Zuckerfabrik Döbeln

Allgemeines

FirmennameZuckerfabrik Döbeln
OrtssitzDöbeln (Sachsen)
StraßeZuckerfabrikstr. 3
Postleitzahl04720
Art des UnternehmensZuckerfabrik
AnmerkungenHatte Maschinen der "Braunschweigischen Maschinenbau-Anstalt" [BMA-Firmenschrift (ca. 1910)]. DDR-Zeit: VEB Zuckerfabrik, Zuckerkombinat Leipzig, Betrieb 2. Die Fabrik wurde 1992 stillgelegt und dann abgerissen.
Quellenangaben[Wagenbreth: Dampfmaschinen (1986) 242] [Verz Zuckerfabr (1900), Adreßbuch Zuckerind (1912)] [Handbuch Akt.-Ges. (1943) 16]
HinweiseEs ist der Südzucker AG zu verdanken, daß die beiden Dampfmaschinen erhalten blieben; die große kam über Oldisleben in die Brikettfabrik Domsdorf (s.d.), und die andere wurde in der Zuckerfabrik Delitzsch aufgestellt.




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
1882 Schmidt wird Direktor
21.09.1882 Gründungstag, notarielle Verhandlung im Parterre-Saal des Bahnhofes in Döbeln
1883 Bau der Fabrik von den Firmen BMA, Zickerickwerk und A. Wernicke
1883 Gegründet mit einem Kapital von urspr. M 630.000,00
01.06.1883 bis 31.07.1883 Die Gebäude gehen Mitte 1883 der Vollendung entgegen
09.08.1883 Die Generalversammlung beschließt die Ausgabe von Prioritätsobligationen für 600.000 Mark
21.09.1883 Beginn der ersten Kampagne
Frühjahr 1884 weitere Anschaffungen im Frühjahr 1884 (Schnitzelmaschine, Schnitzelpressen, Bahnanlagen)
01.09.1884 Gründung einer Betriebskrankenkasse
1887 Berckefeldt wird Direktor
1887 Ende der Amtszeit von Direktor Schmidt
1887 Das Kapital wird erhöht auf M 690.000,00
04.1887 Bewilligung von 80.000 Mark zum Umbau der Fabrik
16.09.1887 Beschluß, die Rüben nach ihrem Zuckergehalt zu zahlen
1890 Ende 1890: restlose Durchführung der Modernisierungen (Änderung der Verdampfstation, Erweiterung der Filterpressenstation, Rübenlaboratiorium, neue Maischen und Zentrifugen, elektrische Beleuchtung)
1892 Beginn der Amtszeit von Assistent Breuer
1893 Beschluß, neue Aktien herauszugeben
1893 Beschluß, die Leitungsfähigkeit der Fabrik von 300 t/d auf 600 t/d zu erhöhen
1893-1894 1893/94 Vollendung der Erweiterung der Inneneinrichtung
1893 vor Beginn der Kampagne 1893/94: Erweiterung der Diffusionsbatterie
1893 vor Beginn der Kampagne 1893/94: Erweiterung der Vakuumstation
1893 vor Beginn der Kampagne 1893/94: Erweiterung der Rübenwäsche
1893 vor Beginn der Kampagne 1893/94: Anschaffung einer neuen Betriebsmaschine
1893 vor Beginn der Kampagne 1893/94: Anschaffung einer Luft- und Kohlensäurepumpe
1893 vor Beginn der Kampagne 1893/94: Anschaffung einer Zuckerbodenmaschine
01.10.1893 bis 31.12.1893 Steigerung der täglichen Verarbeitung von 475 t in der Kampagne 1893/94
1894 nach der Kampagne 1893/94: Erweiterung der Bahnanlage, Vergrößerung des Zuckerlagerraums und des Sirupkellers
1894 nach der Kampagne 1893/94: es muß an die Erweiterung des Kesselhauses und damit an den Bau eines 60 m hohen Schornsteins gedacht weden
1894 nach der Kampagne 1893/94: es macht sich die Anschaffung größerer Saft- und Absüßpumpen und die Aufstellung einer weiteren Schnitzelmaschine erforderlich
1895 Ausbau der Gleisanlage (Legung eines dritten Normalspurgleises)
