Orenstein & Koppel - Arthur Koppel Aktiengesellschaft

Allgemeines

FirmennameOrenstein & Koppel - Arthur Koppel Aktiengesellschaft
OrtssitzBabelsberg (b. Potsdam)
OrtsteilNowawes
Art des UnternehmensLokomotivfabrik
AnmerkungenDiese Firma 1909 bis 1920. Sitz des Unternehmens: Berlin SW.61, Tempelhofer Ufer 24. Werke: Lokomotivfabrik Drewitz (beim Bf Drewitz, jedoch in Nowawes = Babelsberg gelegen), Spandau (Waggonfabrik, wohl auch Bagger, Weichen, Drehscheiben und Stellwerke), Dortmund-Dorstfeld (Feldbahnfabrik), Nordhausen, Bochum (Feldbahnfabrik). Bis 1909: "Akt.-Ges. f├╝r Feld- und Kleinbahnen-Bedarf vormals Orenstein & Koppel" und "Arthur Koppel AG" (siehe beide). Seit 1920 unter der Firma "Orenstein & Koppel A.-G." (s.d.) und ab 1939 unter der Firma "Maschinenbau- und Bahnbedarf A.-G. vorm. Orenstein & Koppel". Ab 1941 im Zuge der Arisierung: "Maschinenbau und Bahnbedarf AG", Berlin (s.d.). Seit 1909 auch Zweigwerk in Koppel, USA.
Quellenangaben[Eisenbahnwesen der Gegenw II (1911) 144 + 267] http://www.werkbahn.de/eisenbahn/lokbau/oundk.htm [Bude, Fricke, Murray: O & K Dampflokomotiven (1978) 21]




