Maschinenbau- und Bahnbedarf A.-G. vorm. Orenstein & Koppel

Allgemeines

FirmennameMaschinenbau- und Bahnbedarf A.-G. vorm. Orenstein & Koppel
OrtssitzBerlin
OrtsteilSW 61
StraßeTempelhofer Ufer 23-24
Art des UnternehmensMaschinenfabrik
AnmerkungenBis 1939: "Orenstein & Koppel AG" (s.d.); 1941 umbenannt in "Maschinenbau- und Bahnbedarf Aktiengesellschaft" (Arisierung). Die Lokomotivfabrik wird als "Werk Drewitz" bezeichnet, sie liegt aber in Potsdam-Babelsberg (umbenannt aus Nowawes). Nach 1945: "Lokomotivbau Karl Marx", Potsdam-Babelsberg (s.d.). Seit 1949 der Hauptsitz von O&K in Dortmund.
Quellenangaben[Slezak: Lokfabr. Europas (1962) 8] [Handbuch Akt.-Ges. (1943) 5609] [Pierson: Lokomotiven aus Berlin (1977) 87]




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
01.01.1940 Die am 1. Juli 1939 beschlossene Änderung der Firma aus "Orenstein & Koppel A.-G." in "Maschinenbau- und Bahnbedarf A.-G. vorm. Orenstein & Koppel" tritt in Kraft
1940 Bau der Dampflokomotiven 50 455 - 460 lt. Kaufvertrag 02.220/63.139; Preis: 177.500,00 RM je Lok
1940 Fertigstellung von Wohnhausbauten in Potsdam-Babelsberg.
1940 Erhöhung des Kapitals der französischen Tochtergesellschaft von Fr. 1.500.000,00 auf Fr. 5.000.000,00.
1940 Weitere Kapitalerhöhung der italienischen Tochtergesellschaft von Lire 3.000.000,00 auf Lire 5.000.000,00
06.1940 Kapitalerhöhung durch Ausgabe von 6000 5 % stimmrechtslosen Inhabervorzugsaktien ĂŒber je nom. RM 1.000,00, die den AktionĂ€ren zum Kurse von 106% im VerhĂ€ltnis 3 : 1 zum Bezuge angeboten werden.
1941 Bau der Dampflokomotiven 50 987 - 997 lt. Kaufvertrag 03.320/63.451; Preis: 177.500,00 RM je Lok
1941 Bau der Dampflokomotiven 50 1275 - 1289 lt. Kaufvertrag 02.320/63.174; Preis: 167.480,00 RM je Lok
1941/42 Bau der Dampflokomotiven 50 1750 - 1767 lt. Kaufvertrag 03.320/63.491
04.07.1941 Laut Hauptversammlung vom 4. Juli 1941 Änderung der Firma aus "Maschinenbau- und Bahnbedarf A.-G. vorm. Orenstein & Koppel" in "Maschinenbau und Bahnbedarf Aktiengesellschaft" (unter Weglassung des Zusatzes "vormals Orenstein & Koppel")
1942 Erhöhung des Kapitals der ungarischen Tochtergesellschaft auf Pengö 500.000,00.
1942 Gemeinsam mit der "Hoesch A.-G.", Dortmund wird die "Exportunion Hoesch - M.B.A." gegrĂŒndet.
1942 Bau der Dampflokomotiven 50 2502 - 2513 lt. Kaufvertrag 03.320/63.819; Preis: 184.580,00 RM je Lok
1942/43 Bau der Dampflokomotiven 50 3145 - 3164 lt. Kaufvertrag 03.220/63.425. Es sind die letzten Loks der BR 50.
1943 Die Kriegslokomotive 52 4915 wird durch Orenstein & Koppel mit einer Lentz-Ventilsteuerung mit Antrieb der Nockenwelle durch einen Kegelradantrieb an der Treibachse bei der Gegenkurbel gebaut. Sie bewĂ€hrt sich nicht, ĂŒberlebt den Krieg und wird 1948 nach einer L3-Untersuchung im Bw Minden wieder in Betrieb genommen und 1955 als letzte deutsche Staatsbahn-Dampflokomotive mit Ventilsteuerung ausgemustert.
1943/44 Bau der Dampflokomotiven 50 3070 - 3144 lt. Kaufvertrag 03.320/63.722; Preis: 165.000,00 RM je Lok
06.08.1943 Letzte ordentliche Hauptversammlung bis 1943/44
1949 Umfirmierung aus "Maschinenbau und Bahnbedarf Aktiengesellschaft" in "Orenstein & Koppel AG"