1895 Beschaffung einer zweiten Eisenbahnwaage
1895 Beschaffung einer weiteren größeren Drehscheibe
1895 Kauf von Ländereien für die Ablagerung aus den Klärteichen am linken Muldenufer
1895 Beginn der Amtszeit von Assistent Dr. Berckefeldt
1895 Ende der Amtszeit von Assistent Breuer
1897 Beitritt zum Deutschen Zuckersyndikat
1898 Ende der Amtszeit von Assistent Dr. Berckefeldt
1899 Beginn der Amtszeit von Assistent Appelt
1899 Ende der Amtszeit von Assistent Apelt
1900 Die Zuckerfabrikstraße entsteht
1900 Beginn der Amtszeit von Assistent Günther
1900 Ende der Amtszeit von Assistent Apelt
1902 Beginn der Amtszeit von Assistent von Reichentaller
1902 Ende der Amtszeit von Assistent Günther
1905 Anschaffung einer stärkeren Betriebsmaschine von der BMA
1905 Ende der Amtszeit von Direktor Berckefeldt
1905 Beginn der Amtszeit von Assistent Schütze
1905 Ende der Amtszeit von Assistent von Reichentaller
1906 von Reichentaller wird Direktor
1906 Lieferung einer Dampfmaschine durch Maschinenfabrik Sangerhausen
1908 Eine neue elektrische Rangieranlage (vorher mit Zugtieren)
1908-1910 im Zeitraum 1908 - 1910: die Verwaltung sieht sich genötigt, die II.-Produkt-Station des Zuckerbodens weiter auszubauen, neue Zentrifugen sowie Zuckertransportanlagen aufzustellen und ein neues Zuckerlager zu bauen
21.05.1908 Beschluß zur Außerbetriebsetzung der alten Steuerwaage und zum Verzicht auf eine neue (da seit 1888 keine Rübensteuer mehr)
Frühjahr 1911 im Frühjahr 1911 bauliche Veränderungen an der Schwemmanlage: sowohl an der Schmalspur-, wie auch an der Normalspuranlage wird eine neue Rübenschwemme und je ein tiefgelegenes Rübensilo wie auch ein solcher für Gespanne gebaut
Frühjahr 1911 im Frühjahr 1911 Vergrößerung des dritten Anschlußgleises, sowohl die Normalspur-, als auch die Schmalspuranlage
Frühjahr 1911 im Frühjahr 1911: die vollständige Umänderung der gesamten Schwemmanlagen mach naturgemäß die Aufstellung einer Mammutpumpenanlage erforderlich
Frühjahr 1914 im Frühjahr 1914 Aufstellung eines Vakuumapparats
1915 Beginn der Amtszeit von Assistent Schneider
1915 Ende der Amtszeit von Assistent Schütze
1916 Inbetriebnahme des Kolbenverdichters
01.01.1918 bis 31.03.1918 Einbau der neuen Rübenwäsche
1918 Ende der Amtszeit von Direktor von Reichentaller
1919 Dr. Wagner wird Direktor
Ende August 1919 Direktor von Reichenhaller erkrankt Ende August so schwer, daß Herr Dr. Wagner mit seiner Vertretung betraut werden muß
22.10.1919 Aufnahme der Kampagne
02.11.1919 Einstellung der Kampagne wegen ungünstiger Witterungsverhältnisse
09.11.1919 Wiederaufnahme der Kampagne
18.11.1919 Einstellung der Kampagne, nachdem der Rest der voher gerodeten Rüben angeliefert war
16.12.1919 Wiederaufnahme der Rübenverarbeitung
1920 Ende der Amtszeit von Direktor Dr. Wagner
1920 Beginn der Amtszeit von Assistent Wirth
1920 Ende der Amtszeit von Assistent Schneider
04.1920 Tod von Direktor von Reichenhaller
1921 Berndt wird Direktor
01.01.1922 bis 31.12.1920 Aufstellung eines neuen Kalkofens
1922 Ende der Amtszeit von Direktor Berndt
1922 Beginn der Amtszeit von Assistent Dr. Schön