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
26.09.1908 Erteilung des D.R.P. 214895 f├╝r eine Abrollvorrichtung f├╝r Muldenkipper
25.10.1908 Erteilung des D.R.P. 228282 f├╝r eine Kippvorrichtung f├╝r Muldenkipper
11.12.1908 Erteilung des D.R.P. 228283 f├╝r eine Feststellvorrichtung f├╝r Kippgef├Ą├če von Muldenkippern
16.02.1909 Im Zusammenhang mit der Wiederaufnahme der "Arthur Koppel AG" in die "Aktiengesellschaft f├╝r Feld- und Kleinbahnenbedarf (vormals Orenstein & Koppel)" wird die Firma in "Orenstein & Koppel- Arthur Koppel Akt.-Ges." ge├Ąndert.
22.05.1909 Erteilung des D.R.P. 217194 f├╝r eine R├╝ckstellvorrichtung f├╝r einstellbare Achsen und Drehgestelle von Eisenbahnfahrzeugen
23.06.1909 Erteilung des D.R.P. 218153 f├╝r eine R├╝ckstellvorrichtung f├╝r einstellbare Achsen und Drehgestelle von Eisenbahnfahrzeugen - Zusatz zum Patent 217194
28.09.1909 Erteilung des D.R.P. 228130 f├╝r eine Einstellvorrichtung f├╝r lenkbare Laufachsen und Drehgestelle von
Eisenbahnfahrzeugen
28.09.1909 Erteilung des D.R.P. 229914 f├╝r eine Feststellvorrichtung f├╝r Kippgef├Ą├če von Muldenkippern
1910 Bestellung der 4000. Lokomotive
18.01.1910 Erteilung des D.R.P. 231822 f├╝r ein Getriebe f├╝r Entladeklappen von Selbstladern
02.08.1910 Erteilung des D.R.P. 233385 f├╝r eine Sperrvorrichtung des Bewegungsmechanismus an feuerlosen Lokomotiven
16.08.1910 Erteilung des D.R.P. 242725 f├╝r aus kreiselwippenartig gelagerten, durch ein Gleis verbundenen Ringst├╝cken
hergestellte Kippvorrichtung f├╝r Kastenwagen
23.08.1910 Erteilung des D.R.P. 244792 f├╝r eine in eine erweiterte Abdampfleitung eingebauter Speisewasservorw├Ąrmer
25.12.1910 Erteilung des D.R.P. 239720 f├╝r ein Umlaufr├Ąder-Wechsel- und Wendegetriebe mit Schwungmasse
1911 Der Wasserrohrkessel f├╝r Lokomotiven, Bauart Stroomann kommt auf. Als erste Lokomotive wird von der Firma Orenstein & Koppel die preu├čische G 8 "Magdeburg 4851" (Erst-Besetzung) mit der Fabr.-Nr. 4100 gebaut. - Die Bauart kann sich nicht durchsetzen, und die Lok wird 1913 ausgemustert und als Heizlokomotive auf dem Bahnhof Magdeburg-Rothensee verwendet; 1923 ausgemustert.
1911 Es wird eine enge Interessengemeinschaft mit der "L├╝becker Maschinenbau-Gesellschaft" abgeschlossen und damit die Fabrikation auch auf den Bau von gro├čen Trocken- und Schwimmbaggern usw. ausgedehnt. Die mit dieser Gesellschaft getroffenen Vereinbarungen sind vorerst bis Jahresende 1914 so befristet, da├č sich der Vertrag jedesmal um f├╝nf Jahre verl├Ąngern soll, wenn nicht mindestens ein Jahr vor Vertragsende von einer Seite eine K├╝ndigung erfolgt.
1911 Abschlu├č einer Interessengemeinschaft mit der "Soci├ęt├ę Nouvelle des ├ëtablissements D├ęcauville Aine", Paris. Decauville ist in Frankreich und f├╝r dessen ├╝berseeische Kolonien der f├╝hrende Feldbahnh├Ąndler. Daher erg├Ąnzen sich die Gesch├Ąftsbereiche der beiden Gesellschaften sehr.
13.01.1911 Erteilung des D.R.P. 243199 f├╝r einen Kippwagen mit beweglichen Seitenw├Ąnden
26.02.1911 Erteilung des D.R.P. 254386 f├╝r einen Baggerl├Âffel, dessen Stiel am oberen Ende des L├Âffels angreift
08.04.1911 Erteilung des D.R.P. 244367 f├╝r eine Pufferkupplung f├╝r Kleinbahnfahrzeuge
17.06.1911 In der Hauptversammlung vom 17. Juni 1911 wird eine Aufstockung des Aktienkapitals um 10 Millionen Mark beschlossen, von denen den Aktion├Ąren 5,200.000 Mark Aktien zu 180 % angeboten werden. Mit einem Teil dieses Kapitals werden 93 % der Aktien der "L├╝becker Maschinenbau Gesellschaft AG" sowie Aktien von Decauville erworben.
15.07.1911 Erteilung des D.R.P. 243119 f├╝r einen Hornzughaken f├╝r Feldbahnwagen
28.07.1911 Erteilung des D.R.P. 250129 f├╝r eine Antriebsvorrichtung f├╝r Entladeklappen von Selbstentladewagen oder Beh├Ąltern
14.10.1911 Erteilung des D.R.P. 251833 f├╝r eine Abdichtung f├╝r die Verschlu├čklappen bei zur Aufnahme schlammartigen
Materials dienenden Selbstentladewagen und ├Ąhnlichen Beh├Ąltern
20.10.1911 Erteilung des D.R.P. 257282 f├╝r eine Einrichtung zur Selbstentladung von Kippwagen durch Streckenanschl├Ąge
1912 Die Gesellschaft ├╝bernimmt die "Maschinenfabrik Montania vorm. Gerlach & K├Ânig" in Nordhausen mit einem Nennwert von 750.000 Mark vollst├Ąndig. - Die Maschinenfabrik "Montania" AG, vormals Gerlach und Koenig, konstruiert seit 1902 leichte, schmalspurige Motorlokomotiven. Auch hier erweitert Orenstein & Koppel das Programm bis zu normalspurigen Lokomotiven hin. Die Bezeichnung "Montania" wird f├╝r die in Nordhausen gebauten Motorlokomotiven bei einem eigenen Fabriknummernsystem beibehalten.
23.03.1912 Erteilung des D.R.P. 259508 f├╝r eine Riegelfeststellung an Kippwagen
11.04.1912 Erteilung des D.R.P. 262318 f├╝r ein in eine Aussparung des Lagergeh├Ąuses eingreifendes Achslager mit auswechselbarer Lagerschale
04.05.1912 Erteilung des D.R.P. 254221 f├╝r einen Kippwagen (Miterfinder: August Preuszler, Klettendorf bei Breslau)
18.08.1912 Erteilung des D.R.P. 260334 f├╝r eine Lokomotiv-Hohlachse
06.10.1912 Erteilung des D.R.P. 267402 f├╝r einen Klappenverschlu├č f├╝r Beh├Ąlter, bei dem die paarweise angeordneten, einander teilweise ├╝berdeckenden Bodenklappen durch Kurbelgetriebe von einer gemeinsamen Welle aus bewegt werden (Miterfinder: Emil Ullmann, Berlin)
21.10.1912 Das Unternehmen bietet der Feudenheimer Dampfbahn (Mannheim) eine weitere Lok an, die in Worms am Hafen stehende Trambahnlok 766 (Hohenzollern) zum Preis von 3.000 GM. Die Maschine wird besichtig, man findet sie jedoch in einem der Forderung nicht entsprechenden Zustand.
1913 Lieferung der 5000. Lokomotive, die preu├čische G 8, "Bromberg 4823"
1913 Baubeginn f├╝r das neue Verwaltungsgeb├Ąude von Orenstein & Koppel am Tempelhofer Ufer 23ÔÇô24 in Berlin als Erweiterung der bisherigen Verwaltung an der M├Âckernstr. 120. Entworfen von den Architekten Cremer & Wolffenstein, ausgef├╝hrt vom Charlottenburger Unternehmen Wittling & G├╝ldner. Die Gesamtanlage umfa├čt den Komplex Tempelhofer Ufer, M├Âckernstra├če, Obentrautstra├če und Gro├čbeerenstra├če
06.02.1913 Erteilung des D.R.P. 287261 f├╝r einen L├Âffelbagger mit als Pendelschieber ausgebildetem L├Âffelboden
20.02.1913 Erteilung des D.R.P. 277663 f├╝r ein Achslager f├╝r Eisenbahnfahrzeuge
19.04.1913 Erteilung des D.R.P. 274271 f├╝r eine Vorrichtung zum Ablegen von Torfsoden u. dgl. mit einem endlosen F├Ârderband aus einzelnen, drehbar gelagerten Transporttafeln, welche zum Ablegen der Soden durch selbstt├Ątige Entfernung einer St├╝tzschiene niedergeschwungen werden (Miterfinder: W├╝bbo Claas Strenge in Ocholt, Oldenburg)
04.05.1913 Erteilung des D.R.P. 268753 f├╝r eine Verschlu├čvorrichtung f├╝r die Entladeklappen an Beh├Ąltern mit Bodenentleerung
04.05.1913 Erteilung des D.R.P. 275849 f├╝r einen Kippwagen mit Bodenklappe (Miterfinder: Emil Ullmann, Berlin) - Zusatz zum Patent 254221
15.06.1913 Erteilung des D.R.P. 269210 f├╝r eine Lokomotiv-Hohlachse - Zusatz zum Patent 260334
21.06.1913 Erh├Âhung des Aktienkapitals in H├Âhe von 9 Millionen Mark, so da├č das Aktienkapital nunmehr 45 Millionen Mark betr├Ągt
12.07.1913 Erteilung des D.R.P. 271256 f├╝r eine Lokomotivhohlachse
05.08.1913 Erteilung des D.R.P. 275828 f├╝r eine Entladetafel f├╝r Transportfahrzeuge mit losen oder herabklappbaren Rungen
13.08.1913 Erteilung des D.R.P. 270127 f├╝r eine drei- oder mehrachsige Lokomotive mit Hohl- und Laufachse
28.10.1913 Erteilung des D.R.P. 290334 f├╝r eine Umlaufvorrichtung f├╝r Lokomotiven mit Kolbenschiebersteuerung mit zwei den Umlauf abschlie├čenden, durch Federdruck auf ├ľffnen belasteten und durch Kesseldruck geschlossen gehaltenen Ventilen
31.10.1913 Erteilung des D.R.P. 273967 f├╝r eine Kippvorrichtung f├╝r Kasten-und Muldenkipper
13.11.1913 Erteilung des D.R.P. 290795 f├╝r einen Baggerl├Âffel, dessen Stiel am oberen Ende des L├Âffels angreift - Zusatz zum Patent 287261
1914 Die Wasserrohrkessel-Lokomotive, Bauart Stroomann, "Magdeburg 4869" wird auf der "Baltischen Ausstellung" in Malm├ gezeigt.
03.04.1914 Erteilung des D.R.P. 283321 f├╝r ein Entladeklappengetriebe mit schwingender Verschlu├čwelle f├╝r Beh├Ąlter mit Bodenentleerung
02.05.1914 Erteilung des D.R.P. 288306 f├╝r eine St├╝tzvorrichtung f├╝r die Bodenklappe an Selbstentladewagen mit festen Stirnw├Ąnden
15.05.1914 Erteilung des D.R.P. 286434 f├╝r eine Vorrichtung zum Entladen und Feststellen von Kippgef├Ą├čen auf Eisenbahnwagen
26.05.1914 Als Kommission├Ąr interessiert sich die Firma Orenstein & Koppel f├╝r die 8 ehemaligen Mannheimer Pferdebahnwagen, um sie an einen anderen interessierten (aber namentlich nicht bekannten) Stra├čenbahnbetrieb weiter zu verkaufen. Nach kurzem Schriftwechsel wird der Beiwagen 301 am 26. Mai an die Firma Orenstein & Koppel verladen.
25.10.1914 Erteilung des D.R.P. 289020 f├╝r eine Fangvorrichtung f├╝r seillos gewordene Wagen auf geneigten F├Ârderstrecken
20.03.1915 Erteilung des D.R.P. 300575 f├╝r eine Dreipunktaufh├Ąngung f├╝r Lokomotiven mit Hohlachsen an den Enden, deren Federung in zwei unabh├Ąngige Gruppen mit je einer Hohlachse geteilt wird
21.08.1915 Erteilung des D.R.P. 300974 f├╝r eine Maschine zur Gewinnung von Brenntorf mit zwei Aushebevorrichtungen (W├╝bbo Claas Strenge in Ocholt, Oldenburg)
1916 Orenstein & Koppel ├╝bernimmt die Maschinenfabrik Montania vorm. Gerlach & K├Ânig in Nordhausen vollst├Ąndig
1917 "Orenstein & Koppel" ist seither im technischen Ausschu├č des Deutschen Lokomotivverbandes vertreten.
15.02.1917 Erteilung des D.R.P. 303384 f├╝r einen Bagger mit verstellbarer Arbeitsbreite und neben den Eimern verstellbar angebrachten Ausschneidmessern zum Ausheben von Gr├Ąben, besonders Sch├╝tzengr├Ąben
15.11.1917 Erteilung des D.R.P. 334066 f├╝r ein Verfahren und Bagger zum Ausheben von Gr├Ąben mit abgeb├Âschten W├Ąnden
02.12.1917 Erteilung des D.R.P. 321605 f├╝r den elastischen Zahnr├Ąderantrieb einer radial einstellbaren Lokomotivachse
06.12.1917 Erteilung des D.R.P. 308907 f├╝r ein Steuer- und Sperrwerk f├╝r das Bewegungsgetriebe der Verschlu├čklappen eines Sch├╝ttgutbeh├Ąlters
13.12.1917 Erteilung des D.R.P. 309390 f├╝r eine Eisenbahnlagerschale
1918 Mitgliedschaft im Feldbahnausschu├č des Lokomotivbau-Inlandsverbands "Deutscher Lokomotivverband (LVA)"
23.01.1918 Erteilung des D.R.P. 316073 f├╝r einen Antrieb f├╝r Lokomotiven mit Angriff der Treibstange an einem Punkte des Kuppelstangensystems
26.02.1918 Erteilung des D.R.P. 320219 f├╝r einen Selbstentladewagen
04.04.1918 Erteilung des D.R.P. 309040 f├╝r einen Wagengestellrahmen
16.08.1918 Erteilung des D.R.P. 357215 f├╝r einen Schneckenbagger
16.08.1918 Erteilung des D.R.P. 359199 f├╝r eine Maschine zur Torfgewinnung
11.09.1918 Erteilung des D.R.P. 337679 f├╝r ein Verfahren zur Herbeif├╝hrung der Entlade- und Ladestellungen bei Flachbodenselbstentladern
02.10.1918 Erteilung des D.R.P. 323424 f├╝r eine Kugelachse f├╝r kurvenbewegliche Lokomotiven
1919 Durch den Ersten Weltkrieg entsteht ein Verm├Âgensverlust in H├Âhe von 32 Millionen Mark. Da die russischen Niederlassungen g├Ąnzlich als Kriegsverlust abgeschrieben werden m├╝ssen, ├╝bernimmt die Danziger Filiale die Niederlassungen in Warschau und Kattowitz.
07.04.1919 Fertigstellung des neuen Verwaltungsgeb├Ąudes von Orenstein & Koppel am Tempelhofer Ufer 23ÔÇô24 in Berlin
19.08.1919 Erteilung des D.R.P. 341320 f├╝r ein Verfahren und Maschine zur Gewinnung von Torf (Miterfinder: Gebhard Oltmann Strenge, Elisabethfehn, Oldenburg)
28.09.1919 Erteilung des D.R.P. 349444 f├╝r einen Trichterwagenverschlu├č
30.09.1919 Erteilung des D.R.P. 337680 f├╝r einen Flachbodenselbstentlader mit Pendelst├╝tzen
29.10.1919 Erteilung des D.R.P. 324269 f├╝r eine elektromagnetische Signalfl├╝gelkupplung (Miterfinder: Otto Uebel, Berlin-Pankow)
30.10.1919 Erteilung des D.R.P. 338923 f├╝r eine einwellige Torfmaschine mit Vor- und Feinzerkleinerung
31.10.1919 Erteilung des D.R.P. 331300 f├╝r einen F├Ârderrinnenkopf f├╝r Torfgewinnung
29.01.1920 Erteilung des D.R.P. 333580 f├╝r eine Bremse f├╝r Wagen
31.01.1920 Erteilung des D.R.P. 331400 f├╝r eine Schaltung f├╝r elektrische Weichenantriebe (Miterfinder: Otto Uebel, Berlin-Pankow)
02.03.1920 Laut Generalversammlungsbeschlu├č vom 2. M├Ąrz 1920 ├änderung der Firma aus "Orenstein & Koppel- Arthur Koppel Akt.-Ges." in "Orenstein & Koppel A.-G."




