Schweizerische Nordostbahn

Allgemeines

FirmennameSchweizerische Nordostbahn
OrtssitzZürich
Art des UnternehmensEisenbahnunternehmen
AnmerkungenLeitung durch Alfred Escher; nach dessen Tod: Adolf Guyer-Zeller. Streckennetz (1902) 853 km, dann an SBB. Dazu seit 1855 auch die Bodensee-Dampfschiffahrt "Bodenseedampfschiffahrt der Schweizerischen Nordostbahn-Gesellschaft" (s.d., in Romanshorn) und 1874 - 1902 der Dampfschiffsbetrieb auf dem Zürichsee (vormals "Dampfschiffgesellschaft für den Zürichsee", ab 1902 "Zürcher Dampfboot-Gesellschaft", siehe beide).
Quellenangaben[Wägli: Schienennetz Schweiz (1980) 93]




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
1853 August Beckh tritt seinen Dienst als Oberingenieur bei der schweizerischen Nordostbahn an und baut die Strecke Zürich ? Romanshorn.
01.07.1853 Umbenennung aus "Schweizerische Nordbahn"
1855 Gründung der "Dampfschiff-Inspektion Romanshorn"
16.05.1855 Eröffnung der Bahnstrecke Winterthur - Romanshorn
27.12.1855 Eröffnung der Bahnstrecke Zürich Oerlikon - Winterthur
26.06.1856 Eröffnung der Bahnstrecke Zürich HB - Zürich-Oerlikon. - Die Strecke Zürich HB-Zürich Wipkingen (mit Viadukt Bahnhof Zürich 834 m) wird am 18.08.1894 verlegt.
29.09.1856 Eröffnung der Bahnstrecke Baden - Brugg (AG)
20.12.1856 Die Generalversammlung der "Schweizerischeen Dampfboot AG" beschließt, mit der NOB zu fusionieren.
01.01.1857 Die "Dampfschiffs-Inspektion Romanshorn" übernimmt die "Schweizerischen Dampfboot AG" in Schaffhausen
16.04.1857 Eröffnung der Bahnstrecke Winterthur - Schaffhausen
15.05.1858 Eröffnung der Bahnstrecke Brugg (AG) - Aarau
18.08.1859 Eröffnung der Bahnstrecke Turgi - Koblenz - (Waldshut)
30.05.1860 Aufnahme des zweigleisigen Betriebs auf der Strecke Zürich HB - Wallisellen
1861 Aufnahme des zweigleisigen Betriebs auf der Strecke Wallisellen - Effretikon
1861 Aufnahme des zweigleisigen Betriebs auf der Strecke Zürich HB - Turgi
1862 Aufnahme des zweigleisigen Betriebs auf der Strecke Turgi - Aarau
1862 Aufnahme des zweigleisigen Betriebs auf der Strecke Effretikon - Winterthur
15.10.1869 Eröffnung der Bahnstrecke Romanshorn - Rorschach. Die Strecke Strecke Rorschach Hafen - Rorschach ist zweigleisig (Parallelstrecke).
1872 Robert Moser beginnt als Oberingenieur bei der Schweizerischen Nordostbahn (NOB). Hier ist er für den Bau der Bötzbergbahn Brugg–Basel, der linksufrigen Zürichseebahn, die Strecken Winterthur–Koblenz, Effretikon–Hinwil, Baden–Niederglatt und zum Teil für die Strecke Glarus–Linthal verantwortlich.
1873 Ddie "Linth-Escher", welche durch ihren ruhigen und schnellen Lauf überzeugt, soll in Halbsalonbauart umgebaut werden.
1873 Seine praktische Laufbahn führt Peter Saluz in den Dienst der schweizerischen Nordostbahn, bei der er zunächst bis 1876 als Bauführer beim Baue des zweiten Loses Villnachern - Bötzenegg der Bötzbergbahn mit sehr bedeutenden Bauten, stationiert im Landgut Aarhof bei Brugg, tätig ist.
Hier lernt er Fräulein Cornelia Schultheß kennen und gründet mit ihr seinen Hausstand.
1874 Der Umbau der "Linth-Escher" in ein Halbsalonschiff wird realisiert. Die Maschine wird bei dieser Gelegenheit hauptrevidiert.
31.12.1874 Übernahme des gesamten Schiffsparks von der "Dampfschiffgesellschaft für den Zürichsee"
