Fried. Krupp Aktiengesellschaft


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Fried. Krupp Aktiengesellschaft: Fried. Krupp Aktiengesellschaft: Werksansicht Fried. Krupp Aktiengesellschaft: Mechanische Werkstatt


Allgemeines

FirmennameFried. Krupp Aktiengesellschaft
OrtssitzEssen (Ruhr)
Stra├čeThomasstr. 100
Postleitzahl45xxx
Art des UnternehmensH├╝ttenwerk und Maschinenfabrik
Anmerkungen"Gu├čstahlfabrik". Vor 1838: "Witwe und Friedr. Krupp". 1925 (Zusammenfassung der Bergwerke): Hannibal (1899), Hannover (1872) und S├Ąlzer-Neuack (1901). Bildet mit Constantin der Gro├če, Helene u. Amalie und Emscher-Lippe eine Interessengemeinschaft (Krupp-Gruppe). Kohlenarten: Fettkohle (1.688.244 t), Gas- u. Gasflammkohle (749.891 t). Beteiligung: 588100 t Kohle. Verbrauchsbeteiligung: 3.300.000 t.
Quellenangaben[Maschinenindustrie (1939/40) 349] [Wikipedia (2005)] [Wikipedia (2005)] [Handbuch Akt.-Ges. (1943) 5351] [Bergwerke und Salinen (1925) 88]




