Gâche aîné

Allgemeines

FirmennameGâche aîné
OrtssitzNantes
StraßeRue de Vertais
Art des UnternehmensMaschinenfabrik
AnmerkungenAuch Namensform "Usine de Gâche aîné" [Patentanmeldung (1850er/60er)]; hier als "Construction de Machines marines et de terre, locomobiles &c, bateaux, pompeurs & dragueurs" bezeichnet. Bei [http://classes.belem44.free.fr/guemene/site%20Belem/les_chantiers.htm] nur als "Gâche" bezeichnet. Straße um 1845. In Paris sind "Gâche frères" (s.d.), die jüngeren Brüder von Vincent Gâche, ansässig (daher wohl zur Unterscheidung der Zusatz "aîné"). [http://dossiersmarine.free.fr/k_cn1.html7] gibt "Gâche (Vincent) & Voruz" als Firma an (Teilhaberschaft ab 1846; 1865 nach Zahlungsunfähigkeit voll von Voruz übernommen) - "Voruz Fils et Cie." (s.d.) ist auch als eigenständige Firma bekannt.
Quellenangabenhttp://www.archives.nantes.fr: Solennité et féerie: l'exposition nationale 1861




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
24.07.1803 Geburt von Vincent Gâche in Nantes
1829 Verbindung von Victor Gâche mit Armand Guibert, um ein Dampfschiff auf der Erdre auszurüsten
1830 Victor Gâche gründet eine Dampfmaschinenwerkstatt für die Flußschifffahrt auf seine Rechnung in der Rue de Vertais Nr. 49
1835 Gâche rüstet ein bei Guibert vom Stapel gelaufenes Schiff mit einer Hochdruckdampfmaschine aus. Es ist auch das erste Schiff, das in Frankreich mit einer Maschine mit direkter Kraftübertragung.
um 1835 Gâche wird mit dem Marquis de La Rochejaquelein bekannt, der sich mit der Verbesserung der Schifffahrt auf der oberen Loire befaßt. Die Tauchtiefen sind unbefriedigend, und man hat Angst vor Dampfkesselexplosionen bei den ersten Schiffen wegen zu hohen Druck. Daher entwickelt Gâche Kessel mit niedrigem Druck, und er zusammen mit dem Marquis erhält darauf 1836 ein Patent für seine neue Dampfmaschine. Der niedrige Druck ermöglicht einen Kessel aus Kupferblech mit einer Dicke von 1,5 mm, wie auch die Ein- und Ausströmrohre.
1837 Silbermedaille auf der Ausstellung von Produkten aus Kunst und Industrie in Nantes
Spätsommer 1837 Die erste Niederdruck-Schiffsdampfmaschine nach dem Patent von 1836 wird gebaut und im Spätsommer in das Schiff "l'Émeraude" eingebaut.
27.10.1837 Das Schiff "l'Émeraude" fährt mit 70 Passagieren von Nantes anch Orléans und kommt dort am 27. Oktober an. - Nach einer Schiffskesselexplosion auf der "Vulcain No. 1", die einem Konkurrenten gehört, erfinden die beiden Teilhaber das Wort "inexplosible", um für ihr neues System zu werben. Nach dem Erfolg der Fahrt gründet er mit Unterstützung des Marquis de La Rochejaquelein die "Compagnie des Inexplosibles" in Orléans; Teilhaber ist der Baron Luchaire, welcher der Direktor ist. Die Schiffe der Gesellschaft werden in Serie gebaut.
1838 Folgende Schiffe mit "inexplosiblen" Kesseln, die 1838 in Nantes gebaut werden, fahren regelmäßig zwischen Nantes und Nevers und transportieren bis zu 150 Passagiere: l’Orléanais, la Touraine, la Maine, la Jeanne d’Arc