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Ackerschlepper 1940 Beginn (ex Orenstein & Koppel) 1945 Ende (Karl-Marx bzw. O&K)  
Bagger 1940 Beginn (ex Orenstein & Koppel) 1945 Ende (Karl-Marx bzw. O&K)  
Baumaschinen 1940 Beginn (ex Orenstein & Koppel) 1945 Ende (Karl-Marx bzw. O&K)  
Dampflokomotiven 1940 Beginn (ex Orenstein & Koppel) 1945 Ende (Karl-Marx bzw. O&K)  
Dieselmotoren 1940 Beginn (ex Orenstein & Koppel) 1945 Ende (Karl-Marx bzw. O&K)  
Gleisanlage fĂŒr Schmalspur 1940 Beginn (ex Orenstein & Koppel) 1945 Ende (Karl-Marx bzw. O&K)  
GĂŒterzugwagen 1940 Beginn (ex Orenstein & Koppel) 1945 Ende (Karl-Marx bzw. O&K)  
KrĂ€ne 1940 Beginn (ex Orenstein & Koppel) 1945 Ende (Karl-Marx bzw. O&K)  
Motorfahrzeuge 1940 Beginn (ex Orenstein & Koppel) 1945 Ende (Karl-Marx bzw. O&K)  
Oberbaumaterial 1940 Beginn (ex Orenstein & Koppel) 1945 Ende (Karl-Marx bzw. O&K)  
Personenzugwagen 1940 Beginn (ex Orenstein & Koppel) 1945 Ende (Karl-Marx bzw. O&K)  
SchlagmĂŒhlen 1940 Beginn (ex Orenstein & Koppel) 1945 Ende (Karl-Marx bzw. O&K)  
Triebwagen 1940 Beginn (ex Orenstein & Koppel) 1945 Ende (Karl-Marx bzw. O&K)  
Verbrennungsmotoren 1940 Beginn (ex Orenstein & Koppel) 1945 Ende (Karl-Marx bzw. O&K)  
Weichen 1940 Beginn (ex Orenstein & Koppel) 1945 Ende (Karl-Marx bzw. O&K)  




Produktionszahlen

von bis Produkt im Jahr am Tag Einheit
1939 1939 Dampflokomotiven 90    
1940 1940 Dampflokomotiven 157    
1941 1941 Dampflokomotiven 81    
1942 1942 Dampflokomotiven 111    
1943 1943 Dampflokomotiven 318    
1944 1944 Dampflokomotiven 320    
1945 1945 Dampflokomotiven 10    




Firmen-Änderungen, ZusammenschĂŒsse, Teilungen, Beteiligungen


Zeit = 1: Zeitpunkt unbekannt

Zeit Bezug Abfolge andere Firma Kommentar
1948 Ortswechsel danach Orenstein & Koppel Drewitz --> Dortmund
1939 Umbenennung zuvor Orenstein & Koppel AG  




