Maschinenbau und Bahnbedarf Aktiengesellschaft

Allgemeines

FirmennameMaschinenbau und Bahnbedarf Aktiengesellschaft
OrtssitzBerlin
OrtsteilSW 61
StraßeTempelhofer Ufer 23-24
Art des UnternehmensMaschinenfabrik
Anmerkungen1941 umbenannt aus "Maschinenbau- und Bahnbedarf A.-G. vorm. Orenstein & Koppel" (Arisierung); bis 1939: "Orenstein & Koppel AG" (s.d.). Die Lokomotivfabrik wird als "Werk Drewitz" bezeichnet, sie liegt aber in Potsdam-Babelsberg (umbenannt aus Nowawes). Nach 1945: "Lokomotivbau Karl Marx", Potsdam-Babelsberg (s.d.). Seit 1949 der Hauptsitz von O&K in Dortmund.
Quellenangaben[Slezak: Lokfabr. Europas (1962) 8] [Handbuch Akt.-Ges. (1943) 5609] [Pierson: Lokomotiven aus Berlin (1977) 87]




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
1940 Weitere Kapitalerhöhung der italienischen Tochtergesellschaft von Lire 3.000.000,00 auf Lire 5.000.000,00
1940 Fertigstellung von Wohnhausbauten in Potsdam-Babelsberg.
1940 Erhöhung des Kapitals der französischen Tochtergesellschaft von Fr. 1.500.000,00 auf Fr. 5.000.000,00.
01.01.1940 Die am 1. Juli 1939 beschlossene Änderung der Firma aus "Orenstein & Koppel A.-G." in "Maschinenbau- und Bahnbedarf A.-G. vorm. Orenstein & Koppel" tritt in Kraft
06.1940 Kapitalerhöhung durch Ausgabe von 6000 5 % stimmrechtslosen Inhabervorzugsaktien über je nom. RM 1.000,00, die den Aktionären zum Kurse von 106% im Verhältnis 3 : 1 zum Bezuge angeboten werden.
04.07.1941 Laut Hauptversammlung vom 4. Juli 1941 Änderung der Firma aus "Maschinenbau- und Bahnbedarf A.-G. vorm. Orenstein & Koppel" in "Maschinenbau und Bahnbedarf Aktiengesellschaft" (unter Weglassung des Zusatzes "vormals Orenstein & Koppel")
1942 Erhöhung des Kapitals der ungarischen Tochtergesellschaft auf Pengö 500.000,00.
1942 Gemeinsam mit der "Hoesch A.-G.", Dortmund wird die "Exportunion Hoesch - M.B.A." gegründet.
1943 Die Kriegslokomotive 52 4915 wird durch Orenstein & Koppel mit einer Lentz-Ventilsteuerung mit Antrieb der Nockenwelle durch einen Kegelradantrieb an der Treibachse bei der Gegenkurbel gebaut. Sie bewährt sich nicht, überlebt den Krieg und wird 1948 nach einer L3-Untersuchung im Bw Minden wieder in Betrieb genommen und 1955 als letzte deutsche Staatsbahn-Dampflokomotive mit Ventilsteuerung ausgemustert.
06.08.1943 Letzte ordentliche Hauptversammlung bis 1943/44
1949 Umfirmierung aus "Maschinenbau und Bahnbedarf Aktiengesellschaft" in "Orenstein & Koppel AG"




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Ackerschlepper 1940 Beginn (ex Orenstein & Koppel) 1945 Ende (Karl-Marx bzw. O&K)  
Bagger 1940 Beginn (ex Orenstein & Koppel) 1945 Ende (Karl-Marx bzw. O&K)  
Baumaschinen 1940 Beginn (ex Orenstein & Koppel) 1945 Ende (Karl-Marx bzw. O&K)  
Dampflokomotiven 1940 Beginn (ex Orenstein & Koppel) 1945 Ende (Karl-Marx bzw. O&K)  
Dieselmotoren 1940 Beginn (ex Orenstein & Koppel) 1945 Ende (Karl-Marx bzw. O&K)  
Gleisanlage für Schmalspur 1940 Beginn (ex Orenstein & Koppel) 1945 Ende (Karl-Marx bzw. O&K)  
Güterzugwagen 1940 Beginn (ex Orenstein & Koppel) 1945 Ende (Karl-Marx bzw. O&K)  
Kräne 1940 Beginn (ex Orenstein & Koppel) 1945 Ende (Karl-Marx bzw. O&K)  
Motorfahrzeuge 1940 Beginn (ex Orenstein & Koppel) 1945 Ende (Karl-Marx bzw. O&K)  
Oberbaumaterial 1940 Beginn (ex Orenstein & Koppel) 1945 Ende (Karl-Marx bzw. O&K)  
Personenzugwagen 1940 Beginn (ex Orenstein & Koppel) 1945 Ende (Karl-Marx bzw. O&K)  
Schlagmühlen 1940 Beginn (ex Orenstein & Koppel) 1945 Ende (Karl-Marx bzw. O&K)  
Triebwagen 1940 Beginn (ex Orenstein & Koppel) 1945 Ende (Karl-Marx bzw. O&K)  
Verbrennungsmotoren 1940 Beginn (ex Orenstein & Koppel) 1945 Ende (Karl-Marx bzw. O&K)  
Weichen 1940 Beginn (ex Orenstein & Koppel) 1945 Ende (Karl-Marx bzw. O&K)  




Firmen-Änderungen, Zusammenschüsse, Teilungen, Beteiligungen


Zeit = 1: Zeitpunkt unbekannt

Zeit Bezug Abfolge andere Firma Kommentar
1948 Ortswechsel danach Orenstein & Koppel Drewitz --> Dortmund
1940 Umbenennung zuvor Orenstein & Koppel - Arthur Koppel Aktiengesellschaft  




Allgemeines

ZEIT1943
THEMAOrgane und Kapital der Gesellschaft
