Fried. Krupp Grusonwerk AG

Allgemeines

FirmennameFried. Krupp Grusonwerk AG
OrtssitzMagdeburg
OrtsteilBuckau
StraßeMarienstr. 20
Postleitzahl39112
Art des UnternehmensMaschinenfabrik
AnmerkungenBis 1893: "Hermann Gruson" (s.d.). Vertretungen (insbes. für Rohrzuckerfabriken): "Behn, Meyer & Co. Ltd.", Surabaja, Djakarta; "Charles Remy & Bienfait", Rotterdam.
Quellenangaben[Berdrow: Krupp und sein Geschlecht (1943) 284] [Maschinenindustrie (1939/40) 598] [Handbuch Akt.-Ges. (1943) 5905]




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
1855 Gegründet
1892 Übernahme durch Krupp
01.05.1893 Käufliche Übernahme von H. Gruson durch Fried. Krupp
01.05.1893 Änderung der Firma
1897 Bau einer mit allen technischen und chemischen Hilfsmitteln der Neuzeit ausgestatteten Erzaufbereitungs-Versuchsanstalt auf dem Werke zu Buckau.
27.06.1923 Umwandlung in eine Aktiengesellschaft mit einem Kapital von ursprünglich M 200.000.000,00 in 20000 Aktien zu 10000 (16000 Gruppe A, 4000 Gruppe B), übernommen von den Gründern zu pari
30.06.1923 Eingetragen
10.01.1925 Kapitalumstellung laut Hauptversammlung vom 10. Januar 1925 von Mark 200.000.000,00 auf RM 10.000.000,00 durch Abstempelung des Nennwerts der Aktien von bisher M 10.000,00 auf RM 500,00
30.03.1943 Lt. Hauptversammlungsbeschluß vom 30. März 1943 Kapitalberichtigung gemäß DAV vom 12. Juni 1941 um 100 % von RM 10.000.000,00 auf RM 20.000.000,00 mit Wirkung zum 30. September 1942. Die zur Berichtigung erforderlichen Beträge werden gewonnen mit RM 1.000.000,00 durch Entnahme aus "Andere Rücklagen", mit RM 6.500.000,00 durch Zuschreibung zum Anlagevermögen und mit RM 3.500.000,00 aus sonstigen Bilanzposten.




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Aufbereitungsanlagen für Erze, Kohle und Salze 1910 [Prospekt (um 1910)] 1940 Letzte Erwähnung  
Ballenpreßanlagen 1922 [Das Echo (1922) 557] 1922 [Das Echo (1922) 557]  
Einrichtungen für Schleusen und Wehre 1939 Erste Erwähnung 1940 Letzte Erwähnung  
Einrichtungen für Schleusen und Wehre 1939 Erste Erwähnung 1940 Letzte Erwähnung  
Hartzerkleinerungsmaschinen 1893 Erste Erwähnung 1940 Letzte Erwähnung Beginn um 1858 bei Gruson
Kaffeeschälmaschinen 1922 [Das Echo (1922) 557] 1922 [Das Echo (1922) 557]  
Krane 1939 Erste Erwähnung 1940 Letzte Erwähnung  
Maschinen für Gummiwerke 1939 Erste Erwähnung 1940 Letzte Erwähnung  
Maschinen für Kabelwerke 1939 Erste Erwähnung 1940 Letzte Erwähnung  
Maschinen für Linoleumwerke 1939 Erste Erwähnung 1940 Letzte Erwähnung  
Maschinen zum Aufbereiten von Sisalhanf 1922 [Das Echo (1922) 557] 1922 [Das Echo (1922) 557]  
Maschinen zum Gewinnen von Pflanzenölen 1905 Beginn ca. 1940 [Maschinenindustrie (1939/40) 598]  
Metallhütteneinrichtungen 1939 Erste Erwähnung 1940 Letzte Erwähnung  
Metallpressen 1939 Erste Erwähnung 1940 Letzte Erwähnung  
Mischanlagen für chemische Werke 1939 Erste Erwähnung 1940 Letzte Erwähnung  
Räder und Radsätze 1858 Erste Erwähnung 1940 Letzte Erwähnung um 1858 schon gefertigt
Schrotmühlen für Landwirtschaft und Gewerbe 1922 [Das Echo (1922) 557] 1922 [Das Echo (1922) 557]  
Siebanlagen 1939 Erste Erwähnung 1940 Letzte Erwähnung  
volständige Einrichtungen für Zement-, Gips- u. Kalkwerke 1922 [Das Echo (1922) 557] 1922 [Das Echo (1922) 557]  
Walzwerke für Eisen, Stahl ... 1939 Erste Erwähnung 1940 Letzte Erwähnung  
Walzwerke für Eisen, Stahl ... 1939 Erste Erwähnung 1940 Letzte Erwähnung  
Zuckerrohr-Walzwerke 1922 [Das Echo (1922) 557] 1922 [Das Echo (1922) 557]  