Allgemeines

ZEIT1943
THEMAOrgane und Kapital der Gesellschaft
TEXTVorstand: Hermann Pförtner, Potsdam-Babelsberg; Willy Ochel, Dipl.-Ing., Berlin-Kladow; Dr.-Ing. Wolfgang Leisching, Berlin-Frohnau; Dipl.-Kaufmann Gerhard Elkmann, Berlin-Schlachtensee. Aufsichtsrat: Generaldirektor Erich Tgahrt, Dortmund, Vorsitzer; Fritz Wintermantel, Vorstandsmitglied der Deutschen Bank, Berlin, stellv. Vorsitzer; Alfred Hölling, Vorstandsmitglied der Dresdner Bank, Berlin, stellv: Vorsitzer; Dipl.-Ing. Alfred BrĂŒninghaus, Dortmund; Geh. Legationsrat a. D. Dr. phil. Dr. jur. Walther Frisch, Berlin; Direktor August Goetz, Berlin; Generalkonsul Albert Heilmann, Berlin; Konsul Dr. Leopold Valentin Kaufmann, Bankier, Köln; Dr. Carl Lipp, Dortmund; Dr. rer. pol. Joseph Schilling, Vorstandsmitglied der Commerzbank A.-G., Berlin; General der Inf. a. D. Joachim von StĂŒlpnagel, Potsdam-Babelsberg. AbschlußprĂŒfer fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 1943: Deutsche Treuhand-Gesellschaft, Berlin. GeschĂ€ftsjahr: 1. Januar bis 31. Dezember. Hauptversammlung (Stimmrecht): Je nom. RM 100,00 Stammaktien 1 Stimme. Vorzugsaktien kein Stimmrecht. Reingewinn-Verwendung: Der Reingewinn, der sich nach Vornahme von Abschreibungen, Wertberichtigungen, RĂŒckstellungen und RĂŒcklagen - einschließlich der Einstellung in die gesetzliche RĂŒcklage - ergibt, wird wie folgt verteilt: a) zunĂ€chst werden auf die Vorzugsaktien 5 % als Gewinnanteil ausgeschĂŒttet unter Nachzahlung frĂŒherer FehlbetrĂ€ge; b) der weitere jĂ€hrliche Reingewinn ist zur Zahlung bis zu 4 % des Nennbetrages der Stammaktien zu verwenden; c) der darĂŒber hinaus noch verfĂŒgliche Betrag wird, soweit die Hauptversammlung keine andere Verwendung bestimmt, an die AktionĂ€re verteilt mit der Maßgabe, daß bei einer Erhöhung des Gewinnanteils der Stammaktien ĂŒber 5 % sich auch der Gewinnanteil der Vorzugsaktien auf den gleichen Prozentsatz erhöht. Die Gewinnanteile der AktionĂ€re werden stets im VerhĂ€ltnis der auf den Nennwert der Aktien geleisteten Einlagen und im VerhĂ€ltnis der Zeit, die seit dem fĂŒr die Leistung bestimmten Zeitpunkt verstrichen ist, verteilt. Grundkapital: nom. RM 20.000.000,00 Stammaktien in 12 520 StĂŒcken zu je RM 1.000,00 (Lit. A Nr. 1-10 000, 16 001-18 520), 4 000 StĂŒcken zu je RM 500,00 (Lit. B Nr. 1-4000), 54 800 StĂŒcken zu je RM 100,00 (Lit. C Nr. 1-54 800), nom. RM 6.000.000,00 Vorzugsaktien in 6 000 StĂŒcken zu je RM 1.000,00 (Nr. 1-6000). RM 26.000.000,00 GroßaktionĂ€r: Hoesch A.-G., Dortmund. Besondere Rechte: Die Vorzugsaktien ohne Stimmrecht erhalten einen Vorzugsgewinnanteil bis zu 5 % des Nennbetrages. Übersteigt der auf die Stammaktien auszuschĂŒttende Gewinnanteil 5 %. so erhöht sich auch der Vorzugsgewinnanteil auf den gleichen Prozentsatz. Reicht in einem GeschĂ€ftsjahr der verteilbare Reingewinn zur Zahlung des Vorzugsgewinnanteils von 5 % nicht aus, so sind die FehlbetrĂ€ge ohne Zinsen aus dem Reingewinn der folgenden GeschĂ€ftsjahre vor Verteilung eines Gewinnanteils an die StammaktionĂ€re nachzuzahlen. Reicht der zur VerfĂŒgung stehende Reingewinn zur Zahlung der RĂŒckstĂ€nde sowie des 5 %igen Vorzugsgewinnanteils des neuen GeschĂ€ftsjahres nicht aus, so gelangen zunĂ€chst die RĂŒckstĂ€nde auf die Gewinnanteilscheine der Vorzugsaktien nach der Reihenfolge der GeschĂ€ftsjahre zur Auszahlung; das Recht auf Nachzahlung ist an den Gewinnanteilschein des Ausfalljahres geknĂŒpft. Im Fall der Abwicklung der Gesellschaft erhalten die Vorzugsaktien Befriedigung vor den Stammaktien bis zur Höhe des eingezahlten Nennbetrages der Vorzugsaktien zuzĂŒglich etwa rĂŒckstĂ€ndiger Vorzugsgewinnanteile sowie 5 % Zinsen vom Beginn des GeschĂ€ftsjahres ab, in dem die Gesellschaft in Abwicklung getreten ist. Alsdann erhalten die Stammaktien Befriedigung bis zur Höhe des eingezahlten Nennbetrages. An einem sich darĂŒber hinaus ergebenden Abwicklungserlös nehmen die Stammaktien und die Vorzugsaktien im VerhĂ€ltnis des eingezahlten Stammaktienkapitals zum eingezahlten Vorzugsaktienkapital teil. Die Inhaber von Vorzugsaktien sind berechtigt, durch eine mit zweimonatiger Frist fĂŒr Ende Dezember eines jeden GeschĂ€ftsjahres, erstmalig zum 31. Dezember 1943. abzugebende ErklĂ€rung gegenĂŒber der Gesellschaft oder gegenĂŒber den Stellen, die von dieser benannt werden, die Umwandlung ihrer Vorzugsaktien in Stammaktien zu verlangen. Die Gesellschaft ist verpflichtet, insoweit dem Umtauschverlangen zu entsprechen, als die zum Ende eines GeschĂ€ftsjahres vorliegenden UmtauschantrĂ€ge nom. RM 50.000,00 oder einem Mehrfachen davon entsprechen, wobei die Zeitfolge des Einganges der UmtauschantrĂ€ge bei der Gesellschaft oder den von ihr bezeichneten Stellen maßgebend ist. Soweit die AntrĂ€ge gleichzeitig eingegangen sind, erfolgt eine entsprechende KĂŒrzung. Soweit die UmtauschantrĂ€ge nicht den Betrag von nom. RM 50.000,00 darstellen, ist die Gesellschaft zum Umtausch berechtigt. Die ErklĂ€rung ist durch eingeschriebenen Brief unter gleichzeitiger Einreichung der umzuwandelnden Vorzugsaktien abzugeben. Die VorzugsaktionĂ€re, deren Vorzugsaktien zum Umtausch in Stammaktien kommen, erhalten den Gewinnanteilschein der Stammaktien fĂŒr das laufende GeschĂ€ftsjahr gegen den Gewinnanteilschein der umgetauschten Vorzugsaktien fĂŒr das laufende GeschĂ€ftsjahr. Die Gesellschaft hat das Recht, die Vorzugsaktien vom 1. Januar 1945 ab jederzeit gegen Zahlung von 106% ihres Nennbetrages zuzĂŒglich etwa rĂŒckstĂ€ndiger und bis zum Wirksamwerden der Einziehung laufender Vorzugsgewinnanteile einzuziehen, sofern der Nennbetrag der Vorzugsaktien infolge Umtausches in Stammaktien auf nom. Reichsmark 500.000,00 oder darunter gesunken ist. FĂŒr den Einziehungsbeschluß genĂŒgt die einfache Stimmenmehrheit des bei der Beschlußfassung vertretenen Grundkapitals. Die Einziehung ist in der Weise zu beschließen, daß sie auf den Schluß eines Kalenderjahres und nicht frĂŒher als drei Monate nach Bekanntgabe des Einziehungsbeschlusses im Reichsanzeiger wirksam wird. Das Recht der von der Einbeziehung betroffenen VorzugsaktionĂ€re auf Umwandlung ihrer Vorzugsaktien in Stammaktien kann dann noch bis zum Wirksamwerden des Einziehungsbeschlusses ausgeĂŒbt werden. Wird der Antrag auf Umwandlung rechtzeitig gestellt, so werden die umgewandelten Aktien von der Einziehung nicht ergriffen. Dabei tritt an Stelle des Betrages von nom. RM 50.000,00 (s. Absatz 4) der Nominalbetrag von RM 10.000,00. Die Gesellschaft ist berechtigt, vom 1. Januar 1954 ab die Vorzugsaktien ohne Stimmrecht zum Kurse von 110 % einzuziehen. Buchwert der Beteiligungen: RM 8.866.205,00. Buchwert der Wertpapiere des Umlaufvermögens: Reichsmark 450.000,00.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 5609]