TEXTVorstand: Hermann Pförtner, Potsdam-Babelsberg; Willy Ochel, Dipl.-Ing., Berlin-Kladow; Dr.-Ing. Wolfgang Leisching, Berlin-Frohnau; Dipl.-Kaufmann Gerhard Elkmann, Berlin-Schlachtensee. Aufsichtsrat: Generaldirektor Erich Tgahrt, Dortmund, Vorsitzer; Fritz Wintermantel, Vorstandsmitglied der Deutschen Bank, Berlin, stellv. Vorsitzer; Alfred Hölling, Vorstandsmitglied der Dresdner Bank, Berlin, stellv: Vorsitzer; Dipl.-Ing. Alfred Brüninghaus, Dortmund; Geh. Legationsrat a. D. Dr. phil. Dr. jur. Walther Frisch, Berlin; Direktor August Goetz, Berlin; Generalkonsul Albert Heilmann, Berlin; Konsul Dr. Leopold Valentin Kaufmann, Bankier, Köln; Dr. Carl Lipp, Dortmund; Dr. rer. pol. Joseph Schilling, Vorstandsmitglied der Commerzbank A.-G., Berlin; General der Inf. a. D. Joachim von Stülpnagel, Potsdam-Babelsberg. Abschlußprüfer für das Geschäftsjahr 1943: Deutsche Treuhand-Gesellschaft, Berlin. Geschäftsjahr: 1. Januar bis 31. Dezember. Hauptversammlung (Stimmrecht): Je nom. RM 100,00 Stammaktien 1 Stimme. Vorzugsaktien kein Stimmrecht. Reingewinn-Verwendung: Der Reingewinn, der sich nach Vornahme von Abschreibungen, Wertberichtigungen, Rückstellungen und Rücklagen - einschließlich der Einstellung in die gesetzliche Rücklage - ergibt, wird wie folgt verteilt: a) zunächst werden auf die Vorzugsaktien 5 % als Gewinnanteil ausgeschüttet unter Nachzahlung früherer Fehlbeträge; b) der weitere jährliche Reingewinn ist zur Zahlung bis zu 4 % des Nennbetrages der Stammaktien zu verwenden; c) der darüber hinaus noch verfügliche Betrag wird, soweit die Hauptversammlung keine andere Verwendung bestimmt, an die Aktionäre verteilt mit der Maßgabe, daß bei einer Erhöhung des Gewinnanteils der Stammaktien über 5 % sich auch der Gewinnanteil der Vorzugsaktien auf den gleichen Prozentsatz erhöht. Die Gewinnanteile der Aktionäre werden stets im Verhältnis der auf den Nennwert der Aktien geleisteten Einlagen und im Verhältnis der Zeit, die seit dem für die Leistung bestimmten Zeitpunkt verstrichen ist, verteilt. Grundkapital: nom. RM 20.000.000,00 Stammaktien in 12 520 Stücken zu je RM 1.000,00 (Lit. A Nr. 1-10 000, 16 001-18 520), 4 000 Stücken zu je RM 500,00 (Lit. B Nr. 1-4000), 54 800 Stücken zu je RM 100,00 (Lit. C Nr. 1-54 800), nom. RM 6.000.000,00 Vorzugsaktien in 6 000 Stücken zu je RM 1.000,00 (Nr. 1-6000). RM 26.000.000,00 Großaktionär: Hoesch A.-G., Dortmund. Besondere Rechte: Die Vorzugsaktien ohne Stimmrecht erhalten einen Vorzugsgewinnanteil bis zu 5 % des Nennbetrages. Übersteigt der auf die Stammaktien auszuschüttende Gewinnanteil 5 %. so erhöht sich auch der Vorzugsgewinnanteil auf den gleichen Prozentsatz. Reicht in einem Geschäftsjahr der verteilbare Reingewinn zur Zahlung des Vorzugsgewinnanteils von 5 % nicht aus, so sind die Fehlbeträge ohne Zinsen aus dem Reingewinn der folgenden Geschäftsjahre vor Verteilung eines Gewinnanteils an die Stammaktionäre nachzuzahlen. Reicht der zur Verfügung stehende Reingewinn zur Zahlung der Rückstände sowie des 5 %igen Vorzugsgewinnanteils des neuen Geschäftsjahres nicht aus, so gelangen zunächst die Rückstände auf die Gewinnanteilscheine der Vorzugsaktien nach der Reihenfolge der Geschäftsjahre zur Auszahlung; das Recht auf Nachzahlung ist an den Gewinnanteilschein des Ausfalljahres geknüpft. Im Fall der Abwicklung der Gesellschaft erhalten die Vorzugsaktien Befriedigung vor den Stammaktien bis zur Höhe des eingezahlten Nennbetrages der Vorzugsaktien zuzüglich etwa rückständiger Vorzugsgewinnanteile sowie 5 % Zinsen vom Beginn des Geschäftsjahres ab, in dem die Gesellschaft in Abwicklung getreten ist. Alsdann erhalten die Stammaktien Befriedigung bis zur Höhe des eingezahlten Nennbetrages. An einem sich darüber hinaus ergebenden Abwicklungserlös nehmen die Stammaktien und die Vorzugsaktien im Verhältnis des eingezahlten Stammaktienkapitals zum eingezahlten Vorzugsaktienkapital teil. Die Inhaber von Vorzugsaktien sind berechtigt, durch eine mit zweimonatiger Frist für Ende Dezember eines jeden Geschäftsjahres, erstmalig zum 31. Dezember 1943. abzugebende Erklärung gegenüber der Gesellschaft oder gegenüber den Stellen, die von dieser benannt werden, die Umwandlung ihrer Vorzugsaktien in Stammaktien zu verlangen. Die Gesellschaft ist verpflichtet, insoweit dem Umtauschverlangen zu entsprechen, als die zum Ende eines Geschäftsjahres vorliegenden Umtauschanträge nom. RM 50.000,00 oder einem Mehrfachen davon entsprechen, wobei die Zeitfolge des Einganges der Umtauschanträge bei der Gesellschaft oder den von ihr bezeichneten Stellen maßgebend ist. Soweit die Anträge gleichzeitig eingegangen sind, erfolgt eine entsprechende Kürzung. Soweit die Umtauschanträge nicht den Betrag von nom. RM 50.000,00 darstellen, ist die Gesellschaft zum Umtausch berechtigt. Die Erklärung ist durch eingeschriebenen Brief unter gleichzeitiger Einreichung der umzuwandelnden Vorzugsaktien