1922 Ende der Amtszeit von Assistent Wirth
1922 Das Kapital wird um M 345.000,00 erhöht
1923-1924 1923/24 Aufstellung einer neuen Schnitzeltrocknungsanlage
1923-1924 1923/24 Aufstellung der Elfa-Waggonentladung
1923 es gibt schon eine Schnitzeltrockenung, die mit 2 Schneidmaschinen ausgerüstet ist und sich im Gebäude der alten Trocknung befindet
1923 Hugo Gilbricht wird Direktor
1924 Bau einer Elfa-Wasserspülentladung [wohl für die Bahn]
29.07.1924 Kapital-Umstellung lt. G.-V. vom 29. Juli 1924 von M l.035.000,00 auf RM 621.000,00 durch Herabsetzung des Nennwertes der Aktien von M 3.000,00 bzw. M 1.000,00 auf RM 1.800,00 bzw. RM 600,00
1925 Umbau des Zuckerbodens
1925 Umbau der Filterpressenstation
1925 als Neubau: Einrichtung einer modernen Werkstatt
1925 als Neubau: Einrichtung eines geräumigen Laboratoriums
1925 Beginn der Amtszeit von Assistent Fritz Abraham
1925 Ende der Amtszeit von Assistent Dr. Schön
1926 Vergrößerung der Batterie
1927 Vergrößerung des Kesselhauses durch Aufstellung eines Schrägwasserrohrkessels mit 350 m2 Heizfläche und 14 at. Betriebsdruck
1928 Beschaffung moderner Schnellstromvorwärmer
1929 Walter Werner wird Direktor
1929 Ende der Amtszeit von Direktor Hugo Gilbricht
1929 Beginn der Amtszeit von Assistent Schubert
1929 Ende der Amtszeit von Assistent Fritz Abraham
1930 Völliger Umbau des Kesselhauses infolge immer größer werdender Reparaturen an den Flammrohrkesseln, die seit Gründung der Fabrik in Betrieb gewesen sind und die benötigte Menge Dampf für einen Betrieb von 1.100 t täglicher Verarbeitung nicht mehr liefern können. Sie müssen 3 modernen Schrägwasserrohrkesseln von je 250 qm Heizfläche und 14 Atm. Betriebsdruck weichen
1932 Außerbetriebsetzung der Rangieranlage, dafür Lokomotiv-Rangierbetrieb
1933-1934 1933/34: das Kesselhaus erhält einen Kesselspeisewasserfilter
1933-1934 1933/34: das Kesselhaus erhält eine doppelseitige Saugzuganlage für Kessel V
1933-1934 1933/34: Errichtung einer Gleiswaage für die Großbahn
1933 Erneuerung der Haupttranspmissionen im gesamten Betrieb, weil die Antriebsscheiben nicht mehr ausreichen
1933 Erweiterung der II. Saturation mit einem Aufwand von 8.000 Mark und Erneuerung des Dicksaftkastens
1933 Anschaffung einer Normalspur-Diesellok und einer Schmalspur-Diesellok im Anschlußbahnbereich
1934 Vergrößerung der Rübenwäsche, da sie den erhöhten Anforderungen nicht mehr gewachsen war
1934 der Borsig-Kompressor wird vollkommen überholt
1934 Einbau einer Zwillings-Heißdampfmaschine, Hersteller: Firma Raupach, Görlitz
1935 Ende der Amtszeit von Assistent Schubert
1937 Vergrößerung der Rübenwäsche, da sie den erhöhten Anforderungen nicht mehr gewachsen war
1937 Errichtung des Trocknungsgebäudes und Einbau einer kompletten Büttner-Trockentrommelanlage. Dazu gehören Kohlebänder, Kohlebunker, Schlackekratzer, Schlackenelevator, Naßschnitzelschnecke und automatisches Reglergetriebe
1937 Erweiterung der alten Schnitzeltrockenung durch eine Blattaufbereitung, eine Blattwäsche und einen Allenzerkleinerer
1937 Generalreparatur der beiden 1921 eingebauten Rübenhubschnecken (eine noch 1988 in Betrieb)
