Joseph Bramah

Allgemeines

FirmennameJoseph Bramah
OrtssitzLondon
OrtsteilPimlico
Art des UnternehmensMaschinenfabrik
AnmerkungenFabrik von 1778 bis 1784 im Londoner Westend, dan Pimlico. Dort um 1814: Maschinenbauwerkstatt, Gießerei und Modellwerkstatt
Quellenangaben[Spur: Von Wandel d ind Welt (1991) 148] http://www.makingthemodernworld.org.uk




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
1778 Joseph Bramah erhält das Patent auf ein Wasserclosett. Das bisherige, zum Einfrieren neigende Schieberventil wird durch eine Klappe mit Scharnier ersetzt. Er beginnt den Bau in der Danmark Street, Saint Giles.
21.08.1784 Joseph Bramah erhält ein Patent auf ein Schloß, das nicht zu knacken ist. Es hat im Original 18 eiserne Schieber als Zuhaltungen. Die Produktion wird in 124 Picadilly aufgenommen. - Auf ein seit 1790 ausgestelltes Schloß wird eine Prämie von 200 Guineen für den gesetzt, dem es gelingt, es ohne Schlüssel zu öffnen. Erst 1851 vermag der amerikanische Schlosser Alfred Charles Hobbs in 51 Stunden das Schloß zu knacken.
1789 J. Bramah holt Henry Maudslay in seine Londoner Werkstatt und ernennt ihn kurze Zeit danach zum Werkstattmeister, obwohl dieser seine siebenjährige Lehrzeit noch nicht abgeschlossen hat.
1790 Henry Maudslay ist bei Bramah wesentlich an der Entwicklung und Fertigung von Spezialmaschinen sowie Werkzeugen für die Serienproduktion der 1790 verbesserten Sicherheitsschlösser Bramahs.
1790-1793 Bramah baut das neue Wasserwerk in Norwich. - Er war hinzugerufen worden, um ein Urteil im Streit zwischen der Gesellschaft und den Pächtern, in dessen Verlauf er Pläne vorlegte, von denen behauptet wurde, daß sie nicht ausführbar seien. Um zu beweisen, daß sie ausgeführt werden können, übernimmt Bramah das neue Werk und betreibt es mit vollem Erfolg.
1794 Henry Maudslay konstruiert bei Bramah den ersten Kreuzsupport, der als Zusatzeinrichtung für eine Handdrehbank gedacht ist. Er befestigt ihn auf einer dreieckigen Prismaführung. Reitstock und Support sind noch zusammengebaut.
1795 Joseph Bramah erhält ein Patent auf eine hydraulische Presse
1797 Henry Maudslay verläßt die Werkstatt von Bramah und gründet seine eigene Werkstatt in der Oxford Street, in der er vmtl. sofort anfängt, die bei Bramah erworbenen Kenntnisse umzusetzen.
1797 Brief von Joseph Bramah an Sir James Eyre, den Richter, der den Rechtsstreit zwischen "Boulton & Watt" einerseits und Hornblower und Maberley andererseits zu verhandeln hat. Darin vertritt Bramah den Standpunkt, daß Watts Patentanspruch widersprüchlich und absurd sei. Die Dampfmaschinenkonstruktion auf dem Prinzip der Kondensation sei völlig irrig, und die Watt'sche Methode der Kolbenpackung sei eine "riesengroße Dummheit". Die Newcomen-Maschinen seien in jeder Hinsicht unendlich besser als die von Watt.
1798 Joseph Bramah erhält ein zweites Patent auf ein Schloß.
1801 Nach Auslaufen des Watt'schen Patents führt Bramah etliche wertvolle Verbesserungen an den Einzelheiten der Kondensations-Dampfmaschine durch. Die bedeutendste ist sein Vierwegehahn, der sich kontinuierlich dreht und keine Hin- und Herbewegung macht. Das ermöglicht eine größere Genauigkeit bei geringerem Verschleiß.
09.12.1814 Tod von Joseph Bramah im Pimlico an einer Lungenentzündung als Folge einer Erkältung. Er wird auf dem Friedhof von St. Mary, Paddington, beerdigt.




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Banknotendruckmaschinen 1806 Patenterteilung     mit Numeriervorrichtung
Bierzapfanlagen 1797 Patenterteilung     Noh im 21. Jh. in englischen Pubs im Einsatz
Dampfmaschinen? 1801 Patente nach Auslaufen des Watt'schen     unsicher, ob Eigenbau, doch vmtl., da Wasserwerk für Norwich und vmt. als Antrieb für seine Preßwasseranlagen
Füllfederhalter 1809 Patenterteilung      
Gußeisen 1806 Gießerei in Pimlico 1814 Tod von Bramah  
hydraulische Pressen 1795 Patenterteilung      
Hobelmaschinen 1802 Patenterteilung     unsicher, ob für Holz oder Metall
Papiermaschinen 1805 Patenterteilung      
Schlösser 1784 Patenterteilung 2008 "Bramah Locks Co." besteht noch