abzugeben. Die Vorzugsaktionäre, deren Vorzugsaktien zum Umtausch in Stammaktien kommen, erhalten den Gewinnanteilschein der Stammaktien für das laufende Geschäftsjahr gegen den Gewinnanteilschein der umgetauschten Vorzugsaktien für das laufende Geschäftsjahr. Die Gesellschaft hat das Recht, die Vorzugsaktien vom 1. Januar 1945 ab jederzeit gegen Zahlung von 106% ihres Nennbetrages zuzüglich etwa rückständiger und bis zum Wirksamwerden der Einziehung laufender Vorzugsgewinnanteile einzuziehen, sofern der Nennbetrag der Vorzugsaktien infolge Umtausches in Stammaktien auf nom. Reichsmark 500.000,00 oder darunter gesunken ist. Für den Einziehungsbeschluß genügt die einfache Stimmenmehrheit des bei der Beschlußfassung vertretenen Grundkapitals. Die Einziehung ist in der Weise zu beschließen, daß sie auf den Schluß eines Kalenderjahres und nicht früher als drei Monate nach Bekanntgabe des Einziehungsbeschlusses im Reichsanzeiger wirksam wird. Das Recht der von der Einbeziehung betroffenen Vorzugsaktionäre auf Umwandlung ihrer Vorzugsaktien in Stammaktien kann dann noch bis zum Wirksamwerden des Einziehungsbeschlusses ausgeübt werden. Wird der Antrag auf Umwandlung rechtzeitig gestellt, so werden die umgewandelten Aktien von der Einziehung nicht ergriffen. Dabei tritt an Stelle des Betrages von nom. RM 50.000,00 (s. Absatz 4) der Nominalbetrag von RM 10.000,00. Die Gesellschaft ist berechtigt, vom 1. Januar 1954 ab die Vorzugsaktien ohne Stimmrecht zum Kurse von 110 % einzuziehen. Buchwert der Beteiligungen: RM 8.866.205,00. Buchwert der Wertpapiere des Umlaufvermögens: Reichsmark 450.000,00.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 5609]


THEMAZweck und Gegenstand des Unternehmens (Organe und Kapital der Gesellschaft)
TEXTGegenstand des Unternehmens: Die Herstellung und der Vertrieb von Lokomotiven, Personen- und Güterwagen aller Art, Verbrennungsmotoren und Motorfahrzeugen, Baumaschinen, Baggern und Kränen, Weichen, Oberbaumaterial sowie von Maschinen, Geräten und Zubehörteilen dieser und verwandter Industriezweige, der An- und Verkauf und die sonstige Verwertung, wie Vermietung der vorgenannten Gegenstände, endlich die Übernahme von Bahnbauten aller Art. Die Gesellschaft ist berechtigt, bewegliche und unbewegliche Anlagen, Sachen und Rechte, die ihre Zwecke fördern, zu begründen, zu übernehmen, auszunutzen und zu verwerten, oder sich an solchen Anlagen zu beteiligen und überhaupt alle Maßnahmen zu ergreifen und Geschäfte zu machen, die zur Erreichung oder Förderung der Zwecke der Gesellschaft angemessen erscheinen. Die Gesellschaft ist auch berechtigt, mit anderen Unternehmungen, welche dieselben oder ähnliche Zwecke verfolgen, Vereinbarungen über eine gemeinschaftliche Geschäftsführung im gegenseitigen Interesse zu treffen. Erzeugnisse: Dampflokomotiven für Normal- und Schmalspur; Diesellokomotiven für Normal- und Schmalspur; Dieselmotoren; Eisenbahnwagen; Industriewagen für Normal- und Schmalspur; Gleisanlagen für Normal- und Schmalspur; Bagger und Krane; Ackerschlepper, Schlagmühlen. Im Zuge der Entwicklung werden der Bau groß angelegter Fabriken und die Errichtung zahlreicher Verkaufsniederlassungen im Inlande sowie ein systematischer Aufbau einer bedeutenden ausländischen, insbesondere überseeischen, Verkaufsorganisation durchgeführt. Die Versorgung der ausländischen Verkaufsstellen mit Material wird teilweise auch durch im Auslande gegründete Fabrikationsstätten bewirkt. So entwickelt sich allmählich aus der anfangs bescheidenen Handelsfirma ein die ganze Welt mit seinen Fabriken, Tochtergesellschaften und Geschäftsstellen umfassendes Unternehmen. Der Konzern verfügt um 1943 u. a. über bedeutende Waggonfabriken sowie über Lokomotivfabriken für den Bau von Staats- und Privatbahnmaschinen, die bereits mehr als 24 000 Lokomotiven zur Ablieferung gebracht haben. In anderen Werken wird der Bau von Triebwagen, Transportkesseln, Schleppern, von Löffelbaggern, Eimerbaggern sowie von Schwimmbaggern und Schiffen betrieben. Schließlich verfügt die Gesellschaft auch über eine besondere Abteilung, die sich mit der Projektierung und dem Bau von Bahnen beschäftigt. (Vorstand: Hermann Pförtner, Potsdam-Babelsberg; Willy Ochel, Dipl.-Ing., Berlin-Kladow; Dr.-Ing. Wolfgang Leisching, Berlin-Frohnau; Dipl.-Kaufmann Gerhard Elkmann, Berlin-Schlachtensee. Aufsichtsrat: Generaldirektor Erich Tgahrt, Dortmund, Vorsitzer; Fritz Wintermantel, Vorstandsmitglied der Deutschen Bank, Berlin, stellv. Vorsitzer; Alfred Hölling, Vorstandsmitglied der Dresdner Bank, Berlin, stellv: Vorsitzer; Dipl.