1937 Beginn der Amtszeit von Assistent Ernst Buchheister
1938 Nachrüstung von Saugzug mit Trockengutelevator, Kühltrommel, Staubsammler und Wendelschurre bei der Schnitzeltrocknung
1938-1939 Anschaffung einer Wasserringpumpe
1938-1939 Anschaffung eines Dampfdruckreglers
1938 Beginn der Amtszeit von Assistent Erich Werner
1938 Ende der Amtszeit von Assistent Ernst Buchheister
1939 Anschaffung einer "Müller-Dreitakt-Motorspritze" mit der Gründung der Betriebsfeuerwehr
1940 Ende der Amtszeit von Assistent Erich Werner
07.12.1942 Letzte ordentliche Hauptversammlung bis 1943/44
1945 Bau des Magazins
1945 Hans Hofmann wird Direktor
1945 Ende der Amtszeit von Direktor Werner Walter
08.05.1945 Enteignung aller Aktionäre. Die Zuckerfabrik wird volkseigener Betrieb
1946 Vergrößerung der Rübenwäsche, da sie den erhöhten Anforderungen nicht mehr gewachsen war
1946 Beginn der Amtszeit des technischen Leiters Rudolf Hennig
1947 Vergrößerung der Rübenwäsche, da sie den erhöhten Anforderungen nicht mehr gewachsen war
1947 der MAN-Kesssel III im Kesselhaus erhält einen neuen Wanderrost
1947 die Betriebsmaschine erhält eine Entölung
1947 Einbau eines Rübenschwanzfängers
1947 Anschaffung eines liegenden Luftkompressors im Maschinenhaus
1947 Bau der Hofbaracke
1947 der Kalkofen erhält eine neue Löschtrommel, weil die alte total verschlissen war
1948 Vergrößerung der Rübenwäsche, da sie den erhöhten Anforderungen nicht mehr gewachsen war
1948-1949 Neuerrichtung des Kessels V als Hochleistungsstrahlungskessel mit Überhitzer, Rußbläseranlage, Rauchgaswirbler, Wanderrost, Heißdampfkühler, Kohlebunker und Fundament mit Kesselausmauerung
1948 Errichtung der kleinen Betriebsmaschine, um Pumpenhaus und Pumpenstationen mit Strom zu versorgen
1948 Generalreparatur des Rübenschüttelsiebs
1948 Bau einer 25-t-Fuhrwerkswaage in Doppelausführung
1948 Bau einer Rübenprozentwäsche
1948 Erneuerung des Kalkofenschamottefutters und Einbau eines kompletten gußeisernen Laveurs
1948 Einbau von 3 Stück Steilkonuszentrifugen für I. Produkt (die alten Zentrifugen mit Flachriemenantrieb waren verbraucht)
1948 die Fabrik erhält die beiden ersten Löstegefäße mit Motor und Getriebe zum Lösen des II.-Produkt-Zuckers
1948 Errichtung des Küchengebäudes
1949 Einbau der Speisewasseraufbereitungsanlage zur neuen Kesselanlage
1949 Einbau des ersten Krautfängers zwischen Klein- und Großbahn
1950 Errichtung des jetzigen [1988] Pförtnerhauses
1951 Werner Engelmann wird Direktor
1951 Ende der Amtszeit von Direktor Hans Hofmann
1951 Beginn der Amtszeit von Assistent Martin Dösser
1952 vollständige Erneuerung der Brücke zwischen Kesselhaus und Trocknung (zur Entladung der Steinkohle)
1952-1953 Errichtung des Kohlekrans und des Kohlelagerplatzes (Hersteller: Sächsischer Brücken- und Stahlbau)
1952-1953 Bau einer Bandbrücke über die Gleisanlage zum Kesselhaus und der Bänder über den Bunker. Errichtung eines Kohlebunkers und des alten Kohleelevators
1952 Einbau von 2 Druckförderanlagen in der neuen Trocknung, einmal zum Blasen der Trockenschnitzel zur alten Trocknung bzw. gleich zum Waggon. die zweite Anlage wird in der alten Trocknung inatalliert
