Badische Maschinenfabrik und Eisengießerei vorm. G. Sebold & Sebold & Neff A.-G.

Allgemeines

FirmennameBadische Maschinenfabrik und Eisengießerei vorm. G. Sebold & Sebold & Neff A.-G.
OrtssitzKarlsruhe (Baden)
OrtsteilDurlach
StraßeSeboldstr. l
Postleitzahl76227
Art des UnternehmensMaschinenfabrik und Eisengießerei
AnmerkungenPLZ nur ungefähr, da Straße fehlt.
Quellenangaben[Durlach. Staufergründung ... (1996) 302] [Görlitzer Maschinenbauanstalt: Ventildampfmaschinen (um 1920)] [Handbuch Akt.-Ges. (1943) 45]




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
1872 Georg Sebold gründet mit seinem Schwiegersohn Friedrich Neff eine Eisengießerei und baut auch Formmaschinen
1872 Angliederung der Eisengießerei von Sebold & Neff, in der erstmals maschinelle Massenformerei durch Preßformmaschinen, ebenfalls eine Erfindung von G. Sebold, erfolgte. (Modell der ersten Preßformmaschine im Deutschen Museum für Meisterwerke der Naturwissenschaft und Technik in München.) In den folgenden Jahren Herstellung dieser Preßformmaschine und anderer Typen von Formmaschinen, die im Laufe der Jahre vervollkommnet und durch neue Typen wie hydraulische und Rüttelformmaschmen ersetzt werden. Übergang zur Fabrikation aller zur Gießerei benötigten Maschinen und Einrichtungen, insbesondere auch Sandstrahlgebläse, Sandaufbereitungs- und Schmelz-Anlagen für Eisen-, Stahl-, Temper- und Metallgießereien.
1880 Verkauf der Firma an den Ingenieur Emil Gerber
11.11.1885 Umwandlung in eine Aktiengesellschaft erfolgt am 11. November 1885 mit einem Grundkapital von M 550.000,00 von G. Sebold zur Herstellung von allgemeinen Erzeugnissen des Maschinenbaues, insbesondere Zündholzmaschinen (Erfindung von G. Sebold).
1898-1899 Angliederung der Gerbereimaschinen-Abteilung zur Herstellung der gesamten maschinentechnischen Einrichtung für Gerbereien und Lederfabriken.
1910 Lieferung einer Dampfmaschine durch Görlitzer Maschinenbauanstalt
1930 Übernahme der Abteilung Gießereimaschinen der "Vereinigte Schmirgel- und Maschinenfabriken Akt.-Ges." vorm. S. Oppenheim & Co. und Schlesinger & Co., Hannover-Hainholz.
1938-1939 Verkauf der Fabrikanlage der Max Schellberg & Co. A.-G., Karlsruhe, und Auflösung des Pachtvertrages.
1942-1943 Tilgung der restlichen Genußrechte von Reichsmark 14.200,00. Besitz- und Betriebsbeschreibung
1995 Verlagerung der Produktion nach Tschechien




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Dampfmaschinen 1861 auf Ind.-Ausst., gebaut von G. Sebold 1861    
Dampfmotore 1903 Katalog 1903 1903 Katalog 1903 stehender Kessel, liegende Maschine. Leistungen: 1 - 12/15 PS
Gußeisen 1910 Aufstellung Dampfmaschine 1910 Aufstellung Dampfmaschine  
Maschinen 1910 Aufstellung Dampfmaschine 1910 Aufstellung Dampfmaschine  




Betriebene Dampfmaschinen

Bezeichnung Bauzeit Hersteller
Dampfmaschine 1910 Görlitzer Maschinenbauanstalt und Eisengießerei AG




Allgemeines

ZEIT1943
THEMAOrgane und Kapital der Gesellschaft
TEXTVorstand: Dir. Professor Dr.-Ing. E. h. Otto Nagel, Karlsruhe- Durlach; Dir. Alfred Schaber, Ettlingen. Aufsichtsrat: Generaldir. Hermann Kühn, Berlin-Lichterfelde West, Vorsitzer; Dir. Wilhelm Walter, Berlin-Wilmersdorf, stellv. Vorsitzer; Ingenieur Alfred Gerber, Karlsruhe; Fabrikant Friedrich Middelanis, Hitdorf (Rhein). Abschlußprüfer für das Geschäftsjahr 1942/43: Mitteleuropäische Treuhandgesellschaft m. b. H., Berlin. Geschäftsjahr: 1. Juli bis 30. Juni. Hauptversammlung (Stimmrecht): je nom. RM 200,00 Stammaktien 1 Stimme, je nom. RM 35,00 Vorzugsaktien 1 Stimme, in den besonderen drei Fällen jedoch 20 Stimmen. Reingewinn-Verwendung: Der nach Absetzung aller Abschreibungen, Rückstellungen und Wertberichtigungen nach dem Jahresabschluß sich ergebende Reingewinn wird folgendermaßen verteilt: 1. 5 % sind dem gesetzlichen Reservefonds solange zuzuführen, bis dieser den zehnten Teil des Grundkapitals erreicht. 2. Aus dem verbleibenden Reingewinn erhalten die Vorzugsaktien vorweg eine Dividende von 6 % mit der Maßgabe, daß, falls der verteilbare Reingewinn eines Jahres oder mehrerer Jahre zur Zahlung dieser Dividende nicht ausreicht, der fehlende Betrag aus dem verteilbaren Reingewinn späterer Jahre auf den Dividendenschein des zuletzt abgelaufenen Geschäftsjahres vorweg vergütet wird. 3. Ueber den Rest des Gewinnes verfügt die Hauptversammlung, jedoch haben hieran die Vorzugsaktien keinen Anteil. Grundkapital: nom. RM 3.200.000,00 Stammaktien in 16 000 Stücken zu je RM 200,00 (Nr. 1 - 3200, 3501 - 15 700, 16 001 - 16 600), nom. RM 21.000,00 Vorzugsaktien in 600 Stücken zu je RM 35,00 (Nr. 3201 - 3500, 15 701 - 16 000). RM 3.221.000,00
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 45]


