victoria Mathias in Essen.
1965 Beteiligung des RWE an der Nukem GmbH, Hanau
1966 Das von HOCHTIEF errichtete Kernkraftwerk Gundremmingen (237-MW-Siedewasserreaktor) wird in Betrieb genommen. Es stellt als Demonstrationskraftwerk eine Zwischenstufe zu der darauffolgenden Generation der Leistungsreaktoren mit 600 und mehr MW dar.
1966 Gründung der Gesellschaft "Lahmeyer International GmbH". Sie plant und berät auf allen Kontinenten Kraftwerks- und Infrastrukturprojekte (u. a. Stromversorgungsnetze, Kraftwerke, Talsperren, Eisenbahnprojekte).
1967 Die erstmals vorgelegte Konzernbilanz führt 98 Gesellschaften im Mehrheitsbesitz des RWE auf, davon werden 50 konsolidiert.
1969 Das erste RWE-Kraftwerk, die neben der Zeche Victoria Mathias gelegene Stammzentrale in Essen, wird stillgelegt. Nach dem Abriß von Zeche und Kraftwerk werden auf dem Gelände mehrere Gebäude für das RWE errichtet, u.a. das Rechenzentrum. Die Gewerkschaft Victoria Mathias wird in die Victoria Mathias Verwaltungsgesellschaft mbH (VM), Essen, umgewandelt, die einen umfangreichen Grundstücks- und Wohnungsbesitz verwaltet.
1969 Das RWE erwirbt einen 43%igen Anteil an der Gelsenkirchener Bergwerks-Aktiengesellschaft (GBAG), Essen, kurz Gelsenberg genannt. Neben den Synergieeffekten in den gemeinsamen Geschäftsfeldern Stromerzeugung, Chemie und Kerntechnik verspricht der ausgedehnte Mineralölbereich der Gelsenberg eine zukunftsträchtige Diversifizierung der RWE-Aktivitäten.
1971 Das RWE gründet die "Gesellschaft für elektrischen Straßenverkehr" (GES), Düsseldorf, die das batteriegetriebene Elektroauto bis zur Serienreife entwickeln soll.
1973 In Kalkar beginnt der Bau eines 300-MW-Prototypkernkraftwerks vom Typ natriumgekühlter Schnellbrutreaktor. Begrenzte Uranvorräte lassen die Entwicklung dieses Reaktortyps, der mehr atomares Brennmaterial erzeugen soll als er verbraucht, lohnend erscheinen. Das schleppende Genehmigungsverfahren verzögert die Errichtung der Anlage, die zum Symbol des bundesweiten Protestes gegen die friedliche Nutzung der Kernenergie wird.
1973 Die Babcock-Brown Boveri Reaktor GmbH, ein Gemeinschaftsunternehmen von BBC mit der amerikanischen Babcock & Wilcox, erhält von RWE den Auftrag zum Bau des 1.200-MW-Druckwasser-Reaktors in Mülheim-Kärlich bei Koblenz.
1974 Nachdem die Integration der Gelsenberg in den RWE-Konzern kaum vorankommt und die Bundesregierung unter dem Eindruck der Energiekrise 1973 großes Interesse an der Zusammenfassung und Stärkung der deutschen Mineralölaktivitäten in einer Gesellschaft zeigt, verkauft das RWE 1974 seine Gelsenberg-Anteile an die bundeseigene VEBA AG.
1974 Das dritte Verstromungsgesetz, das den Verbrauchern den Kohlepfennig beschert, führt beim RWE nach langer Zeit wieder zum Ausbau der Stromerzeugung aus Steinkohle. Das Unternehmen errichtet mit Partnerunternehmen neue Kraftwerkskapazitäten (z. B. in Voerde am Niederrhein mit der STEAG AG und in Gelsenkirchen-Scholven mit der VEBA AG) und schließt langfristige Bezugsverträge.
