Ludwig Loewe & Co. AG

Allgemeines

FirmennameLudwig Loewe & Co. AG
OrtssitzBerlin
OrtsteilNW 87
StraßeHuttenstr. 17/20
Postleitzahl10553
Art des UnternehmensMaschinenfabrik
Anmerkungen1892: Besitzer: Kommandit-Gesellschaft auf Aktien; in Berlin SW., Hollmannstr. 32; persönlich haftender Gesellschafter: J. Löwe. 1896: Waffenfabrik an DWM (s.d.). 1939 s. auch: "Gesellschaft für elektrische Unternehmungen A.-G., Loewe-Fabriken" und um 1943: "Loewe Werkzeugmaschinen Aktiengesellschaft" (auch Huttenstraße).
Quellenangaben[Tischert: Stätten dt Arbeit I, 74] [Masch-Ind Dt Reich (1939/40) 155] [Görlitzer Maschinenbauanstalt: Ventildampfmaschinen (um 1920)] [Adressbuch Elektr.-Branche (1892) 127]




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
27.11.1837 Ludwig Loewe wird in Heiligenstadt im Eichsfeld geboren.
12.1869 Die "Ludw. Loewe & Co. Commandit-Gesellschaft auf Actien für Fabrikation von Nähmaschinen" wird im Dezember im Südwesten Berlins gegründet.
1870-1875 Jakob Ball wird stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats.
1870-1886 Gustav Schöpplenberg wird Vorsitzender des Aufsichtsrats.
1870-1885 Louis Gradenwitz wird Aufsichtsratsmitglied.
1870-1888 Paul Gravenstein wird Aufsichtsratsmitglied.
1870-1873 Siegfried Hammerfeld wird Aufsichtsratsmitglied.
03.01.1870 Im Senior`schen Hotel, Markgrafenstraße 51, wird die erste Generalversammlung abgehalten.
04.01.1870 Der erste Aufsichtsrat tagt unter dem Vorsitz von Gustav Schöpplenberg.
08.01.1870 Die Firma "Ludw. Loewe & Co., KG auf Aktien für Fabrikation von Nähmaschinen" wird in das Gesellschaftsregister des Stadtgerichts Berlin eingetragen.
1871 Ludwig Loewe ist bemüht, die erste Reihe seiner Maschinen so rechtzeitig fertigzustellen, daß sie zum Weihnachtsfest verkauft werden können.
20.11.1871 Auf Wunsch Ludwig Loewes findet eine außerordentliche Generalversammlung statt.
02.05.1872 Ludwig Loewe berichtet seinen Kommanditisten, über einen mit der Inspektion der kgl. preußischen Gewehrfabriken abzuschließenden Vertrag auf Lieferung von Gewehrteilen.
1873 Ludw. Loewe beginnt auf Grund der Erfahrungen, in seinem Betrieb, Werkzeugmaschinen für sich zu bauen.
1873-1876 Johannes Nickol wird Aufsichtsratsmitglied.
1873 Aufgabe der Nähmaschinenproduktion
1873 Der erste ausführliche Katalog über Werkzeugmaschinen erscheint
1873 Es erscheint ein recht ausführlicher Katalog über Werkzeugmaschinen, der als Hauptgruppen Drehbänke, Schraubenmaschinen, Fräsmaschinen, Schleifmaschinen, Bohrmaschinen, Stoßmaschinen, Hobelmaschinen und Exzenterpressen enthält.
1873 Der Betrieb zählt 909 Mitarbeiter.
1874 Produktion und Lieferung von Gewehrteilen für das Infanteriegewehr, Jägerbüchse Modell 1871, Visiere und Auszieher.
01.11.1874 bis 31.12.1874 Fabrikation von Zündern für Artilleriemunition wird aufgenommen.
1875-1882 L. M. Bamberger wird Aufsichtsratsmitglied bei L. Loewe, Berlin
1875 In einer neuerrichteten Abteilung wird der Bau von Röhrendampfkesseln aufgenommen.
1875 Im Verkaufsprogramm erscheinen Dampfkessel.
01.09.1875 Ludwig Loewe nimmt seinen Bruder Isidor Loewe als Leiter der kaufmännischen Abteilung in der Firma auf.
01.11.1875 Die Herstellung von Waffen- und Munitionsteilen nimmt einen derartigen Umfanf an, daß neun Monate lang volle Nachtschicht gearbeitet wird.
