Osnabrücker Kupfer- und Drahtwerk

Allgemeines

FirmennameOsnabrücker Kupfer- und Drahtwerk
OrtssitzOsnabrück (Nieders)
StraßeKlosterstr. 29
Art des UnternehmensKupfer- und Drahtwerk
AnmerkungenMit einer Abteilung Kabel- und Leitungswerk. 1897: "Osnabrücker Kupfer- und Drahtwerk, Akt.-Ges., vorm. Witte & Kämper"
Quellenangaben[Bezugsquellennachw dt Elektr-Ind (1937) 172] [Dt. Elektro-Adreßbuch (1940) 205] [Tischert: Stätten dt Arbeit I, 85] [Adressbuch Elektr.-Branche (1892) 152] [Handbuch Akt.-Ges. (1943) 249]




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
01.07.1873 Gründung des Vorgänger-Unternehmens, der Firma "Witte & Kemper" mit einem Grundkapital von M 1.200.000,00, die sich ursprünglich mit Drahtherstellung befaßt.
1890 Eintragung unter dem Namen "Osnabrücker Kupfer- und Drahtwerk" in das Handelsregister
20.06.1890 Umwandlung der bisherigen offenen Handelsgesellschaft Witte & Kemper in eine Aktiengesellschaft, die "A.-G. Osnabrücker Kupfer- und Drahtwerk"
1911 Ab 1911 gelingt mit einem neuen Vorstand die Erweiterung zum Großbetrieb und Durchführung eines neuen Aufbauprogramms
1914 Die schon füher zur Gutehoffnungshütte Oberhausen bestehenden guten geschäftlichen Beziehungen werden zu einer Interessengemeinschaft erweitert.
1920-1925 In den Jahren 1920-1925 findet ein vollständiger Umbau der Werke statt. Die Maschinen und sonstigen Einrichtungen werden zum großen Teil neu beschafft.
01.07.1925 bis 30.06.1926 Errichtung eines neuen Kabelwerkes.
01.07.1926 bis 30.06.1927 Sanierung durch Zusammenlegung des Aktienkapitals im Verhältnis 2:1. Wiedererhöhung um Reichsmark 7.2 Mill. auf RM 9.6 Mill. Die neuen Aktien werden den alten Aktionären im Verhältnis 1 : 3 zum Kurse von 125 % angeboten.
01.07.1927 bis 30.06.1928 Aufnahme einer hypothekarischen Anleihe von Dollar 1 Mill.
25.03.1930 Die Gesellschaft erleidet einen erheblichen Brandschaden. Der Aufbau der betroffenen Abteilungen wird sofort in Angriff genommen, so daß der Betrieb Ende 1930 bereits wieder voll leistungsfähig ist.
01.07.1932 bis 30.06.1933 Es werden Ersatzbeschaffungen und Verbesserungen der maschinellen Einrichtungen in Höhe von rund Reichsmark 119.000,00 durchgeführt.
24.11.1932 Die Hauptversammlung vom 24. November 1932 beschließt eine Kapitalherabsetzung in erleichterter Form durch Einziehung von nom. RM 600.000,00 eigenen und Vorratsaktien.
01.07.1933 bis 30.06.1934 Die im Jahre 1927/28 aufgenommene Dollar-Anleihe wird zurückgezahlt.
01.07.1933 bis 30.06.1934 Für Ersatzbeschaffungen werden RM 256.000,00 aufgewendet.
01.07.1934 bis 30.06.1935 Die Umstellung der Fabrikation auf die Verarbeitung deutscher Werkstoffe bedingt Neuanlagen, hauptsächlich Verbesserungen in den maschinellen Einrichtungen, die einen Aufwand von RM 1.046.521,00 erfordern. Die bisher im eigenen Besitz befindlichen nom. Reichsmark 45.000,00 Aktien werden zum Durchschnittkurs von 110% verkauft.
1935-1942 Ausbau der Anlagen
1936 Die alten Herd-Flammöfen werden ab 1936 durch moderne Kupfer-Raffinerieöfen ersetzt
1939 Aufstellung einer Rohr- und Strangpresse mit einem Druckvermögen von 5000 t.
01.07.1940 bis 30.06.1941 Die Beteiligung an der Bemetall-Werk G. m. b. H., Wuppertal-Barmen, wird abgestoßen.
1941 Es wird in größerem Umfang das moderne Metallstranggußverfahren aufgenommen
29.10.1942 Laut Beschluß des Aufsichtsrates vom 29. Oktober 1942 Kapitalberichtigung gemäß DAV vom 12. Juni 1941 um RM 3.000.000,00 auf RM 12.000.000,00 mit Wirkung zum 30. Juni 1942. Für die Kapitalberichtigung werden herangezogen aus freien Rücklagen RM 1.000.000,00, aus Zuschreibungen zum Anlagevermögen RM 1.000.000,00, aus dem Gewinnvortrag RM 454.211,43, aus sonstigen Bilanzposten RM 545.788,57.
24.11.1942 Letzte ordentliche Hauptversammlung bis 1943/44