Unternehmensgeschichte

Zeit Ereignis
1587 "Arndt Krupe" kommt aus dem Rheinlande nach Essen, wo er als Kaufmann im Weinhandel B├╝rgerrecht erwirbt
1648 Am Ende des 30jahrigen Krieges: Matthias Krupe, Enkel von Arndt, gewinnt das Amt des Stadtsekret├Ąts, das 3 Generationen bei den Krupps bleibt
1706 Geburt Friedrich Jodocus Krupps
1732 Gr├╝ndung eines Handels mit Kolonial- und Materialwaren durch einen der Vorfahren in Essen
1732 Um 1732: Geburt von Helena Amalia Ascherfeld, der Frau Friedrich Jodocus Krupps
1751 Um 1751: Friedrich Jodocus Krupp heiratet Helena Amalia Ascherfeld in 2. Ehe
1753 Geburt Peter Friedrich Wilhelm Krupps, Sohn Friedrich Jodocus Krupps
1757 Tod Friedrich Jodocus Krupps
17.07.1787 Geburt von Friedrich Krupp in Essen. Friedrich Krupp stammt aus einer eingesessenen Essener B├╝rgerfamilie. Sein Vater stirbt, als Krupp 8 Jahre alt ist. Als eigentliches Familienoberhaupt kann zumindest ab diesem Zeitpunkt die Gro├čmutter, Helene Amalie Krupp (1732-1810), geborene Ascherfeld, angesehen werden. Sie hatte aus einer Kolonialwarenhandlung, die sie von ihrem Mann Friedrich Jodocus Krupp geerbt hatte, bereits einen Verbund diverser Handels- und Industrie-Unternehmen aufgebaut.
1790 Geburt von Therese Wilhelmi, der sp├Ąteren Frau Friedrich Krupps
1795 Tod Peter Friedrich Wilhelm Krupps, er hinterl├Ą├čt eine 38j├Ąhrige Witwe und drei unm├╝ndige Kinder
1797 Amalie Krupp kauft von der Stadt eine alte Walkm├╝hle, 1 Stunde von dem damaligen Essen entfernt.
1807 Friedrich Krupp erh├Ąlt von seiner Gro├čmutter als Geschenk die "Gute Hoffnung" ├╝bertragen, eine Eisenh├╝tte in Sterkrade, die sie 1800 ersteigert hatte. Krupp wirtschaftet diese sehr schnell herunter.
1808 Friedrich Krupp heiratet Therese Wilhelmi, ein Essener Kaufmannskind
1808 Die Gro├čmutter macht die ├ťbertragung der heruntergewirtschafteten H├╝tte "Gute Hoffnung" r├╝ckg├Ąngig, die H├╝tte geht f├╝r 37.800 Rtlr. an die Br├╝der Franz Haniel und Heinrich Huyssen, die mit der Gutehoffnungsh├╝tte den lange Zeit gr├Â├čten Arbeitgeber des sp├Ąteren Oberhausens aufbauen.
1810 Die Gro├čmutter, Helena Amalia Krupp-Ascherfeld, stirbt, das Erbe geht an Friedrich Krupp. Mit dem Erbe der Gro├čmutter gr├╝ndet Krupp eine Werkstatt.
11.1811 Die kurz zuvor gegr├╝ndete Werkstatt wird umfirmiert in die "Firma Friedrich Krupp zur Verfertigung des Englischen Gu├čstahls und aller daraus resultierenden Fabrikationen". Teilhaber sind die Br├╝der Georg Karl Gottfried und Wilhelm Georg Ludwig von Kechel, die behaupten, in der Gu├čstahlherstellung erfahren zu sein. Ziel Krupps ist es, das begehrte Material, da├č seit der Kontinentalsperre Napoleon Bonapartes nicht mehr aus England nach Europa gelangte, auf dem Kontinent herzustellen.
20.11.1811 Vertrag mit den Br├╝dern von Kechel; Friedrich Krupp glaubt, mit Hilfe zweier nassauischer Offiziere die Gu├čstahlfabrikation nach Essen zu verpflanzen. Friedrich Krupp gr├╝ndet mit zwei Teilhabern eine Fabrik zur Herstellung von Gu├čstahl nach englischem Qualit├Ątsma├čstab und den daraus angefertigten Produkten.
22.11.1811 Nach der Gr├╝ndung erfolgen zun├Ąchst Versuche in kleinem Ma├čstab im Anbau des Hauses der Zweiten Weberstr. Nr. 17
1812 Friedrich Krupp gibt den Kolonialwarenhandel auf, um sich seiner neuen Gr├╝ndung, der Gu├čstahlfabrik, widmen zu k├Ânnen
01.1812 Der erste Gu├č findet im Januar statt. Zun├Ąchst kann Krupp nur Zementstahl erzeugen, 1812 liefert er zum ersten Mal Feilen aus diesem Material.
1812 bis Ende 1812: Errichtung ger├Ąumiger Geb├Ąude auf dem Gel├Ąnde der 1797 erworbenen Walkm├╝hle
26.04.1812 Geburt von Alfred Krupp, Sohn von Friedrich Krupp
1813 Beginn einer Feilenfabrik mit 9 Arbeitern (als Fertigfabrikat aus Gu├čstahl)
1813 Die Gu├čstahlfabrik wird fertig gestellt, nachdem ca. 30.000 Reichstaler investiert werden - bei minimalen Eink├╝nften. Krupp zehrt im Grunde vom Familienverm├Âgen. Zudem stellen sich die Teilhaber als unzuverl├Ąssig heraus: Ihre angeblichen Kenntnisse auf dem Gebiet des Gu├čstahls sind nicht vorhanden.
09.04.1813 Betriebsbeginn in der ehemaligen Walkm├╝hle (Wasserkraft vorhanden). Die Gu├čstahlfabrik wird fertig gestellt, nachdem ca. 30.000 Reichstaler investiert werden - bei minimalen Eink├╝nften. Krupp zehrt im Grunde vom Familienverm├Âgen. Zudem stellen sich die Teilhaber als unzuverl├Ąssig heraus: Ihre angeblichen Kenntnisse auf dem Gebiet des Gu├čstahls sind nicht vorhanden.
05.1813 Im Mai 1813 findet der Versuch statt, Gu├čstahl in gro├čen Tiegeln herzustellen
Herbst 1813 Im Herbst 1813 kommen die Arbeiten auf der Walkm├╝hle fast ganz zum Stillstand
1814 Geburt von Hermann Krupp, Bruder von Alfred
11.1814 Trennung Krupps von seinen unf├Ąhigen Mitarbeitern
18.07.1815 Teilhaberschaft Friedr. Krupp - Friedrich Nicolai unter der Firam Nicolai & Krupp zur Gu├čstahlfabrikation
1816 Nicolai erh├Ąlt in Berlin Auftr├Ąge auf Gu├čstahlstangen, Stempel und Walzen
1816 Es gelingt Friedrich Krupp, hochwertigen Gu├čstahl (Tiegelstahl) herzustellen, verarbeitet er ihn zu Gerberwerkzeugen, M├╝nzstempeln und Walzenrohlingen.
15.09.1816 Friedr. Krupp beginnt wieder mit seinem Verfahren auf der vom Gericht freigegebenen Fabrik. - In diesem Jahr ist er auch zum ersten Mal in der Lage, englischen Gu├čstahl zu liefern. Zu dieser Zeit ist jedoch die Kontinentalsperre schon sein drei Jahren aufgehoben, und der "echte" englische Gu├čstahl ist auf dem Kontinent wieder in gro├čer Menge verf├╝gbar.
10.1816 Erste Produktion und Lieferung von Tiegelstahl durch Friedrich Krupp allein. Lieferung von Rohstahl in St├Ąben und Blechen
1817 Bitte Krupps an die preu├čische Regierung um die zinsfreie ├ťberlassung von 20.000 bis 25.000 Tlr.
1817 Die Produktion wird auf Gerberwerkzeuge, Bohrer, Drehst├Ąle, M├╝nzstempel und M├╝nzwalzen ausgedehnt.
1817 Die K├Ânigliche M├╝nze in D├╝sseldorf best├Ątigt die Qualit├Ąt des Kruppschen Gu├čstahls.
1818 Ablieferung der ersten M├╝nzstempel an das Hauptm├╝nzamt in Berlin
1818 Aufstellung einer der ersten Krupp'schen Gu├čstahlwalzen bei Bruckmann in Heilbronn
1818 Krupp vergr├Â├čert die Fabrikation und baut ein neues Werk im Westen der Stadt
1818-1819 Errichtung des Schmelzbauses der Gu├čstahlfabrik Fried. Krupp in Essen. Das kleinere Geb├Ąude dient zun├Ąchst als Aufseherhaus, dann als Wohnhaus f├╝r die Familie Krupp.
18.10.1819 Das neue Werk, ein neuer Schmelzbau in unmittelbarer N├Ąhe von Stadt und Zeche "Vereinigte S├Ąlzer & Neuack" im Westen der Stadt, geht in Betrieb. Die Anlage ist auf 60 Schmelz├Âfen angelegt, doch nur 8 sind in der ersten Ausbaustufe vorhanden.
1820 Krupp liefert prim├Ąr Schneidwerkzeuge, S├Ągen und Klingen.
1821 Behinderung Friedrich Krupps durch Krankheit
1821 Beginn der Herstellung von anderen Endprodukten: S├Ągen, d├╝nne Klingen, Schneidewerkzeuge
1822 Anerkennung des Krupp'schen Gu├čstahls durch die Gesellschaft zur Ermutigung der Industrie in den preu├čischen Staaten
1823 Endg├╝ltige Entscheidung (3. Instanz) im Proze├č gegen Nicolai, der von der Gu├čstahlfabrikation nichts versteht
1823 Der gesch├Ąftliche Niedergang scheint unaufhaltsam
1823 Die Zeit des v├Âlligen Zusammenbruches scheint gekommen, nachdem alle Gesuche um Hilfe abgeschlagen wurden
Jan. 1823 - Sommer 1824 Einstellung der Arbeiten bis in den Sommer 1824
10.1824 Bezug des kleinen Aufseherh├Ąuschens auf dem Gel├Ąnde der Gu├čstahlfabrik im Oktober
31.12.1824 bis 01.09.1825 Ende 1824 - Sept. 1825: Friedrich Krupp liegt krank im Aufseherh├Ąuschen danieder
Ostern 1826 Ostern 1826: Alfred Krupp mu├č die Schule verlassen und wird von seinem Vater in die Geheimnisse der Gu├čstahlfabrikation eingeweiht.
08.10.1826 Tod von Friedrich Krupp in Essen an einem Lungen├Âdem (Brustwassersucht). Beigesetzt wird er auf dem evangelischen Friedhof Essens zwischen der ersten und der zweiten Weberstra├če. Die Fabrik steht still; die Witwe lehnt das Erbe f├╝r die unm├╝ndigen Kinder ab. Das Unternehmen Krupp besch├Ąftigt zu diesem Zeitpunkt noch sieben Arbeiter.
09.10.1826 Seit dem Tod Friedrich Krupps f├╝hrt die Witwe Therese Krupp, unterst├╝tzt von ihren Verwandten und ihrem 14-j├Ąhrigen ├Ąltesten Sohn Alfred, das Unternehmen weiter. In langwierigen Versuchen wird Sicherheit in der Herstellung von qualitativ hochwertigem Tiegelstahl gewonnen.
1828 Erfolge bei der Herstellung harter Stahlwalzen
1829 Alfred Krupp dehnt sein Absatzgebiet planm├Ą├čig weiter aus (Wiederverk├Ąufer, Kommissionslager...)
1829 Die Fertigstellung der Hartgu├čwalzen wird selbst ├╝bernommen
1830 Errichtung der ersten Polierwerkstatt f├╝r Walzwerkszylinder in der "Walzm├╝hle"
26.08.1830 Krupp liefert (nach einigen M├╝hen bei der Herstellung) zum ersten Mal Walzen aus Gu├čstahl an die Firma H├╝seken in Limburg.
1831 Lieferung des ersten Paars Ringwalzen (auf selbstgebauten Maschinen gefertigt)
1831 Geburt von Bertha Eichhoff, der sp├Ąteren Frau Alfred Krupps
1832 Lieferung der ersten Walzen in Stahlformgu├č
1832 Entstehung der ├Ąltesten mechanischen Werkst├Ątte der Firam Krupp (zur Herstellung fertiger Walzmaschinen)
1833 Anstieg der Stahlerzeugung seit 1827 um 50 %, Wertsteigerung um 125 %
1833 Seither stellt Krupp zus├Ątzlich komplette Walzmaschinen her. Die Produktion ist mengenm├Ą├čig zun├Ąchst noch begrenzt.
1834 Alfred Krupp erkrankt nach seiner 2. S├╝ddeutschland-Reise an Lungenentz├╝ndung
1834 Friedrich von M├╝ller wird stiller Teilhaber und stellt 10.000 Tlr. zur Verf├╝gung
1834 Durch die Aufhebung der Zollschranken im Deutschen Zollverein kann der Kundenkreis erweitert werden.
1835 Bestellung einer Dampfmaschine bei der Gutehoffnungsh├╝tte f├╝r 5.000 Tlr. (20 PS, 25 U/min). Die Dampfmaschine erm├Âglicht eine kosteng├╝nstigere Produktion. Beides wirkt sich absatzf├Ârdend aus und als Folge werden die Betriebsst├Ątten vergr├Â├čert. Durch Reisen auch in andere europ├Ąische L├Ąnder k├Ânnen weitere Kunden gewonnen werden.
1835 Die Bitte von Frau Krupp um 10.000 Tlr. Darlehen an die Regierung wird abgelehnt.
1835/1837 Erste Vergr├Â├čerung der Fabrik: Bau einer Schmiede und Einrichtung einer mechanischen Werkst├Ątte in den alten Fabrikgeb├Ąuden
1835 Aufstellung eines Schmiedehammers mit 450 Pfund in Essen.
1836 Die Erfolge der Neuanlage machen sich bemerkbar, der Absatz verdoppelt sich
1836 Besch├Ąftigung mit der Aufgabe, Gewehrl├Ąufe aus Gu├čstahl herzustellen
1836 Es sind etwa 60 Arbeiter bei Krupp besch├Ąftigt. Um seine Kruppianer, wie sie genannt werden, k├╝mmert er sich Zeit seines Lebens: Er f├╝hrt 1836 eine Krankenversicherung ein und l├Ą├čt Werkswohnungen bauen. Im Gegenzug verlangt er Loyalit├Ąt und Identifikation mit der Firma.
1836 Krupp sucht die mit der Industrialisierung wachsenden sozialen Probleme durch betriebliche Sozialleistungen zu verringern. Bereits 1836 existiert eine freiwillige Hilfskasse f├╝r Krankheits- und Todesf├Ąlle
Fr├╝hjahr 1836 Aufgabe des Schmiedebetriebs in der "Walkm├╝hle"
1838 Krupp meldet ein Patent f├╝r L├Âffel und Gabeln aus Gu├čstahl an. Alfred Krupp bereist in den folgenden Jahren ganz Europa, immer auf der Suche nach Kunden, um das Gesch├Ąft am Leben zu erhalten. Die Firma expandiert zwar, hat jedoch eine sehr d├╝nne Finanzdecke und bleibt so st├Ąndig in Gefahr, bankrott zu gehen.
01.07.1838 bis 01.09.1839 Juli 1838 - Sept. 1839: Alfred Krupp macht Reisen nach Frankreich und England
1840-1843 In den Jahren 1840-43: Erneute Reisen, Alfred Krupp ist nur auf kurze Zeit in Essen
1842 Die Fabrik steht unmittelbar vor dem Zusammenbruch (infolge der langen Abwesenheit Alfred Krupps)
1843 Die Br├╝der Krupp sind in Essen zu gemeinsamer Arbeit vereint
1843 Beginn der Herstellung von Blechen f├╝r L├Âffel, Gabeln und Messergriffe
12.01.1843 Nach siebenj├Ąhriger Handarbeit schmiedet Krupp seinen ersten Gewehrlauf. Erste Versuche, Schu├čwaffen aus Stahl zu verkaufen, scheitern kl├Ąglich, da die Milit├Ąrs lieber auf solide Bronze vertrauen - Stahl ist zu nah an Eisen, das zu spr├Âde und deshalb f├╝r den Zweck der Gesch├╝tzherstellung nicht zu gebrauchen ist.
1844 Krupp bietet zum ersten Mal ein gu├čst├Ąhlernes Gesch├╝tzrohr an
1844 Beginn der Herstellung von Panzerungen
1844 Erste Beteiligung an einer Ausstellung (Ausstellung der Nationalen Industrieprodukte in Berlin
01.03.1844 ├ťbersendung von 2 Gu├čstahl-Gewehrl├Ąufen, die er nahtlos ├╝ber einen Dorn geschmiedet hatte, an das preu├čische Kriegsministerium
10.1844 Im Oktober sind auf der Gu├čstahlfabrik 1 Dampfmaschine, 4 H├Ąmmer, 15 Schmiedefeuer, 26 Werkzeugmaschinen vorhanden.
1845 Betriebsbeginn einer L├Âffelfabrik (Walzwerk) in Berndorf bei Wien (Leitung Hermann Krupp, der dauernd in ├ľsterreich bleibt)
1847 Die erste Kruppsche Gu├čstahlkanone (Dreipf├╝nder-Gesch├╝tzrohr) wird hergestellt und dem preu├čischen Kriegsministerium zur Ansicht gegeben. Diese wird direkt ins Arsenal gegeben und erst nach zwei Jahren ausprobiert. Die Resultate sind hervorragend, das Ministerium sieht aber keinen Grund, solche Kanonen zu bestellen und so verkauft der sp├Ątere Kanonenk├Ânig weiterhin L├Âffel.
1847 Beginn der Produktion von Eisenbahnmaterial. Da die bisher produzierten Walzen praktisch unzerst├Ârbar sind, ist die Nachfrage f├╝r sie - langfristig gesehen - abnehmend. Nahezu unbegrenzte Anwendungsm├Âglichkeiten f├╝r den strapazierf├Ąhigen Gussstahl er├Âffnet dagegen der Ausbau der Eisenbahnen. Dies f├╝hrt zum ersten gro├čen Expansionsschub des Unternehmens. Hergestellt u.a. Achsen und Federn f├╝r Eisenbahnwagen
18.12.1847 Grundsteinlegung zur Zeche "Hannover" durch Carl Horstmann in Celle
1847 Der Abschlu├č vom 31.12.1847 weist einen gro├čen Verlust auf
1848 V├Âlliges Ausscheiden des Bruders Friedrich Krupps aufgrund des Gegensatzes zu Alfred Krupp
1848 Die K├Âln-Bonner Bahn bezieht die ersten Kolbenstangen von Krupp
1848 Die K├Âln-Mindener Bahn macht den ersten Versuch mit Gu├čstahlachsen
24.02.1848 Alfred Krupp wird durch Kaufvertrag der alleinige Besitzer der Gu├čstahlfabrik
1849 Die K├Âln-Mindener Bahn bestellt 36 Gu├čstahlachsen nach
1849 Beginn der ersten Versuche, Radreifen aus Gu├čstahl ohne Schwei├čnaht herzustellen
1849 Beginn der Herstellung von Eisenbahnwagenachsen
1850-1851 Anfang der 1850er Jahre: Bau der ersten schweren Dampfh├Ąmmer
1850 Die K├Âln-Mindener Bahn bestellt 325 Wagenachsen
1850-1859 Krupp liefert in den 1850er-Jahren Einzelst├╝cke von Gesch├╝tzrohren aus Gu├čstahl an verschiedene Auftraggeber.
1851 Abgang der ersten [nahtlosen] Probereifen
1851/55 Erste Vergr├Â├čerung des Werks in gro├čem Ma├čstab, unter anderem die Werkst├Ątten: Walzwerk, eine neue Schmiede, eine gr├Â├čere mechanische Werkst├Ątte (genannt "Mechanische Werkstatt I"), eine Puddlewerkstatt, eine Schwei├čerei und eine Graugie├čerei
1851 Auf der ersten Weltausstellung in London werden ausgestellt: eine 6-Pfund-Kanone aus Gu├čstahl und ein 4.500 Pfund schwerer Stahlblock
1852-1853 1852/53: Ingangsetzung des ersten Walzwerks, das von einer von ihm selbst gebauten 100-PS-Dampfmaschine getrieben wird.
1852 W├Âhlert und Borsig bestellen die ersten schweren Kurbelachsen
1852-1853 Der endg├╝ltige Durchbruch gelingt Alfred Krupp mit der Erfindung des nahtlosen Radreifens: Ein geschmiedetes l├Ąngliches St├╝ck Stahl wird mittig gespalten, ringf├Ârmig auseinandergetrieben, gereckt und schlie├čich gewalzt. F├╝r Jahrzehnte sind Eisenbahnreifen Krupps Hauptprodukt. Die USA nutzen fast ausschlie├člich Kruppsche Radreifen. Das Symbol der Firma Krupp ist deswegen auch keineswegs eine Kanone, sondern sind drei versetzt aufeinander liegende (nicht ineinander verwobene!) Radreifen.