20.09.1875 Eröffnung der Bahnstrecke Zürich - Ziegelbrücke - Näfels. - Am 1.3.1927 Verlegung der Strecke Zürich HB - Zürich Wollishofen: Wiedikon-Ulmberg-Tunnel 848 m, Enge-Tunnel 903 m
1876/77 Peter Saluz führt bei der schweizerischen Nordostbahn ein Studium der Linie Koblenz - Stein durch.
01.08.1876 Eröffnung der Bahnstrecke Winterthur - Koblenz
01.01.1877 Umbenennung aus "Bülach-Regensberg-Bahn"
1877/78 Peter Saluz macht bei der schweizerischen Nordostbahn die Abrechnungsarbeiten für die Eisenbahn Niederglatt - Baden.
01.07.1877 Eröffnung der Bahnstrecke Romanshorn - (Konstanz)
01.10.1877 Eröffnung der Bahnstrecke Killwangen-Spreitenbach - Baden (mit neuem Bahnhof in Wettingen)
01.10.1877 Eröffnung der Bahnstrecke Niederglatt - Wettingen. Otelfingen - Wettingen Parallelstrecke SNB/NOB. - 1882: 2. Gleis der Parallelstrecke abgebrochen; 18.1.1937: Niederglatt - Otelfingen eingestellt und am 6.3.1969 aufgehoben
1878/79 Peter Saluz ist bei der schweizerischen Nordostbahn auf der Strecke Bahnbau Glarus - Linthal als Bauführer tätig
1879 Außerdienststellung des "Schwan" und Verkauf.
1879 Über die Leistungen von Peter Saluz im siebenjährigen Dienste bei der Nordostbahn stellt ihm sein Oberingenieur Dr. Moser folgendes Zeugnis aus : "Herr Saluz hat immer durch großen
Fleiß, Eifer und Pflichttreue in allen seinen Verrichtungen die vollkommenste Zufriedenheit seiner Vorgesetzten erworben und war ein Mann, auf den man sich in allen Beziehungen verlassen
konnte. Dabei blieb er stets bescheiden."
01.06.1879 Eröffnung der Bahnstrecke Glarus - Linthal
23.08.1879 Die "Rapperswyl" versinkt bei der Werft Seefeld infolge böswilliger Flutung.
09.10.1879 Die "Rapperswyl" wird in Seefeld wieder gehoben und sofort repariert.
Winter 1879/80 Im äußerst harten Winter mit vollständig zugefrorenem See (Seegfrörni) versieht die "Schwalbe" den Verbindungsdienst zwischen Morgen und Meilen. Im 30 cm dicken Eis fährt sie Tag und Nacht, um die Fahrrine offenzuhalten.
1880 Abbau des dritten Gleises auf der Strecke Winterthur - Effretikon
1880 Aufnahme des zweigleisigen Betriebs auf der Strecke Winterthur - Effretikon. Das ehemalige SNB-Gleis wird abgebrochen.
1880 Die Wiederherstellung der gehobenen "Rapperswyl" wird mit einer Hauptrevision sämtlicher Teile verbunden. Auf dem Deck hinter den Radkasten bzw. vor der Rauchkabine entsteht ein festes Dach und später auch eine seitliche Verglasung.
01.06.1880 Anschluß von "Schweizerische Nationalbahn"
01.10.1880 Anschluß von "Schweizerische Nationalbahn"
1881 Durchführung einer Hauptrevision an der "Stadt Zürich". Bei dieser Gelegenheit erhält das Deck zwischen Radkasten und Rauchkabine ein festes Dach und eine seitliche Verglasung.
1881 Vornahme einer Hauptrevision der "Linth-Escher". Das durch die Umbauaktion ziemlich rank gewordene Schiff gilt in diesen Jahren als die nach der "Helvetia" eleganteste Einheit des Sees.
01.04.1881 Anschluß an "Schweizerische Centralbahn"
01.06.1881 Eröffnung der Bahnstrecke Opfikon [bezeichnet als Schärenmoos] - Zürich Oerlikon
1882 Aufnahme des zweigleisigen Betriebs auf der Strecke Otelfingen - Wettingen. Das ehemalige SNB-Gleis wird abgebrochen.
1885 Das für die NOB erbaute "Trajektschiff" kommt in Dienst. Anfänglich wird es ausschließlich für die Bedienung der chemischen Fabrik Gebr. Schnorf in Uetikon eingesetzt.