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Fernmeldedrähte 1940 [Dt. Elektro-Adreßbuch (1940) 206] 1940 [Dt. Elektro-Adreßbuch (1940) 206]  
Fernmeldekabel 1940 [Dt. Elektro-Adreßbuch (1940) 205] 1940 [Dt. Elektro-Adreßbuch (1940) 205]  
Fernsprech- und Telegrafenschnüre 1937 [Bezugsquellennachw dt Elektr-Ind (1937) 174] 1937 [Bezugsquellennachw dt Elektr-Ind (1937) 174]  
gezogener Draht 1873 Beginn als "Witte & Kemper" 1911 Umstrukturierung  
isolierte Drähte und Kabel 1914 Beginn um 1914 1914    
Klingelschnüre 1937 [Bezugsquellennachw dt Elektr-Ind (1937) 172] 1937 [Bezugsquellennachw dt Elektr-Ind (1937) 172]  
Kupferfeuerbuchsen 1911 Beginn ab Umstrukturierung 1911 bekannt  
Kupferguß          
Leitungsdrähte aus Kupfer 1892 [Adressb Elektr.-Branche (1892)] 1892 [Adressb Elektr.-Branche (1892)]  
Metallstrangguß 1941 Beginn 1941    
Rundfunkschnüre 1937 [Bezugsquellennachw dt Elektr-Ind (1937) 173] 1937 [Bezugsquellennachw dt Elektr-Ind (1937) 173]  
Schleuderguß (Rotguß und Bronze          
Widerstandsdrähte 1937 [Bezugsquellennachw dt Elektr-Ind (1937) 174] 1937 [Bezugsquellennachw dt Elektr-Ind (1937) 174]  




Allgemeines

ZEIT1943
THEMAOrgane und Kapital der Gesellschaft
TEXTVorstand: Ulrich Raydt, Osnabrück; Edwin Schreiber, Osnabrück. Aufsichtsrat: Hermann Kellermann, Oberhausen, Vorsitzer; Karl Haniel, Düsseldorf, stellv. Vorsitzer; Oswald Rösler,. Berlin; Otto Wiskott, Gerdshagen (Meckl.). Geschäftsjahr: 1. Juli bis 30. Juni. Hauptversammlung (Stimmrecht): Je nom. RM 100,00 Aktien 1 Stimme. Reingewinn-Verwendung: Die Hauptversammlung kann den Reingewinn ganz oder teilweise von der Verteilung ausschließen, insbesondere kann sie weitere Abschreibungen, Wertberichtigungen, Rücklagen und Rückstellungen sowie auch einen Gewinnvortrag auf neue Rechnung beschließen. Bei einer Erhöhung des Grundkapitals kann für die neuen Aktien eine von den Vorschriften des § 53, Abs. 2 AG. abweichende Art der Gewinnverteilung beschlossen werden. Grundkapital: nom. RM 12.000.000. Stammaktien in 10 680 Stücken zu je RM 1.000,00 Nr. A 1 - 10 680, 13 200 Stücken zu je RM 100,00 Nr. B 1 - 13 200. Großaktionär: Gutehoffnungshütte, Aktienverein für Bergbau und Hüttenbetrieb, Nürnberg (über 90 %). Dividende ab 1925/26: 0, 0, 6, 6, 5, 0, 0, 0, 4, 6, 6, 6, 8*), 81), 8, 8, 6 %; *) davon 2% an Anleihestock.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 249]