1975 Im Kraftwerk Karnap in Essen werden in den Kesseln ausschließlich Müll und Klärschlamm verbrannt.
1976 Bau von Großversuchs-Solaranlage Wiehl zur Warmwassererzeugung
1977 Hermann Abs ist bis 1977 Voritzender des RWE-Aufsichtsrats
1979 Beteiligung an der Große Windenergieanlage Bau- und Betriebsgesellschaft mbH (GROWIAN)
1980 Das Kernkraftwerk Gundremmingen (237-MW-Siedewasserreaktor) wird stillgelegt
1980 Nach fünfjähriger Bauzeit wird die Erweiterung der RWE-Hauptverwaltung an der Freiheit in Essen fertiggestellt.
1981 Rheinbraun diversifiziert und internationalisiert sein Geschäft: In einem Joint-Venture mit der amerikanischen Consolidation Coal Company beteiligt sich das Kölner Unternehmen an der Erschließung und Ausbeutung ausgedehnter Steinkohlenvorkommen in Pennsylvania. Rheinbraun beteiligt sich über die Uranerzbergbau-GmbH (UEB) an der Uranbergbau- und Aufbereitungsanlage Key Lake in Kanada, die 1983 ihren Betrieb aufnimmt und sich zur größten Anlage ihrer Art entwickelt. Zuvor hatte sich Rheinbraun über ihre Beteiligungsgesellschaft bereits bei anderen Uranprojekten in Kanada (1970) und Australien (1980) engagiert. Im Rahmen der Fokussierung auf ihre Kerngeschäftsfelder verkaufen die Gesellschafter der UEB 1998 die Uranbergbaubeteiligungen an die kanadische Cameco Corp.
1982 Stillegung des Versuchsatomkraftwerks Kahl am Obermain (15 MW)
09.1982 BBC gibt den Planungsauftrag für das 1.300-MW-Kernkraftwerk Neupotz bei Ludwigshafen an die Auftraggeber RWE und Pfalzwerke wegen "mangelnder Aussicht auf Preisdeckung" zurück
1983 Das umfangreiche Programm für die Entschwefelung und Entstickung der RWE-Kohlekraftwerke ist eine große finanzielle Herausforderung (8,3 Mrd. DM für eigene und vertraglich gebundene Kraftwerke): In vielen Bereichen muß die zur Erreichung der vorgeschriebenen Grenzwerte erforderliche Technik erst vom RWE entwickelt werden.
1984 Im Kernkraftwerk Gundremmingen gehen die Blöcke Gundremmingen B und C mit jeweils 1300 MW ans Netz.
1984 Im Essener Norden beginnen die Arbeiten am neuen Müllheizkraftwerk Karnap, das 1989 die alte, den gestiegenen Umweltschutzanforderungen nicht mehr genügende Verbrennungsanlage ersetzt.
Herbst 1986 Im Herbst können die Übergabeverhandlungen zwischen BBC und dem RWE für das Atomkraftwerk Mülheim-Kärlich endlich erfolgreich abgeschlossen werden. Mit der Übergabe der Anlage liegt das Risiko jetzt beim Betreiber. - Zwei Wochen später wird der Meiler wegen eines Einspruchs gegen den Kühlturm zum ersten Mal abgeschaltet.
1987 Bei UK Wesseling wird ein umfangreiches Investitionsprogramm zur Modernisierung und Rationalisierung abgeschlossen, das in den folgenden Jahren zu einer deutlichen Verbesserung des operativen Ergebnisses führt. Das ehemalige Hydrierwerk war nach dem Zweiten Weltkrieg zur Raffinerie umgebaut und um Anlagen zur Ammoniak- und Methanolproduktion erweitert worden. Da die UK über keine eigene Erdölförderung verfügt, ist sie nach den beiden Energiekrisen besonders stark von dem Verdrängungswettbewerb in der Mineralölindustrie betroffen.
1988 Abschluß des Programms für die Entschwefelung und Entstickung der RWE-Kohlekraftwerke. Es bedingt die Stilllegung einiger älterer Anlagen.
1988 Das RWE übernimmt die "Deutsche Texaco AG", Hamburg, die auf die 1899 gegründete Deutsche Tiefbohr-AG, seit 1911 Deutsche Erdöl-AG (DEA), zurückgeht. Die Chemie- und Mineralölgruppe wird in "RWE-DEA AG für Mineraloel und Chemie" umbenannt, UK Wesseling integriert, und die Tankstellen auf die Marke DEA umgestellt.
1988 Bislang wurde das Unternehmen von einem gleichberechtigten Vorstandskollegium geführt. Nun werden zwei Mitglieder dieses Gremiums zu Vorstandssprechern ernannt: Günther Klätte und Friedhelm Gieske.
1989 Die bislang auf die Bereiche Müllverbrennung und Wasserwirtschaft beschränkten Aktivitäten im Entsorgungsbereich werden in der neu gegründeten RWE Entsorgung AG, Essen, gebündelt und weiter ausgebaut. Gemeinsam mit der rheinischen Entsorgungsgruppe Trienekens weitet RWE Entsorgung ihre Geschäftstätigkeit auf das gesamte Bundesgebiet und bald auch auf zahlreiche Auslandsmärkte (u.a. Osteuropa und USA) aus.