15.03.1838 Gründung der "Compagnie Générale des Bateaux à Vapeur en Fer inexplosibles de la Loire" durch V. Gâche und den Marquis de La Rochejaquelein mit Sitzen in Orléans und Nantes. Kapital: 700.000 Francs
1839 Die Schiffe mit "inexplosiblen" Kesseln: le Breton, l’Anjou, le Papin werden in Nantes gebaut. Sie fahren regelmäßig zwischen Nantes und Nevers und transportieren bis zu 150 Passagiere
1839 Gründung der "Compagnie des Inexplosibles de la Haute-Loire" mit Baron Luchaire als Präsidenten.
1840 Die in Nantes 1840 gebauten Schiffe mit "inexplosiblen" Kesseln, Sully, le Charollais und la Haute-Loire, kommen für den regelmäßigen Verkehr zwischen Nantes und Nevers hinzu.
1841-1843 1841-43: Bau der ersten drei Dampfer für den Neckar "Wilhelm", "Leopold" und "Ludwig"
1841 Die Schiffe "Inexplosible No 20" und "Inexplosible No 21" werden ausgeführt. Sie sind 47 m lang und haben Niederdruckmaschinen mit 40 PS. Es ist die Krönung der Arbeit von V. Gâche auf der Loire.
1843 Bau zweier Dampfer für die Oberweserdampfschiffahrt "Hermann" und "Germania"
1844 Verleihung einer Goldmedaille in Paris
1844 Genehmigung zur Aufstellung einer Dampfmaschine, einer Schmiede und eines Feuers zum Erwärmen der Bleche in der Konstruktionswerkstätte an der Loire
1846 V. Gâche verbindet sich mit Jean Simon Voruz. Er baut nun vier Dampfmaschinen mit 200 PS für die königliche Marine.
1848 Erwerbung eines großen Grundstücks an der Loire auf der Prairie au Duc zum Bau einer modernen Fabrik
1848 Patent für Heckraddampfer, was die Benutzung der Kanäle ermöglicht
1855 Auszeichnung durch eine Goldmedaille auf der Weltausstellung in Paris für seine neuen Maschinen, bestimmt für Schraubendampfer.
1855/1859 V. Gâche erhält Patente für einen Tauchapparat, der Reparaturen an den unter Wasser befindlichen Teilen der Schraubenschiffe ermöglicht, einen Bagger, ein Dampfboot zum Entfernen des Schlamms aus Hafenbecken.
1860 V. Gâche wird Ritter der Ehrenlegion
31.12.1863 Vincent Gâche schuldet Jean Simon Voruz 339.462 Francs
21.08.1865 Das Unternehmen wird auf Antrag von Jean Simon Voruz und anderer Gläubiger liquidiert. Das Vermögen von 166.900 Francs reicht nicht, um die Schulden zu tilgen. Die Fabrik geht in das Eigentum von Voruz über.
11.02.1884 Tod von Vincent Gâche in Nantes




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Schiffe          
Schiffsmaschinen 1846 bei "Gache & Voruz" [sic] 1854 bei "Gache & Voruz" [sic] "Gache & Voruz" bei http://dossiersmarine.free.fr/k_cn1.html




Betriebene Dampfmaschinen

Bezeichnung Bauzeit Hersteller
Dampfmaschine 1837 Gâche aîné




Maschinelle Ausstattung

Zeit Objekt Anz. Betriebsteil Hersteller Kennwert Wert [...] Beschreibung Verwendung
1839 Dampfkessel 1   Rocher       Kesselzylinder und Sieder aus Blech, Baujahr 1837 Dampferzeugung für eine Dampfmaschine, Oszillierende Maschine, 3 PS




Personal

Zeit gesamt Arbeiter Angest. Lehrl. Kommentar
1860 475       zwischen 450 und 500




Firmen-Änderungen, Zusammenschüsse, Teilungen, Beteiligungen


Zeit = 1: Zeitpunkt unbekannt

Zeit Bezug Abfolge andere Firma Kommentar
1865 Anschluß (Namensverlust) danach J. Voruz aîné Übernahme nach Liquidation