F├╝rstlich Salm'sche Eisenwerke

Allgemeines

FirmennameF├╝rstlich Salm'sche Eisenwerke
OrtssitzBlansko (M├Ąhren)
Art des UnternehmensMaschinenfabrik
AnmerkungenAusstellung M├╝nchen 1854 auch (mit der selben Aussteller-Nr. 3381): "F├╝rstlich Salm'sche Maschinenfabrik in Wien" (als Wasserturbinen-Hersteller; war in Wien III., Marxergasse 125 bis 1860). Theodor Schultz der ├ältere (*05.04.1815 in Berlin +30.07.1869 in Wien) war vmtl. bis 1850 Zentraldirektor der Werke und schenkte insbesondere dem Dampfmaschinenbau gro├če Aufmerksamkeit [├ľsterr. Biogr. Lexikon 11 (1999) 352]. [Slokar]: zu Raitz und Blankso. Seit 1897 zu "Breitfeld, Danek & Co.". Vergl. "Ceskomoravsk├í Kolben-Danek". 1873: "F├╝rst Salm'sche Eisen-, Maschinen- und Zuckerfabriken"; stellte auf der Weltausstellung aus: Gu├čeiserne Abschlu├čgitter mit reich verziertem Tor; Figur: "Hygea" aus Gu├čeisen (Kunstgu├č), gu├čeiserne Rasenschutzbogen; Niederlagen: Wien und Br├╝nn; betrieb 1873 4 Frischfeuer, 5 Hoch├Âfen und 10 Kupol├Âfen.
Quellenangaben[Bericht Allg. Dt. Industrie-Ausst. M├╝nchen 1854 (1855) 6/8] [Slokar: Geschichte der ├ľsterr. Industrie (1914) 464] [Amtlicher Catalog der Ausst. ... (1873) 252]
Hinweise[Amtlicher Catalog der Ausstellung der im Reichsrathe vertretenen K├Ânigreiche und L├Ąnder ├ľsterreichs (1873) 363]




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
17.08.1810 Dem F├╝rsten Salm wird f├╝r seine Eisenwerke das k.k. Fabriksprivilegium erteilt.
1819 Die Fabrik erh├Ąlt f├╝r die Erzeugung von gegossenen R├Âhren zu Wasser-, Dampf- und Gasleitungen nach neuer Art ein achtj├Ąhriges Privileg.
1821 Seither werden die Werke in Blansko von Hugo Altgrafen zu Salm in Verbindung mit dem ausgezeichneten Chemiker und Techniker Karl Reichenbach derart erweitert, da├č sie auf einer Strecke von ca. 25 km eine Reihe ineinandergreifender Fabriken bilden, in deren Mitte sich Blansko befindet.
1830 Aufnahme des Dampfmaschinenbaus
1835 Auszeichnung auf der Wiener Gewerbeausstellung durch eine goldene Medaille
1839 Auszeichnung auf der Wiener Gewerbeausstellung durch eine goldene Medaille
1845 Auszeichnung auf der Wiener Gewerbeausstellung durch eine goldene Medaille
1897 Anschlu├č an "Breitfeld, Danek & Co."




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Bohrmaschinen 1854 Ausstellung M├╝nchen 1854 Ausstellung M├╝nchen 1854: eine horizontale ausgestellt
Dampfmaschinen 1830 1830-33 zwei gro├če Maschinen [Elvert] 1873 Weltausstellung Wien Lt. [Elvert] bereits 1817 Lieferung von Dampfmaschinen-Gu├čteilen f├╝r die Arzberger'sche Maschine
Egalisierb├Ąnke 1854 Ausstellung M├╝nchen 1854 Ausstellung M├╝nchen vmtl. Metallhobelmaschinen
Gartenh├Ąuser aus Gu├čeisen 1854 Ausstellung M├╝nchen 1854 Ausstellung M├╝nchen  
Jonval-Wasserturbinen 1854 Ausstellung M├╝nchen 1854 Ausstellung M├╝nchen 1854: Jonval-Turbine mit innerem und ├Ąu├čerem Kranze
Pferdeg├Âpel 1854 Ausstellung M├╝nchen 1854 Ausstellung M├╝nchen  