1989 Das RWE kann seine seit 1965 bestehende Beteiligung an der Nukem GmbH, Hanau, auf eine Anteilsmehrheit ausbauen.
1990 Das Stammgeschäft, die Stromerzeugung und -verteilung, wird in die neu gegründete RWE Energie AG, Essen, eingebracht. Das Rheinisch-Westfälische Elektrizitätswerk AG firmiert nun als RWE Aktiengesellschaft, die als Management-Holding den Konzern führt. Das operative Geschäft wird in den fünf Unternehmensbereichen Energie, Bergbau und Rohstoffe, Mineralöl und Chemie, Entsorgung sowie Maschinen-, Anlagen- und Gerätebau von den Führungsgesellschaften RWE Energie, Rheinbraun, RWE-DEA, RWE Entsorgung, Rheinelektra und Lahmeyer getätigt. Die neu geschaffene Position des Vorstandsvorsitzenden wird von Friedhelm Gieske übernommen.
1990 Nachdem die RWE AG ihren Anteil an HOCHTIEF auf die Kapitalmehrheit aufstocken kann, tritt als sechster Unternehmensbereich Bau mit der Führungsgesellschaft HOCHTIEF hinzu.
1990 Nach dem Fall der Mauer und der Wiedervereinigung engagieren sich die verschiedenen Unternehmen der RWE-Gruppe beim Aufbau der Wirtschaft in den fünf neuen Bundesländern. RWE Energie beteiligt sich an der Geschäftsbesorgung der aus den staatlichen Energiekombinaten hervorgegangenen VEAG Vereinigte Energiewerke AG, Berlin, die große Investitionsprogramme zur Modernisierung der ostdeutschen Stromerzeugung in Angriff nimmt.
1991 Die Gesellschafter beschließen nach Aufforderung durch die Bundesregierung die Beendigung des Projekts "Schneller Brüter Kalkar".
1991 RWE-DEA ist federführend innerhalb einer Gruppe von europäischen Mineralölkonzernen, die das ehemalige Petrochemische Kombinat Schwedt 1991 erwerben und als Petrochemie und Kraftstoffe AG Schwedt (PCK), Schwedt/Oder, (später PCK Raffinerie GmbH) zu einem wirtschaftlich überlebensfähigen Chemiestandort entwickeln.
1991 Mit dem Erwerb der amerikanischen Vista Chemical Corp., Houston (später CONDEA Vista Company), beginnt der Ausbau der Chemieaktivitäten bei RWE-DEA, die bislang auf zwei Werke in Deutschland konzentriert waren.
1992 Erwerbung der D. A. C. Chimiche S.p.A., Mailand, durch die RWE-DEA
1992 Auch Rheinbraun verstärkt ihr Engagement in Nordamerika. Unter Einbringung ihrer bisherigen Steinkohlenbeteiligungen erwirbt sie 50 % der Anteile an der Consol Energy Inc., Wilmington/Delaware. Dieses Gemeinschaftsunternehmen mit dem amerikanischen Chemiekonzern DuPont ist nach dem Erwerb weiterer Gruben drittgrößter Steinkohleproduzent der USA. Nach dem fast vollständigen Rückzug von DuPont ist Rheinbraun seit 1998 Mehrheitsaktionär bei Consol.
1994 Erwerbung EniChem Augusta S.p.A., Palermo, durch die RWE-DEA
1994 Als Verbundunternehmen wickelt die VEAG Vereinigte Energiewerke AG, Berlin, große Teile der Stromerzeugung und die Hochspannungsübertragung ab. Hauptabnehmer sind zwölf neu gegründete Regionalversorgungsunternehmen. RWE Energie beteiligt sich mit anderen Verbundunternehmen an der VEAG und erwirbt die Mehrheit an drei ostdeutschen Regionalversorgern.
1994 Die Rheinbraun und RWE Energie übernehmen im Rahmen eines Konsortiums mehrheitlich die Anteile der Lausitzer Braunkohle Aktiengesellschaft (LAUBAG), Senftenberg. Auf der Grundlage der festen Lieferbeziehungen zur VEAG, die ausschließlich Braunkohle für die Elektrizitätserzeugung einsetzt, kann die LAUBAG nun eine zukunftsweisende Revierkonzeption umsetzen.
1994 Die bisher an verschiedenen Stellen im Konzern angesiedelten Telekom-Aktivitäten werden in der RWE Telliance AG, Essen, zusammengeführt.
