Eisenwerk Theodor Loos GmbH

Allgemeines

FirmennameEisenwerk Theodor Loos GmbH
OrtssitzGunzenhausen (Mfr)
StraßeNürnberger Str. 73-75
Postleitzahl91709
Internet-Seitehttp://www.loos.de/
Art des UnternehmensDampfkesselfabrik
AnmerkungenSeit 1999: "Loos International" (für die gesamte Firmengruppe), nach Verschmelzung mit dem Neustädter Ursprungsbetrieb. Seit Sommer 1999 "Loos Deutschland GmbH" (im Handelsregister). Seit 2011 "Bosch Industriekessel GmbH". LTA-Kesselanlage Nr. 50080 (Kunden-Nr.: 4620634). Notfall-Service-Tel.: 01805667468, Fax: -408. Ersatzteile: -297 (Tel., Fr. Reule), -382 (Fax); Behnke (Regelung) -430; -346 Simon (Brenner); Herr Berberich (Dichtungen); Herr Schröder -243 (Schweißen). Nächster Monteur für Mannheim (Herr Nuber): 0171/8664450 wohnt bei Neustadt (W); zuständig für den Betrieb im Raum Mannheim: Herr Straube 0171/8664472; w.straube@loos.de. Im Werk Bischofshofen werden Heißwasserkessel gebaut.
Quellenangaben[Masch-Ind Dt Reich (1939/40) 422] [ABC d dt Wirtschaft (1985/86) II/365] [Süddeutsche Zeitung, 23.05.2006, S. 29]




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
1865 Gründung des Ursprungsbetriebs von "Ph. Loos" in Neustadt (Weinstr)
1879 Schnelles Firmenwachstum der Firma Philipp Loos und Umsiedlung nach Offenbach am Main
1916 Tod des Gründers Philipp Loos
1917 Theodor Loos aus Neustadt (Weinstr), der sich mit seinem Bruder Franz überworfen hatte, gründet in Gunzenhausen das Eisenwerk Theodor Loos GmbH. Er will auf diese Weise näher bei seinen Kunden, den in Franken ansässigen Brauereien, sein. Die industrielle Kesselproduktion in Serie wird aufgebaut.
1936 Carlo Loos übernimmt das Unternehmen, erweitert die Fertigung und führt die Lehrausbildung ein.
1938 Gründung eines Unterstützungsvereins für Betriebsangehörige in Not
1944 Die Kesselkörper werden geschweißt statt genietet
1946 Tod von Theodor Loos
1949 Beginn des sozialen Wohnungsbaus für LOOS-Betriebsangehörige
1952 Der liegende Dreizug-Flammrohr-Rauchrohrkessel mit innenliegender, wassergekühlter Rauchgaswendekammer wird zum Patent angemeldet.
1958 Der liegende Dreizug-Kompaktkessel mit innenliegender, wasserumspülter Rauchgaswendekammer wird patentiert. Der Erfolg führt zur Errichtung von weiteren Werken in Deutschland und Österreich (Waakirchen, Troisdorf, Bischofshofen, Schlungenhof)
1958 Werkserweiterung Werk Schlungenhof, Gunzenhausen für die Produktion von mittleren Kesseln
1959 Werkserweiterung Loos-Werk Bischofshofen, Österreich
1962 Gründung von Loos Austria in Bischofshofen, Österreich
1962 Ernennung von Horst Loos zum Geschäftsführer der "Eisenwerk Theodor Loos GmbH"
1965 Mehr als 30.000 Kessel wurden bereits gefertigt.
1966 Weltweit erster Einsatz einer numerisch gesteuerten Brennschneidmaschine im Dampfkesselbau
1974 Rolf Loos übernimmt gemeinsam mit seinem Bruder Jochen Loos die Geschäftsführung der "Eisenwerk Theodor Loos GmbH".
1975 Die Entwicklung und Fertigung eigener Kesselregelungs- und Sicherheitssysteme auf elektronischer Basis führt zu wesentlichen Sicherheitsverbesserungen beim Betrieb von Dampfkesseln.
1980 Der Schritt nach China wird gewagt
1980 Inbetriebnahme eines CNC-gesteuerten Blechbearbeitungszentrums sowie eines elektronischen Produktionsplanungssystems "PPS"
1980 Das Auslandsgeschäft wird intensiviert.
1980 Eine Loos-Vertriebsniederlassung in Singapur wird gegründet.
1983 Das Auslandsgeschäft wird intensiviert. Loos baut eine eignee Niderassungim dynamischen Wachstumsmarkt Asien auf (Singapore). Durch die Eingliederung von weiteren Firmen wird das Angebotsprofil abgerundet und das Leistungsspektrum erweitert:

- Wulff, Husum (Wasserrohrkessel, Feuerungen, Apparatebau) [vergl. 1984]
- Lambion, Arolsen (Feuerungen)
- Universal, Troisdorf (Spezial-Anlagenbau)
1983 Installation eines Daten-Verbundsystems. Alle Werke des Unternehmens sind angeschlossen. Der Datenaustausch informiert über den aktuellen Stand der gemeinsamen Fertigung, Planung, Arbeitsvorbereitung, Materialwirtschaft und Kalkulation. Die Zeitspanne für Auftragsabwicklung wird stark verkleinert.
1983 Tod von Carlo Loos. - Mehr als 60 Jahre war er für die Firma tätig, davon fast ein halbes Jahrhundert als Geschäftsführer
1984 Übernahme der Firma WULFF Husum mit dem Lieferspektrum Wasserrohrkessel, Feuerungen, Apparatebau, Umwelttechnik sowie thermische Trocknungsanlagen für Chemie, Futtergewinnung und Klärschlammtrocknung
1985 Einführung eines computergestützten Konstruktionsprogramms "CAD"
1987 Berufung von Jochen Loos in den Deutschen Dampfkessel-Ausschuß (DDA)
1987 Gerhard Lockenmeyer wird zum Direktor ernannt. Unter seiner Leitung haben sich Fertigungsorganisation, -automatisierung und die Qualitätssicherung zum routinierten Leistungsfeld entwickelt.
1987 Der 50.000ste Kessel wird in Gunzenhausen gefertigt.
1988 Fast alle Arbeitsplätze werden datentechnisch vernetzt, und das Konstruktionsprogramm CAD wird ausgebaut
1988 Neubau eines Bürogebäudes
1990 Gründung der Vertriebstochtergesellschaft LOOS FRANCE in Frankreich
1991 Gründung der Vertriebstochtergesellschaft KOTLE LOOS in Tschechien
1991 Gründung der Vertriebstochtergesellschaft LOOS SCANDINAVIA in Dänemark
1992 Mit dem Ausbau der Produktionsstätten neuester Generation und em Anschluß aller Arbeitsplätze an moderen DV-Verbundsysteme ist Loos auf dem Weg in die elektronische Zukunft.
1996 Gründung der Vertriebstochtergesellschaft LOOS CENTRUM in Polen
1998 Gründung der Vertriebstochtergesellschaft KOTLE LOOS in der Slowakei
1999 Der seit 1917 bestehende erbitterte Rechtsstreit zwischen den Brüdern Franz und Theodor Loos geht zu Ende, als Jochen und Rolf Loos (Enkel von Theodor Loos) in einem Brief an ihre pfälzischen Vettern die Eiszeit beenden.
1999 Gründung der Vertriebstochtergesellschaft LOOS CHINA in China
1999 Der Firmenname "Eisenwerk Theodor Loos GmbH" wird geändert in "Loos Deutschland GmbH", und die gesamte Firmengruppe tritt unter "LOOS INTERNATIONAL" auf.
2000 Gründung der Vertriebstochtergesellschaft LOOS UK für Großbritannien
2001 Gründung der Vertriebsniederlassung LOOS Iberica in Spanien
2001 Inbetriebnahme des ersten für Großwasserraumkessel eingesetzten Schweißroboters zur vollautomatischen Außenschweißung des Kesselkörpers
2002 Entwicklung und Vermarktungsbeginn einer neuen LOOS-Kesselsteuerung auf SPS Basis "LBC"
2002 Horst Loos, Geschäftsführer von Loos Austria GmbH, wechselt in den Ruhestand. Martina Loos und Jochen Loos übernehmen gemeinsam die Geschäftsführung in Österreich.
2002 Martina Loos tritt in die Geschäftsführung der Loos Deutschland GmbH ein.
2003 Rudolf Hofmann wird zum Geschäftsbereichsleiter Vertrieb und Marketing ernannt. - Der Ausbau der weltweiten Marktposition sowie die damit verbundene Umstrukturierung der Vertriebs- und Kundendienstorganisation werden erfolgreich unter seiner Leitung entwickelt und umgesetzt.
2003 Ergänzung und Erweiterung der LOOS-Kesselsteuerung "LBC" durch die Neuentwicklung LOOS SYSTEM CONTROL LSC
2004 Neuentwicklung LOOS-WATER-ANALYSER LWA
2004 Moderne, skalierbare Managementsysteme und einheitliche Bussysteme sorgen für eine problemlose Integration von Kesseln und Modulen.
2004 Auftrag für den 99.000sten Kessel
2005 Hallenerweiterung im Werk Schlungenhof, Gunzenhausen für die Produktionsausweitung
2006 Gründung der Vertriebstochtergesellschaft LOOS ITALIA in Italien
Anfang Juni 2006 Eröffnung eines Erweiterungsbaues
2007 Gründung der Vertriebstochtergesellschaft LOOS RUSSIA in Russland
2007 Rolf Loos, Geschäftsführer von Loos Deutschland GmbH, wechselt in den Ruhestand.
2007 Hallenneubau für die Herstellung von Großkesselanlagen
2007 Weiterentwicklung und Markteinführung Kessel- und Anlagensteuerung LBC/LSC der nächsten Generation
2009 LOOS konzentriert sich vollständig auf das Geschäft mit Großwasserraumkesseln und entsprechender Modultechnik
2009 Einführung der neuen Dampfkessel-Baureihe UNIVERSAL Modular Boiler U-MB im Leistungsbereich 200 bis 2.000 kg/h
2009 Jochen Loos, Geschäftsführer von Loos Deutschland GmbH, wechselt in den Ruhestand
2009 LOOS wird Tochterunternehmen der Bosch Thermotechnik GmbH. Die neue Geschäftsführung besteht aus Dr. Joachim Lenz (Vorsitz), Martina Loos und Rudolf Hofmann.
01.04.2011 Umfirmierung aus "Loos Deutschland GmbH" in "Bosch Industriekessel GmbH"