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Bagger 1911 [Eisenbahnw. Gegenw. II (1911) 267] 1940 Umfirmierung in "Maschinenbau und Bahnbedarfs AG" 1911: L├Âffel-, Eimer- und Schwimmbagger f├╝r Dampf- und elektrischen Betrieb
Bahnbauten 1939 [Masch-Ind Dt Reich (1939/40) 178] 1939 [Masch-Ind Dt Reich (1939/40) 178]  
Baumaschinen 1939 [Masch-Ind Dt Reich (1939/40) 178] 1940 Umfirmierung in "Maschinenbau und Bahnbedarfs AG"  
Dampflokomotiven 1909 Umfirmierung 1920 Umfirmierung  
Dieselmotoren 1939 [Masch-Ind Dt Reich (1939/40) 178] 1940 Umfirmierung in "Maschinenbau und Bahnbedarfs AG"  
Drehscheiben 1911 [Eisenbahnw. Gegenw. II (1911) 267] 1939 [Masch-Ind Dt Reich (1939/40) 178] 1911: f├╝r Normal- und Schmalspurbahnen
elektrische Lokomotiven 1911 [Eisenbahnw. Gegenw. II (1911) 267] 1911 [Eisenbahnw. Gegenw. II (1911) 267] 1911: in einer Spezialabteilung im Werk Spandau
Eisenbahnsicherungsanlagen 1911 [Eisenbahnw. Gegenw. II (1911) 267] 1939 [Masch-Ind Dt Reich (1939/40) 178] 1911: insbesondere Stellwerke und Bahn├╝bergangsschranken
Eisenbahnwagen aller Art 1911 [Eisenbahnw. Gegenw. II (1911) 267] 1940 Umfirmierung in "Maschinenbau und Bahnbedarfs AG"  
Fahrzeugaufbauten (Omnibusse usw.) 1939 [Masch-Ind Dt Reich (1939/40) 178] 1939 [Masch-Ind Dt Reich (1939/40) 178]  
G├╝terzugwagen 1911 [Eisenbahnw. Gegenw. II (1911) 267] 1911 [Eisenbahnw. Gegenw. II (1911) 267]  
Industrie- und Feldbahnen 1911 [Eisenbahnw. Gegenw. II (1911) 267] 1939 [Masch-Ind Dt Reich (1939/40) 178] 1911: in den Werken Dorstfeld und Bochum: Mulden- und Kastenkipper sowie die Spezialwagen f├╝r Industrie und Landwirtschaft, Bremsberganlagen, Seilaufz├╝ge und H├Ąngebahnen sowie das gesamte Feldbahn-Oberbaumaterial
Kesselwagen 1911 [Eisenbahnw. Gegenw. II (1911) 267] 1911 [Eisenbahnw. Gegenw. II (1911) 267]  
Kleinbahng├╝terwagen 1911 [Eisenbahnw. Gegenw. II (1911) 267] 1911 [Eisenbahnw. Gegenw. II (1911) 267]  
Krane 1939 [Masch-Ind Dt Reich (1939/40) 178] 1940 Umfirmierung in "Maschinenbau und Bahnbedarfs AG"  
Motorlokomotiven 1939 [Masch-Ind Dt Reich (1939/40) 178] 1940 Umfirmierung in "Maschinenbau und Bahnbedarfs AG"  
Personenwagen 1911 [Eisenbahnw. Gegenw. II (1911) 267] 1911 [Eisenbahnw. Gegenw. II (1911) 267]  
Schlepper 1939 [Masch-Ind Dt Reich (1939/40) 178] 1940 Umfirmierung in "Maschinenbau und Bahnbedarfs AG"  
Selbstentladewagen 1911 [Eisenbahnw. Gegenw. II (1911) 267] 1911 [Eisenbahnw. Gegenw. II (1911) 267]  
Stellwerke 1911 [Eisenbahnw. Gegenw. II (1911) 267] 1911 [Eisenbahnw. Gegenw. II (1911) 267]  
Stra├čenbahnwagen 1911 [Eisenbahnw. Gegenw. II (1911) 267] 1939 [Masch-Ind Dt Reich (1939/40) 178]  
Stra├čenwalzen 1939 [Masch-Ind Dt Reich (1939/40) 178] 1939 [Masch-Ind Dt Reich (1939/40) 178]  
Topfwagen 1911 [Eisenbahnw. Gegenw. II (1911) 267] 1911 [Eisenbahnw. Gegenw. II (1911) 267] f├╝r S├Ąuren
Wegschranken 1911 [Eisenbahnw. Gegenw. II (1911) 267] 1911 [Eisenbahnw. Gegenw. II (1911) 267]  
Weichen 1911 [Eisenbahnw. Gegenw. II (1911) 267] 1940 Umfirmierung in "Maschinenbau und Bahnbedarfs AG" 1911: f├╝r Haupt- und Kleinbahnen, Spezialit├Ąt: Rillenschienen-Weichen




Betriebene Dampfmaschinen

Bezeichnung Bauzeit Hersteller
Dampfmaschinenanlage   Hannoversche Maschinenbau-Actiengesellschaft, vorm. Georg Egestorff




Personal

Zeit gesamt Arbeiter Angest. Lehrl. Kommentar
1913 11600       einschl. aller Tochtergesellschaften
1935 10200        
1936 13000        
1937 14390        
1938 16300        




Produktionszahlen

von bis Produkt im Jahr am Tag Einheit
1909 1909 Dampflokomotiven 505    
1910 1910 Dampflokomotiven 551    
1911 1911 Dampflokomotiven 583    
1912 1912 Dampflokomotiven 662    
1913 1913 Dampflokomotiven 836    
1914 1914 Dampflokomotiven 595    
1915 1915 Dampflokomotiven 205    
1916 1916 Dampflokomotiven 272    
1917 1917 Dampflokomotiven 331    
1918 1918 Dampflokomotiven 262    
1919 1919 Dampflokomotiven 262    




Firmen-Änderungen, Zusammenschüsse, Teilungen, Beteiligungen


Zeit = 1: Zeitpunkt unbekannt

Zeit Bezug Abfolge andere Firma Kommentar
1909 Zusammenschlu├č, neuer Name zuvor Arthur Koppel Aktiengesellschaft  
1909 Zusammenschlu├č, neuer Name zuvor Aktiengesellschaft f├╝r Feld- und Kleinbahnen-Bedarf vormals Orenstein & Koppel  
1916 Anschlu├č (Namensverlust) zuvor Maschinenfabrik Montania vorm. Gerlach & K├Ânig Montania --> O&K
1920 Umbenennung danach Orenstein & Koppel AG  