1994 Nach langen, kontroversen Diskussionen kann die Privatisierung der ostdeutschen Energiewirtschaft zum Abschluss gebracht werden. Als Verbundunternehmen wickelt die VEAG Vereinigte Energiewerke AG, Berlin, große Teile der Stromerzeugung und die Hochspann- ungsübertragung ab. Hauptabnehmer sind zwölf neu gegründete Regionalversorgungs- unternehmen. RWE Energie beteiligt sich mit anderen Verbundunternehmen an der VEAG und erwirbt die Mehrheit an drei ostdeutschen Regionalversorgern.
1995 Mehdorn wird Aufsichtsratsmitglied der RWE AG.
1995 Nachdem das 2. Finanzmarktförderungsgesetz die Möglichkeit geschaffen hat, stellt die RWE AG den Nennwert ihrer Aktie von 50 DM auf 5 DM um. Damit wird die Attraktivität des Wertpapiers insbesondere für private Aktionäre gesteigert.
1995 Die zunehmende Privatisierung und Deregulierung der europäischen Elektrizitätswirtschaft bietet Chancen zur weiteren Internationalisierung der RWE-Gruppe: Neben Aktivitäten in Tschechien, Portugal und Kroatien beteiligt sich RWE Energie u. a. an ungarischen Energieversorgungsunternehmen.
1996-1997 Der Geschäftsbericht 1996/97 759 listet Unternehmen im Mehrheitsbesitz auf, davon 292 konsolidiert.
1996 Der Chemiebereich der RWE-DEA firmiert seither international unter der Marke CONDEA und ist einer der weltweit führenden Anbieter von Waschmittelrohstoffen und Tonerden.
1996 Das Unternehmen beschließt, am Standort Niederaußem im rheinischen Braunkohlenrevier einen Braunkohleblock mit optimierter Anlagentechnik (BoA) mit 1000 MW zu errichten, der durch Verbesserungen in allen Bereichen einen Nettowirkungsgrad von über 43% (gegenüber 35,5% bei einem 600-MW-Block Mitte der 70er Jahre) erreicht. Neben einem kostengünstigeren Betrieb bedeutet dies durch die bessere Ausnutzung der eingesetzten Braunkohle eine Entlastung der Umwelt.
1997 Beteiligung des RWE an der Schweizer "Motor Columbus AG", Olten
1997 Mit dem Ziel, einer der großen privaten Konkurrenten der Deutschen Telekom nach dem Wegfall des Fernsprechmonopols 1998 zu werden, bringen die VEBA AG und die RWE AG ihre inländischen Telekommunikationsaktivitäten in das Gemeinschaftsunternehmen o.tel.o communications GmbH & Co., Düsseldorf ein.
1997 Die RWE AG bezieht ihren neuen Konzernsitz, der mit seiner außergewöhnlichen, schlanken und transparenten Architektur in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofs in Essen einen städtebaulichen Akzent im Ruhrgebiet setzt.
01.10.1997 bis 31.12.1997 Im 3. Quartal 1997 soll das Kraftwerk Süd der BASF fertiggestellt sein. Es wird von ABB im Auftrag der RWE gebaut. Die RWE werden das Kraftwerk auch betreiben.
1998 Die seit Mitte 1997 laufende Restrukturierung des Unternehmensbereichs Entsorgung findet mit der Umbenennung in Unternehmensbereich Umweltdienstleistungen und der Umfirmierung der RWE Entsorgung in RWE Umwelt AG ihren Abschluss. Mit dem Wegfall der Regionalgesellschaften im Geschäftsfeld Abfallbeseitigung, der Fusion der Trienekens GmbH mit der R+T Entsorgung GmbH zur Trienekens AG, Viersen, und der Bildung von vier Geschäftsbereichen mit jeweiliger Führungsgesellschaft sind die Organisationsstrukturen vereinfacht und effektiviert worden. Die Konzentration auf die vier Sparten Abfall und Recycling Deutschland und International, Umweltconsulting und Wasser/Abwasser sowie gezielte Desinvestments erhöhen die Ertragskraft des Unternehmensbereichs.
01.04.1998 bis 25.06.1998 Die kommunalen Aktionäre verkaufen ihre Mehrstimmrechte an Vorzugsaktionäre, die damit ihre stimmrechtslosen Aktien in stimmberechtigte Stammaktien umwandeln. Nachdem im April im Rahmen eines Bookbuilding-Verfahrens die Höhe der Umwandlungsprämie ermittelt worden ist, erfolgt bis zum 25. Juni die Umwandlung von 135 Mio. Vorzugs- in Stammaktien. Die kommunalen Körperschaften verfügen nunmehr über 30 Prozent der Stimmen.