1852 Inbetriebnahme eines 5-Tonnen-Hammers
1853 Aufstellung dess ersten Bandagen-Walzwerks
1853 Krupp heiratet die rund zwanzig Jahre j├╝ngere Bertha Eichhoff (nicht zu verwechseln mit seiner Enkelin Bertha Krupp). Die beiden haben einen Sohn, Friedrich, insgesamt verl├Ąuft die Ehe aber eher ungl├╝cklich. Zwar liebt Alfred Krupp seine Frau, er ist jedoch zum einen st├Ąndig auf Reisen, auf der anderen Seite mag sie die aufgrund der Industrie verschmutzte und h├Ą├čliche Stadt Essen nicht. Bertha verbringt daher die meiste Zeit des Jahres mit Friedrich in Italien.
1853 Die freiwillige Hilfskasse f├╝r Krankheits- und Todesf├Ąlle wird in eine Kranken- und Sterbekasse mit Beitrittspflicht umgewandelt.
16.07.1853 Der sp├Ątere erste deutsche Kaiser besucht die Gu├čstahlfabrik
1854 Errichtung der ersten Eisengie├čerei auf der Gu├čstahlfabrik
1854 Es gelingt, das ganze Gesch├╝tzrohr mit dem Schildzapfen aus einem St├╝ck zu schmieden
17.02.1854 Geburt von Friedrich Alfred Krupp, Sohn von Alfred Krupp
01.06.1854 Das Bandagen-Walzwerk arbeitet noch recht langsam; die M├╝nchener Industrieausstellung bringt den Kruppschen Reifen den ersten gro├čen Erfolg
1854 Ende 1854: die K├Âln-Mindener Bahn bestellt 400 Radreifen
1855 Krupp stellt auf der Weltausstellung in Paris aus: einen Stahlblock von 5 t und die erste vollst├Ąndig geschmiedete Kanone (Sechspf├╝nder)
1855 Die erste hydraulische Presse kommt in die Werkst├Ątten
1855 Bestellung zweier Gu├čstahlb├Âcke zu Sechspf├╝nder-Rohren durch die Preu├čische Regierung
1855 Inbetriebnahme des ersten Puddelwerks mit 4 Ofen
1855 Schaffung einer Pensionskasse
1856 Gedanke Krupps, schmiedeeiserne R├Ąder auf dem Wege der Pr├Ągung oder des Walzverfahrens herzustellen
1856 Seither entstehen Wohnheime f├╝r unverheiratete Arbeiter
1856 Bau des ersten Gaswerks f├╝r 618 m┬│ Maximalproduktion
1856 Die Zahl der Mitarbeiter ├╝berschreitet 1.000
1857 Otto Baier arbeitet als Ingenieur in der Gu├čstahlfabrik
1857 Beginn des Abteufens der Sch├Ąchte I und II der Zeche "Hannover"
Sommer 1857 Im Sommer 1857: die Bayerische Staatsbahn bestellt auf einmal 1500 Radreifen
1858 Fertigung eines Scheibenrades aus Puddelstahl mit Nabe und Kranz aus einem St├╝ck
1858 Schaffung einer werkseigenen B├Ąckerei, aus der sp├Ąter die Konsumanstalt hervorgeht.
Ende 1858 Entschlu├č, einen Riesen-Hammer von 600 Ztr. Fallgewicht zu bauen
1859-1861 Bau des Hammers "Fritz", der 600.000 Tlr. kostet
1859 Absicht Krupps, die Fabrikation von Gesch├╝tzen einzustellen, da sie ihm keine materiellen Erfolge eintrug
1859 Die Gie├čerei ist 1859 in der Lage, G├╝sse von 2500 Ztr. herzustellen
1859 Der Auftrag der preu├čischen Milit├Ąrbeh├Ârden ist der Durchbruch zu dem zweiten gro├čen Produktionsbereich des Unternehmens. Bald darauf beginnt Krupp auch mit dem Bau vollst├Ąndiger Gesch├╝tze
1860 Oscar Richter arbeitet als Ingenieur in der Gu├čstahlfabrik
1860 Beschlu├č zum Bau eines gro├čen Panzerplattenwerks f├╝r Gu├čstahl
1860 Das Gaswerk wird auf 3.092 m┬│ Leistung vergr├Â├čert
04.1860 Alfred Krupp verkauft die ersten Stahlkanonen: Preu├čen ordert 312 Sechspf├╝nder. Im selben Jahr entwickelt er die Hinterlader-Kanone. Sehr schnell wachsen nun die Waffenverk├Ąufe, und die Firma verkauft Kanonen an alle europ├Ąischen Gro├čm├Ąchte mit Ausnahme Frankreichs. M├Âglich ist dieses Wachstum durch die Einf├╝hrung innovativer Produktionstechniken
1861 Unter gr├Â├čter Geheimhaltung entsteht das erste Bessemerwerk (das erste in Deutschland) - zur Irref├╝hrung "R├Ąderwalzwerk" genannt
1861 Errichtung der ersten Werkswohnungen f├╝r Meister
1861/1865 Zweite Periode der wichtigen Werksvergr├Â├čerung. Unter anderem: Bessemerei, Schienen- und Blechwalzwerk, Federnwerkst├Ątte, R├Ąderschmiede, Radsatzwerkst├Ątte, Radreifenwerkstatt II und Kanonenwerkstatt I und II. Die Grundst├╝cksfl├Ąche steigt auf 13,35 ha.
16.09.1861 Krupp entwickelt den 50 Tonnen schweren Schmiede-Dampfhammer "Fritz"; er wird am 16. September in Betrieb genommen. Die Massenproduktion von Stahl wird durch neuartige Methoden m├Âglich gemacht: Sowohl das Bessemer-Verfahren, welches er aus England einkauft oder das Siemens-Martin-Verfahren werden von Krupp als erstem in Deutschland eingesetzt.
1862 Bestellung von 12 gro├čen Schiffswellen im Gesamtgewicht von 90 t
1862 Erwerbung der ersten Festigkeitspr├╝fmaschine
1862 Vorf├╝hrung von Gu├čstahl-Hinterladekanonen von 9,52 bis 22,86 cm Kaliber auf der Londoner Ausstellung
1862 Krupp f├╝hrt als erstes Unternehmen auf dem europ├Ąischen Festland das Bessemer-Verfahren im Dauerbetrieb ein. Damit wird die Massenproduktion von Eisenbahnschienen und Stahlblechen m├Âglich. Dies f├╝hrt zu einer weiteren sprunghaften Expansion des Unternehmens.
1862 Alfred Krupp setzt mit der Kollektivprokura eine verantwortliche, von seiner Person losgel├Âste Gesch├Ąftsleitung ein.
1862 Vergr├Â├čerung des Gaswerks auf 7.730 m┬│ Maximalproduktion
1862 Auf der zweiten Weltausstellung in London werden ausgestellt: mehrere Kanonen mit Kalibern zwischen 8,7 und 22,86 cm, eine 11.000 kg schwere Kurbelwelle, ein 8 t schwerer Stahlblock.
Ostern 1862 Ostern 1862 beginnen zwei gu├čeiserne Bessemer-Birnen (2 t Einsatz) zu arbeiten
01.10.1862 Erste Versuche, Flu├čstahlschienen zu walzen
1863 Die schwerste Kurbelwelle (f├╝r den Norddeutschen Lloyd) wird gefertigt, Kosten: 30.000 Tlr.
1863 Krupp tritt mit Friedrich Siemens in Verbindung
1863 Eisenbahnanschlu├č an die K├Âln-Mindener Bahn
1863 Errichtung gr├Â├čerer Arbeitersiedlungen mit Schulen und Zweigstellen der Konsumanstalt, verst├Ąrkt seit Anfang der 1870er-Jahre.
1863 Aufnahme der Herstellung von gegossenen Eisenbahn-Scheibenr├Ądern nach dem Vorbild des "Bochumer Vereins" (dort seit 1860)
1864 Errichtung eines neuen gro├čen Schmelzbaues
1864 Das Panzerplattenwerks geht in Betrieb
1864 Erste Versuche mit der Regenerativgasfeuerung
1864 Krupp pachtet die Zeche "Graf Beust" auf 20 Jahre Deckung des Kohlebedarfs
1864-1865 Ankauf der ersten Eisensteingruben und Hoch├Âfen.
1864 Die Gasproduktion reicht seither nicht mehr aus, und das Gaswerk befindet sich seitdem [Stand 1885] fortw├Ąhrend im Zustande des Baues.
1864 Inbetriebnahme des St├Ąnderhammers "Max" mit 20 Tonnen
1864/1865 Ein Werksbahnnetz, das mit dem [sp├Ąteren] Staatsbahnnetz verbunden wird, wird aufgebaut.
05.1864 Im Mai wird erste eigene Lokomotive in Betrieb genommen
01.07.1864 W. Gro├č tritt in Krupp'sche Dienste; er ist der Urheber der wesentlichsten Fortschritte im Gesch├╝tzbau
1865 Anregung durch russische Offiziere, Ring-Gesch├╝tzrohre einzuf├╝hren
1865 Ein erstes Gro├čfeuer sucht die Fabrik heim
1865 Mit dem Ankauf von Eisenerzgruben im Lahngebiet beginnt der Ausbau des Unternehmens zu einem vertikal strukturierten Konzern. Alfred Krupp will bei dem gewachsenen Rohstoffbedarf von fremden Lieferanten unabh├Ąngig sein. 1865 erwirbt er vom preu├čischen Fiskus die Sayner H├╝tte bei Koblenz und in den folgenden Jahren noch weitere H├╝ttenwerke am Rhein sowie zahlreiche Erzgruben an der Lahn und im Westerwald.
1865 Die Sayner H├╝tte, die M├╝lhofener H├╝tte und die Erzgruben in Horhausen werden gekauft.
01.01.1866 Die erste Krupp'sche Feuerwehr mit 2 L├Âschz├╝gen tritt in T├Ątigkeit
1866 Im Deutschen Krieg stehen sich das erste Mal Heere gegen├╝ber, die beide von Krupp ausger├╝stet werden.
1867 Wiederaufnahme von Versuchen mit Panzerplatten
1867 Auf der Weltausstellung in Paris werden ausgestellt: eine 1000-Pfund-Kanone (Kaliber 35,5 cm) und ein 40.000 kg schwerer Stahlblock
1867 Im Werk werden Telegraphen eingerichtet.
1867 Auf der Weltausstellung in Paris werden gegossene Eisenbahn-Scheibenr├Ąder ausgestellt. - Der "Bochumer Verein" prduziert solche schon seit 1860.
1868 Krupp ist Gesch├╝tzfabrikant f├╝r die preu├čische Flotte
1868 Russische Bestellung einer gro├čen Zahl 24-cm-Ringkanonen
1868 Gr├╝ndung einer Konsumanstalt
1868 Erwerb der Kohlenzeche "Hannover" bei Eickel.
04.08.1868 Eingehende Versuche mit Stahlgranaten in Tegel ├╝bertreffen selbst die h├Âchstgespannten Erwartungen
1869 Lieferung der ersten Ringrohre f├╝r die Panzerflotte des Norddeutschen Bundes
1869 Krupp f├╝hrt das Siemens-Martin-Verfahren ein (Errichtung des Martinwerks I), bei dem mit Eins├Ątzen von Schrott und Roheisen ein Stahl hergestellt werden kann, der dem Bessemerstahl qualitativ ├╝berlegen ist und der den teuren Tiegelstahl bei manchen Produkten, z.B. Eisenbahnr├Ądern ersetzen kann. Daneben beh├Ąlt aber der Tiegelstahl f├╝r ganz besonders beanspruchte Maschinenteile und Gesch├╝tzrohre seine Bedeutung.
1870 Lieferung von 6.000 - 7.000 Rads├Ątzen/a
1870-1873 Ankauf weiterer Eisensteingruben an der Sieg, im Westerwald, an der Lahn und im Aggertal. Beteiligung an den Eisensteingruben der "Orconera" Iron Ore Company Ltd." bei Bilbao in Nordspanien.
1870 Schaffung eines eigenen Krankenhauses
07.08.1870 Geburt von Gustav Krupp von Bohlen und Halbach in Den Haag
1871 Das erste Siemens-Martin-Werk mit 12 ├ľfen beginnt zu arbeiten
1872 Erwerbung der Johannish├╝tte in Duisburg
1872 Als Reaktion auf einen von der SPD organisierten Generalstreik 1871 ver├Âffentlicht Krupp das Generalregulativ, das an alle Arbeiter ausgeteilt wird. In seinen 72 Paragraphen, die bis zum Ende der Firma als Familienunternehmen in den 1960ern, g├╝ltig sind, werden die Rechte und Pflichten der Kruppianer penibel beschrieben: "Untreue und Verrat mu├č mit aller gesetzlichen Strenge verfolgt werden ..., denn wie aus dem Samen die Frucht hervorgeht und je nach seiner Art Nahrung oder Gift, so entspringt dem Geist die Tat - Gutes oder B├Âses. Die den Arbeitern auferlegten Pflichten sind streng, ihre Rechte sind allerdings weitreichend: billige Wohnungen, Krankenversicherung und, f├╝r Deutschland revolution├Ąr: Wer Zeit seines Lebens bei Krupp arbeitet, erh├Ąlt eine Rente. Wird ein Arbeiter entlassen, verliert er alle diese Privilegien.
1872 Schaffung eines Krankenhauses
1872 Beteiligung an der spanischen Orconera Iron Ore Co. Dadurch gewinnt Krupp Zugang zu phosphorarmen und damit f├╝r das Bessemer-Verfahren geeigneten Erzen. Dadurch ist Krupp nicht darauf angewiesen, das neue Thomasverfahren f├╝r die Verh├╝ttung phosphorhaltiger Erze einzuf├╝hren, wie dies zahlreiche andere H├╝ttenwerke im Ruhrgebiet tun.
1872 Alfred Krupp erl├Ąsst das von ihm entworfene und dann von der Gesch├Ąftsleitung ├╝berarbeitete "Generalregulativ", das die innerbetriebliche Hierarchie vom Aufseher und Meister bis zur Unternehmensleitung mit den jeweiligen Aufgaben und Funktionen festlegt und das zugleich Bestimmungen ├╝ber die betrieblichen Sozialeinrichtungen enth├Ąlt.
1872/1875 Weitere Periode der Fabriksvergr├Â├čerungen, unter anderem: Dreherei Nr. II f├╝r Rads├Ątze, neues Kesselhaus, Verwaltungsgeb├Ąude und Zentralmagazin
01.07.1872 Erwerbung s├Ąmtlicher Aktien der Zeche "Hannover" in Hordel bei Bochum
07.1872 Kauf der Eisenwarenfabrik d'Ester in Sayn. - Dort wurden noch bis 1907 Bergwerkspumpen und Grubenwagen gebaut.
15.12.1872 Die Uhr der Villa H├╝gel wird zur ma├čgebenden Uhr f├╝r den gesamten Konzern. Jeden Morgen um 9.00 Uhr soll der Verantwortliche f├╝r die Turmuhr am Wasserturm des Werks telegrapisch benachrichtigt werden, damit diese gestellt werden kann.
1873 F├╝r den Transport der spanischen Erze gr├╝ndet Krupp eine eigene Reederei in Rotterdam.
1873 Krupp errichtet einen Schie├čplatz in D├╝lmen
1873 Auf der Weltausstellung in Wien wird ausgestellt: Eine K├╝stenkanone mit Kaliber 30,5 cm L/22 und ein 52.500 kg schwerer Stahlblock
1875 Fabrikation von Wickelr├Ądern
1875 Alfred Krupp macht drei aufeinander gelegte Radreifen zu seinem dann weltbekannt gewordenen Firmenzeichen.
1876/1878 Errichtung des Krupp'schen Schie├čplatzes in Meppen
1876 Auf der Weltausstellung in Philadelphia stellt Krupp ein K├╝sten-Gesch├╝tz Kaliber 35,5 cm L/22 und eine 13.500 kg schwere Kurbelwelle f├╝r ein deutsches Kriegsschiff aus.
1878 Krupp legt den Sayner Hochofen still.
1879 Teilnahme an der Weltausstellung in Sydney
1880 Errichtung einer Gescho├čdreherei
1881 Der erste Fernsprecher wird in Betrieb genommen
1883 Einrichtung einer Telefonzentrale im Werk
1886 Erwerbung des Stahlwerks "F. Asthower & Cie." in Annen, dort Erweiterung der Formgu├čr├Ąder-Fabrikation
29.03.1886 Geburt von Bertha Krupp, Tochter von Friedrich Alfred Krupp, in Essen
1887 Ausbau des Schnellfeuergesch├╝tzes
14.07.1887 Alfred Krupp verscheidet auf dem Herrensitz "H├╝gel"
nach 14.07.1887 Nach dem Tod Alfred Krupps ├ťbernahme des Werks mit insgesamt 21 000 Besch├Ąftigten durch Friedrich Alfred Krupp.
1887 Friedrich Alfred Krupp baut seit dem Tod seines Vaters das Unternehmen in gro├čem Stil zu einem horizontal gegliederten Konzern aus.
1888 Tod von Bertha Krupp, geb. Eichhoff
1888 Errichtung eines weiteren Martin-Stahlwerks
1888 Vollst├Ąndige Umwandlung von der Tiegelstahlgie├čerei
1889 Erwerbung gro├čer Gruben im lothringischen Erzrevier ("Langenberg" und "Luxemburg-fronti├Ęre") zur Versorgung mit phosphorhaltigen Eisenerzen
1889 Der weitere Ausbau zum vertikal strukturierten Konzern wird auch durch die Erweiterung der Kohlebasis planm├Ą├čig vorangetrieben: 1889 wird die Mehrheitsbeteiligung an der Zeche "Ver. S├Ąlzer & Neuack" in Essen erworben
1889 Errichtung der Kanonenwerkstatt V
13.07.1889 Besuch Nobels; Versuche mit rauchlosem Pulver
1890/1893 Beachtliche Vergr├Â├čerung der Artillerie-Konstruktionswerkst├Ątten
1890/1893 Einrichtung der Radsatzdreherei III
1890/1893 Bau von kr├Ąftigen hydraulischen Pressen zum Schmieden und Biegen der Panzerplatten. Die gr├Â├čten haben 5.000 t und 7.000 t Pre├čkraft.
1890 Schaffung einer Stipendienstiftung
1890 Bau eines Beamtenkasinos
20.06.1890 Erster Besuch Kaiser Wilhelms II. bei Krupp. Das Programm beginnt um 9.00 Uhr mit dem Eintreffen des Kaisers am Hauptkontorgeb├Ąude. Es folgt ein Rundgang durch drei Werkst├Ątten, zwei Kanonenwerkst├Ątten, den Lafettenbau und den Schie├čstand. Nach einer Erfrischung um elf geht es zum Stammhaus Krupp zu einer Besichtigung des Schmelzofens. Anschlie├čend geht es weiter zur Kruppschen Volksschule und zur Haushaltsschule Schederhof. Das Mittagsmahl wird im kleinen Kreise eingenommen.
1891 Inbetriebnahme des Panzerplattenwalzwerks
1892 Man erzielt gute Erfolge mit einer 400 mm starken Nickelstahl-Platte
1893 Auf der Weltausstellung in Chicago wird eine K├╝stenkanone mit 42 cm Kaliber L/33, die erste Nickelstahlplatte mit geh├Ąrteter Oberfl├Ąche und eine Dicke von 230 mm, Schu├č-erprobt, ausgestellt.
01.01.1893 bis 31.03.1893 Diesel gewinnt die Maschinenfabrik Augsburg und Krupp f├╝r seine Motoren-Pl├Ąne. Krupp beteiligt sich an der Finanzierung, an der technischen Beratung und stellt Diesel mit einer Einnahme von 30.000 Mark j├Ąhrlich frei.
10.04.1893 Vertrag mit der "Fried. Krupp" in Essen: Diesel tritt das Patent D.R.P. 67207 an Krupp ab. Somit ist au├čer den Rechten der Maschinenfabrik Augsburg nur nur Krupp berechtigt, Lizenzen in Deutschland zu erteilen. Krupp verpflichtet sich, einen Veruchsmotor zu bauen. Diesel erh├Ąlt ein Jahreseinkommen von 30 000 Mark w├Ąhrend der gesamten Versuchszeit an seinem Motor und bei Aufnahme der Produktion eine Lizenzgeb├╝hr von 37,5%
