Ludwig Loewe & Co. AG

Allgemeines

FirmennameLudwig Loewe & Co. AG
OrtssitzBerlin
OrtsteilMoabit
Stra├čeHuttenstr. 17/20
Postleitzahl10553
Art des UnternehmensMaschinenfabrik
Anmerkungen1892: Besitzer: Kommandit-Gesellschaft auf Aktien; in Berlin SW., Hollmannstr. 32; pers├Ânlich haftender Gesellschafter: Isidor L├Âwe. 1896: Waffenfabrik an DWM (s.d.). War zu Beginn des Ersten Weltkriegs die gr├Â├čte Werkzeugmaschinenfabrik Europas. Standorte: Berlin NW 87, Wiebestra├če 23?28, Huttenstra├če 17?20 und Wiebestra├če 42?45, Huttenstra├če 45/48. 1939 s. auch: "Gesellschaft f├╝r elektrische Unternehmungen A.-G., Loewe-Fabriken" und um 1943: "Loewe Werkzeugmaschinen Aktiengesellschaft" (auch Huttenstra├če).
Quellenangaben[Tischert: St├Ątten dt Arbeit I, 74] [Masch-Ind Dt Reich (1939/40) 155] [Neue Deutsche Biographie 15 (1987), S. 78-81] [Adressbuch Elektr.-Branche (1892) 127]
Hinweise[Verkehrstechnische Woche 5 (1911) 489-493]: Vogelschau; Lageplan