01.04.1999 Im Zuge der Konzentration auf den Energie-Bereich trennt sich RWE gemeinsam mit VEBA im Laufe des Jahres von wesentlichen Telekommunikationsbeteiligungen: Mit Wirkung zum 1.4.1999 werden die Festnetzaktivitäten und der Markenname o.tel.o an die Mannesmann Arcor AG & Co. verkauft
05.1999 Im Zuge der Konzentration auf den Energie-Bereich wird (mit Wirkung zum 1.7.1999) das Kabelgeschäft der o.tel.o-Tochter TeleColumbus an die Deutsche Bank-Tochter DB Investor verkauft.
Sommer 1999 Um im Zuge der Liberalisierung der europäischen Energiemärkte langfristig wettbewerbsfähig zu sein, erfolgt ab Sommer im Zuge der neuen Konzernvision eine Bündelung und Fokussierung der Arbeitsgebiete und Ressourcen auf das Kerngeschäft Energie und energienahe Dienstleistungen. Mit diesem "Multi-Utility/Multi Energy-Konzept" will sich RWE als führender internationaler Partner im europäischen Energie- und Versorgungsmarkt positionieren.
10.1999 Im Oktober veräußern RWE und VEBA mit Wirkung zum 1.7.1999 ihre Mehrheitsbeteiligung am Mobilfunkbetreiber E-Plus an die France Telecom S.A.
2000 Die VEW AG fusioniert mit der RWE AG
02.2000 Nachdem RWE durch den Erwerb weiterer Aktienpakete und ein öffentliches Kaufangebot mehr als 99 % der Anteile der LAHMEYER AG hält, wird das traditionsreiche Frankfurter Unternehmen auf die RWE AG verschmolzen. Damit strafft RWE die Strukturen und bindet die Unternehmen im Bereich Industriesysteme stärker an sich.
2002 Die RWE-AG übernimmt zusätzlich die von der RAG Aktiengesellschaft gehaltene Beteiligung an der Harpen AG.
Anfang Mai 2004 Die RWE steigt bei ihrer bisherigen Tochter "Heidelberger Druckmaschinen AG" aus. Innerhalb von zwei Tagen gelingt es, die 50,02 Prozent Beteiligung am Markt zu plazieren.




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Elektrizität 1900 Beginn (Werk Viehofer Straße, Essen)      




Betriebene Dampfmaschinen

Bezeichnung Bauzeit Hersteller
Dampfpumpmaschine vor 1917 Ascherslebener Maschinenbau Act.-Ges., vorm W. Schmidt & Co.
Dampfmaschine vor 1917 Ascherslebener Maschinenbau Act.-Ges., vorm W. Schmidt & Co.
Dampfmaschine vor 1917 Ascherslebener Maschinenbau Act.-Ges., vorm W. Schmidt & Co.




Personal

Zeit gesamt Arbeiter Angest. Lehrl. Kommentar
          97700




Firmen-Änderungen, Zusammenschüsse, Teilungen, Beteiligungen


Zeit = 1: Zeitpunkt unbekannt

Zeit Bezug Abfolge andere Firma Kommentar
1 Nebenwerk danach Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk AG, Abteilung Elektrowerk Teil der RWE
1 Nebenwerk danach Goldenberg-Werk Teil der RWE
1 Beiteiligung danach Elektrizitätswerk Rheinau  
1900 Nebenwerk danach Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk, Zentrale Viehofer Straße das Stammwerk




Allgemeines

ZEIT1943
THEMAOrgane und Kapital der Gesellschaft
TEXTVorstand: Arthur Koepchen, Essen; Carl Hold, Essen, Wilhelm Kern, Essen; Ernst Henke, Essen; Heinrich Schmitz, Essen. Aufsichtsrat: Dr. Albert Vogler, Dortmund, Vorsitzer; Just Dillgardt, Oberbürgermeister, Essen, 1. stellv. Vorsitzer; Wilhelm v. Werder, Landrat, Dinslaken, 2. stellv, Vorsitzer; Hermann J. Abs, Vorstandsmitglied der Deutschen Bank, Berlin; Kurt von Borries, Landrat, Lübbecke; Carl Goetz, Vorsitzer des Aufsichtsrats der Dresdner Bank, Berlin; Dr. Konrad Gorges, Oberbürgermeister, Trier; Dr. Carl Haidn, Oberbürgermeister, Düsseldorf; Baurat e. h. Dipl.