1876-1885 Alexander Wolff wird stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats.
08.03.1876 Die Generalversammlung beschließt, den Zusatz "für Fabrikation von Nähmaschinen" im Firmentitel zu streichen.
1877 Im Geschäftsbericht wird die Herstellung von Nähmaschinen zum letzten Mal erwähnt.
03.1878 Der Betrieb wird wieder in allen Abteilungen aufgenommen.
12.08.1878 Der Aufsichtsrat ernennt Isidor Loewe zum zweiten persönlich haftenden Gesellschafter.
1879 Der Nähmaschinenbau wird aus wirtschaftlichen Gründen zugunsten der Werkzeugmaschinen, Dampfkessel und Dampfmaschinen völlig fallen gelassen.
1880 Der Werkzeugmaschinen- und Werkzeugbau bekommt aus dem Betrieb der Waffenfabrikation wertvolle Anregungen, so daß man dazu übergeht, nicht nur einzelne Werkzeugmaschinen herzustellen, sondern nach dem Vorbild der Waffenfabrikation auch für andere Massenfabrikationen vollständige maschinelle Einrichtungen zu liefern.
1880 Der Bau von Dampfkesseln wird erneut aufgenommen.
1881-1892 Julius von Born wird Aufsichtsratsmitglied.
1882-1888 Sigismund Born wird Aufsichtsratsmitglied.
1882 Die Herstellung von Werkzeugmaschinen wird bis an die Grenze der Leistungsfähigkeit im Tag- und Nachtbetrieb gesteigert.
1882 Das anstoßende Grundstück, Alte Jakobstraße 173, ein unbebautes Gartenterrain von 794qm wird erworben.
1882 Im Verkaufsprogramm erscheinen Dampfmaschinen und Transmissionsteile.
1883 Der Ablauf eines mehrjährigen Kontraktes mit der russischen Regierung, für die Armee Revolver System Smith und Wesson hergestellt worden sind, führt zu einer Verminderung des Auftragsbestands.
01.01.1883 bis 30.06.1883 Der Betrieb der großen Maschinenhalle wird auf dem Grundstück, Alte Jakobstraße aufgenommen.
1885 Das Nachbargrundstück, Hollmannstraße 35 wird erworben.
1886-1896 Louis Gradenwitz wird stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats.
1886-1888 Alexander Wolff wird Vorsitzender des Aufsichtsrats.
1886 Für die Arbeiter und Angestellte wird zum Andenken an den Begründer der Firma die Ludwig-Loewe-Stützung geschaffen
01.07.1886 Der Betrieb in dem neuen Fabrikgebäude, Hollmannstraße 35 wird aufgenommen.
11.09.1886 Der Gründer Herr Ludwig Loewe stirbt.
03.11.1886 Oberingenieur Eduard Barthelmes wird ebenfalls als zweiter persönlich haftender Gesellschafter in die Leitung des Unternehmens berufen.
1887 Der erste Revolverautomat besitzt eine sehr einfache und übersichtliche Konstruktion.
16.04.1887 Die Gesellschafterversammlung beschließt, das Andenken Ludwig Loewes durch Gründung einer "Ludwig-Loewe-Stiftung" zu ehren, der Erträgnisse zur Unterstützung alter nicht mehr tätiger Arbeiter und Angestellten dienen soll.
1888-1901 Sigismund Born wird Vorsitzender des Aufsichtsrats.
1888-1912 Hermann Richter wird Aufsichtsratsmitglied.
1888-1904 Gustav Röhll wird Aufsichtsratsmitglied.
1888 Es wird eine Verbindung mit den beiden hervorragendsten Pulverfabriken Deuschlands, der Pulverfabrik Rottweil-Hamburg und den Vereinigten Rheinischen Pulverfabriken in Köln, eingegangen, um gemeinsam eine Patronenfabrik zu gründen.