-Ing. Alfred Brüninghaus, Dortmund; Geh. Legationsrat a. D. Dr. phil. Dr. jur. Walther Frisch, Berlin; Direktor August Goetz, Berlin; Generalkonsul Albert Heilmann, Berlin; Konsul Dr. Leopold Valentin Kaufmann, Bankier, Köln; Dr. Carl Lipp, Dortmund; Dr. rer. pol. Joseph Schilling, Vorstandsmitglied der Commerzbank A.-G., Berlin; General der Inf. a. D. Joachim von Stülpnagel, Potsdam-Babelsberg. Abschlußprüfer für das Geschäftsjahr 1943: Deutsche Treuhand-Gesellschaft, Berlin. Geschäftsjahr: 1. Januar bis 31. Dezember. Hauptversammlung (Stimmrecht): Je nom. RM 100,00 Stammaktien 1 Stimme. Vorzugsaktien kein Stimmrecht. Reingewinn-Verwendung: Der Reingewinn, der sich nach Vornahme von Abschreibungen, Wertberichtigungen, Rückstellungen und Rücklagen - einschließlich der Einstellung in die gesetzliche Rücklage - ergibt, wird wie folgt verteilt: a) zunächst werden auf die Vorzugsaktien 5 % als Gewinnanteil ausgeschüttet unter Nachzahlung früherer Fehlbeträge; b) der weitere jährliche Reingewinn ist zur Zahlung bis zu 4 % des Nennbetrages der Stammaktien zu verwenden; c) der darüber hinaus noch verfügliche Betrag wird, soweit die Hauptversammlung keine andere Verwendung bestimmt, an die Aktionäre verteilt mit der Maßgabe, daß bei einer Erhöhung des Gewinnanteils der Stammaktien über 5 % sich auch der Gewinnanteil der Vorzugsaktien auf den gleichen Prozentsatz erhöht. Die Gewinnanteile der Aktionäre werden stets im Verhältnis der auf den Nennwert der Aktien geleisteten Einlagen und im Verhältnis der Zeit, die seit dem für die Leistung bestimmten Zeitpunkt verstrichen ist, verteilt. Grundkapital: nom. RM 20.000.000,00 Stammaktien in 12 520 Stücken zu je RM 1.000,00 (Lit. A Nr. 1-10 000, 16 001-18 520), 4 000 Stücken zu je RM 500,00 (Lit. B Nr. 1-4000), 54 800 Stücken zu je RM 100,00 (Lit. C Nr. 1-54 800), nom. RM 6.000.000,00 Vorzugsaktien in 6 000 Stücken zu je RM 1.000,00 (Nr. 1-6000). RM 26.000.000,00 Großaktionär: Hoesch A.-G., Dortmund. Besondere Rechte: Die Vorzugsaktien ohne Stimmrecht erhalten einen Vorzugsgewinnanteil bis zu 5 % des Nennbetrages. Übersteigt der auf die Stammaktien auszuschüttende Gewinnanteil 5 %. so erhöht sich auch der Vorzugsgewinnanteil auf den gleichen Prozentsatz. Reicht in einem Geschäftsjahr der verteilbare Reingewinn zur Zahlung des Vorzugsgewinnanteils von 5 % nicht aus, so sind die Fehlbeträge ohne Zinsen aus dem Reingewinn der folgenden Geschäftsjahre vor Verteilung eines Gewinnanteils an die Stammaktionäre nachzuzahlen. Reicht der zur Verfügung stehende Reingewinn zur Zahlung der Rückstände sowie des 5 %igen Vorzugsgewinnanteils des neuen Geschäftsjahres nicht aus, so gelangen zunächst die Rückstände auf die Gewinnanteilscheine der Vorzugsaktien nach der Reihenfolge der Geschäftsjahre zur Auszahlung; das Recht auf Nachzahlung ist an den Gewinnanteilschein des Ausfalljahres geknüpft. Im Fall der Abwicklung der Gesellschaft erhalten die Vorzugsaktien Befriedigung vor den Stammaktien bis zur Höhe des eingezahlten Nennbetrages der Vorzugsaktien zuzüglich etwa rückständiger Vorzugsgewinnanteile sowie 5 % Zinsen vom Beginn des Geschäftsjahres ab, in dem die Gesellschaft in Abwicklung getreten ist. Alsdann erhalten die Stammaktien Befriedigung bis zur Höhe des eingezahlten Nennbetrages. An einem sich darüber hinaus ergebenden Abwicklungserlös nehmen die Stammaktien und die Vorzugsaktien im Verhältnis des eingezahlten Stammaktienkapitals zum eingezahlten Vorzugsaktienkapital teil. Die Inhaber von Vorzugsaktien sind berechtigt, durch eine mit zweimonatiger Frist für Ende Dezember eines jeden Geschäftsjahres, erstmalig zum 31. Dezember 1943. abzugebende Erklärung gegenüber der Gesellschaft oder gegenüber den Stellen, die von dieser benannt werden, die Umwandlung ihrer Vorzugsaktien in Stammaktien zu verlangen. Die Gesellschaft ist verpflichtet, insoweit dem Umtauschverlangen zu entsprechen, als die zum Ende eines Geschäftsjahres vorliegenden Umtauschanträge nom. RM 50.000,00 oder einem Mehrfachen davon entsprechen, wobei die Zeitfolge des Einganges der Umtauschanträge bei der Gesellschaft oder den von ihr bezeichneten Stellen maßgebend ist. Soweit die Anträge gleichzeitig eingegangen sind, erfolgt eine entsprechende Kürzung. Soweit die Umtauschanträge nicht den Betrag von nom. RM 50.000,00 darstellen, ist die Gesellschaft zum Umtausch berechtigt. Die Erklärung ist durch eingeschriebenen Brief unter gleichzeitiger