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Autoklaven für Konserven 1939 [Masch-Ind Dt Reich (1939/40) 422] 1939 [Masch-Ind Dt Reich (1939/40) 422]  
Brenn- und Destillieranlagen 1939 [Masch-Ind Dt Reich (1939/40) 422] 1939 [Masch-Ind Dt Reich (1939/40) 422]  
Dampfkessel für Hoch- und Niederdruck 1865 Beginn (1936: 71j. Erfahrung) 2011 bekannt Lieferprogramm (2011): Dampfkessel von 175 bis 55 000 kg/h, Heißwasserkessel für Leistungen bis 38 MW, Heizkessel bis 19,2 MW; die Kesselbaureihen werden in allen Druckstufen und für alle flüssigen oder gasförmigen Brennstoffe hergestellt.
Heißwasserkessel 1939 [Masch-Ind Dt Reich (1939/40) 422] 1995 bekannt  
Pasteuerisierungsanlagen 1939 [Masch-Ind Dt Reich (1939/40) 422] 1939 [Masch-Ind Dt Reich (1939/40) 422]  
Süßmost-Tanks 1939 [Masch-Ind Dt Reich (1939/40) 422] 1939 [Masch-Ind Dt Reich (1939/40) 422]  
Süßmost-Tanks 1939 [Masch-Ind Dt Reich (1939/40) 422] 1939 [Masch-Ind Dt Reich (1939/40) 422]