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
27.11.1837 Ludwig Loewe wird in Heiligenstadt im Eichsfeld geboren.
12.1869 Die "Ludw. Loewe & Co. Commandit-Gesellschaft auf Actien f├╝r Fabrikation von N├Ąhmaschinen" wird im Dezember im S├╝dwesten Berlins gegr├╝ndet.
1870-1875 Jakob Ball wird stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats.
1870-1886 Gustav Sch├Âpplenberg wird Vorsitzender des Aufsichtsrats.
1870-1885 Louis Gradenwitz wird Aufsichtsratsmitglied.
1870-1888 Paul Gravenstein wird Aufsichtsratsmitglied.
1870-1873 Siegfried Hammerfeld wird Aufsichtsratsmitglied.
03.01.1870 Im Senior`schen Hotel, Markgrafenstra├če 51, wird die erste Generalversammlung abgehalten.
04.01.1870 Der erste Aufsichtsrat tagt unter dem Vorsitz von Gustav Sch├Âpplenberg.
08.01.1870 Die Firma "Ludw. Loewe & Co., KG auf Aktien f├╝r Fabrikation von N├Ąhmaschinen" wird in das Gesellschaftsregister des Stadtgerichts Berlin eingetragen.
08.01.1870 Eintragung unter dem Namen "Ludw. Loewe & Co., Kommandit-Gesellschaft auf Aktien f├╝r
Fabrikation von N├Ąhmaschinen" in das Handelsregister. Auf dem Grundst├╝ck Hollmannstr. 32 in Berlin SW. wird die Fabrik erbaut und nach dem Vorbilde der amerikanischen N├Ąhmaschinenfabriken eingerichtet.
1871 Ludwig Loewe ist bem├╝ht, die erste Reihe seiner Maschinen so rechtzeitig fertigzustellen, da├č sie zum Weihnachtsfest verkauft werden k├Ânnen.
20.11.1871 Auf Wunsch Ludwig Loewes findet eine au├čerordentliche Generalversammlung statt.
02.05.1872 Ludwig Loewe berichtet seinen Kommanditisten, ├╝ber einen mit der Inspektion der kgl. preu├čischen Gewehrfabriken abzuschlie├čenden Vertrag auf Lieferung von Gewehrteilen.
1873 Aufgabe der N├Ąhmaschinenproduktion
1873 Der erste ausf├╝hrliche Katalog ├╝ber Werkzeugmaschinen erscheint
1873 Ludw. Loewe beginnt auf Grund der Erfahrungen, in seinem Betrieb, Werkzeugmaschinen f├╝r sich zu bauen.
1873-1876 Johannes Nickol wird Aufsichtsratsmitglied.
1873 Es erscheint ein recht ausf├╝hrlicher Katalog ├╝ber Werkzeugmaschinen, der als Hauptgruppen Drehb├Ąnke, Schraubenmaschinen, Fr├Ąsmaschinen, Schleifmaschinen, Bohrmaschinen, Sto├čmaschinen, Hobelmaschinen und Exzenterpressen enth├Ąlt.
1873 Der Betrieb z├Ąhlt 909 Mitarbeiter.
1874 Produktion und Lieferung von Gewehrteilen f├╝r das Infanteriegewehr, J├Ągerb├╝chse Modell 1871, Visiere und Auszieher.
01.11.1874 bis 31.12.1874 Fabrikation von Z├╝ndern f├╝r Artilleriemunition wird aufgenommen.
1875 In einer neuerrichteten Abteilung wird der Bau von R├Âhrendampfkesseln aufgenommen.
1875-1882 L. M. Bamberger wird Aufsichtsratsmitglied bei L. Loewe, Berlin
1875 Im Verkaufsprogramm erscheinen Dampfkessel.
01.09.1875 Ludwig Loewe nimmt seinen Bruder Isidor Loewe als Leiter der kaufm├Ąnnischen Abteilung in der Firma auf. - Nach dem Besuch des Gymnasiums ging Isidor Loewe im Berliner Bankhaus "F. W. Krause & Co." in die Lehre. 1870 begleitete er seinen Bruder auf dessen Reise in die USA und gewann nachhaltige Eindr├╝cke von den bewegenden Kr├Ąften des amerikanischen Wirtschafts- und Finanzlebens. Danach ging er zur Ostdeutschen Bank in Posen und war dann Direktor der Posener Spritfabrik.
01.11.1875 Die Herstellung von Waffen- und Munitionsteilen nimmt einen derartigen Umfanf an, da├č neun Monate lang volle Nachtschicht gearbeitet wird.
1876-1885 Alexander Wolff wird stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats.
08.03.1876 Die Generalversammlung beschlie├čt, den Zusatz "f├╝r Fabrikation von N├Ąhmaschinen" im Firmentitel zu streichen.
1877 Im Gesch├Ąftsbericht wird die Herstellung von N├Ąhmaschinen zum letzten Mal erw├Ąhnt.
03.1878 Der Betrieb wird wieder in allen Abteilungen aufgenommen.
12.08.1878 Der Aufsichtsrat ernennt Isidor Loewe zum zweiten pers├Ânlich haftenden Gesellschafter.
1879 Der N├Ąhmaschinenbau wird aus wirtschaftlichen Gr├╝nden zugunsten der Werkzeugmaschinen, Dampfkessel und Dampfmaschinen v├Âllig fallen gelassen.
1880 Der Werkzeugmaschinen- und Werkzeugbau bekommt aus dem Betrieb der Waffenfabrikation wertvolle Anregungen, so da├č man dazu ├╝bergeht, nicht nur einzelne Werkzeugmaschinen herzustellen, sondern nach dem Vorbild der Waffenfabrikation auch f├╝r andere Massenfabrikationen vollst├Ąndige maschinelle Einrichtungen zu liefern.
1880 Der Bau von Dampfkesseln wird erneut aufgenommen.
1881-1892 Julius von Born wird Aufsichtsratsmitglied.
1882 Die Herstellung von Werkzeugmaschinen wird bis an die Grenze der Leistungsf├Ąhigkeit im Tag- und Nachtbetrieb gesteigert.
1882 Das ansto├čende Grundst├╝ck, Alte Jakobstra├če 173, ein unbebautes Gartenterrain von 794qm wird erworben.
1882-1888 Sigismund Born wird Aufsichtsratsmitglied.
1882 Im Verkaufsprogramm erscheinen Dampfmaschinen und Transmissionsteile.
1883 Der Ablauf eines mehrj├Ąhrigen Kontraktes mit der russischen Regierung, f├╝r die Armee Revolver System Smith und Wesson hergestellt worden sind, f├╝hrt zu einer Verminderung des Auftragsbestands.
01.01.1883 bis 30.06.1883 Der Betrieb der gro├čen Maschinenhalle wird auf dem Grundst├╝ck, Alte Jakobstra├če aufgenommen.
1885 Das Nachbargrundst├╝ck, Hollmannstra├če 35 wird erworben.
1886-1896 Louis Gradenwitz wird stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats.
1886-1888 Alexander Wolff wird Vorsitzender des Aufsichtsrats.
1886 F├╝r die Arbeiter und Angestellte wird zum Andenken an den Begr├╝nder der Firma die Ludwig-Loewe-St├╝tzung geschaffen
01.07.1886 Der Betrieb in dem neuen Fabrikgeb├Ąude, Hollmannstra├če 35 wird aufgenommen.
11.09.1886 Der Gr├╝nder Herr Ludwig Loewe stirbt. Er war 1878 Mitglied des Deutschen Reichstages. Beigesetzt wird er auf dem Friedhof der J├╝dischen Gemeinde zu Berlin (Prenzlauer Berg).
1886 Nach dem Tode des Bruders ├╝bernimmt Isidor Loewe die alleinige Leitung der Firma Ludwig Loewe & Co.
03.11.1886 Oberingenieur Eduard Barthelmes wird ebenfalls als zweiter pers├Ânlich haftender Gesellschafter in die Leitung des Unternehmens berufen.
1887 Der erste Revolverautomat besitzt eine sehr einfache und ├╝bersichtliche Konstruktion.
1887 Loewe kauft Aktien der Waffenfabrik Mauser f├╝r 2 Mill. Mark von der "W├╝rttemberischen Vereinsbank" und ├╝bernimmt bei Mauser den Vorsitz im Aufsichtsrat.
16.04.1887 Die Gesellschafterversammlung beschlie├čt, das Andenken Ludwig Loewes durch Gr├╝ndung einer "Ludwig-Loewe-Stiftung" zu ehren, der Ertr├Ągnisse zur Unterst├╝tzung alter nicht mehr t├Ątiger Arbeiter und Angestellten dienen soll.
1888 Es wird eine Verbindung mit den beiden hervorragendsten Pulverfabriken Deuschlands, der Pulverfabrik Rottweil-Hamburg und den Vereinigten Rheinischen Pulverfabriken in K├Âln, eingegangen, um gemeinsam eine Patronenfabrik zu gr├╝nden.
1888-1901 Sigismund Born wird Vorsitzender des Aufsichtsrats.
1888-1912 Hermann Richter wird Aufsichtsratsmitglied.
1888-1904 Gustav R├Âhll wird Aufsichtsratsmitglied.
19.09.1888 Der zweite pers├Ânlich haftende Gesellschafter, Herr Oberingenieur Barthelmes stirbt.
01.10.1888 Der Werkzeugmaschinenbau von "L. Loewe" wird dem Oberingenieur Julius Pajeken unterstellt.
1889 Die Waffenfabrikation wird Oberstleutnant K├╝hn unterstellt.
1889 Der Werkzeugbau wird Obermeister Watteyne unterstellt.
1889 Beteiligung mit 50 % an der belgischen "Fabrique Nationale d'Armes de Guerre" (FN) in Herstal b. L├╝ttich.
1890 In den Betrieben von Ludwig Loewe & Co., sind etwa 5 000 Arbeiter besch├Ąftigt.
1891 Es wird sich wieder in erh├Âtem Ma├če der Privatindustrie zugewendet.
1891 Loewe liefert 210.000 Gewehre nach Argeninien
12.1891 Isidor Loewe glaubt, da├č der Zeitpunkt gekommen ist, die T├Ątigkeit auch auf elektrische Erzeugnisse auszudehnen, und beteiligt sich an der Gr├╝ndung der Elektrizit├Ątsgesellschaft in Hamburg.
1892 Gr├╝ndung der UEG von der amerikanischen "Thomson-Houston International Electric Co.", Boston, unter Beteiligung der "Ludwig Loewe & Co." und der deutschen "Thyssen & Co.". So verschafft sich "Thomson-Houston" (schon im selben Jahr Teil der "General Electric Co." (GE))- sch├Ąrfster Konkurrent der AEG auf dem Gebiet der Bahntechnik - Zugang zum deutschen Markt.
1892 Der fanatisch-antisemitische Reichstagsabgeordnete Hermann Ahlwardt beschuldigt Loewe, fehlerhafte Gewehre 88 ("Judenflinten") an das Heer zu liefern, um im Sinne einer j├╝disch-franz├Âsischen Verschw├Ârung Deutschland milit├Ąrisch zu schw├Ąchen. - Als sich seine Beschuldigungen als unhaltbar erweisen, wird Ahlwardt wegen Verleumdung zu f├╝nf Monaten Zuchthaus verurteilt.