19.09.1888 Der zweite persönlich haftende Gesellschafter, Herr Oberingenieur Barthelmes stirbt.
01.10.1888 Der Werkzeugmaschinenbau von "L. Loewe" wird dem Oberingenieur Julius Pajeken unterstellt.
1889 Die Waffenfabrikation wird Oberstleutnant Kühn unterstellt.
1889 Der Werkzeugbau wird Obermeister Watteyne unterstellt.
1890 In den Betrieben von Ludwig Loewe & Co., sind etwa 5 000 Arbeiter beschäftigt.
1891 Es wird sich wieder in erhötem Maße der Privatindustrie zugewendet.
12.1891 Isidor Loewe glaubt, daß der Zeitpunkr gekommen ist, die Tätigkeit auch auf elektrische Erzeugnisse auszudehnen, und beteiligt sich an der Gründung der Elektrizitätsgesellschaft in Hamburg.
1892 Gründung der UEG von der amerikanischen "Thomson-Houston International Electric Co.", Boston, unter Beteiligung der "Ludwig Loewe & Co." und der deutschen "Thyssen & Co.". So verschafft sich "Thomson-Houston" (schon im selben Jahr Teil der "General Electric Co." (GE))- schärfster Konkurrent der AEG auf dem Gebiet der Bahntechnik - Zugang zum deutschen Markt.
1893-1910 Isidor Loewe wird ordentliches Vorstandsmitglied.
1893-1897 Theodor Köhn wird ordentliches Vorstandsmitglied.
1893-1896 Alfred Lent wird Aufsichtsratsmitglied.
1893-1910 Gustav Hartmann wird Aufsichtsratsmitglied.
1893-1895 Kieschke wird Aufsichtsratsmitglied.
1893-1923 Hugo von Noot wird Aufsichtsratsmitglied.
08.04.1893 Auf der Generalversammlung legt Isidor Loewe zugleich im Namen des Aufsichtsrates einen Antrag vor, die KG auf Aktien in der schon in den Gründungsstatuten vorgesehenen Weise in eine AG umzuwandeln.
15.06.1893 Die Umwandlung in eine AG wird ins Handelsregister eingetragen.
1894 Gründung der "Gesellschaft für elektrische Unternehmungen" (kurz: "Gesfürel")
1894 Es entsteht unter Mitwirkung der Disconto-Gesellschaft, der Dresdner Bank, der Bank für Handel, Industrie und Gewerbe, den Bankhäusern Bleichröder und Born & Busse die Firma "Gesellschaft für elektrische Unternehmungen" - kurz "gesfürel" genannt.
1894 Die Leitspindeldrehbank stellt einen großen Fortschritt dar.
12.1894 Beginn der Fabrikation eines neuen Gewehr, Mauser Modell 93.
1895-1897 Alexis Riese wird ordentliches Vorstandsmitglied.
06.04.1895 Von der Moabiter Terraingesellschaft wird das größere der Fabrik in Martinickenfelde benachbarte Grundstück gekauft.
1896-1925 Eduard Arnhold wird Aufsichtsratsmitglied.
1896-1899 Wilhelm Laue wird ordentliches Vorstandsmitglied.
1896-1901 Alfred Lent wird stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats.
1896 Abstoßung der Waffenfabriken in eine besondere Gesellschaft (Deutsche Waffen- und Munitionsfabriken).
1896 Das VDI-System wird bei Loewe eingeführt.
1896 Zum ersten Male geht Ludw. Loewe & Co. entschlossen und systematisch zum Elektro-Gruppenantrieb über unter Erzeugung der Elektrizität in eigener Kraftzentrale und Weiterleitung durch Kabel an die Unterstationen in den einzelnen Hauptabteilungen.
1896 Es wird beschlossen, nur Gruppenantrieb, unterteilt zu 25 bis 50-PS-Motoren, einzurichten.
02.1896 Die Loewe-Gesellschaft erwirbt die Fabrique Nationale d'Armes de Guerre in Herstal.
01.06.1896 bis 31.07.1896 Bezug der neuen Fabrikräume der elektrotechnischen Abteilung in Martinickenfelde.
1897-1902 Richard Michelet wird Aufsichtsratsmitglied.