1952 Bau des Weißzuckerlager in der Form als Lager. Es dient bis 1960 nur als Lager für Reis ...
1952 Ende der Amtszeit von Assistent Martin Dösser
1952 Ende der Amtszeit des technischen Leiters Rudolf Hennig
1953 Ende der Amtszeit von Direktor Werner Engelmann
1953 Beginn der Amtszeit des technischen Leiters Artur Schoke
1954 Hermann Löber wird Direktor
1955 auf Grund des Verfalls der alten Prozentwäsche am späteren Lokschuppen: Bau eines neuen Kleinbahnwaagehauses mit anschließender Prozentwäsche
1955 Einbau der beiden Tücherwaschmaschinen an den Beutelfiltern und an den Schlammpressen
1955 Friedrich Loof wird Direktor
1955 Ende der Amtszeit von Direktor Hermann Löber
1955 Beginn der Amtszeit von Assistent K.-H. Sassenberg
1957 Erneuerung eines Verdampfapparats
1957 Erneuerung eines Kochapparats
1957 Erich Ochsenfurt wird Direktor
1957 Ende der Amtszeit von Direktor Friedrich Loof
1958 Rekonstruktion der Beutelfilterstation mit Dünn- und Dicksaftfiltern
1958 Errichtung des ersten Bungalows in Kriebstein
1958 Errichtung des Entenstalls am Pumpenhaus
1958 Auftrag für den Betrieb, Hähnchen und Enten aufzuziehen
1958 Anschaffung eines Raupendrehkrans zur Erledigung der vielfältigsten Arbeiten im Hofbereich
1959 Ersatz eines Kochapparats
1959 Beginn der Amtszeit von Assistent Hartmut Kittlausa
1959 Ende der Amtszeit von Assistent K.-H. Sassenberg
1960-1961 Bau eines Zwölf-Familienhauses in der Max-Planck-Straße
1960 Anschaffung einer Normalspur-Diesellok vom Typ V 10 B
Frühjahr 1960 im Frühjahr: Aufgabe, für die sozialistische Landwirtschat Grünfutter zu trocknen. Aller Anfang ist schwer. Die Ausbeute pro Schicht ist entsprechend gering.
01.01.1960 bis 31.03.1960 Einbau der 1. Abpackanlage vom Typ 4713 im Weißzuckerlager. Beitrag zur Versorgung der Bevölkerung mit 830-g-Tüten
1960 Beginn der Amtszeit des technischen Leiters Wolfgang Duncker
1960 Ende der Amtszeit des technischen Leiters Arthur Schoke
1961 Verschrottung der Großbahn-Dampflok (Henschel, Baujahr 1916, 70 PS)
1961 Ende der Amtszeit von Assistent Hartmut Kittlausa
01.01.1962 bis 31.03.1962 Bau der Trafostation
01.01.1962 bis 31.03.1964 im Zeitraum 1962/64: Einbau der jetzigen [1988] Konti-Flachbodenzentrifugen für II. Produkt
03.1962 Die Mieter können das Zwölf-Familienhaus in der Max-Planck-Straße beziehen
01.01.1963 bis 31.03.1963 Anschaffung einer Schlammkanone zur Förderung des gesamten Schlamms der Schlammpressen in den oberen Teich
01.01.1964 bis 31.03.1964 Einbau eines neuen Krautfängers am alten Standort
01.01.1964 bis 31.03.1965 Einbau der neuen Rübenwäsche und im Nachgang des Rübenelevators
01.01.1964 bis 31.03.1964 Errichtung eines Schrägaufzugs am alten Kalkofen. Bisher mußten die Kalksteine im 0,5-m3-Loren von Hand geladen werden
01.01.1964 bis 31.03.1964 Bau einer neuen Kalklöschtrommel und des Rechenklassierers
1965 Verschrottung der Kleinbahnlok vom Typ "Schwartzkopff", 51 PS, Baujahr 1925
1965 Umrüstung der Hofbaracke, daß sie als Küche benutzt werden soll
1965 Jahr der Kombinatsbildung: Mit Zusammenlegung der Betriebe Brottewitz, Döbeln, Oschatz und Löbau entsteht das VEB Zuckerkombinat "Ernst Thälmann", Oschatz. Kollege Ochsenfart übernimmt sofort die Leitung des Kombinats
1965 Umbau der Maischen von Transmission auf Einzelantrieb, und somit wird eine große Gefahr durch die freilaufenden Flachriemen gebannt
1965 Anschaffung einer Feuchtemeßanlage in der Trocknung
1965 Anschaffung einer Diesellok V 10 C auf der Kleinbahn
1965 Umbau der jetzigen [1988] Schlosserei und Ausrüstung mit neuen und alten Maschinen
