W. Döllken & Co. GmbH

Allgemeines

FirmennameW. Döllken & Co. GmbH
OrtssitzEssen (Ruhr)
OrtsteilWerden (16)
StraßeRuhrtalstr. 71
Postleitzahl45239
Art des UnternehmensLeistenfabrik
AnmerkungenSpezialisiert auf Holzleisten (auch maschinengeschnitzte Leisten und Tapetenleisten), in den 1980er Umstellung auf Kunststoffprofile.
QuellenangabenKontakte bei der Übernahme der ME-Dampfmaschine (1986/87)




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
1888 Wilhelm Döllken und Leopold Simon gründen in Werden einen Betrieb zur Fabrikation von Holzdekorationen für die Möbelindustrie
14.06.1888 Eintragung des Unternehmens beim Kgl. Amtsgericht unter dem Namen "W. Döllken & Cie." als offene Handelsgesellschaft
1891 Auf dem Firmengelände Werden, Ruhrtalstraße wird ein neues Fabrikationsgebäude errichtet. Erweiterung um einen Holzhandel
1893 Döllken übernimmt das benachbarte Stöter'sche Dampfsägewerk und beginnt dort mit dem Zuschnitt von Grubenholz
1897 Erweiterung des Holzverarbeitungswerkes in Werden. Errichtung des 1. firmeneigenen Kraftwerks und eines neuen Sägewerks mit 1 Blockbandsäge aus der Schweiz
1901 Unabhängikeit des Döllken Holzhandels durch Eigenimport
1902 Errichtung eines eigenen Umschlagplatzes für den Holzgroßhandel im Düsseldorfer Hafen
1904 Entwurf und Herstellung neuartiger Garten- und Klappmöbel; Auszeichnung mit einer Glodmedaille in Düsseldorf
1906 Umwandlung der OHG in eine GmbH, Stammkapital: 680.000 Mark
1910-1913 Beginn mit der industriellen Fertigung von Schnitzleisten auf selbstkonsttruierten Maschinen. Tagskapazität: 11.000 m. Eigene Vergolderei
1. Weltkrieg Umstellung der Produktion auf "Kriegsbedarf": Gewehrkolben, Spatenstiele, Munitionskisten ...
1919 Döllken repariert zerstörte Waggons der Reichsbahn und errichtet eine Abteilung Waggonbau; wiederaufnahme der Leistenfertigung
1920 Erhöhung des Stammkapitals auf 2,5 Mio Mark
1920 Bau eines neuen Sägewerks
1920 Eine neue 750-PS-Dampfmaschine mit Generator übernimmt die Energieversorgung
03.01.1920 Erweiterung des Holzverarbeitungswerks
04.01.1920 Bau eines neuen Kessel- und Maschinenhauses
1923 starke Behinderung der Produktion durch den Ruhrkampf. Schaden: 800.000 Mark
1924 Patentrechte für selbstentwickelte Sparfeuerung
1928 Bau des Verwaltungsgebäudes
1928 Gründung des Betriebssportvereins und der Betriebs-Pensionskasse
1934 Produktion von Radiogehäusen
1935 Lieferung von Karosserie-Aufbauten für den PKW Ford-Eifel
1941 Kriegswirtschaft bestimmt die Produktion
1945 Umstellung auf Friedensproduktion: Holzstühle, Tische, Parkettstäbe, Fahrzeugaufbauten
1950 Fertigung des Vorkriegsprogramms: Leisten, Außerdem Türkonstruktionen und Schulbänke
1952 erste Versuche zur Herstellung von Möbelverzierungen aus Kunststoff
1954 erster Extruder gehr in Betrieb; Fertigung von Kantenumleimern aus PVC
1956 Bau des ersten Kunststofffwerks in Werden; Erweiterung der Produktpalette
1961 Produktion von schallisolierten Telefonzellen, Bauprofilen, technischen Teilen, Rolläden
1971 Bau eines neuen [Kunststoff-]Werks
1972 Inbetriebnahme des neuen Werks in Gladbeck
1974 Umsatzeinbußen durch Wirtschaftsrezession und Ölkrise
1978 Fertigung von Fensterprofilen
1981 Verschlechterung der Umsatz- und Ertragssituation
1982-1985 Konsolidierung durch Konzentration und Umstrukturierung
1982-1985 im Holzbereich Konzentrtion auf hochwertige Bilderrahmenleisten
1987 Betriebsaufspaltung in: "W. Döllken & Co. GmbH" (Kunststoff) und "W. Döllken GmbH & Co. KG, Manufaktur für feine Bilderleisten und Holzwaren"