ZEIT1943
THEMAZweck und Gegenstand des Unternehmens
TEXTGegenstand des Unternehmens: Die Herstellung und der Vertrieb von Lokomotiven, Personen- und GĂŒterwagen aller Art, Verbrennungsmotoren und Motorfahrzeugen, Baumaschinen, Baggern und KrĂ€nen, Weichen, Oberbaumaterial sowie von Maschinen, GerĂ€ten und Zubehörteilen dieser und verwandter Industriezweige, der An- und Verkauf und die sonstige Verwertung, wie Vermietung der vorgenannten GegenstĂ€nde, endlich die Übernahme von Bahnbauten aller Art. Die Gesellschaft ist berechtigt, bewegliche und unbewegliche Anlagen, Sachen und Rechte, die ihre Zwecke fördern, zu begrĂŒnden, zu ĂŒbernehmen, auszunutzen und zu verwerten, oder sich an solchen Anlagen zu beteiligen und ĂŒberhaupt alle Maßnahmen zu ergreifen und GeschĂ€fte zu machen, die zur Erreichung oder Förderung der Zwecke der Gesellschaft angemessen erscheinen. Die Gesellschaft ist auch berechtigt, mit anderen Unternehmungen, welche dieselben oder Ă€hnliche Zwecke verfolgen, Vereinbarungen ĂŒber eine gemeinschaftliche GeschĂ€ftsfĂŒhrung im gegenseitigen Interesse zu treffen. Erzeugnisse: Dampflokomotiven fĂŒr Normal- und Schmalspur; Diesellokomotiven fĂŒr Normal- und Schmalspur; Dieselmotoren; Eisenbahnwagen; Industriewagen fĂŒr Normal- und Schmalspur; Gleisanlagen fĂŒr Normal- und Schmalspur; Bagger und Krane; Ackerschlepper, SchlagmĂŒhlen. Im Zuge der Entwicklung werden der Bau groß angelegter Fabriken und die Errichtung zahlreicher Verkaufsniederlassungen im Inlande sowie ein systematischer Aufbau einer bedeutenden auslĂ€ndischen, insbesondere ĂŒberseeischen, Verkaufsorganisation durchgefĂŒhrt. Die Versorgung der auslĂ€ndischen Verkaufsstellen mit Material wird teilweise auch durch im Auslande gegrĂŒndete FabrikationsstĂ€tten bewirkt. So entwickelt sich allmĂ€hlich aus der anfangs bescheidenen Handelsfirma ein die ganze Welt mit seinen Fabriken, Tochtergesellschaften und GeschĂ€ftsstellen umfassendes Unternehmen. Der Konzern verfĂŒgt um 1943 u. a. ĂŒber bedeutende Waggonfabriken sowie ĂŒber Lokomotivfabriken fĂŒr den Bau von Staats- und Privatbahnmaschinen, die bereits mehr als 24 000 Lokomotiven zur Ablieferung gebracht haben. In anderen Werken wird der Bau von Triebwagen, Transportkesseln, Schleppern, von Löffelbaggern, Eimerbaggern sowie von Schwimmbaggern und Schiffen betrieben. Schließlich verfĂŒgt die Gesellschaft auch ĂŒber eine besondere Abteilung, die sich mit der Projektierung und dem Bau von Bahnen beschĂ€ftigt.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 5609]