THEMAZweck und Gegenstand des Unternehmens (Organe und Kapital der Gesellschaft)
TEXTGegenstand des Unternehmens: Herstellung von Halbzeug und Fertigwaren aus Eisen, Schwer- und Leichtmetallen und deren Legierungen, sowie von Kabeln und isolierten Leitungen aller Art nebst Zubehör. Ferner der Handel mit solchen Gegenständen, auch wenn sie nicht von der Gesellschaft hergestellt sind. Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die zur Erreichung des Gesellschaftszweckes notwendig oder nützlich erscheinen, insbesondere zum Erwerb anderer Unternehmungen und zur Beteiligung an solchen, zur Errichtung von Zweigniederlassungen sowie zum Abschluß von Interessengemeinschafts- und ähnlichen Verträgen. Erzeugnisse: Schwer- und Leichtmetall-Halbfabrikate, Austausch- und Verbundwerkstoffe, vorgearbeitete Kupfer-Schmiedestücke, Metallgießerei-Erzeugnisse, insbesondere Schleuderguß, Kabel, isolierte Leitungen, blankes Leitungsmaterial, Eisendrähte und Drahterzeugnisse. Werk Osnabrück. Metallwerk: Raffinerie, Schleudergießerei, Metallgießerei, Grobblechwalzwerk, Feinblechwalzwerk, Feuerbuchswerkstatt, Kupferschmiede, Preßwerk, Stangenzug, Rohrzug, Plattierwalzwerk; Drahtwerk: Drahtwalzwerk, Grob- und Mittelzug, Feinzug, Aluminiumzug, Seilerei, Reinaluminium- und Stahlaluminium-Verseilerei, Flechterei, Stiftfabrik, Stacheldrahtfabrik, Verzinkerei, Verzinnerei, Kabel- und Leitungswerk: Kabelwerk, Leitungswerk, Garniturenwerk, Prüffeld; Leichtmetallwerk: Gießerei, Walzwerk, Preßwerk, Stangenzug, Rohrzug; sowie eine große Anzahl von Hilfsbetrieben. Beteiligung: Osnabrücker Metall- und Kabel-Vertriebsgesellschaft m. b. H. (s.d.), Bremen, Beteiligung: 100 %; Buchwert der Beteiligungen: RM 10,00. (Vorstand: Ulrich Raydt, Osnabrück; Edwin Schreiber, Osnabrück. Aufsichtsrat: Hermann Kellermann, Oberhausen, Vorsitzer; Karl Haniel, Düsseldorf, stellv. Vorsitzer; Oswald Rösler,. Berlin; Otto Wiskott, Gerdshagen (Meckl.). Geschäftsjahr: 1. Juli bis 30. Juni. Hauptversammlung (Stimmrecht): Je nom. RM 100,00 Aktien 1 Stimme. Reingewinn-Verwendung: Die Hauptversammlung kann den Reingewinn ganz oder teilweise von der Verteilung ausschließen, insbesondere kann sie weitere Abschreibungen, Wertberichtigungen, Rücklagen und Rückstellungen sowie auch einen Gewinnvortrag auf neue Rechnung beschließen. Bei einer Erhöhung des Grundkapitals kann für die neuen Aktien eine von den Vorschriften des § 53, Abs. 2 AG. abweichende Art der Gewinnverteilung beschlossen werden. Grundkapital: nom. RM 12.000.000. Stammaktien in 10 680 Stücken zu je RM 1.000,00 Nr. A 1 - 10 680, 13 200 Stücken zu je RM 100,00 Nr. B 1 - 13 200. Großaktionär: Gutehoffnungshütte, Aktienverein für Bergbau und Hüttenbetrieb, Nürnberg (über 90 %). Dividende ab 1925/26: 0, 0, 6, 6, 5, 0, 0, 0, 4, 6, 6, 6, 8*), 81), 8, 8, 6 %; *) davon 2% an Anleihestock.)