Maschinelle Ausstattung

Zeit Objekt Anz. Betriebsteil Hersteller Kennwert Wert [...] Beschreibung Verwendung
1873 Dampfmaschinen 8   unbekannt          
1873 Turbinen 2   unbekannt          
1873 Wasserr├Ąder 15   unbekannt          




Personal

Zeit gesamt Arbeiter Angest. Lehrl. Kommentar
1873   1250      




Allgemeines

ZEIT1836
THEMAAnlagen
TEXTDas Werk umfa├čt 2 Hoch├Âfen, Gie├čereien zur Erzeugung von Gu├čwaren aller Art, namentlich gro├čer Maschinenbestandteile, worin 270 Former Besch├Ąftigung fanden, 1 Kupolofen, 1 N├Ągelfabrik, mehrere gro├če H├Ąmmer, 1 Blechwalzwerk, 1 Bohr- und Dreh werk und 1 mechanische Werkst├Ątte, in welcher die Erzeugnisse zu hydraulischen Pressen, Zylindergebl├Ąsen, Dampfmaschinen und Maschinenbauten aller Art zusammengesetzt und Modelle von verschiedenen Bestandteilen f├╝r die Gie├čereien verfertigt wurden. Als Brennmaterial f├╝r
mehrere Herde wurde Braunkohle verwendet.
QUELLE[Slokar: Geschichte der ├ľsterreichischen Industrie (1914) 464]


ZEIT1849
THEMAAnlagen
TEXTIn den mechanischen Werkst├Ątten sind schon mehrere gro├čartige Dampfmaschinen aufgestellt und die ganzen Werke besch├Ąftigten ├╝ber 1000 Arbeiter. Diese Unternehmung ist f├╝r M├Ąhren und Schlesien eine Musterschule in der Gie├čerei. Auch bez├╝glich der Roheisenerzeugung steht sie in der Mitte der vierziger Jahre in M├Ąhren und Schlesien an erster Stelle.
QUELLE[Slokar: Geschichte der ├ľsterreichischen Industrie (1914) 464]


ZEIT1807
THEMAAnlagen
TEXTDie Anlagen bestehen auf der Herrschaft Raitz aus 1 Hochofen, 1 Eisen-, 1 Zain-, 1 kleineren Zeughammer nebst 3 Nagelh├╝tten und 1 Tuchscherfabrik, auf der Herrschaft Blansko aus 1 Hochofen, 5 Eisen-, 2 Zain- und 1 kleineren Zeughammer, 2 Nagelh├╝tten, 1 Bohrwerk und 1 Drehbank f├╝r Gu├čware.
QUELLE[Slokar: Geschichte der ├ľsterreichischen Industrie (1914) 464]


ZEIT1872
THEMALieferungen 1872
TEXTEin direkt wirkendes Hochofengebl├Ąse von 350 Pfdkr. (Dampfzylinder, 9 Fu├č Durchmesser, Gewicht 3113 Ztr.); ein direkt wirkendes Hochofengebl├Ąse von 80 Pfdkr.; eine direkt wirkende Wasserbaltungsmaschine, doppeltwirkend, von 350 Pfdkr.; 2 Wasserhaltungsmaschinen von 140 Pfdkr.; 14 kleinere F├Ârdermaschinen von zusammen 442 Pfdkr.; 50 Dampfkessel verschiedener Konstruction und Gr├Â├če, im Gewicht von 7288 Ztr., f├╝r Dampf von 1400 Pfdkr.
QUELLE[Amtlicher Catalog der Ausstellung der im Reichsrathe vertretenen K├Ânigreiche und L├Ąnder ├ľsterreichs (1873) 363]