25.04.1893 Krupp und Diesel kommen in einem Konsortialvertrag ├╝berein, "die Verwertung des ... Patentes [D.R.P. 67207] gemeinschaftlich zu betreiben". Krupp erh├Ąlt das R├╝cktrittsrecht gegen├╝ber Diesel. Diesel erh├Ąlt die 30.000 Mark j├Ąhrlich, und die Aufwendungen f├╝r die Entwicklung werden zwischen Krupp und Diesel geteilt. Bis zur vorgesehenen Gr├╝ndung der "Allgemeinen Gesellschaft f├╝r Dieselmotoren AG" sollen Lizenzen gemeinsam vergeben werden.
01.05.1893 ├ťbernahme des Grusonwerks in Magdeburg (Betriebs├╝berlassungsvertrag 1892), zusammen mit dem Schie├čplatz in Tangerh├╝tte.
1894/1895 Erwerbung von Eisenerz-Konzessionen (Minette), Gruben "Ida" und "Amalie" in Lothringen.
1894 Bau eines Werkmeisterkasinos
1895 Erwerbung eines gr├Â├čeren Grundbesitzes am linken Rheinufer bei Rheinhausen
1896 Durch die Gr├╝ndung des H├╝ttenwerks in Rheinhausen wird die Roheisen-, Rohstahl- und Walzwerksbasis des Konzerns erweitert. Die Aufnahme des Thomas-Verfahrens f├╝hrt zu einer deutlichen Erh├Âhung der Massenstahlproduktion.
1896 Fritz Asth├Âwer (*01.12.1835 in K├Âln, +17.10.1913 in Essen; 1868-1886 Im Gu├čstahlwerk Annen t├Ątig) scheidet aus der Leitung des Konzerns aus.
18.03.1896 Baubeginn (?) einer Dampfmaschine durch G. Kuhn, Stuttgart-Berg.
01.10.1896 ├ťbernahme des Betriebs der Schiff- und Maschinenbau AG Germania in Kiel
1897 Beginn einer weiteren Periode von Neubauten und Vergr├Â├čerungen der Fabriken
1897 Das Unternehmen beteiligt sich mit MAN an der Inbetriebnahme des ersten Motors von Rudolf Diesel.
1897 Lieferung von zwei Dampfmaschinen durch G├Ârlitzer Maschinenbauanstalt
1897 Inbetriebnahme der ersten Hochofenanlage in Rheinhausen.
1898 Im Jahre 1898 werden 3177 Gesch├╝tze bestellt
1899 Baubeginn der Kolonie "Friedrichshof"
1899 Erwerbung der Zeche "Hannibal" (entstanden 1848, erste F├Ârderung 1854)
1899 Lieferung einer Dampfmaschine durch G├Ârlitzer Maschinenbauanstalt
01.03.1899 Er├Âffnung der B├╝cherhalle
1900 Erschlie├čung der Gruben im lothringischen Erzrevier
1900 Bau der Gescho├čdreherei, der "VIII. mechanischen Werkst├Ątte", einer imposanten Backsteinhalle
1901 Erwerbung der Zeche "Ver. S├Ąlzer und Neuack" in Essen
1901 Krupp beteiligt sich mit 50 % an der Steinkohlenzeche Emscher-Lippe bei Datteln
Winter 1901/02 Im Winter 1901/02 erzielt man brauchbare Ergebnisse mit gebogenen Panzerplatten
1902 Auf der Industrieausstellung in D├╝sseldorf wird ausgestellt: eine K├╝stenkanone Kaliber 30,5 cm L/40 mit einem Panzerturm, eine 106 t schwere Panzerplatte, eine Hohlwelle aus Nickelstahl mit 45 m L├Ąnge, eine Linie von Wellen mit einer Gesamtl├Ąnge von 226,2 t, die sich aus einer Welle mit sechs Kr├Âpfungen, eine gesto├čene Welle aus f├╝nf Zwischenwellen und einer Schiffsschraubenwelle, ein Kesselblech mit 26,8 m L├Ąnge und 3,56 m Breite.
1902 Das Krupp'sche Feldgesch├╝tz, ein Rohrr├╝cklaufgesch├╝tz, entsteht
1902 Festlegung des Plans f├╝r die Neuanlage eines gro├čen H├╝ttenwerks f├╝r eine Leistung von 500.000 t Roheisen in Rheinhausen
15.11.1902 Das sozialdemokratische Blatt "Vorw├Ąrts" outet Krupp als homosexuell.
22.11.1902 Tod Friedrich Alfred Krupps in der Villa H├╝gel in Essen durch Gehirnschlag. Die Stimmen, er habe sich selbst umgebracht, verstummen nicht (man sagt im homosexuelle Neigungen nach, und eine Woche vorher brachte der sozialdemokratische "Vorw├Ąrts" einen Bericht ├╝ber homosexuelle Ausschweifungen des Industriellen auf Capri). In seinem Testament verf├╝gt er die Umwandlung der Firma in eine Aktiengesellschaft unter dem Vorsitz seiner Tochter Bertha.
1903 Bertha Krupp erh├Ąlt 159.996 der 160.000 ausgestellten Krupp-Aktien.
23.01.1903 Genehmigung der Kosten f├╝r den Bau einens Thomas-Stahlwerks in Rheinhausen
22.04.1903 Das Unternehmen wird einer testamentarischen Empfehlung von Friedrich Alfred Krupp folgend, in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, wobei die Aktien bis auf die gesetzlich vorgeschriebenen vier im Besitz der Erbin bleiben; Grundkapital: 160 Mio M. Die Unternehmensleitung liegt jetzt bei Vorstand und Aufsichtsrat. Da Bertha Krupp noch minderj├Ąhrig ist, nimmt ihre Mutter, Margarethe Krupp, deren Rechte als Inhaberin wahr und steht damit de facto an der Spitze des Unternehmens.
01.07.1903 Umwandlung der Werke in eine Aktiengesellschaft unter der Firma "Fried. Krupp A.-G." mit einem Grundkapital von M 160 Millionen zur Fortf├╝hrung der nahezu 100 Jahre unter der Firma "Fried. Krupp" gef├╝hrten gewerblichen Unternehmungen.
1904 Das H├╝ttenwerk Rheinhausen wird "Friedrich-Alfred-H├╝tte" genannt
07.1904 Inbetriebnahme des ersten Hochofens in Rheinhausen; das Werk bekommt den Namen "Friedrich-Alfred-H├╝tte"
01.1905 Im Januar Betriebsaufnahme im Thomasstahlwerk Rheinhausen
1905 Abgabe des von Krupp f├╝r das Deutsche Reich erworbenen Patentes f├╝r Dampfmaschinen-Steuerung, Bauart van den Kerchove, an die "S├Ąchsische Maschinenfabrik" in Chemnitz. Letztere sichert sich damit das alleinige Ausf├╝hrungsrecht f├╝r Deutschland.
07.1905 Der letzte von drei neuen Thomaseisen-Hoch├Âfen in Rheinhausen wird angeblasen
1906 Bau von Ballonkanonen
1906-1907 Bau der neunten mechanischen Werkstatt mit 31.000 m2 Nutzfl├Ąche
1906 Erh├Âhung des Aktienkapitals um 20 Mio M
1906 Ehe Gustavs von Bohlen und Halbachs mit Bertha Krupp, der Alleinerbin des Krupp-Unternehmens. Von Bohlen und Halbach wird dadurch zum Unternehmer. Die beiden tragen von da an den Namen Krupp von Bohlen und Halbach.
1906 Bei der Schiff- und Maschinenbau AG Germania in Kiel wird der Bau von Verbrennungsmotoren aufgenommen, nachdem Rudolf Diesel 1897 gemeinsam mit dem Unternehmen Krupp und der Maschinenfabrik Augsburg den ersten "Diesel"-Motor entwickelt hat.
1906-1907 Es werden Erzgruben an der Lahn und bei Gelnhausen gekauft: Die Eisenerzgruben des Prinzen Solms-Braunfels und die Eisengrube "Einigkeit".
15.10.1906 Verm├Ąhlung Bertha Krupps mit dem preu├čischen Legationsrat Gustav von Bohlen und Halbach, der durch k├Âniglich-preu├čischen Erla├č das Recht erh├Ąlt, seinem Namen den Namen Krupp voranzustellen. Insgesamt dauern die Feierlichkeiten f├╝nf Tage. Geladen sind 125 G├Ąste (darunter Kaiser Wilhelm II.), zudem 60 Beamte und Angestellte, 10 Arbeiter und 19 pensionierte Kruppianer, ferner die Familienangeh├Ârigen der G├Ąste. Um auf das Gel├Ąnde der Villa zu gelangen, mu├č ein Passierschein vorgelegt werden, und es verkehren Patrouillen im Park. F├╝r die Durchf├╝hrung der Festivit├Ąten werden 5 K├Âche, 19 Kellner, 10 Putzfrauen, 19 Schreiner, drei Sattler und zwei Elektriker eingestellt.
01.11.1906 Die Eisenerzgruben im Bereich der Lahn werden dem F├╝rst zu Solms-Braunfels abgekauft, darunter auch die Grube Fortuna. Die Leitung der Gruben obliegt von nun an der Bergverwaltung Weilburg.
Ende 1906 Gustav Krupp von Bohlen und Halbach tritt Ende des Jahres als stellvertretender Vorsitzender in den Aufsichtsrat der Fried. Krupp AG ein
1907 Bau eines Elektrostahlwerks
1907/1909 Errichtung eines neuen Schie├čplatzes in Essen
1907 Inbetriebnahme eines neuen Hochofens auf der Friedrich-Alfred-H├╝tte
1907 Gr├╝ndung einer Werkstatt f├╝r Stahlhochbau und Br├╝ckenbau in der Friedrich-Alfred-H├╝tte
13.08.1907 Geburt von Alfried Krupp von Bohlen und Halbach, ├Ąltester Sohn von Bertha Krupp, in Essen
1908 Inbetriebnahme eines neuen Hochofens auf der Friedrich-Alfred-H├╝tte
1908 Krupp nimmt die Elektrostahlerzeugung auf
07.01.1908 Gr├╝ndung der Norddeutschen H├╝tte AG in Bremen-Oslebshausen
1909 Fertigstellung eines eigenen Laborgeb├Ąudes
1909 Nach weiteren Stationen seiner Karriere leitet Hugenberg von 1909 bis 1918 als Vorsitzender des Direktoriums der Firma Krupp deren Finanzwesen.
1909 Gustav Krupp von Bohlen und Halbach wird Vorsitzender des Aufsichtsrats
15.05.1909 In der ehemaligen Eisenwarenfabrik d'Ester in Sayn wird ein Erholungsheim f├╝r Krupp?sche Beamte er├Âffnet, ein gro├čes, mit allen Bequemlichkeiten ausgestattetes Heim, f├╝r ├╝ber 50 G├Ąste.
1910 Der letzte Puddelofen verschwindet in der Gu├čstahlfabrik
1911 Kohleverbrauch 1911: 1,4 Mio t
1911 Inbetriebnahme des 9. Hochofens auf der Friedrich-Alfred-H├╝tte
1911 Krupp schlie├čt einen Interessengemeinschaftsvertrag mit der Westf├Ąlischen Drahtindustrie in Hamm ab
04.03.1911 Der Hammer "Fritz" bearbeitet das letzte Schmiedest├╝ck
1912 Inbetriebnahme einer Zementfabrik zur Herstellung von Hochofenzement aus Schlacke
1912 Nach intensiver Forschungsarbeit gelingt die Entwicklung nicht rostender, s├Ąurebest├Ąndiger St├Ąhle. NIROSTA und V2A finden rasch vielf├Ąltige Anwendung vor allem in der Chemie- und Nahrungsmittelindustrie, in der Medizin und im Bauwesen. Sie werden weltweit ein Begriff f├╝r Qualit├Ąt.
1912 Eduard Maurer beginnt bei der "Friedrich Krupp AG" in Essen, wo er in der Versuchsanstalt arbeitet. Dort entwickelt er ein Verfahren zur Herstellung eines nichtrostenden Stahls auf Basis einer Nickel-Chrom-Legierung, der durch eine besondere W├Ąrmebehandlung, dem sog. Schlu├čgl├╝hen, kalt verformbar bleibt oder auch besondere Festigkeit erlaubt.
08./09.08.1912 Hundertjahr-Feier der Firma Krupp. Hierzu reist Kaiser Wilhelm II. in der Nacht des 7. August an und bleibt mitsamt seinem Hofstaat bis zum 9. August. Unter den G├Ąsten sind unter anderem Prinz Heinrich, Reichskanzler Theobald von Bethmann Hollweg und Gro├čadmiral Alfred von Tirpitz. Das Fest beginnt am Morgen mit der Ankunft des Kaisers. Nach dem Fr├╝hst├╝ck folgt eine Fahrt in die Stadt, mit der Begr├╝├čung durch den Oberb├╝rgermeister Albert Heinrich Friedrich Wilhelm Holle vor dem Geb├Ąude des Bergbaulichen Vereins. Der Festakt findet im Lichthof der Firmenzentrale mit diversen Ansprachen statt. Es folgt eine Werksbesichtigung. Am Abend findet ein Festmahl mit 450 geladenen G├Ąsten statt. Nach dem Mahl folgen zwei Reden von Gustav Krupp von Bohlen und Halbach und Kaiser Wilhelm II. Am zweiten Tag folgen nochmals Werksbesichtigungen.
28.10.1913 Inbetriebnahme des 10. Hochofens auf der Friedrich-Alfred-H├╝tte
01.08.1914 Mit Ausbruch des Krieges g├Ąnzliche Umstellung der Werke auf die Herstellung von Kriegsmaterial.
1. Weltkrieg Um die staatlichen Auftr├Ąge erf├╝llen zu k├Ânnen, wird die Produktion im Ersten Weltkrieg bis auf mehr als das F├╝nffache der Vorkriegserzeugung gesteigert. Besonders bekannt wird der schwere 42 cm M├Ârser "Dicke Berta". Von den anf├Ąnglichen Kriegsgewinnen investiert Krupp den gr├Â├čten Teil in aufw├Ąndige neue Fabrikbauten, f├╝r die es sp├Ąter kaum noch eine Nutzung gibt.
1915 Krupp erwirbt s├Ąmtliche Kuxe (Anteilscheine) der Gewerkschaft Schlesische Nickelwerke bei Frankenstein (Schlesien)
27.09.1915 Inbetriebnahme eines Martin-Werks auf der Friedrich-Alfred-H├╝tte
1917 Entwicklung eines Langrohrgesch├╝tzes mit 130 km Reichweite ("Paris-Gesch├╝tz").
1917 Krupp errichtet in Essen-Borbeck ein gro├čes Stahlwerk (Martinwerk 7)
nach dem 1. Weltkrieg Nach Ende des Weltkrieges wieder Umstellung der Kriegsmaterialwerkst├Ątten auf neue Erzeugnisse: Lokomotiven, Lastkraftwagen, Landmaschinen, Bagger, Getriebe, Registrierkassen u. a.
1919-1920 Krupp produziert Lastwagen in Essen.
1919 Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges 1918 ger├Ąt das Unternehmen wegen des Verbots der Produktion von R├╝stungsg├╝tern in wirtschaftliche Schwierigkeiten.
1919-1925 Stillegung der unter dem Namen Saynerh├╝tte betriebenen Eisengie├čerei.
1919-1925 Auf der Gu├čstahlfabrik in Essen wird die Errichtung eines Hochofenwerkes mit 2 ├ľfen, als Ersatz f├╝r die alten mittelrheinischen H├╝tten mit insgesamt 7 kleinen Hoch├Âfen, durchgef├╝hrt.
1919 Die ersten elektrischen Lokomotiven werden zur Ablieferung gebracht.
1919 Umstellung auf Friedensproduktion: Nach dem Krieg stellt Krupp als Folge des Versailler Vertrags die Produktion um und beginnt u.a. mit dem Bau von Lokomotiven, Lastkraftwagen, Landmaschinen und Baggern.
1919 Krupp erwirbt die Aktienmehrheit an dem Feinblechwalzwerk "Capito & Klein AG", Benrath
11.09.1919 Die Ernemann AG schlie├čt sich mit Fried. Krupp, Essen zu einer weitgehenden Interessengemeinschaft "in Bezug auf die Herstellung und den Verkauf von Apparaten zur Vorf├╝hrung kinematographischer Aufnahmen" in einem vertikalen Kartell zusammen.
1921 Abschlu├č eines Betriebs├╝berlassungsvertrags mit der Gewerkschaft ver. Constantin der Gro├če, Bochum.
1921 Fortsetzung des Ausbaus zum vertikal und horizontal strukturierten Konzern.
1921 Die Fried. Krupp AG schlie├čt Betriebs- und Interessengemeinschaftsvertr├Ąge ab mit den Gewerkschaften Ver. Helene und Amalie in Essen und Ver. Constantin der Gro├če in Bochum
1922-1923 Errichtung eines Walzwerks in Essen-Borbeck.
1922 R├╝ckkehr von Eduard Maurer zur Versuchsanstalt der "Friedrich Krupp AG" in Essen, wo er das Maurer'sche Gu├čeisendiagramm entwickelt, mit dem es m├Âglich ist, Gu├čeisen zu erzeugen, dessen Festigkeit an jene des Stahls heranreicht.
1924 Bau der ersten deutschen Turbinen-Dampflokomotive T 18 1001 von Krupp (Fabr.-Nr. 592). Die Zoelly-Turbine (1470 kW, n= 6800 U/min) liefert Escher-Wyss. Die Lok wird nach Beendigung der Versuchsfahrten von 1930 bis 1940 beim Bw Hamm P eingesetzt, hat zwar viele St├Ârungen, erreicht dennoch eine gewisse Betriebsreife.
1924-1925 Die Kosten f├╝r die Umstellung auf Friedensproduktion und die Verluste durch Demontage, Inflation und Ruhrkampf f├╝hren 1924/25 zu einer bedrohlichen Krise des Unternehmens, die nur durch einschneidende Sanierungsma├čnahmen abgewendet werden kann. Die in dem Zusammenhang von der Unternehmensleitung vorgeschlagene Stilllegung der Krupp-Werke oder ihre Einbringung in die bald darauf gegr├╝ndete Vereinigte Stahlwerke AG lehnt Gustav Krupp von Bohlen und Halbach ab. In den folgenden Jahren gelingt es, das Unternehmen zu stabilisieren. Dabei konzentriert man sich auf die Straffung der Weiterverarbeitungsbetriebe und den Ausbau der Edelstahlerzeugung.
1925 Seither beteiligt sich die Firma Krupp mit Personal und Logistik an den geheimen Aufr├╝stungsbem├╝hungen der Weimarer Republik.
1925 Abbruch der Betriebsanlagen der bereits im Jahre 1925 stillgelegten Hermannsh├╝tte und Verkauf des gesamten Gel├Ąndes.
Ende 1925 Das auf Wolframkarbidbasis gesinterte Hartmetall WIDIA ist von der "Osram Studiengesellschaft f├╝r elektrische Beleuchtung" entwickelt worden, um Diamanten als Werkstoff f├╝r die Metallbearbeitung zu ersetzen. Weil die Osram GmbH nicht f├╝r die industrielle Nutzung im gro├čen Rahmen eingerichtet ist, verkauft sie Ende 1925 die Lizenz an Krupp.
1926 Ver├Âffentlichung "Der neue kollektorlose Einphasenmotor der Firma Krupp" (von Prof. Punga und von Sch├Ân), erschienen in der ETZ
1926 Krupp bringt das Werkzeugmetall WIDIA unter dem Namen WIDIA (wie Diamant) auf den Markt. Es leistet durch seine H├Ąrte und Verschlei├čfestigkeit einen entscheidenden Fortschritt in der Werkzeugtechnik ein. Der neue Produktbereich entwickelt sich sehr erfolgreich, WIDIA wird bald zur Bezeichnung f├╝r Hartmetall schlechthin.
16.01.1926 Die Mannheimer Stra├čenbahn schreibt an Krupp, teilt die beabsichtigte Beschaffung von 20 weiteren Triebwagen (259 - 278) mit und bittet in Erg├Ąnzung zu vorhergegangenen Angeboten um Zeichnungen. (Krupp will auch Wagen mit Albrecht-Krupp-Antrieb vertreiben.)