Einreichung der umzuwandelnden Vorzugsaktien abzugeben. Die Vorzugsaktionäre, deren Vorzugsaktien zum Umtausch in Stammaktien kommen, erhalten den Gewinnanteilschein der Stammaktien für das laufende Geschäftsjahr gegen den Gewinnanteilschein der umgetauschten Vorzugsaktien für das laufende Geschäftsjahr. Die Gesellschaft hat das Recht, die Vorzugsaktien vom 1. Januar 1945 ab jederzeit gegen Zahlung von 106% ihres Nennbetrages zuzüglich etwa rückständiger und bis zum Wirksamwerden der Einziehung laufender Vorzugsgewinnanteile einzuziehen, sofern der Nennbetrag der Vorzugsaktien infolge Umtausches in Stammaktien auf nom. Reichsmark 500.000,00 oder darunter gesunken ist. Für den Einziehungsbeschluß genügt die einfache Stimmenmehrheit des bei der Beschlußfassung vertretenen Grundkapitals. Die Einziehung ist in der Weise zu beschließen, daß sie auf den Schluß eines Kalenderjahres und nicht früher als drei Monate nach Bekanntgabe des Einziehungsbeschlusses im Reichsanzeiger wirksam wird. Das Recht der von der Einbeziehung betroffenen Vorzugsaktionäre auf Umwandlung ihrer Vorzugsaktien in Stammaktien kann dann noch bis zum Wirksamwerden des Einziehungsbeschlusses ausgeübt werden. Wird der Antrag auf Umwandlung rechtzeitig gestellt, so werden die umgewandelten Aktien von der Einziehung nicht ergriffen. Dabei tritt an Stelle des Betrages von nom. RM 50.000,00 (s. Absatz 4) der Nominalbetrag von RM 10.000,00. Die Gesellschaft ist berechtigt, vom 1. Januar 1954 ab die Vorzugsaktien ohne Stimmrecht zum Kurse von 110 % einzuziehen. Buchwert der Beteiligungen: RM 8.866.205,00. Buchwert der Wertpapiere des Umlaufvermögens: Reichsmark 450.000,00.)


THEMABesitzverhältnisse (Organe und Kapital der Gesellschaft)
TEXTBesitz- und Betriebsbeschreibung: 1. Anlagen: Die Gesellschaft besitzt 5 in verschiedenen Teilen Deutschlands gelegene Werke mit folgenden Abteilungen: a) Dampflokomotivbau für Staatsbahnen und Privatbahnen mit Rahmenbau, Tenderbau, Hammer- und Gesenkschmiede, Kesselschmiede, mechanischen Bearbeitungswerkstätten und Lokomotiv-Montagehallen. b) Motorlokomotivbau mit Werkstätten für die Bearbeitung und den Zusammenbau von Lokomotiven aller Größen und Abmessungen mit Motoren und Getrieben eigener Erzeugung. c) Schlepperbau mit Bearbeitungs- und Zusammenbauwerkstätten zur Herstellung von Ackerschleppern mit eigenen Dieselmotoren. d) Löffelbagger-, Eimerbagger- und Kranbau mit Schmiede, Bearbeitungswerkstätten und Montagehallen für alle Größen und Abmessungen mit eigenem Dieselmotoren- und Dampfmaschinenbau. e) Dieselmotorenbau mit Werkstätten für Bearbeitung und Zusammenbau. f) Waggonbau zur Herstellung von D-Zug-Wagen, Stadtbahnwagen, offenen und gedeckten Güterwagen, Kesselwagen. Großraumwagen, Seitenentleerern, Bodenentleerern, Kleinbahn-, Feldbahn- und Industriebahnwagen mit eigener Hammerschmiede, Kesselschmiede, Bearbeitung und Zusammenbauwerkstätten. g) Weichenbau mit Werkstätten zur Bearbeitung von Weichen in allen Spurweiten. h) Verschiedenes. Bau von Dampfkesseln und Transportkesseln, Drehscheiben, Verladerampen. Die Gesellschaft besitzt eine Erzeugungsanlage für elektrischen Strom sowie Dampfkesselanlagen für den Betrieb von Hammerschmieden, Holztrockenanlagen und Werksheizungen, Kohlenbunker-Anlagen, Brunnenanlagen, Sauerstofferzeugungsanlagen, Acetylenerzeugungsanlagen, Portalkräne für den Groß-Zusammenbau, Schiebebühnen, Drehscheiben, Lehrlingswerkstätten für insgesamt 520 gewerbliche Lehrlinge. 2. Grundbesitz in Berlin. Tempelhofer Ufer 23-24, Verwaltungsgebäude; Möckernstraße 120-120a, Verwaltungsgebäude; Obentrautstraße 72, Verwaltungsgebäude. 3. Lagerplätze und Reparaturwerkstätten befinden sich bei fast allen Geschäfts- und Zweigstellen (siehe 5). 4. Sonstige Grundstücke: Größe: 25 187 qm, bebaut 5580 qm mit 29 Arbeiter- und Beamtenwohnhäusern mit insgesamt 225 Wohnungen. 5. Geschäfts- und Zweigstellen der Gesellschaft. a) Inland: 1. Berlin, 2. Breslau, 3. Dortmund, 4. Frankfurt (Main), 5. Hamburg, 6. Köln, 7. Königsberg (Pr). 8. Leipzig, 9. München, 10. Straßburg (Elsaß), 11. Wien; Zweigstellen in: 12. Dresden, 13. Hannover, 14. Magdeburg, 15. Mannheim, 16. Stuttgart, 17. Teplitz-Schönau. b) Ausland: 1. Buenos Aires, 2. Kairo, 3. Mexiko. Die Gesellschaft ist im Auslande an ca. 120 Plätzen vertreten. (Vorstand: Hermann Pförtner, Potsdam-Babelsberg; Willy Ochel, Dipl.-Ing., Berlin-Kladow; Dr.-Ing. Wolfgang Leisching, Berlin-Frohnau; Dipl.