1897-1900 R. Imelmann wird Aufsichtsratsmitglied.
1897-1903 Max von Duttenhofer wird Aufsichtsratsmitglied.
1897-1902 Julius Pajeken wird ordentliches Vorstandsmitglied bei "L. Loewe".
1897 Die "Typograph GmbH" zur Verwertung von Setzmaschinen-Patenten, die ursprünglich eine Abteilung der Stammfirma bildete, wird selbständig geleitet
1897 Für die Herstellung schwerer Werkzeugmaschinen hat sich die Loewe AG mit einer größeren Anzahl von Geschäftsfreunden vereinigt, um unter Beteiligung einer der hervorragendsten amerikanischen Fabriken in Berlin eine Fabrik einzurichten.
1897 Lieferung von 3 Dampfmaschinen durch Görlitzer Maschinenbauanstalt
06.1897 Das Unternehmen beteiligt sich an der Typograph GmbH.
01.06.1897 bis 31.07.1897 Die Geschäftsleitung stellt erfahrene amerikanische Ingenieure zur Leitung des Maschinenbaues, des Werkzeugbaues und des Material-Prüflaboratoriums ein.
10.1897 Bezug des neu gebauten Gebäudes für die Hauptverwaltung auf dem erworben Gründstück Dorotheenstraße 43/44.
1898-1916 Carl von Kühlewein wird Aufsichtsratsmitglied.
1898 Bezug des neuerstellten Fabrikgebäudes in der Huttenstraße
1898 Umzug in das neuerstellte Fabrikgebäude in der Huttenstraße
1898 Das Unternehmen entschließt sich, die elektrotechnische Fabrik ab 01.01.1899 an die UEG (Union-Elektrizitätsgesellschaft) abzutreten.
1898 Die gesamte Werkzeugmaschinen- und Werkzeugfabrikation wird von der Hollmannstraße in die neu erbaute Fabrik in Martinickenfelde nach der Huttenstraße verlegt.
1898 Die Überführung der gesamten Werkzeugmaschinen- und Werkzeugfabrikation wird von der Hollmannstraße nach der Huttenstraße durchgeführt.
1898 Verkauf der Union Elektrizitätsgesellschaft.
1898 Verlegung der Stammfabrik aus der Hollmannstraße in die Huttenstraße.
1898 Das Unternehmen entschließt sich, Werkzeugmaschinen mit Vorrichtungen herzustellen.
1898 Der Vorrichtungsbau unter amerikanischer Leitung in der Werkzeugmaschinenfabrik wird in die Wege geleitet.
27.04.1898 Gründung der Firma "Deutsche Niles Werkzeugmaschinenfabrik AG".
1899-1911 Heinrich Schröder wird Aufsichtsratsmitglied.
1899-1902 Max A. Philipp wird Aufsichtsratsmitglied.
1899 Der erste Neubau der Gießerei bei der Firma Ludw. Loewe & Co. wird von O. Leyde beendet.
1899-1902 Grundlage für die Terminarbeit ist das Maschinenterminbuch.
01.1900 Die Lehrlingsschule wird eröffnet.
1900 Der erste Versuch, eine regelrechte Maschinenabnahme zu organisieren.
1900-1902 Die Loeweschen Abnahmebedingungen werden 1900/02 geschaffen.
1900-1902 Das Unternehmen geht zum Grenzlehrsystem über.
1901-1916 Albert Blaschke wird Aufsichtsratsmitglied.
1901-1903 Siegmund Loewe wird Aufsichtsratsmitglied.
1901 Dr. Ing. E. h. Ernst Huhn übernimmt die Leitung der Maschinenfabrik I.
1901-1903 Alfred Lent wird Vorsitzender des Aufsichtsrats.
1901-1920 Eugen Gutmann wird stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats.
1901 Das erste deutsche Normenbüro entsteht
1902-1906 Bernhard Dernburg wird Aufsichtsratsmitglied.
1902-1906 Ludwig Born wird Aufsichtsratsmitglied.
1902 Es gelingt die Feinpassungen der runden Teile.
1902 Die Einführung von Hausnormen und der Passungen beginnt.
1902 Eine eigene Rotgießerei wird eingerichtet.
01.11.1902 bis 31.12.1902 Ein kleines Versuchsfeld für Kraftuntersuchungen wird eingerichtet.