-Ingenieur Erich Heller, Berlin; Dr. Wilhelm Kitz, Erster Landesrat, Düsseldorf; Dr. Gustav Knepper, Bergwerksdirektor, Essen; Karl Friedrich Kolbow, Landeshauptmann, Münster (Westf.); Dr. Hans Kühne, Vorstandsmitglied der I. G. Farben A.-G., Leverkusen; Dr. Wolfgahg Pohl, Ministerialdirektor z. D., Vorst.-Mitgl. der Preuß. Elektr.-A.-G., Berlin; Otto Steinbrinck, Berlin-Dahlem; Hans Weisheit, Landrat, Siegburg; Dr. Peter Winkelnkemper, Oberbürgermeister, Köln. Abschlußprüfer für das Geschäftsjahr 1942/43: Dr. Carl Brauns, Berlin. Geschäftsjahr: 1. Juli bis 30. Juni. Hauptversammlung (Stimmrecht): je nom. RM 400,00 Inhaberaktien l Stimme, je nom. RM 400,00 Namensaktien 20 Stimmen, Reingewinn-Verwendung: Der Reingewinn der Gesellschaft, der sich nach Vornahme von Abschreibungen, Wertberichtigungen, Rückstellungen und Rücklagen - einschließlich der in die gesetzliche Rücklage einzustellenden Beträge - ergibt, wird, unbeschadet der Ansprüche der Vorstandsmitglieder auf Gewinnanteile, wie folgt verteilt: 1. Zunächst sind bis zu 4 % des eingezahlten Grundkapitals als erster Gewinnanteil auf Inhaber- und Namensaktien nach Verhältnis der Nennwerte zu verteilen. 2. Sodann erhält der Aufsichtsrat unter Berücksichtigung der Bestimmung des § 98 Aktiengesetz eine Gewinnbeteiligung in Höhe von l %, auf welche die dem Aufsichtsrat satzungsgemäß zu gewährende Mindestvergütung anzurechnen ist. 3. Der Rest wird auf Inhaber- und Namensaktien verteilt, soweit die Hauptversammlung keine andere Verwendung bestimmt. Grundkapital: nom. RM 235.600.000,00 Inhaberaktien in 589000 Stücken zu je RM 400,00 (Nr. 1-330000, 550001-659000, 709001-859000), nom. RM 10.400.000,00 Namensaktien in 26.000 Stücken zu je RM 400,00 (Nr. 330001-341000, 659001-674000), RM 246.000.000,00; außerdem nom. RM 3.396.596,42 Genußscheine. An anderer Stelle: Kapital: RM 285.600.000,00 Stammaktien, RM 10.400.000,00 Namensaktien; außerdem RM 4 865 137.94 Genußscheine. Großaktionäre: Die Namensaktien, befinden sich restlos in öffentlicher Hand. Städte, Gemeinden usw. dürften etwa 33.2 % besitzen (davon Stadt Düsseldorf etwa Reichsmark 23.110.000,00 Inhaberaktien und RM 428.460,00 Namensaktien, der Provinzialverband der Rheinprovinz Reichsmark 35.000,00 Namensaktien). Viag / Deutsches Reich etwa 1,84 % der Inhaberaktien und 2.3 % der Namensaktien. Beteiligung Preußische Elektrizitäts-A.-G.: RM 36.400,00 Namensaktien und mittelbar über Continel RM 7.200.000,00 Inhaberaktien. Dividenden ab 1925/26: 8, 9, 9, 10, 10, 5, 5, 5, 6, 6, 6, 6, 6, 6, 6, 6, 6%.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 2341]


ZEIT1943
THEMAZweck und Gegenstand des Unternehmens
TEXTGegenstand des Unternehmens ist ausschließlich die Versorgung der Bevölkerung mit Wasser, Elektrizität und Gas. Zur Erreichung des Gesellschaftszweckes kann die Gesellschaft elektrische Energie erzeugen, verwerten oder veräußern, ferner Anlagen und Einrichtungen aller Art, welche der Erzeugung, Verwertung oder Veräußerung von elektrischer Energie, von Gas und von Wasser dienen, erwerben, errichten und betreiben, allein oder gemeinsam mit anderen, für eigene oder für fremde Rechnung. Sie kann Grundstücke und andere Immobilien erwerben, verwerten und veräußern, auch Patente, Erfindungen und Erfahrungen erwerben, verwerten und veräußern. Die Gesellschaft kann sich an Gesellschaften und anderen Unternehmungen und allen Geschäften beteiligen, die mit dem Gegenstand des Unternehmens zusammenhängen. Die Gesellschaft ist berechtigt, Zweigniederlassungen zu errichten.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 2341]