09.02.1926 Krupp, der die Wagen mit dem Albrecht-Krupp-Antrieb vertreiben will, teilt der Stra├čenbahn Mannheim mit, da├č zwar generelle Konstruktionsvorstellungen vorliegen, doch ein Preis wegen der elektrischen Zur├╝stung noch nicht gefunden werden k├Ânne. Au├čerdem sei es noch notwendig, neue H├╝llkurven einzumessen.
10.02.1926 Die "Neunkirchener Stra├čen- und Kleinbahn-AG" erf├Ąhrt von der Probefahrt der Mannheimer Stra├čenbahn mit dem Albrecht-Krupp-Antrieb in Dortmund und fragt am 10.01.1926 nach dem Ergebnis und bittet um Einzelheiten.
12.03.1926 Die Waggonfabrik Fuchs teilt mit, da├č die Pforzheimer Stra├čenbahn 8 zweiachsige Triebwagen mit Albrecht-Krupp-Antrieb in Auftrag gegeben hatte, die ab 24.03.1926 auf dem Netz der Heidelberger Stra├čenbahn zur Probefahrt bereitstehen sollen. - Der Termin der Probefahrt wird kurzfristig abgesetzt, da die von der Firma Krupp vorgefertigten Teile nicht unge├Ąndert eingebaut werden konnten. Wie die Erfahrungen mit den Pforzheimer Wagen sind, ist nicht in der Akte "Albrecht-Krupp-Triebwagen (StArch 187 1971, Nr. 642) enthalten.
19.04.1926 Die Mannheimer Stra├čenbahn scheibt an die Firma Krupp, in dem in Mannheim endg├╝ltig Abstand von einer eventuellen Beschaffung von Stra├čenbahntriebwagen mit Albrecht-Krupp-Antrieb genommen wird.
1927 Die Gewerkschaften Ver. Helene und Amalie in Essen werden durch Krupp erworben
1927 Krupp erwirbt die Aktienmehrheit an der Zeche Ver. Constantin der Gro├če in Bochum.
1927 Krupp erwirbt die Aktienmehrheit der Norddeutschen H├╝tte AG in Bremen
10.02.1927 Krupp beabsichtigt lt. einem Schreiben der "Westf├Ąlischen Stra├čenbahn" aus Gerthe bei Bochum vom 10. 2. 1927 an das Stra├čenbahnamt Mannheim, den "unrentablen Fabrikationszweig der Kardan-Stra├čenbahngetriebe abzubauen".
Ende Febr. 1927 Die Lokomotive T 18 1001 geht nach Probefahrten im vergangenen halben Jahr an die Lieferfirma zwecks Umbau zur├╝ck: Vor allem sollen die bei st├Ąrkeren Belastungen an den R├╝ckw├Ąrts-Turbinen durch W├Ąrmespannungen aufgetretenden Undichtigkeiten beseitigt werden. Ferner soll die Vorw├Ąrts-Turbine mit mehr (mindestens drei) D├╝sens├Ątzen ausger├╝stet werden, um bessere Regelungsm├Âglichkeit zu haben.
1928-1939 Bildung einer Arbeitsgemeinschaft mit der Maschinenbau und Bahnbedarf A.-G. vormals Orenstein & Koppel, Berlin
1928 Die Steinkohlenzeche Emscher-Lippe bei Datteln wird Alleinbesitz von Krupp
1928 Krupp erwirbt eine Mehrheitsbeteiligung an der Gr├╝ndung der Badischen Wolframerzgesellschaft mbH in S├Âllingen.
03.1928 Die Gesellschaft verst├Ąndigt sich mit der "Vereinigte Stahlwerke A.-G." ├╝ber mehrere, beide Unternehmen gemeinsam ber├╝hrende Fragen. Sie tritt der genannten Firma das Werksgel├Ąnde der ehemaligen Johannesh├╝tte am Niederrhein ab und erwirbt von den "Vereinigten Stahlwerken" 500 Kuxe der Gewerkschaft Emscher-Lippe, wodurch sie in den alleinigen Besitz dieser Zeche gelangt. Ferner ├╝bernimmt sie die im Besitz der "Vereinigten Stahlwerke" sowie zweier weiterer Firmen befindlichen Aktien der "Norddeutschen H├╝tte A.-G.", so da├č sie nunmehr ├╝ber die Aktienmehrheit dieses Werkes verf├╝gt.
01.01.1929 Der Betriebs├╝berlassungsvertrag mit der Gewerkschaft ver. Constantin der Gro├če wird mit Wirkung vom 1. Januar 1929 zu einer Interessengemeinschaft umgestaltet. Danach unterliegt das gesamte Verm├Âgen der Gewerkschaft der Verwaltung und Verf├╝gung der Fried. Krupp Aktiengesellschaft, w├Ąhrend der Reingewinn den Gewerken zuflie├čt. Die Fried. Krupp A.-G. garantiert bis zum 31. Dezember 1944 eine Ausbeute von j├Ąhrlich RM 160,00 pro 1/5000 Anteil. Auf Grund der Garantie vorgelegte Betr├Ąge sind der Fried. Krupp A.-G. von der Gewerkschaft aus Ertr├Ągnissen sp├Ąterer Jahre zu erstatten.
1929 Der Turmhelm des 1929 vollendeten Chrysler Geb├Ąudes in New York wird mit Krupp'schem Edelstahl verkleidet.
1929 Krupp erwirbt die Mehrheitsbeteiligung an der Harburger Eisen- und Bronzewerke AG
1929 Die Hochofenanlage des H├╝ttenwerks Essen-Borbeck wird in Betrieb genommen. Es z├Ąhlt zu den modernsten in Europa und wird zum Zentrum der Edelstahlerzeugung im Konzern, die besonders f├╝r den Bau von Chemieanlagen Bedeutung gewinnt.
1929 Die mit 15.000 Tonnen gr├Â├čte Schmiedepresse der Welt wird in Betrieb genommen. Sie erm├Âglicht das Schmieden von Hochdruckkesseln aus Rohbl├Âcken bis zu 300 Tonnen Gewicht. Beide Anlagen werden nach dem Zweiten Weltkrieg vollst├Ąndig demontiert. Das unzerst├Ârte H├╝ttenwerk wird in die Sowjetunion transportiert, die Schmiedepresse nach Jugoslawien.
1929 Entwicklung des Krupp-Rennverfahrens. Es erm├Âglicht zus├Ątzlich die Verh├╝ttung eisenarmer Erze.
05.1929 Inbetriebnahme des neuen Hochofenwerkes Borbeck.
31.08.1929 ├ťbernahme der Lokomotivquote von Hohenzollern
1930 Erwerb der Aktienmehrheit der "Deutsche Last-Automobil-Fabrik A.-G." in Ratingen, deren Betriebe sp├Ąter stillgelegt werden.
1930 Die Betriebe der im Vorjahr ├╝bernommenen "Hohenzollern" A.-G. f├╝r Lokomotivbau, D├╝sseldorf, werden stillgelegt.
1930 Bei der Herstellung von Walzen geht Krupp 1830 zur Endproduktion ├╝ber, da die fr├╝her gelieferten Walzenrohlinge bei unsachgem├Ą├čer Bearbeitung durch die Kunden h├Ąufig springen. F├╝r die Endprodukte wird Qualit├Ątsgarantie ├╝bernommen.
04.1930 Die Gesellschaft gibt den Wagenbau zugunsten der "Linke-Hofmann-Busch-Werke A.-G." auf und ├╝bernimmt gemeinsam mit der Firma "Henschel & Sohn" die Lokomotivquote von "Linke-Hofmann-Busch".
06.1930 Stillegung der M├╝lhofenerh├╝tte bei Engers am Mittelrhein. Die Anlagen der H├╝tte werden mit Grund und Boden sowie mit s├Ąmtlichen Wohnh├Ąusern und Gerechtsamen verkauft.
1932-1934 Der Fried. Krupp Stahlbau Rheinhausen errichtet in den Jahren 1932 bis 1934 die Stra├čen- und Eisenbahnbr├╝cke ├╝ber den "Kleinen Belt"
1933 Krupp erlebt aufgrund der in der Zeit des Nationalsozialismus entfesselten R├╝stungspolitik einen Aufschwung. Gustav Krupp arrangiert sich mit dem Nationalsozialismus.
1933-1934 Aufgabe der Herstellung von Registrierkassen und ├Ąhnlichen Maschinen. Die Fabrikation wird mit der "National-Registrier-Kassen G. m. b. H., Berlin" zusammengelegt. Von dem Kapital der G. m. b. H., die jetzt "National-Krupp Registrier Kassen G. m. b. H." firmiert, ├╝bernimmt Krupp 20 %. Die bisherigen Registrierkassen-Vertriebsgesellschaften werden aufgel├Âst.
1933-1945 Nach 1933 wird Krupp eng in die nationalsozialistische Wirtschaftspolitik eingebunden. So wird im Rahmen der Autarkiebestrebungen neben der Gewinnung von Treibstoffen und Mineral├Âlen aus heimischer Kohle auch die inl├Ąndische Erzbasis ausgebaut, wobei das Krupp-Rennverfahren zus├Ątzlich die Verh├╝ttung eisenarmer Erze erm├Âglicht. Im Rahmen des Vierjahresplanes greifen staatliche Beh├Ârden in die Produktionsplanung des Unternehmens ein: Der Bau von Lokomotiven, Lastkraftwagen und Schiffen wird stark vorangetrieben, auch die Waffenproduktion wird wieder aufgenommen. Der Anteil dieses Produktionszweiges liegt jedoch erheblich niedriger als im Ersten Weltkrieg.
1935-1936 K├╝ndigung zwecks R├╝ckzahlung der 6 % Dollaranleihe von 1924 und der 6 % Anleihe von 1927. F├╝r letztere Anleihe wird den bisherigen Inhabern eine neue 4,5%-Anleihe von 1936 angeboten.
1936-1937 Erwerb der Steinkohlenfeider bei Rossenray am linken Niederrhein aus dem Besitz der St├Ądte K├Âln und Frankfurt (Main) und der markscheidenden Rheinberg-Felder.
1936-1937 Errichtung einer Kraftstoffgewinnungsanlage unter der Firma "Krupp Treibstoffwerk G. m. b. H.", Essen
1936-1937 Im Siegerland und im Lahngebiet sowie in Mitteldeutschland werden mehrere Eisenerzgruben neu in Betrieb genommen.
1936-1937 Die mitteldeutschen Gruben werden zu der neuen Bergverwaltung Goslar zusammengeschlossen.
1936-1937 Die bisher von der Bergbau A.-G. Lothringen gepachteten Gruben "Braunesumpf" und "Hansa" sowie die Grube "Friederike" und die "Mathildenh├╝tte" werden gemeinsam mit der Hoesch A.-G. k├Ąuflich erworben. Andererseits werden die Beteiligungen an den Gruben "Finkenkuhle" und "Stederdorf" an die Reichswerke f├╝r Erzbergbau und Eisenh├╝tten "Hermann G├Âring", Berlin, abgegeben.
1937 Hitler ernennt Gustav Krupp von Bohlen und Halbach zum Wehrwirtschaftsf├╝hrer und verleiht ihm das Goldene Ehrenzeichen der NSDAP.
1937-1938 Erwerb der Aktienmehrheit der Berndorfer Metallwarenfabrik Arthur Krupp A.-G. in Berndorf bei Wien aus dem Besitz der Creditanstalt-Bankverein.
1937 Gr├╝ndung der Krupp Treibstoffwerk GmbH.
1938-1939 Erwerb der Zeche Mont-Cenis seitens der Gewerkschaft ver. Constantin der Gro├če, Bochum
1938-1939 Fortf├╝hrung des Ausbaues der Grube "Echte" bei Kreiensen
1938-1939 F├Ârderungsaufnahme auf Grube "Friederike"
1938-1939 Beginn des Abteufens eines Gefrierschachtes der Gewerkschaft Damme
1938 Betriebs├╝berlassungsvertrag f├╝r das Feinblechwalzwerk "Capito & Klein AG"
1938 Der Schwere Kreuzer "Prinz Eugen" l├Ąuft bei der Germaniawerft vom Stapel, wo im Verlaufe des Zweiten Weltkrieges auch ein gro├čer Teil der deutschen U-Boote gebaut wird.
24.01.1938 Geburt von Arndt von Bohlen und Halbach in Berlin-Charlottenburg
1939-1940 Zuk├Ąufe von Anteilen von den bisherigen Beteiligungsgesellschaften.
1939-1940 Erh├Âhung der Zahl der werkseigenen und -gef├Ârderten Wohnungen um 824 auf 34 174.
1939 Gr├╝ndung der "Deutsche Landmaschinen-Vertrieb G. m. b. H." mit der "Orenstein & Koppel A.-G." zwecks gemeinsamen Vertriebs ihrer Erzeugnisse, Erntebergungsmaschinen und Ackerschlepper.
1939 Bau der Dampflokomotiven 50 174 - 233 lt. Kaufvertrag 10.068/63.803; Preis: 176.000,00 RM je Lok
11.1939 Auflegung einer Anleihe von RM 40 Millionen zur Beschaffung von Mitteln, welche die Gesellschaft zur Erf├╝llung der ihr ├╝bertragenen Aufgaben ben├Âtigt.
1940-1941 Die Betriebsabteilung Stahl- und Br├╝ckenbau der Friedrich-Alfred-H├╝tte, Rheinhausen, wird aus organisatorischen Gr├╝nden zu einem Konzernwerk unter der Firmenbezeichnung "Krupp-Stahlbau Fried. Krupp Aktiengesellschaft" verselbst├Ąndigt.
1940 Bau der Dampflokomotiven 50 386 - 405 lt. Kaufvertrag 10.068/63.803
1940/41 Bau der Dampflokomotiven 50 891 - 986 lt. Kaufvertrag 10.068/63.449; Preis: 179.000,00 RM je Lok
15.07.1940 Der Techniker Manfred von Ardenne schlie├čt mit der Firma Krupp einen Vertrag zur Durchf├╝hrung "├ťbermikroskopischer Forschung" ab.
23.08.1940 Lieferung der Lokomotiven 49c 470 und 471 ("Dovregubben") nach Norwegen als letzte Serie der Reihe 49 (1'D2' h4v, D= 1530 mm, V= 90 km/h). - Bis 1940 werden insgesamt 7 Maschinen (Hersteller auch Thune und Hamar) gebaut; sieben bei Krupp im Bau befindliche werden durch Bombenangriffe zerst├Ârt. Sie werden 1958 ausgemustert, und die 470 bleibt als Exponat im Eisenbahnmuseum Hamar erhalten.
1941 Die Werkstatt f├╝r Stahlhochbau und Br├╝ckenbau wird als "Krupp Stahlbau Fried Krupp AG Rheinhausen" verselbstst├Ąndigt
1941 Erwerb der Aktienmehrheit an der Deutschen Schiff- und Maschinenbau AG Bremen "Deschimag". Diese Aktion ist im Rahmen der kriegswirtschaftlichen Erfordernisse zu sehen. Mit der "Deschimag" wird das Bauprogramm der Krupp Germaniawerft um Schiffe und U-Boote gr├Â├čerer Typen erweitert.
1941 Die Abteilung Stahlbau der Friedrich-Alfred-H├╝tte wird organisatorisch als Krupp Stahlbau Fried. Krupp AG Rheinhausen verselbstst├Ąndigt, urspr├╝nglich mit dem Ziel, den Betrieb auch r├Ąumlich aus dem beengten Areal des H├╝ttenwerks Rheinhausen hinaus zu verlegen, damit beide Betriebe dann weiter expandieren k├Ânnen. Die steigende Zahl von Einberufungen f├╝hrt zu einem gravierenden Mangel an Arbeitskr├Ąften. Das Problem sucht Krupp mit der Besch├Ąftigung ausl├Ąndischer Arbeitskr├Ąfte, insbesondere durch Fremdarbeiter und Kriegsgefangene, zu bew├Ąltigen.
1941 ├ťbernahme der Aktienmehrheit an der "Deutschen Schiff- und Maschinenbau Aktiengesellschaft" (Deschimag)
1941/42 Bau der Dampflokomotiven 50 1690 - 1749 lt. Kaufvertrag 10.068/63.490; Preis: 179.000,00 RM je Lok
1942 Alfried Krupp von Bohlen und Halbach ├╝bernimmt er die Leitung des Krupp-Konzerns von seinem Vater Gustav Krupp von Bohlen und Halbach und setzt den Aufstieg des Unternehmens zu einem der bedeutendsten deutschen Unternehmen des "Dritten Reichs" fort. Zeitweilig besch├Ąftigt Krupp 100.000 Zwangsarbeiter. Um n├Ąher an den Arbeitskr├Ąften zu sein, errichtet Alfried Krupp ebenfalls eine Fabrik in der N├Ąhe des KZ Auschwitz, das Berthawerk.
1942 Nach seinem zweiten Schlaganfall ├╝bertr├Ągt Gustav Krupp 1942 die Leitung des Unternehmens seinem Sohn Alfried.
1942 Das in nur in zwei Exemplaren gebaute 80 cm-Eisenbahngesch├╝tz "Dora" wird fertiggestellt. Es stellt das gr├Â├čte jemals gebaute Gesch├╝tz dar, ist aber zu seiner Bauzeit bereits durch die Mittel des Luftkriegs ├╝berholt.
1942 Bau der Dampflokomotiven 50 2426 - 2501 lt. Kaufvertrag 10.068/63.817; Preis: 179.000,00 RM je Lok
1943 Der Essener R├╝stungsbetrieb wird zerst├Ârt.
1943 Bertha Krupp bleibt alleinige Besitzerin bis 1943, als das Unternehmen auf ihren Sohn Alfried Krupp von Bohlen und Halbach ├╝betragen wird.
1943 Im Zuge der Leistungssteigerung des deutschen Bergbaues wird zwischen der Wintershall-Gruppe und der Fried. Krupp A.-G. ein freundschaftliches Abkommen ├╝ber technische und kaufm├Ąnnische Zusammenarbeit der ihnen nahestehenden Zechen geschlossen. Die F├╝hrung hierbei ├╝bernimmt die Fried. Krupp A.-G. Eine Ver├Ąnderung im Aktienbesitz tritt nicht ein.
1943 Steigenden Produktionsanforderungen stehen Arbeitskr├Ąftemangel und Zerst├Ârungen durch Luftangriffe gegen├╝ber. Diesen versucht man verst├Ąrkt seit 1943 durch Auslagerungen von Betrieben in weniger luftgef├Ąhrdete Gebiete zu entgehen.
1943 Bau der Dampflokomotiven 50 3045 - 3056 lt. Kaufvertrag 10.068/63.721
1943 Bau der Dampflokomotiven 50 3057 - 3069 lt. Kaufvertrag 03.220/63.722 (anstatt Krupp); Preis: 165.000,00 RM je Lok
09.1943 Die Richtmittel-Werkstatt, die Abteilungen Kleinbau 4, Z├╝nder-Werkstatt, Maschinenbau 1 und Maschinenbau 2 werden wegen der Kriegseinwirkungen in R├Ąumlichkeiten der "Meyer Kauffmann Textilwerke" in W├╝stegiersdorf verlagert. Produziert werden an diesem Standort zwischen September 1943 und M├Ąrz 1945 Zahnr├Ąder, Getriebe, elektrische Apparate, Holmgurte und Z├╝nder. Besch├Ąftigt sind dort im Februar 1944 insgesamt fast 400 Personen.
20.11.1943 Im Reichsgesetzblatt Teil I Nr. 99 vom 20. November 1943 wird ein Erla├č des F├╝hrers ├╝ber das Familienunternehmen der Firma Fried. Krupp mit folgendem Wortlaut ver├Âffentlicht: "Die Firma Fried. Krupp hat sich als Familienunternehmen in 132 Jahren ├╝berragende, in ihrer Art einzige Verdienste um die Wehrkraft des deutschen Volkes erworben. Es ist daher mein Wille, da├č sie als Familienunternehmen erhalten bleibt. Zu diesem Zwecke bestimme ich: I. Der Inhaber des Kruppschen Familienverm├Âgens wird erm├Ąchtigt, mit diesem Verm├Âgen ein Familienunternehmen mit besonders geregelter Nachfolge zu errichten. II. Die Errichtung des Familienunternehmens und seine Satzung sind gerichtlich oder notarisch zu beurkunden. Die Satzung bedarf meiner Genehmigung, die durch den Reichsminister und Chef der Reichskanzlei einzuholen ist. III. Der jeweilige Inhaber des Unternehmens f├╝hrt den Namen Krupp vor seinem Familiennamen. IV. Der Reichsminister der Finanzen wird erm├Ąchtigt, im Einvernehmen mit dem Reichsminister und Chef der Reichskanzlei die mit der Gr├╝ndung des Familienunternehmens zusammenh├Ąngenden Abgaben sowie die k├╝nftige Besteuerung des Unternehmens und die durch den Tod eines Inhabers oder den ├ťbergang der Inhaberschaft auf einen anderen Inhaber entstehende Erbschafts-(Schenkung-)steuer im Sinne dieses Erlasses zu regeln. V. Der Reichsminister der Justiz und der Reichswirtschaftsminister k├Ânnen - jeder f├╝r seinen Gesch├Ąftsbereich und, soweit erforderlich, gemeinsam - im Einvernehmen mit dem Reichsminister und Chef der Reichskanzlei die zur Durchf├╝hrung und Erg├Ąnzung erforderlichen Vorschriften im Verwaltungswege erlassen. F├╝hrer-Hauptquartier, den 12. November 1943. Der F├╝hrer gez.: Adolf Hitler - Der Reichsminister und Chef der Reichskanzlei gez.: Dr. Lammers." Alleininhaber: Alfried Krupp von Bohlen und Halbach