16.12.1902 Direktor Julius Pajeken stirbt.
1903 Dr. jur. Walther Waldschmidt tritt an die Stelle von Herrn Julius Pajeken in den Vorstand.
1903-1913 Alfred Lent wird Aufsichtsratsmitglied.
1903-1909 Heinrich Wiegand wird Aufsichtsratsmitglied.
1903 Die UEG geht eine Interessengemeinschaft mit der AEG ein.
01.01.1903 bis 31.03.1903 Loewe kauft das erste selbstschreibende Wattmeter, der Firma Siemens & Halske.
1904-1924 Walther Waldschmidt wird ordentliches Vorstandsmitglied.
1904-1906 Oskar Oliven wird ordentliches Vorstandsmitglied.
1904-1924 Joseph Hoeter wird Vorsitzender des Aufsichtsrats.
1904-1921 Walther Rathenau wird Aufsichtsratsmitglied.
1904-1906 Albert Vickers wird Aufsichtsratsmitglied.
1904 Die UEG fusioniert mit der AEG.
01.01.1904 bis 31.03.1904 Auf Anregung der Werksleitung der Witkowitzer Eisenwerke in Mährisch-Ostrau wird das System der Einheitswelle durchgearbeitet.
1904 Es ist das letzte Jahr bei Ludw. Loewe & Co., indem man noch mit Durchschnittszuschlägen auf die Löhne der Hauptbetriebe rechnet.
1904 Die Loewesche Lehrlingsschule wird als erste Werkschule in Deutschland voll anerkannt.
1905 Das Patent für die Rice-Bohrmaschine wird erworben.
1905 Die Hauptmaschinenhalle wird vergrößert und dadurch die Leistungsfähigkeit der Montageabteilung den übrigen Abteilungen angeglichen.
19.01.1905 Loewe ist an der Umgründung der Firma "Carpenter & Schulze" in "Knorr Bremse GmbH" unter Justitiar Dr. Walter Waldschmidt beteiligt. Am 19. Januar wird der Vertrag zwischen Knorr und Loewe unterschrieben.
31.10.1905 bis 31.12.1905 Es erfolgt die Ermittlung der Unkostenzuschläge, nach Werkstätten getrennt.
1906-1914 Julius Stern wird Aufsichtsratsmitglied.
1906 Es wird mit der Herstellung von Präzisionsteilen aus Zinkdruckguß begonnen
1906 Errichtung der Normalienfabrik aufgrund des ersten deutschen Normenbüros
1906 Der Druckguß wird entwickelt
1906 Das Patent für die Norton-Rundschleifmaschine wird erworben.
1906 Die deutschen, französischen und belgischen Patente der Veeder Co. in Hartford, Conn. werden für ihre automatischen Gießmaschinen gekauft.
1906 Es entsteht der Spezialmaschinenbau.
1906-1918 Die "Loewe-Normen" haben sich in den weitesten Kreisen dank der Zweckmäßigkeit ihrer Konstruktion und der Güte der Arbeit bei voller Austauschbarkeit Eingang verschafft.
1906 Da die Maschinen schnell laufen müssen, werden Kugellager eingeführt.
1906 Ludw. Loewe & Co. ist die erste Fabrik, die den Spritzguß nach dem Veederverfahren aufnimmt.
1907-1919 Maximilian von Klitzing wird Aufsichtsratsmitglied.
1907-1910 Oskar Oliven wird Aufsichtsratsmitglied.
1907 An der Sickingenstraße, also in nächster Nähe der Gießerei wird ein neuer Bau für das chemische und pysikalische Laboratorium erstellt.
1909-1919 Herr Otto Stolzenberg wird erster hauptamtlicher Leiter der Lehrlingsschule von Ludw. Loewe & Co.
1910-1929 Oskar Oliven wird ordentliches Vorstandsmitglied.
28.08.1910 Herr Isidor Loewe stirbt. An seine Stelle tritt sein Schwiegersohn, Oskar Oliven.
1911 Herr Isidor Loewe stirbt.
1911-1914 Ernst Schröder wird Aufsichtsratsmitglied.
