|
Beuchelt & Co.
Firmenname | Beuchelt & Co. |
Ortssitz | Grünberg (Schlesien) |
Straße | Hinter dem Bahnhof 34 |
Internet-Seite | http://www.zastal.pl |
Art des Unternehmens | Stahl- und Waggonbau |
Anmerkungen | Gegründet als "Fabrik für Brückenbau und Eisenkonstruktionen Beuchelt u. Co.". Straße um 1910: Eisenbahnstraße. [Adreßbuch Elektr.-Branche (1892)]: "Dampfkessel-Fabrik". Bis ca. 1876: "Niederschles. Maschinenbau A.-G. vorm. Conrad Schied" (s.d.), Zweigwerk Grünberg. 1945-1990: "Zaodrzanskie Zaklady Przemyslu Metalowego Zastal", 1990-1992: "Zastal Investment Corporation SA", dann "Zastal SA", ul. Sulechowska 4a, 65-119 Zielona Góra. |
Quellenangaben | [Dt. Bauzeitung 60 (1926) 195] [Adreßbuch Elektr.-Branche (1892) 19] |
Hinweise | http://www.zastal.pl: Werksabbildung |
Zeit |
Ereignis |
03.01.1852 |
Geburt von Georg Beuchelt in Zwickau. - Er erhält seine Ingenieurausbildung auf der Gewerbeakademie Chemnitz und der Technischen Hochschule Dresden. |
1871 |
Georg Beuchelt tritt nach dem Kriege 1870/71 in die Dienste der Brückenbauanstalt Harkort in Duisburg |
01.12.1876 |
Gründung durch den 24jährigen Ingenieur Georg Beuchelt und den mit ihm befreundeten Ingenieur Ribbeck |
1886 |
Der Waggonbau wird als neues Arbeitsgebiet aufgenommen. |
1889 |
Teilhaber Ribbeck tritt aus gesundheitlichen Gründen aus der Firma aus. |
1902-1905 |
"Beuchelt & Co." baut in Berlin-Gesundbrunnen die Brücke der Swinemünder Straße ("Millionenbrücke") von Friedrich Krause (Ingenieur) und Bruno Möhring (Architekt). |
1903 |
Angliederung einer Tiefbauabteilung, um besonders mittels des Druckluftverfahrens Pfeilergründungen in großem Umfang vorzunehmen. |
1913 |
Georg Beuchelt stirbt |
1923 |
"Beuchelt & Co." errichtet die neue, zweischiffige Bahnhofshalle des Bahnhofs Berlin-Friedrichstraße |
1924 |
Dr.-Ing. Herm. Fischmann, der vorher im Stahlwerksverband und dann im Deutschen Eisenbauverband tätig war, gehört seitdem als Direktor der Leitung des Werks mit an. |
Produkt |
ab |
Bem. |
bis |
Bem. |
Kommentar |
Autobusse |
|
in den 1920/30ern |
|
|
auch doppelstöckige, Feuerwehrwagen, Anhänger |
Bahnhofshallen |
1923 |
Berlin-Friedrichstr. |
1926 |
[Beuchelt & Co. 1876 - 1926] |
|
Dampfkessel |
1892 |
[Adreßb. Elektr.-Branche (1892) 19] |
1892 |
[Adreßb. Elektr.-Branche (1892) 19] |
|
Druckluftgründungen |
1903 |
Beginn |
1926 |
[Beuchelt & Co. 1876 - 1926] |
als Spezialität; Gründungstiefen bis 22 m |
Eisenkonstruktionen |
1876 |
Beginn |
2016 |
durch Zastal |
Bis 1926: 150.000 t |
Schleusen |
1926 |
[Beuchelt & Co. 1876 - 1926] |
1926 |
[Beuchelt & Co. 1876 - 1926] |
= Stahlwasserbau |
Stahlbrücken |
1876 |
Beginn |
1926 |
[Beuchelt & Co. 1876 - 1926] |
Bis 1926: 150.000 t Eisenkonstruktionen, allein für die Oder 33.300 t |
Tiefbauten |
1903 |
Beginn |
1926 |
[Beuchelt & Co. 1876 - 1926] |
Spezialität: Druckluftgründungen |
Waggons |
1886 |
Beginn |
2016 |
Güterwagen durch Zastal |
Bis 1926 ca. 25.000 Waggons geliefert, vor allem für Deutschland |
Zeit |
gesamt |
Arbeiter |
Angest. |
Lehrl. |
Kommentar |
1876/77 |
6 |
|
|
|
im Gründungsjahr |
1877/78 |
80 |
|
|
|
im 2. Jahr |
vor 1. WK |
1400 |
|
|
|
in den Jahren vor dem Weltkrieg |
Zeit = 1: Zeitpunkt unbekannt
Zeit |
Bezug |
Abfolge |
andere Firma |
Kommentar |
1876 |
Trennung, Namensverlust |
zuvor |
Niederschlesische Maschinenfabrik, vormals Conrad Schiedt |
ex Schiedt-Zweigwerk Grünberg |
ZEIT | 1876 |
THEMA | Gründung |