Allgemeines

ZEIT1911
THEMABeschreibung der Lokomotivfabrik Drewitz
TEXTGrundfl├Ąche: 78.000 m┬▓, davon 35.000 m┬▓ bebaut. Die Werkst├Ątten sind modern eingerichtet und mit den modernsten Werkzeugmaschinen ausgestattet. Eine elektrische Zentrale mit 1.110 kW bei 220 V Spannung liefert die erforderliche Energie f├╝r den Betrieb der Fabrik. Die Spezialit├Ąt der Firma besteht im Bau von normal- und schmalspurigen Lokomotiven f├╝r Haupt-, Neben- und Kleinbahnen, Anschlu├čbahnen, Stra├čenbahnen, Tunnel- und Bergbahnen, Feld- und Industriebahnen. Das Absatzgebiet erstreckt sich auf alle Weltteile. An den Wettbewerben f├╝r die Lieferung von Lokomotiven der dem ├Âffentlichen Verkehr dienenden Bahnen im In- und Ausland hat sich die Firma seit einer l├Ąngeren Reihe von Jahren erfolgreich beteiligt; sie z├Ąhlt zu den st├Ąndigen Lieferanten der K├Âniglich Preu├čischen und Hessischen Staats-Eisenbahnen, der Deutschen Reichs-Kolonial-Eisenbahnen, der Deutschen Milit├Ąrbahnen und in neuerer Zeit auch von verschiedenen ausl├Ąndischen Regierungen. Die f├╝r die Reichs-Kolonial-Eisenbahnen gelieferten Typen sind ausschlie├člich eigene Konstruktionen der Firma, welche den an den st├Ąndig wachsenden Betrieb gestellten Anforderungen unter oft recht schwierigen Verh├Ąltnissen voll und ganz entsprechen.
QUELLE[Eisenbahnwesen der Gegenw II (1911) 144]


ZEIT1911
THEMABeschreibung der Waggonfabrik Spandau
TEXTGrundfl├Ąche: 200 ha. Sowohl die gesamte Anlage der einzelnen Werkst├Ątten wie auch ihre maschinlle Ausr├╝stung entspricht neuzeitlichen Gesichtspunkten. Eine Dampfzentrale von 600 PS Leistung erzeugt die f├╝r den Betrieb und die Beleuchtung erforderliche Energie. Die Fabrik besitzt besondere Abteilungen f├╝r Waggonbau, Weichenbau, Signalbau und Baggerbau. In der Waggonbauabteilung werden hergestellt: Staatsbahng├╝terwagen aller Art, Selbstentlader, Kesselwagen, Bierwagen, Topfwagen f├╝r S├Ąuretransport, Kleinbahng├╝terwagen, Personenwangen, Stra├čenbhnwagen, Rollb├Âcke und Rollschemel sowie in einer Unterabteilung elektrische Lokomotiven. Die Weichenbauabteilung fabriziert Weichen und Kreuzungen f├╝r Haupt- und Kelinbahnen sowei als Spezialit├Ąt Rillennschienen f├╝r Stra├čenbahnen wei ach Drehscheiben f├╝r Normalspur und Schmalspur. Die Signalbauabteilung stellt haupts├Ąchlich Stellwerke und Wegeschranken her, w├Ąhrend die Baggerbauabteilung sich mit dem Bau von Eimerbaggern, Schwimmbagern und L├Âffenlbaggern in allen Gr├Â├čen f├╝r Dampf- und elektrischen Antrieb befa├čt. Bei dieser Gelegenheit sei erw├Ąhnt, da├č die bekannten Erzeugnisse der Firma f├╝r Feldbahnzweicke wie die Mulden- und Kastenkipper sowie die Spezialwagen f├╝r Industrie und Landwirtschaft, Bremsberganlagen, Seilaufz├╝ge und H├Ąngebahnen sowie das gesamte Feldbahn-Oberbaumaterial in den Fabriken in Dorstfeld (bei Dortmund) sowie in Bochum hergestellt werden. Verschiedene Erzeugnisse sowie Einzelkonstruktionen des Werkes sind in verschiedenen Richtungen vorbildlich geworden. Es sei hier der zahlreichen Puffer- und Zugapparatkonstruktionen, Bremsanordnungen, Lagerkonstruktionen Erw├Ąhung getan, die auf der ganzen Erde zu finden sind und allgemein als Normalkonstruktionen f├╝r die betreffenden Zweicke gelten. Sie alle im einzelnen aufzuz├Ąhlen und zu beschreiben w├╝rde den Rahmen ├╝berschreiten. Eine Spezialit├Ąt der Spandauer Waggonfabrik sind die Selbstentladewagen. Diese unter dem Namen "Koppel-Selbstentlader" bekannten Fahrzeuge haben bei den verschiedenen Eisenbahnverwaltungen und gro├čen industriellen Unternehmungen in den letzten Jahren immer mehr Eingang gefunden und sind in fast allen Industriel├Ąndern zu finden. Die Firma hat mit diesen Wagen, die zu den besten Fahrzeugen ihrer Art geh├Âren, bahnbrechend gewirkt. Die Koppel-Selbstentlader, die in Grl├Â├čen von 1/2 bis 75 m┬│ und f├╝r alle Spurweiten ausgef├╝hrt werden, eignen sich in erser Linie f├╝r alle Arten von sch├╝ttbaren G├╝tern, die nach der Seite des Gleises oder zwischen die Schienen entleert werden sollten. W├Ąhrend in der Regel die Wagen einzeln durch ├ľffnen ensprechend angeordneter Klappen oder Schieber automatisch entleert werden, wurden auch wiederholt besondere Konstruktionen ausgef├╝hrt, welche eine automatische Entladung einer Wagengruppe oder des ganzen Zuges von der Lokomoive aus erm├Âglichen.
QUELLE[Eisenbahnwesen der Gegenw II (1911) 267]


ZEIT1911
THEMAInteressenvertrag mit D├ęcauville
TEXTDas mit der Firma Decauville, die ein Aktienkapital von f├╝nf Millionen Francs hatte, auf zwanzig Jahre geschlossene Abkommen bezweckte eine Aufteilung der Absatzgebiete. Dar├╝ber hinaus wurde eine wechselseitige Beteiligung an den Gesch├Ąftsergebnissen vereinbart, so da├č Orenstein & Koppel verpflichtet war, von einem Kapital von f├╝nf Millionen Francs denjenigen Prozentsatz an Decauville zu zahlen, der ein Viertel des Prozentsatzes darstellte, den Orenstein & Koppel - Arthur Koppel AG auf ihr Aktienkapital als Dividende verteilen konnte. Andererseits hatte die Firma Decauville, wenn diese mehr als 12 % Dividende aussch├╝tten konnte, die H├Ąlfte des Mehrertrages an Orenstein & Koppel zu verg├╝ten. Sollten sich diese beiderseitigen Zahlungen nicht egalisieren, so hatte innerhalb von vertraglich festgelegten dreij├Ąhrigen Perioden ein gesonderter Ausgleich stattzufinden. Au├čerdem wurde Decauville durch umfassende Bezugsverpflichtungen an Orenstein & Koppel gebunden, so da├č die Orenstein & Koppel Gesellschaft ihren Fabriken kontinuierliche Auftr├Ąge sicherte. Decauville hatte sein Hauptwerk in Petit-Bourg bei Corbeil und ein Zweigwerk in Val-Saint-Lambert in Belgien. Orenstein & Koppel ├╝bernahm nun das belgische Werk und ├╝berlie├č daf├╝r Decauville sein Werk in Fives. Gleichzeitig kam eine Einigung ├╝ber die Absatzgebiete zustande, wonach Decauville den franz├Âsischen Markt einschlie├člich der Kolonien, Orenstein & Koppel den fremden Markt ├╝bernahm.
QUELLE[Bude, Fricke, Murray: O & K Dampflokomotiven (1978) 22]