1911-1929 Max Kosegarten wird Aufsichtsratsmitglied.
1911-1929 Paul von Gontard wird Aufsichtsratsmitglied.
1911 Die Unterstützungskasse "Ludwig-Loewe-Stiftung" wird in "Ludwig und Isidor Loewe-Stiftung" umbenannt.
1912 Ein weiteres Grundstück an der Wiebestraße gegenüber der bisherigen Fabrik in Moabit wird gekauft.
1912-1929 Durchbildung des elektrischen Einzelantriebes für die Drehbänke.
1913-1917 Es wird ein Neubau in der Wiebe-Straße errichtet, in dem die Fabrikation der Fräs- und Bohrmaschinen untergebracht wird.
1913 Bei der Zug- und Leitspindeldrehbank hat die Güte des verwendeten Materials für die arbeitenden Teile wesentlich zugenommen.
01.02.1913 bis 31.03.1913 Die Pläne für den Neubau des Werkzeugmaschinenbaues in der Wiebestraße werden ausgearbeitet.
1914-1925 Hermann Fischer wird Aufsichtsratsmitglied.
1914-1924 Arthur Salomonsohn wird Aufsichtsratsmitglied.
1914-1916 Martin Schiff wird Aufsichtsratsmitglied.
1914 Es besteht ein starker Bedarf an Werkzeugmaschinen und Werkzeugen zur Herstellung von Kriegsmaterial.
1914 Der Auslansumsatz beträgt nur 7 % des Gesamtumsatzes.
1914-1918 Die Zahl der gefallenen Mitarbeiter im 1. Weltkrieg beträgt 104.
1915 Die erzielten Leistungen übertreffen bei weitem das bisher Erreichte.
30.03.1915 Das Aktienkapital wird von 7,5 auf 10 Millionen Mark erhöht.
01.10.1915 bis 31.12.1915 Die Lieferungen für den Heeresbedarf lassen sehr nach.
1916 Es wird überhaupt kein unmittelbarer Heeresbedarf geliefert.
1917-1929 Ernst Kritzler wird Aufsichtsratsmitglied.
1917-1924 Hjalmar Schacht wird Aufsichtsratsmitglied.
1917 Das Unternehmen wird wieder in größerem Umfang von der Heeresverwaltung zu direkten Lieferungen herangezogen.
1917 Bei der Fabrikation von Handfeuerwaffen und auch der Geschosse wird nun mit Grenzlehren gearbeitet.
1917 Die innere Einrichtung der Neubauten in der Wiebestraße als Spezialfabrik für einzelne Werkzeugmaschinentypen ist teilweise beendet.
1918 In den Neubauten der Wiebestraße wird der Betrieb aufgenommen.
1919-1929 Siegmund Bodenheimer wird Aufsichtsratsmitglied.
1920-1929 Herbert M. Gutmann wird stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats.
01.07.1921 bis 31.12.1921 Unter der Auswirkung der immer weiter fortschreitenden Geldentwertung setzt eine starke Nachfrage nach Werkzeugmaschinen ein, die zum großen Teil aus den aufgefüllten Lagern befriedigt werden kann.
1922-1926 Ernst Huhn wird ordentliches Vorstandsmitglied.
1922-1928 Felix Deutsch wird Aufsichtsratsmitglied.
1922-1928 Willi Katlewski wird Betriebsratmitglied im Aufsichtsrat.
1922-1929 Wilhelm Schweingruber wird Betriebsratmitglied im Aufsichtsrat.
1923-1929 Joh. P. Vielmetter wird Aufsichtsratsmitglied.
01.01.1923 bis 28.02.1923 Es tritt ein Rückgang der Beschäftigung in Verbindung mit dem völligen Währungsverfall ein.
1923 Es müssen umfangreiche Betriebseinschränkungen vorgenommen werden.
1923 Große Schwierigkeiten gibt es bei der Entlohnung der Arbeiter, die zu zahlreichen langwierigen Lohnverhandlungen führen.