TEXT | Der bei der "Niederschles. Maschinenbau A.-G. vorm. Conrad Schied" tätige, damals 24jährige Ing. Georg Bruchelt das Wagnis, zusammen mit dem ihm befreundeten Ing. Ribbeck die Grünberger Anlagen zu erwerben. Ein Wagnis, denn die junge Firma mußte sich in der unruhigen Zeit der damaligen schweren Wirtschaftskrisen aus den bescheidensten Anfängen heraus entwickeln, ein Wagnis ferner, da es von vornherein klar war, daß die Firma bei ihrer wirtschaftsgeographischen Lage den anderen Eisenbauanstalten gegenüber einen schweren Stand haben würde! Der Rohstoff, das Eisen, muß von weither bezogen werden, war also mit hohen Frachten belastet. Dazu kommt der Mangel eines konzentrierten Absatzgebietes, wie es z.B. das Rheinland mit seinem starken industriellen Eigenbedarf seinen Werken bietet, so daß auch das Fertigfabrikat, die eisernen Brücken usw., oft auf weite Strecken verfrachtet werden müssen, Umstände, die sich bis heute noch fühlbar machen. Doch ein Mann vom Schlage eines Georg Beuchelt wußte aller dieser Schwierigkeiten Herr zu werden. Er verstand es, den Ausgleich zu schaffen durch die peinliche Gewissenhaftigkeit und Güte der Ausführung, die der Firma bald den Ruf der unbedingten Zuverlässigkeit einbrachte und sie mit in die Reihe der ersten Eisenbaufirmen Deutschlands stellte. |
QUELLE | [Dt. Bauzeitung 60 (1926) 195] |
| |
ZEIT | 1913 |
THEMA | Nachruf auf Georg Beuchelt |
TEXT | Da starb 1913 der Gründer und alleinige Leiter der Firma. Mit ihm ging ein Mann dahin, der nicht nur durch Fleiß und Tatkraft sein Werk in die Höhe gebracht, sondern der auch als Reichstags- und Landtagsabgeordneter sowie Leiter so mancher Vereinigung unserem Lande seine große Arbeitskraft zur Verfügung gestellt und ihm nach besten Kräften gedient hatte. Eine echte Führernatur hatte er es verstanden, sich mit einem Stab vorzuglicher Mitarbeiter zu umgeben, aus deren Fülle nur zwei erwähnt seien. Zunächst Reg.-Baumeister Oskar Thomas, der langjährige hervorragende Leiter des Eisenhoch- und Brückenbaubüros. Sodann der damalige Oberingenieur Paul Henke, der nach dem Tode Beuchelts Direktor wurde und seitdem im alten Sinne die Leitung des umfangreichen Werkes weitergeführt hat. |
QUELLE | [Dt. Bauzeitung 60 (1926) 195] |
| |
ZEIT | 1926 |
THEMA | Abteilungen |
TEXT | Gliederung in drei Abteilungen: für Eisenhoch- und Brückenbau, für Tiefbau und für Waggonbau. Die Abteilung für Eisenhoch - und Brückenbau umfaßt das älteste Arbeitsgebiet der Firma und hat in den 50 Jahren ihres Bestehens eine große Zahl von festen und beweglichen Straßen- und Eisenbahnbrücken aller Art gebaut und ferner Bahnsteighallen, Dachkonstruktionen, Markt- und Verlade- und Transporteinrichtungen, eiserne Schleusentore, bewegliche Wehre u.a.m. |
QUELLE | [Dt. Bauzeitung 60 (1926) 195] |
| |
ZEIT | 1926 |
THEMA | Brücken- und Tiefbau |
TEXT | Allein über den heimatlichen Oderstrom hat die Firma 43 Brücken mit einer Gesamtlänge von 11 km und einem Gesamteisengewicht von rd. 33.300 t gebaut, ferner außerdem über Nebenflüsse der Oder 51 und über Straßen- und Eisenbahnen im Oderstromgebiet 403 Brücken. Als in schönheitlicher Hinsicht besonders gelungen sei die bekannte Kaiserbrucke Breslau, Deutschlands zweitgrößte Hängebrücke, genannt. Auch im übrigen Deutschland - wir erinnern nur an die Swinemünder Straßenbrücke und die Hallen des Bahnhofes Friedrichstraße zu Berlin, an die vielen Klappbrücken in Stettin, Elbing usw. - ja selbst weit über die Grenzen unseres Landes hinaus bis nach Rumänien, der Türkei, bis nach Afrika und Japan erfolgten zum Teil recht erhebliche Lieferungen. Insgesamt wurden bis jetzt rd. 150.000 t Eisenkonstruktionen fertiggestellt. Besondere Leistungen kann die Firma auch auf dem Gebiete der Brückenverstärkung und -auswechselung während des Betriebes verzeichnen. In der natürlichen Entwickelung lag es, daß die Firma später auch den Bau der Pfeiler usw. in ihr Arbeitsprogramm übernahm, von deren sorgfältiger Herstellung der Bestand der Bauten in hohem Maße abhängt. In dem von der Abteilung Tiefbau hauptsächlich angewandten Druckluftverfahren kann die Firma Beuchelt als eine der erfahrensten deutschen Firmen gelten. Nicht weniger als 141 Absenkungen für Brückenpfeiler hat sie mit Druckluft ausgeführt, wobei Gründungstiefen von 22 m unter dem Wasserspiegel erreicht wurden. |
QUELLE | [Dt. Bauzeitung 60 (1926) 195] |
|