ZEIT1913
THEMAFabriken
TEXTFabrik Drewitz bei Berlin, er├Âffnet 1899 durch Orenstein & Koppel AG: 80.000 qm, 1.600 Besch├Ąftigte, schmalspurige und normalspurige Dampflokomotiven, Dampfkessel, station├Ąre Dampfmaschinen
Fabrik Spandau bei Berlin, er├Âffnet 1900 durch Orenstein & Koppel AG: 130.000 qm, 1500 Besch├Ąftigte, schmalspurige und normalspurige Personenwagen, G├╝terwagen und Spezialwagen, Weichen, Eisenbahn-Sicherungs-Vorrichtungen und Signale, elektrische Lokomotiven, Eimerbagger und L├Âffelbagger jeder Gr├Â├če
Fabrik Bochum, er├Âffnet 1886 durch Arthur Koppel: 23.000 qm, 800 Besch├Ąftigte, Feldbahnmaterial jeder Art, schmalspurige Spezialwagen, Selbstentlader und Kippwagen
Fabrik Dorstfeld bei Dortmund, er├Âffnet 1893 durch Orenstein & Koppel oHG: 60.000 qm, 1000 Besch├Ąftigte, Feldbahnmaterialien aller Art, schmal- und normalspurige G├╝terwagen und Spezialwagen, Weichen, Drehscheiben, Schiebeb├╝hnen
Fabrik Wysotschan bei Prag, er├Âffnet 1895 durch Orenstein & Koppel oHG: 20.000 qm, 350 Besch├Ąftigte, Feldbahnmaterialien jeder Art, Weichen, Drehscheiben, Schiebeb├╝hnen und Wagen f├╝r Kleinbahnen
Fabrik Szt. L├Ârincz bei Budapest, er├Âffnet 1896 durch Orenstein & Koppel oHG: 31.000 qm, 400 Besch├Ąftigte,
Feldbahnmaterialien jeder Art, schmalspurige und normalspurige G├╝terwagen, Weichen, Drehscheiben und Schiebeb├╝hnen f├╝r Klein- und Staatsbahnen, Aufz├╝ge, Bremsberge
Fabrik Kolo bei Warschau, er├Âffnet 1899 durch Orenstein & Koppel AG: 36.000 qm, 350 Besch├Ąftigte, Feldbahnmaterialien jeder Art, Personen- und G├╝terwagen sowie Spezialwagen, Eisenkonstruktionen und Eisenbahn-Sicherungsanlagen
Fabrik St. Petersburg, er├Âffnet 1896 durch Arthur Koppel: 48.000 qm, 1000 Besch├Ąftigte, Feldbahnmaterialien, Weichen, Drehscheiben, Schiebeb├╝hnen, G├╝ter- und Spezialwagen jeder Art, Eisenkonstruktionen, Aufz├╝ge, Bremsberge
Fabrik Koppel bei Pittsburg/USA, er├Âffnet 1895 durch Arthur Koppel: 55.000 qm, 500 Besch├Ąftigte, Feldbahnmaterialien aller Art, Weichen, Drehscheiben, Schiebeb├╝hnen, schmalspurige und normalspurige G├╝terwagen und Spezialwagen
Fabrik Val St. Lambert/Belgien, 1912 von Decauville ├╝bernommen: 40.000 qm, 450 Besch├Ąftigte, Feldbahnmaterial, speziell Nietgleis, Weichen, Drehscheiben, G├╝terwagen und Spezialwagen
Fabrik Nordhausen/Th├╝ringen, gegr├╝ndet 1902 durch Gerlach & Koenig "Montania": 19.000 qm, 300 Besch├Ąftigte, Roh├Âl-Motore, Explosions-Motorlokomotiven und Gesteinsbohrmaschinen
Fabrik L├╝beck, gegr├╝ndet 1897 durch L├╝becker Maschinenbau AG: 60.000 qm, 1000 Besch├Ąftigte, Eimerbagger f├╝r Trocken- und Na├čbaggerung, Sp├╝l- und Saugbagger, Elevatoren, Dampfer.
QUELLE[Bude, Fricke, Murray: O & K Dampflokomotiven (1978) 22]


ZEIT1913
THEMATochtergesellschaften
TEXTZ├╝rich: Schweizer AG f├╝r Feld- und Kleinbahnenbedarf, Orenstein & Koppel, Z├╝rich 1, St. Urbangasse 4;
Amsterdam: Fabrieken van Spoorwegmateriaal vorheen Orenstein & Koppel, Amsterdam, N.Z. Voorburgwal 227;
Wien: Orenstein & Koppel GmbH, Wien l, Predigergasse 5;
Johannesburg: Orenstein & Koppel, Limited, P.O.B. 325, Johannesburg (Transvaal);
Sankt Petersburg: Verwaltung der AG f├╝r den Bau ├Âkonomischer Verkehrswege und mechanischer Vorrichtungen System "Arthur Koppel", St.-Petersburg, Newskij Prospekt 116;
Sankt Petersburg: Russische AG f├╝r Feld- u. Schmalspurbahnen "Parowos", St.-Petersburg, Newskij Prospekt 116;
Madrid: Orenstein y Koppel - Arthur Koppel, Sociedad Anonima Madrid, Apartado de Correos 229
QUELLE[Bude, Fricke, Murray: O & K Dampflokomotiven (1978) 22]