01.08.1885 Anschluß von "Bischofszellerbahn"
01.01.1886 Anschluß von "Effretikon-Wetzikon-Hinweil-Bahn"
1887 Die Tragkraft der "Concordia" wird auf 400 Personen herabgesetzt. Verglasung des Hinterdecks.
1887 Die "Lerche" wird verkauft.
1887 Die "Helvetia" läuft auf Grund und kann vom "Gustav Albert" erst nach vielen vergeblichen Versuchen wieder flottgemacht werden.
1888 Robert Moser arbeitet wieder bei der NOB als Oberingenieur. Während dieser Tätigkeit werden die rechtsufrige Zürichseebahn, die Linien Thalwil – Zug, Eglisau – Schaffhausen, Dielsdorf – Niederweningen und Schaffhausen – Etzweilen gebaut.
1891 Die "Gustav Albert" wird stillgelegt, die Maschine und die Kessel werden entfernt, die Schale wird als Arbeits- und Rammschiff weiterverwendet.
1891 Während der "Seegfrörni" wird das "Trajektschiff" als Eisbrecher eingesetzt.
12.08.1891 Eröffnung der Bahnstrecke Dielsdorf - Niederweningen Dorf (bis 1938 als Endstation mit dem Namen Niederwenigen)
01.01.1892 Anschluß von "Zürich-Zug-Luzern-Bahn"
1893 Die "Stadt Zürich" wird außer Dienst gestellt und nur noch ausnahmsweise für einige wenige Dienstfahrten eingesetzt.
01.12.1893 Eröffnung der Bahnstrecke Amriswil - Egnach (Verbindungslinie bei Romanshorn)
1894 Der "Linth-Escher" wird in der Werft Wollishofen abgebrochen. Die Glocke des Bootes wird auf dem Landungssteg Stäfa als Signalglocke weiterverwendet, wo sie noch lange Zeit Dienst tut. Die beiden noch gut erhaltenen Kessel gelangen auf den Schwesterschiffen "Schwalbe" und "Taube" zum Einbau.
1894 Außerdienststellung der "Fritz" (ex "Biene") und Verkauf des Schiffes an Privat.
15.03.1894 Eröffnung der Bahnstrecke Zürich Stadelhofen - Rapperswil
18.08.1894 Verlegung der Bahnstrecke Zürich HB - Zürich Wipkingen
01.10.1894 Eröffnung der Bahnstrecke Zürich HB - Zürich Stadelhofen
01.11.1894 Eröffnung der Bahnstrecke Feuerthalen - Etzwilen
1895 Die "Rapperswyl" wird außer Dienst gestellt.
1895 Hauptrevision der ganzen "Sankt Gotthard"
1895 Robert Moser scheidet wegen eines Führungswechsels bei der NOB aus und ist künfig als freier Gutachter und Berater tätig.
02.04.1895 Eröffnung der Bahnstrecke Schaffhausen - Feuerthalen
01.06.1896 Aufnahme des zweigleisigen Betriebs auf der Strecke Zürich Wiedikon - Thalwil
1897 Reduktion der zulässigen Tragkraft der "Lukmanier" von 450 auf 350 Personen.
27.05.1897 Aufnahme des zweigleisigen Betriebs auf der Strecke Zürich HB - Zürich Wiedikon
01.06.1897 Eröffnung der Bahnstrecke Thalwil - Arth-Goldau
01.06.1897 Eröffnung der Bahnstrecke Eglisau - Neuhausen
01.06.1897 Eröffnung der Bahnstrecke Zürich Wiedikon - Zürich Altstetten (Verbindungslinie). - 1927 verlegt.
01.06.1897 Neuer Bahnhof Zug. Das Kehrdreieck wird aufgehoben.
01.06.1897 Aufnahme des zweigleisigen Betriebs auf der Strecke Bülach - Eglisau
18.12.1897 Eröffnung der Bahnstrecke Kollermühle [Haltestelle 1902-1966] - Zug (Parallelgleis mit Schleife)
1900 Am 12. August tritt eine schwere Maschinenhavarie bei der "Concordia" ein, indem auf der Backbordseite der Bügel der Schubstange bricht.
01.01.1902 Zusammenschluß zu "Schweizerische Bundesbahnen"
Okt. 1902 Übergang aller Schiffe an die 1890/91 gegründete "Zürcher Dampfboot-Gesellschaft"
1903 Ãœbergang der "Taube" von der NOB an die ZOG.
01.05.1903 Ãœbergang der "Schwalbe" von der NOB an die ZDG