Betriebene Dampfmaschinen

Bezeichnung Bauzeit Hersteller
Dampfmaschine vor 1917 Ascherslebener Maschinenbau Act.-Ges., vorm W. Schmidt & Co.
Dampfmaschine 1894 Sächsische Maschinenfabrik vorm. Richard Hartmann AG
Dampfmaschine 1897 Sächsische Maschinenfabrik vorm. Richard Hartmann AG
Dampfmaschine 1897 Sächsische Maschinenfabrik vorm. Richard Hartmann AG
Walzenzug-Dampfmaschine 1905 Sächsische Maschinenfabrik vorm. Richard Hartmann AG




Firmen-Änderungen, Zusammenschüsse, Teilungen, Beteiligungen


Zeit = 1: Zeitpunkt unbekannt

Zeit Bezug Abfolge andere Firma Kommentar
1893 Anschluß (Namensverlust) zuvor Fried. Krupp Aktiengesellschaft Krupp-Gruson = Tochter von Krupp [Berdrow: Krupp und sein Geschlecht (1943) 284] [Maschinenindustrie (1939/40) 598]
1893 Umbenennung zuvor Hermann Gruson [Berdrow: Krupp und sein Geschlecht (1943) 284] [Maschinenindustrie (1939/40) 598]




Allgemeines

ZEIT1943
THEMAOrgane und Kapital der Gesellschaft
TEXTVorstand: Carl Kobitzsch, Magdeburg; Dr.-Ing. Friedrich Mehner, Magdeburg; Dipl.-Ing. Friedrich Tillmann, Mafüeburg, stellvertretend. Aufsichtsrat: Dr. Gustav Krupp von Bohlen und Halbach, Essen, Vorsitzer; Dr. h. c. Tilo Freiherr von Wilmowsky, Landrat a. D., Marienthal, Naumburg (Saale) Land, stellv. Vorsitzer; Dipl.-Ing. Dr. Karl Wendt, Essen; Dipl.-Ing. Alfried Krupp von Bohlen und Halbach (Inhaber der Fried. Krupp), Essen; Dr. Ewald Löser, Essen; Dr.-Ing. Arno Grießmann, Rabhof-Breitenloh bei Breitbrunn (Chiemsee). Stimmrecht: 1 Aktie Gruppe A 1 Stimme, 1 Aktie B 10 Stimmen. Geschäftsjahr: 1. Oktober bis 30. September. Verträge: Betriebsüberlassungsvertrag besteht mit der Firma Fried. Krupp, Essen. Grundkapital: nom. RM 20.000.000,00 Namens-Stammaktien in 32 000 Stücken Gruppe A und 8000 Stücken Gruppe B zu je RM 500,00. Aktienübertragung nur mit Genehmigung des Aufsichtsrates. Großaktionär: Fried. Krupp, Essen (100%). Dividenden: Reingewinn bzw. Verlust werden von der Firma Fried. Krupp, Essen, übernommen. Reingewinn: 1940/41: RM 799.218,88, an Fried. Krupp A.-G., Essen, abgeführt. Beteiligung der Fried. Krupp Aktiengesellschaft, Essen: 100 %.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 5905]