ZEIT1913
THEMAZweigniederlassungen, Vertetungen
TEXTDeutschland: Breslau, Bromberg, Danzig, Dortmund, Frankfurt am Main, Hamburg, Kassel, Kattowitz, K├Âln, K├Ânigsberg, Leipzig, Magdeburg, Mannheim, M├╝nchen, Schwerin, Stra├čburg; Vertretungen: Arnswalde, Bremen, Celle, Eggesin, Eutin, Flensburg, Hannover, Kiel, K├Âslin, Langelsheim, Leer, L├╝beck, Nordenham, Nordhausen, Obernkirchen, Rendsburg, Siegen, Stettin, Tilsit, Wilhelmshaven. Lagerpl├Ątze: Allach bei M├╝nchen, Arnswalde, Bromberg, Danzig, Dortmund,
Harburg/Hamburg, Kassel, K├Âln, K├Ânigsberg, K├Âslin, Leipzig, Ludwigshafen, Magdeburg, Schwerin, Stettin, Stra├čburg
Fabriken: Drewitz, Spandau, Bochum, Dorstfeld, Schmiedefeld bei Breslau, Maschinenfabrik Montania AG, Nordhausen, L├╝becker Maschinenbau-Gesellschaft, L├╝beck.
Belgien: Zweigniederlassungen: Br├╝ssel, Antwerpen; Vertretung: Blerik; Fabrik: Val St. Lambert.
Bulgarien: Zweigniederlassung: Sofia; Lagerplatz: Sofia.
D├Ąnemark: Vertretungen: Kopenhagen, Aarhus.
Frankreich: Zweigniederlassungen: Paris, Bordeaux, Lilie, Lyon, Marseille, Nancy; Fabrik: Fives-Lille.
Griechenland: Vertretung: Athen.
Gro├čbritannien: Zweigniederlassung: London; Vertretung: Cardiff; Lagerplatz: Hull.
Holland: Zweigniederlassung: Amsterdam; Vertretungen: Bolsward, Groningen, Sneek; Lagerplatz: Amsterdam
Italien: Zweigniederlassungen: Rom, Mailand, Padua; Vertretungen: Bologna, Catania, Genua, Tarent, Turin; Lagerpl├Ątze: Cagliari, Catania, Mailand, Messina, Neapel, Rom.
Norwegen: Vertretung: Kristiania; Lagerplatz: Kristiania.
├ľsterreich-Ungarn: Zweigniederlassungen: Wien, Budapest, Prag, Lemberg; Vertretungen: Agram, Dornbirn, M├Ąhrisch-Ostrau, Stanislau, Trient, Triest; Lagerpl├Ątze: Inzerdorf, Lemberg; Fabriken: Wysotschan bei Prag, Szt. L├Ârincz bei Budapest.
Portugal: Vertretung: Lissabon.
Rum├Ąnien: Zweigniederlassung: Bukarest; Lagerplatz: Braila; Fabrik: Bukarest.
Ru├čland: Zweigniederlassungen: St. Petersburg, Charkow, Helsingfors, Kiew, Moskau, Odessa, Riga, Warschau;
Vertretungen: Baku, Lodz, Sosnowice, Wilna; Lagerpl├Ątze: Charkow, Helsingfors, Kiew, Moskau, Odessa, Riga, Warschau;
Fabriken: St. Petersburg, Kolo bei Warschau.
Schweden: Vertretungen: Stockholm, Malm├Â; Lagerplatz: Stockholm Schweiz
Schweiz: Zweigniederlassung: Z├╝rich; Lagerpl├Ątze: Basel, Z├╝rich Serbien
Serbien: Vertretung: Belgrad.
Spanien: Zweigniederlassungen: Barcelona, Bilbao, Gijon, Madrid; Vertretung: Cartagena; Lagerpl├Ątze: Barcelona, Bilbao, Cartagena, Gijon.
T├╝rkei: Vertretungen: Konstantinopel, Saloniki.
Asiatisches Ru├čland: Zweigniederlassungen: Blagoweschtschensk, Tschita, Wladiwostok; Vertretung: Chaborowsk; Lagerpl├Ątze: Blagoweschtschensk, Tschita, Wladiwostok
Asiatische T├╝rkei: Vertretungen: Beirut, Smyrna
Britisch-Indien: Zweigniederlassung: Calcutta; Vertretungen: Bombay, Cawnpore, Karachi, Madras, Rangoon; Lagerpl├Ątze: Calcutta, Bombay.
China: Vertretungen: Hongkong, Hankau, Shanghai, Tientsin, Tsingtau; Lagerpl├Ątze: Hongkong, Hankau, Shanghai, Tientsin, Tsingtau
Japan: Vertretungen: Tokio, Kobe, Yokohama; Lagerpl├Ątze: Tokio, Yokohama
Kronkolonien: Lagerplatz: Singapore.
Niederl├Ąndisch-Indien: Zweigniederlassungen: Soerabaya, Samarang; Vertretungen: Batavia, Medan; Lagerpl├Ątze: Soerabaya, Samarang, Batavia, Djokjakarta, Medan.
Philippinen: Vertretung: Manila; Lagerplatz: Manila.
Siam: Vertretung: Bangkok.
├ägypten: Zweigniederlassungen: Kairo, Alexandria; Vertretung: Khartum; Lagerpl├Ątze: Ezbeth Khourehed, Facous, Khartum.
Algerien: Vertretung: Algier.
Angola: Vertretung: Loanda; Lagerplatz: Loanda.
Britisch S├╝dafrika: Zweigniederlassungen: Johannesburg, Durban; Vertretungen: Barberton, Bulawayo, East London, Kapstadt, Port Elizabeth, Salisbury; Lagerpl├Ątze: Barberton, Bulawayo, Durban, East London, Gatooma, Germistoi
Kapstadt, Port Elizabeth, Salisbury.
Kanarische Inseln: Vertretungen: Puerto Orotava, Santa Cruz de Teneriffa; Lagerplatz: Puerto Orotava.
Mauritius: Vertretung: Port Louis; Lagerplatz: Port Louis.
Portugiesisch-S├╝dostafrika: Zweigniederlassung: Lourenco-Marques; Vertretungen: Beira, Chai-Chai, Inhambane, Quelimane; Lagerpl├Ątze: Lourenco-Marques, Beira.
Tunesien: Vertretung: Tunis.
Argentinien: Zweigniederlassung: Buenos Aires; Lagerplatz: Buenos Aires.
Bolivien: Vertretung: Oruro; Lagerpl├Ątze: La Paz, Oruro, Uyuni.
Brasilien: Zweigniederlassung: Rio de Janeiro; Vertretungen: Sao Paulo, Bahia, Pernambuco, Porto Alegre; Lagerpl├Ątze: Rio de Janeiro, Sao Paulo, Bahia, Pernambuco, Porto Alegre.
Canada: Vertretungen: Toronto, Montreal; Lagerplatz: Vancouver.
Chile: Zweigniederlassung: Valparaiso; Vertretungen: Santiago de Chile; Lagerpl├Ątze:Taltal, Antofagasta, Concepcion, Iquique, Valdivia, Valparaiso.
Cuba: Zweigniederlassung: Havanna; Lagerplatz: Havanna.
Dominikanische Republik: Lagerplatz: San Domingo.
Ecuador: Vertretung: Guayaquil.
Mexiko: Zweigniederlassung: Mexiko; Vertretungen: Durango, Guadalajara, Guanajuato, Mazatlan, Merida, Oaxaca, San
Luis-Potosi, Torreon, Chihuahua, Zacatecas; Lagerpl├Ątze: Mexiko, Durango, Guadalajara, Guanajuato, Mazatlan, Merida, Monterrey, Oaxaca, San Luis-Potosi, Torreon, Chihuahua. Zacatecas.
Peru: Zweigniederlassung: Lima; Lagerplatz: Callao.
Porto Rico: Vertretung: San Juan; Lagerplatz: San Juan.
Uruguay: Vertretung: Montevideo; Lagerplatz: Montevideo.
Vereinigte Staaten von Nordamerika: Zweigniederlassungen: Chicago, New York, Pittsburg, San Francisco; Vertretungen: Los Angeles, Philadelphia, St. Louis; Lagerpl├Ątze: New York, San Francisco, Los Angeles; Fabrik: Koppel bei Pittsburg
Australien: Vertretungen: Melbourne, Perth, Fremantle, Sydney; Lagerpl├Ątze: Melbourne, Perth, Fremantle, Sydney.
Hawai: Vertretung: Honolulu; Lagerplatz: Honolulu.
QUELLE[Bude, Fricke, Murray: O & K Dampflokomotiven (1978) 22-28]