1923 Die letzte aufgestellte Papiermarkbilanz schließt mit einem Gesamtbetrag von PMk. 1 170 259 088 481 375 645.-
1923 Die Durchbildung der Räderplatte hat durch die Erfindung der Fallschnecke mit Feinanschlag für das sogenannte Anschlagdrehverfahren eine sehr wichtige Verbesserung erfahren.
1924-1929 Arthur Salomonsohn wird Vorsitzender des Aufsichtsrats.
1924-1929 Otto Jeidels wird Aufsichtsratsmitglied.
1924-1929 Moritz von der Porten wird Aufsichtsratsmitglied.
1924-1929 Richard Wolfes wird Aufsichtsratsmitglied.
1924-1937 In den Jahren 1924 bis 1937 werden zwischen 21 % und 58 % der Gesamterzeugung exportiert.
10.1924 Justizrat Dr. Waldschmidt tritt mit einem Ingenieur der Firma eine dreimonatige Studienreise nach den Vereinigten Staaten an.
1924 Justizrat Dr. Walther Waldschmidt scheidet aus dem Vorstand aus.
1925-1928 Erich Loewe wird ordentliches Vorstandsmitglied.
1925-1929 Georg Solmssen wird Aufsichtsratsmitglied.
1925-1929 Walther Waldschmidt wird Aufsichtsratsmitglied.
02.05.1925 Justizrat Dr. Walther Waldschmidt wird von der Generalversammlung in den Aufsichtsrat gewählt.
1926-1929 Heinrich Möring wird ordentliches Vorstandsmitglied.
1926-1929 Adolf Dröge wird Aufsichtsratsmitglied.
1926 Für die während der Kriegs- und Inflationsjahre gekauften Werkzeugmaschinen ist infolge der auftretenden allgemeinen wirtschaftlichen Depression keine Beschäftigung vorhanden.
1926 Die Beteiligung an der Knorr-Bremse AG wird abgestoßen.
21.01.1926 Dr. Ing. E. h. Ernst Huhn stirbt.
1928-1929 Paul Vandamme wird Betriebsratmitglied im Aufsichtsrat.
1928 Der Rest des Besitzes an Aktien der Berliner-Karlsruher-Industriewerke, die aus den Deutschen Waffen- und Munitionsfabriken hervorgegangen ist, werden abgestoßen.
1928 Die letzte Ausführung einer Einscheibendrehbank zeigt endlich, daß es gelungen ist, das Prinzip der Einhebelsteuerung sowohl für den Spindelkasten, als auch für den Vorschubkasten zur Durchführung zu bringen.
1928 Umstellung der Gießerei durch Einbau eines Elektroofens, Einrichtung der Fließfertigung in der Kernmacherei und Putzerei.
1929 Verschmelzung der "Gesellschaft für elektrische Unternehmungen" mit der Werkzeugmaschinenfabrik
1929 Es werden 85 verschiedene Maschinen angeboten.
13.11.1929 Die Firma Ludw. Loewe & Co. AG wird im Handelsregister gelöscht. Die neue Firmenbezeichnung lautet "Gesellschaft für elektrische Unternehmungen - Ludw. Loewe & Co. Aktiengesellschaft".
01.01.1940 bis 06.05.1945 Es werden allein 13 Fliegerangriffe gezählt, die erhebliche Zerstörungen hervorrufen
1942 Fusion der "Gesellschaft für elektrische Unternehmungen" mit der AEG
06.05.1945 bis 01.09.1945 Die ersten Nachkriegsmonate bringen die völlige Zerstörung der maschinellen Produktionskapazität. Das bedeutet die Ausräumung von 3800 Werkzeugmaschinen sowie die Wegnahme von Rohmaterial ...
07.1945 Im Juli erfolgt die Wiederaufnahme des Geschäftsbetriebes
07.1945 Als Übergangsfertigung werden zunächst Werkzeuge für die Bauindustrie und landwirtschaftliche Geräte hergestellt.
1946 Beginn der Herstellung der ersten Fräsmaschinen
1950 Der Exportanteil beträgt 20 % der Fertigung
1966 Zwischen der AEG und der "Olympia Werke AG" und der "Ludwig Loewe & Co. KG" werden Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge geschlossen.