THEMAZweck und Gegenstand des Unternehmens (Organe und Kapital der Gesellschaft)
TEXTZweck: Übernahme und Fortbetrieb der der Fried. Krupp A.-G. in Essen gehörigen Maschinenfabrik "Grusonwerk", Magdeburg. Herstellung von Stahl und Eisen und sonstigen Metallen, die Verarbeitung zu Gebrauchsgegenständen und Zwischenfabrikaten aller Art, insbesondere die Herstellung von Maschinen, sowie der Vertrieb aller dieser Gegenstände. Erzeugnisse: Zerkleinerungsmaschinen und -anlagen, Klassieranlagen für die Stein- und Braunkohlenaufbereitung, Kohlen-Mahl- und Mischanlagen, vollständige Einrichtungen für Zementwerke, Erzaufbereitungsanlagen, Metallhüttenanlagen, Einrichtungen für Salzmühlen und Chlorkaliumfabriken, Walzwerke, Metallpreßanlagen, Maschinen zur Herstellung von Kabeln, Drahtseilen, zur Verarbeitung von Gummi, Asbest, Zellhorn und zur Herstellung von Linoleum, Maschinen zur Pflanzenölgewinnung, Kolonialmaschinen, Gußstücke aus Harteisen, Grau- und Stahlformguß, Preß- und Schmiedestücke, Krane, maschinelle Einrichtungen für Schleusen und Wehre usw. Verträge: Betriebsüberlassungsvertrag besteht mit der Firma Fried. Krupp, Essen. (Vorstand: Carl Kobitzsch, Magdeburg; Dr.-Ing. Friedrich Mehner, Magdeburg; Dipl.-Ing. Friedrich Tillmann, Mafüeburg, stellvertretend. Aufsichtsrat: Dr. Gustav Krupp von Bohlen und Halbach, Essen, Vorsitzer; Dr. h. c. Tilo Freiherr von Wilmowsky, Landrat a. D., Marienthal, Naumburg (Saale) Land, stellv. Vorsitzer; Dipl.-Ing. Dr. Karl Wendt, Essen; Dipl.-Ing. Alfried Krupp von Bohlen und Halbach (Inhaber der Fried. Krupp), Essen; Dr. Ewald Löser, Essen; Dr.-Ing. Arno Grießmann, Rabhof-Breitenloh bei Breitbrunn (Chiemsee). Stimmrecht: 1 Aktie Gruppe A 1 Stimme, 1 Aktie B 10 Stimmen. Geschäftsjahr: 1. Oktober bis 30. September. Verträge: Betriebsüberlassungsvertrag besteht mit der Firma Fried. Krupp, Essen. Grundkapital: nom. RM 20.000.000,00 Namens-Stammaktien in 32 000 Stücken Gruppe A und 8000 Stücken Gruppe B zu je RM 500,00. Aktienübertragung nur mit Genehmigung des Aufsichtsrates. Großaktionär: Fried. Krupp, Essen (100%). Dividenden: Reingewinn bzw. Verlust werden von der Firma Fried. Krupp, Essen, übernommen. Reingewinn: 1940/41: RM 799.218,88, an Fried. Krupp A.-G., Essen, abgeführt. Beteiligung der Fried. Krupp Aktiengesellschaft, Essen: 100 %.)


ZEIT1893 (1943)
THEMAProduktion (Organe und Kapital der Gesellschaft)
TEXTNach der Bildung der AG Grusonwerk (1886) und seiner Übernahme von Krupp zum Krupp-Grusonwerk (1893) begann die allmähliche Verlagerung von Kriegsbedarfsartikeln von Magdeburg nach Essen, gleichzeitig war die Weiterbeschäftigung des Personals in Magdeburg zu sichern. So wurde neben dem bereits bestehenden Konstruktionsbüro für Gummi-, Linoleum- und Walzwerksmaschinen (Nichteisenmetalle) unter der Leitung von Knauerhase das Walzwerksbüro unter Törrings Leitung gegründet. Ersteres Büro hatte bereits um 1870 ein Kupferwalzwerk für das Kupferwerk Osterode/Harz ausgeführt, das noch in Betrieb war. Grundlage dieser Entwicklungen war der zähe und oberflächenverschleißfeste Schalenhartguß für die Walzen zum Warm- und Kaltwalzen, den Hermann Gruson entwickelte. T. begann mit fünf Mitarbeitern und schuf Kalkulationsunterlagen für Wiederholteile und Projektzeichnungen von Block-, Mittel- und Feineisenwalzwerken für spätere Angebotsverhandlungen. (Vorstand: Carl Kobitzsch, Magdeburg; Dr.-Ing. Friedrich Mehner, Magdeburg; Dipl.-Ing. Friedrich Tillmann, Mafüeburg, stellvertretend. Aufsichtsrat: Dr. Gustav Krupp von Bohlen und Halbach, Essen, Vorsitzer; Dr. h. c. Tilo Freiherr von Wilmowsky, Landrat a. D., Marienthal, Naumburg (Saale) Land, stellv. Vorsitzer; Dipl.-Ing. Dr. Karl Wendt, Essen; Dipl.-Ing. Alfried Krupp von Bohlen und Halbach (Inhaber der Fried. Krupp), Essen; Dr. Ewald Löser, Essen; Dr.-Ing. Arno Grießmann, Rabhof-Breitenloh bei Breitbrunn (Chiemsee). Stimmrecht: 1 Aktie Gruppe A 1 Stimme, 1 Aktie B 10 Stimmen. Geschäftsjahr: 1. Oktober bis 30. September. Verträge: Betriebsüberlassungsvertrag besteht mit der Firma Fried. Krupp, Essen. Grundkapital: nom. RM 20.000.000,00 Namens-Stammaktien in 32 000 Stücken Gruppe A und 8000 Stücken Gruppe B zu je RM 500,00. Aktienübertragung nur mit Genehmigung des Aufsichtsrates. Großaktionär: Fried. Krupp, Essen (100%). Dividenden: Reingewinn bzw. Verlust werden von der Firma Fried. Krupp, Essen, übernommen. Reingewinn: 1940/41: RM 799.218,88, an Fried. Krupp A.-G., Essen, abgeführt. Beteiligung der Fried. Krupp Aktiengesellschaft, Essen: 100 %.)
QUELLEMagdeburger Biographisches Lexikon ([Handbuch Akt.-Ges. (1943) 5905])