1893-1910 Isidor Loewe ist ordentliches Vorstandsmitglied.
1893-1897 Theodor K├Âhn ist ordentliches Vorstandsmitglied.
1893-1896 Alfred Lent ist Aufsichtsratsmitglied.
1893-1910 Gustav Hartmann ist Aufsichtsratsmitglied.
1893-1895 Kieschke ist Aufsichtsratsmitglied.
1893-1923 Hugo von Noot ist Aufsichtsratsmitglied.
1893 Loewe liefert 250.000 Gewehre nach Spanien
08.04.1893 Auf der Generalversammlung legt Isidor Loewe zugleich im Namen des Aufsichtsrates einen Antrag vor, die KG auf Aktien in der schon in den Gr├╝ndungsstatuten vorgesehenen Weise in eine AG umzuwandeln.
15.06.1893 Die Umwandlung in eine AG wird ins Handelsregister eingetragen.
1894 Gr├╝ndung der "Gesellschaft f├╝r elektrische Unternehmungen" (kurz: "Gesf├╝rel")
1894 Es entsteht unter Mitwirkung der Disconto-Gesellschaft, der Dresdner Bank, der Bank f├╝r Handel, Industrie und Gewerbe, den Bankh├Ąusern Bleichr├Âder und Born & Busse die Firma "Gesellschaft f├╝r elektrische Unternehmungen" - kurz "gesf├╝rel" genannt.
1894 Die Leitspindeldrehbank stellt einen gro├čen Fortschritt dar.
12.1894 Beginn der Fabrikation eines neuen Gewehrs, Mauser Modell 93.
1895-1897 Alexis Riese wird ordentliches Vorstandsmitglied.
06.04.1895 Von der Moabiter Terraingesellschaft wird das gr├Â├čere der Fabrik in Martinickenfelde benachbarte Grundst├╝ck gekauft.
1896-1925 Eduard Arnhold wird Aufsichtsratsmitglied.
1896-1899 Wilhelm Laue wird ordentliches Vorstandsmitglied.
1896-1901 Alfred Lent wird stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats.
1896 Absto├čung der Waffenfabriken in eine besondere Gesellschaft (Deutsche Waffen- und Munitionsfabriken) mit Sitz in Berlin. In diese gehen die "Vereinigten C├Âln-Rottweiler Pulverfabriken von Duttenhofer", die "Deutsche Metallpatronenfabrik Karlsruhe AG", die "Mauser AG", die Waffenfabrik der "Ludwig Loewe AG" in Berlin und Loewes Beteiligungen an den "D├╝rener Metallwerken" und der belgischen "Fabrique Nationale d'Armes de Guerre"
1896 Das VDI-System wird bei Loewe eingef├╝hrt.
1896 Zum ersten Male geht Ludw. Loewe & Co. entschlossen und systematisch zum Elektro-Gruppenantrieb ├╝ber unter Erzeugung der Elektrizit├Ąt in eigener Kraftzentrale und Weiterleitung durch Kabel an die Unterstationen in den einzelnen Hauptabteilungen.
1896 Es wird beschlossen, nur Gruppenantrieb, unterteilt zu 25 bis 50-PS-Motoren, einzurichten.
02.1896 Die Loewe-Gesellschaft erwirbt die Fabrique Nationale d'Armes de Guerre in Herstal.
01.06.1896 bis 31.07.1896 Bezug der neuen Fabrikr├Ąume der elektrotechnischen Abteilung in Martinickenfelde.
1897 Die "Typograph GmbH" zur Verwertung von Setzmaschinen-Patenten, die urspr├╝nglich eine Abteilung der Stammfirma bildete, wird selbst├Ąndig geleitet
1897-1902 Richard Michelet wird Aufsichtsratsmitglied.
1897-1900 R. Imelmann wird Aufsichtsratsmitglied.
1897 F├╝r die Herstellung schwerer Werkzeugmaschinen vereinigt sich die Loewe AG mit einer gr├Â├čeren Anzahl von Gesch├Ąftsfreunden, um unter Beteiligung einer der hervorragendsten amerikanischen Fabriken in Berlin eine Fabrik einzurichten. Die 1897/98 von Arnold Vogt errichtete Maschinenbauhalle in der Wiebestra├če ist ein dreischiffiger Bau aus Backstein mit gro├čfl├Ąchiger Verglasung.
1897-1902 Julius Pajeken wird ordentliches Vorstandsmitglied bei "L. Loewe".
1897-1903 Max von Duttenhofer wird Aufsichtsratsmitglied.
1897 Lieferung von 3 Dampfmaschinen durch G├Ârlitzer Maschinenbauanstalt
1897 Die Waffen-Fabrikation, zu der sich durch den Erwerb einiger Spezialfabriken inzwischen auch die Munitions-Herstellung gesellt hat, wird vollst├Ąndig von der inzwischen zur Aktiengesellschaft umgewandelten Stammfirma abgetrennt, indem die "Deutschen Waffen- und
Munitionsfabriken" als selbst├Ąndige Firma gegr├╝ndet werden.
06.1897 Das Unternehmen beteiligt sich an der Typograph GmbH.
01.06.1897 bis 31.07.1897 Die Gesch├Ąftsleitung stellt erfahrene amerikanische Ingenieure zur Leitung des Maschinenbaues, des Werkzeugbaues und des Material-Pr├╝flaboratoriums ein.
10.1897 Bezug des neu gebauten Geb├Ąudes f├╝r die Hauptverwaltung auf dem erworben Gr├╝ndst├╝ck Dorotheenstra├če 43/44.
1898 Bezug des neuerstellten Fabrikgeb├Ąudes in der Huttenstra├če
1898 Umzug in das neuerstellte Fabrikgeb├Ąude in der Huttenstra├če
1898-1916 Carl von K├╝hlewein wird Aufsichtsratsmitglied.
1898 Das Unternehmen entschlie├čt sich, die elektrotechnische Fabrik ab 01.01.1899 an die UEG (Union-Elektrizit├Ątsgesellschaft) abzutreten.
1898 Die gesamte Werkzeugmaschinen- und Werkzeugfabrikation wird von der Hollmannstra├če in die neu erbaute Fabrik in Martinickenfelde nach der Huttenstra├če verlegt.
1898 Die ├ťberf├╝hrung der gesamten Werkzeugmaschinen- und Werkzeugfabrikation wird von der Hollmannstra├če nach der Huttenstra├če durchgef├╝hrt.
1898 Verkauf der Union Elektrizit├Ątsgesellschaft.
1898 Verlegung der Stammfabrik aus der Hollmannstra├če in die Huttenstra├če.
1898 Das Unternehmen entschlie├čt sich, Werkzeugmaschinen mit Vorrichtungen herzustellen.
1898 Der Vorrichtungsbau unter amerikanischer Leitung in der Werkzeugmaschinenfabrik wird in die Wege geleitet.
1898 F├╝r Forschungsaufgaben im Bereich Ballistik, Sprengstoffe und Munition gr├╝ndet Isidor Lorenz zusammen mit Duttenhofer die "Centralstelle f├╝r wissenschaftlich-technische Untersuchungen GmbH" in Neubabelsberg.
27.04.1898 Gr├╝ndung der Firma "Deutsche Niles Werkzeugmaschinenfabrik AG".
1899-1911 Heinrich Schr├Âder wird Aufsichtsratsmitglied.
1899-1902 Max A. Philipp wird Aufsichtsratsmitglied.
1899-1902 Grundlage f├╝r die Terminarbeit ist das Maschinenterminbuch.
1899 Der erste Neubau der Gie├čerei bei der Firma Ludw. Loewe & Co. wird von O. Leyde beendet.
01.1900 Die Lehrlingsschule wird er├Âffnet.
1900 Der erste Versuch, eine regelrechte Maschinenabnahme zu organisieren.
1900-1902 Die Loeweschen Abnahmebedingungen werden 1900/02 geschaffen.
1900-1902 Das Unternehmen geht zum Grenzlehrsystem ├╝ber.
1901 Das erste deutsche Normenb├╝ro entsteht
1901-1916 Albert Blaschke wird Aufsichtsratsmitglied.
1901-1903 Siegmund Loewe wird Aufsichtsratsmitglied.
1901 Dr. Ing. E. h. Ernst Huhn ├╝bernimmt die Leitung der Maschinenfabrik I.
1901-1903 Alfred Lent wird Vorsitzender des Aufsichtsrats.
1901-1920 Eugen Gutmann wird stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats.
1902-1906 Bernhard Dernburg wird Aufsichtsratsmitglied.
1902-1906 Ludwig Born wird Aufsichtsratsmitglied.
1902 Es gelingt die Feinpassungen der runden Teile.
1902 Die Einf├╝hrung von Hausnormen und der Passungen beginnt.
1902 Eine eigene Rotgie├čerei wird eingerichtet.
01.11.1902 bis 31.12.1902 Ein kleines Versuchsfeld f├╝r Kraftuntersuchungen wird eingerichtet.
16.12.1902 Direktor Julius Pajeken stirbt.
1903 Die UEG geht eine Interessengemeinschaft mit der AEG ein.
1903 Dr. jur. Walther Waldschmidt tritt an die Stelle von Herrn Julius Pajeken in den Vorstand.
1903-1913 Alfred Lent wird Aufsichtsratsmitglied.
1903-1909 Heinrich Wiegand wird Aufsichtsratsmitglied.
01.01.1903 bis 31.03.1903 Loewe kauft das erste selbstschreibende Wattmeter, der Firma Siemens & Halske.
1903 Besuch der Fabrik von Ludwig Loewe durch Kaiser Wilhelm II. in Begleitung der Kaiserin, des Kronprinzen, des Prinzen Heinrich und dessen Gemahlin
1904 Die UEG fusioniert mit der AEG.
1904-1924 Walther Waldschmidt wird ordentliches Vorstandsmitglied.
1904-1906 Oskar Oliven wird ordentliches Vorstandsmitglied.
1904-1924 Joseph Hoeter wird Vorsitzender des Aufsichtsrats.
1904-1921 Walther Rathenau wird Aufsichtsratsmitglied.
1904-1906 Albert Vickers wird Aufsichtsratsmitglied.
01.01.1904 bis 31.03.1904 Auf Anregung der Werksleitung der Witkowitzer Eisenwerke in M├Ąhrisch-Ostrau wird das System der Einheitswelle durchgearbeitet.
1904 Es ist das letzte Jahr bei Ludw. Loewe & Co., indem man noch mit Durchschnittszuschl├Ągen auf die L├Âhne der Hauptbetriebe rechnet.
1904 Die Loewesche Lehrlingsschule wird als erste Werkschule in Deutschland voll anerkannt.
27.10.1904 Besichtigung der Werkst├Ątten durch den Verein Deutscher Maschineningenieure
1905 Das Patent f├╝r die Rice-Bohrmaschine wird erworben.
1905 Die Hauptmaschinenhalle wird nach Norden hin verl├Ąngert und dadurch die Leistungsf├Ąhigkeit der Montageabteilung den ├╝brigen Abteilungen angeglichen. - Sie wird 1994 abgerissen.
19.01.1905 Loewe ist an der Umgr├╝ndung der Firma "Carpenter & Schulze" in "Knorr Bremse GmbH" unter Justitiar Dr. Walter Waldschmidt beteiligt. Am 19. Januar wird der Vertrag zwischen Knorr und Loewe unterschrieben.