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Dampfsschiffahrt 1875 ex DGZ 1902 an ZDG auf dem Zürichsee
Eisenbahnverkehr 1853 Umwandlung aus SNB, BR, SNB, SNB, SG, EH 1902 Umwandlung in SBB  




Betriebene Dampfmaschinen

Bezeichnung Bauzeit Hersteller
Schiffsdampfmaschine 1846 Escher, Wyss & Co.
Schiffsdampfmaschine 1851 Escher, Wyss & Co.
Schiffsdampfmaschine 1862 Escher, Wyss & Co.
Schiffsdampfmaschine 1863 Escher, Wyss & Co.
Schiffsdampfmaschine 1864 Escher, Wyss & Co.
Schiffsdampfmaschine 1864 Escher, Wyss & Co.
Schiffsdampfmaschine 1864 Escher, Wyss & Co.
Schiffsdampfmaschine 1865 Escher, Wyss & Co.
Schiffsdampfmaschine 1865 Escher, Wyss & Co.
Schiffsdampfmaschine 1867 Escher, Wyss & Co.
Schiffsdampfmaschine 1868 Escher, Wyss & Co.
Schiffsdampfmaschine 1869 Escher, Wyss & Co.
Schiffsdampfmaschine 1875 Escher, Wyss & Co.
Schiffsdampfmaschine 1885 Escher, Wyss & Co.




Firmen-Änderungen, Zusammenschüsse, Teilungen, Beteiligungen


Zeit = 1: Zeitpunkt unbekannt

Zeit Bezug Abfolge andere Firma Kommentar
1902 Zusammenschluß, neuer Name danach Schweizerische Bundesbahnen  
1877 Umbenennung zuvor Bülach-Regensberg-Bahn  
1886 Anschluß (Namensverlust) zuvor Effretikon-Wetzikon-Hinweil-Bahn  
1881 Anschluß (Namensverlust) danach Schweizerische Centralbahn Suhr-Zofingen
1885 Anschluß (Namensverlust) zuvor Bischofszellerbahn  
1853 Umbenennung zuvor Schweizerische Nordbahn  
1880 Anschluß (Namensverlust) zuvor Schweizerische Nationalbahn Winterthur-Singen, Etzwilen-Konstanz, Kreuzlingen-Kreuzlingen Hafen
1880 Anschluß (Namensverlust) zuvor Schweizerische Nationalbahn Winterthur-Zofingen. Suhr-Aarau
1892 Anschluß (Namensverlust) zuvor Zürich-Zug-Luzern-Bahn  
1857 Anschluß (Namensverlust) zuvor Schweizerische Dampfboot-Actiengesellschaft für den Rhein und Bodensee  
1855 Nebenwerk danach Dampfschiffs-Inspektion der Schweizerischen Nordostbahn  
1875 Anschluß (Namensverlust) zuvor Dampfschiffgesellschaft für den Zürichsee  
1902 partielle Übernahme (von Werksteilen) danach Zürcher Dampfboot-Gesellschaft im Oktober