15.12.1943 Durch Beschlu├č der Hauptversammlung vom 15. Dezember 1943 wird gem├Ą├č dem Gesetz vom 5. Juli 1934 und seinen Durchf├╝hrungsverordnungen die Gesellschaft in der Weise umgewandelt, da├č ihr Verm├Âgen unter Ausschlu├č der Abwicklung auf die Hauptgesellschafterin ├╝bertragen wird. (Umwandlung in eine Einzelfirma, Alleininhaber: Alfried Krupp von Bohlen und Halbach)
15.12.1943 Die Hauptversammlung vom 15. Dezember 1943 beschlie├čt die Umwandlung der Gesellschaft in das Familienunternehmen (Einzelfirma) "Fried. Krupp", Essen. Alleiniger Inhaber ist Dipl.-Ing. Alfried Krupp von Bohlen und Halbach, Essen. Mit der Umwandlung sind Ver├Ąnderungen in der gesellschaftsrechtlichen Struktur der Tochtergesellschaften nicht verbunden.
15.12.1943 Durch Beschlu├č der Hauptversammlung vom 15. Dezember 1943 wird die Gesellschaft gem├Ą├č dem Gesetz vom 5. Juli 1934 und seinen Durchf├╝hrungsverordnungen in der Weise umgewandelt, da├č ihr Verm├Âgen unter Ausschlu├č der Abwicklung auf die Hauptgesellschafterin ├╝bertragen wird.
Ende 1943 Gustav Krupp von Bohlen und Halbach ist bis Ende des Jahres Vorsitzender des Aufsichtsrats.
29.12.1943 Die Firma der Aktiengesellschaft wird im Handelsregister gel├Âscht.
29.12.1943 Die Fried. Krupp AG wird wieder in eine Einzelfirma umgewandelt und auf den ├Ąltesten Sohn Alfried Krupp von Bohlen und Halbach als Alleininhaber ├╝bertragen. Er ├╝bernimmt die Firma zu einem Zeitpunkt, als R├╝stungsbeh├Ârden und halbstaatliche Lenkungsgremien in noch gr├Â├čerem Umfang in die Unternehmen eingreifen. Die Firma als A.-G. ist erloschen.
1944 Die "S├╝dwerke" genannte Ausweichanlage verlegt ihren Sitz nach Bamberg mit Betrieben in N├╝rnberg und Kulmbach.
1945 Nach dem Krieg wird Alfried Krupp von Bohlen und Halbach verhaftet, wird jedoch nicht mit anderen Gr├Â├čen des Nazi-Regimes im ersten N├╝rnberger Kriegsverbrechertribunal angeklagt, da man zun├Ąchst seinen noch lebenden, aber schwerkranken Vater f├╝r verantwortlich h├Ąlt. Diesem wird aus gesundheitlichen Gr├╝nden doch nicht der Proze├č gemacht und so wird der Sohn nach den inzwischen begonnen Kriegsverbrecherprozessen getrennt anklagt.
nach dem 2. Weltkrieg Der Krupp-Konzern kommt unter alliierte Kontrolle, wird teilweise demontiert oder enteignet
Ende 2. Weltkrieg Bei Kriegsende sind ca. 32% der Essener Werksanlagen zerst├Ârt und 29 % mittelschwer bis schwer besch├Ądigt. Durch Demontage verliert das Unternehmen u.a. das H├╝ttenwerk Essen-Borbeck und die Germaniawerft. Das Grusonwerk in Magdeburg wird enteignet. Die Bergwerks- und H├╝ttenbetriebe ("Montanbetriebe") werden im Rahmen eines Entflechtungsplanes abgetrennt. Dadurch wird dem Unternehmen die Rohstoff- und Stahlbasis entzogen. Die verbleibenden Verarbeitungsbetriebe werden verselbstst├Ąndigt. Das Verm├Âgen des Unternehmens wird der Milit├Ąrregierung unterstellt und seine Verwaltung einem britischen Kontrolloffizier ├╝bertragen.
1948 In einem sp├Ąter als der eigentliche Kriegsverbrecherproze├č stattfindenden Tribunal, das nur von den Amerikanern durchgef├╝hrt wird, wird Alfried Krupp mit zehn seiner leitenden Mitarbeiter wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Verst├Â├čen gegen das Kriegsrecht zu einer Gef├Ąngnisstrafe von 12 Jahren und Enteignung verurteilt. In der Urteilsbegr├╝ndung wird auf die Verbrechen gegen die Zwangsarbeiter, auf die Vorbereitung des Krieges sowie auf seine aktive Rolle bei der Auspl├╝nderung und Deindustrialisierung der von Deutschland besetzten L├Ąnder Bezug genommen. In der Anklageschrift wird ihm auch die Planung eines Angriffskrieges vorgeworfen.
16.01.1950 Tod von Gustav Krupp von Bohlen und Halbach in Bl├╝hnbach (├ľsterreich). Er verbrachte die letzten Jahre seines Lebens bettl├Ągerig im Schlo├č der Familie in Bl├╝hnbach in den ├Âsterreichischen Alpen, gepflegt von seiner Frau.
05.09.1950 Die erste Nachkriegs-Neubau-Dampflokomotive 82 001 der Deutschen Bundesbahn wird ausgeliefert.
1951 Bereits nach sechs Jahren Haft wird Alfried Krupp von Bohlen und Halbach und seine Mitarbeiter auf Betreiben der Bundesregierung und der US-Regierung von High Comissioner McCloy im Rahmen einer allgemeinen Begnadigungsaktion vorzeitig entlassen. In Freiheit ├╝bernimmt Alfried Krupp wieder die Leitung seines Konzerns und schwenkt (eine Bedingung f├╝r seine Freilassung) auf zivile Produktion um.
1951 Ausgliederung der Montanunternehmen
1953 Alfried Krupp von Bohlen und Halbach ├╝bernimmt wieder die Leitung des Krupp-Konzerns. Im Rahmen der alliierten Entflechtungsma├čnahmen wird im "Mehlemer Abkommen" der Verkauf der vom Konzern abgetrennten Montanbetriebe festgelegt. Das H├╝ttenwerk Rheinhausen sowie der in Essen, im linksrheinischen und im Harz-Lahn-Gebiet liegende Krupp-Bergwerksbesitz werden auf die Obergesellschaft H├╝tten- und Bergwerke Rheinhausen AG ├╝bertragen, die im Bochumer Raum gelegenen Bergbau-Verm├Âgenswerte auf die neu gegr├╝ndeten Einheitsgesellschaften Steinkohlenbergwerk Hannover-Hannibal AG (1954) und Bergbau AG Constantin der Gro├če (1953). Die Montanbetriebe werden unter Verkaufsauflage gestellt.
1953 In der Eigenschaft als Generaldirektor der Versicherungsgesellschaft Iduna-Germania trifft Berthold Beitz Alfried Krupp von Bohlen und Halbach, der ihn als seinen pers├Ânlichen Generalbevollm├Ąchtigten in den Krupp-Konzern holt.
1953 Alfried Krupp holt Berthold Beitz als Generalbevollm├Ąchtigten in den Konzern.
1954 In Rahmen der alliierten Verkaufsauflage wird die Gewerkschaft Emscher-Lippe bei Datteln ver├Ąu├čert.
1955-1956 Berufspraktikum von Manfred v. Kampen in der Krupp'schen Lokomotivfabrik Essen
1956 Die Aktienmehrheit der Bergbau AG Constantin der Gro├če wird an den Bochumer Verein f├╝r Gu├čstahlfabrikation AG verkauft.
28.03.1957 Ablieferung der 2'C1'h3-Schnellzuglokomotive Baureihe 10 (├ľlfeuerung) durch Krupp. Damit schlie├čt die Entwicklung von Dampflokomotiv-Neubauten bei der Deutschen Bundesbahn ab.
21.09.1957 Tod von Bertha Krupp von Bohlen und Halbach in Essen
1960 Die verbliebenen Bergwerks- und H├╝ttenbetriebe werden in der "H├╝tten- und Bergwerke Rheinhausen AG" organisatorisch zusammengeschlossen.
1960 ├ťbernahme der "Dolberg, Glaser & Pflaum" und Umwandlung in "Krupp-Dolberg"
1961 Die "Scholven Chemie AG" ├╝bernimmt die Anteile der "Krupp Kohlechemie GmbH", Wanne-Eickel, und ├Ąndert deren Namen in "Hibernia Chemie GmbH". Diese Gesellschaft pachtet die chemischen Betriebe der Hibernia, so da├č der gesamte Chemiebereich des Hibernia-Konzerns bei der "Scholven Chemie" zusammengefa├čt ist.
1963 Die Germaniawerft wird liquidiert.
1964 ├ťbernahme der Aktienmehrheit der Atlas-Werke AG in Bremen und damit zugleich der Beteiligungsgesellschaft MaK Maschinenbau Kiel GmbH.
Nov. 1964 ├ťbernahme von rund 80 Prozent des Aktienkapitals von 20 Millionen Mark der Atlas-Werke. Das Kapital war bisher im Besitz der Bank f├╝r Gemeinwirtschaft AG, der Bremer Landesbank und der Landesbank Schleswig-Holstein.
1965 Gr├╝ndung der Fried. Krupp H├╝ttenwerke AG und Ausbau der Stahlbasis.
1965 Es entsteht durch Fusion mit der "Bochumer Verein f├╝r Gu├čstahlfabrikation AG"das neue Konzernunternehmen "Fried. Krupp H├╝ttenwerke AG". Mit dieser Fusion beginnt das Unternehmen, sich wieder eine breite Stahlbasis zu verschaffen.
10.08.1965 Das zum Krupp-Konzern geh├Ârende H├╝ttenwerk Rheinhausen nimmt eine der modernsten Stahlwalzstra├čen in Europa nach zweij├Ąhriger Bauzeit in Betrieb. Die Walze hat eine Monatskapazit├Ąt von 45.000 t Stab- und Formstahl und besitzt ein Walzprogramm mit 500 Profilen.
1966 Durch seinen Erbverzicht wird Anrdt von Bohlen und Halbach selbst nie Inhaber der Firma Fried. Krupp. Dieser Verzicht wird durch eine j├Ąhrliche Apanage (ca. DM 2 Mio) honoriert.
1967 Der Konzern ger├Ąt in finanzielle Schwierigkeiten; Bundesb├╝rgschaft in H├Âhe von 300.000 Mio DM
01.04.1967 Auf der 50. Jubilarfeier der Firma Fried. Krupp gibt Alfried Krupp von Bohlen und Halbach in der Villa H├╝gel die Stiftungsabsicht bekannt. Nach dem Tod des Inhabers Alfried Krupp von Bohlen und Halbach 1967 wird, erm├Âglicht durch den Erbverzicht des Sohnes Arndt von Bohlen und Halbach, sein Verm├Âgen in die von ihm gegr├╝ndete Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung eingebracht. Zweck dieser Stiftung ist es, die Einheit des Unternehmens zu wahren und philanthropischen Zwecken zu dienen. Die Stiftung wird alleinige Gesellschafterin. Berthold Beitz wird Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung. Die alliierte Verkaufsauflage ("Mehlemer Abkommen" 1953) f├╝r die Montanbetriebe wird aufgehoben.
30.07.1967 Tod von Alfried Krupp von Bohlen und Halbach in Essen. Mit dem Tod von Alfried Krupp von Bohlen und Halbach geht sein gesamtes Verm├Âgen auf die Stiftung ├╝ber. Dies wird m├Âglich durch den Verzicht seines Sohns Arnd von Bohlen und Halbach auf das Erbe.
01.08.1967 Nach dem Tod von Alfried Krupp: Errichtung einer Stiftung; Umwandlung der Einzelfirma in eine GmbHrtha Krupp; in Essen
1968 Mit der ├ťberf├╝hrung des Kruppschen Privatverm├Âgens in eine Stiftung und nach dem kurz darauf folgenden Tod von Alfried Krupp wird Beitz 1968 Sachwalter des Kruppschen Verm├Âgens, als Vorsitzender des Kuratoriums der gemeinn├╝tzigen Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung noch weit dar├╝ber hinaus.
1968 Umwandlung der Einzelfirma in die Fried. Krupp GmbH.
1968 Hermann Abs wird Aufsichtsratsvorsitzender der "Friedrich Krupp GmbH"
30.06.1968 Die Krupp-Laster-Produktion wird stillgelegt.
1970 Seither ist Beitz Aufsichtsratsvorsitzender im Krupp-Konzern.
1970 Ausweitung durch horizontale Diversifizierung.
1970 Die Fried. Krupp GmbH erwirbt zwei Beteiligungen von zusammen 82 % an der "Polysius AG" in Neubeckum, einer f├╝hrenden Ingenieurfirma im Bau von Zementanlagen.
1970 Hermann Abs ist bis 1970 Aufsichtsratsvorsitzender der "Friedrich Krupp GmbH"
1971 Fried. Krupp GmbH erwirbt die Kapitalmehrheit am Anlagenbauer "Polysius GmbH" in Beckum
1972 Zur Olympiade 1972 errichtet das Unternehmen Krupp Industrie- und Stahlbau auf dem Olympiagel├Ąnde in M├╝nchen das gr├Â├čte Dach der Welt mit einer Fl├Ąche von Zur74.800 qm
1974 Die Fried. Krupp H├╝ttenwerke AG erwirbt eine erste Beteiligung von 26 % an der Stahlwerke S├╝dwestfalen AG,
1974-1975 Es werden s├Ąmtliche Gesch├Ąftsanteile der Heinrich Koppers GmbH in Essen erworben, eines f├╝hrenden Unternehmens der Kokerei- und Kohlevergasungstechnik.
1974 ├ťbernahme einer Mehrheitsbeteiligung von 75% an der Maschinenfabrik Buckau R. Wolf AG in Grevenbroich
1974 Es wird ein Vertrag mit dem Staat Iran ├╝ber eine langfristige Zusammenarbeit geschlossen. 25,04 % des Aktienkapitals der Fried. Krupp H├╝ttenwerke AG werden auf die National Iranian Steel Industries Co. ├╝bertragen.
1976 Der Iran beteiligt sich mit 25,01 % am Stammkapital der Fried. Krupp GmbH. Die Beteiligung erfolgt ├╝ber eine stufenweise Erh├Âhung des Stammkapitals von 500 auf 700 Millionen DM. Der iranische Minister f├╝r Wirtschaft und Finanzen, Hushang Ansari, und der Aufsichtsratsvorsitzende der Fried. Krupp GmbH, Berthold Beitz, bereiten das Vertragswerk ├╝ber die langfristige Zusammenarbeit zwischen Krupp und der iranischen Regierung vor.
1977 Erh├Âhung der Beteiligung an der Stahlwerke S├╝dwestfalen AG bis 1977 auf 97,1 %
1977 Die Kautex Maschinenbau GmbH in Bonn wird ├╝bernommen
1978 Die Fried. Krupp H├╝ttenwerke AG erwirbt eine Beteiligung von 58,2% an der Gerlach-Werke GmbH, einer der modernsten Gesenkschmieden Europas.
1980 Umfirmierung der "Krupp H├╝ttenwerke AG" in die "Krupp Stahl AG"
1980 Die Gildemeister Corpoplast Maschinen GmbH in Hamburg wird ├╝bernommen.
1980 ├ťbernahme der Feuerl├Âschger├Ąte-Firma "Total" in Ladenburg
10.06.1981 Der Aufsichtsrat der Krupp Stahl AG beschlie├čt ein Strukturkonzept, wonach in Bochum, Rheinhausen und Hagen bis 1982 etwa 4000 Arbeitspl├Ątze abgebaut werden sollen.
1982 Beginn der Stillegung des H├╝ttenwerks Rheinhausen
1984 Die "Krupp Stahl AG" wird mit der "Stahlwerke S├╝dwestfalen" verschmolzen.
1985 Die Krupp Koppers GmbH ├╝bergibt die gr├Â├čte und modernste Koksofenbatterie der Welt an die Mannesmann R├Âhren-Werke AG.
1985 Die Fried. Krupp GmbH erwirbt eine Mehrheitsbeteiligung an dem Unternehmen Werner & Pfleiderer in Stuttgart, Hersteller von Spezialmaschinen der Chemie- und Kunststoffindustrie sowie der Backtechnik.
1990 Beitz wird Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrates
1992 Integration der Polysius AG in die Krupp-Anlagenbau-Sparte - eine Konzernstruktur der Fried. Krupp AG Hoesch-Krupp
anch dem 2. WK Die im Krupp-Konzern vorhandenen Lokfabriken wurden als "Krupp Verkehrstechnik GmbH" zusammengefasst
1993 Das H├╝ttenwerk Rheinhausen ist vollst├Ąndig stillgelegt
anch dem 2. WK Die im Krupp-Konzern vorhandenen Lokomotivfabriken werden zur "Siemens Schienenfahrzeugtechnik (SFT)"
05.1995-12.1996 Die unter Denkmalschutz stehende, 1900 errichtete imposante Backsteinhalle, die ehemalige Gescho├čdreherei oder "VIII. mechanische Werkst├Ątte" (sp├Ąter: Kanis-Werksgel├Ąnde), wird denkmalgerecht umgebaut. Auf dem bisherigen AEG-Kanis-Gel├Ąnde in Essen-"Weststadt" entsteht ein Wohn- und Gewerbegebiet.
03.1997 Nachdem Bem├╝hungen um Kooperation zwischen Thyssen und Krupp im Flachstahlbereich bis dahin zu keinem Erfolg f├╝hrten, wird die Absicht der Fried. Krupp AG Hoesch-Krupp bekannt, den Thyssen-Konzern mehrheitlich zu erwerben. Nach Aufgabe des ├ťbernahmevorhabens beraten beide Unternehmen intensiv ├╝ber das industrielle Konzept einer gemeinsamen Flachstahlgesellschaft, in die die Thyssen Stahl AG und die Krupp Hoesch Stahl AG ihre Flachstahlaktivit├Ąten einbringen.
08.1997 Thyssen und Krupp nehmen Gespr├Ąche ├╝ber weitere Kooperationen auf, nachdem die Gr├╝ndung eines gemeinsamen Unternehmens im Qualit├Ątsstahl-Flach-Bereich abgeschlossen ist.
01.09.1997 Zusammenf├╝hrung der Qualit├Ątsstahl Flach-Bereiche von Krupp und Thyssen zur Thyssen Krupp Stahl AG. Die Thyssen Krupp Stahl AG nimmt am 1. September 1997 ihren Gesch├Ąftsbetrieb auf; sie geh├Ârt zu den weltweit gr├Â├čten Flachstahlherstellern. Im Zuge der Stahlfusion verabreden beide Unternehmen die Pr├╝fung weiterer Felder der Zusammenarbeit
01.10.1998 Die Thyssen Krupp AG nimmt mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Oktober 1998 ihre Arbeit auf. Im neuen Unternehmen werden die Konzernaktivit├Ąten zun├Ąchst in insgesamt 23 Gesch├Ąftsbereichen geb├╝ndelt, die die f├╝nf Unternehmensbereiche Steel, Automotive, Industries, Engineering sowie Materials & Services bilden.
17.03.1999 Eintragung der ThyssenKrupp AG in das Handelsregister.