-Kaufmann Gerhard Elkmann, Berlin-Schlachtensee. Aufsichtsrat: Generaldirektor Erich Tgahrt, Dortmund, Vorsitzer; Fritz Wintermantel, Vorstandsmitglied der Deutschen Bank, Berlin, stellv. Vorsitzer; Alfred Hölling, Vorstandsmitglied der Dresdner Bank, Berlin, stellv: Vorsitzer; Dipl.-Ing. Alfred Brüninghaus, Dortmund; Geh. Legationsrat a. D. Dr. phil. Dr. jur. Walther Frisch, Berlin; Direktor August Goetz, Berlin; Generalkonsul Albert Heilmann, Berlin; Konsul Dr. Leopold Valentin Kaufmann, Bankier, Köln; Dr. Carl Lipp, Dortmund; Dr. rer. pol. Joseph Schilling, Vorstandsmitglied der Commerzbank A.-G., Berlin; General der Inf. a. D. Joachim von Stülpnagel, Potsdam-Babelsberg. Abschlußprüfer für das Geschäftsjahr 1943: Deutsche Treuhand-Gesellschaft, Berlin. Geschäftsjahr: 1. Januar bis 31. Dezember. Hauptversammlung (Stimmrecht): Je nom. RM 100,00 Stammaktien 1 Stimme. Vorzugsaktien kein Stimmrecht. Reingewinn-Verwendung: Der Reingewinn, der sich nach Vornahme von Abschreibungen, Wertberichtigungen, Rückstellungen und Rücklagen - einschließlich der Einstellung in die gesetzliche Rücklage - ergibt, wird wie folgt verteilt: a) zunächst werden auf die Vorzugsaktien 5 % als Gewinnanteil ausgeschüttet unter Nachzahlung früherer Fehlbeträge; b) der weitere jährliche Reingewinn ist zur Zahlung bis zu 4 % des Nennbetrages der Stammaktien zu verwenden; c) der darüber hinaus noch verfügliche Betrag wird, soweit die Hauptversammlung keine andere Verwendung bestimmt, an die Aktionäre verteilt mit der Maßgabe, daß bei einer Erhöhung des Gewinnanteils der Stammaktien über 5 % sich auch der Gewinnanteil der Vorzugsaktien auf den gleichen Prozentsatz erhöht. Die Gewinnanteile der Aktionäre werden stets im Verhältnis der auf den Nennwert der Aktien geleisteten Einlagen und im Verhältnis der Zeit, die seit dem für die Leistung bestimmten Zeitpunkt verstrichen ist, verteilt. Grundkapital: nom. RM 20.000.000,00 Stammaktien in 12 520 Stücken zu je RM 1.000,00 (Lit. A Nr. 1-10 000, 16 001-18 520), 4 000 Stücken zu je RM 500,00 (Lit. B Nr. 1-4000), 54 800 Stücken zu je RM 100,00 (Lit. C Nr. 1-54 800), nom. RM 6.000.000,00 Vorzugsaktien in 6 000 Stücken zu je RM 1.000,00 (Nr. 1-6000). RM 26.000.000,00 Großaktionär: Hoesch A.-G., Dortmund. Besondere Rechte: Die Vorzugsaktien ohne Stimmrecht erhalten einen Vorzugsgewinnanteil bis zu 5 % des Nennbetrages. Übersteigt der auf die Stammaktien auszuschüttende Gewinnanteil 5 %. so erhöht sich auch der Vorzugsgewinnanteil auf den gleichen Prozentsatz. Reicht in einem Geschäftsjahr der verteilbare Reingewinn zur Zahlung des Vorzugsgewinnanteils von 5 % nicht aus, so sind die Fehlbeträge ohne Zinsen aus dem Reingewinn der folgenden Geschäftsjahre vor Verteilung eines Gewinnanteils an die Stammaktionäre nachzuzahlen. Reicht der zur Verfügung stehende Reingewinn zur Zahlung der Rückstände sowie des 5 %igen Vorzugsgewinnanteils des neuen Geschäftsjahres nicht aus, so gelangen zunächst die Rückstände auf die Gewinnanteilscheine der Vorzugsaktien nach der Reihenfolge der Geschäftsjahre zur Auszahlung; das Recht auf Nachzahlung ist an den Gewinnanteilschein des Ausfalljahres geknüpft. Im Fall der Abwicklung der Gesellschaft erhalten die Vorzugsaktien Befriedigung vor den Stammaktien bis zur Höhe des eingezahlten Nennbetrages der Vorzugsaktien zuzüglich etwa rückständiger Vorzugsgewinnanteile sowie 5 % Zinsen vom Beginn des Geschäftsjahres ab, in dem die Gesellschaft in Abwicklung getreten ist. Alsdann erhalten die Stammaktien Befriedigung bis zur Höhe des eingezahlten Nennbetrages. An einem sich darüber hinaus ergebenden Abwicklungserlös nehmen die Stammaktien und die Vorzugsaktien im Verhältnis des eingezahlten Stammaktienkapitals zum eingezahlten Vorzugsaktienkapital teil. Die Inhaber von Vorzugsaktien sind berechtigt, durch eine mit zweimonatiger Frist für Ende Dezember eines jeden Geschäftsjahres, erstmalig zum 31. Dezember 1943. abzugebende Erklärung gegenüber der Gesellschaft oder gegenüber den Stellen, die von dieser benannt werden, die Umwandlung ihrer Vorzugsaktien in Stammaktien zu verlangen. Die Gesellschaft ist verpflichtet, insoweit dem Umtauschverlangen zu entsprechen, als die zum Ende eines Geschäftsjahres vorliegenden Umtauschanträge nom. RM 50.000,00 oder einem Mehrfachen davon entsprechen, wobei die Zeitfolge des Einganges der Umtauschanträge bei der Gesellschaft oder den von ihr bezeichneten Stellen maßgebend ist. Soweit die Anträge gleichzeitig eingegangen sind, erfolgt eine entsprechende Kürzung. Soweit die Umtauschanträge nicht den Betrag