THEMAZweck und Gegenstand des Unternehmens (Organe und Kapital der Gesellschaft)
TEXTGegenstand des Unternehmens: Herstellung und Vertrieb von Maschinen jeder Art sowie der Betrieb einer Eisengießerei. Die Gesellschaft ist befugt, für ihre Zwecke Handelsgeschäfte jeder Art zu betreiben sowie sich an anderen Unternehmungen zu beteiligen. Erzeugnisse: Maschinen und Einrichtungen für Eisen-, Stahl-, Temper- und Metallgießereien, darunter Sandstrahlgebläse für verschiedene Zwecke; Maschinen und Einrichtungen für Zündholzfabriken; Maschinen und Einrichtungen für Gerbereien und Lederfabriken; Maschinen- und Handelsguß. (Vorstand: Dir. Professor Dr.-Ing. E. h. Otto Nagel, Karlsruhe- Durlach; Dir. Alfred Schaber, Ettlingen. Aufsichtsrat: Generaldir. Hermann Kühn, Berlin-Lichterfelde West, Vorsitzer; Dir. Wilhelm Walter, Berlin-Wilmersdorf, stellv. Vorsitzer; Ingenieur Alfred Gerber, Karlsruhe; Fabrikant Friedrich Middelanis, Hitdorf (Rhein). Abschlußprüfer für das Geschäftsjahr 1942/43: Mitteleuropäische Treuhandgesellschaft m. b. H., Berlin. Geschäftsjahr: 1. Juli bis 30. Juni. Hauptversammlung (Stimmrecht): je nom. RM 200,00 Stammaktien 1 Stimme, je nom. RM 35,00 Vorzugsaktien 1 Stimme, in den besonderen drei Fällen jedoch 20 Stimmen. Reingewinn-Verwendung: Der nach Absetzung aller Abschreibungen, Rückstellungen und Wertberichtigungen nach dem Jahresabschluß sich ergebende Reingewinn wird folgendermaßen verteilt: 1. 5 % sind dem gesetzlichen Reservefonds solange zuzuführen, bis dieser den zehnten Teil des Grundkapitals erreicht. 2. Aus dem verbleibenden Reingewinn erhalten die Vorzugsaktien vorweg eine Dividende von 6 % mit der Maßgabe, daß, falls der verteilbare Reingewinn eines Jahres oder mehrerer Jahre zur Zahlung dieser Dividende nicht ausreicht, der fehlende Betrag aus dem verteilbaren Reingewinn späterer Jahre auf den Dividendenschein des zuletzt abgelaufenen Geschäftsjahres vorweg vergütet wird. 3. Ueber den Rest des Gewinnes verfügt die Hauptversammlung, jedoch haben hieran die Vorzugsaktien keinen Anteil. Grundkapital: nom. RM 3.200.000,00 Stammaktien in 16 000 Stücken zu je RM 200,00 (Nr. 1 - 3200, 3501 - 15 700, 16 001 - 16 600), nom. RM 21.000,00 Vorzugsaktien in 600 Stücken zu je RM 35,00 (Nr. 3201 - 3500, 15 701 - 16 000). RM 3.221.000,00)


