Fürstlich Salm'sche Eisenwerke

Allgemeines

FirmennameFürstlich Salm'sche Eisenwerke
OrtssitzBlansko (Mähren)
Art des UnternehmensMaschinenfabrik
AnmerkungenAusstellung München 1854 auch (mit der selben Aussteller-Nr. 3381): "Fürstlich Salm'sche Maschinenfabrik in Wien" (als Wasserturbinen-Hersteller). Theodor Schultz der Ältere (*05.04.1815 in Berlin +30.07.1869 in Wien) war vmtl. bis 1850 Zentraldirektor der Werke und schenkte insbesondere dem Dampfmaschinenbau große Aufmerksamkeit [Österr. Biogr. Lexikon 11 (1999) 352]. [Slokar]: zu Raitz und Blankso. Seit 1897 zu "Breitfeld, Danek & Co."
Quellenangaben[Bericht Allg. Dt. Industrie-Ausstellung München 1854 (1855) 6/8] [Slokar: Geschichte der Österreichischen Industrie (1914) 464]




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
17.08.1810 Dem Fürsten Salm wird für seine Eisenwerke das k.k. Fabriksprivilegium erteilt.
1819 Die Fabrik erhält für die Erzeugung von gegossenen Röhren zu Wasser-, Dampf- und Gasleitungen nach neuer Art ein achtjähriges Privileg.
1821 Seither werden die Werke in Blansko von Hugo Altgrafen zu Salm in Verbindung mit dem ausgezeichneten
Chemiker und Techniker Karl Reichenbach derart erweitert, daß sie auf einer Strecke von ca. 25 km eine Reihe ineinandergreifender Fabriken bilden, in deren Mitte sich Blansko befindet.
1830 Aufnahme des Dampfmaschinenbaus
1835 Auszeichnung auf der Wiener Gewerbeausstellung durch eine goldene Medaille
1839 Auszeichnung auf der Wiener Gewerbeausstellung durch eine goldene Medaille
1845 Auszeichnung auf der Wiener Gewerbeausstellung durch eine goldene Medaille
1897 Anschluß an "Breitfeld, Danek & Co."




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Bohrmaschinen 1854 Ausstellung München 1854 Ausstellung München 1854: eine horizontale ausgestellt
Dampfmaschinen 1830 1830-33 zwei große Maschinen [Elvert] 1873 Weltausstellung Wien Lt. [Elvert] bereits 1817 Lieferung von Dampfmaschinen-Gußteilen für die Arzberger'sche Maschine
Egalisierbänke 1854 Ausstellung München 1854 Ausstellung München vmtl. Metallhobelmaschinen
Gartenhäuser aus Gußeisen 1854 Ausstellung München 1854 Ausstellung München  
Jonval-Wasserturbinen 1854 Ausstellung München 1854 Ausstellung München 1854: Jonval-Turbine mit innerem und äußerem Kranze
Pferdegöpel 1854 Ausstellung München 1854 Ausstellung München  




Allgemeines

ZEIT1836
THEMAAnlagen
TEXTDas Werk umfaßt 2 Hochöfen, Gießereien zur Erzeugung von Gußwaren aller Art, namentlich großer Maschinenbestandteile, worin 270 Former Beschäftigung fanden, 1 Kupolofen, 1 Nägelfabrik, mehrere große Hämmer, 1 Blechwalzwerk, 1 Bohr- und Dreh werk und 1 mechanische Werkstätte, in welcher die Erzeugnisse zu hydraulischen Pressen, Zylindergebläsen, Dampfmaschinen und Maschinenbauten aller Art zusammengesetzt und Modelle von verschiedenen Bestandteilen für die Gießereien verfertigt wurden. Als Brennmaterial für
mehrere Herde wurde Braunkohle verwendet.
QUELLE[Slokar: Geschichte der Österreichischen Industrie (1914) 464]


ZEIT1849 (1836)
TEXTIn den mechanischen Werkstätten sind schon mehrere großartige Dampfmaschinen aufgestellt und die ganzen Werke beschäftigten über 1000 Arbeiter. Diese Unternehmung ist für Mähren und Schlesien eine Musterschule in der Gießerei. Auch bezüglich der Roheisenerzeugung steht sie in der Mitte der vierziger Jahre in Mähren und Schlesien an erster Stelle. (Das Werk umfaßt 2 Hochöfen, Gießereien zur Erzeugung von Gußwaren aller Art, namentlich großer Maschinenbestandteile, worin 270 Former Beschäftigung fanden, 1 Kupolofen, 1 Nägelfabrik, mehrere große Hämmer, 1 Blechwalzwerk, 1 Bohr- und Dreh werk und 1 mechanische Werkstätte, in welcher die Erzeugnisse zu hydraulischen Pressen, Zylindergebläsen, Dampfmaschinen und Maschinenbauten aller Art zusammengesetzt und Modelle von verschiedenen Bestandteilen für die Gießereien verfertigt wurden. Als Brennmaterial für mehrere Herde wurde Braunkohle verwendet.)


ZEIT1807 (1836)
TEXTDie Anlagen bestehen auf der Herrschaft Raitz aus 1 Hochofen, 1 Eisen-, 1 Zain-, 1 kleineren Zeughammer nebst 3 Nagelhütten und 1 Tuchscherfabrik, auf der Herrschaft Blansko aus 1 Hochofen, 5 Eisen-, 2 Zain- und 1 kleineren Zeughammer, 2 Nagelhütten, 1 Bohrwerk und 1 Drehbank für Gußware. (Das Werk umfaßt 2 Hochöfen, Gießereien zur Erzeugung von Gußwaren aller Art, namentlich großer Maschinenbestandteile, worin 270 Former Beschäftigung fanden, 1 Kupolofen, 1 Nägelfabrik, mehrere große Hämmer, 1 Blechwalzwerk, 1 Bohr- und Dreh werk und 1 mechanische Werkstätte, in welcher die Erzeugnisse zu hydraulischen Pressen, Zylindergebläsen, Dampfmaschinen und Maschinenbauten aller Art zusammengesetzt und Modelle von verschiedenen Bestandteilen für die Gießereien verfertigt wurden. Als Brennmaterial für mehrere Herde wurde Braunkohle verwendet.)