Produkte

Produkt ab Bem. bis Bem. Kommentar
[Eisenbahn-]Kupplungen in Stahlformgu├č 1911 Erste Erw├Ąhnung 1911 Letzte Erw├Ąhnung System Janney u.a.
Achsschenkel-Dreh- und Pr├Ągepolierapparate 1939 Erste Erw├Ąhnung 1940 Letzte Erw├Ąhnung  
Ammoniakwasser 1922 [Bergwerke u. Salinen (1925) 88] 1922 [Bergwerke u. Salinen (1925) 88]  
Aromate 1913 [Bergwerke u. Salinen (1925) 88] 1925 [Bergwerke u. Salinen (1925) 88]  
Bandstahl 1939 Erste Erw├Ąhnung 1940 Letzte Erw├Ąhnung  
Bessemerstahl 1862 Erste Erw├Ąhnung 1864 Letzte Erw├Ąhnung Ostern 1864: Beginn
Bleche und Blechteile 1939 Erste Erw├Ąhnung 1940 Letzte Erw├Ąhnung  
Bohrmei├čel f├╝r Tiefbohrungen 1939 Erste Erw├Ąhnung 1940 Letzte Erw├Ąhnung  
Cumaronharze 1913 [Bergwerke u. Salinen (1925) 88] 1925 [Bergwerke u. Salinen (1925) 88]  
Dampfh├Ąmmer 1850 Beginn Anfang der 1850er Jahre     schwere Dampfh├Ąmmer
Dampfkessel 1905 [Mengebier (1905)] 1905 [Mengebier (1905)]  
Dampflokomotiven 1919 Beginn 1992 bekannt Insgesamt wurden von Krupp 5300 Lokomotiven aller Gattungen gebaut. H├Âchste Fabr.-Nr.: 5737 abz├╝glich Kessel, Umbauten usw.
Dampfmschinen 1852 Walzwerk mit eigener Dampfmaschine     [Akten Oberbergamt Dortmund Nr. 1192; Staatsarchiv M├╝nster] enh├Ąlt auch Hinweise auf Dampfmaschinenbau f├╝r eigene Zwecke
Dickteer 1922 [Bergwerke u. Salinen (1925) 88] 1925 [Bergwerke u. Salinen (1925) 88]  
Diesellokomotiven 1929 bekannt (f├╝r Boston & Maine Rr) 1992 bekannt  
Drehscheiben und Schiebeb├╝hnen 1911 Erste Erw├Ąhnung 1940 Letzte Erw├Ąhnung  
elektrische Gleisbaumaschinen 1939 Erste Erw├Ąhnung 1940 Letzte Erw├Ąhnung  
elektrische Lokomotiven 1935 bekannt (E 344) 1992 bekannt  
Edelst├Ąhle 1939 Erste Erw├Ąhnung 1940 Letzte Erw├Ąhnung  
Eimerkettenbagger 1939 Erste Erw├Ąhnung 1940 Letzte Erw├Ąhnung  
Eisenbahnbr├╝cken 1911 Erste Erw├Ąhnung 1911 Letzte Erw├Ąhnung  
Erntemaschinen f├╝r Getreide, Gras, Heu 1939 [Maschinenindustrie (1939/40) 349] 1940 Katalog Abt. Landmaschinenfabrik (eBay) 1940: Grasm├Ąher, Bindem├Ąher, Lagerfrucht-M├Ąheinrichtung, Zapfwellenbinder, Garbentrenner, Wenderechen, Heuwender, Pferderechen
Federn aller Art 1847 Erste Erw├Ąhnung 1940 Letzte Erw├Ąhnung 1847: erste Gu├čstahl-Eisenbahnfedern
Feilen 1813 Erste Erw├Ąhnung 1813 Letzte Erw├Ąhnung 1813: Beginn
Feuerwehrfahrzeuge 1939 Erste Erw├Ąhnung 1940 Letzte Erw├Ąhnung  
Flu├čstahl-Schienen 1862 Erste Erw├Ąhnung 1911 Letzte Erw├Ąhnung Okt. 1862 / 1864: Beginn
geschmiedete Gewehrl├Ąufe 1843 Erste Erw├Ąhnung 1843 Letzte Erw├Ąhnung 1843: Beginn
Gesch├╝tzrohre aus Gu├čstahl 1844 Erste Erw├Ąhnung 1844 Letzte Erw├Ąhnung 1844: Beginn
Gleisanlagen f├╝r Klein-, Feld- und Industriebahnen 1911 Erste Erw├Ąhnung 1940 Letzte Erw├Ąhnung  
Gu├čsstahlstempel f├╝r M├╝nzen ... 1816 Erste Erw├Ąhnung 1839 Letzte Erw├Ąhnung 1816: Beginn; 1839: letztmals erw├Ąhnt
Gu├čstahl 1812 Erste Erw├Ąhnung 1940 Letzte Erw├Ąhnung 1812: erster Gu├č
Gu├čstahl in Stangen 1820 Erste Erw├Ąhnung 1820 Letzte Erw├Ąhnung  
Gu├čstahldraht 1820 Erste Erw├Ąhnung 1820 Letzte Erw├Ąhnung  
Heizgas 1922 [Bergwerke u. Salinen (1925) 88] 1925 [Bergwerke u. Salinen (1925) 88]  
Koks 1913 [Bergwerke u. Salinen (1925) 88] 1925 [Bergwerke u. Salinen (1925) 88]  
Kraftgas 1913 [Bergwerke u. Salinen (1925) 88] 1925 [Bergwerke u. Salinen (1925) 88]  
Kurbelachsen nach dem Patent Fremont 1911 Erste Erw├Ąhnung 1911 Letzte Erw├Ąhnung  
Laschen, Unterlagsplatten ... 1911 Erste Erw├Ąhnung 1911 Letzte Erw├Ąhnung  
Leuchtgas 1913 [Bergwerke u. Salinen (1925) 88] 1925 [Bergwerke u. Salinen (1925) 88]  
Lohgerberwerkzeuge 1820 Erste Erw├Ąhnung 1820 Letzte Erw├Ąhnung  
Lokomotiven jeder Bauart 1939 Erste Erw├Ąhnung 1940 Letzte Erw├Ąhnung  
Lokomotivteile f├╝r das Triebwerk 1911 Erste Erw├Ąhnung 1911 Letzte Erw├Ąhnung  
Muttern 1939 Erste Erw├Ąhnung 1940 Letzte Erw├Ąhnung  
nahtlose Eisenbahn-Radreifen 1854 Erste Erw├Ąhnung 1911 Letzte Erw├Ąhnung 1853 oder 1854: Beginn
Omnibusse 1939 Erste Erw├Ąhnung 1940 Letzte Erw├Ąhnung  
├ľldruckgetriebe 1939 Erste Erw├Ąhnung 1940 Letzte Erw├Ąhnung  
Panzerplatten 1891 Erste Erw├Ąhnung 1891 Letzte Erw├Ąhnung 1891: Walzwerk (erfolglose Versuche schon 1864)
Pre├čluftwerkzeuge 1939 Erste Erw├Ąhnung 1940 Letzte Erw├Ąhnung  
Puddelstahl 1855 Erste Erw├Ąhnung 1910 Letzte Erw├Ąhnung 1855: Beginn; 1910: Ende
Rads├Ątze und deren Einzelteile 1848 Erste Erw├Ąhnung 1940 Letzte Erw├Ąhnung 1848: erste Gu├čstahl-Achsen
Ringspinnmaschinen   um 1920      
schmalspurige Wagen 1939 Erste Erw├Ąhnung 1940 Letzte Erw├Ąhnung  
schmiedeeiserne Eisenbahnr├Ąder 1856 Erste Erw├Ąhnung 1856 Letzte Erw├Ąhnung 1856: Beginn
schwefelsaures Ammoniak 1913 [Bergwerke u. Salinen (1925) 88] 1925 [Bergwerke u. Salinen (1925) 88]  
Sattelschlepper 1939 Erste Erw├Ąhnung 1940 Letzte Erw├Ąhnung  
Schnellastwagen 1939 Erste Erw├Ąhnung 1940 Letzte Erw├Ąhnung  
Schrauben 1939 Erste Erw├Ąhnung 1940 Letzte Erw├Ąhnung  
Schwei├čdraht 1939 Erste Erw├Ąhnung 1940 Letzte Erw├Ąhnung  
Sektionalkammern f├╝r Dampfkessel 1939 Erste Erw├Ąhnung 1940 Letzte Erw├Ąhnung  
Separatoren f├╝r alle Industrien 1939 Erste Erw├Ąhnung 1940 Letzte Erw├Ąhnung  
Siemens-Martin-Stahl 1871 Erste Erw├Ąhnung 1871 Letzte Erw├Ąhnung 1871: Beginn
Sonderst├Ąhle 1939 Erste Erw├Ąhnung 1940 Letzte Erw├Ąhnung  
Stahlformgu├č-Walzen 1832 Erste Erw├Ąhnung 1832 Letzte Erw├Ąhnung 1832: Beginn
Stahlgranaten 1868 Erste Erw├Ąhnung 1868 Letzte Erw├Ąhnung 1868: Schie├čversuche
Stahlwalzen 1828 Erste Erw├Ąhnung 1828 Letzte Erw├Ąhnung 1828: Beginn; 1839
Steinkohle 1913 [Bergwerke u. Salinen (1925) 88] 1925 [Bergwerke u. Salinen (1925) 88]  
Teer 1913 [Bergwerke u. Salinen (1925) 88] 1925 [Bergwerke u. Salinen (1925) 88]  
Weichen und Kreuzungen 1911 Erste Erw├Ąhnung 1940 Letzte Erw├Ąhnung  
Zahnradgetriebe 1939 Erste Erw├Ąhnung 1940 Letzte Erw├Ąhnung  
Zahnr├Ąder 1939 Erste Erw├Ąhnung 1940 Letzte Erw├Ąhnung  
Zement 1912 Erste Erw├Ąhnung 1912 Letzte Erw├Ąhnung 1912: Beginn
Ziegelsteine 1913 [Bergwerke u. Salinen (1925) 88] 1925 [Bergwerke u. Salinen (1925) 88]  




Betriebene Dampfmaschinen

Bezeichnung Bauzeit Hersteller
Dampfmaschine 1853 Fried. Krupp Aktiengesellschaft
Walzwerksdampfmaschine 1864 unbekannt
Dampfgebl├Ąsemaschine 1835 H├╝ttengewerkschaft und Handlung Jacobi, Haniel und Huyssen
Dampfmaschine 03.1896 Maschinen- und Kessel-Fabrik, Eisen- und Gelbgie├čerei von G. Kuhn
Dampfpumpmaschine 1806-09 Franz Dinnendahl, Kunstwerkst├Ątte
Dampfpumpe   Klein, Schanzlin & Becker A.-G.
Dampfmaschine 1896 Maschinenfabrik Augsburg AG
Dampfmaschine 1896 Maschinenfabrik Augsburg AG
Dampfmaschine 30.12.1904 Vereinigte Maschinenfabrik Augsburg und Maschinenbaugesellschaft N├╝rnberg, Werk N├╝rnberg
Dampfmaschine 1904 Vereinigte Maschinenfabrik Augsburg und Maschinenbaugesellschaft N├╝rnberg, Werk N├╝rnberg
Dampfmaschine 1905 Vereinigte Maschinenfabrik Augsburg und Maschinenbaugesellschaft N├╝rnberg, Werk N├╝rnberg
Dampfpumpe   Klein, Schanzlin & Becker A.-G.
Dampfmaschine 1897 G├Ârlitzer Maschinenbauanstalt und Eisengie├čerei AG
Dampfmaschine 1897 G├Ârlitzer Maschinenbauanstalt und Eisengie├čerei AG
Dampfmaschine 1899 G├Ârlitzer Maschinenbauanstalt und Eisengie├čerei AG
Dampfmaschine 1835 H├╝ttengewerkschaft und Handlung Jacobi, Haniel und Huyssen
Walzenzugdampfmaschine um 1876 Soci├ęt├ę anonyme des Anciens Ateliers de Construction Van den Kerchove
Dampfhammer 1861 Fried. Krupp Aktiengesellschaft




Maschinelle Ausstattung

Zeit Objekt Anz. Betriebsteil Hersteller Kennwert Wert [...] Beschreibung Verwendung
1867 Arbeitsmaschinen 508   unbekannt          
1867 Dampfh├Ąmmer 34   unbekannt          
1867 Dampfmaschinen 136   unbekannt Leistung ges. 3160 PS    
1867 ├ľfen 350   unbekannt       Schnelz-, Gl├╝h- und Zement├Âfen  
1867 Schmiedeessen 110   unbekannt          




Betriebsanlagen

Zeit Betr.-Teil Fl├Ąche bebaut Gleis Whs Betr. in Kommentar
1821 Werk Essen 26100 800        
1825 Werk Essen 26100 800        
1830 Werk Essen 29100 800        
1835 Werk Essen 29100 800        
1840 Werk Essen 28700 2400        
1845 Werk Essen 45300 3200        
1850 Werk Essen 45300 400        
1855 Werk Essen 10800 30500       gewachsen von 0,4 ha seit 1850/51
1861 Werk Essen 16380 53400        
1865 Werk Essen 375000 133500        
1870 Werk Essen 1762500 172900        
1873 Werk Essen 3061600 350600        
1875 Werk Essen 3061600 350600        
1880 Werk Essen 3061600 380300        
1885 Werk Essen 3095000 380300        
1890 Werk Essen 3548100 472900        
1893 Werk Essen   511000        
1900 Werk Essen 3894400 682300        
1906 Werk Essen   776100        
1909 Werk Essen 4554900 828300        




Personal

Zeit gesamt Arbeiter Angest. Lehrl. Kommentar
1826 7        
1834 50        
1835 67        
1836 80        
1837         Umsatz: 32.000 Tlr.
  131        
1846 142       Umsatz: 80.000 Tlr.
1848 70        
11.1848 72        
11.1851 200        
11.1855 860        
1857 1000        
1861 2000       ├╝berschreitet 2000
1865 8000        
1867   6600      
1873 12000       in allen Krupp'schen Werken zusammen: 17.000
1887 21000       Arbeiter und Beamte
1893 17000       in allen Krupp'schen Werken zusammen: 25.000
1897 20000       in allen Krupp'schen Werken zusammen: 32.000
1900 28000       Auch 27.000 genannt (f├╝r Essen). In allen Krupp'schen Betrieben zusammen: 46.000
1902         43.000 Arbeiter und Beamte
1905 30000       In allen Krupp'schen Betrieben zusammen: 52.000
1906 35000       In allen Krupp'schen Betrieben zusammen: 64.000
1913 10214 9786 428   alle Zechen, davon 9330 Vollarbeiter bzw. 348 technische und 80 kaufm├Ąnnische Beamte
1918         Belegschaft: 147.000
1922 12239 11568 671   alle Zechen; davon 10800 Vollarbeiter bzw. 402 technische und 269 kaufm├Ąnnische Beamte
1923 11685 11097 588   alle Zechen, davon 10080 Vollarbeiter bzw. 383 technische und 205 kaufm├Ąnnische Beamte
1924 9836 9267 569   alle Zechen, davon 8056 Vollarbeiter bzw. 371 technische und 198 kaufm├Ąnnische Beamte
1925 10708 10203 505   alle Zechen, davon 9149 Vollarbeiter bzw. 345 technische und 160 kaufm├Ąnnische Beamte
1939         Belegschaft: 190.000
1944         Belegschaft: 277.000
1968         Belegschaft: 87.080




Produktionszahlen

von bis Produkt im Jahr am Tag Einheit
1913 1913 Steinkohle 2819228   t
1913 1913 Koks 821270   t
1913 1913 schwefelsaures Ammoniak 11424   t
1913 1913 Stickstoffinhalt 2357   t
1913 1913 Teer 28543   t
1913 1913 Rohnaphthalin 429   t
1913 1913 Rohbenzol 99   t
1913 1913 Rohtoluol 15   t
1913 1913 Rohl├Âsungsbenzol I 121   t
1913 1913 gereinigtes Benzol 4682   t
1913 1913 Reinbenzol 1   t
1913 1913 gereinigtes Toluol 303   t
1913 1913 Gereinigtes L├Âsungsbenzol I 443   t
1913 1913 gereinigtes L├Âsungsbenzol II 66   t
1913 1913 Cumaronharze 56   t
1913 1913 Leuchtgas 18558000   cbm
1913 1913 Kraftgas 10355000   cbm
1913 1913 Elektrische Arbeit 12172   MWh
1913 1913 Ziegelsteine 6152000   St├╝ck
1919 1977 Lokomotiven 5600   St├╝ck
1922 1922 Steinkohle 2045330   t
1922 1922 Koks 672946   t
1922 1922 Ammoniakwasser 1656   t
1922 1922 schwefelsaures Ammoniak 7230   t
1922 1922 Stickstoffinhalt 1769   t
1922 1922 Dickteer 54   t
1922 1922 Teer 21421   t
1922 1922 Rohnaphthalin 71   t
1922 1922 Rohbenzol 57   t
1922 1922 gereinigtes Benzol 2979   t
1922 1922 gereinigtes Toluol 407   t
1922 1922 Gereinigtes L├Âsungsbenzol I 465   t
1922 1922 gereinigtes L├Âsungsbenzol II 257   t
1922 1922 Cumaronharze 394   t
1922 1922 Leuchtgas 41507000   cbm
1922 1922 Kraftgas 979000   cbm
1922 1922 Heizgas 6292000   cbm
1922 1922 Elektrische Arbeit 23517   MWh
1922 1922 Ziegelsteine 3373000   St├╝ck
1923 1923 Steinkohle 956024   t
1923 1923 Koks 271642   t
1923 1923 schwefelsaures Ammoniak 3384   t
1923 1923 Stickstoffinhalt 700   t
1923 1923 Dickteer 11   t
1923 1923 Teer 7909   t
1923 1923 Rohnaphthalin 47   t
1923 1923 Rohbenzol 145   t
1923 1923 gereinigtes Benzol 1452   t
1923 1923 gereinigtes Toluol 169   t
1923 1923 Gereinigtes L├Âsungsbenzol I 188   t
1923 1923 gereinigtes L├Âsungsbenzol II 119   t
1923 1923 Cumaronharze 114   t
1923 1923 Leuchtgas 25375000   cbm
1923 1923 Kraftgas 47000   cbm
1923 1923 Heizgas 3015000   cbm
1923 1923 Elektrische Arbeit 17845   MWh
1923 1923 Ziegelsteine 1857000   St├╝ck
1924 1924 Steinkohle 2060786   t
1924 1924 Koks 513501   t
1924 1924 schwefelsaures Ammoniak 7044   t
1924 1924 Stickstoffinhalt 1459   t
1924 1924 Dickteer 76   t
1924 1924 Teer 17090   t
1924 1924 Rohnaphthalin 130   t
1924 1924 Schwerbenzol 200   t
1924 1924 gereinigtes Benzol 2690   t
1924 1924 gereinigtes Toluol 567   t
1924 1924 Gereinigtes L├Âsungsbenzol I 330   t
1924 1924 gereinigtes L├Âsungsbenzol II 259   t
1924 1924 Cumaronharze 299   t
1924 1924 Leuchtgas 29952000   cbm
1924 1924 Kraftgas 89000   cbm
1924 1924 Heizgas 803000   cbm
1924 1924 Elektrische Arbeit 19935   MWh
1925 1925 Steinkohle 2438135   t
1925 1925 Koks 737357   t
1925 1925 schwefelsaures Ammoniak 10141   t
1925 1925 Stickstoffinhalt 2026   t
1925 1925 Dickteer 134   t
1925 1925 Teer 27239   t
1925 1925 Rohnaphthalin 438   t
1925 1925 Schwerbenzol 264   t
1925 1925 gereinigtes Benzol 4335   t
1925 1925 gereinigtes Toluol 981   t
1925 1925 Gereinigtes L├Âsungsbenzol I 766   t
1925 1925 gereinigtes L├Âsungsbenzol II 421   t
1925 1925 Cumaronharze 245   t
1925 1925 Cumaron├Âl 61   t
1925 1925 Leuchtgas 29222000   cbm
1925 1925 Kraftgas 44000   cbm
1925 1925 Heizgas 9116000   cbm
1925 1925 Elektrische Arbeit 25368   MWh
1925 1925 Ziegelsteine 3757000   St├╝ck




