Zeit |
Ereignis |
21.05.1840 |
Geburt von Simon Lessing im Mühlhausen (Mfr) als Sohn des Maurermeisters und Hopfenhändlers Samuel Lessing, und seiner Frau, Rosina Fröhlich |
19.01.1881 |
Geburt von Willy Lessing in Bamberg als Sohn des Großbrauers Simon Lessing und dessen Frau Clara |
05.11.1885 |
Gründung durch den Hopfenhändler Simon Lessing unter der Firma "Erste Bamberger Export-Bierbrauerei Frankenbräu" mit einem Kapital von 1.100.000 Mark, darunter 1000 Aktien zu je 1.000,00 Mark |
1887 |
Das Kapital wird auf M 2.200.000,00 erhöht. |
1887 |
Die "Frankenbräu" hat einen Ausstoß von 50.000 hl und eine hohe Malzerzeugung |
1888 |
Das Bier von "Frankenbräu" wird auf der Weltausstellung in Brüssel prämiert |
1893 |
Das Kapital wird herabgesetzt auf M 733.000,00 |
27.10.1903 |
Tod von Simon Lessing im Bamberg |
Ende 1903 |
Willy Lessing übernimmt nach dem frühen Tod seines Vaters als 22-Jähriger zusammen mit seiner Mutter die Leitung der Ziegelei und der Brauerei |
1906 |
Nach Sanierung im Jahre 1906 beträgt das Grundkapital M 1.042.000,00 |
30.03.1906 |
Änderung der Firma aus "Erste Bamberger Export-Bierbrauerei Frankenbräu" in "Hofbräu Akt.-Ges. Bamberg" |
1919 |
Erwerb der Brauerei "Erlwein & Schultheiß", Erlangen, danach Angliederung einer Zweigniederlassung in Erlangen. |
1919-1921 |
Das Kapital wird erhöht 1919 und 1921 auf M 2.500.000,00. |
18.11.1919 |
Umfirmierung aus "Hofbräu Akt.-Ges. Bamberg" in "Hofbräu Aktiengesellschaft Bamberg und Erlangen" |
1920 |
Erwerb einer größeren Anzahl von Brauereien in Bamberg, Gaustadt und Haßfurt |
1921 |
Erwerb der Aktien der "Kloster Langheimer Urbräu und Bürgerbräu A.-G.", Lichtenfels |
1922 |
Erwerb der "Löwenbrauerei", Grafenwöhr |
1923 |
Gründung der "Bürgerbräu A.-G." Weiden |
1925 |
Übernahme der Aktien der "Bürgerbräu AG", Weiden |
14.02.1925 |
Lt. Hauptversammlung vom 14. Februar 1925 Umstellung des Grundkapitals in gleicher Höhe auf Reichsmark. |
1934-1935 |
Abstoßung sämtlicher Beteiligungen |
1934-1935 |
Ausgestaltung des Bamberger Betriebes (Ausbau eines neuen Gärkellers und 3 weiterer Lagerkeller) |
1936 |
Schadenfeuer in der Erlanger Betriebsanlage der "Hofbräu Aktiengesellschaft", wodurch die dortige Mälzerei gänzlich zerstört wird. Die Kapazität des Erlanger Betriebes wird auf Bamberg übertragen, die Erlanger Anlage dient zunächst vorwiegend Depotzwecken. |
1936 |
Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten werden Lessings Anteile an der Brauerei zwangsenteignet. |
1937 |
Errichtung neuer Lagerkeller und einer neuen Pichereianlage. |
09./10.11.1938 |
Willy Lessing wird beim Versuch, in der "Reichskristallnacht" die Torarolle zu retten, von den Brandstiftern erkannt und schwer misshandelt. |
17.01.1939 |
Tod von Willy Lessing in Bamberg nach seinen Mißhandlungen in der "Reichskristallnacht" |
08.02.1943 |
Letzte ordentliche Hauptversammlung bis 1943/44 |
ab 1945 |
Nach dem Zweiten Weltkrieg dient die "Hofbräu AG" den Alliierten als Armeebrauerei |
1972 |
Fusion der "Hofbräu AG" mit der Patrizierbräu. Seitdem hält der Schickedanz-Konzern die Mehrheit der Aktienanteile |
Ende 1977 |
Die "Patrizierbräu AG" (Schickedanz-Gruppe) gibt die Bierproduktion am Bamberger Standort auf. |
1982 |
Abriß der Gebäude |