von nom. RM 50.000,00 darstellen, ist die Gesellschaft zum Umtausch berechtigt. Die Erklärung ist durch eingeschriebenen Brief unter gleichzeitiger Einreichung der umzuwandelnden Vorzugsaktien abzugeben. Die Vorzugsaktionäre, deren Vorzugsaktien zum Umtausch in Stammaktien kommen, erhalten den Gewinnanteilschein der Stammaktien für das laufende Geschäftsjahr gegen den Gewinnanteilschein der umgetauschten Vorzugsaktien für das laufende Geschäftsjahr. Die Gesellschaft hat das Recht, die Vorzugsaktien vom 1. Januar 1945 ab jederzeit gegen Zahlung von 106% ihres Nennbetrages zuzüglich etwa rückständiger und bis zum Wirksamwerden der Einziehung laufender Vorzugsgewinnanteile einzuziehen, sofern der Nennbetrag der Vorzugsaktien infolge Umtausches in Stammaktien auf nom. Reichsmark 500.000,00 oder darunter gesunken ist. Für den Einziehungsbeschluß genügt die einfache Stimmenmehrheit des bei der Beschlußfassung vertretenen Grundkapitals. Die Einziehung ist in der Weise zu beschließen, daß sie auf den Schluß eines Kalenderjahres und nicht früher als drei Monate nach Bekanntgabe des Einziehungsbeschlusses im Reichsanzeiger wirksam wird. Das Recht der von der Einbeziehung betroffenen Vorzugsaktionäre auf Umwandlung ihrer Vorzugsaktien in Stammaktien kann dann noch bis zum Wirksamwerden des Einziehungsbeschlusses ausgeübt werden. Wird der Antrag auf Umwandlung rechtzeitig gestellt, so werden die umgewandelten Aktien von der Einziehung nicht ergriffen. Dabei tritt an Stelle des Betrages von nom. RM 50.000,00 (s. Absatz 4) der Nominalbetrag von RM 10.000,00. Die Gesellschaft ist berechtigt, vom 1. Januar 1954 ab die Vorzugsaktien ohne Stimmrecht zum Kurse von 110 % einzuziehen. Buchwert der Beteiligungen: RM 8.866.205,00. Buchwert der Wertpapiere des Umlaufvermögens: Reichsmark 450.000,00.)


THEMABeteiligung an folgenden Unternehmens (Organe und Kapital der Gesellschaft)
TEXTBeteiligungen (s.d.): 1. Lübecker Maschinenbau-Gesellschaft, Lübeck, Beteiligung: 93,22 % = nom. RM 3.635.500,00; 2. Gothaer Waggonfabrik Aktien-Gesellschaft, Gotha, Beteiligung: 97,62 % = nom. RM 3.905.000,00; 3. Dessauer Waggonfabrik Aktiengesellschaft, Dessau, Beteiligung: 95.8 % = nom. RM 1.916.000,00; 4. Außer den vorstehenden drei inländischen Konzerngesellschaften ist die Gesellschaft noch an einer Reihe von in- und ausländischen Tochtergesellschaften, welche zum größten Teil Vertriebsgesellschaften sind, maßgeblich beteiligt; Buchwert der Beteiligungen: RM 8.866.205,00. (Vorstand: Hermann Pförtner, Potsdam-Babelsberg; Willy Ochel, Dipl.-Ing., Berlin-Kladow; Dr.-Ing. Wolfgang Leisching, Berlin-Frohnau; Dipl.-Kaufmann Gerhard Elkmann, Berlin-Schlachtensee. Aufsichtsrat: Generaldirektor Erich Tgahrt, Dortmund, Vorsitzer; Fritz Wintermantel, Vorstandsmitglied der Deutschen Bank, Berlin, stellv. Vorsitzer; Alfred Hölling, Vorstandsmitglied der Dresdner Bank, Berlin, stellv: Vorsitzer; Dipl.-Ing. Alfred Brüninghaus, Dortmund; Geh. Legationsrat a. D. Dr. phil. Dr. jur. Walther Frisch, Berlin; Direktor August Goetz, Berlin; Generalkonsul Albert Heilmann, Berlin; Konsul Dr. Leopold Valentin Kaufmann, Bankier, Köln; Dr. Carl Lipp, Dortmund; Dr. rer. pol. Joseph Schilling, Vorstandsmitglied der Commerzbank A.-G., Berlin; General der Inf. a. D. Joachim von Stülpnagel, Potsdam-Babelsberg. Abschlußprüfer für das Geschäftsjahr 1943: Deutsche Treuhand-Gesellschaft, Berlin. Geschäftsjahr: 1. Januar bis 31. Dezember. Hauptversammlung (Stimmrecht): Je nom. RM 100,00 Stammaktien 1 Stimme. Vorzugsaktien kein Stimmrecht. Reingewinn-Verwendung: Der Reingewinn, der sich nach Vornahme von Abschreibungen, Wertberichtigungen, Rückstellungen und Rücklagen - einschließlich der Einstellung in die gesetzliche Rücklage - ergibt, wird wie folgt verteilt: a) zunächst werden auf die Vorzugsaktien 5 % als Gewinnanteil ausgeschüttet unter Nachzahlung früherer Fehlbeträge; b) der weitere jährliche Reingewinn ist zur Zahlung bis zu 4 % des Nennbetrages der Stammaktien zu verwenden; c) der darüber hinaus noch verfügliche Betrag wird, soweit die Hauptversammlung keine andere Verwendung bestimmt, an die Aktionäre verteilt mit der Maßgabe, daß bei einer Erhöhung des Gewinnanteils der Stammaktien über 5 % sich auch der Gewinnanteil der Vorzugsaktien auf den gleichen Prozentsatz erhöht. Die Gewinnanteile der Aktionäre werden stets im Verhältnis der auf den Nennwert der Aktien geleisteten Einlagen und im Verhältnis der Zeit, die seit dem für die Leistung bestimmten Zeitpunkt verstrichen ist, verteilt. Grundkapital: nom. RM 20.000.000,00 Stammaktien in 12 520 Stücken zu je RM 1.000,00 (Lit. A Nr. 1-10 000, 16 001-18 520), 4 000 Stücken zu je RM 500,00 (Lit. B Nr. 1-4000), 54 800 Stücken zu je RM 100,00 (Lit. C Nr. 1-54 800), nom. RM 6.000.000,00 Vorzugsaktien in 6 000 Stücken zu je RM 1.000,00 (Nr. 1-6000). RM 26.000.000,00 Großaktionär: Hoesch A.