1965 Wolfgang Duncker wird Direktor
1965 Ende der Amtszeit von Direktor Erich Ochsenfurt
1965 Beginn der Amtszeit des technischen Leiters Fritz Schubert
1965 Ende der Amtszeit des technischen Leiters Wolfgang Duncker
1966 die alten Schlammpressen verschwinden
1966 Einbau von 6 elektrohydraulischen Pressen sowie Nebenanlagen
1966 Demontage der alten Diffusionsbatterie
1966 Umsetzung der Batterie von Brottewitz, die auch schon einige Jahrzehnte gedient hatte. Vorteil: Einsparung von 6 Arbeitskräften, Beschickung über Umlaufrechentransporteur, Schwenkschurre, Entleerung hydraulisch
1966 im Siederaum Umsetzung der 2 alten Schneidmaschinen an den jetzigen [1988] Standort, und ein neue Schneidmaschine kommt hinzu
1966 die Fabrik erhält 2 neue Verdampfer
1966 Umbau des Zuckerbodens auf Rohzucker-Losetransport und Aufstellung eines Elevators
1966 Anschaffung eines neuen Messerschärfautomats und Aufstellung
1966 durch den Umbau der Schneidmaschinenstation muß das Labor in die obere Etage verlegt werden
1966 letztmalige Schlammausfuhr mit Kleinlok und Kipploren (dann Schlammteichräumung mit Baggern und LKW)
1966 Bau des Rübenlagerplatzes entlang der Max-Planck-Straße und Einsatz des ersten Rübenstapelgeräts vom Typ "BUM"
1966 Einbau einer Naßentaschung für Kessel V
1966 Walter Dittrich wird Direktor
1966 Ende der Amtszeit von Direktor Wolfgang Duncker
1967 Verschrottung der auf dem Hof liegenden Diffusionsbatterie aus Ketzin
1967 Einbau des I. Saturationsgefäßes mit Rührwerk
1967 Umsetzung von 1 Verdampfapparat und 2 Vakuum-Kochapparaten von Bernburg. Bei der Schaffung des Stahlbaues gibt es viele Probleme
1967 Einbau eines Becherleevators für die Kleinabpackung
1967 Anschaffung eines fahrbaren Kompressors
1967 die Anfuhr über die Schmalspuranlage geht zu Ende und wird auf die Straße verlegt
1968 emdgültige Lösung des Rohzucker-Losetransports mit Schaffung von 3 Bunkern löst alle Provisorien ab
1968 Anschaffung von 2 Verdichteranlagen vom Typ 2 S I - 200
1968 Errichtung einer neuen Wasserspülentladung nur noch auf der Großbahn
1968 Abriß der 1924 erbauten Elfa-Wasserspülentladung
1968 Anlieferung einer zweiten Wasserspülentladung für die Landabspritzung
1968 komplette Rekonstruktion des Kessels V einschließlich Berohrung und Ausmauerung
1968 Ludwig Sitarzik wird Direktor
1968 Ende der Amtszeit von Direktor Walter Dittrich
1969-1970 Der zweite Bungalow entsteht
1969 Erneuerung der Kohlenstaubzusatzfeuerung des Kessels V
1969 Einbau der beiden Kochapparate von Bernburg
1969 Einsatz der neuen AE I im Weißzuckerlager
1969 Erweiterung und Ausbau des Rübenlagerplatzes. Dazu wird ein zweites Rübenstapelgerät vom Typ Komplex und ein Raupenlader angeschafft
1970 die zweite Wasserspülentladung für die Landabspritzung (geliefert 1968) kommt zum Einsatz
1970 Ablösung der erst 1966 eingebauten Diffusionsbatterie durch die polnische ZUP-Auslaugungsanlage
1970 Kauf des Wohnhauses Max-Planck-Straße 1, um dieses als Betriebswohnungen zu nutzen
1970 Errichtung einer Niederspannungsstation von der PGH Hartha und Erneuerung eines großen Teils der E-Anlage
1970 Einbau der neuen GP Filter auf dem Filterturm für die Verbesserung der Saftfilterstation
1970 Ende der Amtszeit des technischen Leiters Fritz Schubert
1970 das Dach über den Schlammpressen muß durch ein neues ersetzt werden
1971 Sanierung der Dachkonstruktion des Siedehausdaches
1971 die Fabrik erhält 2 Kontizentrifugen aus Löbau
1971 Döbeln erhält eine neue Rübenprobeanlage, die eine exakte Schmutzbestimmung ermöglicht und für die Mitarbeiter bessere Arbeitsbedingungen bringt
