Robert Napier & Sons

Allgemeines

FirmennameRobert Napier & Sons
OrtssitzGlasgow
OrtsteilGovan
Art des UnternehmensMaschinenfabrik
AnmerkungenEine besonders berühmte Fabrik. Der Inhaber ist Neffe von John Napier. Anfangs als Camlachie Foundry. Seit 1828 als "Vulcan Foundry" in der Washington Street und seit 1840 mit einer Werft in Govan. Bis 1852 nur "Robert Napier Shipyards" genannt. Nachfolger (ab 1899): "Wm. Beardmore & Co."
Quellenangaben[The Govan story (Internet, 2002)] [Matschoß: Dampfmaschine (1908) I,134/135+652/53; II, 505] [Memoirs and portraits of one hundred Glasgow men (Internet)] [Glimpses of old Glasgow (Internet)]




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
1811 Gegründet als Kesselfabrik in Gallowgate bei Glasgow durch John Napier (* ??, + 1813), der bereits in Dumbarton eine Gießerei besaß
1812 Bau des Dampfkessels für den ersten kommerziellen Dampfer Europas "Comet"
1813 Nach dem Tod von John Napier übernimmt sein Sohn David Napier (* 1790, + 23.11.1869) die Firma, wegen seines jungen Alters wird ihm jedoch ein Teilhaber zur Seite gestellt
1821 Robert Napier kommt mit 50 Pfund, die er von seinem Vater geliehen hat, nach Glasgow. Er hatte bei seinem Vater den Beruf als Schmied gelernt.
1817 Ausscheiden des Teilhabers, der in eigener Regie den Dampfmaschinenbau aufnimmt, später tritt Robert Napier (*1791, +1876), ein Vetter David Napier's der bei George Stephenson gelernt hatte und seit 1815 in Greyfriars' Wynd bei Glasgow eine Schmiedewerkstatt betrieb, in die Firma ein.
1818 Bau der Maschine für den ersten Kanaldampfer Dover-Calais "Rob Roy" erbaut bei Denny
1820 Napier verlegt sein Unternehmen in die Camlachie Foundry, welche vorher durch seinen unternehmerischen und einfallsreichen Neffen David Napier betrieben wurde. Eine Zeitlang ist Robert Napier in seinem Werk in Camlachie nur mit der Herstellung von Betriebsdampfmaschinen beschäftigt.
1821 Robert Napier aus Shandon beginnt als Maschinenbauer und Schmied die Camlachie Foundry, die er von seinem Cousin gemietet hat.
1823 Bau der ersten von Robert Napier konstruierten Schiffsmaschine für den Dampfer "Leven" die Seitenbalanciermaschine. - Sie steht später als Denkmal im Stadtzentrum von Dumbarton.
1824 Bau des ersten Paares von Schiffsdampfmaschinen. Sie sind für den Schaufelraddampfer "Leven" bestimmt, der von James Lang in Dumbarton gebaut wurde. - Eine identische Maschine steht später auf einem Sockel an der Esplanade von Dumbarton Castle Pier.
1828 Napier zieht von der Camlachie Foundry in die Vulcan Foundry am Fuß der Washington Street. Hier widmet er sich vollkommen dem Schiffsmaschinenbau.
1833 David Napier zieht nach London und gründet dort eine neue Maschinenfabrik, die Firma übernimmt Robert Napier alleine, bis dahin waren 45 Schiffsmaschinen erbaut worden
1835 Napier erwirbt die Lancefield Foundry. - Die Grundstücksgrenzen werden später erweitert, und der Maschinenbau wird dort über lange Zeit fortgesetzt.
1838 Bau der Maschinen für die "Fire King", eine Yacht mit 500 t, welche die größte Geschwindigkeit eines Schiffs zu dieser Zeit (15 miles/h) erreicht.
1840 Der Schiffbau wird in Govan aufgenommen. Bald ist James R. Napier für diesen Bereich verantwortlich.
1840 Es ist 1840 möglich, die Dampfmaschinen für vier Ozeandampfer mit zusammen 1600 PS in verhältnismäßig kurzer Zeit fertig zu stellen.
1840 Erster Auftrag von der Britischen Regierung, bestehend aus Maschinen für die Schiffe "Vesuvius" und "Stromboli"
1840-1865 Napier rüstet zwischen 1840 und 1865 alle Schiffe der Cunard-Line mit Maschinen aus
1842 Beginn des Eisenschiffbaues in Govan. Napier stellt William Denny als Chefzeichner ein. - Er wird später zusammen mit seinem Bruder Peter der Gründer der "Denny Brothers" in Dumbarton.
1843 Aufnahme des Schiffbaus in einer neugegründeten Werft in Govan / Dampfer "Vanguard"
1852-1853 Robert Napier nimmt seine beiden Söhne, James und Robert als Partner auf. Daher Umfirmierung von "R. Napier Shipyards" in "R. Napier & Sons"
1854 Bau des Cunard-Schaufelraddampfers "Persia", des ersten Eisenschiffs dieser Gesellschaft.
1857 Der Teilhaber James R. Napier scheidet aus "R. Napier & Sons" aus, da die Ziele der verschiedenen Partner zu unterschiedlich sind. Er arbeitet als Schiffbauer auf eigene Rechnung und baut verschiedene, erfolgreiche Schiffe, aber er hat keinen geschäftlichen Erfolg. Daher und aus gesundheitlichen Gründen gibt er seine Werft auf.
1862 Bau des Schaufelraddampfers "Scotia", des letzten und stärksten Schiffs dieses Typs der Cunard-Line.
1862 Auszeichnung auf der Weltausstellung in London für die ausgestellten Zeichnungen des Dampfschiffs "Persia" mit den dargestellten Maschinen
1881 Bau der ersten brauchbaren Dreifachexpansionsmaschine der Welt durch Chefkonstrukteur Alexander C. Kirk (* ??, + 05.10.1892) für den Dampfer "Aberdeen"
1899 Umfirmierung in "William Beardmore Ltd., Glasgow" (diese Firma wird 1905 nach Dalmuir verlegt)




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Dampfkessel          
Schiffe 1856 bekannt 1856 bekannt  
Schiffsdampfmaschinen 1840 stellt Maschinen für 4 Ozeandampfer her 1840 stellt Maschinen für 4 Ozeandampfer her