31.10.1905 bis 31.12.1905 Es erfolgt die Ermittlung der Unkostenzuschl├Ąge, nach Werkst├Ątten getrennt.
1906 Es wird mit der Herstellung von Pr├Ązisionsteilen aus Zinkdruckgu├č begonnen
1906 Errichtung der Normalienfabrik aufgrund des ersten deutschen Normenb├╝ros
1906 Der Druckgu├č wird entwickelt
1906 Das Patent f├╝r die Norton-Rundschleifmaschine wird erworben.
1906 Die deutschen, franz├Âsischen und belgischen Patente der Veeder Co. in Hartford, Conn. werden f├╝r ihre automatischen Gie├čmaschinen gekauft.
1906-1914 Julius Stern wird Aufsichtsratsmitglied.
1906 Es entsteht der Spezialmaschinenbau.
1906-1918 Die "Loewe-Normen" haben sich in den weitesten Kreisen dank der Zweckm├Ą├čigkeit ihrer Konstruktion und der G├╝te der Arbeit bei voller Austauschbarkeit Eingang verschafft.
1906 Da die Maschinen schnell laufen m├╝ssen, werden Kugellager eingef├╝hrt.
1906 Ludw. Loewe & Co. ist die erste Fabrik, die den Spritzgu├č nach dem Veederverfahren aufnimmt.
1907 An der Sickingenstra├če, also in n├Ąchster N├Ąhe der Gie├čerei wird ein neuer Bau f├╝r das chemische und pysikalische Laboratorium erstellt.
1907-1919 Maximilian von Klitzing wird Aufsichtsratsmitglied.
1907-1910 Oskar Oliven wird Aufsichtsratsmitglied.
1907/08 Errichtung eines Verwaltungsgeb├Ąudes in der Huttenstr. 17-20 durch Alfred Grenander als drei- bis viergeschossiger Ziegelbau. - Es wird sp├Ąter unter Denkmalschutz gestellt.
1909-1919 Herr Otto Stolzenberg wird erster hauptamtlicher Leiter der Lehrlingsschule von Ludw. Loewe & Co.
1910-1929 Oskar Oliven wird ordentliches Vorstandsmitglied.
28.08.1910 Herr Isidor Loewe stirbt in Berlin. An seine Stelle tritt sein Schwiegersohn, Oskar Oliven.
1911 Die Unterst├╝tzungskasse "Ludwig-Loewe-Stiftung" wird in "Ludwig und Isidor Loewe-Stiftung" umbenannt.
1911-1914 Ernst Schr├Âder wird Aufsichtsratsmitglied.
1911-1929 Max Kosegarten wird Aufsichtsratsmitglied.
1911-1929 Paul von Gontard wird Aufsichtsratsmitglied.
1912 Ein weiteres Grundst├╝ck an der Wiebestra├če gegen├╝ber der bisherigen Fabrik in Moabit wird gekauft.
1912-1929 Durchbildung des elektrischen Einzelantriebes f├╝r die Drehb├Ąnke.
1913-1917 Es wird ein Neubau in der Wiebe-Stra├če errichtet, in dem die Fabrikation der Fr├Ąs- und Bohrmaschinen untergebracht wird.
1913 Bei der Zug- und Leitspindeldrehbank hat die G├╝te des verwendeten Materials f├╝r die arbeitenden Teile wesentlich zugenommen.
01.02.1913 bis 31.03.1913 Die Pl├Ąne f├╝r den Neubau des Werkzeugmaschinenbaues in der Wiebestra├če werden ausgearbeitet.
1914 Es besteht ein starker Bedarf an Werkzeugmaschinen und Werkzeugen zur Herstellung von Kriegsmaterial.
1914 Der Auslansumsatz betr├Ągt nur 7 % des Gesamtumsatzes.
1914-1918 Die Zahl der gefallenen Mitarbeiter im 1. Weltkrieg betr├Ągt 104.
1914-1925 Hermann Fischer wird Aufsichtsratsmitglied.
1914-1924 Arthur Salomonsohn wird Aufsichtsratsmitglied.
1914-1916 Martin Schiff wird Aufsichtsratsmitglied.
1915 Die erzielten Leistungen ├╝bertreffen bei weitem das bisher Erreichte.
30.03.1915 Das Aktienkapital wird von 7,5 auf 10 Millionen Mark erh├Âht.
01.10.1915 bis 31.12.1915 Die Lieferungen f├╝r den Heeresbedarf lassen sehr nach.
1916 Es wird ├╝berhaupt kein unmittelbarer Heeresbedarf geliefert.
1917 Das Unternehmen wird wieder in gr├Â├čerem Umfang von der Heeresverwaltung zu direkten Lieferungen herangezogen.
1917-1929 Ernst Kritzler wird Aufsichtsratsmitglied.
1917-1924 Hjalmar Schacht wird Aufsichtsratsmitglied.
1917 Bei der Fabrikation von Handfeuerwaffen und auch der Geschosse wird nun mit Grenzlehren gearbeitet.
1917 Die innere Einrichtung der Neubauten in der Wiebestra├če als Spezialfabrik f├╝r einzelne Werkzeugmaschinentypen ist teilweise beendet. Die Fr├Ąs- und Bohrmaschinenfabrik wird von Alfred Grenander gebaut.
1918 In den Neubauten der Wiebestra├če wird der Betrieb aufgenommen.
1919-1929 Siegmund Bodenheimer wird Aufsichtsratsmitglied.
1920-1929 Herbert M. Gutmann wird stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats.
01.07.1921 bis 31.12.1921 Unter der Auswirkung der immer weiter fortschreitenden Geldentwertung setzt eine starke Nachfrage nach Werkzeugmaschinen ein, die zum gro├čen Teil aus den aufgef├╝llten Lagern befriedigt werden kann.
1922-1926 Ernst Huhn wird ordentliches Vorstandsmitglied.
1922-1928 Felix Deutsch wird Aufsichtsratsmitglied.
1922-1928 Willi Katlewski wird Betriebsratmitglied im Aufsichtsrat.
1922-1929 Wilhelm Schweingruber wird Betriebsratmitglied im Aufsichtsrat.
01.01.1923 bis 28.02.1923 Es tritt ein R├╝ckgang der Besch├Ąftigung in Verbindung mit dem v├Âlligen W├Ąhrungsverfall ein.
1923 Es m├╝ssen umfangreiche Betriebseinschr├Ąnkungen vorgenommen werden.
1923 Gro├če Schwierigkeiten gibt es bei der Entlohnung der Arbeiter, die zu zahlreichen langwierigen Lohnverhandlungen f├╝hren.
1923 Die letzte aufgestellte Papiermarkbilanz schlie├čt mit einem Gesamtbetrag von PMk. 1 170 259 088 481 375 645.-
1923-1929 Joh. P. Vielmetter wird Aufsichtsratsmitglied.
1923 Die Durchbildung der R├Ąderplatte hat durch die Erfindung der Fallschnecke mit Feinanschlag f├╝r das sogenannte Anschlagdrehverfahren eine sehr wichtige Verbesserung erfahren.
1924-1937 In den Jahren 1924 bis 1937 werden zwischen 21 % und 58 % der Gesamterzeugung exportiert.
1924-1929 Arthur Salomonsohn wird Vorsitzender des Aufsichtsrats.
1924-1929 Otto Jeidels wird Aufsichtsratsmitglied.
1924-1929 Moritz von der Porten wird Aufsichtsratsmitglied.
1924-1929 Richard Wolfes wird Aufsichtsratsmitglied.
10.1924 Justizrat Dr. Waldschmidt tritt mit einem Ingenieur der Firma eine dreimonatige Studienreise nach den Vereinigten Staaten an.
1924 Justizrat Dr. Walther Waldschmidt scheidet aus dem Vorstand aus.
1925-1928 Erich Loewe wird ordentliches Vorstandsmitglied.
1925-1929 Georg Solmssen wird Aufsichtsratsmitglied.
1925-1929 Walther Waldschmidt wird Aufsichtsratsmitglied.
02.05.1925 Justizrat Dr. Walther Waldschmidt wird von der Generalversammlung in den Aufsichtsrat gew├Ąhlt.
1926 F├╝r die w├Ąhrend der Kriegs- und Inflationsjahre gekauften Werkzeugmaschinen ist infolge der auftretenden allgemeinen wirtschaftlichen Depression keine Besch├Ąftigung vorhanden.
1926 Die Beteiligung an der Knorr-Bremse AG wird abgesto├čen.
1926-1929 Heinrich M├Âring wird ordentliches Vorstandsmitglied.
1926-1929 Adolf Dr├Âge wird Aufsichtsratsmitglied.
21.01.1926 Dr. Ing. E. h. Ernst Huhn stirbt.
1928 Der Rest des Besitzes an Aktien der Berliner-Karlsruher-Industriewerke, die aus den Deutschen Waffen- und Munitionsfabriken hervorgegangen ist, werden abgesto├čen.
1928-1929 Paul Vandamme wird Betriebsratmitglied im Aufsichtsrat.
1928 Die letzte Ausf├╝hrung einer Einscheibendrehbank zeigt endlich, da├č es gelungen ist, das Prinzip der Einhebelsteuerung sowohl f├╝r den Spindelkasten, als auch f├╝r den Vorschubkasten zur Durchf├╝hrung zu bringen.
1928 Umstellung der Gie├čerei durch Einbau eines Elektroofens, Einrichtung der Flie├čfertigung in der Kernmacherei und Putzerei.
1929 Verschmelzung der "Gesellschaft f├╝r elektrische Unternehmungen" mit der Werkzeugmaschinenfabrik
1929 Es werden 85 verschiedene Maschinen angeboten.
13.11.1929 Die Firma Ludw. Loewe & Co. AG wird im Handelsregister gel├Âscht. Die neue Firmenbezeichnung lautet "Gesellschaft f├╝r elektrische Unternehmungen - Ludw. Loewe & Co. Aktiengesellschaft".
Frühj. 1937 Bis zum Frühjahr müssen alle jüdischen Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder auf Druck der Nationalsozialisten ihre Ämter verlassen.
01.01.1940 bis 06.05.1945 Es werden allein 13 Fliegerangriffe gez├Ąhlt, die erhebliche Zerst├Ârungen hervorrufen
1942 Fusion der "Gesellschaft f├╝r elektrische Unternehmungen" mit der AEG
06.05.1945 bis 01.09.1945 Die ersten Nachkriegsmonate bringen die v├Âllige Zerst├Ârung der maschinellen Produktionskapazit├Ąt. Das bedeutet die Ausr├Ąumung von 3800 Werkzeugmaschinen sowie die Wegnahme von Rohmaterial ...
07.1945 Im Juli erfolgt die Wiederaufnahme des Gesch├Ąftsbetriebes
07.1945 Als ├ťbergangsfertigung werden zun├Ąchst Werkzeuge f├╝r die Bauindustrie und landwirtschaftliche Ger├Ąte hergestellt.
1946 Beginn der Herstellung der ersten Fr├Ąsmaschinen
1950 Der Exportanteil betr├Ągt 20 % der Fertigung
1966 Zwischen der AEG und der "Olympia Werke AG" und der "Ludwig Loewe & Co. KG" werden Beherrschungs- und Gewinnabf├╝hrungsvertr├Ąge geschlossen.
1966 ├ťbertragung der AEG-Anteile auf die "Deutsche Industrieanlagen GmbH" (DIAG)
1983 Ende des Unternehmens