THEMAKonstruktion unserer Lokomotiven
TEXTAllgemeines: Bei der Konstruktion unserer Lokomotiven haben wir spezielles Augenmerk darauf gerichtet, da├č dieselbe dem Verwendungszweck in bester Weise angepa├čt ist, wobei uns unsere langj├Ąhrigen Erfahrungen auf diesem Gebiete von besonderem Vorteil sind. Es ist dadurch Gew├Ąhr gegeben f├╝r eine denkbar solide Bauart, die bei aller Einfachheit zur Erzielung einer leichten Wartung keinen von den Vorz├╝gen vermissen l├Ą├čt, die sie f├╝r den fraglichen Zweck besonders geeignet macht. Die Hauptabmessungen unserer Lokomotiven stehen stets im richtigen Verh├Ąltnis zu der bezeichneten St├Ąrke oder aber zu der uns bekanntgegebenen Leistungsanforderung. Wir unterscheiden dabei zwischen Lokomotiven, die gro├če Lasten mit geringer Geschwindigkeit bef├Ârdern sollen, und solchen, bei denen der umgekehrte Fall vorliegt, und bemessen danach insbesondere auch den Raddurchmesser. Besonderer Wert ist bei allen unseren Konstruktionen auf reichliche Abmessungen der arbeitenden Teile gelegt, damit die Abnutzung derselben im normalen Betriebe m├Âglichst gering ist. Die leichte Zug├Ąnglichkeit zu den einzelnen Teilen bleibt bei allen unseren Konstruktionen gewahrt.
Die f├╝r die Bedienung erforderlichen Armaturen und Handgriffe sind durchweg in ├╝bersichtlicher und handlicher Weise angeordnet. Im einzelnen bemerken wir ├╝ber die allgemeine Bauart unserer Lokomotiven Folgendes:
Rahmen: Die Versteifung desselben geschieht in der denkbar solidesten Weise. Bei Tender-Lokomotiven wird der Wasservorratsraum meist im Rahmen untergebracht, wenn es die Spurweite zul├Ą├čt. Wir erreichen auf diese Weise, da├č der Schwerpunkt der Lokomotive m├Âglichst tief liegt, was derselben einen ruhigen und sicheren Gang gibt. Namentlich f├╝r die schw├Ącheren Typen und schmalen Spurweiten ist diese Bauart von Vorteil.
Au├čerdem bringen wir aber starke Bahnr├Ąumer an, die namentlich bei Entgleisungen verh├╝ten, da├č die Lokomotive zu tief einsinkt oder umkippen kann.
Kessel: Der Kessel ist die eigentliche Kraftquelle der Lokomotive, weshalb wir auch bei unseren Konstruktionen besonderen Wert darauf legen, da├č Wasser- und Dampfraum, namentlich aber der letztere, m├Âglichst gro├č bemessen sind.
Wir sehen die Rostfl├Ąche und direkte Heizfl├Ąche durchweg sehr gro├č vor und halten die indirekte Heizfl├Ąche, die durch die Siederohre gebildet wird, im richtigen Verh├Ąltnis zu diesen beiden Faktoren.
Wir machen hierbei darauf aufmerksam, da├č es nicht immer ein Vorteil ist, wenn von anderer Seite eine sehr gro├če Heizfl├Ąche angeboten wird. Die Vergr├Â├čerung wird zumeist durch eine gr├Â├čere Anzahl von Siederohren erreicht, die entsprechend enger zusammengelegt werden. Dadurch wird aber die Stegst├Ąrke der Rohrwand zu sehr geschw├Ącht, was jedoch nicht ratsam ist, weil hierdurch h├Ąufig Undichtheiten an den Rohrenden herbeigef├╝hrt werden; andererseits beg├╝nstigt auch die enge Lage der Siederohre die Bildung von Kesselstein in hohem Ma├če. Schlie├člich tritt auch h├Ąufig ein ├â?berkochen des Wassers ein, so da├č der Dampf Wasser mit sich rei├čt und mit einem zu hohen Feuchtigkeitsgehalt in die Zylinder kommt. Ein wirklich ├Âkonomischer Betrieb und eine g├╝nstige Ausnutzung des Brennmaterials ist daher nur bei richtiger Wahl der Kesselgr├Â├če gew├Ąhrleistet. Wir liefern unsere Kessel im allgemeinen mit kupferner Feuerbuchse, wie es in Deutschland ├╝blich ist. Wir verwenden aber auch auf Wunsch Feuerbuchsen aus Flu├čstahl, wie sie schon seit l├Ąngerer Zeit namentlich in Amerika viel in Gebrauch sind. Die st├Ąhlernen Feuerbuchsen sind billiger, haben aber den Nachteil, da├č sie bei forciertem Betrieb ├Âfters erneuert werden m├╝ssen. F├╝r Steinkohlenfeuerung empfehlen wir die kupferne Feuerbuchse in jedem Falle, dagegen k├Ânnte f├╝r Holz- und Braunkohlenfeuerung eine st├Ąhlerne Buchse gew├Ąhlt werden, weil dabei das Material durch die Hitze weniger stark beansprucht wird. Als Siederohre verwenden wir solche aus Flu├čstahl, welche nahtlos hergestellt sind. F├╝r besonders schlechtes Speisewasser liefern wir auf Wunsch die Siederohre mit Kupferstutzen, oder Siederohre ganz aus Messing oder Kupfer, die den Preis der Lokomotive nat├╝rlich erheblich verteuern. Jeder Kessel erh├Ąlt im ├╝brigen die sicherheitspolizeilich vorgeschriebenen Armaturen, insbesondere aber zwei von einander unabh├Ąngige Sicherheitsventile, die so eingerichtet sind, da├č ihre Belastung unbefugterweise nicht gesteigert werden kann.
Die Ausf├╝hrung der Ventile erfolgt nach den f├╝r das Bestimmungsland ma├čgebenden Vorschriften. Die Speisung der Kessel besorgen im allgemeinen 2 Injekteure erprobter Konstruktion, deren Leistung so bemessen ist, dass jeder allein ausreicht, das verdampfte Wasser zu ersetzen. Auf Wunsch liefern wir auch Injekteure anderer Systeme.
F├╝r hei├če Gegenden treffen wir h├Ąufig die Anordnung, da├č au├čer einem Injektor, eine Fahrpumpe angebracht wird, die dem Kessel w├Ąhrend der Fahrt auch Wasser von hoher Temperatur mit absoluter Sicherheit zuf├╝hrt. Zur Erkennung des Wasserstandes im Kessel dient ein Wasserstand und je nach Gr├Â├če des Kessels oder polizeilicher Verordnung 2 - 3 Probierh├Ąhne. Der im Kessel vorhandene Dampfdruck wird durch ein Manometer System Bourdon angezeigt, auf dem die h├Âchste, zul├Ąssige Spannung durch einen roten Strich kenntlich gemacht ist. Jeder Kessel besitzt ferner einen Kesselabla├čhahn, sowie die zur Reinigung erforderlichen Waschluken und eine gr├Â├čere Anzahl verschraubbarer Waschl├Âcher. Die Dampfentnahme aus dem Kessel erfolgt meistens durch einen vollst├Ąndig entlasteten Ventilregulator D.R.P. System Strnad, ├╝ber dessen Konstruktion und Wirkungsweise unser Prospekt Aufschlu├č gibt. Vor Verlassen unseres Werkes unterziehen wir jeden Kessel einer Kaltwasserdruckprobe in der f├╝r das Bestimmungsland vorgeschriebenen H├Âhe und ferner auch einer Dampfdruckprobe auf den vorgeschriebenen Betriebsdruck. Die dar├╝ber ausgestellten amtlichen Atteste liefern wir jedem K├Ąufer unserer Lokomotiven unentgeltlich in der f├╝r die Genehmigungseinholung erforderlichen Ausfertigung. F├╝r Lieferungen nach dem Auslande ber├╝cksichtigen wir hierbei die uns vom Besteller bekannt gegebenen Vorschriften, soweit uns dieselben nicht ohnehin schon bekannt sind.
Jeder Kessel wird zum Sch├╝tze gegen W├Ąrmeausstrahlung mit einer leicht abnehmbaren Blech-Verkleidung versehen. Eine derartige Blechverkleidung erhalten auch die Zylinder und die Schieberk├Ąsten.
Rads├Ątze und Triebwerk: Wir unterscheiden zwei Arten von Rads├Ątzen, solche mit innerhalb und andere mit au├čerhalb des Rahmens liegenden R├Ądern. Die ersteren kommen bei besonders schmaler Spurweite oder dann zur Anwendung, wenn die Eigenart des Triebwerkes es erforderlich macht. Auch f├╝r Lokomotiven mit verstellbarer Spurweite werden meistens Au├čenrahmen mit innenliegenden R├Ądern verwendet. Die au├čenliegenden R├Ąder oder der Innenrahmen bilden die gebr├Ąuchlichste Ausf├╝hrung. Die Rads├Ątze bestehen aus den Achsen mit den aufgepre├čten Speichenradsternen, von welchen die gekuppelten R├Ąder angegossene Gegengewichte haben, und den besonders breit und stark gehaltenen, auf die Radsterne aufgeschrumpften oder durch Sprengringe befestigten Bandagen. Die Treib- und Kuppelzapfen werden in die Radsterne eingepre├čt. S├Ąmtliche der Abnutzung besonders unterliegenden Triebwerksteile, wie Zapfen, Kulissen, Kreuzkopff├╝hrungen oder Lineale, Steuerungsbolzen usw. sind f├╝r die Beanspruchung reichlich stark dimensioniert und durchweg im Einsatz glashart geh├Ąrtet. Die Gest├Ąnge haben ebenfalls geh├Ąrtete Buchsen. Die Treib- und Kuppelstangen besitzen nachstellbare Lagerschalen. Die Schmiergef├Ą├če sind mit den Stangenk├Âpfen aus einem St├╝ck geschmiedet. Die Lokomotiven erhalten Achskisten mit Stellkeilen oder besondere Beilagen, um bei eintretendem Verschlei├č dem sch├Ądlichen Spiel in den Achskistenf├╝hrungen abzuhelfen.