ZEIT1943
THEMABesitzverhÀltnisse
TEXTBesitz- und Betriebsbeschreibung: 1. Anlagen: Die Gesellschaft besitzt 5 in verschiedenen Teilen Deutschlands gelegene Werke mit folgenden Abteilungen: a) Dampflokomotivbau fĂŒr Staatsbahnen und Privatbahnen mit Rahmenbau, Tenderbau, Hammer- und Gesenkschmiede, Kesselschmiede, mechanischen BearbeitungswerkstĂ€tten und Lokomotiv-Montagehallen. b) Motorlokomotivbau mit WerkstĂ€tten fĂŒr die Bearbeitung und den Zusammenbau von Lokomotiven aller GrĂ¶ĂŸen und Abmessungen mit Motoren und Getrieben eigener Erzeugung. c) Schlepperbau mit Bearbeitungs- und ZusammenbauwerkstĂ€tten zur Herstellung von Ackerschleppern mit eigenen Dieselmotoren. d) Löffelbagger-, Eimerbagger- und Kranbau mit Schmiede, BearbeitungswerkstĂ€tten und Montagehallen fĂŒr alle GrĂ¶ĂŸen und Abmessungen mit eigenem Dieselmotoren- und Dampfmaschinenbau. e) Dieselmotorenbau mit WerkstĂ€tten fĂŒr Bearbeitung und Zusammenbau. f) Waggonbau zur Herstellung von D-Zug-Wagen, Stadtbahnwagen, offenen und gedeckten GĂŒterwagen, Kesselwagen. Großraumwagen, Seitenentleerern, Bodenentleerern, Kleinbahn-, Feldbahn- und Industriebahnwagen mit eigener Hammerschmiede, Kesselschmiede, Bearbeitung und ZusammenbauwerkstĂ€tten. g) Weichenbau mit WerkstĂ€tten zur Bearbeitung von Weichen in allen Spurweiten. h) Verschiedenes. Bau von Dampfkesseln und Transportkesseln, Drehscheiben, Verladerampen. Die Gesellschaft besitzt eine Erzeugungsanlage fĂŒr elektrischen Strom sowie Dampfkesselanlagen fĂŒr den Betrieb von Hammerschmieden, Holztrockenanlagen und Werksheizungen, Kohlenbunker-Anlagen, Brunnenanlagen, Sauerstofferzeugungsanlagen, Acetylenerzeugungsanlagen, PortalkrĂ€ne fĂŒr den Groß-Zusammenbau, SchiebebĂŒhnen, Drehscheiben, LehrlingswerkstĂ€tten fĂŒr insgesamt 520 gewerbliche Lehrlinge. 2. Grundbesitz in Berlin. Tempelhofer Ufer 23-24, VerwaltungsgebĂ€ude; Möckernstraße 120-120a, VerwaltungsgebĂ€ude; Obentrautstraße 72, VerwaltungsgebĂ€ude. 3. LagerplĂ€tze und ReparaturwerkstĂ€tten befinden sich bei fast allen GeschĂ€fts- und Zweigstellen (siehe 5). 4. Sonstige GrundstĂŒcke: GrĂ¶ĂŸe: 25 187 qm, bebaut 5580 qm mit 29 Arbeiter- und BeamtenwohnhĂ€usern mit insgesamt 225 Wohnungen. 5. GeschĂ€fts- und Zweigstellen der Gesellschaft. a) Inland: 1. Berlin, 2. Breslau, 3. Dortmund, 4. Frankfurt (Main), 5. Hamburg, 6. Köln, 7. Königsberg (Pr). 8. Leipzig, 9. MĂŒnchen, 10. Straßburg (Elsaß), 11. Wien; Zweigstellen in: 12. Dresden, 13. Hannover, 14. Magdeburg, 15. Mannheim, 16. Stuttgart, 17. Teplitz-Schönau. b) Ausland: 1. Buenos Aires, 2. Kairo, 3. Mexiko. Die Gesellschaft ist im Auslande an ca. 120 PlĂ€tzen vertreten.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 5609]