-G., Dortmund. Besondere Rechte: Die Vorzugsaktien ohne Stimmrecht erhalten einen Vorzugsgewinnanteil bis zu 5 % des Nennbetrages. Übersteigt der auf die Stammaktien auszuschüttende Gewinnanteil 5 %. so erhöht sich auch der Vorzugsgewinnanteil auf den gleichen Prozentsatz. Reicht in einem Geschäftsjahr der verteilbare Reingewinn zur Zahlung des Vorzugsgewinnanteils von 5 % nicht aus, so sind die Fehlbeträge ohne Zinsen aus dem Reingewinn der folgenden Geschäftsjahre vor Verteilung eines Gewinnanteils an die Stammaktionäre nachzuzahlen. Reicht der zur Verfügung stehende Reingewinn zur Zahlung der Rückstände sowie des 5 %igen Vorzugsgewinnanteils des neuen Geschäftsjahres nicht aus, so gelangen zunächst die Rückstände auf die Gewinnanteilscheine der Vorzugsaktien nach der Reihenfolge der Geschäftsjahre zur Auszahlung; das Recht auf Nachzahlung ist an den Gewinnanteilschein des Ausfalljahres geknüpft. Im Fall der Abwicklung der Gesellschaft erhalten die Vorzugsaktien Befriedigung vor den Stammaktien bis zur Höhe des eingezahlten Nennbetrages der Vorzugsaktien zuzüglich etwa rückständiger Vorzugsgewinnanteile sowie 5 % Zinsen vom Beginn des Geschäftsjahres ab, in dem die Gesellschaft in Abwicklung getreten ist. Alsdann erhalten die Stammaktien Befriedigung bis zur Höhe des eingezahlten Nennbetrages. An einem sich darüber hinaus ergebenden Abwicklungserlös nehmen die Stammaktien und die Vorzugsaktien im Verhältnis des eingezahlten Stammaktienkapitals zum eingezahlten Vorzugsaktienkapital teil. Die Inhaber von Vorzugsaktien sind berechtigt, durch eine mit zweimonatiger Frist für Ende Dezember eines jeden Geschäftsjahres, erstmalig zum 31. Dezember 1943. abzugebende Erklärung gegenüber der Gesellschaft oder gegenüber den Stellen, die von dieser benannt werden, die Umwandlung ihrer Vorzugsaktien in Stammaktien zu verlangen. Die Gesellschaft ist verpflichtet, insoweit dem Umtauschverlangen zu entsprechen, als die zum Ende eines Geschäftsjahres vorliegenden Umtauschanträge nom. RM 50.000,00 oder einem Mehrfachen davon entsprechen, wobei die Zeitfolge des Einganges der Umtauschanträge bei der Gesellschaft oder den von ihr bezeichneten Stellen maßgebend ist. Soweit die Anträge gleichzeitig eingegangen sind, erfolgt eine entsprechende Kürzung. Soweit die Umtauschanträge nicht den Betrag von nom. RM 50.000,00 darstellen, ist die Gesellschaft zum Umtausch berechtigt. Die Erklärung ist durch eingeschriebenen Brief unter gleichzeitiger Einreichung der umzuwandelnden Vorzugsaktien abzugeben. Die Vorzugsaktionäre, deren Vorzugsaktien zum Umtausch in Stammaktien kommen, erhalten den Gewinnanteilschein der Stammaktien für das laufende Geschäftsjahr gegen den Gewinnanteilschein der umgetauschten Vorzugsaktien für das laufende Geschäftsjahr. Die Gesellschaft hat das Recht, die Vorzugsaktien vom 1. Januar 1945 ab jederzeit gegen Zahlung von 106% ihres Nennbetrages zuzüglich etwa rückständiger und bis zum Wirksamwerden der Einziehung laufender Vorzugsgewinnanteile einzuziehen, sofern der Nennbetrag der Vorzugsaktien infolge Umtausches in Stammaktien auf nom. Reichsmark 500.000,00 oder darunter gesunken ist. Für den Einziehungsbeschluß genügt die einfache Stimmenmehrheit des bei der Beschlußfassung vertretenen Grundkapitals. Die Einziehung ist in der Weise zu beschließen, daß sie auf den Schluß eines Kalenderjahres und nicht früher als drei Monate nach Bekanntgabe des Einziehungsbeschlusses im Reichsanzeiger wirksam wird. Das Recht der von der Einbeziehung betroffenen Vorzugsaktionäre auf Umwandlung ihrer Vorzugsaktien in Stammaktien kann dann noch bis zum Wirksamwerden des Einziehungsbeschlusses ausgeübt werden. Wird der Antrag auf Umwandlung rechtzeitig gestellt, so werden die umgewandelten Aktien von der Einziehung nicht ergriffen. Dabei tritt an Stelle des Betrages von nom. RM 50.000,00 (s. Absatz 4) der Nominalbetrag von RM 10.000,00. Die Gesellschaft ist berechtigt, vom 1. Januar 1954 ab die Vorzugsaktien ohne Stimmrecht zum Kurse von 110 % einzuziehen. Buchwert der Beteiligungen: RM 8.866.205,00. Buchwert der Wertpapiere des Umlaufvermögens: Reichsmark 450.000,00.)