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Bohrmaschinen 1873 Beginn (1. Katalog) 1950 [Tischert: St├Ątten dt Arbeit I, 75]  
Dampfkessel 1892 [Adressb. Elektr.-Branche (1892)] 1892 [Adressb. Elektr.-Branche (1892)]  
Dampfmaschinen 1892 [Adressb. Elektr.-Branche (1892)] 1896 Gewerbeausstellung Berlin  
Drehb├Ąnke 1873 Beginn (1. Katalog) 1950 [Tischert: St├Ątten dt Arbeit I, 75]  
Druckgu├čteile aus Alu, Zinn, Zink ... 1906 Beginn 1950 [Tischert: St├Ątten dt Arbeit I, 84]  
Fr├Ąsmaschinen 1873 Beginn (1. Katalog) 1950 [Tischert: St├Ątten dt Arbeit I, 75] Wiederaufnahme: 1946
Hobelmaschinen 1873 Beginn (1. Katalog) 1950 [Tischert: St├Ątten dt Arbeit I, 75]  
landwirtschaftliche Ger├Ąte 1945 Beginn nach Wiederaufnahme) 1945 bekannt  
N├Ąhmaschinen 1869 Beginn ab Gr├╝ndung 1873 Ende (Produktionsaufgabe)  
Nockenwellendrehb├Ąnke 1950 [Tischert: St├Ątten dt Arbeit I, 85] 1950 [Tischert: St├Ątten dt Arbeit I, 85] als einzige in Deutschland (1950)
Pr├Ązisions-Kugelgelenke 1950 [Tischert: St├Ątten dt Arbeit I, 84] 1950 [Tischert: St├Ątten dt Arbeit I, 84]  
Schleifmaschinen 1873 Beginn (1. Katalog) 1950 [Tischert: St├Ątten dt Arbeit I, 75]  
Schraubenmaschinen 1873 Beginn (1. Katalog) 1950 [Tischert: St├Ątten dt Arbeit I, 75]  
Sto├čmaschinen 1873 Beginn (1. Katalog) 1950 [Tischert: St├Ątten dt Arbeit I, 75]  
Werkzeuge f├╝r die Bauindustrie 1945 Beginn nach Wiederaufnahme) 1945 bekannt  
Werkzeugmaschinen 1873 Beginn (1. Katalog) 1950 [Tischert: St├Ątten dt Arbeit I, 75]  