ZEIT1943
THEMABeteiligung an folgenden Unternehmens
TEXTBeteiligungen (s.d.): 1. LĂŒbecker Maschinenbau-Gesellschaft, LĂŒbeck, Beteiligung: 93,22 % = nom. RM 3.635.500,00; 2. Gothaer Waggonfabrik Aktien-Gesellschaft, Gotha, Beteiligung: 97,62 % = nom. RM 3.905.000,00; 3. Dessauer Waggonfabrik Aktiengesellschaft, Dessau, Beteiligung: 95.8 % = nom. RM 1.916.000,00; 4. Außer den vorstehenden drei inlĂ€ndischen Konzerngesellschaften ist die Gesellschaft noch an einer Reihe von in- und auslĂ€ndischen Tochtergesellschaften, welche zum grĂ¶ĂŸten Teil Vertriebsgesellschaften sind, maßgeblich beteiligt; Buchwert der Beteiligungen: RM 8.866.205,00.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 5609]


THEMAgebaute Lokomotiven
TEXT"Orenstein & Koppel" baute unter seinen diversen Firmierungen zusammen fĂŒr folgende Spurweiten: 600 + 610 mm: 5111; 700 mm: 748; 750 mm: 1339; 760 + 762 mm: 801; 785 mm: 120; 800 mm: 135; 900 mm: 807; 1000 mm: 778; 1067 mm: 201; 1435 mm: 2536; 1524 mm: 602 --- Zusammen: 13.264 Loks
QUELLE[Bude, Fricke, Murray: O & K Dampflokomotiven (1978) 73]