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
[hölzerne] Konsolen [für die Möbelindustrie] 1888 Erste Erwähnung 1914 Letzte Erwähnung 1888: Gründung; vmtl. 1914: kriegsbedingtes Ende
[hölzerne] Konsolen und Tür- und Fensterkapitäle 1888 Erste Erwähnung 1914 Letzte Erwähnung 1888: Gründung; vmtl. 1914: kriegsbedingtes Ende
[hölzerne] Konsolen und Tür- und Fensterkapitäle 1888 Erste Erwähnung 1914 Letzte Erwähnung 1888: Gründung; vmtl. 1914: kriegsbedingtes Ende
Bilderrahmen 1910 Erste Erwähnung 1991 Letzte Erwähnung 1919/13: Beginn; kriegsbedingte Unterbrechungen; 1982/85 Konzentration auf hochwertige Porfile
Fensterprofile 1979 Erste Erwähnung 1979 Letzte Erwähnung 1978/79: Beginn
Garten- und Klappmöbel 1904 Erste Erwähnung 1904 Letzte Erwähnung um 1904: Beginn
Gewehrkolben, Munitionskisten ... 1914 Erste Erwähnung 1918 Letzte Erwähnung 1. und 2. Weltkrieg
Grubenholz 1893 Erste Erwähnung 1897 Letzte Erwähnung 1893: Beginn; 1897: neues Sägewerk
Holzbearbeitungsmaschinen [für Schnitzleisten] 1928 Erste Erwähnung 1928 Letzte Erwähnung 1928: bereits Produkte in Betrieb
Holzhandel 1891 Erste Erwähnung 1901 Letzte Erwähnung 1891: Beginn; 1901: bekannt
Karosserie-Aufbauten 1935 Erste Erwähnung 1945 Letzte Erwähnung 1935: Beginn (Ford-Eifel); 1945: noch
Kunststoffprofile 1952 Erste Erwähnung 1991 Letzte Erwähnung 1952: 1. Versuche; 1954: 1. Extruder
Leisten 1910 Erste Erwähnung 1982 Letzte Erwähnung 1910: vmtl. Beginn; 1982/85: nur noch Bilderleisten
Leisten 1910 Erste Erwähnung 1991 Letzte Erwähnung 1910/13: Beginn Schnitzleisten; 1982/85: Konzentration auf hochwertige Profioe
Möbelleisten 1910 Erste Erwähnung 1982 Letzte Erwähnung 1910/13: Beginn Schnitzleisten; 1982/85: nur noch Bilderleisten
Radiogehäuse 1934 Erste Erwähnung 1934 Letzte Erwähnung 1934: Beginn
Reparatur zerstörter Waggons 1919 Erste Erwähnung 1919 Letzte Erwähnung 1919: Beginn
Rolläden 1961 Erste Erwähnung 1961 Letzte Erwähnung 1961: Beginn
Schnittholz 1893 Erste Erwähnung 1897 Letzte Erwähnung 1893: Beginn; 1897: neues Sägewerk
Schulbänke 1950 Erste Erwähnung 1950 Letzte Erwähnung 1950: für die Rheinarmee
Sparfeuerungen für Holzabfälle 1924 Erste Erwähnung 1924 Letzte Erwähnung 1924: Patent




Betriebene Dampfmaschinen

Bezeichnung Bauzeit Hersteller
Dampfmaschine   A. L. G. Dehne Maschinenfabrik
Dampfmaschine XII. 1908 Maschinen- und Kessel-Fabrik, Eisen- und Gelbgießerei von G. Kuhn