1971 Beginn der Amtszeit des technischen Leiters Fritz Fischer
1972 nach Abschaffung des Sammelpackers ist die endgütltige Verpackungsstrecke komplett
1972 trotz der Sanierungsarbeiten (1971) muß das Siedehausdach erhöht werden. Die stählernen Dachbinder werden mit einem Großkran aufgebracht. Die Baumaßnahme wird termingerecht und kampagnebereit übergeben
1972 für die Langzeitlagerung wird ein Melassetank gebaut, und die entsprechenden Pumpeneinrichtungen werden installiert
1973 Einbau von 2 Fahrzeugverbundwaagen zur Vervollkommnung der Rübenannhame
1973 Einbau eines hydraulischen Aufzugs im Weißzuckerlager, um die Bedingungen bei der Weißzuckerverladung zu erleichtern
1973 Sprerrung der Schrägrohrkessel im Kesselhaus wegen deren schlechten Zustands durch die Technische Überwachung
1973 Bau des Sozialgebäudes
09.1973 Zur Kalkofenfeier: Übergabe der neuen Errungenschaft, des Sozialgebäudes
01.10.1973 bis 30.11.1973 zu Kampagnebeginn trotz aller Umstände: Inbetriebnahme von 2 Freizugkesseln
1974 das Dach über den Schlammpressen muß durch stählerne Dachbinder und Alu-Eindeckung erneuert werden
1974 die Schneidmaschinenstation erhält einen erneuten Umbau. Die beiden alten Schneidmaschinen werden verschrottet, und 2 neue Maschinen mit einem Ringbunker kommen an diese Stelle
1974 Einbau des Schwemmwasserkreislaufes. Die Anlage ist nicht funktionstüchtig und wird auch nicht mehr [1988] betrieben
1974 für die Erweiterung der Rübenannahme wird ein neues Rübenstapelgerät angeschafft
1974 Fritz Fischer wird Direktor
1974 Ende der Amtszeit von Direktor Ludwig Sitarzik
1974 Beginn der Amtszeit des technischen Leiters Karl Körner
1974 Ende der Amtszeit des technischen Leiters Fritz Fischer
1975 für die Erweiterung der Rübenannahme wird ein neues Rübenstapelgerät angeschafft
1975 Ersatz der alten Muldenbrücke, über die der Wasserlauf zum Nachklärteich führt, durch eine neue stählerne Brücke
1975 Einbau eines neuen Zellenverdichters, der den seit 1916 tätigen Kolbenverdichter ablösen soll
1976 Umbau der Erstprodukt-Zentrifugenstation. Unter anderem erhält die Fabrik 4 Steilkonuszentrifugen von Brottewitz, neue Mixer, neue Schüttelrinnen und dazu alle Nebenaggregate. Erneuerung der E-Anlage und Ausrüstung mit einer Anfahrwarneinrichtung
1976 Umbau der Erstprodukt-Zentrifugenstation. Bei dieser Maßnahme werden der Innenausbau und die Stahlkonstruktion vom Keller bis unter die Maischen vollkommen erneuert
1976 Beginn der Amtszeit des technischen Leiters Heinz Schönerstedt
1976 Ende der Amtszeit des technischen Leiters Karl Körner
1977 Bau der L-Schwemme
1977 Befestigung des Kalksteinlagerplatzes
1977 die Fabrik erhält einen steinefänger als Maßnahme der Rübenlagerung
1977 Einsatz eines Krautfängers nun auch auf der Landseite
1977 vollkommene Erneuerung der Wasseraufbereitung mit Ersatz des hölzernen Wasserbehälters durch 2 Stahlbehälter
1978 Verschrottung des alten Kohleelevators
1978 Einbau einer Niveauregelung an der Verdampfstation
1978 Errichtung eines Delitzscher Grabens
1979 Betonierung des Kohlenlagerplatzes auf ganzer Breite
1979 Errichtung der Fundamente für einen Kohlekran und Montage des neuen Greifer-Vollprotalkrans
01.01.1979 bis 31.10.1979 Einbau der Drehfilter und ND-Filter. Demontage bzw. Verschrottung der gesamten Anlage und Abbruch der Zwischendecken des Schlammpressengebäudes. Inbetriebnahme im Oktober
1979-1980 Rekonstruktion der Gleisanlage
1979 Ende der Amtszeit des technischen Leiters Heinz Schönerstedt