Betriebene Dampfmaschinen

Bezeichnung Bauzeit Hersteller
Dampfmaschine vor 1917 Ascherslebener Maschinenbau Act.-Ges., vorm W. Schmidt & Co.
Dampfmaschine vor 1917 Ascherslebener Maschinenbau Act.-Ges., vorm W. Schmidt & Co.
Dampfmaschine vor 1917 Ascherslebener Maschinenbau Act.-Ges., vorm W. Schmidt & Co.
Dampfmaschine vor 1917 Ascherslebener Maschinenbau Act.-Ges., vorm W. Schmidt & Co.
Dampfmaschine vor 1917 Ascherslebener Maschinenbau Act.-Ges., vorm W. Schmidt & Co.
Dampfmaschine 1897 G├Ârlitzer Maschinenbauanstalt und Eisengie├čerei AG
Dampfmaschine 1897 G├Ârlitzer Maschinenbauanstalt und Eisengie├čerei AG
Dampfmaschine 1897 G├Ârlitzer Maschinenbauanstalt und Eisengie├čerei AG




Personal

Zeit gesamt Arbeiter Angest. Lehrl. Kommentar
1870 25        
1937 3100        
  200        
1950 750        




Firmen-Änderungen, Zusammenschüsse, Teilungen, Beteiligungen


Zeit = 1: Zeitpunkt unbekannt

Zeit Bezug Abfolge andere Firma Kommentar
1896 Anschlu├č (Namensverlust) danach Deutsche Waffen- und Munitions-Fabriken Aktiengesellschaft Loewe Waffenfabrik --> DWM [Masch-Ind Dt Reich (1939/40) 148]
1 Umbenennung danach Gesellschaft f├╝r Elektrische Unternehmungen A.-G., Loewe-Fabriken Loewe <--> Ges. f├╝r elektr. Unternehmungen




Allgemeines

ZEIT1911
THEMABeschreibung
TEXTUnter den Unternehmungen, die in der Entwicklung der deutschen Maschinen-Industrie zu ihrer heutigen H├Âhe eine f├╝hrende Rolle gespielt haben, nimmt die Ludw. Loewe & Co. Aktien-Gesellschaft eine bevorzugte Stellung ein. insofern als es ihr vorz├╝glich zuzuschreiben ist, da├č fr├╝hzeitig die Errungenschaften der rasch emporgebl├╝hten amerikanischen Werkzeugmaschinen-Industrie auch nach Deutschland verpflanzt wurden, und sie durch ihr Beispiel freie Bahn geschaffen hat f├╝r den ungeahnten Aulschwung, den der vordem wenig entwickelte
deutsche Werkzeug- und Werkzeugmaschinenbau in den letzten Jahrzehnten genommen hat. Die Erkenntnis, dass die von den Amerikanern durchgef├╝hrte Methode ausgedehnter Massenfabrikation unter austauschbarer Herstellung der einzelnen Teile bei dem feinen Mechanismus der N├Ąhmaschinenfabrikationseinrichtungen eine ausserordentliche Genauigkeit erforderte, wie sie zu jener Zeit in Deutschland nicht zu erhalten waren, zwang dazu, die f├╝r die erste Ausr├╝stung der Werkst├Ątten ben├Âtigten Werkzeugmaschinen und Werkzeuge aus Amerika zu bezichen. Der mit dem Fortschreiten der Fabrikation wachsende Bedarf an Werkzeugmaschinen f├╝hrte infolge der Unkosten und Zeitverluste, die durch den Bezug von Maschinen aus dem Ausl├Ąnde erwuchsen, indes bald dazu, Werkzeugmaschinen von der erforderlichen Genauigkeit selbst herzustellen. Seitdem bestanden nebeneinander zwei Abteilungen: Massenfabrikation und Werkzeugmaschinenbau. In der Massenfabrikation trat bald ein vollst├Ąndiger Umschwung ein, veranla├čt durch die Neubewaffnung der deutschen Armee nach dem Deutsch-Franz├Âsischen Kriege. Die Gesellschaft erhielt hierbei von der Regierung gr├Â├čere Auftr├Ąge f├╝r die Lieferung von Gewehrteilen und Artillerie-Munition, die die Fabrik 4 Jahre hindurch dermassen in Anspruch nahmen, da├č die N├Ąhmaschinen-Fabrikation nach und nach vollst├Ąndig verdr├Ąngt wurde. Der Abteilung Werkzeugmaschinenbau erwuchsen durch den
neuen Fabrikationszweig neue Aufgaben, zumal neben den Auftr├Ągen f├╝r die Lieferung von Gewehrteilen seitens der Beh├Ârden auch Bestellungen auf Maschinen zu deren Herstellung erfolgten. Die gl├Ąnzende L├Âsung dieser Aufgaben f├╝hrte der Firma nicht nur weitere Bestellungen auf dem Gebiete der Waffenfabrikation f├╝r In- und Ausland, sondern, trotz erworben und hier eine der Neuzeit entsprechend eingerichtete Waffenfabrik erbaut, die den gro├čen Lieferungsvertr├Ągen in jeder Weise gerecht werden konnte. Im Jahre 1897 wurde dann die Waffen-Fabrikation, zu der sich durch den Erwerb einiger Spezialfabriken inzwischen
auch die Munitions-Herstellung gesellt hatte, vollst├Ąndig von der inzwischen zur Aktiengesellschaft umgewandelten Stammfirma abgetrennt, indem die Deutschen Waffen- und
Munitionsfabriken als selbst├Ąndige Firma gegr├╝ndet wurden. Die st├Ąndig zunehmende Anwendung der Elektrizit├Ąt auf allen Gebieten der Industrie der durch die peinlich genaue Konstruktion der
Maschinen bedingten h├Âheren Preise gegen├╝ber Erzeugnissen des Wettbewerbes, nach und nach
auch gr├Â├čere Auftr├Ąge seitens der Privatindustrie auf Massenfabrikations-Einrichtungen
zu, so da├č infolge Raummangels in den Jahren 1885 und 1888 durch den Zukauf benachbarter Grundst├╝cke Erweiterungen des Werkes vorgenommen wurden. Zwei ganz besonders bedeutende Bestellungen, die eine, gemeinsam mit der Firma Mauser in Oberndorf a. N. ├╝bernommene, seitens der t├╝rkischen Regierung auf 550.000 Mausergewehre, die andere seitens der Preu├čischen Beh├Ârden auf 425.000 Gewehre Modell 88 f├╝hrten einerseits dazu, die Fabrik Mauser zu erwerben, andrerseits zwangen sie zu einer bedeutenden Erweiterung des eigenes Werkes. Es wurde daher ein gro├čes Gel├Ąnde an der Kaiserin-Augusta-Allee in Charlottenburg-Martinikenfelde hatte die Gesellschaft bereits im Jahre 1892 veranla├čt, eine Tochter-Unternehmung zur Herstellung elektrischer Maschinen und Apparate unter dem Namen "Union-Elektrizit├Ąts-Gesellschaft" ins Leben zu rufen, f├╝r die auf dem Grundst├╝ck in Martinikenfelde eine besondere Abteilung eingerichtet wurde, die sp├Ąterhin mit der Allgemeinen Elektrizit├Ąts-Gesellschaft in Fusion trat. Durch die Losl├Âsung der Waffenfabrik wurde das Stammhaus in den Stand gesetzt, sich ganz
und gar dem Werkzeugmaschinenbau zuzuwenden. Der Bedarf an Werkzeugmaschinen war in den 1890er Jahren durch den Aufschwung der deutschen Eisenindustrie ein sehr bedeutender geworden. Da jedoch der deutsche Werkzeugmaschinenbau hinsichtlich der G├╝te zu jener Zeit noch keineswegs auf seiner heutigen H├Âhe stand, war es dem durch seine systematische Spezialisierung auf eine hohe Stufe gelangten amerikanischen Wettbewerbe den deutschen Markt mit ihren m├Âglich, den deutschen Markt mit ihren zum gr├Â├čten Teil guten und dabei billigen Maschinen geradezu
zu ├╝berschwemmen. Die Gesellschaft verschlo├č sich der Einsicht nicht, da├č sie, wollte sie
diesem Wettbewerbe wirkungsvoll begegnen, ihre Fabrikation unter Anwendung der durch die Erfolge der Amerikaner gewonnenen Lehren neu organisieren m├╝sse. Man entschlo├č sich daher, auch f├╝r den Werkzeugmaschinenbau auf dem Martinikenfelder Gebiete eine neue Fabrik zu errichten.
Bevor man jedoch zum Bau schritt, wurden Reisen durch Deutschland und durch die Vereinigten Staaten unternommen, die wichtigsten in Frage kommenden Werke besichtigt und auf diese Weise eine F├╝lle von Beobachtungen gemacht, die der zu gr├╝ndenden Fabrik zugute kommen sollten. Das neue Werk wurde im Jahre 1898 fertiggestellt, und seine musterg├╝ltige Einrichtung charakterisiert wohl nichts besser als folgendes, einem Berichtdes "American Machinist" ├╝ber deutsche Fabriken entstammende bez├╝glich der Firma Ludw. Loewe & Co. Aktiengesellschaft ausgesprochene Wort: The best American tool shop is now in Germany.
QUELLE[Verkehrstechnische Woche 5 (1911) 489]