ZEIT1943
THEMABesitzverhältnisse
TEXTBesitz- und Betriebsbeschreibung: Verwaltungen: Betriebsverwaltungen Essen, Wesel, Krefeld, Neuß, Reisholz, Andernach, Trier, Düren, Goldenberg-Werk, Berggeist, Brauweiler, Frimmersdorf, Dettingen, Karnap, Bergische Licht- u. Kraftwerke G. m. b. H., Lennep, Rhein.-Westfälische Elektrizitätsversorgungs-G. m. b. H., Lennep, Niedersächsische Kraftwerke A.-G., Osnabrück, Rhein.- Westfälische Elektr.-Versorgungs-G. m. b H., Osnabrück, Rhein-Nahe-Kraftversorgung-G. m. b. H., Kreuznach, Obarstein-Idarer Elektrizitäts-A.-G., Idar, Elektrizitätswerk Siegerland G. m. b. H., Siegen. Anlagen: Das RWE. betreibt in der Hauptsache eine elektrische Großraumwirtschaft neben lokalen Gas- und Wasserversorgungen. Außer den zum Zwecke der Krafterzeugung, der Stromverteilung sowie der Verwaltung erbauten zahlreichen Gebäuden gehören zu den bebauten Grundstücken 525 Wohnhäuser mit 1050 Wohnungen, die zum weitaus größten Teil von Gefolgschaftsmitgliedern bewohnt sind. Außerdem ist das RWE in erheblichem Maße an dem Bau von Eigenheimen für seine Gefolgschaft durch Gewährung von zweiten Hypotheken beteiligt. An eigenen Betriebsanlagen besitzt das RWE die zur Durchführung der Großraumwirtschaft erforderlichen Kraftwerksanlagen sowie Höchstspannungs-, Hochspannungs- und Niederspannungsnetze mit den dazugehörigen Umspannstationen. Daneben hat es eine Reihe eigener und gepachteter Gaswerke und Gasverteilungsbetriebe, während die Ferngasversorgung seinerzeit in die Ruhrgas A.-G., an der das RWE. beteiligt ist, eingebracht wird und die Straßen- und Kleinbahnunternehmungen in der Rheinisch-Westfälischen Straßen- und Kleinbahnen-G. m. b. H. zusammengefaßt sind. Als Kraftbasis dienen dem RWE. und seinen Tochterunternehmen Steinkohlenzechen, Braunkohlenvorkommen und neben Wasserkräften des Versorgungsgebietes auch große Kraftwerke außerhalb dieses Gebietes. Es werden über 250 Kraftwerke der verschiedensten Arten und Ausmaße zur gemeinsamen Verwendung gebracht. Die eigenen Kraftwerke des RWE. befinden sich auf den natürlich gegebenen Energiequellen der Kohle und der Wasserkräfte des Versorgungsgebietes. Versorgungsgebiet: Das Elektrizitäts-Versorgungsgebiet des RWE. und seiner Tochterunternehmungen erstreckt sich auf weite Gebiete im Westen und Südwesten des Reiches. Es ist u. a. durch Verträge mit dem Lande Preußen (bzw. dessen Unternehmungen wie der Preußischen Elektrizitäts- A.-G., Berlin) und dem Unternehmen des Reiches, der Elektrowerke A.-G., abgegrenzt. Die Übertragung und Verteilung der elektrischen Energie von den Erzeugungsanlagen des RWE.-Konzerns und befreundeter Unternehmen zu den Verbrauchergebieten erfolgt durch ein der Gesellschaft gehörendes, über das ganze Versorgungsgebiet verbreitetes Höchst- und Hochspannungsnetz mit den dazugehörigen Umspannwerken. Für die weitere Verteilung der elektrischen Energie innerhalb des Versorgungsgebietes verfügt die Gesellschaft über ein eigenes ebenfalls weitverzweigtes Mittel- und Niederspannungsnetz. Tochtergesellschaften und Beteiligungen Braunkohlen- & Briketwerke Roddergrube A.