Steuerung: F├╝r unsere kleinen Lokomotiven verwenden wir in der Hauptsache eine Steuerung eigenen Systems, D.R.P. 104045 oder auch Allan-Steuerung. Ausschlaggebend f├╝r die Wahl des Systems ist neben deren ├Âkonomischer Arbeitsweise der Umstand, da├č bei kleineren R├Ądern die Steuerungsteile m├Âglichst hoch liegen sollen, damit sie einem Verschmutzen oder einer Besch├Ądigung durch neben dem Gleis liegende Gegenst├Ąnde weniger ausgesetzt sind. Bei der Heusinger-Steuerung ist bei kleinem Raddurchmesser eine hochliegende Anordnung nicht m├Âglich, deshalb verwenden wir dieselbe haupts├Ąchlich f├╝r gr├Â├čere Maschinen. An schwereren G├╝terzug-, Personen- oder Schnellzugs-Lokomotiven sehen wir die Heusinger-Steuerung vor. Im Nutzeffekt sind diese Steuerungs-Systeme gleich, so da├č ausschlaggebend f├╝r die Verwendung konstruktive R├╝cksichten sind. Der Vorzug unserer Patentsteuerung liegt in der au├čerordentlichen Einfachheit derselben, denn sie besitzt nur sehr wenig Gelenkverbindungen und ausserdem kommt bei ihr die Kulisse in Fortfall. Die naturgem├Ą├če Folge dieser einfachen Bauart ist eine leichte Instandhaltung und geringer Verschlei├č.
Im ├╝brigen hat dieselbe allen anderen Steuerungsarten gegen├╝ber auch noch den Vorteil, da├č s├Ąmtliche Teile besonders hoch angeordnet sind.
Bremsen: Wenn nichts anderes vorgeschrieben wird, liefern wir unsere Maschinen mit einer Wurfhebelbremse System Exter, die gegen├╝ber der Spindelbremse den Vorzug besitzt, da├č sie sehr schnell und kr├Ąftig wirkt. Die Anbringung geschieht im allgemeinen an der F├╝hrerstandsr├╝ckwand. Automatische Bremsen liefern wir nach jedem gew├╝nschten System auf besondere Bestellung.
Feuerung: Wir bauen unsere Lokomotiven fort f├╝r Kohlen-, Holz- und auch f├╝r ├ľlfeuerung. Der Vorteil der ├ľlfeuerung liegt haupts├Ąchlich darin, da├č ein nahezu rauchloser und vollkommen funkenfreier Betrieb erzielt wird. Infolge des wesentlich h├Âheren Heizwertes des ├ľles gegen├╝ber Kohle und Holz ist aber auch die Dampfproduktion bei den gleichen Gr├Â├čenverh├Ąltnissen des Kessels eine wesentlich st├Ąrkere. Die Verfeuerung geht in der Weise vor sich, da├č das ├ľl durch eine entsprechende Einrichtung, sogenannte Streud├╝se, in den Feuerraum gespritzt wird, der zu dem Zwecke im unteren Teile mit Chamotte ausgemauert ist, damit das Material der Feuerbuchse und der Siederohre von der Hitze nicht vorzeitig zerst├Ârt wird. Es ist auch m├Âglich, Lokomotiven f├╝r gemischte Feuerung, d.h. entweder Holz mit ├ľl oder Kohle mit ├ľl zu verwenden, in der Weise, da├č auf das im Feuerraum befindliche Brennmaterial das ├ľl zur Erzielung einer gr├Â├čeren Heizwirkung aufgespritzt wird. Die ├ľlfeuerung eignet sich besonders f├╝r Tunnelbetrieb, Wald- und Plantagenbahnen und Fabrikbetriebe, in denen Funkenauswurf und Rauchentwicklung m├Âglichst vermieden bleiben soll.
Sandung: Zum Zwecke der Sandung bei feuchtem Gleis oder zur Erh├Âhung der Reibung beim Anfahren erh├Ąlt jede Lokomotive einen auf dem Kessel montierten Sandkasten, von welchem 2 oder 4 Sandstreurohre bis vor die R├Ąder herabgef├╝hrt sind. Die Bet├Ątigung dieser Sandstreueinrichtung erfolgt vom F├╝hrerstande mittels Handstange. Sofern f├╝r die Ausnutzung der Adh├Ąsion ung├╝nstige Verh├Ąltnisse in Betracht kommen, empfehlen wir die Anwendung unseres Pre├čluft-Sandstreuers System M├╝ller, der sich daf├╝r ganz vorz├╝glich Gew├Ąhrt. N├Ąhere Einzelheiten ├╝ber die Bauart und Wirkungsweise dieses Apparates sind m unserem Prospekt enthalten.
Schutz gegen Funkenauswurf: Wir versehen jede Lokomotive mit einem Funkenf├Ąngersieb, das in der Rauchkammer oberhalb der Siederohre angebracht ist. M├╝ssen dagegen f├╝r die betreffenden Betriebe besondere Vorsichtsma├čregeln getroffen werden, z.B. bei Waldbahnen oder in feuergef├Ąhrlichen Betrieben, so liefern wir entweder einen sogenannten amerikanischen Funkenf├Ąngerschornstein, welcher sehr oft in Anwendung kommt, oder einen Funkenf├Ąnger anderen Systems.
Eine unbedingte Sicherheit gegen Funkenauswurf bietet jedoch keines der bis jetzt existierenden Systeme bzw. hindern dieselben die gute Dampfentwicklung. Die Auswahl der Funkenf├Ąnger treffen wir unter Ber├╝cksichtigung dieses Umstandes nach dem jeweiligen Verwendungszweck, wenn keine andere Vorschrift besteht.
F├╝hrerstand: F├╝r den Aufenthalt des F├╝hrers besitzt jede Lokomotive ein zweckentsprechendes F├╝hrerhaus, in welchem s├Ąmtliche Apparate f├╝r die Bedienung der Lokomotive und ein verschlie├čbarer Raum f├╝r die Werkzeuge untergebracht sind.
Armaturen und Requisiten: Neben den bereits im vorstehenden erw├Ąhnten Armaturen erh├Ąlt jede Lokomotive eine Dampfpfeife, einen Hilfsbl├Ąser, mit dem der Kesselzug bei Bedarf k├╝nstlich erh├Âht werden kann, geeignete Schmiervorrichtungen f├╝r die unter ├ľl arbeitenden Teile, die n├Âtige Anzahl Zylinderentw├Ąsserungsh├Ąhne, sowie die f├╝r eine bequeme Wartung und Bedienung und nach den sicherheitspolizeilichen Vorschriften notwendigen Apparate.
Mit jeder Lokomotive liefern wir die nachstehende Ausr├╝stung, sofern nicht besondere Vorschriften eine andere Zusammensetzung bedingen: 1 Signallaterne, 3 Wasserstandgl├Ąser mit 1 Durchschlag, 1 Kohlenschaufel, Ringen, 1 Schraubenzieher, 1 Rostkratze, 1 Garnitur Schraubenschl├╝ssel, 1 Kreuzmei├čel, 1 ├ľlkanne f├╝r 2 1/2 kg, 1 Stopfb├╝chsenschl├╝ssel, 1 Flachmei├čel, 1 kleine Schmierkanne, 1 Sch├╝rhaken, 2 Verstemmmei├čel, 1 ├ľlspritze, 1 Rohrstange, 1 Manometerlaterne, 1 Kneifzange, 2 Regulierschl├╝ssel, 1 Wasserstandslaterne, 1 engl. Schraubenschl├╝ssel, 1 Schlammbolzenschl├╝ssel, 1 Rohrb├╝rste. Auf Verlangen und gegen besondere Berechnung liefern wir unsere Lokomotiven auch mit Dampfl├Ąutewerk, Zentralschmierapparat beliebigen Systems, Dampfheizungseinrichtung, Heberleinbremse, Luftbremse, Elevator mit Schlauch und Verschraubung oder sonstigen Sondereinrichtungen.
Material: Zum Bau unserer Lokomotiven verwenden wir ausschlie├člich nur prima Materialien die den Vorschriften der K├Âniglich Preu├čischen Staatseisenbahn-Verwaltung entsprechen. Auf Wunsch liefern wir f├╝r die haupts├Ąchlichsten Materialien, wie Feuerbuchse, Kesselbleche, Bandagen und Siederohre, Qualit├Ątsatteste. Bei der Auswahl der Materialsorten f├╝r die einzelnen Teile richten wir uns durchaus nach der Zweckm├Ą├čigkeit und fertigen beispielsweise alle Teile, die besonders stark beansprucht oder St├Â├čen unterworfen sind, aus Schmiedeeisen, Flu├čstahl oder Stahlgu├č, w├Ąhrend Gu├čeisen nur dort zur Verwendung kommt, wo es ohne Bedenken geschehen kann.
QUELLE[Bude, Fricke, Murray: O & K Dampflokomotiven (1978) 36ff]


THEMAgebaute Lokomotiven
TEXT"Orenstein & Koppel" baute unter seinen diversen Firmierungen zusammen f├╝r folgende Spurweiten: 600 + 610 mm: 5111; 700 mm: 748; 750 mm: 1339; 760 + 762 mm: 801; 785 mm: 120; 800 mm: 135; 900 mm: 807; 1000 mm: 778; 1067 mm: 201; 1435 mm: 2536; 1524 mm: 602 --- Zusammen: 13.264 Loks
QUELLE[Bude, Fricke, Murray: O & K Dampflokomotiven (1978) 73]