ZEIT1911
THEMAFabrikanlage
TEXTBei der Errichtung der Fabrik war der Gedanke ma├čgebend, die Gesamteinteilung bereits in der Anlage und in der Aufstellung der einzelnen Fabrik -Geb├Ąude zum Ausdruck zu bringen. Hieraus ergab sich die weitere Forderung, der einzelnen Geb├Ąude einander nach M├Âglichkeit Gange der Fabrikation anzupassen, um unn├Âtige Hin- und Herbef├Ârderung zu vermeiden. Das Rohmaterial gelangt von der im Norden vorbeif├╝hrenden Staatseisenbahn aus auf einem Normalspurgleis in die Fabrik und wird hier entsprechend seiner Bestimmung den einzelnen Abteilungen zugef├╝hrt. Ein Netz von Schmalspurgleisen stellt die Verbindung zwischen den Erdgeschossen der einzelnen Geb├Ąude her, w├Ąhrend die Bef├Ârderung von Gescho├č zu Gescho├č in diesen selbst durch Fahrst├╝hle erfolgt, an die sich wiederum Schmalspurgleise anschlie├čen, die die einzelnen Werkst├Ątten
jedes Stockwerkes untereinander verbinden. Au├čerdem sind in den gr├Â├čeren R├Ąumen Krane, zumeist elektrisch betriebene Laufkrane, vorgesehen. Typisch hierf├╝r ist die gro├če Halle im Maschinenbau-Geb├Ąude, in der 3 Laufkrane die Bef├Ârderung vermitteln. Die von Keller zu Keller der einzelnen Geb├Ąude f├╝hrenden Tunnels sowie ├ťbergangsbr├╝cken vervollst├Ąndigen die Bef├Ârderungseinrichtungen. Der Weg der Fabrikation f├╝hrt die Maschinen, je weiter sie der Vollendung entgegengehen, allm├Ąhlich nach dem s├╝dlichen Teil des Grundst├╝ckes, wo sie schlie├člich nach Fertigstellung entweder in den Lagerr├Ąumen Aufnahme finden oder gewogen, verpackt und unmittelbar in die Eisenbahnwagen verladen. Der Haupteingang der Fabrik befindet sich in der Huttenstra├če an der s├╝d├Âstlichen Ecke des Grundst├╝ckes. Hier liegt das neuerbaute
Lagergeb├Ąude, an das sich im weiteren Verlauf der Huttenstra├če das gleichfalls neue
Verwaltungsgeb├Ąude anschlie├čt. Beim Eintritt in die Fabrik f├Ąllt vor allem die peinliche Sauberkeit der H├Âfe auf, die infolge der ├╝berall, wo es der Platz erlaubte, angelegten Rasenfl├Ąchen einer gewissen Freundlichkeit nicht entbehren. Beachtenswert sind ferner die grossen Fensterfl├Ąchen, die eine F├╝lle von Licht in die Geb├Ąude hineintreten lassen, zumal zu diesem Zweck den H├Âfen oft eine einspringende Form gegeben wurde, bzw. besondere Lichth├Âfe angelegt wurden. Bei der Einrichtung der Werkst├Ątten waren nicht nur rein praktische Erw├Ągungen ma├čgebend, sondern auch das Bestreben, dem Arbeiter den Aufenthalt in der Werkstatt so angenehm wie tunlichst m├Âglich zu machen und gesundheitssch├Ądliche Einfl├╝sse von ihm fernzuhalten. Die Fu├čb├Âden bestehen aus 65 mm starken einbetonierten kiefernen Lagern, einer hierauf ruhenden gleichfalls aus Kiefernholz bestehenden, gespundeten Bohlenschicht von 50 mm Dicke, sowie einem 20 mm starken Belag von gehobelten und gespundeten St├Ąben aus hartem amerikanischen Ahornholz, die ein durchweg ebenes und festes Fundament selbst f├╝r gr├Â├čere Maschinen abgeben. Die Deckenkonstruktion mit freiliegenden eisernen Unterz├╝gen erm├Âglicht eine bequeme Befestigung der Wellenleitungen und Deckenvorgelege durch Festklemmen, so da├č ein Anbohren der Tr├Ąger oder der Decke selbst vermieden wird. Dies hat neben der Sauberkeit den Vorzug der leichten Verlegung der Wellenleitungen. Hierbei sei erw├Ąhnt, da├č die Decken der B├╝ror├Ąume denen der Werkst├Ątten gleichen, so dass n├Âtigenfalls ohne weiteres B├╝ros in Werkst├Ątten umgewandelt
werden k├Ânnen und umgekehrt Werkst├Ątten in B├╝ros, ein System, das sich schon oft bew├Ąhrt hat. F├╝r gute Beleuchtung sorgen einerseits die bereits erw├Ąhnten gro├čen Fl├Ąchen der aus Rohglas bestehenden Fenster, andrerseits zahlreiche elektrische Lampen, teils Bogenlampen, teils Gl├╝hbirnen, welch letztere insbesondere ├╝ber jeder einzelnen Maschine angebracht sind. Heizungs- und E├╝ftungs-Anlagen sind in den Kellerr├Ąumen eines jeden Geb├Ąudes angeordnet. Dort sind starke, durch Elektromotore angetriebene Ventilatoren aufgestellt, die die frische Euft aus dem Ereien durch Koksfilter ansaugen. Diese wird alsdann durch ein bei kalter Witterung mit Dampf geheiztes R├Âhrensystem geleitet und in die verschiedenen Abteilungen hineingedr├╝ckt, in denen sie infolge des erzeugten ├ťberdruckes die vorhandene, verbrauchte Luft verdr├Ąngt. Bei warmer Temperatur dient die durch den Ventilator den einzelnen R├Ąumen zugef├╝hrte, ungeheizte
Luft lediglich zur Lufterneuerung in der Weise, dass st├╝ndlich ein 2 ÔÇö 4maliger Luftwechsel in den Werkst├Ątten bewirkt werden kann. Der Antrieb der Maschinen erfolgt gruppenweise durch Elektromotoren von 10 - 25 PS, von denen je ein k├╝rzerer, f├╝r eine beschr├Ąnkte Zahl von Maschinen dienender Wellenleitungs-Strang angetrieben wird. Dieses System ist sehr ├╝bersichtlich und gew├Ąhrt eine gewisse Beweglichkeit bei Verlegung oder Antrieb der Maschinen und f├╝r die Beleuchtung erforderliche elektrische Energie wird von dem Kraftwerk geliefert, in dem 4 stehende und 1 liegende Dampfmaschine, sowie eine Dampfturbine aufgestellt sind, deren Gesamtleistung rd. 3300 PS betr├Ągt. Bei der Organisation der Werkst├Ątten ist der Grundsatz einer weitgehenden Dezentralisation bei einheitlicher Leitung befolgt. Demzufolge ist jede einzelne Werkstatt einem besonderen Meister unterstellt, dessen Pult ohne trennenden Verschlag so angeordnet ist, da├č er stets die sehen kann ganz darauf gerichtet sein Arbeitsl├Âhnen die beste Arbeit zu liefern; deshalb arbeit nach M├Âglichkeit gegebenen Schreiber abgenommen. Die Kontrolle der Arbeitszeit erfolgt durch Kontrolluhren, die an den Eing├Ąngen der einzelnen Abteilungen aufgestellt sind und um so besser die wirkliche Arbeitszeit angeben, als infolge der von den Werkst├Ątten getrennten Anordnung der Wasch- und Ankleider├Ąume jeder Arbeiter seine Werkstatt in Arbeitskleidung betritt und auch verl├Ą├čt. Die Wasch- und Ankleider├Ąume liegen im Keller eines jeden Geb├Ąudes. Dort befinden sich die mit Nummern versehenen Waschpl├Ątze f├╝r die in dem betreffenden Geb├Ąude besch├Ąftigten Arbeiter. Kaltes und warmes flie├čendes Wasser steht nach Belieben zur Verf├╝gung. Numerierte Garderobenschr├Ąnke sind gleichfalls f├╝r jeden vorhanden. Diese bestehen zumeist aus Drahtgeflecht, eine Einrichtung, die bezweckt, da├č die darin aufzuhebenden Arbeitskleider w├Ąhrend der Nacht im Keller ausd├╝nsten k├Ânnen. F├╝r die in der Schmiede und in der Gie├čerei Besch├Ąftigten sind Zellen f├╝r Brauseb├Ąder eingerichtet. Die Reinigung und Desinfizierung dieser R├Ąume und Schr├Ąnke erfolgt durch eigens daf├╝r angestellte
W├Ąrter.
QUELLE[Verkehrstechnische Woche 5 (1911) 491]