-G., Brühl b. Köln, Beteiligung: rd. 53,51 %; Braunkohlen-Industrie A.-G. Zukunft, Weisweiler, Beteiligung: ca. 75 %; Westmarkwerke A.-G., Ludwigshafen (Rhein) (früher: Pfalzwerke Aktiengesellschaft), Beteiligung: 27,85 % = nom. RM 4.456.000,00; Niederrheinische Licht- und Kraftwerke A.-G. (N. L. K.), Rheydt, Beteiligung: 50 %; Gas- und Wasserwerk G. m. b. H., Grevenbroich, Beteiligung: 50 %; Niederrheinische Braunkohlenwerke A.-G., Frimmersdorf, Beteiligung: über 90 %; Elektrizitätswerk Siegerland G. m. b. H., Siegen, Beteiligung: 100 %; Niedersächsische Kraftwerke A.-G., Osnabrück, Beteiligung: 100 %; Rheinische Licht- und Kraftwerke G. m. b. H., Brand bei Aachen, Beteiligung: 50 % = nom. RM 3.000.000,00; Schluchseewerk A.-G., Freiburg (Breisgau), Beteiligung: 50 % = nom. Reichsmark 7.000.000,00; Vorarlberger Illwerke Aktiengesellschaft, Bregenz, Beteiligung: rd. 34%; Aktiengesellschaft für Energiewirtschaft, Berlin, Beteiligung: über 25 %; Oberstein-Idarer Elektrizitäts-A.-G., Idar a. Nahe, Beteiligung: 98,27 % = nom. RM l 621.600,00; Gas-Aktien-Gesellschaft Ritter & Cie., Siegen, Beteiligung: 88 % = nom. RM 880.000,00; Bayerische Wasserkraftwerke A.-G., München, Beteiligung: 33 1/3 %; Westtiroler Kraftwerke A.-G., Innsbruck, Beteiligung: 47,5 %; Bergische Licht- und Kraftwerke G. m. b. H., Remscheid-Lennep, Beteiligung: 100 %; Rheinkraftwerk Albbruck-Dogern A.-G., Waldshut (Baden), Beteiligung: über 25%; Gewerkschaft Gustav Dettingen bei Aschaffenburg, Beteiligung: 61 %; Gewerkschaft Steinkohlenbergwerk Viktoria-Matthias, Essen, Beteiligung: 99%; Gewerkschaft Steinkohlenbergwerk Graf Beust, Essen, Beteiligung: 99 %; Gewerkschaft Steinkohlenbergwerk Friedrich Ernestine, Stoppenberg bei Essen, Beteiligung: 99 %; Rhein-Nahe Kraftversorgungs-G. m. b. H., Bad Kreuznach, Beteiligung: 100% (davon 1% über Rhein.-Westf. Treuhand-G. m.b.H.); Rheinisch-Westfälische Elektrizitäts-Versorgungs-Gesellschaft m. b. H., Lennep, Beteiligung: 100%; Rheinisch-Westfälische Elektrizitätsversorgungs-G. m. b. H., Osnabrück, Beteiligung: 100%; Elektricitäts-Act.-Ges. vorm. W. Lahmeyer & Co., Frankfurt (Main), Beteiligung: Mehrheit; Isarwerke G. m. b. H., München, Beteiligung: 25 % = nom. RM l 500.000,00; Main-Kraftwerke A.-G., Frankfurt (Main) - Höchst, Beteiligung: 88,33 %; Kraftwerk Altwürttemberg A.-G., Ludwigsburg, Beteiligung: 25 %; Großkraftwerke Württemberg A.-G., Heilbronn, Beteiligung: über 25%; Paderborner Elektrizitätswerk und Straßenbahn A.-G., Paderborn, Beteiligung: 39,59 %; Rheinische Elektrizitäts-Aktiengesellschaft, Mannheim; A.-G. für deutsche Elektrizitätswirtschaft, Berlin, Beteiligung: 10%; Ruhrgas-A.-G., Essen, Beteiligung: rd. 5%; Rheinisch-Westfälische Straßen- und Kleinbahnen G. m. b. H., Essen; Süddeutsche Eisenbahn-Gesellschaft, Darmstadt; Hochtief A.-G. für Hoch- und Tief bauten vorm. Gebr. Helfmann, Essen, Beteiligung: über 25 %; Rheinisch - Westfälische Wasserwerksgesellschaft m. b. H., Mülheim-Ruhr, Beteiligung: rd. 14 %; Rheinisch-Westfälische Treuhand G. m. b. H., Essen, Beteiligung: über 50 %.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 2341]