1980 Verschrottung des aus dem Jahre 1953 stammenden Kohlekrans
1980 Bau eines neuen Kalkofens vom Zyp K 45 G, die größte Investition von ca. 6 Mio Mark seit Bestehen der Fabrik
1980 Anschaffung und Inbetriebnahme eines 6,5-t-Kessels mit der Bildung der Heizgemeinschaft mit den angrenzenden Betrieben
1980 Beginn der Amtszeit des technischen Leiters Helmut Seidler
1981 Einbau einer neuen Gleiswaage mit kompletter Erneuerung des Waagenhauses
1981 Erneuerung der Verdampfstation Stufe III und IV
1982 Einbau der Vorwärmer
1982 Beginn der Amtszeit des technischen Leiters Franz Fucke
1982 Ende der Amtszeit des technischen Leiters Helmut Seidler
1984 Ende der Amtszeit des technischen Leiters Franz Fucke
01.1992 Ende der Amtszeit von Direktor Fritz Fischer; Nachfolger in der stillgelegten Fabrik: Herr Kleinhempel und dann Herr Fucke




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
Enten 1958 Auftrag dazu erteilt 1958 bekannt es gab bald mehr Ratten als Enten
Hähnchen 1958 Auftrag dazu erteilt 1958 bekannt wurde bald eingestellt
Rohzucker 1883 vmtl. seit Inbetriebnahme 1991 letzte Kampagne 1991/92 abgeschlossen am 19.12. 1882: Gründung




Betriebene Dampfmaschinen

Bezeichnung Bauzeit Hersteller
Dampfmaschine 1934 Richard Raupach Maschinenfabrik Görlitz GmbH
Dampfmaschine 1948 Richard Raupach Maschinenfabrik Görlitz GmbH
Dampfmaschine 10.03.1906 Maschinenfabrik Sangerhausen Aktiengesellschaft




Personal

Zeit gesamt Arbeiter Angest. Lehrl. Kommentar
1935         Produktion: 600 - 800 T Zucker/d [??]
1945 681       Belegschaftsstärke mit Kampagne
1950 608       Belegschaftsstärke mit Kampagne
1955 640       Belegschaftsstärke mit Kampagne
1960 575       Belegschaftsstärke mit Kampagne
1965 482       Belegschaftsstärke mit Kampagne
1970 370       Belegschaftsstärke mit Kampagne
1975 313       Belegschaftsstärke mit Kampagne
1981 235       Belegschaftsstärke mit Kampagne




Produktionszahlen

von bis Produkt im Jahr am Tag Einheit
1894   Zuckerrüben 75945   t
1899   Zuckerrüben 48365 800 t
1909   Zuckerrüben 41300 900 t
1910   Zuckerrüben 53550 900 t




Allgemeines

ZEIT1943
THEMAOrgane und Kapital der Gesellschaft
TEXTVorstand (1943): Bauer Alfred Gruhl, Lützschera, Vorsitzer; Landwirt Walter Uhlemann, Noschkowitz; Landwirt Adolf Steiger, Löthain. Direktor: Walther Werner, Döbeln. Aufsichtsrat: Kreisbauernführer Gerhard Schmidt, Lützschera, Vorsitzer; Landwirt Kurt Wunderling. Neukirchen, stellv. Vorsitzer; Bauer Kurt Miersch, Paudritzsch; Landwirt Wolf-Erich von Schönberg, Oberreinsberg; Landwirt Werner Mummert, Lüttewitz; Diplom-Landwirt Arndt Günther, Motterwitz; Bauer Richard Lorenz, Delmschütz. Stimmrecht: Je nom. RM 600,00 Aktie 1 Stimme. Geschäftsjahr: 1. Juli bis 30. Juni. Grundkapital: nom. RM 621.000,00 Namens-Stammaktien in 115 Stücken iu je RM 1.800,00 und in 690 Stücken zu je RM 600,00. Für jede Aktie über RM 1.800,00 ist jährlich 2.77 ha, für jede Aktie über RM 600,00 ist jährlich 0 92 ha Ackerland mit Zuckerrüben zu bestellen. Dividenden 1931/32 - 1941/42: 0, 0, 0, 6, 6, 6, 6, 6, 6, 5, 5 %.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 16]


ZEIT1943
THEMAZweck und Gegenstand des Unternehmens
TEXTZweck: Herstellung und Vertrieb von Zucker, verwandten Erzeugnissen und Futtermitteln sowie Verwertung landwirtschaftlicher Erzeugnisse und aller damit zusammenhängenden Geschäfte, auch die Beteiligung an ähnlichen oder anderen Unternehmen, die mit diesem Zweck zusammenhängen.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 16]