ZEIT1911
THEMAWohlfahrt und Lehrlingsschule
TEXTDie Ausbildung der Lehrlinge zu t├╝chtigen Arbeitern l├Ąsst sich die Firma besonders uur Verminderung des Alkoholgenusses w├Ąhrend der Arbeitszeit wird leicht gezuckerter Tee in 1/2-Literflaschen gegen 3 Pfennig Wertmarken verabreicht, dessen Herstellung in der allein diesem Zwecke dienenden Teek├╝che erfolgt. Der durchschnittliche Tagesverbrauch betr├Ągt rd. 2500 Flaschen. Zur Zubereitung des Tees dienen geeignete Einrichtungen, zum Sp├╝len und F├╝llen der Flaschen automatische Maschinen. Au├čerdem steht in allen Werkst├Ątten den Arbeitern k├╝hles Trinkwasser in doppelwandigen Gef├Ą├čen zur Verf├╝gung. Eine eigene Betriebs-Krankenkasse ist innerhalb der Werke eingerichtet, Der Kassenarzt erscheint t├Ąglich zweimal zu bestimmten Stunden in der Fabrik und kann dort von jedem Arbeiter ohne weiteres befragt werden, was f├╝r die Leute eine grosse Zeitersparnis bedeutet. Ein w├Ąhrend des ganzen Tages anwesender Heilgehilfe besorgt Verb├Ąnde. Massage und sonstige Behandlung, die der Arzt angeordnet hat, oder f├╝hrt selbst├Ąndig die Reinigung und den Verband kleinerer Verletzungen aus, wie sie im gro├čen Betriebe fast t├Ąglich vorkommen. Die Ausbildung der Lehrlinge zu t├╝chtigen Arbeitern l├Ąsst sich die Firma besonders angelegen sein. Es werden 6 Gruppen von Lehrlingen angenommen:
1. Maschinenbauer-Lehrlinge,
2. Maschinenschlosser-Lehrlinge,
3. Dreher-Lehrlinge,
4. Hobler- und Fr├Ąser-Lehrlinge.
5. Modelltischler-Lehrlinge,
6. Former-Lehrlinge.
Neben der praktischen Unterweisung der Lehrlinge in den einzelnen Werkst├Ątten und in
einer besonders f├╝r diesen Zweck eingerichteten Lehrlingswerkstatt erhalten die Lehrlinge allw├Âchentlich einen vollen Tag theoretischen Unterricht, der sich auf folgende F├Ącher erstreckt: Deutsch, Werkstattskunde. Rohstoffkunde, Werkzeug- und Maschinenkunde, B├╝rgerkunde, gewerbliches Rechnen und einfache gewerbliche Buchf├╝hrung. Algebra, Geometrie und Zeichnen. Die Schule wird von einem eigens daf├╝r angestellten Ingenieur geleitet, der in seiner Lehrt├Ątigkeit von einigen Ingenieuren und Fachlehrern unterst├╝tzt wird. Infolge seiner musterg├╝ltigen Einrichtungen ist das Werk im Laufe der Jahre Gegenstand zahlreicher Besichtigungen gewesen. Den bemerkenswertesten Besuch empfing die Fabrik im Jahre 1903, in dem Se. Majest├Ąt Kaiser
Wilhelm II in Begleitung der Kaiserin, des Kronprinzen, des Prinzen Heinrich und dessen Gemahlin das Werk eingehend besichtigte.
QUELLE[Verkehrstechnische Woche 5 (1911) 496]