Firmen-Änderungen, Zusammenschüsse, Teilungen, Beteiligungen


Zeit = 1: Zeitpunkt unbekannt

Zeit Bezug Abfolge andere Firma Kommentar
1 Anschlu├č (Namensverlust) danach Krupp Atlas Elektronik Krupp Atlas Elektronik = Tochter von Krupp
1902 Anschlu├č (Namensverlust) danach Fried. Krupp Germaniawerft Germaniawerft = Tochter von Krupp [Berdrow: Alfred Krupp (1943) 272]
1893 Anschlu├č (Namensverlust) danach Fried. Krupp Grusonwerk AG Krupp-Gruson = Tochter von Krupp [Berdrow: Krupp und sein Geschlecht (1943) 284] [Maschinenindustrie (1939/40) 598]
1902 Nebenwerk danach Krupp Rheinhausen, Maschinen- und Stahlbau Werk Rheinhausen
1906 Nebenwerk danach Grube Fortuna  
1886 Nebenwerk danach Annener Gu├čstahlwerk Act.-Ges. bis nach dem 1. Weltkrieg
1871 Nebenwerk danach Hermannsh├╝tte  




Allgemeines

ZEIT1943
THEMAOrgane und Kapital der Gesellschaft
TEXTLetzter Vorstand: Dipl.-Ing. Alfried Krupp von Bohlen und Halbach, Essen, Vorsitzer und Betriebsf├╝hrer aller Werke; Prof. Dr.-Ing. Dr. phil. h. c. Paul Goerens, Essen, stellv. Vorsitzer; ordentliche Vorstandsmitglieder: Dr. Friedrich Janssen, Essen; Dr.-Ing. Fritz M├╝ller, Essen; Prof. Dr.-Ing. Eduard Houdremont, Essen; Prof. Dr.-Ing. Erich M├╝ller, Essen; stellvertretende Vorstandsmitglieder; Karl Pfirsch, Berlin; Dr.-Ing. Heinrich Korschan, Breslau; Dr.-Ing. Walter Lwowski, Rheinhausen; Max Ihn, Essen; Karl Eberhardt, Essen; Dr. Hans C. Rademacher, Essen. Letzter Aufsichtsrat: Dr. Gustav Krupp v. Bohlen und Halbach, Essen, Vorsitzer; Landrat a. D. Tilo Freiherr von Wilmowsky, Marienthal ├╝ber Naumburg (Saale), stellv. Vorsitzer; Diplomingenieur Dr. Karl Wendt, Essen; Wirklicher Legationsrat a. D. Dr. Hermann B├╝cher, Mitglied des Generaldirektoriums der AEG, Berlin; Carl Goetz, Aufsichtsratsvorsitzer der Dresdner Bank, Berlin; Dr.-Ing. Arno Grie├čmann, Rabhof-Breitenloh am Chiemsee; Geh. Komm.-Rat Dr. Hermann Schmilz, Vorsitzer des Vorstandes der I. G. Farbenindustrie, Berlin; Dr. Alfred Olscher, Vorstandsmitglied der Viag, Berlin; Dr. Hermann von Siemens, Berlin. Gesch├Ąftsjahr: 1. Oktober bis 30. September. Hauptversammlung (Stimmrecht): je nom. RM 500,00 Aktien der Gruppen B und C eine Stimme, je nom. RM 500,00 Aktien der Gruppe A zehn Stimmen, so da├č insgesamt 295 000 Stimmen auf die Aktien der Gruppen B und C und 250000 Stimmen auf die Aktien der Gruppe A entfallen. Reingewinn-Verwendung: Die Hauptversammlung beschlie├čt allj├Ąhrlich nach Entgegennahme des gem├Ą├č ┬ž 96 des Aktiengesetzes vom Aufsichtsrat zu erstattenden Berichtes in den ersten sieben Monaten das Gesch├Ąftsjahres ├╝ber die Entlastung des Vorstandes und des Aufsichtsrates, ├╝ber die Verteilung des Reingewinnes und in den im Gesetz vorgesehenen F├Ąllen ├╝ber die Festsetzung des Jahresabschlusses (ordentliche Hauptversammlung). Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten, abgesehen von dem Ersatz der bei Aus├╝bung ihres Amtes entstandenen baren Auslagen, j├Ąhrlich eine feste Verg├╝tung von RM 10.000,00, der Vorsitzer des Aufsichtsrates von RM 30.000,00 und der stellvertretende Vorsitzer von RM 20.000,00. Fr├╝heres Grundkapital: nom. RM 160.000.000,00 in nachstehender St├╝ckelung: Urspr├╝nglich M 160.000.000,00 und, nach mehrfachen Erh├Âhungen, seit 1923 Papiermark 500.000.000,00. Im Januar 1925 erfolgte die Goldumstellung derart, da├č RM 160.000.000,00 bestehen blieben. Die Aktien zerfallen in drei Gruppen: Gruppe A.: 25000 St├╝ck ├╝ber je RM 500,00 Nr. l- 25000 = RM 12.500.000,00 Gruppe B: 45000 St├╝ck ├╝ber je RM 500,00 Nr. 25001- 70000 = RM 22.500.000,00 Gruppe B: 192 500 St├╝ck ├╝ber je RM 500,00 Nr. 117 501-310 000 = RM 96.250.000,00 Gruppe C: 47 500 St├╝ck ├╝ber je RM 500,00 Nr. 70001-117500 = RM 23.750.000,00 Gruppe C: 10000 St├╝ck ├╝ber je RM 500,00 Nr. 310001-320000 = RM 5.000.000,00 Die Aktien lauten auf Namen. Die Aktien der Gruppe C erhalten einen Gewinnanteil von nicht mehr als 6% j├Ąhrlich; erreicht der in einem Gesch├Ąftsjahr ausgesch├╝ttete Gewinn diesen Satz nicht, so findet eine Nachzahlung in sp├Ąteren Jahren nicht statt. Buchwert der Beteiligungen: RM 132 944 032 31 (30. 9. 1942). Buchwert der Wertpapiere: RM 136.148.455,63 (30.09.1942).
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 5351]


ZEIT1943
THEMAZweck und Gegenstand des Unternehmens
TEXTGegenstand des Unternehmens: a) Betrieb der Gu├čstahlfabrik in Essen, ihrer Zweigniederlassungen und Au├čenwerke (Stahlwerke, Schiffs- und Maschinenbauanstalten, Hoch├Âfen, Kohlen- und Eisenerzbergwerke usw.; b) Herstellung von Stahl und Eisen und sonstigen Metallen sowie von allen dazu erforderlichen Roh- und Hilfsmaterialien, Verarbeitung von Stahl und Eisen und sonstigen Metallen zu Gebrauchsgegenst├Ąnden und Zwischenfabrikaten aller Art, insbesondere Herstellung von Eisenbahn- und Schiffsbaumaterialien, von Kriegsmaterial, Schiffen und Maschinen, sowie Vertrieb aller dieser Gegenst├Ąnde; c) Erwerb, Errichtung und Betrieb von neuen Anlagen und der Abschlu├č von Gesch├Ąften aller Art, welche den unter a und b genannten Zwecken f├Ârderlich sind; d) Betrieb von sonstigen Unternehmungen und die Vornahme von Gesch├Ąften aller Art, welche als im Interesse der Gesellschaft liegend erachtet werden. Betriebs├╝berlassungsvertr├Ąge mit Fried. Krupp Grusonwerk Aktiengesellschaft, Magdeburg; Fried. Krupp Germaniawerft Aktiengesellschaft, Kiel; Aktiengesellschaft f├╝r Unternehmungen der Eisen- und Stahlindustrie, Berlin; Sieg-Lahn Bergbau-G. m. b. H., Gie├čen; Capito & Klein A.-G., D├╝sseldorf- Benrath; Gewerkschaft ver. Helene und Amalie i. L., Essen-Bergeborbeck; Gewerkschaft Emscher-Lippe, Datteln (Westf.); Gewerkschaft Schlesische Nickelwerke, Frankenstein; Krupp Treibstoffwerk G m. b. H., Essen; Siedlungsgesellschaft Rossenray A.-G., Rheinberg; Gewerkschaft Rossenray, Essen; Gewerkschaft Rheinberg, Rheinberg. Interessengemeinschaftsvertrag mit der Westf├Ąlischen Drahtindustrie, Hamm (Westf.). Dauer: bis 1961. Wesentlicher Inhalt: Den Aktion├Ąren der Westf├Ąlischen Drahtindustrie ist auf das alte Stammkapital eine Dividende von 5 % bis zu einer Krupp-Dividende von 7 % und 0,5 % f├╝r je 1 % Krupp-Superdividende mehr garantiert. Eine etwaige Unterbilanz ist durch Krupp zu decken, dagegen f├Ąllt ein ├╝ber die garantierte Dividende und etwaige Reservestellungen hinaus vorhandener Reingewinn Krupp zu. Syndikatsbeteiligungen: Die Zechen geh├Âren dem Rheinisch-Westf├Ąlischen Kohlensyndikat an. Der Syndikatsvertrag l├Ąuft bis zum 31. M├Ąrz 1942 und kann mit einer Mehrheit von % aller Stimmen zu jedem Monatsletzten mit einer Frist von drei Monaten gek├╝ndigt werden.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 5351]


ZEIT1943
THEMABesitzverh├Ąltnisse
TEXTBesitz- und Betriebsbeschreibung (siehe alle Betriebe, Tochtergesellschaften und Beteiligungen): A. H├╝tten, Stahlwerke und weitervcrarbeitende Betriebe 1. Gu├čstahlfabrik Essen; die gesamten Kruppschen Werke verf├╝gen ├╝ber 36 650 werkseigene und werksgef├Ârderte Wohnungen. Zur Gu├čstahlfabrik einschlie├člich der Bergwerke Essen geh├Âren ├╝ber 18 865 Wohnungen, ferner Krankenanstalten, Erholungsheime, 1 Konsumanstalt und eine Reihe anderer Wohlfahrtseinrichtungen. 2. Friedrich-Alfred-H├╝tte, Rheinhausen (Niederrhein), zum Werk geh├Âren 1834 Werkswohnungen sowie 1628 werksgef├Ârderte Wohnungen. 3. Fried. Krupp Stahlbau, Rheinhausen (Niederrhein). B. Kohlenzechen: 1. Fried. Krupp A.-G., Zechen Hannover und Hannihal; 2. Fried. Krupp A.-G., Bergwerke Essen, Essen-Bergeborbeck (einschlie├člich der Grubenfelder des ehemaligen Bergwerksvereins K├Ânig Wilhelm mit den Schachtanlagen Christian Levin und Wolfsbank); 3. Gewerkschaft Emscher-Lippe, Datteln (Westf.); 4. Gewerkschaft ver. Constantin der Gro├če, Bochum; 5. Unverritzte Kohlenfelder: Der Firma Krupp geh├Âren noch die auf dem linken Rheinufer gelegenen, unverritzten Felder Alfred (31.3 Mill. qm), Rossenray (24.5 Mill. qm), Rheinberg (39 Mill. qm) und das n├Ârdlich der Lippe bei Haltern gelegene Feld Hohemark (70.4 Mill. qm). C. Erzgruben: 1. Sieg-Lahn Bergbau-G. m. b. H., Gie├čen; 2. Gewerkschaft Damme; 3. Gewerkschaft Schlesische Nickelwerke, Frankenstein in Schlesien.
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 5351]


ZEIT1943
THEMABeteiligung an folgenden Unternehmens
TEXTTochtergesellschaften und Beteiligungen: Fried. Krupp Grusonwerk A.-G., Magdeburg-Buckau; Fried. Krupp Germaniawerft Aktiengesellschaft, Kiel-Gaarden, Beteiligung: 100%; Aktiengesellschaft f├╝r Unternehmungen der Eisen- und Stahlindustrie, Berlin, Beteiligung: 100 %; Gewerkschaft Emscher-Lippe, Datteln (Westf.), Beteiligung: 100 % (die Kuxe befinden sich teils direkt, teils indirekt im Besitz der Fried. Krupp A.-G.); Berndorfer Metallwarenfabrik Arthur Krupp A.-G., Berndorf (N.-D.), Beteiligung: 93.6%; Gewerkschaft ver. Constantin der Gro├če, Bochum, Beteiligung: ma├čgeblich (rund 51 %); Sieg-Lahn-Bergbau-G. m. b. H., Gie├čen, Beteiligung: 100%; Fried. Krupp's Reederij en Transportbedrijf N. V., Rotterdam, Beteiligung: 100%; Krupp Treibstoffwerk G. m. b. H., Essen; Norddeutsche H├╝tte A.-G., Bremen-Oslebshausen, Beteiligung: 98.6 %; Kurbelwellenwerk G. m. b. H., Glinde bei Hamburg, Beteiligung: 100%; Kleinwohnungsbau Gemeinn├╝tzige Gesellschaft m. b. H., Essen; Gewerkschaft ver. Helene und Amalie i. L., Essen-Bergeborbeck; Buchwert der Beteiligungen: RM 132 944 032 31 (30. 9. 1942).
QUELLE[Handbuch Akt.-Ges. (1943) 5351]


ZEIT1885
THEMAbetriebseigenes Gaswerk
TEXTSteigerung der Produktion und der Flammenzahl: 1868: 3.193.000 m┬│, 10.264 Flammen, davon 927 Stra├čenlaternen; 1869: 3.543.000 m┬│, 10.804 Flammen, davon 966 Stra├čenlaternen; 1870: 3.875.000 m┬│, 11.462 Flammen, davon 991 Stra├čenlaternen; 1871: 4.185.000 m┬│, 12.516 Flammen, davon 1062 Stra├čenlaternen; 1872: 4.805.000 m┬│, 14.163 Flammen, davon 1160 Stra├čenlaternen; 1873: 6.386.000 m┬│, 16.488 Flammen, davon 1320 Stra├čenlaternen; 1874: 7.130.000 m┬│, 18.956 Flammen, davon 1563 Stra├čenlaternen; 1875: 7.068.000 m┬│, 20.218 Flammen, davon 1617 Stra├čenlaternen; 1876: 7.404.000 m┬│, 20.651 Flammen, davon 1741 Stra├čenlaternen; 1877: 6.715.000 m┬│, 21.225 Flammen, davon 1778 Stra├čenlaternen; 1878: 7.140.000 m┬│, 21.849 Flammen, davon 1795 Stra├čenlaternen; 1879: 6.142.000 m┬│, 22.143 Flammen, davon 1810 Stra├čenlaternen; 1880: 6.486.000 m┬│, 22.565 Flammen, davon 1831 Stra├čenlaternen; 1881: 7.742.000 m┬│, 21.746 Flammen, davon 1783 Stra├čenlaternen; 1882: 8.721.000 m┬│, 22.195 Flammen, davon 1845 Stra├čenlaternen; 1883: 9.447.000 m┬│, 22.498 Flammen, davon 1916 Stra├čenlaternen; 1884: 9.630.000 m┬│, 22.843 Flammen, davon 1939 Stra├čenlaternen. Die Maximalproduktion betrug 1884 45.200 m┬│, die Minimalproduktion 14.900 m┬│, die mittlere Jahresproduktion 30.050 m┬│ pro Tag. Der Gasverbrauch findet mit ganz geringen Ausnahmen nur zu Erleuchtungszwecken statt. Betrieb mit westf├Ąlischen Kohlen von der eigenen Zeche "Hannover". Ammoniakwasser wird auf schwefelsaures Ammoniak verarbeitet. N├Ąheres Journ. f. Gasbel. 1879, 555. 1882, 443.
QUELLE[Stat. Mitt. Gasanstalten (1885) 205]


ZEIT1885
THEMAAnlagen des eigenen Gaswerks
TEXTDie Gasfabrik hat 10 ├ľfen mit je 8 und 32 ├ľfen mit je 7 Retorten nach Normalform I = 304 St├╝ck. S├Ąmmtliche ├ľfen mit Generatorfeuerung und Luftvorw├Ąrraung nach eigenem System. Beschickung der Retorten durch mechanische Vorrichtungen eigener Construction. Kondensatoren: 32 R├Âhren mit 850 mm ├Ąu├čerem, 600 mm innerem Durchmesser und 16 R├Âhren mit 1.050 mm ├Ąu├čerem, 700 mm innerem Durchmesser, s├Ąmtliche R├Âhren 6,0 m hoch. Scrubber: 8 St├╝ck 1,3 x 2,6 m, 4 St├╝ck 1,89 x 2,6, 4 St├╝ck 2,21 Durchmesser und 2 St├╝ck 2,7 Durchmesser, s├Ąmtlich 7 m hoch, 6 St├╝ck Dampfstrahlexhaustoren mit nachheriger K├╝hlung. 24 Reiniger mit zusammen 184 qm Bodenfl├Ąche, 2 Nachreiniger 3,8 x 3,8 m, 3 Gasbeh├Ąlter von je 7.000 m┬│ Inhalt, l Pelouzeapparat mit 300 mm Durchgang. Au├čer den 3 Stationsgasmessern sind nur f├╝r 99 Privatabnehmer nasse Gasmesser aufgestellt. Erdleitungen: 700 m, 500 mm Durchmesser; 400 m 392 mm, 4.245 m 314 mm , 2.786 m 209 mm, 4.165 m 157 mm, 6.184 m 105 mm, 8.369 m 78 mm. 8.834 m 52 mm, 11.396 m 39 mm, 3.409 m 26 mm, zusammen 50.488 m Rohrleitungen von 500 - 26 mm Durchmesser.
QUELLE[Stat. Mitt. Gasanstalten (1885) 205]