1966 Übertragung der AEG-Anteile auf die "Deutsche Industrieanlagen GmbH" (DIAG)




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Bohrmaschinen 1873 Beginn (1. Katalog) 1950 [Tischert: Stätten dt Arbeit I, 75]  
Dampfkessel 1892 [Adressb. Elektr.-Branche (1892)] 1892 [Adressb. Elektr.-Branche (1892)]  
Dampfmaschinen 1892 [Adressb. Elektr.-Branche (1892)] 1892 [Adressb. Elektr.-Branche (1892)]  
Drehbänke 1873 Beginn (1. Katalog) 1950 [Tischert: Stätten dt Arbeit I, 75]  
Druckgußteile aus Alu, Zinn, Zink ... 1906 Beginn 1950 [Tischert: Stätten dt Arbeit I, 84]  
Fräsmaschinen 1873 Beginn (1. Katalog) 1950 [Tischert: Stätten dt Arbeit I, 75] Wiederaufnahme: 1946
Hobelmaschinen 1873 Beginn (1. Katalog) 1950 [Tischert: Stätten dt Arbeit I, 75]  
landwirtschaftliche Geräte 1945 Beginn nach Wiederaufnahme) 1945 bekannt  
Nähmaschinen 1869 Beginn ab Gründung 1873 Ende (Produktionsaufgabe)  
Nockenwellendrehbänke 1950 [Tischert: Stätten dt Arbeit I, 85] 1950 [Tischert: Stätten dt Arbeit I, 85] als einzige in Deutschland (1950)
Präzisions-Kugelgelenke 1950 [Tischert: Stätten dt Arbeit I, 84] 1950 [Tischert: Stätten dt Arbeit I, 84]  
Schleifmaschinen 1873 Beginn (1. Katalog) 1950 [Tischert: Stätten dt Arbeit I, 75]  
Schraubenmaschinen 1873 Beginn (1. Katalog) 1950 [Tischert: Stätten dt Arbeit I, 75]  
Stoßmaschinen 1873 Beginn (1. Katalog) 1950 [Tischert: Stätten dt Arbeit I, 75]  
Werkzeuge für die Bauindustrie 1945 Beginn nach Wiederaufnahme) 1945 bekannt  
Werkzeugmaschinen 1873 Beginn (1. Katalog) 1950 [Tischert: Stätten dt Arbeit I, 75]  




Betriebene Dampfmaschinen

Bezeichnung Bauzeit Hersteller
Dampfmaschine vor 1917 Ascherslebener Maschinenbau Act.-Ges., vorm W. Schmidt & Co.
Dampfmaschine vor 1917 Ascherslebener Maschinenbau Act.-Ges., vorm W. Schmidt & Co.
Dampfmaschine vor 1917 Ascherslebener Maschinenbau Act.-Ges., vorm W. Schmidt & Co.
Dampfmaschine vor 1917 Ascherslebener Maschinenbau Act.-Ges., vorm W. Schmidt & Co.
Dampfmaschine vor 1917 Ascherslebener Maschinenbau Act.-Ges., vorm W. Schmidt & Co.
Dampfmaschine 1897 Görlitzer Maschinenbauanstalt und Eisengießerei AG
Dampfmaschine 1897 Görlitzer Maschinenbauanstalt und Eisengießerei AG
Dampfmaschine 1897 Görlitzer Maschinenbauanstalt und Eisengießerei AG




Personal

Zeit gesamt Arbeiter Angest. Lehrl. Kommentar
1870 25        
1937 3100        
  200        
1950 750        




Firmen-Änderungen, Zusammenschüsse, Teilungen, Beteiligungen


Zeit = 1: Zeitpunkt unbekannt

Zeit Bezug Abfolge andere Firma Kommentar
1896 Anschluß (Namensverlust) danach Deutsche Waffen- und Munitions-Fabriken Aktiengesellschaft Loewe Waffenfabrik --> DWM [Masch-Ind Dt Reich (1939/40) 148]
1 Umbenennung danach Gesellschaft für Elektrische Unternehmungen A.-G., Loewe-Fabriken Loewe <--> Ges. für elektr. Unternehmungen