THEMABesitzverhältnisse (Organe und Kapital der Gesellschaft)
TEXTAnlagen: Maschinenfabrik mit Werkzeugmaschinen neuester Konstruktion, elektrische Motoren, Hebezeuge, Eisengießerei mit Formmaschinen für Hand- und Maschinenformerei, Hebezeuge, Kupolöfen, Sandaufbereitung, Sandstrahlgebläse- Anlagen, Tiegelöfen, Heißwinderzeuger, Formtrockenöfen; Gleisanschluß. Kraftanlagen: elektrische Umformeranlage, Reservekraftanlage. Häuser: 1 Verwaltungsgebäude, 8 Arbeiter- und Beamtenwohnhäuser und 3 Villen. (Vorstand: Dir. Professor Dr.-Ing. E. h. Otto Nagel, Karlsruhe- Durlach; Dir. Alfred Schaber, Ettlingen. Aufsichtsrat: Generaldir. Hermann Kühn, Berlin-Lichterfelde West, Vorsitzer; Dir. Wilhelm Walter, Berlin-Wilmersdorf, stellv. Vorsitzer; Ingenieur Alfred Gerber, Karlsruhe; Fabrikant Friedrich Middelanis, Hitdorf (Rhein). Abschlußprüfer für das Geschäftsjahr 1942/43: Mitteleuropäische Treuhandgesellschaft m. b. H., Berlin. Geschäftsjahr: 1. Juli bis 30. Juni. Hauptversammlung (Stimmrecht): je nom. RM 200,00 Stammaktien 1 Stimme, je nom. RM 35,00 Vorzugsaktien 1 Stimme, in den besonderen drei Fällen jedoch 20 Stimmen. Reingewinn-Verwendung: Der nach Absetzung aller Abschreibungen, Rückstellungen und Wertberichtigungen nach dem Jahresabschluß sich ergebende Reingewinn wird folgendermaßen verteilt: 1. 5 % sind dem gesetzlichen Reservefonds solange zuzuführen, bis dieser den zehnten Teil des Grundkapitals erreicht. 2. Aus dem verbleibenden Reingewinn erhalten die Vorzugsaktien vorweg eine Dividende von 6 % mit der Maßgabe, daß, falls der verteilbare Reingewinn eines Jahres oder mehrerer Jahre zur Zahlung dieser Dividende nicht ausreicht, der fehlende Betrag aus dem verteilbaren Reingewinn späterer Jahre auf den Dividendenschein des zuletzt abgelaufenen Geschäftsjahres vorweg vergütet wird. 3. Ueber den Rest des Gewinnes verfügt die Hauptversammlung, jedoch haben hieran die Vorzugsaktien keinen Anteil. Grundkapital: nom. RM 3.200.000,00 Stammaktien in 16 000 Stücken zu je RM 200,00 (Nr. 1 - 3200, 3501 - 15 700, 16 001 - 16 600), nom. RM 21.000,00 Vorzugsaktien in 600 Stücken zu je RM 35,00 (Nr. 3201 - 3500, 15 701 - 16 000). RM 3.221.000,00)


THEMABeteiligung an folgenden Unternehmens (Organe und Kapital der Gesellschaft)
TEXTBeteiligung (s.d.): Max Schellberg & Co. Aktiengesellschaft, Karlsruhe, Beteiligung: 97.35 %. (Vorstand: Dir. Professor Dr.-Ing. E. h. Otto Nagel, Karlsruhe- Durlach; Dir. Alfred Schaber, Ettlingen. Aufsichtsrat: Generaldir. Hermann Kühn, Berlin-Lichterfelde West, Vorsitzer; Dir. Wilhelm Walter, Berlin-Wilmersdorf, stellv. Vorsitzer; Ingenieur Alfred Gerber, Karlsruhe; Fabrikant Friedrich Middelanis, Hitdorf (Rhein). Abschlußprüfer für das Geschäftsjahr 1942/43: Mitteleuropäische Treuhandgesellschaft m. b. H., Berlin. Geschäftsjahr: 1. Juli bis 30. Juni. Hauptversammlung (Stimmrecht): je nom. RM 200,00 Stammaktien 1 Stimme, je nom. RM 35,00 Vorzugsaktien 1 Stimme, in den besonderen drei Fällen jedoch 20 Stimmen. Reingewinn-Verwendung: Der nach Absetzung aller Abschreibungen, Rückstellungen und Wertberichtigungen nach dem Jahresabschluß sich ergebende Reingewinn wird folgendermaßen verteilt: 1. 5 % sind dem gesetzlichen Reservefonds solange zuzuführen, bis dieser den zehnten Teil des Grundkapitals erreicht. 2. Aus dem verbleibenden Reingewinn erhalten die Vorzugsaktien vorweg eine Dividende von 6 % mit der Maßgabe, daß, falls der verteilbare Reingewinn eines Jahres oder mehrerer Jahre zur Zahlung dieser Dividende nicht ausreicht, der fehlende Betrag aus dem verteilbaren Reingewinn späterer Jahre auf den Dividendenschein des zuletzt abgelaufenen Geschäftsjahres vorweg vergütet wird. 3. Ueber den Rest des Gewinnes verfügt die Hauptversammlung, jedoch haben hieran die Vorzugsaktien keinen Anteil. Grundkapital: nom. RM 3.200.000,00 Stammaktien in 16 000 Stücken zu je RM 200,00 (Nr. 1 - 3200, 3501 - 15 700, 16 001 - 16 600), nom. RM 21.000,00 Vorzugsaktien in 600 Stücken zu je RM 35,00 (Nr. 3201 - 3500, 15 701 - 16 000). RM 3.221.000,00)